Ist der Stützpunkttrainer dem Vereinstrainer übergeordnet/Weisungsbefugt was den Einsatz eines Spielers angeht?

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  • Leider ist es so, dass solche Stützpunkttrainer häufig danach lukrative Angeboten von den Vereinen bekommen. Wer will es ihnen da verdenken, das sie etwas erreichen wollen und ihre persönlichen Interessen über die der mittelfristigen Talententwicklung stellen, für die sie ja nicht allein verantwortlich sind?

    Beim Stützpunkt arbeiten die doch auch nicht für lau. Ich dachte bisher immer gerade der Stützpunkttrainer wäre attraktiv bezahlt. Die Beträge kenne ich aber nicht. Liege ich damit falsch...?

  • Wird diesem Treiben kein Einhalt geboten, dann ist mit einer weiteren "Leistungsdrangsalierung", bei der der Spaß für manche Talente mit ungünstigen Rahemenbedingungen (z.B. nicht immer Fahrmöglichkeit oder lange Anfahrtwege) auf der Strecke bleibt! Und was kommt dabei heraus? Für den größten Teil gar nichts, denn die haben keine Zeit danach keinen Bock mehr. Einige gehen dem Leistungsfussball ganz verloren, weil sie in einer anderen Sportart mehr Spaß erleben dürfen.


    Das was der Stützpunktleiter faktisch an Trainings und Events und auf Grund seiner Art macht, ist für mich eine sehr gute Arbeit. Es gibt halt diesen einen Punkt -ZWEITES Stützpunttraining- wo wir unterschiedlicher Meinung sind und was ein Reibungspunkt ist/war.


    Wenn ich in mich hereinhöre und ganz ehrlich bin, dass sind es zwei Punkte bis drei Punkte auf dem Nenner die mich stören


    Top 1


    Ich fühle mich als Handlanger der soviel zu Fressen bekommt, wie man mir von dort reicht...denn der Stützpunkttrainer sagt an, wer wann wo was spielt und nicht du/ich/wir als Trainer. HIer dachte ich, dass es ein Miteinander ist, so gesehen ist es das nicht, was meine Enttäuschung erklärt. Der Stützpunkt erklärt jede unbequeme Erklärung des Trainers offenbar damit, dass man wohl nicht will, dass der Spieler sich empfehlen kann? Retorisch gut, aber mir nicht gut genug. Der Blick ins eigene Ich läßt da auf einiges schließen.


    Ferner war das Stützpunkttraining als Zusatztraining deklariert."Wir sind keine Konkurrenz zum Vereinssport" hieß es doch, oder? Wieviele Zusatztrainings ergeben oder ersetzen dann das Vereinstraining. Zudem mein Gefühl, dass ich selber gutes Training gebe und das nicht viel schlechter ist, als das beim Stützpunkt. Es mag ja da große Unterschiede geben, aber geht der Stützpunktspieler nun dort hin, um


    a)in seiner Leistungsgruppe spielen und trainieren zu können und um so Förderung zu erfahren
    oder
    b)um besseres Training als im Verein zu erhalten?...oder beides?


    Wenn B versteckt zuträfe, dann erschüttert das für mich das Vertrauen.


    Zudem könnten böse Zungen nun gegen den Stützpunkt arbeiten und die Spieler "mental" bearbeiten und dazu ganz versteckt und schleichend bewegen, um sie so vom Stützpunkt wieder weg zu bekommen. Ferner würde man seine Spieler nicht mehr zu Sichtungsterminen schicken...wäre man doch schön doof. Das alles hat was mit Vertrauen und mit dem Miteinander zu tun. Das wird hier meiner Meinung entsprechend mindestens unterschwellig riskiert. Vielleicht nichtmal von "denen" bewußt, aber bei mir kommt es so über bzw. ich sehe diese Gefahr.


    Top 2


    Meine Spieler bekommen keine Pause. Es wird hier Fälle geben, denen 5 Fußballtermine neben Schule einfach zu viel sind und Lust einbüßen. Einmal diese Stimmung in den Knochen...kanns zuviel gewesen sein. Meine Mannschaft macht für draussen eine 8 Wochen Pause. Davon sind cirka 5 Wochen mit Hallenturnieren bestückt. Danach finden 3 Wochen totale Pause statt. Da befinden wir uns nun. Meine Stützpunktspieler haben weiterhin Turniere/ein Turnier seitens des Stützpunkes und das Sonntagstraining findet immer noch statt (wahrscheinlich weil man die Hallenzeit einfach hat...was ja grundsätzlich positiv ist...jedoch kurzgedacht was die Pause angeht)...auch nach dem Cup. Einerseits...wenn sie bock drauf haben...störrts mich nur bedingt...nicht nennenswert...andererseits...sollte die Pause wichtig sein, ist es im Sinne des Spielers nicht verantwortlich, ihm keine Pause zu gönnen. Der Verein wird dann auch hier unterlaufen, so dass aus Top 1 der Schlußsatz wiederum Anwendung finden könnte.


    Ich habe einen Spieler der die Lust auf den Stützpunk wegen zuvieler Termine in Verbindung mit Schule verloren hat. Ihm war der Vereinssport wichtiger und kommt halt zum normalen Training.


    Ich glaube, dass dieses dem Stützpunkttrainer möglicherweise unter dem Strich...egal sein könnte, weil


    ...dieser Spieler der so reagiert selbst bei größtem Talent vorraussichtlich nicht "oben" ankommen wird. Aus Sicht des Stützpunktes könnte hier unnütze Zeit investiert werden. Ich weiss nicht ob das so zutreffen könnte, könnte ich mir -je nach individueller Erfahrung und dadurch Einstellung des Trainers- ...so vorstellen.


    Andererseits gibt es einen anderen Stützpunkttrainer der regelmäßig fragt, ob der Spieler nicht doch wieder Lust habe, das wiederspricht der vorherigen Anmerkung, was den Verdacht auf das Egal aushebelt, jedoch kein Faktum dafür ist. Weiterhin könnte es an der individuellen Verschiedenheit unter den Stützpunkttrainern liegen. Der eine denkt so, der andere halt anders.


    DAS wäre aber ein Indiz dafür, dass das Konzept des DFB nach unten von den eigenen Leuten unterlaufen wird.


    DAS wäre für mich ein Indiz dafür, dass es falsch ist, alles tod zu schweigen und schön brav hinzunehmen, wenn der große Stützpunkt buh macht. Vielleicht warten gewisse andere Leute -wie z.B. ein Stützpunktkoordinator- auf solche Infos, um Einfluß nehmen zu können...ich weiss es nicht.


    Ich werde mir meine Spieler genau anschauen und wenn ich feststellen sollte, dass die ausgepowert sind, dann werde ich den Kontakt selbständig aufnehmen und davon Bericht erstatten. Bis jetzt habe ich dafür keinen Grund, kann auch nicht, weil wir kein Training geben und nix ansteht.


    Fest mache ich das an dem Spielverhalten und der Trainingsbeteiligung. In meinem Fall fällt da auch ins Gewicht, wenn sie Dienstags nicht zumTraining kommen würden (was ich ja gestatte), was sie sonst aber getan haben.


    Unter dem Strich/Fazit


    glaube ich einfach, das weniger manchmal..nein sogar oftmals...mehr ist. Wenn ich betrachte, wieviele Stützpunktspieler wirklich hoch spielen, dann ist die Zahl doch eher sehr gering. Entsprechend sollte man das ganze doch auch lockerer sehen. Ich will das Thema weder zum Krieg führen, noch keine Beachtung schenken und es sachlich kären, soweit ich erkenne, dass meine Spieler "leiden". Ein Zusatztraining für die Kicker ist ne gute Sache. Die sind stolz wie Oskar, erhalten Training und das bringt allen was, soweit man es nicht übertreibt und anfängt, hier Profitum reinzubringen. Ich bin der Meinung das das versteckt so stattfindet und das ist Vereinbarungsbruch und unnötig und kontraprodukiv in viele Richtungen. Es schadet dem, was über Jahre beschwerlich entstanden ist. DAS ist meine Meinung...nur soll ich damit jetzt auf ein Schlachtfeld gehen? Nö, ...mach ich nicht. Sollte ich recht haben werden "die" das schon erkennen, spätestens wenn denen die Spieler von der Fahne gehen...genauso wirds aussehen. Und wenn nicht...dann habe ich es halt falsch eingeschätzt. Ich sehe das aber so!

    3 Mal editiert, zuletzt von Andre ()

  • Andre


    kann deinem Beitrag nur zustimmen


    kann ihn noch etwas ergänzen.


    das Konzept sieht vor, dass während den Schulferien kein Stützpunkttraining ist.
    Trainingsinhalt und zeitliche Vorgabe (wann was zu trainieren sind) sind klar konzeptioniert. da gibt es höchstens einen geringen Spielraum


    inwieweit jetzt der Stützpunktrainer die Kompetenz hat zusätzlich dazu noch tätig zu werden weiss ich nicht.


    manchmal hab ich hier den Eindruck, dass Stützpunktrainer als was besonderes anzusehen sind- das trifft lediglich auf ihre Funktion zu.


    ansonsten gibt es bei denen genauso menschlich unterschiedliche Typen wie bei allen anderen Trainern.
    Mag sein, dass sie eine andere Lizens haben als viele Jugendtrainer (ist wohl auch so) . Das sagt dann aber absolut noch wenig über ihr
    menschliches Verhalten, Umgang mit Kindern usw.
    Somit gibt es dort wie in den Vereinen gute und schlechte, gewinngeil oder nicht, vorrangig eigenes Interesse oder ncht.



    irgendeiner hat das gefragt: so um die 400,--€mtl.


    gg

  • Follkao


    Ja, die Stützpunkttrainer bekommen festgesetzte Beträge für gefahrene km plus Training bzw. Turniere und Funktionsspieltage. Sind sie in der Trainer-Lehrausbildung gibts dafür auch noch etwas. Allerdings ist der Kommunikations- und Organisationsaufwand mit Eltern, Spielern, Vereinen und dem Verband, Trainerweiterbildung, usw. deutlich höher als bei einem Vereinstrainer. Ein Stützpunkttrainer braucht mindestens 2 Jahre, bevor er auf dem Leistungslevel seiner Kollegen ist. Es gehört schon eine große Portion Enthusiasmus dazu, diese Herausforderung anzunehmen. An dieser Stelle sei auch gesagt, das viele Stützpunkttrainer seit Jahren hervorragende Arbeit leisten. Leider wird diese meist durch einige, wenige schwarze Schafe in den Schatten gestellt.


    Andre
    Bei der Betragung der Interessenskonflikte hast du die Eltern vergessen. Hier entwickelt sich manchmal ein Eigenleben. Da denkt man, man hat es mit einem guten Elternhaus zu tun, aber schon nach dem ersten Turnier ticken die Eltern aus. Vor ihrem geistigen Auge spielt der Kleine schon bald in der Junioren-Nationalmannschaft und es muß alles unternommen werden, damit das Ziel erreicht wird. Auch fühlt man sich gebauchpinselt, dass sich nun auch andere Vereine melden! Was der Trainer im Heimatverein erzählt, wird wenn überhaupt, nur noch zur Kenntnis genommen. Für diese Einstellung kann man die Stützpunkttrainer nicht haftbar machen. Auch liegt es in ihrer Verantwortung, welches Talent sie sich aussuchen, wann und wo es eingesetzt wird.


    Stützpunkte sollen offen sein. Jeder Vereinstrainer kann ohne Voranmeldung das Stützpunkttraining besuchen und mit dem Stützpunkttrainer offene Fragen klären. Auch kann ein Trainer mit einem Talent, welches durch das Sichtungsraster gefallen ist, nach Absprache mit dem Stützpunktleiter zu einem Probetraining kommen. Leider wird dieses Angebot viel zu selten wahrgenommen.


    Um die Kommunikation zwischen Vereins- und Stützpunkttrainer zu verbessern wäre es wünschenswert, wenn es Infoabende für die Sichtung zur:


    a. Kreisauswahl
    b. DFB-Stützpunkt


    gäbe. Denn leider werden Talente aufgrund mangelnder Informationen aus erster Hand nicht zur Sichtung angemeldet. Ferner nehmen jährlich ca. 10 - 20 % der Talente gar nicht an der Endsichtung teil. Die Gründe sind natürlich vielschichtig:
    - keine Fahrtmöglichkeit zum Stützpunkttraining (z.B. wenn beide Eltern berufstätig sind und das Training während ihrer Arbeitszeit liegt.)
    - Eltern haben kein interesse am Fussball und wollen ihr Kind nicht zum Stützpunkttraining fahren.
    - Eltern haben Angst, das Schulleistungen darunter leiden
    - Kind möchte nicht ausserhalb des Vereins spielen


    Auch nach der Aufnahme des Stützpunkttrainings gibt es "Abbrecher", weil:
    - die Schulleistungen merklich nachlassen
    - sich der Freundeskreis geändert hat (z.B. nach Schulwechsel) und Fussball plötzlich "out" ist
    - wegen Streß mit Stützpunkt- oder Vereinstrainer mit dem Fussball ganz aufgehört wird


    Der Unterstützungsgrad von Eltern und Trainern bei den Jungen ist deutlich höher als bei den Mädchen, wo man deutlich mehr Fahrgemeinschaften findet, weil die Eltern zwar das Hobby ihrer Tochter tolerieren, aber die Perspektiven nicht so rosig erscheinen, wie bei den Jungs, wo sich später mal Geld mit Fussball verdienen läßt!


    Deshalb ist es auch nicht verwunderlich, warum derlei Probleme, wie von Andre berichtet, bei den Mädchen sehr selten vorkommen. Mein Wunsch an die Trainer- und Elternschaft wäre, sich bei den Gedanken über die Zukunft der Kinder auch mal an die eigene Nase zu fassen. Dann manchmal gibt es nach den hohen Wellen der Entrüstung eine Problemlösung, mit der man nun gar nicht gerechnet hat, weil das Kind alle beteiligten Interessengruppen vor vollendete Tatsachen stellt und sagt "ich will nicht mehr!"

    Einmal editiert, zuletzt von TW-Trainer ()


  • Hi nochmals,


    Ich möchte die aufgeführten Punkte noch um einen noch ergänzen, den ich oben in meinem Statement bereits erwähnte.


    -Diejenigen Trainer der Vereine, die sich vom Stützpunkt bevormundet, übergangen und ausgebotet fühlen...berechtigt oder nicht...sei es um den Spieler für sich auf dem Turnier zwecks des bestenmögich zu erreichenden Platzes unbedingt dabei haben möchten, ....Trainer die ohne diesen oder diese Spieler kein spielfähiges Team auf Grund der Personenzahl mehr haben oder die sonst wie angeeckt sind....oder sei es, dass der Stützpunkttrainer unter dem Deckmantel Ausbildung und Talentförderung gleiches nur umgekehrt macht.....die schicken ihre Spieler nicht zum Stützpunktsichtungstermin, das weiss ich sicher und habe ich oft erlebt. Das geht soweit, dass diejenigen die nur vom DFB und dessen Trainingsphilosophie hören....da sofort dicht machen...da kenne ich auch einen von und der hat sie auch nicht geschickt, das interessierte ihn überhaupt nicht und das ist kein Einzelfall. Die Stützpunkttrainer selbst habe ich in über 10 Jahren vielleicht zweimal wo in der Halle getroffen, weil sie mal Ausschau hielten. Die heutigen Trainer habe ich da noch nie gesehen, ...die von damals etwas öfter. Das schaffen die zeitlich doch nicht, deshalb sind sie irgendwo darauf angewiesen, dass man als Trainer schickt...das machen aber einige aus benannten Gründen nicht. Deshalb denke ich, dass das WIR, ...das MITEINANDER...das sich damit indentifizieren sehr wichtig ist. Damit das so ist, sollte man sich an die Absprachen halten.

  • eine kleine Episode


    wenn man lange dabei ist, erlebt man ja so einiges.


    Stützpunktvergleichsspiel, etwas weiter entfernt.Transportproblem. Bin gefahren und hab andere Jungs untweges eingesammelt.
    Nach dem Turnier kam der Stützpunkttrainer und drückte mir einen Geldschein in die Hand.
    Wozu? Fahrgeld? Nicht notwendig. Doch, wir kriegen das erstattet. Nimm, die anderen Fahrer kriegen das auch.


    Zufällig stand eine Frau vom anderen Stützpunkt neben mir, bekamm grosse Augen und: Ich musste bisher immer fahren, und andere Kinder mitnehmen,
    hab jedoch noch nie was bekommen, noch nicht mal ein Dankeschön vom Trainer. .




    Bös, wer jetzt da anfängt nachzudenken, wo denn das Fahrgeld gelandet ist. Es gibt halt solche und solche.
    Meine beiden Söhne hatten Glück, sie waren bei den richtigen Solchen gelandet, in jeder Beziehung.


    gg

  • Moin


    habe meinen super netten und kompetenten Stützpunktkoordinator angesprochen und es gibt eine Antwort die da lautet:


    -ein Stützpunkttrainer hat nicht die Kompetenz anzuordnen. Eine solche Befugnis ist nirgends schriftlich erfaßt.


    Es ist so wie ich es auch gelebt habe....ein WIR...ein MITEINANDER...und das kann man nur im Konsens. Er kann NICHTS anordnen! Man erwartet die Absprache zwischen Stützpunkttrainer und Vereinstrainer, man erwartet, das beide Personen das Spielerwohl im Auge haben. Da der Stützpunkt einen Terminkalender der mir bekannt gegeben ist hat, sind mir die wenigen Stützpunktturniere, wo meine Spieler dann fehlen....kein Dorn im Auge. Es sind auch nicht die Montagstrainings, sondern es war das Sonntagtraining das über Wochen als Anordnung galt...als Vorbereitung für den ARAG-Cup diente....was bis zu fünf Fußballtermine für meine Spieler bedeutete und das in einem Zeitfenster von mehreren Wochen. Ich sah meine Spieler über cirka 6 Wochen überhaupt nicht und sie spielten 5 oder 6 Turniere nicht mit. Mir gings NICHT um die Leistungsminderung des Teams, sondern einfach nur darum, dass ich personelle Not hatte...die Spieler in Gefahr liefen überspielt zu werden (Drop-Outgefahr) uns sich irgendwo auch entfremdeten. Der Stützpunkt bot hier das Haupttraining und ich das Zusatztraining...war mir irgendwie so gesehen Konkurenz und es war alles in allem einfach störend...das Sonntagstraining.


    Fazit: Der Stützpunkt kann nicht anordenen. Wer da ein Problem hat...kann da ja mal höflich sachlich sein Veto einlegen, notfalls das P für Pause setzen. Das würde ich niemals bei den Montagstrainings und auch nicht für vereinbarte festgeschriebene Turniertermine des Stützpunktes tun, sondern...ich spreche hier "lediglich" von einem Sondertraining.


    Das Sondertraining an sich...sah mein Ansprechpartner auch nicht als sonderlich wünschenswert an. Was ich toll fand ist, dass er das auf eine Sitzung in eigenen Reihen thematisieren will. Es ist nicht wünschenswert das die Stützpunkte hier "Druck" erzeugen, um beim ARAG-Cup gut mitzuhalten. Den Druck der Trainer machen die sich selbst, weil niemand absteigen will. Der ARAG Cup = WestfalenCup...wird mit Auf.-und Abstiegsregelung gespielt.


    Die Stützpunkttrainer entwickeln hier dadurch gewissen Ehrgeiz und eigenen Druck, statt....mit einem Montagstraining halt locker dort zu spielen, wo sie mit diesem Jahrgang dann leistungsmäßig halt hingehören! Da scheinen im Denken gleiche -für mich nicht jugendgerechte/wenngleich typische- Denkensweisen vorzulegen, wie überall da draussen auch. Gruß Andre


    Zusatz: Bitte nutzt diese Info nicht dafür, nun einen Streit vom Zaun zu brechen. Ich denke da an die Kinder. Die sollen mit FREUDE empfangen werden, sowohl beim Stützpunkt, als auch bei Dir im Team. Wenn die hier merken, dass der eine auf den anderen sauer ist....ist das das Schlechteste was passieren sollte. Vielmehr kann man einen Stützpunkttrainer der bei begründeter Anfrage auf Verzicht eines Spielers deines Teams....daran erinnert werden, was seine Befugnisse sind...wenn er denn IMMER auf stur stellen würde...denkt dran....immer im WIR/Miteinander...datt sind nicht unsere Feinde!!!!!!!

  • @ Andre:


    Ein "P" wie Pause am Stützpunkt kannst Du nicht verordnen. Das entscheiden Spieler bzw. Eltern selbst, ob sie Deinen Termin oder den des Stützpunktes wahrnehmen. Natürlich könnte es sein, dass wenn der Spieler nicht mehr regelmäßig beim Stützpunkt erscheint, seinen Platz ein Anderer bekommt. Ähnlich könnte der Vereinstrainer reagieren, was z.b. Spielzeiten betrifft. Es kann zum Wohl der Spieler wirklich nur mit vernünftigen Absprachen zwischen Stützpunkt und Vereinen, so wie Du es schon geschrieben hast, funktionieren.

  • Andre


    Freut mich, das du auf einen verständnisvollen Stützpunkttrainer gestoßen bist. Die Erkenntnis, dass Druck die Talentarbeit behindert und nicht fördert, gibt es noch nicht so lange. Weil es zwar eine Trainerausbildung gibt, aber keine spezielle Stützpunkt-, -Verbands- oder Nationaltrainerausbildung, kann es hier und da auch zu unterschiedlichen Interpretationen kommen, ganz besonders, wenn es um den Leistungsvergleich bei die großen, jährlichen Turniere geht! Die DFB-Koordinatoren leisten meist sehr gute Unterstützungsarbeit, aber die Zeit, um die Hinweise zu kontrollieren, bleibt auch nicht immer.


    Schuld daran ist allerdings teilweise auch die Presse, die in ihrer Berichterstattung nicht immer das Talent, sondern Trainer in den Mittelpunkt stellt.


    Aufgrund der heute sehr ausgewogenen, guten Stützpunktarbeit entscheiden für den Gewinn dieser Verbandsmeisterschaft meist Zufälligkeiten. Die Aussagekraft dieser U 13 Turniere ist begrenzt. Nach dem vor Jahren noch feststellbaren "Kinderwahn" ist häufig die Vernunft eingekehrt, das auch Talente ihre Zeit zur Reife brauchen. So steht der jährliche Leistungsvergleich der Verbandsauswahl-Teams in Duisburg heutzutage deutlich höher im Kurs. Auch gehen die Vereine heute andere Wege einer Sichtung, bei denen sie sich nicht immer nur auf das gute Auge von Stützpunkttrainern verlassen.

  • @Karl....da hast du recht, war auch so nicht gemeint.


    Ich würde es im Bedarfsfall so formulieren, dass ich dem Stützpunkttrainer halt mein Mißfallen nach Erklärung des Problems mitteilen würde und auch mitteilen würde, dass er nicht das Recht hat anzuordnen...zu wünschen...wie er sich konkret ausdrückte, dass der Spieler XY ab einem bestimmten Termin bei einem Turnier zu spielen bzw. auch noch davor nicht mitzuspielen, weil Sonntagstraining anstünde.


    Dem Spieler würde ich mitteilen, dass sein Team ein personelles Problem hat und ich mir "wünsche" das er erscheint. Dabei würde ich den ELTERN mitteilen, dass der Stützpunkttrainer nicht das Recht hat, hier ihnen vorzuschreiben, was sie dürfen und was nicht. Ferner würde dieses Gespräch auch die Info beherbergen, dass ich wissen möchte, wenn der Stützpunkttrainer hier mit Repressalien droht oder sie nicht androht, aber praktisch lebt. Das dürfte in einem solchen Fall (der hier selbstverständlich nicht vorliegt!) den Stützpunktkoordinator interessieren und das würde ich dann auch "petzen".


    Egal wie wir es drehen, ...es ist ein Miteinander und wer das nicht lebt, der hat ein Problem, soweit das Gegenüber weiss, was die "Rechte" und Vereinbarungen sind. Was Eure "Rechte" oder "Nichtrechte" sind und was das in der Praxis bedeutet....wie es gehandhabt werden soll....hat das Thema -finde ich- gut erörtert.


    @TW-Trainer/@all


    vielleicht müßte der Dfb hier die Tabellensituation bei den Stützpunkten abschaffen. Dann wäre auch diesen MENSCHEN ein wenig Druck genommen. Es wäre auch ein Signal für die Intelligenten unter ihnen,...ebend ein deutliches Zeichen für das was gewünscht ist und was nicht.


    Die könnten genausogut in LIgen ohne Auf.-und Abstieg spielen, oder nicht?


    Zudem hätte diese Maßnahme auch eine Signalwirkung nach unten in die Kreise. Eigentlich wundernswert, dass die das nicht parallel zu den Kreisen vorgemacht haben!!!! :!::?::?:

  • die Tabellensituation bei den Stützpunkten


    sowas gibt es bei uns hier gar nicht.


    einmal im Jahr ein Vergleichsturnier aller Stützpunktmannschaften, wo es aber vorrangig um die Sichtung für die Verbandsauswahl geht.
    hier und da mal ein Spiel zweier Stützpunktmannschaften. Und das wars.


    Stützpunkttrainer und Vereinstrainer stehen sich doch auf Augenhöhe gegenüber. und gute Stützpunkttrainer respektieren das auch.den anderen kann man das durchaus in entsprechender respektvoller, jedoch deutlicher Art rüberbringen um eigene berechtigte Interessen zu wahren..


    Stützpunkttrainer brauchen die Vereine, nicht umgekehrt.
    gg

  • Günter, beim NFV gibts das ebenfalls nicht! I Andre hat natürlich vollkommen recht! Wenn man die Talente für die Verbandsauswahl sichten möchte, dann ist die Rangliste der Mannschaft, in der dieses Talent spielt, von sekundärer Bedeutung! Aber das gleiche "Theater" gibt ja jährlich bei den Sichtungen für die DFB-Stützpunkte ebenfalls, wo sich Mannschaften und nicht Einzelspieler für die Zwischen- und Endrunde qualifizieren können. Man geht von der Annahme aus, dass in den besseren Mannschaften auch mehr Talente sind, was natürlich Quatsch ist. Denn Talentpotenzial ist nicht vom Wohnort oder der Vereinszugehörigekeit eines KIndes abgängig. Allenfalls sind es dieim Heimatverein antrainierte Fähigkeiten, die ein Talent aus einem anderen Verein aber sehr rasch auf und überholen könnte.

  • bei uns werden kids welche zur kreisauswahl/landesauswahl geladen werden und nicht erscheinen für die vereinsspiele gesperrt und die vereine erhalten zusätzlich noch eine geldstrafe. sollten punktspiele (können theoretisch nur nachholespiele sein, da es ja einen rahmenspielplan gibt, wo die auswahltermine enthalten sind) auf so einen termin fallen, so kann das spiel kostenfrei verlegt werden.................



    die zeiten wo die jungs es als auszeichnung empfanden in der auswahl zu spielen, scheinen bei den meisten vorbei zu sein.

  • Aber das gleiche "Theater" gibt ja jährlich bei den Sichtungen für die DFB-Stützpunkte ebenfalls, wo sich Mannschaften und nicht Einzelspieler für die Zwischen- und Endrunde qualifizieren können. Man geht von der Annahme aus, dass in den besseren Mannschaften auch mehr Talente sind, was natürlich Quatsch ist.

    Meinst Du den Sparkassen-Cup ? Zumindest in unserer Region war es dabei aber so, dass nicht wenige Spieler zur Sichtung waren, deren Mannschaften die Vorrunde nicht überstanden hatten. Und ich war zwar mit meiner Truppe bei der Zwischenrunde, da hatte ich aber deutlich den Eindruck das die Messe bezüglich Sichtung längst schon gelesen war.
    Ich bin häufig als Zuschauer bei StP-Vergleichsturnieren. Dabei ist mir oft aufgefallen, dass einige Kandidaten offensichtlich ihr Hauptaufgabengebiet aus den Augen verloren haben. Das ist und bleibt die Individualprognose. Dann verhalte ich mich als Trainer am Rand aber anders. Würde jetzt zu weit führen dies aufzuschlüsseln. Dies und dieser Thread hier hat meine Skepsis gegenüber der Sache aber nicht gerade verkleinert.

  • Günter, beim NFV gibts das ebenfalls nicht!

    Aktuell läuft ja wieder der E.ON-Avacon-Cup. Soll ja eigentlich auch eine Sichtungsmaßnahme für die NFV-Auswahl sein. Für die Stützpunkttrainer hat das aber eine andere Bedeutung. Von Sondertrainingstagen zur Vorbereitung habe ich auf jeden Fall auch schon gehört.

  • DSV


    Wenn man die Regelungen bei euch ließt, dann kann man den Eindruck gewinnen, das bei euch der Haussegen zwischen Vereinen und Stützpunkt schief hängt, richtig?


    Alle wichtigen Vereinsargumente wurden DFB-seitig formuliert. Ein Talent muß also nur dann ein schlechtes Gewissen haben, wenn seine Eltern, Trainer, Verein bestimmte Stützpunkt-Termine verpennen?


    Ich fände es besser, wenn man auf solche Regelungen verzichten würde, weil so unnötiger Druck zwischen den Interessensgruppen (Talent, Eltern, Trainer, Verein, DFB-Stützpunkt) aufgebaut wird. Jeder wird versuchen, Koalitionen zu schmieden und die Schuld beim jeweilig anderen suchen. Leidtragende bei der Geschichte sich meist immer die Schwächsten, hier wohl die Kinder, über deren Köpfe ungefragt entschieden wird.

  • gibt ja jährlich bei den Sichtungen für die DFB-Stützpunkte ebenfalls, wo sich Mannschaften und nicht Einzelspieler für die Zwischen- und Endrunde qualifizieren können.


    .


    Auch das gibt es bei uns nicht. Zu 2 Terminen werden die vom Verein oder Trainer angekündigten Spieler eingeladen.
    Auch wenn ein Kind kommt, das nicht vom Verein gemeldet ist, wird nicht abgewiesen.
    dann werden wahllos Gruppen zusammengestellt, die gegeneinander spielen, oder miteinander eine Gruppenübung machen.
    auch schon erlebt, dass Heimtrainer einen Beobachtungsbogen in die Hand gedrückt bekammen, und mitbewerteten.


    in so etwa 80 % war Übereinstimmung.


    die Stützpunkttrainer hatten zuvor aber auch das Kreismeisterendrundenturnier (4 Mannschaften) besucht.
    die Stützpunkttrainer wussten aber schon vorher teilweise wo die besseren Talente herkommen.
    Haben auch immer wieder anwesende Trainer im Laufe des Jahres gefragt, ob ihnen bei den Punktspielen ein Spieler besonders aufgefallen ist,
    der wurde dann nachträglich eingeladen.
    Beispiel: Mein Sohn hatte bei der Sichtung einen schlechten Tag und fiel berechtigt sang und klanglos durch.
    im folgenden Jahr machte er einen richtigen Leistungssprung. Nach einem Jahr wurde er vom Stützpunkttrainer angesprochen, der das mitbekommen hat,
    und zum Training eingeladen. das war auch kein Einzelfall. die hatten immer ihre Augen und Ohren offen.


    wir hatten hier vor Ort gute St.Trainer, die mit den Vereinen und nicht gegen sie gearbeit haben.
    Was mir gut gefallen hatte, war, dass sie zu Beginnn den Kindern und auch den Eltern, die richtige Wertung des Stützpunktes gegeben haben.
    gehobeneres Zusatztraining zusätzlich zum Vereinstraining und nicht der Einstieg in eine Profikarriere.


    ein Vereinsspiel hatte für sie Vorrang vorm Stützpunkttraining.
    auf unentschuldigtes Fehlen reagierten sie jedoch allergisch.


    gg

  • @ twt


    von schiefhängendem haussegen möchte ich nicht unbedingt sprechen, aber wir haben es leider oft erlebt, das die eingeladenen kinder einfach nicht zu den auswahlspielen erschienen sind..................


    vielen vereinen geht die auswahlgeschichte auch am "allerwertesten" vorbei, von der zusammenarbeit in form von meldung begabter spieler mal ganz zu schweigen.


    aus dieser sicht finde ich einen konsequenten umgang mit solchen dingen auch angebracht, wenn es da 'wiederholungstäter' gibt, die ohne entschuldigung weg bleiben. man darf auch den aufwand nicht vergessen, den es bedeutet, um morgens durch die gegend zu fahren und die kids einzusammeln.

  • Mir scheint, es fehlt auch ein einheitliches Konzept, weshalb allenthalben Wildwuchs entstanden ist. Ich versuche mal zusammen zu fassen:


    Im Westfalen gibt es eine Stützpunktrangliste, bei der man auf- und absteigen kann.
    Im Saarland gibt es keinen Vereinscup, in dessen Rahmen die Talente gesichtet werden. Es werden (wie bei der 1. Sichtung für die Kreisauswahl beim NFV) bei jedem Spiel wahrlos Mannschaften gebildet
    In den neuen Bundesländern werden die Stützpunkttalente von den Stützpunkttrainern von zuhause abgeholt und zurück gebracht.


    Ich glaube, das ist bestimmt noch längst nicht alles!

  • ich glaube das ist nicht unbedingt "wildwuchs", sondern es kommt auch bei den auswahlen das zum tragen, was sich hier wie ein roter faden durch zig themen zieht - es steht und faellt alles mit der zur verfuegungs stehenden kinderzahl.
    ballungsgebiete mit vielen kinden - grosser selektionsprozess ueber turniere und ranglisten,
    laendlicher bereich - grosser aufwand um ueberhaupt talente fuer eine auswahl zusammenstellen zu koennen..........


    das wird auch nicht mehr besser

    Einmal editiert, zuletzt von DSV ()