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  • Davon sprechen wir haar.-und manchmal nervenraubend schon seit Jahren :):thumbup::thumbup: ....nix neues...einige wollten halt nich hören, richtig?

  • Ist es vielleicht sinnvoller, hier einen gewissen anderen "Ausbildungsstandard" längerfristiger zu halten, um Ruhe und Vertrauen rein zu bringen und wenn ja, welcher Grundstandard sollte da angemessen und angebracht und sinnvoll sein???


    In diese Frage ließt für mich auch ein nicht vorhandenes oder schwaches Ausbildungssystem für Trainer ein. Wenn die hohe Fußballschule zu hoch ist für die Trainer, sollte ein fester Standard vielleicht mehr Sinn machen, als etwas neues einzubringen, was die wenigsten mitgehen können.



    allgemeine Antwort kann ich dir nicht geben, jedoch meine persönliche Einstellung und Vorgehensweise.


    ich bin ja schon ein paar Jahre beim Fussball dabei, habe dadurch logischweise die ganzen Entwicklungen im Fussbal mitbekommen.


    ich bin wie folgt immer vorgegangen:


    auf das bis zu dem jeweiligen Zeitpunkt Bewährte gelassen und darauf aufgebaut.Veränderungen sehr wohl registriert und auch
    in einem gewissen Masse berücksichtigt. das hiess, ich habe nicht alles umgeworfen, bin nicht in das andere teilweise Extreme übergangen,
    sondern hab versucht neue Gedanken in das Bewährte einfliessen zu lassen. dadurch wurde eine gewisse Kontinuität gewahrt.


    ausserdem finde ich, dass Entwicklungen von ganz Oben, zwar richtungsweisend sind, aber so in meinem Umfeld
    nicht in dem Masse umsetzbar sind.


    Ich ging lieber langsam aber konitinuierlich vor, als von einem Extrem ins andere zu fallen.


    Zur Trainerausbildung habe ich eine feste Meinung.


    in den beiden untersten Stufen in Teilbereichen viel zu hochangesetzt. Mancher Trainerneuling bekommt doch das Gefühl vermittelt, dass er im Kinderbreitensport oder Kreisklassenebene bereits so vorgehen muss, als ob er sich auf einer Leistungsebene bewegt.


    stattdessen wünschte ich mir mehr Rückbesinnung auf einen Grundstandard, zugänglich für viele Trainerinterssierte und bezogen
    auf eine breitere Kindergrösse, der dann die Vorraussetzung für eine spätere Entwicklungsrichtung schafft.


    gg

  • Zur Trainerausbildung habe ich eine feste Meinung.


    in den beiden untersten Stufen in Teilbereichen viel zu hochangesetzt. Mancher Trainerneuling bekommt doch das Gefühl vermittelt, dass er im Kinderbreitensport oder Kreisklassenebene bereits so vorgehen muss, als ob er sich auf einer Leistungsebene bewegt.


    Eben. Aber genau darum geht es ja nicht, wenn mein bisheriger Eindruck stimmt, dann ist z.B. der Inhalt des Trainers C-Leitungsfußball für diese Klientel völlig daneben, da ist der Trainer C-Breiten mit seinen Vorstufen genau richtig, wenn auch für viele zu umfangreich. Ich sehe ein Hauptproblem dabei aber auch, dass es, sobald der Spielbetrieb los geht, und das tut er bei uns schon in der G mit festen Staffeln, bei denen zwar keine Ergebnisse veröffentlicht werden, man das Gefühl hat, zumindest teilweise im der Pampers-Champions-League zu sein. Da wird ernsthaft von Derbys, Top-Spielen, Revanchen, etc. gesprochen und geschrieben. Wie will wenn da ein Trainer-Neuling nicht den Eindruck haben, es ginge von Anfang an um möglichst viele Siege?

    "Be yourself; everybody else is already taken." (Oscar Wilde)

  • -das FB-Verein feststellt, dass die späteren B oder A Spieler aus eigener Jugend da hoch oben nicht konkurrenzfähig sind. Wenn das so ist, wird dieser Verein sich vermutlich mit Fremdkräften aus Jugenden anderer Vereine die das besser machten bedienen. Das könnte -Achtung Vermutung- eine messbare Erkenntnis sein.


    FB du gehst ja nicht drauf ein, schade. Entsprechend dürften Spekulationen erlaubt sein. Ich habe mal im Net geschaut und im Glauben dass du aus dem Bereich Zürich kommst mal recherchiert. Ich entschuldige mich schon im Vorhinein, wenn das daneben ging. Solltest du bei dem Verein sein, von dem ich glaube das du das bist, ist es lt. Net so, dass


    die U6 mit sechs oder sieben Spielern lt. Foto darsteht
    die U7 mit elf Spielern
    die U8 mit 13
    die U9 mit 24
    die U10 mit 22
    U11 mit 31


    In einem Antrag können sich TALENTE für ein Vorspiel melden.


    Jedem das seine.


    Ich will das nicht verteufeln, aber es handelt sich wohl um einen Profiverein und wenn das nicht dein Verein sein sollte, dann ist das hier halt ein anderes Beispiel.


    Dieses Beispiel belegt....


    -es ist ein Verein mit einem NAMEN....der könnte auch BVB Dortmund heissen.


    Sicher leistet man dort gute Arbeit, aber ....ich lehne mich nun mal heraus...man könnte auch die beschissenste Arbeit an und mit Kindern leisten....da spielen solche Talente die bei einem blinden Trainer der taubstumm wäre noch gute Schlagzeilen machen würden.-


    Also mit anderen Worten....ist die Philosophie -von der du hier anrissweise im Forum erzählt hast und propagierst...für Leute wie mich nichts dolles. Ich bleibe dabei, vielleicht würde die Dfb-Philosophie hier nochmehr aus den Jungs herausholen....die Antwort darauf ist und wäre spekulation.


    Mein alter Verein...mit gutem Ruf im Jugendbereich hatte als einer von sieben Vereinen unserer Kleinstadt


    locker 60ig Minis
    damals 7 F Jugenden
    9 E Jugenden
    5 D + 2 Mädchen D


    alles zusammen cirka 800 Fußballer damals in 43 Mannschaften verteilt...heute noch cirka 38 Teams....bei einem Stadtteilverein von sechs oder sieben auf cirka 55 000 Einwohner...und man läßt niemanden im Regen stehen und bedient alle mit allen Nachteilen daraus und das garantierten damals 102 unbezahlte Trainer mit und ohne Schein.


    Die richtig guten Spieler gingen meist später nach guter Ausbildung weg und bewarben sich bei Dortmund....und wanders 8) ...und die da "oben" schmückten sich dann in dem Sinne mit ihrer ausgewöhnlichen Philosophie und ihrer guten Jugendarbeit...ich hoffe wir verstehen uns! :wacko:


    Jedenfalls fällt mir rein zahlenmäßig auf, dass so ein Dorfverein....mit einer breiten Spielerpyramide da "unten" anfängt und oben kommt dann was an.


    Bei "Euch"/bei diesem Profiverein der als Beispiel dient....sieht es anders aus....da scheint die Pyramide auf dem Kopf zu stehen, was eine Aussage hat....von wegen eigene Jugend usw.. Es ist ein bischen Beleg für meine Aussagen.

    2 Mal editiert, zuletzt von Andre ()

  • Andre
    Du bist ein Fuchs! Denn sowas ähnliches habe ich gedacht, als ich mir das Video über die Fussball-Trixs angeschaut habe. Da dachte ich auch an die Straßenfussballer von früher, die ihre Gegner auf der Salatschale austanzten. Ente Lippens, Stan Libuda und später Icke Hessler und Pierre Litbarski! Dann will uns einer mit 1-2 neue Tricks, bei denen auch nur ein Gegenspieler ausgetanzt werden kann, hinter den Ofen hervorlocken?


    Spielintelligenz heißt nicht dribbeln oder passen, sondern jeweils selbständig die richtige Entscheidung zu treffen! Wer nur mit dem einen oder anderen aufwarten kann, der wird sich als "Einäugiger unter den Blinden zwar als König vorkommen", aber wie eine "Eintagsfliege" schnell wieder vergessen werden!


    Wer aber den Fussball erfolgreich verkaufen will, der muß erst einmal begreifen, dass er sich selbst verkauft! Das war schon bei den Straßenfussballern nicht anders! Nur ist das Verfallsdatum heute etwas kürzer!

  • Sicher leistet man gute Arbeit, aber ....ich lehen mich nun mal heraus...man könnte auch die beschissenste Arbeit an und mit Kindern leisten....da spielen solche Talente die bei einem blinden Trainer der Taubstumm wäre noch gute Schlagzeilen machen würden.-



    Gefällt mir.


    kommt einem Lieblingsspruch von mir sehr nahe: eine gute Mannschaft verkraftet jeden Trainer.


    gilt auch gelegendlich für einzelne Spieler, ansonsten wäre im vorigen Jahr nicht bei uns in der B ein Spieler von der Staffel driekt in ein Regionalligateam
    gewechselt und diort innerhalb kurzer Zeit zum Stammspieler geworden, und der hatte zuvor noch nie einen Trainer gehabt, der den Vorstellungen hier im Forum entspricht.


    gg

  • Was Deine innere Einstellung angeht, sind wir dann schon mal zwei Verrückte ...

    Freut mich. Geteiltes Leid... :) Nur wird man vermutlich kaum ein Umfeld vorfinden, wo man eine solche Philosophie auch tatsächlich konsequent in die Tat umsetzten kann. Die Geduld dazu ist einfach nicht da.

    Ist es sinnvoll jeden Gang mitzugehen, jede Neuerung mitzugehen

    Von mir ein klares Nein. Zudem wird Altbewährtes oftmals in neuem Gewand verkauft. Und die jeweilig eigenen Gegebenheiten sind eben unterschiedlich.

    Ist es vielleicht sinnvoller, hier einen gewissen anderen "Ausbildungsstandard" längerfristiger zu halten, um Ruhe und Vertrauen rein zu bringen und wenn ja, welcher Grundstandard sollte da angemessen und angebracht und sinnvoll sein???

    Da stimme ich Dir uneingeschränkt zu. Es geht nur darum, diesen Standard in regelmäßigen Abständen zu überprüfen und manchmal können kleine Änderungen hier für Verbesserung sorgen. Das "Grundgerüst" sollte Bestand haben, sonst macht es langfristig gesehen keinen Sinn.

    Ich habe den Eindruck, dass gerade im Mannschaftssport, mit den ganzen Tabellen und Meisterschaften und so, viele Trainer als Einzelkämpfer unter einem hohen Erfolgsdruck stehen und sich vor allem als in der Konkurrenz mit anderen Vereinen, Mannschaften und Trainern befindlich sehen.

    Für mich das Hauptproblem in den unteren Altersklassen schlechthin. Wenn man die richtige Einstellung dazu hat, kein Problem. Negativbeispiele am Rand die man im Lauf der Jahre so macht lassen mich daran zweifeln. Ist es Zufall, dass diese Truppen ab D in der Versenkung verschwinden und man nach den Play-Offs in der dann höchsten Spielklasse fast nur noch auf die ( damals schon ) ruhigeren Kollegen trifft ?


    Was ist denn unsere Hauptaufgabe als Jugendtrainer ? Und hier mal bezogen auf G - E. Ich empfinde mich dort als Ausbilder und muss für den fußballerischen Grundstock sorgen. Wenn man irgendwann bei sich feststellt, dass der Sieg einem sehr wichtig wird und man im Training, entgegen des eigentlich beabsichtigten Schwerpunktes, auf Abläufe an einem Spieltag reagiert, sollte man sich überlegen, ob man nicht lieber in ältere Altersklassen wechselt. Ist ja keine Schande. Im Gegenteil. Zeugt davon das man sich hinterfragt und entsprechend darauf reagiert. Leider lassen sich nach meinen Erfahrungen zu viele von Schulterklopfern oder Motzkis von außen beeinflussen. Nach meiner Auffassung sorgt ein gut geführter Verein dafür, gerade im Bereich G - E erfahrene und besonnene Ausbilder zu installieren. Das Fundament muss passen, sonst ist das ganze Haus irgendwann feucht und schimmelig.

    Aber es geht durchaus in die aus meiner Sicht beim DFB noch nur als eine von zwei in einer gewissen Schizophrenie propagierten Sicht, dass bis zur E-Jugend nur Technik auf dem Programm stehen sollte. Andre hatte das ja mal ganz vehement vertreten, seit Horst Weins' Buch, in dem das Zusammenspiel als wenn auch sehr kleine Mannschaft auch im F-Alter als unbedingtes Ausbildungsziel definiert wird, sieht die Welt hier doch wieder etwas unklarer aus, findest du nicht?

    Das interpretiere ich anders. Horst Wein kann mir hier auf der Stelle einen Nackenschlag verpassen, wenn ich ihn da offensichtlich falsch verstanden habe. Es geht darum den Spielern zu vermitteln, eigenständig Handlungsalternativen zu erkennen. Es geht darum die zwei wichtigsten ( da häufigsten ) Spielsituationen bezogen auf den einzelnen Spieler zu simmulieren: Spiel ich ab oder gehe alleine ? Wann spiele ich besser ab oder wann gehe ich besser alleine ? Durch ständige Wiederholung dieser Situation lernt der Spieler Entscheidungen zu treffen. Und die freien Mitspieler lernen: Wie biete ich mich an ( Freilaufen, Ball fordern usw.) und wo biete ich mich an. Hier geht es also nur Sekundär um ein Zusammenspiel. An meinen Solisten habe ich gerade beim Minifußball ( den ich auch heute noch immer mal wieder spielen lasse ) gemerkt, dass sie zumindest ins Grübeln kamen. Spätestens nach dem lautstarken Protest ihrer Mitspieler. Natürlich auch eine Beeinflussung, aber die kommt aus dem Mannschaftsinneren und hat eine ganz andere Wirkung.
    Ich hatte gerade auf die o.a. Spielsituationen meine Bedenken hinsichtlich dieser stark einschränkenden Quadrantengeschichte geäussert. Die Antwort hat mich wenig überzeugt. Im Gegenteil.

  • Zitat @ Steini:

    Zitat

    Nur wird man vermutlich kaum ein Umfeld vorfinden, wo man eine solche Philosophie auch tatsächlich konsequent in die Tat umsetzten kann. Die Geduld dazu ist einfach nicht da.


    Wenn man Dich als Trainer braucht, wird man diese "Geduld" einfach haben müssen. :D