Ohne Strafen Rahmenbedingungen schaffen

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  • Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit, Regelmässigkeit, Abmeldungen sind Rahmenbedingungen die für mich ein Muss im Fussball sind.


    Dass entsprechendes Verhalten zum selbstverständlichem Handeln bei Fussballern wird ist Aufgabe des KIFU-Trainers.


    Bei diesem Thema wird dann immer wieder von einem Strafenkatalog oder ähnlichem gesprochen.


    Obiges zu erreichen bedarf aber absolut keiner Strafen. Ich habe nie mit Strafen gearbeitet, trotzdem bei den angesprochenen
    Attributen eine vorbildliche Mannschaft bekommen.


    Wie ich das erreicht habe, werde ich hier mal an Beispielen schildern.
    Bin nicht der Meinung, dass das überall funktioniert, auch so nicht 1:1 übernommen werden sollte, sondern anregen (gerade Jungtrainer) über eigene Vorgehensweisen nachzudenken.


    zur Mannschaft:


    mit 4 und 5 jährigen Dorfkinder, zu denen auch mein Sohn zählte, angefangen. zuerst 100 % Kinder aus dem gleichen Kindergarten, im Laufe des Jahres
    kamen noch aus umliegenden noch kleineren Dörfern Kinder dazu. mit F Beginn waren 70 % aus dem Dorf und gingen auch in die gleiche Grundschule, 30 % andere Grundschule im Nachbardorf.


    G-Jugendzeit


    so das erste Jahr gabs praktisch keine Regel, wer kommt der ist da, wer nicht kommt ist einfach nicht da. Spiele oder Turnier machte ich ja eh noch keine.


    einzige Ausnahme: Pünktlichkeit


    anfangs kam jeder wie er wollte, was ich schnell abstellte.


    mit den Kleinen trainierte ich anfangs in der Trunhalle. diese schloss ich 5 Minuten nach dem offiziellen Traingsbeginn ab.
    Wer nun zu spät kam, musste um die Trunhalle rumlaufen, irgendwo ein Fenster finden um durch Klopfzeichen auf sich aufmerksam machen. Dauerte dann natürlich etwas, konnte die Kids ja nicht direkt alleine lasse, Schlüssel suchen dauert ja auch etwas.


    Angesprochen warum ich das mache gabs dann die für alle nachvollziehbare Erklärung, dass ich nicht will, dass ihr Kind nach dem Training heimkommt, und berichtet, dass ihm Sachen geklaut wurden. und da will ich vorbeugen.
    Ausserdem bestünde auch immer die Gefahr, dass plötzlich ein Kind verschwunden ist, weil es sich heimlich davonschlich, weil es nach Hause wollte.
    ,
    bekam da allerseits Zustimmung, war ja in ihrem eigenen Interesse. Thema Pünktlichkeit war gehalten.



    im Sommer gings auf den Platz, gewisse Elternkandidaten nutzten das sofort natürlich aus.
    dann hab ich des öftern zum Trainingsbeginnzeitpunkt den Trainingsort gewechselt (so gingen wir dann halt mal ganz pünklich
    auf die Schulwiese).
    wer dann suchen musste, mit einem quängelden Kind an der Hand, der ist zukünftig pünktlich.


    nicht ich, sondern die Kids sorgten für pünktliches Erscheinen bei ihren Eltern.



    nun gings dann irgenwann mal zu Spielen oder Turnier.


    Treffpunktzeit 13.00 Uhr, die ersten trafen um 12.50 ein, die letzten 13.10 Uhr. (kommt wohl bekannt vor)
    Arger nicht nur bei mir, sondern auch bei den Eltern, die sehr früh da sind.


    darum kam folgende Ansage bei mir: Treffpunktzeit gibt es nicht mehr, wir werden uns zukünftig zur Abfahrtzeit treffen, werden aber absolut pünktlich abfahren, damit keiner mehr länger warten muss. Wem was dazwischenkommt, und wir noch etwas
    sollten, hat meine Handynummer, der rufe bitte kurz an.


    nächstes Auswärtsspiel, eh nur 8 Mann gehabt, was im Vorfeld bekannt war, zur Abfahrtzeit 6 Jungs nur da. die 2 bekannten
    Zuspätkommelterndandidaten waren nicht. da.


    Ich spürte regelrecht die Gedanken der anwesenden Eltern: was macht der jetzt:


    Ich bin Superpünktlich abgefahren. Auf eine Frage, ob wir nicht noch warten sollten, wir wären ja nur zu sechst, antwortete ich ganz
    locker, dass das für mich kein Problem ist, dann spielen wir halt mit 6.


    die zwei kamen übrigens nach, hatten aber Probleme den Platz zu finden.


    Abfahrtspünktlichkeit erledigt.


    bei Heimspielen noch einfacher: da gabs auch keine Treffzeit, sonden Eintrittszeit in die Kabine, war bei mir 1/2 Stunde
    vor Spielbeginn. direkt nach Kabineneintritt gabs die Atrittsmannschaftsaufstellung.
    da ja eigendlich jeder von Beginn an spielen will war dieses Thema auch erledigt.



    jetzt kam die Zeit, wo die Jungs mit dem Fahrrad ohne Eltern zum Training kamen.


    gleiches Thema, natürlich kamen da einige zu spät.


    Trainingsbeginn war dann eine zeitlang ein Spiel, wer zu spät kam, musste halt zuschauen, bis das Spiel beendet war,
    und die nächste Trainingseinheit ansetzte. Ergebnis wohl bekannt.



    so habe ich in allen Alterstufen, wenn ich merkte, dass da irgendwie was einriss mir altersgemäss passends Einfallen lassen.



    natürlich war das Ergebnis kein 100%iges, natürlich kam da auch immer wieder Verspätungen vor, aber da kann und sollman dann
    schon die 5 gerade sein lassen. Ist die grundsätzliche Pünktlichkeit mal gegeben, und die wird von dem Spielern mit der Zeit verinnerlicht, konnte ich locker mit den Fällen umgehen, wo das mal nicht der Fall war, da kam dann meistens ein lockerer
    Spruch von mir.


    alle Vorgehensweise habe ich auch immer in den Rundengesprächen mit den Kindern besprochen, und den Vorteil der Pünktlichkeit für sie erarbeitet., und die haben mir dann Argumente en masse an die Hand gegeben.


    Alles keine Hexerei, aber ohne jegliches Bestrafen, aber mit absolutem Erfolg.


    mein Ziel war es, Pünktlichkeit zu verinnerlichen. das erreiche ich jedoch nicht durch Bestrafungen. Fallen nämlich Bestrafungen weg, fällt auch die Argumentation für Pünktlichkeit weg.
    (z.B. beim nächsten Trainer




    ein schwierigers Problem für mich war pünktliches Abholen nach dem Training.




    da ich mir relativ viel Zeit genommen habe diesen Gesamtkomplex darstellen, würde ich es begüssen, hier vorerst keine Beiträge
    reinzustellen, möchte das Ganze gernmals Ganzheit mal hier darstellen.

    Diskussionen hierzu können ja an anderer Stelle gführt werden.

    Einmal editiert, zuletzt von guenter ()

  • Natürlich arbeitest Du mit Strafen.....


    "bei Heimspielen noch einfacher: da gabs auch keine Treffzeit, sonden Eintrittszeit in die Kabine, war bei mir 1/2 Stunde
    vor Spielbeginn. direkt nach Kabineneintritt gabs die Atrittsmannschaftsaufstellung.
    da ja eigendlich jeder von Beginn an spielen will war dieses Thema auch erledigt"
    ==> die Spieler, die zu spät kommen, spielen nicht von Anfang an. Das ist eine Strafe!



    mit den Kleinen trainierte ich anfangs in der Trunhalle. diese schloss ich 5 Minuten nach dem offiziellen Traingsbeginn ab.
    Wer nun zu spät kam, musste um die Trunhalle rumlaufen, irgendwo ein Fenster finden um durch Klopfzeichen auf sich aufmerksam machen. Dauerte dann natürlich etwas, konnte die Kids ja nicht direkt alleine lasse, Schlüssel suchen dauert ja auch etwas.
    ==> auch hier...das aussperren und bloßstellen ist auch eine Strafe.... ganz zu schweigen, die Eingangstür zu verschliessen... was ist, wenn etwas passiert...du als Trainer kippst um....sollen die Knirpse wieder aufschliessen...oder Erste Hilfe leisten?? Wäre mir zu heikel...geht für mich in den Bereich Vorstaz im Schadensfall!!!! Ich weiss, es gibt Notausgänge...aber das sind Ausgänge...was ist , wenn jemand schnell rein muß in die Halle......????


    Du hast bei jedem Punkt eine Strafe angewendet... sei es mit dem anderenTrainingsort, den man suchen muß...etc etc...

  • Pünktliches Abholen


    zu der Zeit als es anfing, dass Eltern nicht mehr beim Training blieben, was anfangs ein Muss bei mir war, sondern nur noch ihre Kinder brachten und abholten kam es immer wieder mal vor, dass ich mit einem oder auch 2 Kinder noch alleine auf dem
    Träningsgelände noch 1/2 Stunde nach Träningsende auf deren Abholen wartete, oder sie nach Hause fahren musste.


    Gespräche mit den Eltern diesbezüglich zeigte zwar Einsicht, aber es änderte sich nicht grundsätzlich, kam immer wieder vor.


    wie ich hier vorging könnte man dann schon als Druck bezeichnen, hatte aber keinen anderen Weg gefunden.


    nach einem Training, rief ich allte Eltern zusammen, und teilte ihnen mit, dass ich vorraussichtlich meine Tränertätigkeit
    aufgeben muss. Als Grund schilderte ich ihnen obigen Sachverhalt, dass ich des öfteren zeitlich unter starken Druck bin, da ich des öfteren nach dem Training noch beruflich vereinbarte Termine hätte, und auch meinen ältern Sohn zum auswärtigen Training fahren
    müsste, und der dortige Trainer empfindlich reagiere, wenn er zuspät dort ankommt (war so ein versteckter, jedoch bewzusster Hinweis.



    Als Lösung sähe ich jedoch, wenn ein Elternteil sich fest bereiterklären könnte, immer zu warten, bis alle abgeholt sind.


    Natürlich konnte das keiner, hatten alle irgendeine Begründung, wusste ich auch vorher.


    Dann liess ich nach gemeinsamer Lösung suchen, die dann so aussah, wie ich es vorher geplant hatte.


    maximal 15 Minuten nach dem Training sind alle Kinder abgeholt, wer da ein Problem hat ruft ein anderes Elternteil an
    (jeder hatte eine Telefonliste) und bittet um mitbringen. Ist trotzdem ein Kind noch nicht abgeholt, bleibt das letzte anwesende
    Elternteil bis zum Abholen, bzw. bringt das Kind heim.


    es wird von der Elternschaft gewährleistet, dass der Träner 15 Minuten nach Trainingsende gehen kann.


    Bis auf die berühmten immer wieder mal vorkommenden Ausnahmen, die dann aber doch kein Problem sein dürften, war
    das Ergebnis äusserst positiv. waren alle sehr pünktlich, wollte ja keiner der Letzte sein, der warten musste.


    hier wurde auch verdeutlicht, dass der Trainer die Richtung vorgibt und kein Bittsteller der allen nachläuft.

  • Abmelden


    für mich persönlich ist Abmelden ein Muss im Umgang mit anderen Menschen. Sei es, dass ich dem Tennisparnter zum verabredeten Termin absage, sei es dem Date mit der Freundin, die Mitteilung dass mein Kind nicht zu der eingeladenden Geburtstagsfeier
    kommen kann usw. usw.


    Und das sehe ich auch beim Fussball so. für mich ein Muss. die Frage ist nur, wie bringe ich denen das rüber, die diese Einstellung nicht haben.


    Und hier habe ich das nicht als meine Vorgabe rübergebracht, weil ich das will, sondern dies als Interesse und Vorteil für die Kinder verkauft.


    in den 2 Jahren G-Zeit spielte das Abmelden zum Training für mich absolut keine Rolle. wer das ist, ist da, wer nicht halt nicht.
    G-Zeit ist Austestphase für die Kinder, ob der Fussball was für sie ist, mehr nicht.
    Habe diese Zeit jedoch genutzt um in Gesprächen den Eltern locker rüberzubringen, was ich so beim Fussballsport
    als bedeutend ansehe.


    Es gab aber auch schon in dieser Zeit Eltern, die ihr Kind abmeldeten, wenn es nicht zum Training kam.
    die kannten das von ihren älteren Kinder.


    in der Anfangszeit machte ich ja nur gelegendlich mal ein Spiel, auch da war Abmeldung noch kein Thema, ich wollte meine Pappenheimer kennenlernen.


    So 5 Monate vor der F-Zeit gabs dann regelmässiger Spiele und Turniere.


    dazu bekam dann im Training jedes Kind einen Einladungszettel (ja, ich habe die Kinder zum Mitspielen eingeladen9


    auf dem Zettel stand der Name des Kindes , der Treffort, die Treffzeit und meine Handynummer. mehr nicht.


    wie erwartet kam die Frage einer Mutter, warum meine Telefonnummer darauf steht, sie hätten doch meine Nummer.


    berechtigte Frage, warum ich alle Eltern zusammenrief und erklärte, dass sie bei einer eventuell notwendigen Abmeldung nicht lange danach suchen müssten.


    ein klarer Hinweis ohne jegliche Aufforderung.


    diese Zettelmitgeben, bzw. Einladung zum Spiel, habe ich übrigens bis Ende 1. F-Jahr beibehalten.


    Elternabend vor 1.F-Jahr


    Thema abmelden zum Spiel.


    Eltern gefragt ob sie es gut finden würden, auch Spiele in Unterzahl zu machen, da ja immer wieder Kinder ausfallen können.


    Natürlich nicht: Als Lösung bot ich an, mich rechtzeitig zu informieren, dass ich die Möglichkeit habe noch andere Spieler
    zu finden, oder falss notwendig das Spiel verlege. Fanden sie gut.


    Sie fanden auch meine Bitte gut, ihr Kind beim Training abzumelden, wenn es krank ist, damit wir (!) das fürs Spiel planen können.


    nach der Winterpause Elternabend der nächste Schritt, da ich feststellte dass so 4,5 Eltern anders verhielten.


    den Eltern mitgeteilt, dass es aus beruflichen Gründen vorkaommen kann, dass ich kurzfristig Training absagen muss.
    Gefragt ob sie es gut fänden, wenn ich sie rechtzeitig darüber informiere. Natürlich. Ich fände es dann aber auch gut, wenn sie ihr Kind auch abmelden würden, wenn es nicht zum Training kommen kann oder will. für mich wären das 15 Anrufe für sie ja nur einer.


    die meisten übernahmen das dann auch mehr oder weniger regelmässig, 3,4 juckte das nicht.


    Elternabend vor 2. FJahr.


    da die Kinder nun auch alleine zum Training kamen, machte ich den Eltern sehr deutlich, dass ich es absolut sinnvoll fände
    wenn das Abmelden für alle zur Regel wird. die Gefahr, dass Eltern glauben ihr Kind sei im Training, der Trainer glaubt, das
    Kind zu Hause, in Wirklichkeit dass das Kind sonstwo ist, sei schon gegeben. Und im Intersse des Kindes sei es schon wichtig, dass wir da eine gewisse Kontrolle haben.


    ausserdem ginge ich zukünftig davon aus , dass Kinder, die nicht abgemeldet sind, krank sind, und ich das dann bei der Aufstellung zum Spiel berücksichtigen werde.


    ging dann noch kurz darauf ein, dass ich keine Begründungen fürs Fehlen will, einfach nur Mitteilung, dass Kind nicht kommt.


    in der Regel funktionierte das dann. gelegendlich wurde es auch mal vergessen, war für mich dann kein grösseres Thema, gabs lediglich einen lockeren Hinweisspruch.


    3 Eltern juckte das Ganze aber offensichtlich nicht. Und bei einem trat dann wirklich der Fall auf, dass das Kind zum Training geschickt wurde, dort jedoch nicht war, die Mutter (war auch noch die JL, die ja sonderrechte für sich in Anspruch nahm)
    ihr Kind vermisste. grosse Aufregung, alles ging auf Suche und wir fanden das Kind auf einem Spielplatz.


    Thema abmelden war gehalten. Ich habe diesen Vorfall auch immer wieder hervorgehoben, wenn ich es mal für notwendig
    betrachtete.


    Mit der Zeit übertrugen dann die Eltern selbständig das Abmelden auf ihre Kinder.


    Wohl bedingt dadurch, dass ich höchsten nachfragte ob sie krank wären, hatten die keine Probleme, eher das Gegenteil,
    anscheined machte es ihnen Spass, mit mir zu telefonieren, denn einige riefen auch regelmässig an, dass sie ins Träning
    kämen, obwohl diese ehe immer da waren.


    amüsantes Erlebnis nebenbei.


    Samstag morgens um 7.00 Uhr klingelt das Telefon, mittenm im Schlaf. Am Telefon D......, ganz aufgeregt, Günter versuch dich schon den ganzen Morgen (?) anzurufen. Hab gestern vergessen mich abzumelden, weil mein Pätter zu Besuch war,
    ich würde heute aber so gerne spielen.
    Natürlich darfst du spielen, du hast dich doch abgemeldet, wenn auch viel zu früh heute morgen. wir haben dann beide gelacht.


    bisher alles ohne Druck, ohne Androhungen oder sonstwas.


    vor allem nicht direkt in die Vollen gegangen , auch mal locker gesehen und 5 gerade sein lassen


    aber die Richtung wurde für alle deutlich und klar.


    ab E-Jugend wurde es dann deutlicher mit meinen Ansagen, zuvor eingeübtes wurde Regel.


    wer sich in der Woche nicht abmeldet (wobei ich durchaus auch das nachträgliche Abmelden akzeptierte, wenn es nicht zum Regelfall wurde) spielt am Wochende nicht, da ich davon ausgehe, dass er krank oder verletzt ist.


    wer sich zum Spiel nicht abmeldet, und hat dafür keine vernünftige Begründung (die kann es nämlich durchaus auch geben)
    muss sich zuerst mal weit hinten anstellen.


    Meine ständig mitgeteilte Begründung: es kann nicht sein dass die Mannschaftskameraden in Unterzahl antreten müssen, weil sich nicht abgemedet wird, denn diese wollen das selbst ja auch nicht. Natürlich will das keiner.


    aber eigendlich hatte ich ab der E keine Probleme mehr, das Abmelden war etwas selbstverständliches geworden.
    Einzelfälle, die ja immer wieder mal vorkommen, konnte ich locker abhandeln.



    Zuverlässigkeit


    kann ich eigendlich wenig dazu schreiben, damit hatte ich eigendlich keine Probleme, mag auch mit meiner Vorgehensweise
    beim Abmelden zusammenhängen. möglicherweise auch dass man bei mir Spielen durfte und nicht muss.


    hatte auch ab F keine Probleme dass bei Spielen andere Dinge Vorrang hatten.
    eigene Geburtstagsfeier der Mannschaftsspieler wurden nach den Spielen ausgerichtet, auch mal wegen deren Planung
    mit mir abgestimmt und Spiel verlegt.


    eine Begründung für dieses Positivum habe ich für mich.


    das sind die vielen Gespräche in der G-Zeit, ob im Training, ob am Bierstand, beim Kindergartentreff, in denen ich Eltern meine Einstellung zum Fussball und meine Erwartungen beim Kinderfussball rübergebracht habe.



    nicht bei jedem ist die Situation so gegeben, in gleicher Form vorzugehen.


    das ist auch nicht mein Anliegen. mir geht es darum rüberzubringen, dass es sich lohnt nachzudenken welche Möglichkeiten
    es geben kann, und es gibt da sicherlich noch weitere, entsprechend den vorgegebenen Bedingungen um ohne Druck, ohne Bestrafung ohne Holzhammermethode wichtige und erforderliche Dinge zu erreichen.

  • Günter


    Ich finde deine vorgehensweise Hammer.
    Einfach ganz locker den Programm durchziehen und durch kleine Tricks, dafür Sorgen, dass gewissen Grundregeln befolgt warden, ohne einen Druck zu erzeugen.


    Musste natürlich auch schmunzeln, da ich mir die Situationen sehr gut bildlich vorstellen kann. :thumbup:


    Finde das gut so und ja, die KIFU Trainer sollten endlich wieder vermehrt auf Erziehung in dieser Hinsicht sorgen anstatt immer das Gefühl zu haben: "weiter Oben geht das dann schon..."


    Gruss
    TRPietro

  • Diesen Spruch fand ich im Internet im Zusammenhang mit dem Zuspätkommen.


    Er bringt auch hier so schön hervor, dass man mit der Aktion des "zu spät kommens" einem anderen -hier dem Trainer- weh tut.


    Zugrunde legend, dass ein Trainer oftmals ein ganz besonderes Modell Mensch ist (Narzissmusthread), wird schnell klar, warum gerade ein Trainer besonders heftig reagiert, wenn jemand zu spät kommt. Klug wie man ist, frist man es -gerade so gepolt wie geahnt- besonders tief in sich hinein. Da man ja ein Elefant im Wind ist, wird das auch nicht vergessen. Und darüber hinaus projeziert man den erfahrenen Schmerz aus der Vergangenheit dann -auch Jahre danach- zielstrebig wie man ist dann auch in der Zukunft auf den nächsten Fall. Ein Verhaltensmuster das man dann abspult, anlassungeprüft.


    Wie gesagt, ich nehme mich nicht aus....ich bin auch einer von der Sorte, die das elefantisch mega krumm nahm.


    Allerdings hinterfrage ich mich heute nach dem Wieso. Deshalb komme ich ja gerade darauf, dass nicht nur der Zuspätkommer scheisse ist, sondern auch ich als Empfänger dieser Botschaft. Irgendwo entschlüssel ich doch, dass man mich nicht geachtet hat. Gerade als Modell Supertrainer tut das dann besonders weh, schließlich opferte ich viel Zeit in das Training, lege Herzblut in die Erklärungen und dazu gesellt sich noch der Gewinndruck, der nicht nur in mir als Trainer schlummerte. Ist ein fieser Cocktail. Ich benenne das, um mal auf das Ego zu leuchten, nicht um jemanden runter zu putzen. Es erklärt wie Trainer oftmals tickt...hier besonders tickt.


    Heute frage ich mich, wieso man sich diesen Druck macht. Wäre ich nicht so süchtig nach Erfolg gewesen, so von mir begeistert, so -vielleicht- selbstverliebt, dann würde ich doch -mit einem einem anderen vieleicht nicht vorhandenen Druck damit grundsätzlich mal anders umgehen.


    Zu spät kommen ist mies....aber menschlich. Wenn das Gegenüber eine gute Erziehung genießt/genossen hat, wird er es selber als negativ empfinden. Dieser Fall wäre doch das normalste...ich habe also jemanden, der sich mal verspätet und der auf Grund seiner Erziehung deshalb ein schlechtes Gewissen hat. Es ist eine Einmaligkeit. Er verspürt bei jedem Atemzug Bauchkneifen und weicht den Blicken des Trainers und der Mannschaftskollegen aus.


    Dieser Fall ist für mich der übliche Fall. Diesen Fall grenze ich aus. Auf den kommt es nicht an...für mich. Ich benenne das, weil hier alle Fälle über einen Tisch gezogen werden. Es sind Einzelfälle, Startschwierigkeiten (Minis)...oftmals weil -wie sonst auch- Regeln fehlen, Absprachen nicht oder nicht gut ablaufen, nicht oder falsch formuliert wird.


    Erst wenn jemand mehrfach zu spät kommt, bin ich bei Euch. Dieser Fall ist ein gesonderter Fall. Einen solchen Fall würde ich gesondert behandeln. Hierbei differenziere ich dann auch, um welche Altersgruppe es sich handelt. Ist die Person so alt, dass sie eigenverantwortlich handelt oder sind reinweg die Eltern verantwortlich. Beides ist aber kein größeres Thema, denn ich möchte -in dieser Sache- kein Erzieher sein, ...nein besser noch...im möchte überhaupt nicht mehr erziehen, weil Trainer zu sein ist schon stressig genug, da benötige ich keine weiteren Baustellen. Man sollte seine Kräfte sparen. Um das tun zu können, bedarf es -so meine heutige Einsicht- weniger aber sinnvoller geschützter Regeln, die ich aufstelle, im Rahmen meiner Zuständigkeiten.


    Als Trainer bleibt mir eine Waffe.....SPIELZEITEN.


    Ein Nogo ist ständiges zu spät kommen. Wer weniger trainiert, spielt weniger. Da ich die grundsätzliche Meinung -abseits dieses Thema`s habe...das jeder Spieler mindestens die halbe Spielzeit spielt, ist es auch eine Strafe, wenn ich jemanden der eigentlich sogar länger spielen könnte mit einer eingegrenzten Spielzeit belege. DAS, genau das wüßten die Eltern und der Spieler und jeder im Team. Das benenne ich laut als Regel. Selbst wenn der Spieler -nochmals...ich spreche nur von einem Spieler, der ständig zu spät kommt....- auch ohne zu spät gekommen zu sein, auch sonst ausgewechselt werden würde, so suggeriere ich, dass es heute halt und auch für die sonstige Dauer seines Verhaltens der Mißachtung gegenüber mir und dem Team....weniger spielt. Gefühlt ist das dann so.


    Ich habe das so praktiziert und ich hatte nie nennenswerte Probleme.


    Ich finde, das ein Trainer ein Marathonläufer ist. Wer phsychisch gesehen die Kurzstrecke bevorzugt, der sollte alles und jedes Regeln....sich aber nicht wundern, wenn er auf der Langstrecke langsamer wird und das Ziel nicht erreicht.


    DIESE Energie sollte ein Trainer vielleicht an ganz anderen Stellen aufbringen, z.B. bei der Forderung von Konzepten. Da wird dann auch geregelt um Ärger zukünftig im Verein kleiner zu halten. Das geschieht aber nicht, lieber kocht jeder sein Süppchen auf dem Teller, statt einen Pott für alle. Irgendwie typisch, findeste nicht?


    gez. Euer Hobbypsychologe Andre :)8)

  • Erst wenn jemand mehrfach zu spät kommt,


    Andre


    es geht doch nur um das .Mehrfache.


    Über 70 %, mancherorts mögen es mehr oder weniger sein, der Eltern oder Jugendlichen brauchen wir doch gar nicht diskutieren.


    denen brauch ich doch höchstens zu sagen, wie ich mir Abläufe vorstelle und gerne hätte, und dann hats sichs.


    Müssen wir über die Fälle, die mal gelegendlich vorkommen können, egal ob jemand der regelmässig da ist, mal unabgemeldt
    fehlt, oder mal zuspät kommt, obwohl sonst immer rechtzeitig da ist. Da fragt man doch höchstens zurück, was los gewesen ist.


    zumindest für mich war das kein Thema.


    Bei allem geht es doch letzlich um die restlichen 30 %. Und die sind ja dann nicht nur bei einem Thema dabei. bei denen
    ist das durchgängig.


    Im Gegensatz zum Leistungsverein kann ich die beim Dorfverein nicht einfach entfernen, sie gehören im Dorf dazu, wir brauchen
    sie auch als Mannschaft, auch wenn ich weiss, dass aus dieser Gruppe die allermeisten Aufhörer kommen.


    Einige sind unwissend, wie es in einer Mannschaftssportart zugeht, da kann man durchaus langfristig was bewirken,
    andere erreicht man halt nicht, die müssen sich dann halt auch ohne Einsicht an gewisse Regeln halten, so lange sie dabeibleiben wollen.


    Es geht um die Minderheit, die Mehrheit bräuchte keinen Regeln mit Konsequenzen.
    Und als Trainer erwarte ich, dass das was ich diesbezüglich vorlebe, auch von den anderen Beteiligten so gehandhabt wird.

  • Möchte gar nicht eure Diskussion stören. :whistling:


    Wollte nur mal sagen, dass ich als (Immer noch)Trainerneuling eine Menge aufschnappen konnte.
    Gerade das von guenter angesprochene Argument wie "Eltern denken Kind ist beim Training und Trainer denkt Kind ist zuhause" finde ich sehr gut als Argumentationshilfe.


    Auch das Abmelden was mit Respekt zu tun hat, stimme ich euch zu.


    So, jetzt seid ihr wieder dran... :D

  • soccerbook


    gebe dir mal einen Rat.


    willst du eine Massnahme umsetzen, egal welche, versetz ich ann in ein Elternteil oer einen Spieler.
    Suche einen Vorteil deiner Massanahme für den oder die Betreffenen, und mit diesem Vorteil bringst du dann deien Massnahme rüber.


    Beispiel: Stürmer will nur vorne spielen um Tore zu schiessen. du willst aber rotieren.
    du fragst ihn, ob er nicht noch mehr Tore schiessen möchte.. Das ist zu erreichen, wenn er weiss wie ein Verteidiger spielt, wie der tickt. Um das Kennenzulernen siehst du es als sinnvoll, dass er auch mal Verteidiger spielt,, und du ihm dazu die Möglichkeit gibts, dass er noch mehr Tore schiessen kann.


    Nicht du als Trainer willst irgendetwas, du zeigst ihm einen Weg und die Möglichkeit seine Wünsche zu erfüllen.
    Den Stürmer, der da nicht Verteidiger spielten will, möchte ich noch kennenlernen.


    mit dieser Methode habe ich auch laute Anweisung gebende Väter ruhiger gestellt, nicht weil ich das will, oder Ziele im KIFU wären,
    sondern weil er einen Vorteil für sich gesehen hat.



    versuchs einfach mal

  • Ich finds super und irgendwie erschreckend gleichzeitig, dass guenter und ich uns in fast allem einig sind, aber Jahrzehnte zwischen uns liegen. :D


    Zum Thema Zu Spät kommen, denke ich, hat jeder von uns hier ausreichend Erfahrung gemacht. Ich würde zwar nie eine Hallentür zusperren, aber ich sag auch, wenn um 17 Uhr Trainingsbeginn ist, gehen wir um 16:55 los auf den Platz. Wer dann nicht da ist, der muss uns anschließend erstmals suchen. Wir haben fünf Plätze, zwischen denen zum Teil 100 Meter oder mehr liegen, da kann das schon mal dauern. Aber eigentlich habe ich da nicht zu meckern, die meisten sind immer pünktlich.


    Ich bin zwar immer als erster da, aber ich kenne das doch auch, dass man gerade noch irgendwas macht und die Zeit vergisst. Ein ganz großer Faktor sind oft auch die Eltern, die einfach selbst immer unpünktlich sind. Wir hatten vor wenigen Wochen ein Abschlussessen nach der Saison und da waren von genau den Spielerinnen, die sonst immer zu spät sind, diesmal die Eltern zu spät (Töchter waren schon da, wir hatten davor ein Turnier.)


    Das ist unter anderem der Grund, weshalb ich die Halle nicht absperren würde. Jetzt stell dir mal vor, die Eltern werfen das Kind raus und fahren gleich wieder. Das Kind zieht an der Tür, es ist zu und danach versucht es alleine nach Hause zu kommen. Auch nicht unbedingt ideal.

  • Das ist unter anderem der Grund, weshalb ich die Halle nicht absperren würde. Jetzt stell dir mal vor, die Eltern werfen das Kind raus und fahren gleich wieder. Das Kind zieht an der Tür, es ist zu und danach versucht es alleine nach Hause zu kommen. Auch nicht unbedingt ideal.


    dieses Argument ist nicht von der Hand zu weisen. das Problem kenne ich bestens, jedoch nicht nur in der Halle sondern auch auf dem Platz.
    da wird das Kind aus dem Auto gelassen ohne sich zu vergewissern, ob überhaupt ein Verantwortlicher auf dem Platz ist.


    da habe ich nicht lange darüber diskutiert. bin in dem Punkt auch nicht diplomatisch vorgegangen.
    Da habe ich ganz einfach rigoros eingefordert, dass die Kinder (bis zu einem Alter, in dem sie Problemlos selbt nach Hause gehen konnten) nur dann abgegeben werden können, wenn der Kontakt zu einem der Trainer hergestellt ist.
    Hab da Versicherungsfragen, Verantwortungbewusstsein und Haftungsfragen aufgeführt (egal ob dies zutraf oder nicht)


    ich lass doch auch kein Kind nach dem Training alleine da stehen und sage ihm, deine Eltern kommen ja bestimmt irgendwann.


    ich hatte für vieles Verständnis, aber nicht für die Faulheit von Eltern 50 m mit ihrem Kind bis zum Traininsort zu gehen.


    Nicht allzuoft, aber gelegendlich kann man den Eltern durchaus deutlich zeigen, wer der Chef ist, wer das Sagen hat, ohne diplomatisch vorzugehen

  • Ich finds super und irgendwie erschreckend gleichzeitig, dass guenter und ich uns in fast allem einig sind, aber Jahrzehnte zwischen uns liegen.

    stimme dir zu. finde es auch erschreckend dieses Alter zu haben.


    Einstellungen haben aber wenig mit Alter zu tun. Und wenn du Zeitlebens beim Fussball dabei warst, jahrelang mit Kindern und Jugendlichen zu tun hast, selbst im Haus ständig noch Jugendliche sind, da bleibt dir nichts anderes übrig als in der Einstellung jung zu bleiben, auch wenn das Äussere es nicht mehr hergibt.


    da musst sogar die Musikrichtung hören, wo meine Altersgenossen die Flucht ergreifen. :D


    Solltest du jedoch davon ausgehen dass deine Einstellung, die der eines Alten nahe kommt, kann ich dich auch beruhigen.
    Ich kenn einige junge Trainer, die in der gleichen Richtung denken. Eigendlich mehr wie andere.


    Auch wenn ich hier manchmal schiesse, ich habe eine sehr hohe Meinung von jungen Trainern. sie sind wesentlich besser
    als zu meiner Zeit.