So wie einige evtl schon wissen bin ich "Trainer" einer Bambini Mannscahft und waren jetzt am Freitag auf einem Turnier bei dem Turnier rastete ein Junge (6 Jahre alt) aus und schlug einen Gegner nachdem er von diesem geschubst wurde dies war schon der zweite Vorfall innerhalb von 3 Monaten mit ihm. rauswerfen oder so will ich ihn nicht da er sonst ein ganz normaler netter junge ist.
was würdet ihr mir da raten?
Gruß
René
Spieler rastete aus
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Fahre eine konsequente Linie.
Sprech mit ihm und erkläre ihm was du beim nächsten Vorfall machen wirst. Erkläre ihm das er sich und der Mannschaft, durch sein Verhalten einen enormen Schaden zufügt, den du nicht mehr länger dulden kannst.
Gehe abgestuft vor:
1. Beim nächsten mal würde ich ein internes Trainings- und Spielverbort von 2 Wochen aussprechen.
2. Beim übernächsten müßte er mein Team, egal ob ansonsten nett oder nicht verlassen - sprich rauswurf- Punkt ende
Natürlich kannst du noch mit den Eltern über eventuelle Hintergründe sprechen, aber denke immer daran das du kein Sozialarbeiter bist, und nicht alle Probleme dieser Welt lösen wirst. Zum einen fehlt dir dazu die Kompetenz (Ausbildung), und zum anderen solltest du deine Kraft und Energie für die Mannschaft und nicht für einen einzelnen, unbelehrbaren Spieler einsetzen.
Hört sich eventuell hart an, aber wie würdest du als Trainer reagieren, wenn ein gegnerischer Spieler immer wieder in den Spielen gegen euch "ausrasten" würde?, weil der Verein sich nicht von einem solchen Chaoten trennt.
Ob Bambini oder A-Jugend, ein solches Verhalten ist in keinem Fall zu tolerieren. -
danke für deine hilfe werde auf jeden fall mal darüber nachdenken
-
Hallo,
ich denke man sollte erst mal in einem Gespräch mit dem
Jungen und seinen Eltern das Problem klären.
Fruchtet das nicht und er rastet wieder aus gibt es Strafen.
Spielverbot, Trainingsverbot und was effektiv ist ein paar Wochen
lang nicht beim Trainingsspiel mitmachen lassen.
Hilft das immer noch nicht, den Jungen in eine Ältere Mannschaft
stecken, dann bekommt er auf die Nase und überlegt sich, ob er
das noch mal macht!
Und zuguterletzt kann man den kleinen dann leider nur Rauswerfen!
Das sollte aber die allerletzte Möglichkeit sein!
Gruß,
Michael -
Hallo, mir fehlt für den richtigen Lösungsansatz dein persönliches Alter.
Deinem Alter würde ich ein kleines Stück Information und Einschätzung Deiner persönlichen Handlungsbreite und Erfahrung entnehmen, auch wenn das nicht immer genau hingekommt.
Ich würde dir zunächst Raten, die Eltern für den Fall, dass sie nicht dabei waren, über den Vorfall zu informieren.
Die zweite Information die "fehlt" ist die Frage, was der Schiri gemacht hat. Der ist in diesem Fall derjenige, der den Jungen sofort via zumindest Zeitstrafe vom Platz hätte stellen müssen. Jedenfalls hätte ich das so als Schiri entschieden.
Bei einem 6jährigen wäre ein kompletter Rausschmiss für mich als Vertreter der härteren Gangart nicht die Lösung und daneben! Dies gilt für mich auch dann, wenn das ein drittes Mal vorkommt. Jedoch ist das Zuschlagen eine unanzeptable Geschichte und bei dem Turnier hätte er bestimmt nicht mehr mitgespielt, das wäre anlassbezogen Bestraft. Ich glaube jedoch, dass hier im Vorfeld nicht ausreichend auf das Fehlverhalten reagiert wurde.
Ich gehe mit großer Wahrscheinlichkeit davon aus, dass der Junge in der Zeit vor den Geschehnissen ausreichend viele Signale gesendet hat, die nicht erkannt wurden, ....auf die nicht oder nicht angemessen reagiert wurde. Da wurde was "verpennt". Bei allen eigenen Fehlern, die ich so im Jahr mache, möchte ich Dir kurz von einem positiv verlaufenden Fall meinerseits berichten:
Ich hatte da mal einen ähnlichen Fall. Der Junge bei mir hat rote Haare, Sommersprossen und ist ein echtes Talent und ein feiner Kerl, ....wenn da nicht seine unkontrollierten Wutausbrüche gepaart mit Anfeindungen des Schiri und Schuppsereien (auf Gegenseitigkeit beruhend) gewesen wären. Da der Schiri nichts pfiff, ich den Jungen aber beispielsweise vom Platz gestellt hätte (Zeitstrafe), sah ich dringenden Handlungsbedarf. Der gestaltete sich durch
a)ein Einzelgespräch. Darin verkaufte ich ihm, dass ich und die Mannschaft von ihm äußerste Disziplin erwarte. Ich erklärte, was Disziplin und Erwartungen sind. Unter dem Strich stand für den Jungen, erkannt zu haben, dass er im Falle eines Platzverweises die Mannschaft schwächt und andere müssen dann für ihn laufen. Zudem habe ich ihm klar gemacht, dass man selbst mit Ungerechtigkeiten leben lernen muß.
b)habe ich ihm für den Wiederholungsfall angedroht, immer sofort auszuwechseln, wenn ich als Trainer sehe, dass er sich scheiße verhält. Das galt besonders für den Fall, das der olle SChiri wiedermal nichts machte.
c)habe ich darüber -meiner Einstellung entsprechend- auch vor der Mannschaft darüber mehr oder minder allgemein über die Erwartungen und Disziplin gesprochen. So stand er ein Stück weit unter der Aufsicht vieler Augen.
Übrigens hat man ja eine Stimme und die Maßnahme C könnte man ruhig mal etwas kerniger ansprechen.
Dann kamen einige Spiele, wo sich die Sache so oder so ähnlich wiederholte. Ja und ich kann Dir sagen, der war ohne Schirientscheidung etwas schneller vom Platz als zügig. Immer so fünf mit fünfzehn Minuten gepaart mit dem Hinweis "...Du weißt ja warum".
Ich/Wir haben heute dahin gehend keinerlei Probleme und ich glaube, ihm hat es auch für sein übriges Leben geholfen. Wir sind heute dicke Freunde und ziehen uns ständig hoch, weil er ein fieser Dortmunder ist (auch gebürtig) und ich für Schalke die Daumen drücke. Gruß Andre -
also zu deinen fragen ich bin 17 und werde nächsten monat 18
der schiri hat ihn festgehalten aber nicht vom platz gestellt (wir ham ihn selsbt vom platz getragen)
da dies das finale war war es auch das letzte spiel und haben ihn natürlich nicht mehr eingesetzt...
danke für deine hilfe werde einiges davon mal "ausprobieren" -
Also in diesem Fall gehe ich mal davon aus, dass die Eltern bei diesem Spiel dabei waren. Da hättest Du gleich die Gelegenheit beim Schopfe packen können und über den Vorfall reden können. Du solltest klare Richtlinien aufstellen, was eine solche Verhaltensweise für den Spieler für Konsequenzen hat. Das solltest Du dann nachholen.
Problematisch wird die Sache allerdings, wenn die Eltern des Kindes das Kind nur zum Fußball bringen und dort "abstellen". Dann könnte die Verhaltensweise des Kindes etwas mit dem Umfeld zu Hause zu tun haben.
Es ist auch wichtig zu wissen, ob das Kind auch anderswo (Schule, Freundeskreis) immer wieder zuschlägt und worauf diese Verhaltensweise möglicherweise zurückzuführen ist.
Als Trainer kann man nur reagieren, wenn man genau über die Spieler Bescheid weiß. -
Hallo,
2 Bambinis (beide 5/6 Jahre) spielten schon mit bei den Hallenturnieren der F-Jugend. Und einer ist sehr ehrgeizig und hat nach dem Spiel einen gegnerischen Spieler vor Wut "gehackt" beim vom Platz gehen.
Es war allerdings die 4. Niederlage hintereinander und man darf nicht vergessen das es noch Kinder sind die mit ihren 5/6 Lenzen gerade lernen sich im Mannschaftssport zu integrieren.
Aber nichts desto trotz darf man solche Unsportlichkeiten nicht tolerieren.
Der Schiedsrichter hatte es nicht gesehen aber wir haben dem Bambini dann gesagt das der Schiedsrichter ihm nachträglich eine rote Karte gegeben hat und er für das nächste Spiel gesperrt ist. Das hat er sich dann wortlos von oben angesehen. Im späteren Turnierverlauf ist er dann zu dem Gegenspieler hin und hat sich bei ihm entschuldigt.
Seitdem ist das nicht mehr vorgekommen auch wenn er wie gesagt sehr Ehrgeizig ist und sich auch weiterhin mal mächtig über einen vergebenen 9m ärgern kann
Aber ich denke auch Fairness kann und muss man lernen... -
Hallo miteinander,
auch wir haben ein sogenanntes "Sorgenkind", guter Junge, sehr ehrgeizig neigt halt zu Wutausbrüchen, nicht nur gegen "gegnerischen" Spieler, auch zu seinen eigenen Mitspielern,
die da mal einfach umgeholzt werden.
Die Problematik die wir haben, ist diese, dass der Vater auch der sogenannte Co-Trainer/Betreuer
ist, der seinen Jungen nicht beigebracht bekommt, diese Attacken abzustellen, beim letzten mal
haben wir den Jungen nachhause geschichkt, der Vater hat weiter mittrainiert.
Wir wollen den Spieler nicht verlieren, da er ansonnsten ein feiner Junge ist, wie können wir da am
besten vorgehen??
Danke für die Antorten.
Gruß
Schoki -
Schoki
Leider schreibst du nicht wie alt der Junge ist.
Ich gehe mal davon aus, dass er zwischen 6 und 11 Jahre alt ist.
Wenn es sich um das "normale Umgrätschen" handelt, welches die Kinder in diesem Alter oftmals anwenden, dann hilft eine einfache Regel im Training. Wer jemanden umgrätsch, egal wo es auf dem Feld passiert, der bekommt einen Strafstoß gegen sich oder seine Mannschaft.
Innerhalb von 2 oder 3 TE grätscht niemand mehr in der Mannschaft. Natürlich muss man hier sehr konsequent sein.
Ansonsten hilft hier nur die sehr konsequente Umsetzung der "wenn dann sonst Taktik"
Im Einzelgespräch erklärt du dem Jungen kindgerecht, das Grätschen nicht zum Fußball dazu gehört. z.B.: " Wer grätscht verliert ein Spiel"
Wenn er sich daran hält, dann darf er die ganze Zeit am Training teilnehmen, ansonsten muss er eine X(altersentsprechend) minütige Trainingspause einlegen. Hier formulierst Du ein Ziel positiv und erst wenn er sich nicht daran hält muss er die Konsequenzen tragen.
Aber Achtung hier gilt ganz klar: Die Konsequenz ist die Mutter des Erfolges.
Im Wiederholungsfall steigerst Du die Strafe. z.B. erst 5 Minuten Pause dann 10 Minuten Pause.
Als letztes Mittel bleibt Dir nur der Ausschluss vom Training. Aber Achtung denke an deine Aufsichtspflicht.
Im Anschluss würde ich das Gespräch mit den Eltern suchen. Denn das in Kauf nehmen solcher harten Strafen sind eigentlich ein sicheres Zeichen, dass es Probleme sind, die wir als Trainer nicht lösen können. -
Hallo Rene
Du kannst versuchen mit Ihm zu sprechen:
Spiel die Situation mit Ihm nochmals durch. Dabei soll er sich für eine faire Lösung entscheiden.
Natürlich muss die Lösung von Ihm kommen.
Du kannst höchstens fragen: "Wir würdest Du dich verhalten?" oder "Was währe das richtige?"
Wenn er sich für eine Lösunge entschieden hat, die auch Dich befriedigt wirst Du sehen, dass er diese Lösunge auch anwenden wird. Zumindest wird er es versuchen.... hoffe ich!
Viel Glück auf jeden Fall und nimm die Konsequenz des Rausschmisses als letzte Lösung.
Gruss
TRPietro -
Es hört sich so an, als wenn das Gespräch und Maßregelungen und Regeln nichts gebracht haben. Oft sind Menschen, die sich verbal nicht richtig ausdrücken können geneigt, dann ihre Aggressionen die sie über den Mund nicht loswerden, körperlich "ablassen", sprich schlagen.
Manchmal sind das Menschen, die selber auch geschlagen werden, die also nie gelernt haben, wie man mit Aggressionen umgeht, wie man sie beherrscht und in richtige Bahnen und Kanäle lenkt. Damit will und kann und darf ich nicht sagen, dass der Junge Opfer ist, sprich selbst geschlagen wird.
Sprechen und Regeln aufstellen fallen in das Spektrum, dass ein Trainer abdecken sollte. Irgendwann endet es.
Ich bin der Meinung, dass hier die Eltern des Jungen ergänzend gefragt sind. Ich hatte mal einen Kollegen, der hatte mit seinem Jungen ähnliche Probleme. Der ist mit dem Kind zur Caritas gegangen, ...zur Familienhilfe.
Dort bekam der Junge und die Eltern hilfe. Die Eltern erhielten Fachgespräche, der Junge gesondert eine "Therapie".
Wenn du also mit dem CoTrainer per Du bist und die Dinge die dir als Trainer zustehen ausgeschöpft sind, würde ich ihm unter vier Augen mal diesen Tipp geben.
Gruß Andre -
Danke für die promten Antworten,
Das Kind ist in der tat erst 7 Jahre und nein es handelt sich nicht um das normale grätschen, sondern von hinten mutwillig reinspringen, mit der Konsequenz, dass der getroffnen weinend vom Platz muss.
Mit dem Vater sind wir per du, ist ja auch ein Betreuer, der leider nur tatlos zuschaut und es versäumt bei solchen Aktion, seinen Sohn Maß zuregeln, uns blieben nur Ermahnung und Ausschluß, leider. Der Vater akzeptierte es wortlos auch wieder, leider.
Naja, heute ist wieder Training und wir werden wohl das Kolleltiv darauf einstellen, gewisse Dinge
die nicht zum Fußball gehören mit kleineren Sanktion zu belegen.
Schauen wir mal
Schönes WE -
Also, ich hab nur dn Vorfall gelesen und nicht die Komentare!
Mein Rat erst das Gespräch mit den Eltern suchen, denn es kann viele Ursachen haben, dass der Junge ausgetickt ist -
In diesem Fall helfen nur konsequente Maßnahmen, da der Vater bzw. die Eltern dem Kind keine vernünftigen Grenzen setzten.
Leidtragende sind sonst alle anderen Kinder, die völlig unschuldig unter der nachlässigen Erziehung des Kindes leiden müssen. -
Hallo,
nachdem wir allen die neuen Regeln erklärt haben, hat es ganz gut geklappt, vorallem beim Abschlußspiel, das jedes Foul mit Elfmeter bestraft wird kam sehr gut an, alle spielten sehr vorsichtig, auch am Spieltag war alles in Ordnung, hoffe es bleibt so.
Vielen Dank nochmals.
Schoki
