Ist der Stützpunkttrainer dem Vereinstrainer übergeordnet/Weisungsbefugt was den Einsatz eines Spielers angeht?

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  • Ja, du hast recht. Ich unterstreiche deine Worte und ich nehme dem Stützpunkttrainer seine Worte in Richtung -individuelle Förderung im Bezug auf das Darstellen/die Chancce des Spielers vor irgendwelchen Scouts sich bestmöglichst präsentieren zu können- auch nicht ab...nett hin oder her!


    Kinder....insbesondere mein Ausnahmetalent....wollen von morgens bis abends eines....Fussballspielen! Das trifft hier den Kern. Wenn dieser Spieler auf dem Stützpunktcup spielt....abends...was macht er da....kicken...morgens nach dem Frühstück..vor dem Frühstück...kicken und und und...und da soll er für ein Sonntagstraining bei uns, also bei seinem Team nicht kicken dürfen oder kommenden Sonntag nicht kicken dürfen, weil er eine Woche vor dem ach so wichtigen Stützpunktcup steht...und sich schonen soll. Ich gefährde ihn also, wenn er dort spielt, eine Woche vor seinem Stütupunkttermin???


    Vielleicht wird es mal Zeit dort tatsächlich mal einen Grenzpfahl zu setzen.


    Ich habe mich entschlossen, meinen Jugendleiter, danach meinen Vereinsvorsitzenden hierüber im Detail zu informieren. Ich werde das mit diesen Leuten erörtern und darum bitten, dass dieses auf der nächsten Sitzung der Verantwortlichen als Tagesordnungspunkt aufgenommen wird. Hierbei hätte ich die Hoffnung -auch wenn es unsere Saison nicht mehr betreffen wird-...die Dinge zukünftig zu regeln. Was daraus dann wird, sollen andere Regeln...ich werde darauf aufmerksam machen. Mir zu inplizieren, das sich die Chance auf Darstellung vereiteln würde, wenn ich meinen Spieler einfordere...bei meiner Einstellung zum Kifi...kommt schon einem Witz nahe, Mahlzeit, ....Gruß Andre

  • Andre


    Wenn ich es recht verstanden habe, geht es nicht um Sinn und Zweck von Stützpunktarbeit, sondern um Terminkollision? Wenn ich dazu einige Beiträge lese, dann geht es denen aber primär darum, das jeder ein oder mehrere Stützpunkttrainer kennt, die keine Ahnung haben und ausserdem noch Idioten sind! Leider hat niemand Namen und Adresse dazu geschrieben, so das es einem nicht möglich ist, dies zu überprüfen! Sei es drum!


    Zunächst einmal gibt es auch am Sonntag Termine für DFB-Fördermaßnahmen. Diese stehen jedoch rechtzeitig fest und sollten dann auch an die betroffenen Vereinstrainer kommuniziert werden. Im konkreten Fall scheint das ja auch gemacht worden zu sein. Wie ferner bereits angemerkt wurde, sind Trainingszeiten in der Halle für die Kreisauswahl- und DFB-Stützpunktteams fast nur am Wochenende zu haben, weil die Schule und Vereine Vorrang haben.


    Kommt es dann zu Terminkollision, sollte im Einzelfall abgewogen werden. Mir wäre z.B. die Teilnahme eines Auswahlspielers in einem gut besetzten Turnier lieber, als wenn er/sie am gleichzeitigen Training teilnehmen würden. Andererseits freut sich jeder Auswahltrainer auf eine möglichst vollzählige Trainingsbeteiligung.


    Wie ich bereits anmerkte, sollte man soetwas aber auch nicht zu hoch aufhängen und das Talent im Zweifelsfall einfach befragen, für was es sich entscheidet? Das kann mal sein, das es mit seinen Kumpels im Turnier spielt und mal, das es mit den neuen Freunden auf dem Stützpunkt gemeinst spielt. Weil es sich um 11 - 12 jährige Jungen und nicht um hochbezahlte Profis, die für ein Länderspiel abgestellt werden sollen, handelt, scheint mir dieses Thema 1 - 2 Nummern zu hoch aufgehängt zu sein! Es sollten sich eigentlich immer gute Kompromisse zwischen zuständigen Stützpunkttrainer und Vereinstrainer finden!

  • Hi TW-Trainer,


    genau....es geht nicht um die Sache Stützpunkt oder das Stützpunkttraining an sich und im genauen Hinschauen auch nicht darum, alle Stützpunkttrainer über einen Kamm zu scheren.


    Es geht konkret darum, dass der Stützpunkt ....dessen Sinn EIN ich betone EIN ZUSATZTRAINING zum Vereinstraining beinhaltet, hiervon nun ZWEI die Woche gestaltet. JA ....dieses Training steht im Terminkalender und war bekannt und ich habe es verschlammt richtig zu lesen. DARUM gehts jetzt aber nicht mehr. Konkret geht es darum, dass der Stützpunkt hier ein zweites -statt nur ein Training- plant, dass in einer Phase von Turnierterminen im Zeitfenster von ungefähr sechs Wochen (nämlich Anfang Dezember bis mitte Januar) stattfinden läßt und hier, dem Verein seine Spieler vorenthält.


    Diese Turniere finden geschätzt zu 70 Prozent an den Sonntagen statt.


    Vergiß jetzt mal restlos mein persönliches Problem.


    Also zwei Trainings pro Woche vom Stützpunkt in der Winterpause des Vereins. Eigentlich positiv, ...aber dann auch wieder nicht, denn der Stützpunktspieler widmet sich hier nur noch dem Stützpunkt. Ihm ...also dem Spieler...wird es nicht freigestellt, sich am Vereinstermin zu beteiligen, sondern es wird ihm untersagt. Er soll eingespielt werden...im Training...und das für einen Cup des Stützpunktes. Ist es nicht so, dass der Stützpunkt hier ein Training zum Vereinstraining gebucht hat...mit anderen Worten eine Art Wortbrüchigkeit vorherscht, die so vom Dfb auch nicht gewünscht und beabsichtigt ist? Kann man das so sehen? Muß man das so sehen? Sollte man das so sehen oder alles quatsch?


    Quatsch..weil es ja nur um die individuelle Förderung des Spielers ging? Ich habe hier bei größtem Versuch das glauben zu wollen den Eindruck gewonnen, dass das dem Sinn nach nur ein Deckmantel für denjenigen Stützpunkttrainer ist, der letztlich unter dem Erfolgsdruck steht, der so mit Sicherheit nicht gewünscht wäre. Ist das so, zahle ich und der Spieler und das Team das und das wünschen wir nicht.


    Wir möchten unsere Hallentermine als Team begehen, ...nicht auf den Spieler ständig für Trainings trotz Turnierterminen des Teams verzichten und mein Spieler...der würde gern mitspielen...bei uns und dennoch zum Stützpunktcup fahren. DAS wird ihm und mir aber UNTERSAGT und das kann so nicht richtig sein. Hier erzeugt der Stützpunkt -eventuell ein einzelner Trainer- eine Konkurenz (selbst wenns nur nach aussen so aussieht und von ihm doch nicht aus Erfolgsdruck so prakiziert wird) zum Verein.


    Wohin das führen könnte, kenne ich. Der Vereinstrainer boykotiert, statt es im Konsens ...also im MIteinander zu "bearbeiten".


    Mal eine Frage an dich. Was ist wichtiger, das der Spieler beim zusätzlichen Sonntagstraining eingespielt wird oder das er bei SEINEM Team das Turnier spielt. WARUM ist das EInspielen -wie es mir erklärt wurde- ...so wichtig, ..wofür?


    Wieso darf der Spieler -obwohl er selber und ich das wünschen- eine Woche vor dem Cup des Stützpunktes nicht bei seinem Turnier mitspielen....(er sollte sich schonen, sich nicht mehr verletzten)....er spielt parallel von morgens bis abends zu Hause...ich sehe ihn abseits der Trainings ständig auf dem Dfb Minifeld..wird ihm das dann auch untersagt....sein Lehrer ist der Ehemann meiner Mutter/B-Lizensinhaber..und ehemaliger Stützpunkttrainer....sieht das auch sehr skeptisch und erkennt das Ärgernis und den Konflikt.


    Deshalb würde ich mir wünschen, dass die Vereine hier das Gespräch suchen würden um zu erörtern, was der Stützpunkt tatsächlich anordnen darf. Es geht nicht um den boykott, sondern um das Einhalten der Vereinbarungen und die lauten....ein Zusatztraining + ein paar Turniere und Termine vom Stützpunkt, die meist nicht mit den unseren kollidieren. Im Prinzip könnte der Stützpunkttrainer ja sonst auch in der Saison dann hingehen und mir sagen, dass mein Stützpunktspieler demnächst nur noch ein Training oder gar keines mehr bei uns macht, weil er mit denen viermal trainieren will und die Punktspiele darf er dann auch nicht mehr mitmachen, weil er dann mehr Ruhephasen benötigt und sich schonen soll und die Verletzungsgefahr dezimieren soll.


    Ich sehe es so, ...weg mit den Sonntagstrainings des Stützpunktes. Alle Stützpunkte haben mit einem Training zu leben! Der DFB soll frohl sein, wenn Trainer wie ich -entgegen ihren sonstigen Gepflogenheiten- aus dem WIRGEFÜHL heraus dazu übergingen, beispielsweise das Spielsystem zu übernehmen, an gleichen Trainings zu arbeiten, gleiche Spieleröffnungen zu trainieren. Wenn ich so (und das mache ich exakt so) mit meinem nur 12 Mann Team in den Ferien (es fehlen welche...auch krankheitsbedingt) auf Turniere fahre...dann ist das in Gottes Namen nicht weniger Training als es das beim Stützpunkt Sonntags stattfindet.


    Zudem....trainieren denn alle Stützpunkte vor einem Turnier Sonntags oder nur manche. Wenn es manche sind...könnte der Dumme zu der Auffassung kommen, zu denken, dass das eine Wettbewerbsverzerrung sein könnte. Aber ist ja quatsch, denn es geht ja nur um die individuelle Förderung und wir als Trainer verstehen das natürlich nicht und sind nur auf unsere egoistischen eigenen Vorteil besessen. Mag vereinzelt sogar stimmen, ...ABER....beidseitig.

    Einmal editiert, zuletzt von Andre ()

  • Andre


    würde mich mal interssieren.


    wieviele Spieler eines Jahrganges sind bei euch auf dem Stüzpunkt.? bei uns sind es so 15 plus


    wieviele Spieler werden zum Stützpunktturnier mitgenommen?


    doch wohl nicht alle, Oder?


    welche werden mitgenommen? die Besten?


    gg

  • Es sind 15 Spieler und so weit ich weiss...noch fünf oben drauf für die U 12 und U13.


    Die Eltern meiner Spieler haben mir erzählt, dass der Trainer dort den Kader ala Löw erst kurz vor dem Event benennt. Wer entsprechend mal einen Termin sausen lassen muß (Schule etc.)....hat den Druck...dass Kind halt nicht mitspielt und nich nominiert wird.


    Ferner soll einer der Trainer bei einer Minute Verspätung schon ziemlich austicken....und man traue sich dann nicht, ihm mal zu sagen, wie bescheuert man seine Kleinkariertheit eigentlich findet. Letztlich benannte mir dieser Elternteil, dass man die "Fresse" halte, um den großen Traum des Sohnes nicht zu gefährden.


    Ich kenne den Trainer und glaube nicht, dass das tatsächlich so begründet ist. Andererseits muß man feststellen, dass die Stimmung dort halt so zu sein scheint, dass man diesen Nährboden halt so hat wie er ist!


    Wen er nun tatsächlich mitnimmt zum Cup....ob nur die Stärksten kann ich nicht sagen...aber davon gehe ich aus. Da möchte ich mich nicht einmischen. Die treten aber auch zu "normalen" Turnieren an, wo die anderen dann auch bedient werden...also von mir hier diesbezüglich faktisch kein Vorwurf...selbst dann nicht, wenn man gewinnorientiert vorginge, ...Das deshalb nicht, weil ja alle dennoch bedient würden und im Prinzip keinen Nachteil hätten, was Spielzeiten anginge...da haben wir uns meinungsmäßig ja angenähert.


    Habe nun eine länger Mail an meinen Jugendvorstand geschickt. Es ging mir nach mehreren Nächten drüber Schlafen ...um die Rechtslage....darf der Stützpunkt uns Vereinstrainers vorschreiben oder ist es ein WIR mit geben und nehmen und gegenseitigem Verständnis


    und


    damit einhergehend...ob der Stützpunkt hier ein Recht auf ein zusätzliches Training hat.


    Als Kompromiss benannte ich, dass ich es besser finden würde -so das Zusatzträining entgegen meiner Ansicht wichtig und legitim und notwendig ist- wenn die Spieler in der wichtigen Vorbereitungsphase zum Cup im zeitlich engeren Fenster dort "gefördert" würden, z.B. eine ganze Trainingswoche zwei Wochen vor dem Cup mit ein oder zwei Anschlußturnieren und dann Ruhephase, ...die ihm ja auch wichtig war 8) . So wären der oder die Spieler für den Verein max. die halbe Zeit nicht verfügbar, statt das das - theoretisch - für cirka 6 Wochen der Fall ist.

  • Leider hat niemand Namen und Adresse dazu geschrieben, so das es einem nicht möglich ist, dies zu überprüfen!


    TW-Trainer....


    das möchte ich nochmal kurz aufgreifen.


    1. Irgendwelche Worte scheinen dich emotional angegriffen zu haben, das lag nicht in meiner Absicht, ehrlich nicht.


    2. Glaubst du wirklich, dass ich hier im Forum öffentlich Namen poste und persönliche Gesprächsnotizen preisgebe.


    3. Ja...es gibt immer zwei Sichtweisen...zwei Wahrheiten...ich habe im Wissen um dieses Phänomen versucht, so fair und ehrlich zu schreiben was war....trotz meiner anfänglich Wut und Enttäuschtheit auf diese Person und mich selbst!


    Wenns dir was bringt, teile ich dir den Namen gern über PN mit, dann schreib mich an. Ich möchte aber nicht, dass du meine Dinge regelst. Das "Ding" geht nun seinen Gang...schön nach Vorschrift über den Dienstweg so zu sagen. Ich werde berichten, falls es ein Ergebnis geben sollte. Es geht mir nicht mehr um uns...sondern um das Grundsätzliche. Gruß Andre

  • Andre


    Normal ist 1 x wöchentliches Stützpunkttraining, welches im Freien montags, in der Halle auch an anderen Tagen stattfindet. Normal ist ferner, dass im Jahresverlauf Funktionsspieltage und Turniere (mit Sichtungscharakter) stattfinden. Nicht generell, aber hin und wieder kann es zu 2 Terminen in einer Woche kommen.


    Wie "TRST" bereits sagte, sollte man nicht alle Stützpunkttrainer über einen Kamm scheren. Man kann deshalb nicht ausschließen, das es Stützpunkttrainer gibt, die aus unterschiedlichen Motiven meinen, mehr als das Normale machen zu müssen. In ganz seltenen Konstellationen (wenn z.B. im Gebiet gar keine höher spielenden Vereine aktiv sind) kann es von Vorteil sein, um das Niveau zu erhöhen. Dies jedoch generell mit dem zusätzlichen Nutzen für die Stützpunktspieler zu argumentieren, halte ich für grenzwertig. Denn sonst würde man das bisherige Nachwuchs-Fördersystem des DFB infrage stellen.


    Wenn ich es recht verstehe, handelt es sich um eine temporäre Trainingserhöhung von Anfang Dezember bis Mitte Januar und das Motiv ist ein gutes Turnierabschneiden! Pragmatisch betrachtet, hast du die Jungs in 2,5 Wochen wieder für dich. Und wenn es gar so viele sind, dann ist es sogar ein Luxusproblem, nenn normalerweise lernen Kinder am besten von Kindern, so das der Rest deiner Mannschaft sicherlich auch ein etwas überdurchschnittliches Niveau hat. D.h. vielleicht verlierst du ein Turnier und er gewinnt eines. Aber insgesamt gewinnt ihr Beide dadurch, weil das Hallentraining, was leider im unteren Jugendbereich noch viel zu wenig genutzt wird, besonders für dieses Jugendalter geeignet ist. Und so, wie ich dich kenne, gehts dir immer um die Jungs und nicht um kurzfristiges Ergebnisdenken!


    Normalerweise hätte ich gesagt, beschwere dich doch beim zuständigen DFB-Stützpunktkoordinator. Ich habe aber Zweifel, ob dabei etwas besseres herauskäme, als das die Jungs mal die eine Seite und mal die andere Seite der Medaille zu hören bekommen?


    Nun möchte ich doch noch ein paar Infos zur Verbindung von Stützpunkt und Vereinen loswerden!


    Sicherlich ist es nicht einfach, die richtigen Kinder zu selektieren. Da gibt es den RAE-Effekt, wonach physisch leicht bevorteilte Kinder der ersten Geburtsmonate eines Jahrgangs häufiger ausgesucht werden, aber perspektivisch gesehen gar keine bessere Entwicklung zu erwarten ist, als bei den Kindern, die später im Jahr geboren werden. Dann gibt es die Vermischung zwischen fussballerischen Fähigkeiten aufgrund guter Vereinsarbeit und den Talentanlagen sind. Es gibt noch eine Reihe weiterer Faktoren ( auf die jetzt nicht weiter eingegangen werden soll), die die Sicht auf relevante Auswahlselektion vernebeln können. Schließlich kommt auch noch die Qualität des jeweiligen Stützpunkttrainrs hinzu. Man kann sagen, das auch der mit B-Lizenz ausgebildete Stützpunkttrainer ca. 2 - 3 Jahre praktische Stützpunktarbeit braucht, bis er sich das nötige Wissen dafür angeeignet hat.


    Mag sein, das ein verärgerter DFB-Koordinator sich mal zu einem Satz bezüglich der Talentauswahl hat hinreißen lassen. Denn natürlich sollte er ein großes Interesse daran haben, dass in seinem Zuständigkeitsgebiet die "richtigen Talente" gefördert werden. Allerdings müßte man den Gesamtzusammenhang kennen, um die Aussage bewerten zu können! Üblicherweise wird die Qualität der Förderarbeit jedoch nicht an einzelnen Turniererfolgen gemessen, sondern im Kontext mit den Fördermaßnahmen in den Vereine gesehen. Hier wurde die Vermutung geäußert, das eine Kombination eines Vereins und eines Stützpunktes Vorteile bringen würde? Aber für wen wäre das dann vorteilhaft? Doch wohl nur für den Verein, der alle Stützpunktspieler bekommt und seine kurzfristigen Saisonziele deshalb realisieren könnte, weil man die Gegner im Punkt- und Pokalspielbetrieb um ihre Leistungsträger geschwächt hat! Das Ergebnis dürfte auf der Hand liegen: ohne gleichzeitige Forderung nützt eine Förderung nichts! Fürs Talent ist es fast immer wichtig, in der D-Jugend noch im Heimatverein zu bleiben, weil hier die sportlichen und sozialen Aspekte der altersgerechten Förderung im Dorfverein am besten übereinstimmen. Ausnahmen hiervon kann es in Ballungszentren der Großstädte geben, wo es auch im Punktspielbetrieb genügend Mannschaften mit überwiegenden Stützpunktspielern auf "Augenhöhe" gibt. Aber auch dort darf es keine weitere Selektion (z.B. die besten Auswahlspieler müssen zu Verein X wechseln) geben, sonst würde die Förderung ad adsurdum geführt, weil Spieler der Mannschaft X gar nicht 100 % ihrer Leistungsfähigkeit einsetzen müssen, um all ihre Spiele siegreich zu gestalten.

  • Fürs Talent ist es fast immer wichtig, in der D-Jugend noch im Heimatverein zu bleiben, weil hier die sportlichen und sozialen Aspekte der altersgerechten Förderung im Dorfverein am besten übereinstimmen. Ausnahmen hiervon kann es in Ballungszentren der Großstädte geben, wo es auch im Punktspielbetrieb genügend Mannschaften mit überwiegenden Stützpunktspielern auf "Augenhöhe" gibt. Aber auch dort darf es keine weitere Selektion (z.B. die besten Auswahlspieler müssen zu Verein X wechseln) geben, sonst würde die Förderung ad adsurdum geführt, weil Spieler der Mannschaft X gar nicht 100 % ihrer Leistungsfähigkeit einsetzen müssen, um all ihre Spiele siegreich zu gestalten.



    dies widerspricht eindeutig der von mir persönlich gemachten Erfahrung.


    jüngerer D-Jugendjahrgang, 3 Stützpunktspieler zum Verbandstraining eingeladen, dort nach dem 2. Training hat man ihnen empfohlen zu einem leistungsorientierten Verein zu wechseln. ein Spieler lehnte das ab, worauf er nicht mehr eingeladen wurde, obwohl er nach Meinung des hiesigen Stützpunkttrainers. der talentierteste der Dreien war.


    übrigens wechselten von diesem Jahrgang 12 (!) Spieler zum leistungsstärksten (so viele haben wir hier ja nicht) Verein und da noch im D-Jugendalter, wo keine Aufwandsentschädigung fällig wird. bis auf 3-4 Spieler bestand der Stützpunkt dann aus einer Vereinsmannschaft.


    gg

  • Wenn ich es recht verstehe, handelt es sich um eine temporäre Trainingserhöhung von Anfang Dezember bis Mitte Januar und das Motiv ist ein gutes Turnierabschneiden! Pragmatisch betrachtet, hast du die Jungs in 2,5 Wochen wieder für dich. Und wenn es gar so viele sind, dann ist es sogar ein Luxusproblem, nenn normalerweise lernen Kinder am besten von Kindern, so das der Rest deiner Mannschaft sicherlich auch ein etwas überdurchschnittliches Niveau hat. D.h. vielleicht verlierst du ein Turnier und er gewinnt eines. Aber insgesamt gewinnt ihr Beide dadurch, weil das Hallentraining, was leider im unteren Jugendbereich noch viel zu wenig genutzt wird, besonders für dieses Jugendalter geeignet ist. Und so, wie ich dich kenne, gehts dir immer um die Jungs und nicht um kurzfristiges Ergebnisdenken!


    Auf der einen Seite JA...da haste recht. Auf der anderen Seite war es für mich LETZTLICH und auf den Nenner heruntergebrochen z.B. am letzten Sonntag nur noch ein Schwitzen hinsichtlich der Frage, ob wir überhaupt noch spielfähig sind. Ich hatte nämlich zwei kranke und zwei im Urlaub und zwei durften ja nicht, die zum Sonntagstraining gingen. Ich habe insgesamt 12 Spieler, blieben mir dann rechnerisch noch 6, was einem Auswechselspieler entsprach und das ist mir zu wenig. Das war nun das dritte Turnier von vier Turnieren wo ich schwitzen mußte und das für ein Sonntagstraining und das reichts mir mal irgendwann.


    Durch einen dummen aber segensreichen Treffer in den 10 Schlußsekunden mußte mein Team ins Neunmeterschießen und verlor...Gott sei dank. Sie hätten sich sonst ins Finalspiel eingeloogt und das hätten sie wahrscheinlich gewonnen. Das wäre wiederum die Qualifiktation gewesen, die am 5.1.12 stattgefunden hätte, also dort, wo die beiden Stützpunktspieler weggewesen wären.. die spielen in der U 12 des Stützpunktes....ok. Im Qualiturnier spielt nun die U13 des Stützpunktes mit. Die U 13 hat 15 Spieler plus -ich glaube- cirka fünf über dem Durst. Ich hätte nun auch noch auf meinen derzeit dritten Stützpunktspieler verzichten müssen, weil der Trainer dort ihn schon eingeladen hat. Der Spieler selbst wollte das auch und ich hätte es ihm selbstverständlich nicht versagt....darf ich ja wohl auch nicht, oder? (was die große Frage ist). Mit anderen Worten wäre mein Team ausgeblutet. Ich hätte D 2 Spieler fragen müssen, ..für ein Turnier, wo sie in dieser Konstellation dann nix mehr zu suchen gehabt hätten. Ich bin froh dass wir das nicht erreicht haben, danke lieber Gott. ;)


    Normalerweise hätte ich gesagt, beschwere dich doch beim zuständigen DFB-Stützpunktkoordinator. Ich habe aber Zweifel, ob dabei etwas besseres herauskäme, als das die Jungs mal die eine Seite und mal die andere Seite der Medaille zu hören bekommen?


    Wie gesagt, ...ich hatte ein persönliches Gespräch mit dem Stützpunkttrainer der auch Leiter ist. Das war fair und sachlich und endete halt mit einer Meinungsverschiedenheit. Ich fände den Schritt an den Koordinator nun unpassend, obwohl ich den auch persönlich kenne...sehr bekannter Mann mit berühmtem Bruder.


    Ich habe für mich nun erkannt, dass es nicht mehr um mich und unsere Situation geht, sondern eine Grundsatzfrage gilt es zu beantworten. Das habe ich nun jüngst in die Hände meines JL gelegt und der wird sich beraten, ob man das Thema angeht oder nicht. Ich werde die Entscheidung akzeptieren. Gruß Andre und danke für deine Antwort.

  • Die rechtliche Seite habe ich selber beleuchtet, denn ich habe etwas gefunden:


    Auf der Seite des für uns zuständigen Landesverbandes -Wflv- habe ich die VERBANDSSATZUNG gefunden.


    Interessant sind die §§ 5 und 12 dieser Satzung.


    Man kann entnehmen, dass der Wflv sich dem Dfb als eines von vier Mitgliedern untergeordnet hat. Ferner verpflichtet sich der Wflv, ...im Prinzip die Vorgaben des Dfb auch an die ihm "untergebenen" Vereine zu steuern....so habe ich es jedenfalls verstanden. Im Prinzip kann man sagen -so es so stimmt- dass der Wflv der Verwaltungshandlanger des Dfb geworden ist, was ich in teilen sogar gut finde. Wie weit eigene Dinge hier noch geregelt werden können, weiss ich nicht...jedenfalls dürften die dann wohl nicht mit den Vorgaben des Haupthauses (Dfb) im Missverhältnis stehen dürfen...wenn ich das richtig verstanden habe.


    Entsprechend wird klar, warum der Dfb-Stützpunkttrainer hier Vorgaben des Dfb durchsetzen kann..sprich...er kann gewisse Dinge tun..z.B. dir als Trainer sagen, dass er es nicht wünscht, dass der Spieler XY wo nicht spielen soll....soweit dieses den Vorgaben seines Dienstherrn entspricht!


    Entsprechend wäre nun die Frage, ob das hier im Thread erklärte Problem den Vorgaben entspricht (Sonntagstraining als zweites Training in einem gewissen Zeitfenster, wo es in Konflikt mit dem Vereinsaktivitäten auf Grund von Spielermangel tritt und die Gefahr erzeugt, dass Spieler überlastet werden).


    Woraus sich die Vorgaben eines Stützpunktes ergeben...weiss ich noch nicht...aber ich arbeite dran ;) Gruß

  • Günter und Andre


    Ich hoffe, das eure Beiträge auch vom DFB aufmerksam verfolgt werden. Sie zeigen, wie weit innerhalb der großen Organisation des DFB manchmal recht eigenwillige Lösungen, hin und wieder aber auch um Jahre hinterher hinkende Lösungen angestrebt werden.


    Andre beschreibt einen Fall, in dem ein Stützpunkttrainer zusätzliche Trainingseinheiten einlegt, um mit seinem Team besonders erfolgreich einen Cup bestreiten will (und vermutlich mitbekommen hat, das der ein oder andere Kollege auch auf diese Weise nachhilft).


    Günter beschreibt, das die Nachwuchsförderung im Saarland immer noch jungen Talenten bzw. deren Eltern zu einem Vereinswechsel rät, obwohl dies in anderen Verbänden aufgrund neuerer Erkenntnsse schon seit Jahren nicht mehr (bzw. nur noch in begründeten Ausnahmefällen) gemacht wird.


    Was soll man dazu sagen? Große Organisationen lassen sich aufgrund ihrer schwer zu durchschauenden Hierachien (Verbände, Bezirke, Kreise) und sich teilweise in Konkurrenz befindlichen Strukturen (z.B. DFB-Stützpunkt, Verbands-Kreisauswahl) nicht gleichschalten. Sie brauchen auf der einen Seite ein Eigenleben (Kreativität von Leistungstrainern), um sich weiterentwickeln zu können! Sie brauchen die sportliche Konkurrenz (durch Vergleichswettkämpfe), um Maßnahmen zu überprüfen und ggf. zu korrigieren. Auch ist nicht immer alles besser, was als besser verkauft wird (weshalb die Trainerausbildung erst nach Jahren der praktischen Erfahrungen nutzbringend eingesetzt werden kann).


    Es gibt nie einen Zeitpunkt, in der so eine große Organisation zur Zufriedenheit aller funktioniert. Es ist auch noch nicht so lange her, als sich ein "Zwanziger" als falscher "Fufziger" outete. Und wenn es soweit oben keine Einigikeit gibt, wie soll das weiter unten geschehen? Mal ein praktisches Beispiel: Noch vor wenigen Wochen hatte der zuständige Stützpunktkoordinator bekannt gegeben, das in der Halle die Raute (1 : 2 : 1) gespielt werden solle. Vor ein paar Tagen war ich Gast in einem Turnier für Stützpunktmannschaften. Nicht eine Mannschaft spielte mit der Raute! Auf meine Frage an einen Stützpunkttrainer, warum denn nicht Raute gespielt würde, meinte dieser: "ja, wenn das denn besser wäre, würden das alle machen"! Wer wollte das besser wissen als derjenige, der Woche für Woche die praktische Arbeit an der Basis leistet? Und seien wir doch mal ehrlich, wie viele zweifelhafte Anweisungen bekommen wir von unseren oberen und obersten Firmenchefs? Manchen Unsinn macht man mit, wenn es aber geht, macht man es nach besten Wissen und Gewissen!


    Fazit: Wer in der Fussballwelt nach einem Schwarz oder Weiß sucht, wird sich irgendwann verzweifelt abwenden. Wer ist aber gern im bunten Topf unterschiedlicher Meinungen tummelt, wird mit großer Neugier nach jedem "Hecht im Karpfenteich" (der ja was Gutes und was Schlechtes hat) schauen.

  • Karl Heinz Wilhelm, Vorsitzender Jugendausschuss des Bayrishen Fussballverbandes:


    geht in einem Interview darauf ein, dass auf die Belange der Jugendlichen (Schule) Rücksicht genommen werden muss, und deshalb
    weiter Sichtungsmassnahmen unter der Woche nicht in Frage kommen.


    desweiteren, ich zitiere wörtlich:


    "Die Kinder müssen ihren Vereinen für den Trainings- und Spielbetrieb grundsätzlich zur Verfügung stehen."


    gg

  • Mal ein praktisches Beispiel: Noch vor wenigen Wochen hatte der zuständige Stützpunktkoordinator bekannt gegeben, das in der Halle die Raute (1 : 2 : 1) gespielt werden solle. Vor ein paar Tagen war ich Gast in einem Turnier für Stützpunktmannschaften. Nicht eine Mannschaft spielte mit der Raute!

    Da kann ich die unterschiedliche Handhabung bestätigen. Ich war ebenfalls vor nicht allzu langer Zeit auf einem Stützpunktturnier. Und da haben alle mit Raute gespielt. Mal abgesehen davon was "besser" oder "schlechter" ist. Gehen die Erfahrungen und Meinungen ja auch hier im Forum auseinander. Sinn und Zweck einer solchen Vorgabe soll ja unter anderem sein, beim Vergleich unter den selben Voraussetzungen die Vor- und Nachteile im Bezug auf die Weiterentwicklung der Spieler in bestimmten Bereichen in diesem System heraus zu filtern. Wenn dann wieder jeder sein eigenes Süppchen kocht...
    Ist zu vergleichen mit dem Talenttest. Gleiche Übungen, gleiche Voraussetzungen. Somit fundierte Grundlage zur Analyse über einen längeren Zeitraum.

    Auf meine Frage an einen Stützpunkttrainer, warum denn nicht Raute gespielt würde, meinte dieser: "ja, wenn das denn besser wäre, würden das alle machen"!

    Ah ja. Man stelle sich vor ein Johann Cruyff hätte vor vielen Jahren so gedacht. Um nur mal ein Beispiel zu nennen. Er ist damals wohl eher nach folgendem Prinzip verfahren:

    Fazit: Wer in der Fussballwelt nach einem Schwarz oder Weiß sucht, wird sich irgendwann verzweifelt abwenden. Wer ist aber gern im bunten Topf unterschiedlicher Meinungen tummelt, wird mit großer Neugier nach jedem "Hecht im Karpfenteich" (der ja was Gutes und was Schlechtes hat) schauen.

    Finde ich klasse den Spruch. Muss man sich immer mal wieder vor Augen führen. Nicht den Fußball neu erfinden wollen, aber immer offen für Neues sein.

  • @TW


    nur wegen der Klarstellung


    mein geschildertes Beispiel war nicht im Saarland, sonden in Rheinland Pfalz


    etwas verwirrend bei meine Beiträgen, da ich mich als Grenzgänger in beiden Verbänden bewegt habe und in beide Verbände
    etwas Einblick habe.


    absolute Zustimmung bei deinem Einwand, dass es kein Schwarz oder Weiss gibt.


    Ich selbst gehe da gar eine Schritt weiter: es gibt kein Falsch oder Richtig im Fussball. das wäre mir zu einfach.


    gg

  • Andre


    es wäre wohl man interessant, zu lesen, wie der Stützpunkttrainer nun weiter vorgegangen ist.


    wieviele Spieler hat er jeweils mitgenommen,
    nach welchen Kriterien hat er die ausgesucht
    zu welchem Zeitpunkt wurden die Spieler über ihre Teilnahme informiert
    gab es irgendwelche Reaktionen auf deine Aktivitäten.


    kannst du dazu mal was kundtun? Hast das ja bestimmt intensiv verfolgt


    gg

  • Ok.,


    der Stützpunkttrainer -der auch Leiter ist- hat mit seinem Team auf dem Westfalencup - nach einem 9meterschießen den zweiten Platz von cirka 30 Stützpunkteams belegt, zwei Spieler der Mannschaft waren von mir, die müssen tollen Fußball gezeigt haben.


    Zur Sache


    Ich habe meinen Verein via Mail informiert und es in deren Hände gelegt. Ich gehe davon aus, dass die gem. ihrer Erfahrung hier nicht bzw. noch nichts unternommen haben. Noch nicht ...vielleicht deshalb, weil eine entsprechende Sitzung derer die diese Frage bearbeiten könnten...noch nicht stattgefunden hat und das Stattfinden könnte auch noch Monate dauern, keine Ahnung. Sollte das so nicht stattfinden, findet gem. Ihrer Verantwortung ebend nichts statt.


    Da ich den Stützpunktleiter bereich seit dem einmal persönlich gesehen habe, gelang ich zu dem Eindruck...das sein Stand der Dinge der alte ist. Er hat z.B. jüngst wieder eine Sonntagstrainingseinheit einberufen, was für dise Annahme spricht. Diese stört mich jedoch nicht, weil wir mannschaftsmäßig dort keinen Termin haben. Hätten wir einen Termin gehabt, hätte ich meinen Spielern für diesen Fall die Teilnahme untersagt und abgewartet was passiert.


    Als das Sonntagstraining vor Cup zeitgleich mit unserem eigenst für meine Stützpunktspieler stattfand, kam es aus mir unerklärlichen Gründen dazu, dass er die Spieler für den Sonntag doch noch freistellte. Auf dem Turnier das ich besuchte sagten mir meine Spieler das bei einem anderen Team Stützpunktspieler aufgelaufen seien, die das Stützpunktturnier der U12 auch spielen würden...was ja eigentlich untersagt war. Daraufhin nahm ich Kontakt mit dem Trainer dieses Teams auf und der erklärte mir, dass ein anderer Verein vier Spieler -warum auch immer- freigegeben bekommen hat. Daraufhin hat der Stützpunktleiter nach Aussage meine "Infogebers" alle Spieler freigegeben....nach dem Motto...gleiches Recht für alle. Davon hatte ich jedoch nix, denn meine Spieler haben sich bei mir nicht mehr rechtzeitig gemeldet.


    Fazit


    Es gibt keinen neuen Stand und das was ich möglicherweise mitteilen könnte, könnte


    a) noch Monate dauern
    b) es könnte auch sein, dass nichts zu benennen ist, weil das Thema nie behandelt wurde.


    Gruß Andre

  • Jahr für Jahr ist es das Gleiche! Wer bei der Verbands-Hallenmeisterschaft um den Titel mitspielen will, muß mehr trainieren als die Konkurrenz! Hinzu kommt, das in einigen Verbanden noch die Konkurrenz der Bundesliga-Vereine um Ruhm und Ehre mitspielt. Günter berichtete davon, das zwecks Vermeidung von Aufwandsentschädigung und aus Angst, die Konkurrenz könnte das Talent vor der Nase wegschnappen, ohne Rücksicht auf Kindeswohl auch heutzutage noch in der D-Jugend Auswahlspieler in die "Vereine" abgeworben werden.


    Leider ist es so, dass solche Stützpunkttrainer häufig danach lukrative Angeboten von den Vereinen bekommen. Wer will es ihnen da verdenken, das sie etwas erreichen wollen und ihre persönlichen Interessen über die der mittelfristigen Talententwicklung stellen, für die sie ja nicht allein verantwortlich sind?


    Wird diesem Treiben kein Einhalt geboten, dann ist mit einer weiteren "Leistungsdrangsalierung", bei der der Spaß für manche Talente mit ungünstigen Rahemenbedingungen (z.B. nicht immer Fahrmöglichkeit oder lange Anfahrtwege) auf der Strecke bleibt! Und was kommt dabei heraus? Für den größten Teil gar nichts, denn die haben keine Zeit danach keinen Bock mehr. Einige gehen dem Leistungsfussball ganz verloren, weil sie in einer anderen Sportart mehr Spaß erleben dürfen.


    Leistungsdruck hat im Jugendfussball nichts verloren! Wenn aus Spaß am Fussball irgendwann Spaß an der Leistung wird, dann ist dies ein selbstgesteuertes Interesse, welches in aller Regel von langer Dauer ist.


    Leistungsstreß in jungen Jahren wirkt sich fast immer kontraproduktiv aus. Dazu sollten aber auch die Verbände etwas genauer hinschauen und geeignete Maßnahmen ergreifen, damit die Förderung kontinuierlich erfolgt und nicht vor Sichtungen bei einigen Stb-Trainer die Sicherungen durchgehen! Denn der Hauptzweck dieser Veranstaltung ist nicht die Erriningung der Hallenmeisterschaft, sondern der Sichtung von Talenten.

  • Leider ist es so, dass solche Stützpunkttrainer häufig danach lukrative Angeboten von den Vereinen bekommen. Wer will es ihnen da verdenken, das sie etwas erreichen wollen und ihre persönlichen Interessen über die der mittelfristigen Talententwicklung stellen, für die sie ja nicht allein verantwortlich sind?


    Kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen


    gg

  • Das war ja auch eins meiner Argumente im sachlichen Gespräch mit dem Stützpunktleiter in Bezug auf sein Sonntagstraining.


    Das das zuviel sei....also zwei Trainings damals bei uns, ein Turnier mit der Mannschaft und ein Sonntagstraining + Montagstraining beim Stützpunkt...das meinte er ja auch...aber er machte es weiter bzw. hat dann kurz drauf zufällig das Glück, dass wir in die Winterdraussenpause gingen.


    Vor zwei Wochen auf dem Turnier das ich für die dann doch nicht anwesenden Stützpunktspieler annahm traf ich ja -wie im Beitrag zuvor beschrieben- den Trainer eines anderen Vereins, der plötzlich und unerwartet seinen Stützpunktspieler dabei hatte. Ich glaube einen von vier oder so ähnlich. Wir unterhielten uns sehr fachlich und freundlich. Er berichtete mir u.a., dass er den Eindruck habe, dass seine Spieler restlos überspielt seien und untermalte das damit, dass er mir ziemlich konkret beschrieb, woran er das festmachte. Ich warte drauf, dass ich das auch feststelle und sollte das so sein, dann überlege ich mir noch was dann geschieht. Im Augenblick habe ich meiner Ansicht nach -meine Verantwortung- praktiziert...auf ein Problem und die Gefahr hingewiesen...und es denen übermittelt, die dessen Aufgabe die Regelung ist. Sollte die Gefahr sich tatsächlich realisieren und es wurde nichts getan...dann lasse ich die Hosen runter und mache Wind. Ich könnte mir beispielsweise vorstellen, dass ich den Eltern, dem Stützpunktleiter mitteile, dass die Spieler überspielt sind und werde denen dann das Training dort untersagen bzw. empfehlen, dort mal auszusetzen ODER ich teile dem Stützpunkttrainer mit, dass ich meine Spieler von meinem Training entbunden habe, sie nun nur noch Stützpunktspieler seien und hiervon würde ich dem Verein, den Eltern und dem Stützpunktkoordinator Kenntnis geben und auch über das WARUM? Zweiteres wäre wohl die bessere Alternative und ich weiss, dass ich das für den Fall, dass die Gefahr sich tatsächlich ergibt...so machen würde. Ich denke das wäre verantwortliches Handeln, stünde mir als Trainer zu und würde was bewegen! Übrigens ...das weiss der Stützpunkttrainer nicht...habe ich meinen Eltern und den Spielern inoffiziell schon vor Monaten das Dienstagtraining bei mir freigestellt. Sie sind trotzdem gekommen...schön...mußten es aber nicht. Ich habe nämlich riesen Verständnis für den Schuldruck usw...und ich nehme mich und mein Training echt nicht so wichtig, wenngleich es mich im allertiefsten inneren dann doch ärgert, dass solche Schritte anscheinend nötig sind....was sich innerhalb meiner Einstellung (praktisches Tun und tatsächliche innerste Einstellung) ...widerspricht.


    Wäre ich Stützpunkttrainer gewesen...gemessen an meiner Situation und meinem Beispiel und meiner von mir selbst nach Selbsterkenntnis (Kifu) abverlange...dann hätte ich auf den Platz geschis...! Ob Eins, drei oder acht...egal. Hier haben die hervorragend abgeschlossen und das hat mich auch ehrlich gefreud...aber wenn man mal die Freude beiseite rückt...dann frage ich mich...um welchen Preis...für den Fall, dass meine/die Spieler ihre Lust auf Grund von zuviel Fußball verlieren würden!!! Wieso sehe ich die Gefahr so deutlich und andere nicht!


    Auch hier die Systemfrage....die Frage nach der Konzeption ...der Philosophie die ich für jeden kleinsten Verein empfehle und fordere. Wo ist die hier? Habe ich ja schon gefragt...die Frage nach den Vorgaben für den Stützpunkt...keiner kennt die Antwort. Warum nicht...weil wir sie nicht kennen oder weil es sie nicht gibt? Wisst ihr was, ...ich denke noch mal eine Nacht drüber nach, ob ich den Koordinator mal einfach so Frage...ohne meinen Sachverhalt nun konkret zu benennen.

  • Andre


    ich hatte mal irgendwann mein Unverständnis darüber kundgetan, wenn es darum ging die Sommerpause oder die Winterpause durchzutrainieren.
    Ich vertrete klar die Ansicht, dass Spieler, egal welche Altersstufe dringends zwischendurh eine Pause haben. es gibt dazu mehrere Gründe.
    Und wenn nun der Stützpunkttrainer diese Pause aufhebt, finde ich das nicht in Ordnung. Es ist seine Aufgabe, das mit den Vereinen abzusprechen.
    Ich vertrete da voll deine Ansicht. Mein Sohn hatte jetzt 6 Wochen Spiel- und Trainingspause, andere Interesse mal wieder in den Fordergrund gestellt (z.B. Freundeskreis)


    das mit dem Freistellen einer Trainingseinheit für Stützpunktspieler habe ich genau so durchgezogen, mit der gleichen Erfahrung. Sie waren trotzdem immer da.
    Es sind halt die Spieler, die die etwas andere Einstellung und Leistungsbereitschaft mitbringen, und damit etwas Mehraufwand betreiben.


    gg