Aufbaukurs Jugendfußball

  • Ahhhh nice ...........................


    ich konnte es aber in Ruhe abgewartet, da meine Kicker noch zwei-drei Jahre bis zur "Jugend" haben =)


    Toll, dass der Online-Kurs nun komplett ist. :thumbsup:

  • Wie das Gut zum Kunden bringen? Ich habe gestern dem Trainer meines Sohnes den Link zum D-Jugendtest (aus gutem Grund: nicht nur, da ich selbst nur 75% schaffte, sondern da dort einige "richtige Antworten" drin stehen zu dem, was er genau andersherum handhabt) geschickt, Reaktion: er habe die C-Lizenz (bei einem polnischen Ex-Bundesligaspieler) gemacht, da er einer der besten Jugendtrainer sei (ob im Verein, vor Ort o. auf der Welt schrieb er nicht). Hhm, da habe ich ihn erinnert, dass er und sein Co meinen Sohn anfangs gar nicht wollte und heute von ihm als herausragend o. "Granate" (auch ne Bezeichnung für nen Kind) reden u. den den Link zum C-Jugend-Test geschickt, da sie im Sommer dahinkommen. Keine Antwort mehr, nur keine Zeit für so Unsinn. Also: er ist schon ganz ok und ein guter Trainer, der was bewirkt, so nicht, aber wie dem begegnen, wie so jemand zum Test o. gar Kurs bringen? Was spricht dafür, so dass man nicht alles als Unsinn abtun kann? Ist er von nem Promi erstellt, oder nem NLZ? Danke, würde mich freuen, wenn man ihn dazu kriegen würde, da er eben gut, aber noch lange nicht der beste ist ;)

  • Kicker,


    es gibt einiges an Feedback:


    "Ich habe trotz meiner C-Lizenz einiges am Kurs mitnehmen können und finde ihn echt gut."
    oder
    "... übrigens - ich bin im Besitz der C-Lizenz - finde aber Eure Weiterbildung echt super. ich werde auf jeden Fall im Trainerkreis diesen Test weiterempfehlen."


    Mehr will und kann ich dazu nicht sagen, leider ist das nicht immer so einfach, wie manche sich das vorstellen. Es outen sich meistens immer nur die, die vom Fußball leben können und selbst da gibt es Verträge, Befindlichkeiten und viele sind eben in einer Abhängigkeit, die so nicht öffentlich sein darf, weil hier viel zu viel Kritik geäußert wird, die nicht überall gut ankommt ;-)


    So bleiben oft die, die den einen oder anderen Euro durch Fußball dazu verdienen und bereit sind, für einen Hungerlohn sowas auf die Beine zu stellen, weil da Herzblut drinsteckt und die Notwendigkeit erkannt wird. Dies sind auch Ausbilder und Spezialisten und es wird auch auf Honorar verzichtet, das Geld geht dann in eine Kinder-Mannschaftskasse. So ist es auch bisher bei den Seminaren, die kleinen Honorare sind komplett bei Kindermannschaften gelandet. Da gebe ich dann auch noch den einen oder anderen Ball dazu. Der Antrieb war bisher für die Autoren der Kinderfußball! Es ist für uns nicht immer einfach mit den beschränkten finanziellen Möglichkeiten, solche Dinge auf die Beine zu stellen. Jammern will ich aber auch nicht, 10 Jahre sind wir am Netz, davon 5 Jahre ohne einen Cent, zwischenzeitlich geht das und wird so lange laufen, wie es Spaß macht.


    Wir könnten auch "Empfohlen von ...." einkaufen, sowas zieht, ist aber zu teuer ;) und nicht unser Ding.

  • Danke, Uwe, verstehe. Im Fußball sagt halt oft der eine so, der andere so... Und als wahr gilt meist das, was wen gewinnen lässt. Wie haben nun einige Kumpels bei FB nach dem Barca-Fiasko das Ende von Tikitaka gefeiert, vielleicht sogar dieselben, die vor einigen Jahren dies Faszinosum allseits priesen...? Ich hatte mich beim C-Jugend-Test auch zB gefragt, wieso man als Trainer nur führen, nicht auch sich führen (leiten) lassen soll (da man so uU allererst hilfreich erkennen kann, wer der Heranwachsende werden will). Ich wusste, was man ankreuzen sollen dürfte, hab's dann aber unterlassen: falsch, keine Punkte. Nun gibt es ja viele verschiedene Ansichten, wie man - grad Pubertierende - führen bzw. laufen lassen soll, daher war ich mich über die einfache Antwort gestolpert, da es genau konträre Theorien gibt (vgl. etwa Hattie). So wäre es auch interessant, wer wieso vor welchen Hintergründen die Antworten verfasst hat. - Aber hier war der Punkt nicht inhaltlich, sondern, dass Leute scheinbar von vorneherein meinen, dass eine C-Lizenz schon den guten Trainer ausmache, man keinen Selbsttest brauche. Da wundere ich mich, denn schon Neugier müsste doch reizen, es, sich mal auszuprobieren - und keiner erfährt es, falls man daneben schoss, ja, man kann es sogar für sich wie ich oben so verarbeiten, dass man im eigenen Krähwinkel sagt: und ich habe trotzdem Recht, auf meine Weise sowieso immer. Besser geht's doch nicht. Trotzdem noch besser: mal zu Inhalten nachfragen können o. diskutieren ;);(

  • Wie das Gut zum Kunden bringen? Ich habe gestern dem Trainer meines Sohnes den Link zum D-Jugendtest (aus gutem Grund: nicht nur, da ich selbst nur 75% schaffte, sondern da dort einige "richtige Antworten" drin stehen zu dem, was er genau andersherum handhabt) geschickt, Reaktion: er habe die C-Lizenz (bei einem polnischen Ex-Bundesligaspieler) gemacht, da er einer der besten Jugendtrainer sei (ob im Verein, vor Ort o. auf der Welt schrieb er nicht). Hhm, da habe ich ihn erinnert, dass er und sein Co meinen Sohn anfangs gar nicht wollte und heute von ihm als herausragend o. "Granate" (auch ne Bezeichnung für nen Kind) reden u. den den Link zum C-Jugend-Test geschickt, da sie im Sommer dahinkommen. Keine Antwort mehr, nur keine Zeit für so Unsinn. Also: er ist schon ganz ok und ein guter Trainer, der was bewirkt, so nicht, aber wie dem begegnen, wie so jemand zum Test o. gar Kurs bringen? Was spricht dafür, so dass man nicht alles als Unsinn abtun kann? Ist er von nem Promi erstellt, oder nem NLZ? Danke, würde mich freuen, wenn man ihn dazu kriegen würde, da er eben gut, aber noch lange nicht der beste ist ;)


    Ist das jetzt immer noch der Nicht-Fußballer, über den Du hier seit Monaten herziehst oder habt ihr einen Neuen?

    "Multiple exclamation marks,' he went on, shaking his head, 'are a sure sign of a diseased mind."
    Terry Pratchett

  • da wird was publiziert, das logisch aufgebaut ist, Wissen und Richtungen im Kinderfussball vermiitelt.
    Eine Ausbildung, für einige auch Weiterbildung in einer Form, die hier schon oft gefordert wurde, gerade für Neulinge und diejenigen
    die den Aufwand für eine Trainerlizens nicht aufwenden wollen und können.


    möglich, das der ein oder andere Punkt sachlich diskutiert werden könnte.


    aber die Abschlussfragen sind doch wohl nicht das Entscheidende bei dem ganzen Aufbau.
    auch nicht die Hintergründe über wer, wie , wo, was hierzu beigetragen hat. wird es es besser wenn man weiss, es kommt vielleicht von Löw,
    und schlechter weil es z.B. nur von einem Uwe kommt?


    Auch ich würde wohl aggressiv reagieren, wenn mir irgendein Vater mit die Abschlussfragen vorgelegt hätte.


    Entscheidend ist nicht, wie bring ich die Abschlussfragen unter die Leute, oder wieviel Prozent beantworte ich richtig.


    Entscheidend ist doch, wie werden möglichst viele Trainer, für mich ganz wichtig vorrangig die Neulinge, jedoch nicht nur die,
    mit dem Gesamtkonzept vertraut gemacht.


    Es laufen soviele Trainer ohne irgendeine Lizensensierung, ohne Einfuhrungs- oder Weiterbldung durch die Gegend,
    die gilt es mal zu allererst zu erreichen. ist wohl auch die Zielsetzung der Verfasser.


    Grantiert nicht vorrangig dafür gedacht, um bereits ausgebildeten Trainern unter die Nase zu reiben, und auf punktuelles Fehlverhalten
    aufmerksam zu machen.


    Kann natürlich falsch liegen, und und die Abschlussfragen sind der absolute Schwerpunkt, um Trainern ihr Unvermögen bei falschen
    Antworten vorzuhalten.


    gg

  • guenter : Deshalb habe ich ja gefragt: Wissen zu testen, ist oft der Einstieg, um wen zu interessieren. Wer alles weiß, hat sich seiner vergewissert und braucht keinen Kurs. Wenn aber zB ein lizensierter Trainer in der D-Jugend meint, er mache alles mit den "Jugendlichen" (zT 11 Jahre) allein aus, die Eltern haben sich rauszuhalten, Elterntreffen seien auch völlig überflüssig, und der Test widerlegt solch Ansicht (was ich ihm natürlich schon vorher als unangebracht nahezubringen versuchte), da genau dies abgefragt wurde, hätte ich ihn auf diesem Weg gern ins Nachdenken gebracht, ob denn er oder ich samt den Testverfassern falsch liegen. Dass er den Test rigoros ablehnte, hat vermutlich den Grund, dass er genau weiß o. zumindest erahnt, dass er Unsinn als Wissen verbreitet und meint, jede Kritik damit kontern zu können, dass er ja "nen Schein" habe und das (blöde) Elternteil nicht. Schein heißt aber noch lange nicht Sein, was sich so beweist, wobei da schon wichtig ist, ob ein Löw, ein NLZ-Leiter oder eben nur ein Uwe die Testfragen zusammenstellte, denn leider dürfte der Verweis auf Uwe ihm völlig gleich sein, der auf einen NLZ-Leiter (als DFB-Fußballlehrer) aber kann es nicht, da der eben im Lizenzwesen weit über ihm steht. Wenn er dessen Wissen als Unsinn abwertet, könnte ich es mit seinem ebenso, da es aus der gleichen Schule stammt ;-) Im Coaching gilt die Binsenweisheit "Wer fragt, der führt". Durchs Fragen aber lässt man sich führen, was dann bedeutet, dass sich darin Gelassenheit führen lässt durch die Impulse der anderen, statt gewaltsam von sich aus führen zu wollen. In diesem Zusammenhang zB würde mich da der Hintergrund der entsprechenden Testfrage zur C-Jugend interessieren, wo ich bewusst die Aussage nicht ankreuzte, wohlwissend, was der Verfasser hören wollte, ich jedoch aus besagtem Aspekt falsch finde...
    Dass sog. Trainer, die ohne Ausbildung o. sogar Fußballpraxis sind, sich also eigentlich gar nicht Trainer nennen dürfen sollten (man stelle sich vor, die der Schule unterrichten Lehrer Englisch, die kein englisches Wort sprechen: absurd, sofern Kinder was lernen sollen, was sie nicht bereits von selbst können!), mit solch Test Schiffbruch erleiden dürften, ist zu erwarten, obwohl auch da viele so tun, als ob sie wer wären, ohne es zu sein. Diejenigen mit Ausbildung könnten aber durchaus auch eine Überraschung erleben, so ins Nachdenken kommen und wieder motiviert werden, an sich zu arbeiten statt sich als perfekt zu inszenieren: Was mancher vllt scheut, sich so verweigert, denn über sich nachzudenken ist eben schwierig. Wer sich aber gewiss ist, gut zu sein u. alles richtig zu wissen, wer guten Gewissens sein kann, würde sich aber wohl kaum anstellen, sondern einfach den Test mit Bravour bestehen, um sodann für sich sagen zu können: bitteschön! Der Test ist ein guter Weg, sich selbst online, kostenlos zu beweisen, dass man ein (guter) Trainer ist. Wer durchfällt, ist es eben dann erstmal nicht, muss nachsitzen, einiges neu o. auffrischend lernen - wäre jedenfalls positiver statt nur auf seinem "Schein" zu beharren, aber evtl. Angst vor der Nagelprobe zu haben.... (Aber man sieht ja immer weider: die Person wird vor, über die Sache gestellt und gegebenenfalls entstellt: dass wir 2 Jungs u. folglich sie 2 Trainer haben, ist wohl kaum ein wundersames Ereignis, sondern nur völlig logisch...)

  • Ich weiß es gar nicht genau (müsste nachschauen, habe ich jetzt aber keine Lust), insgesamt sind vielleicht über 300 Fragen im System. Uns ist vollkommen bewusst, dass man über einige Fragen diskutieren könnte, aber über die meisten nicht. Allein der kindgerechte Fußball enthält so viel Zündstoff, das sehen wir ja schon hier im Forum.


    @Kicker
    "Ich hatte mich beim C[i]-Jugend-Test auch zB gefragt, wieso man als Trainer nur führen, nicht auch sich führen (leiten) lassen soll... man so uU allererst hilfreich erkennen kann, wer der Heranwachsende werden will). Ich wusste, was man ankreuzen sollen dürfte, hab's dann aber unterlassen: falsch, keine Punkte[/i]"
    Das sind natürlich Spitzfindigkeiten und aus dem Gesamtkontext gerissen. Ein Trainer muss "führen", wer denn sonst? Jetzt könnte man noch differenzieren, aber .. aber .. aber, was im Kontext auch kräftig getan wird. So wäre es auch bei vielen anderen Dingen, zum Beispiel beim Thema "Rotation", aber.. aber.. aber...


    Günter
    Doch, die Testfragen sind ein ganz wichtiger Faktor. Diese Fragen vertiefen oft noch die Inhalte der Seminare und fordern häufig ein logisches Umsetzen der Inhalte. Bedeutet: wurde wirklich über Inhalte nachgedacht? Vielleicht ein banales Beispiel: Du lernst die drei Phasen eines Trainings, soweit so gut. In den Fragen gibt es dann plötzlich konkrete Trainingsinhalte und diese sollen den drei Phasen zugeordnet werden.


    Die Prüfungsfragen sind wichtig, denn man hat ein "Ziel". Ziele sind wichtig, aber das muss ich dir nicht schreiben. Ob das unser Antrieb war, diese Seminare zu konzipieren ... so gut sollten wir uns kennen.


    Namen sind oft nur Schall und Rauch, entscheidend sind die Inhalte und dieses sind mit Sicherheit nicht von irgendwelchen Leuten erstellt worden. Viele die eine Lizenz gemacht haben kennen Inhalte und das nicht nur in Deutschland. So ist es übrigens mit vielen Dingen auf Soccerdrills, Bambini-Fussballtraining und auch auf Soccerpilot, wo wir in Kürze mit einigen Artikeln von Ralf Peter weitermachen, allerdings dann nur in englischer Sprache.

    Weiß hier eigentlich jemand wirklich, wo die Übungen und die Einteilung nach Altersklassen beim DFB-OnlineTraining herkommen? Namen bedeuten nicht immer etwas, sie sind oft nur ein Verkaufsargument, wichtig ist, dass die Inhalte stimmen.

  • Uwe


    natürlich sind Abschlussfragen wichtig. sie dienen schliesslich der Überprüfung ob das zuvor vermittelte auch richtig angekommen
    ist und sind somit auch ein wichtiger Bestandteil eines Lehrabschnittesl.


    Ich sprach deswegen auch nicht von der Wichtigkeit.


    Ich sprach davon, dass sie nicht das Entscheidende im Gesamtaufbau sind, und nicht das Entscheidende ist, die Antwortfragen
    unter die Leute zu bringen, oder zur Überprüfung des Wissens von Trainern, sondern der Inhalt des Gesamtvortrages.


    Die Bedeutung und Anwendungsbereich der Testfragen hast du ja sehr gut verdeutlicht.


    Mein Beitrag bezog sich ja auf den von Kicker, den ich so verstanden habe, dass es ihm bei dem ganzen Vortrag
    haupsächlich und vorrangig umd die Antwortfragen ging und auch um deren Zweckentfremdung.


    Wie du geschrieben hast, dienen ja die Fragen der Überprüfung des Vermittelten, aber keines Wegs zu Vorlegen bei irgendeinem
    Trainer, um dessen Wissensstand zu überprüfen.

  • Uwe : Dein rhetorisch fragendes Statement "Ein Trainer muss "führen", wer denn sonst?" hatte ich ja im Thread zum "Mentalen Teamcoaching" immer wieder für die Leserschaft zu differenzieren versucht, letztlich wohl en gros vergeblich. Der Teamgeist ist es, der zuoberst alle (zusammen) führen sollte, keine andere Obrigkeit. Denn alle sind als Menschen nur Sterbliche, als vergängliche Teile des höheren Teamganzen anzusehen, dem sie in ihrer Subjektivität (als Basis individueller Führungsansprüche) uneingeschränkt als Leitgröße dienen sollten. Das macht den systemtheoretischen Unterschied aus: wer vermag es, sich als Trainer maximal im Führen zurückzunehmen und einen Teamgeist ins Leben zu rufen, der dann alle wie von selbst als inneres Vorbild (Barca) leutet. Aber dies zu erklären, wäre hier zu komplex.

  • Zitat @kicker:

    Zitat

    Denn alle sind als Menschen nur Sterbliche, als vergängliche Teile des höheren Teamganzen anzusehen, dem sie in ihrer Subjektivität (als Basis individueller Führungsansprüche) uneingeschränkt als Leitgröße dienen sollten.


    Was hat denn jetzt die Grösse der Leiter mit den Ersatzteilen zu tun ???


    Als Arzt würde ich hier sagen: "tempus ventum est" !

  • "Granate" (auch ne Bezeichnung für nen Kind)


    @Kicker, versuche mir immer von Beiträgen auf die Gedankengänge des Schreibers zu erschliessen.


    Was muss in deinem Kopf vorgehen, wenn du den Begriff "Granate" im Zusammenhang mit Fussball als was Negatives für Kinder erschliessen tust.?


    Welche Befürchtungen müssen da in dir hoch kommen wenn Fussballer vom Knaller, Bomber, Rakete, oder gar vom Ungeheheuer (sprich Kopfballungeheuer) oder in Anlehnung an die Tierwelt vom Terrier sprechen?
     
    Als Ausgleich gibt da ja zumindest noch den Flankengott, der dann einen göttlichen Bezug hat.


    Der Fussball muss doch für dich ein Greuel sein, mit allem was da abgeht und mit einem Vokabular das dir diskrminierend vorkommt.


    Wie viele andere Bereiche hat auch der Fussball seine eigene Sprache. Fussballer verstehen die und denken da nicht über abstrure Gedankengänge
    in alle möglichen Richtungen.


    Hat natürlich den Nachteil, zumindest bei mir, dass man manche Beiträge von dir, trotz mehrmaligem Durchlesen, nicht in der Lage ist zu eroieren was eigendlich gesagt werden will.


    Einfacher und für Fussballer direkt verständlich ist dann doch folgende Aussage:


    Gestern hatte mein Sohn einen Sahnetag, war der Knaller im Spiel, eine absolute Granate, ging ab wie eine Rakete und hättem dem einzig wahren
    Bomber in Deutschland zur Ehre gereicht.
    Hab ihm aber nur gesagt, dass er ein gutes Spiel gemacht hat. Gott sei Dank. Nach deinen Gedankengängen hätte ich hm sonst möglcherweise
    einen grossen Schaden zufügen können.


    Ich glaube ncht dass der Fussball sich dir anpassen wird.


    gg

  • guenter : Die Begriffe, die jemand nutzt, weisen übers Sprechen aufs Denken hin. Granate ist ein Ding und zwar im militärischen Zusammenhang, mit dem man Gegner töten will. Natürlich dürften die meisten solch Worte einfach nur unreflektiert nachplappern, da sie sie schon mal irgendwo gehört o. gelesen haben, klar, daher war's auch nur eine Nebenbemerkung in Klammern. Ebenso ist aber auch richtig, dass Fußball als Wettkampf militärische Hintergründe in seiner Entstehung hatte, die nicht nur sprachlicher Natur waren. (Mein Sohn hatte erst verwundert geguckt, als er als Granate bezeichnet wurde...) Zum Eigentlichen:


    Ein Online-Selbsttest wäre für Vereine super, um unbedarfte wie sich bereits für perfekt haltende "Trainer" (was ja ein völlig ungeschützte Bezeichnung ist, dh. so kann sich ohne Verwendung einer Lizenz wie der des DFB jeder nennen, wie er lustig ist) eine Prüfung ihrer Kompetenz nahezulegen. Wer dort dann schlecht abschneidet, könnte sich eher bemüßigt fühlen, an sich zu arbeiten, sprich: einen Lehrgang zu absolvieren, sei es auch online o. beim DFB bzw. vereinsintern über einen Mentor/Paten o.ä. Daher wundere ich mich, wieso der DFB nie auf solch einen Service kam, da er eben für die meisten der für Verbindlichkeit sorgende Adressat in Sachen Ausbildung ist. Sorry, Uwe, aber so ist es eben nicht nur bei o.g. Trainer, so gerne viele auch bei soccerdrills hereinschauen und zT diese Site sogar weitaus lieber als training-online benutzen: Wenn wer "Auszubildende" zu Trainern adelt, will man halt am liebsten den DFB drüber stehen haben, da er schließlich auch die Macht hat allen vorzuschreiben, mit welcher Lizenz wer dann überhaupt in welcher Liga o. Altersklasse tätig werden darf - da nicht jeder Beckenbauer o. Klinsmann heißt nunmal bedeutsam) Daher entstand ja die Frage, wer für die Richtigkeit aller Fragen (in ihrer Relevanz) wie Antworten als Referenzadresse oder Imagetransferbieter gerade steht: DFB-anerkannte "Idole", Ich habe Uwe so verstanden, dass alles von Experten auf Low-budget- u. Goodwill-Basis entwickelt wurde, sie sich aber nicht outen wollen/können/dürfen, da dies uU dem DFB o.a. nicht so genehm wäre, der eben bisher entweder noch nie auf die Idee kam o. sie bewusst aussparte: Da die Tests dann in o.g. Weise benutzt werden könnten als Druckmittel gegen unqualifizierte Trainer, die letztlich zugleich oft die letzte Notlösung darstellen. Dies Problem wäre mE leicht zu lösen, indem man in Vereinen endlich zur Einsicht käme, genauer zwischen Trainern u. Betreuern zu differenzieren: Betreuer kann man auch ohne großen Fußballsachverstand und Praxiskönnen werden, indem man sich einfach um bedürfnislosere Spieler kümmert, sie laufen und sich ausprobieren lässt, vorrangig bei den U10-jährigen oder wieder den Ü32-jährigen. Sobald aber das "Goldene Lernalter" nahe rückt, spätestens ab der "D", benötigen Kinder aktive positive wie kompetente Vorbilder, also "richtige" Trainer, die ihnen fußballerisch adäquat etwas beibringen können. Dies ist nun bei uns nicht der Fall, da 4 Nichtfußballer Trainings- wie Spielbereich verwalten und ihre Stellung gegen ausgebildete Qualitätstrainer (einen solche wollte ich wie anderorts geschildert integrieren) so verteidigen, dass sie diese in einer Art 'verkehrten Welt' abblocken, nicht zulassen, verhindern, da echte Fußballer wie echte Trainer die, die eigentlich bloße Betreuer sind, in ihrer "Autorität" natürlich zuhöchst bedrohen und in der Beliebtheit alsbald ablösen dürften. Daher müssen dann echte Trainer weg u. Betreuer "simulieren" den Trainer ohne hinreichendes Wissen o. Praxis. Dass nirgends sonst ungelernte bzw. zur Praxis nicht fähige Kräfte sich aufschwingen, Kinder in dem zu unterrichten, was sie selbst gar nicht können, interessierte im System Fußball bisher niemand, wo es Kinder betrifft: Hauptsache billig? Hier wären Selbstests dann goldwert, indem sie zumindest bei einigen dann evtl. doch ein schlechtes Gewissen produzieren, da sie hernach "schwarz auf weiß" hätten, dass sie sich vereinsintern zwar Trainer nennen dürfen (wg. allg. fehlendem Qualitäts- und Verantwortungsbewusstsein), laut Testergebnis aber gar keine sein dürften bzw. sind. Dass könnte dann auch dem DFB helfen, einen Ansatzpunkt zu bekommen, mehr Trainer reell auszubilden etc. etc. Oder? Der Fußball soll u. wird sich nie mir anpassen, aber er könnte mehr Vernunft walten lassen u. Trainer, die de facto keine sind, sich auch nicht so bezeichnen lassen...

  • Mein Sohn hatte erst verwundert geguckt, als er als Granate bezeichnet wurde...)


    Hat er mir was voraus, wurde ne als Granate bezeichnet, obwohl ich es mir immer gewünscht hatte, war wohl doch nicht gut genug X(


    Die Begriffe, die jemand nutzt, weisen übers Sprechen aufs Denken hin.


    Ich dagegen finde es sehr bedenklich, wenn jemand sprachgebrauchlich übliche Ausdrücke (gerade der Fussball hat ja auch seine eigene
    Sprachschöpfungen) derartige Assoziationen herleitet. Nicht nur Worte, auch Gedanken können schädlich sein, diese jedoch für einen selbst.


    gg

  • Lese-Empfehlung dazu: "Die halbe Wahrheit ist die beste Lüge" von Ariely, stellt dazu einiges zusammen. Wo das Heer, tschuldige, das Team Aufstellung nehmen soll, führen halt Strategen im Hintergrund das Zepter und die Wahrheit ist, geschieht nicht mehr nur aufm Platz. "Geht's raus und spielt's Fußball" - mehr brauchte der Kaiser nicht, um alles zu mitzuteilen. Von der Kost kriegte noch keiner Blähungen. Das Ungesagte sagt eben oft mehr als das Gesagte, auch wenn dies sicher noch in keinem Trainerbuch so dezidiert vertreten wird. ;):P

  • @Kicker


    wenn also demnächst bei Dortmund beim C-Sieg von einer wahren Abwehrschlacht nach der 1:0 Führung in der 1. Minute im TV und Presse geredet wird, müssen halt entsprechende
    Leserbriefe her, oder Sohnemann vom TV fernahlten und keie Zeitung lesen lassen. Englische geht schon gar nicht, die schreiben direkt vom Krieg.


    Ganz verheerend wäre dann noch, wenn Heynckes daavon spricht, dass sein Angriffsplan micht funktioniert hat, und Klopp von einem gut funtionieren Abwehrbollwerk und-mauer spricht, und nach
    Abpfiff abgeht wie eine Rakete.


    Da muss einem doch Syrien und die DDR direkt belastend in den Kopf kommen.


    da hilft nur noch eins: Zeitung abbestellen und den Ton im TV abstellen.der Zugang zu englischen Kommentaren muss natürlich strengsten verboten werden, wer möchte schliesslich an einen 3. Weltkrieg
    assoziiieren.


    du eröffnest mir einen neuen, bisher unbekannten Gefahrenbereich im Fussball. "Teufelswerk" sagte schon meine Oma.


    ein Heiliger bist du aber ja wohl auch nicht, denn Tennis ist ja auch nicht ohne, da wird geschmettert und zurückgeschlagen (natürlich mit Return ein wohlklingender Ausdruck verwendet), das grenzt ja an Gewaltverherrlichung


    Ich spiel übrigens keine Schach mehr. die entsetzten Blicke meines Sohnes nachdem ich einen Bauern geopfert und dann seine Dame geschlagen habe,
    haben mich doch zutiefst getroffen.


    X(:D

  • guenter : Deine Beispiele sind doch ganz repräsentativ, wegweisend: zeigen, als was der sportliche Wettbewerb von Seiten der menschlichen "Strategen" - altgriech.: Heerführer - definiert und erlebt werden soll. wurde, als (Wett-)Kampf und Krieg der Menschen untereinander, um sich etwas, die Krone abzuringen. Daher sagt man auch, die Schlacht wird wie am Schachbrett, dh. steril gegen Figurenverluste, vor allem Bauernopfer, geplant. Gegner, alle anderen zu schlagen, im Obsiegen möglichst vernichtend, ist so zum obersten bzw. zum Selbst-Zweck geworden, "mutiert". Am Fuße des Olymps war der ursprüngliche Sport jedoch noch etwas völlig "verschiedenes" - Dienst am Göttlichen. Wie in der damals gültigen Aristokratie (die freilich zwischenzeitlich in Tyrannis abzudriften drohte als Alleinherrschaft eines Einzelnen, der mit manipulativen Tricks wie sodann Gewalt Herrschaft an sich riss statt seiner Polis bestmöglich per Tüchtigkeit zu dienen) wurde keine Krone o. Medaille aus überzeitlichem Gold, sondern nur ein vergänglicher Lorbeerkranz errungen und der Athlet sollte purer Körper sein (die Seele war Sache der Götter, die Menschen post mortem im Hades bloße Schatten ihrer selbst). Denn alles hatte seine Zeit, auch der Wert der Tüchtigsten (aristoi) für die Polis, das Team:weshalb sie sich jährlich neu im göttlichen Dienst zu erweisen hatten. Dies wäre auch heute die Opposition im Trainer-, dh Führungsverständnis: Dienen alle im Gemeinsinn einem göttlichen Zweck, sind radikal (im Radix) offen o. will letztlich jeder nur für sich als der Sieger gelten? Ist das Team erstletztlich nur eine Art Zweckbündnis. Dass heute das Militärische das Sprachliche derart selbstverständlich durchdrungen hat, hat somit den tieferen Sinn, dass Sport säkular zur (inner-)weltlichen Schlacht von Menschen untereinander herabgesetzt worden, dh im Göttlichen als höchstem Wert, der alle dem Team dienen lässt, dekadent bzw. degenerativ wirksam ist. Mental (übliche Sportpsychol. reicht da nicht hin) wäre es nun die Herausforderung, sich dessen - grad im Teamsport - "wiederzuerinnern" (anamnesis), doch davor steht quasi der Trainer als "Kopf", der ja kein Schwach-Kopf (idiota) sein möchte bzw. darf, aber sollte, im wohlverstandenen Sinne.... ;)