Wie kann ich die Kinder vom Denken an Toren abbringen.
Im Prinzip gar nicht: daher baut man in der F Übungen ja so auf, dass sie im Torabschluss enden. Als Trainer will man natürlich wider den kindlichen Trieb, die Ball- o. Torverliebtheit für Spielfluss im Teamgeist sorgen, aber Spielintelligenz lässt sich nicht erzwingen, ohne intrinsische Eigenmotivation auszubremsen, zu verletzen. Daher muss man per Fragen wie ermutigendem Lob bzw. (Aus-)Wechseln (aber nie Tadeln o. Strafen!) sanft führen: wer abspielt, wird gelobt, der mannschaftsdienlichste (bzw. abspielfreudigste) Spieler im je nächsten Spiel zum Spiel-Führer erhoben (bzw. auch vom Team erwählt, je nach Einsicht/Alter); wer zuviel für sich allein als im Team spielt, gewechselt, dann ihm - wenn er murrt, fragt - nie vorher, da er erst dann offen für die Antwort sein dürfte! - erklärt, wieso er leider fürs Spiel des Teams zu schwach war, obwohl er als Einzelsportler supertoll sei... Das bringt dann meist das Gehirn ins Rotieren, sprich: Denken. Ego-Tripper fragten dann bei mir immer wieder nach: aber wenn ich so supertoll spiele, wieso darf ich nicht wieder mitmachen? Nochmal erklärt, dann eingewechselt, bei wiederholten Alleingängen nur den Namen gesagt, kurzer Blickkontakt: irgendwann verstand auch der vorher noch so scheinbar von uns Erwachsenen her schließend "ichbesessene", in Wahrheit aber nur schwächer im Spieltrieb sich kontrollieren könnende Spieler, lächelte gleich: "Ja, ja, ich weiß..." Dann bemühte er sich zumindest - und so fängt erstlich alles Lernen an. Dauert aber naturbedingt...
Probiere es mal aus! Gewaltaktionen top-down mit "bösem Blick" u. lautem Tonfall hingegen wecken meist nur Trotzreaktionen statt An-Erkenntnis, Einsicht. Sie demonstrieren ja Macht, und ihr unterwirft sich der sog. "Ego"- bzw. besser: Spieltrieb- u. später erst Willens-Spieler ja grad umso weniger gern. Wir Großen dürfen nie unseren ausgemachten Willen in Kinder projizieren, dann sie missverstehend wütend werden ![]()
