Ist der Stützpunkttrainer dem Vereinstrainer übergeordnet/Weisungsbefugt was den Einsatz eines Spielers angeht?

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  • Andre


    So ganz komme ich da nicht mit bei deiner Beschreibung! Das normale Stützpunkttraining draußen ist montagsnachmittags! Aufgrund der Witterungsbedingungen wird aber jetzt doch nicht mehr montags draußen trainiert. Oder ist es bei euch so, das auch im Winter draußen trainiert wird? Wenn nicht, fällt dieser wöchentliche Termin weg. Dafür findet jetzt 0sonntags in der Halle ein Stützpunkttraining statt, richtig? Oder trainert der Stützpunkt jetzt sonntags und montags in der Halle?


    Turniere, bei denen Stützpunktteams gegen Vereinsmannschaften spielen, sind die absolute Ausnahme. Natürlich kann es da zu ungewünschten Konstellationen von Spielern kommen, wo man sich zwischen Vereins- oder Stützpunktmannschaften entscheiden muß. Meistens entscheiden die Eltern für ihre Kinder und überlassen dies weder dem Vereins- noch dem Stützpunkttrainer. Das kann zwar dazu führen, das ein Vereins- oder Stützpunktrainer beleidigt ist. Aber die Verärgerung darüber legt sich auch rasch, sobald das Turnier vorbei ist.

  • Also in kürzester Beschreibung:


    Stützpunkttrainer fährt mit der U12 zum Arag-Cup. Dafür bereitet er seien Spieler zusätzlich....zum Termin am Montag (da ist hier das normale Stützpunktraining...) vor. Dieser sicherlich gut gemeinte Termin ist sonntagsvormittags.


    Sonntagsvormittags....fällt nun zum zweiten Mal auf einen Termin, wo der Spieler ein extra für ihn -stark besetztes Turnier- gebucht wurde. Der Spieler geht zum Sonntagstermin des Stützpunktes und erscheint nicht zum Termin seines Vereinsteams. Ich spreche für kommenden Sonntag von zwei Spielern die deswegen fehlen...also zum zweiten Stützpunkttermin der Woche gehen, obwohl es eigentlich nur einen Stützpunkttrainingstermin vereinbarungsgem.- und üblich gibt.

  • Vergleichsturniere sind für uns als Stützpunkt- und Landesauswahltrainer in sofern interessant, dass wir die Jungs direkt coachen können und Hilfestellen geben können. Befinden sich die/der Spieler mit der Vereinsmannschaft in einem Wettkampf und ich fahre zur "Sichtung" eventuell auch Vor-/Nachsichtung hin, dann habe ich nur einen bestimmten Raum, den ich nicht überschreiten darf. Bei Vergleichsturnieren habe ich als Trainer die Möglichkeit auch auszuprobieren und zu sehen wie ein Spieler mit einer ihn vereinsmäßig völlig unbekannten Situation klarkommt und wie er diese dann annimt. Zudem können wir im Vergleich, wie der Name schon sagt, sehen an welchen Stellen es individuell noch hapert, zumal das Leistungsniveau ungefähr gleich ist. Es bringt nur sehr wenig, wenn ich einen unserer Spieler gegen schwächere Spieler agieren sehe. Sobald das Niveau allerdings steigt, steigt auch die Herausforderung für den besagten Spieler. Er muss sich anstrengen und dabei sicherlich an seine Grenzen gehen. Und genau da liegen dann auch die Unterschiede. Er hat gute Mitspieler, aber auch midestens ebenso gute Gegenspieler.
    Ergebnise die hier erzielt werden, sind völlig irrelevant für die Ausbildung der Jungs und Mädchen. Was meistens auch gut umgesetzt wird.


    Ich kenne nun den Stützpunkttrainer, der für deine Jungs zuständig ist Andre, nicht und möchte ihn auch nicht verurteilen. Grundsätzlich ist es aber so, dass die Spieltage, Trainingseinheiten, Vergleichturniere, Leistungstests usw. wichtig für die individuelle Entwicklung des Kindes/Jugendlichen ist, da alleine schon durch das Umfeld eine gewisse Intensivität vorausgesetzt wird. Auch er muss sich fußballspezifisch entwickeln und wo geht das denn besser, als auch dem Fußballplatz gegen gleichstarke/stärkere andere Stützpunkte oder Mannschaften aus den NLZ/NWLZ? Sicher ist es ärgerlich für deine Mannschaft und dich, zumal solch eine zusätzliche Trainingseinheit in meinen Augen, aus verschiedensten Gründen, zumindestens etwas fragwürdig ist. Allerdings weiß ich dafür zu wenig, wie in eurem Verband damit umgegangen wird und welche Hintergründe der Kollege dort hat.
    Mit unserer bzw. generell mit der Landesauswahl, währe und läge der Aspekt da einwenig anders!

    3 Mal editiert, zuletzt von TRST ()

  • Ergebnise die hier erzielt werden, sind völlig irrelevant für die Ausbildung der Jungs und Mädchen.


    Eben. Es geht um die individuelle Förderung bzw. einer möglichst genauen Analyse der jeweiligen Entwicklung eines Spielers unter möglichst optimalen Vergleichsbedingungen ( sprich gleich starke Gegner ). Deswegen habe ich bei @Andres Beschreibung mehrfach die Stirn gerunzelt. Riecht mir doch sehr nach Training, um mannschaftsdynamische Abläufe zu festigen. Sollte so nicht sein. Ist aber auch nur eine Vermutung und dies auch nur auf dieses gesonderte Training bezogen. Das hier


    Als selbiger dort, würde ich vielleicht eher zusehen, dass der Junge bei euch dabei ist.


    bestärkt mich eher in dieser Vermutung. Das sehe ich genauso.


    Meine Erfahrungen mit "unserem" Stützpunkt und den dortigen Trainern sind ausschließlich positiv. Von der Einstellung und ihrer Arbeit her.


    Und mein großer Sohnemann brennt auf jedes Training und jedes Spiel und fühlt sich wohl in der Truppe. Sagt mE eigentlich schon alles.

  • Stützpunkttrainer sind auch nur ganz normale Trainer, wenn auch mit entsprechender Lizens.
    dass eine Lizens noch nichts über die allgemeinen menschlichen Qualifikation aussagt, ist ja auch bekannt.


    Es gibt halt Solche und Solche.


    Ich kenn einige sehr gute Stützpunkttrainer, sowohl im Fachlichen wie auch Menschlichen.


    Ich hab aber auch bei Stützpunkturnieren die anderen Solchen erlebt, Erfolgsgeil und Hampelmann an der Aussenlinie,
    der jedem der hier oft gescholtenen Vereinstrainer absolut gerecht würde.


    der von Andre Beschriebene ist garantiert nicht nur die berühmte Ausnahme.
    er arbeitet nicht mit, sondern gegen die Vereine und, und das finde ich besonders schlimm, er bringt die Kinder in einen Interessenkonflikt,
    der absolut überflüssig ist.
    Andre fährt ja nicht zu einem Wald- und Wiesenturnier. Seine Jungs werden dort garantiert mehr gefordert, wie vom betreffenden Training.


    Ich kann die Handlungsweise einiger Vereine und Trainer verstehen, die von sich aus keine Spieler zum Stützpunkt melden, weil sie schon ähnliche Erfahrung gemacht haben.


    Die eigene Erfahrung mit dem hiesigen Stützpunkt ist jedoch absolut positiv. Zusammenarbeit und Rücksichtsnahme mit den Vereinen war bestens.


    gg

  • Wurde angerufen und es ergab sich ein gewohnt nettes sachliches Gespräch.


    Es ist so wie Guenter es -siehe Zitat- beschrieben hat. Ich habe schlampig geplant, denn die Sondertrainings standen im Kalender des Stützpunktes, waren damit gebucht. Das habe ich dort überlesen. Hätte ich richtig gelesen, hätte ich andere Turniere gebucht.


    Unter dem Strich bleibt ein Beigeschmack....ich löffel die Suppe nun aus..und überlege, zumindest ein Turnier abzusagen...es wäre noch Zeit das zu tun.


    Der Stützpunkttrainer selbst ist ein Guter. Ich habe mich da eher über das System aufgeregt und es ärgert mich immer noch, denn was soll das mit dem Sonntagstraining überhaupt....ist aber eine Grundsatzfrage und betrifft in dieser Fragestellung nicht den Anlass meines Themas. Klar will man die Truppe einspielen und das ist aus meiner Sicht halt nicht erforderlich, wenngleich ich es menschlich verstehen kann. Da hatten wir halt eine Meinungsverschiedenheit....denn ich äusserte das auch im Gespräch ...genau so. Gr. Andre und danke Euch.

  • Auf der einen Seite wurde mir erklärt ...was ich schon wußte....denn es wurde die individuelle Förderung hervorgehoben und es retorisch so getan, dass man das ja nur abnicken kann.


    Nachdem ich nun eine Nacht drüber geschlafen habe, bleibt mein Beigeschmack immer noch. Es ist von mir ein Eindruck den ich nicht beweisen kann...ja und auch nicht will, weil gegen ein System auflehnen, das überkommt meine Kräfte.


    Ich gewinne den Eindruck das mein Gegenüber sehr Fußballkompetent ist und in direktem Zusammenhang auf mein Ärgernis die richtigen Schlagworte in die Waagschale legte, was mich nur abnicken ließ. Es ging um Förderung, es ging um das "keine Steine in den Weg legen"...das könne ich so doch nicht wollen, es ging um den Stützpunktaktionskalender...in dem das Sonntagstraining schließlich drin stand (das ich überlas und so Dinge im guten Willen richtig bedienen zu wollen plante, die unangemessen für mein verbleibendes Team sind). Zudem wurde herausgestellt, wie wichtig die Präsentation des Spielers auf dem Cup des Stützpunktes ist. Dort stünden die wichtigen Scouts die sich die Jungs dort anschauen. Im Umkehrschluß wurde auch herausgestellt, dass ein Wechsel altersmäßig nicht zu empfehlen sei. Das eine hebt das andere wieder auf...sehe ich heute morgen als neutral an.


    Ferner hatte ich den Eindruck, dass mein eigentliche Problem nicht erkannt wurde, denn ich wurde irgendwie auf die Stufe eines Trainers gestellt, der seine Stützpunktspieler für den wichtigen eigenen Sieg eines Turniers benötigt...was ich Eingangs gestern beschieb. Ich denke es war für mein Gegenüber nicht der erste Beschwerdefall der gut bearbeitet wurde 8)


    Achtung Ironie


    Entsprechend unwichtig dürfte es sein, wie sich das Stützpunktteam dort im Wettkampf verkauft. Das Einspielen im Sonntagstrainig dient entsprechend nur dem individuellen Fördern und der Möglichkeit auf Darstellung vor irgendwelchen Scouts und das obwohl ein Wechsel in diesem Alter nicht befürwortet wird. und um das alles zu gewährleisten zu können, gibts den Sonntagstrainingstermin im Kalender an den wir Trainer uns zu halten haben. Ironieende :thumbup:


    Fazit


    Das nehme ich nicht ab, mein Beigeschmack lautet, ...dass es hier um das trainerische Aussehen beim Wettkampf geht. Dieser EINDRUCK erhärtet sich...wenn ich von Eltern höre, dass man sich über 2 Minuten Verspätung tierisch aufregt und das man den Kader für entsprechende Events erst kurz vor Toreschluß benennt. Da wird entsprechend viel Druck verkauft, betont aber auf der anderen Seite, dass es ja noch Kinder sind. Irgendwas passt da nicht zwischen dem was man nach Aussen darstellen will und tatsächlich tut. Ist meine Meinung.


    Entsprechend komme ich im Augenblick dazu zu sagen, dass das was der Stützpunkt rein fußballerisch leistet gut ist....es aber eine Konkurenz zum Verein darstellt. Ich würde sagen...Anti-DFB....das man hier verarscht wird. Man will mit dem Stützpunkt auch das letzte Talent in Hintertupfingen erkennen und richtet die Stützpunkte ein. Da es nicht um einen Samariterakt handelt, sondern letztlich um viel Geld geht....nun denn. Man vereinbart ein Training...ein Zusatztraining zum Vereinstraining und hier weicht man nun ab, denn es gibt ein zweites Training...vor einem wichtigen Cup....ein Sonntagstraining das Pflicht ist. Druck, also....Leistungsdruck...wer da nicht mitzieht von den Kariereträumern...der läuft in Gefahr nicht nominiert zu werden. Ein gutes System...solange man träumt.


    In dieser Zeit entzieht man den Spieler seiner sozialen Gruppe, ....er ist mehr oder minder aus dem Team, weil nicht mehr präsent....alles für den Cup und die individuelle Förderung...ist ja klar....geht nicht um den persönlichen Erfolg und die eigene Darstellung ...nein überhaupt nicht!


    Ich erhielt noch eine Mail....aus der ging hervor, dass ein anderer Stützpunkttrainer das anders hält. Er bietet dem Vereinstrainer an, den Stützpunktspieler mitzunehmen zu einem "schweren" Turnier, weil das ja für ihn vielmehr individuelle Förderung sei....als das TRaining bei ihm....klasse Mann wie ich finde.


    Nun spielen wir auf einem schweren Turnier minus 2 Spieler und bald sogar minus 3 Spieler von 12. Dazu noch einen Kranken...das macht nun richtig Spass. Meine/unsere Wintersaison ist damit kaputt und erledigt und ich kann das nicht mehr sportlich sehen, ich fühle mich vom System verarscht.


    Wäre ich ein Arschloch, würde ich nun meine Spieler so beeinflussen, dass sie den Stützpunkt fadenscheinig mangels Lust verlassen. Stützpunktvertrag war....ein Zusatztraining...Zusatztraining zum Vereinstraining. Hier wird der Spieß wohl gedreht...zeitweilig je nach Event des Stützpunktes.....die Vereinstrainings und Aktivitäten sind die Zusatztrainings und nix anderes. Wir sind hier gefühlt Befehlsempfänger, jedenfalls kommt mir das in diesem Fall so vor, wenngleich ich unter dem Strich sonst ein sehr gutes Verhältnis nach dort habe und keine Probleme sah.


    Dieser Cup geht für mich in Ordnung!!! Meine Spieler sind da heiss drauf...sie wollen das und ich lege da keine Steine in den Weg. NUR...wie wichtig wird das im D-Alter trainerseits dort genommen...wie wichtig wirklich und für wen...für die Jungs oder für sich selbst???!!!! Wenn sich alle Stützpunkttrainer einfach an das "Abgemachte" halten würden, würden sie mit einem Zusatztraining dort LOCKERSEHEND hinfahren und sich messen. Diejenigen die das von denen so machen sind nun benachteiligt, soweit andere Sützpunkttrainer hier mehr als nur ein Training geben...richtig? Sportlich fair...? Sinnvoll? Nötig? und zudem -in meinem Fall dieses Jahr- ein Ärgernis, das ich mir planerisch ein Stück weit selber vorwerfen muß. Ich finde nur, dass hier ein paar Grenzpfähle auf den Ursprungsort zurück gesetzt werden sollten, damit die Grenzpfähle des Nachbarn nicht bald auf meinem Grundstück stehen...so siehts aus.


    Deshalb nochmals die Frage der Fragen....


    wo ist das schriftlich Verankert....woher nimmt sich der Stützpunkt das RECHT


    Alle lassen sich hier dirigieren und keiner weiss so richtig warum. Mich würde die Antwort interessieren, sie steht aus.

    Einmal editiert, zuletzt von Andre ()

  • Hallo Andre,


    ich möchte dich erst einmal darum bitten, nicht alle DFB-Stützpunkte und somit deren Trainer über einen Kamm zu scherren und dessen Kompetenzen zu pauschalisieren. Das Verhalten des STP-Trainers bei dir war in sofern richtig, dass er dich über die anstehenden Termine des Stützpunktes rechtzeitig und auch, so denke ich, frühzeitig informiert hat. Dass es nun mit dem Turnier von dir nicht klappt, liegt ja in diesem Sinne bei dir.


    Eine zusätzliche Vorbereitungsphase, mittels einer zweiten Trainingseinheit, vor den Vergleichsturnieren/Spieltagen ist bei uns nicht üblich und wird auch nicht angestrebt. Ziel ist es durch die eine Einheit in der Woche, die Kinder und Jugendlichen so zu schulen und auszubilden, dass diese individuell im Vergleich ihr bestmöglichstes und höchstes Leistungsniveau erreichen (können). Also eine optimale und auf den Spieler ausgerichtete Förderung zu erzielen. Wie bereits erwähnt, ist auch für mich fragwürdig inwiefern seine dir geschriebenen Argumentationen zusammenpassen. Da gibt es einige Dinge die nicht ganz stimmig sind, ohne nun diese Dinge zu nennen.


    Es ist sehr ärgerlich und normalerweise sollte es keine Konkurrenz zwischen den Vereinen und der DFB-Talentförderung geben. Dies ist nicht nur schädlich für die folgende Zusammenarbeit, sondern wirkt sich besonders auf die Kinder und Jugendlichen aus. Dass es mal Unstimmigkeiten gibt, oder Meinungsverschiedenheiten, das ist ganz normal. Aber bitte kein Konkurrenzdenken. Und wenn dir Andre, dieser Anschein geweckt wird, dann würde ich vorschlagen, dass du das Gespräch mit dem Kollegen bei dir vorort suchst. Im besten Fall persönlich, nicht telefonisch und nach deinen Halltenturnieren und den Vergleichsturnieren des Stützpunktes. Schreibe dir die Unstimmigkeiten auf und notiere dir was dich stört. Das hilft. Wenn du Hilfe diesbezüglich brauchst, dann melde dich bitte.


  • Ich danke Dir für die fairen ehrlichen Worte. Ich bin derzeit sauer und enttäuscht...gerade ich...der ansonsten sehr PRO-DFB und Stützpunkt war und auch noch ist. Für mich ist das ein Kopfstoß bis Biss von mir selbst in den eigenen Hintern ;)


    Ich möchte das so betonen und ich wollte nicht alle Stützpunkttrainer hier verurteilen. Selbst den über den ich nun schrieb mag ich menschlich trotzdem und er leistet auf jedenfall gute Arbeit.


    Ferner nochmals -ich schriebs ja schon zweimal-....letztlich war es meine eigene Schlampigkeit, da ich den Terminkalender nicht ausreichend las und abstimmte mit unsere Aktivitäten.


    Was bleibt ist die Grundsatzfrage, nämlich...wie weit die Kompetenz des Stützpunktes reicht und vor allem, was das Zusatztraining überhaupt soll. Hierzu habe ich mich mit meiner persönlichen Meinung...resuliterend aus einem Eindruck (mehr nicht...nur ein persönlicher Eindruck) geäussert. Der Ablauf und die Gesamtheit meiner neuerlichen Erfahrung lassen mich halt dazu kommen.


    Ums verkürzt und auf den Nenner zu bringen.


    D Jugend...hat hier eine lange Phase der Pause...also Saisonende der Hinrunde und Beginn der Rückrunde.


    Die meisten Turniere finden ab Anfang Dez. bis Ende Januar statt. Feb. bis Marz ist hallentechnisch fast tod (bis auf Hallenkreismeisterschaft). Hallenzeiten bekommen wir nicht. Entsprechend bucht man -soweit man kann- Hallenturniere, was ich fleißig tat...sogar so, das mir meine Frau ein P wie Pause verordnete. Ich wollte halt die Jungs bedienen und das im Fehlglauben, in voller Stärke anreisen zu können.


    Genau in diese Phase fällt dieser Cup. Hier Steine in den Weg zu legen, wäre von mir unfair und daran denke ich selbstverständlich nicht. Es sind als diese Sonntagstermine. Davon gabs nun einige und die sorgten halt dafür, dass das Heimteam -gerade in dieser Winterhallenphase- für die Stützpunktspieler eher zum Gastteam verkommt.


    Darüber kann man nun geteilter Meinung sein...denn einmal gehts ja weiter um das individuelle Fördern (wenn wir mal kurz aussen vor lassen, dass ein EINZELNER Stützpunkttrainer hier vielleicht doch -entgegen seiner Angaben- versteckt seine persönlichen Erfolg sucht) des Spielers, welchem man nicht im Wege stehen will


    Und


    auf der anderen Seite stehen hier die Vereinsinteressen. In meinem persönlichen Fall das benannte Problem, aber auch die Entfremdung des Spielers und der Glaube daran, dass das so im diplomatischen WIR (will ich mal so nennen und hoffen, das der Sinn damit überkommt) auch nicht abgesprochen war. Abgesprochen war ein Zusatztraining für den Spieler in seiner Leistungseinheit.


    Frage ist, ob das Sonntagstraining für den Stützpunkt nicht gestrichen werden sollte. Genau dafür wäre ich. Es geht schließlich gerade hier auf dem Lande für die ein.-oder andere D-Mannschaft um die Tatsache, überhaupt zahlenmäßig noch antreten zu können. Ich habe nur 12 Spieler...zwei derzeit krank, zwei im Urlaub und zwei nun zum Sonntagstraining. 4+1 in der Halle...na prima. Hier -gerade hier auf dem Land- kocht die Milch in diesen Fällen und das abseits meiner persönlichen Schlampigkeit...was die Planung anging.


    Genau das läßt den Stützpunkt in Konkurenz treten. Trainer ...die vielleicht auch nicht hinter dem Stützpunkt stehen...dennoch gute Trainer sind...werden hier vergrault und das, obwohl das so doch nie abgesprochen war.


    Übrigens habe ich noch abseits des Themas eine interessante Information erhalten. Es wird in der Anfangsdiskussion beim Dfb erörtert...ob es nicht sinnvoll wäre, pro Fußballkreis einen Verein auszuwählen, der ähnlich einem Leistungscentrums, besoners eng mit dem Stützpunkt zusammen arbeitet. Was das genau bedeutet, weiss ich nicht...entsprechend ergeben sich..so das so kommt...noch ganz andere Punkte die positiv wie negativ einschlagen könnten.

  • jeder kann hier denken was er will-


    für mich geht es hier um die Goldene Annanas. Und zwar allein für den Stützpunkttrainer.


    wer glaubt, es gehe hier um den jungen Spieler, der evtl. bei einem Hallenspiel für höhere Aufgaben gesichtet wird, hat keine Ahnung wie Fussball läuft. Mag sein, dass einer vielleicht da mal auffällt, gesichtet wird er auf dem Platz.


    Es geht hier allein um das Erfolgsdenken des Stützpunkttrainers. Umsonst gar nichts. Förderung von Spielern, gleichwertige Gegener usw.bei einem Hallentunrier sind vorgeschobene Argumente.


    Stützpunkttrainer stehen auch, oder gerade, unter Erfolgsdruck, sie müssen Nachweise bringen. Diese Nachweise sind Ergebnisse
    seiner Stützpunktmannschaft und Anzahl der Spieler, die die nächste Stufe schaffen.


    Die angeblich so hoch gepriesene Förderung einzelner Spieler ist da nachrangig.


    Wer von den Stützpunkttrainer da anders argumentiert, lügt sich in die eigene Tasche.


    Aussage eines Verbandstrainers zum Stützpunkttrainer bei einem Stützpunkturnier, gegenüber Verantwortlichen eines Stützpunktes,
    die auf spieltechnisch starke Jungs Wert gelegen haben.


    "ihr müsst mal körperlich grössere und stärke Spieler sichten und berücksichtigen, damit ihr auch mal gewinnt"


    3 Jahre später jedoch hatten die das Verbandsturnier gewonnen.


    Andre
    ich versteh in diesem Fall, deinen Frust, deinen Ärger, auch die nicht geäusserten Bedenken.


    Ganz schlimm finde ich es, dass hier die betroffenden Jungs als Argumentation benutz werden.


    da mag der betreffende Stützpunktrainer ansonsten noch so nett sein.


    Auf dem Platz liegt die wirkliche Wahrheit, oder in diesem Fall: mögen der Worte noch so schön sein, das Handel gibt die Wirklichkeit wieder.


    gg

  • Andre


    Zunächst finde ich es sehr gut, dass Du erst mal 'ne Nacht drüber geschlafen hast. Offensichtlich scheint der Ärger jedoch noch nicht verflogen zu sein. Sieh es mal aus einer anderen Sicht: Zwei Stützpunktspieler und offensichtlich der ein oder andere Spieler, der auf der Liste steht. Entweder habt ihr das Glück eines goldenen Jahrgangs oder bei euch wird gute Ausbildung betrieben. Oder beides. Kann ich aus der Ferne nicht gesichert beurteilen, aber ich vermute mal das es nicht mit reinem Glück zu tun hat. Die Anzahl der bisherigen Stützpunktspieler und die Spielklassen eurer Vereinsmannschaften spricht dafür. Einen bestimmten Level zu erreichen ist schon schwer, diesen zu halten jedoch noch wesentlich schwieriger. Alles unter der Voraussetzung das ihr nicht ausschließlich mit Sichtungen arbeitet, wovon ich nicht ausgehe.


    Du sprichst im Grunde von einem Luxusproblem. Hilft dir jetzt nicht weiter, aber es werden sicher viele Leser hier denken: Seine Probleme möcht ich haben ;)


    Es sind als diese Sonntagstermine. Davon gabs nun einige und die sorgten halt dafür, dass das Heimteam -gerade in dieser Winterhallenphase- für die Stützpunktspieler eher zum Gastteam verkommt.


    auf der anderen Seite stehen hier die Vereinsinteressen. In meinem persönlichen Fall das benannte Problem, aber auch die Entfremdung des Spielers und der Glaube daran, dass das so im diplomatischen WIR (will ich mal so nennen und hoffen, das der Sinn damit überkommt) auch nicht abgesprochen war. Abgesprochen war ein Zusatztraining für den Spieler in seiner Leistungseinheit.


    Überziehst du hier nicht ein wenig ? Stellst du tatsächlich eine Entfremdung fest ? Ich hatte und habe Auswahlspieler in meiner Truppe im Heimatverein. Auch auf dem Land. Eine Entfremdung habe ich nie feststellen können. Terminkollisionen gab es auch immer mal wieder. Ich habe den Jungs immer geraten, mit der Auswahl mitzufahren, weil das eben abseits des "Alltages" war. Auch wenn wir dort zu diesem Termin Zwischenrunde hatten, hat die Mannschaft ihrem Kameraden viel Erfolg bei seinem Auswahlturnier gewünscht. Ich kaufe gerade dir nicht so ganz ab, dass du bei einer möglichen Entfremdung nicht schon rechtzeitig mit geeigneten Mitteln gegensteuern würdest und schnell in deiner Truppe wieder alles im Lot wäre. Ich kann deinen Frust aber verstehen. Ich würde mir ebenfalls in den Hintern treten, wenn ich mit gutem Willen und Hintergedanken ( Forderung und Förderung meiner leistungsstärkeren Spieler bei einem dementsprechenden Turnier ) akribisch plane und dann den Stützpunkttermin überlesen hätte. Da kann aber der Stützpunkttrainer nichts dafür. Und soviel Termine sind es dort auch nicht. Jedenfalls nicht nach meiner Einschätzung. Also bleib ruhig bei deiner Auffassung pro DFB. Zumindest was das Stützpunkttraining angeht. Denn siehe oben: Luxusproblem :thumbup:


    Übrigens habe ich noch abseits des Themas eine interessante Information erhalten. Es wird in der Anfangsdiskussion beim Dfb erörtert...ob es nicht sinnvoll wäre, pro Fußballkreis einen Verein auszuwählen, der ähnlich einem Leistungscentrums, besoners eng mit dem Stützpunkt zusammen arbeitet. Was das genau bedeutet, weiss ich nicht...entsprechend ergeben sich..so das so kommt...noch ganz andere Punkte die positiv wie negativ einschlagen könnten.


    Nun, Kooperationen mit NLZ'en bestehen ja schon. Bezieht sich das jetzt mehr auf die Landkreise? Das birgt aber Zündstoff ! Den Sinn dahinter kann ich ja verstehen. So hat man mehr Einfluss auf die fußballerische Förderung und Weiterentwicklung auch im Vereinstraining. Nach meinen Beobachtungen wird da oft kontraproduktiv trainiert bzw. gespielt. Gerade wenn ich an mein Lieblingsthema Raute und die Abläufe dabei denke. Wenn aber die Vereine das Gefühl bekommen, dass ihre Stützpunktspieler nach und nach in diese Stützpunkt-Light Vereine wechseln sollen...


    Schwierig. Der Gedanke ist gut. Ich hoffe die Umsetzung und die Vermittlung dieses Projektes wird mit Bedacht vollzogen.

  • Steini


    ich kann dir nicht zustimmen.


    es geht ja nicht um Turniere oder Veranstaltungen, die mit dem Verein konkurrieren.


    es geht darum, dass ein Stützpunkttrainer regelmässiges Training zu einem Zeitpunkt ansetzt, wo ihm bekannt ist, dass die Vereine
    zeitgleich Turnierverpflichtungen haben. ob die nun im Terminkalender stehen oder nicht ist egal.


    warum findet das Stützpunkttraining Montags statt, damit es mit dem Vereinstraining im Regelfall nicht konkurriert.
    ich kenn Stützpunkttrainer, die Spieler rauswerfen, wenn sie nicht am Vereinstraining regelmässig teilnehmen.
    ihre Forderung: Stützpunktraining ist kein Ersatz sondern Ergänzung zum Vereinstraining-


    hier wird das Anspruchsdenken von einem Stützpunkttrainer überzogen.


    Und das ist für mich ein Unding.


    gg

  • guenter
    Es geht auch darum, dass die Stützpunkttrainer die Hallenzeiten nehmen müssen, die ihnen angeboten werden. Zumindest bei uns im Kreis sind Hallenzeiten sehr begrenzt, da sie eben durch die örtlichen Vereine belegt sind. Selbst für die ist es dabei schwierig, allen Sparten und Mannschaften gerecht zu werden. Und wann sind die meisten Hallen frei ? Genau, Sonntags.


    Zudem lies bitte mein erstes Posting. In dem habe ich nämlich etwas bez. Training zur Festigung von mannschaftsdynamischen Abläufen gesagt und das ist nicht Sinn und Zweck des Fördertrainings. Wenngleich ich von einem guten Trainer einer D aufwärts erwarte, dass er dies durch seine Trainingsmethodik nicht ganz außer acht lässt. Es sollte nur nicht der Grund für das Training sein. Ist und bleibt aber Spekulation. Was ich durchweg positiv finde, ist sein Wille zur Kommunikation. Er könnte auch sagen: Ich ziehe es durch und fertig. Ob nun Andre mit dem Ausgang des Gespräches zufrieden ist oder nicht steht auf einem anderen Blatt. Er ist aber Gesprächsbereit und das wäre mir als Vereinstrainer wichtig. Es bleibt nur immer noch die Eingangsfrage offen. Dürfte er es bestimmen und wenn ja, wo ist das schriftlich und verbandsübergreifend fixiert ??


    Mit meinem letzten Posting wollte ich etwas anderes aussagen. TW-Trainer hat es schon gut ausgedrückt. Die ganze Sache gelassener sehen. Ist ein Luxusproblem

  • .ich löffel die Suppe nun aus..und überlege, zumindest ein Turnier abzusagen...es wäre noch Zeit das zu tun.



    Andre


    das versteh ich jetzt aber nicht.


    was ist der Grund zu dieser Überlegung? weil 2 deiner Besten fehlen?


    da unser Tannenbaum bereits gestern geschmückt wurde, Frau krank, Söhne Weihnachtsessen vorbereiten an dem mein Mitwirken
    nicht gewünscht ist. Langeweile und mal in alten Beiträgen rumgesurft.


    Und da stell ich einen Widerspruch zu alten Meinungen und jetztigen Überlegungen fest.


    Neue Erkenntnisse, andere Sichtweise, da jetzt selbst Betroffener, oder was sonst.?


    Oder hälst du es mit Adenauer:


    Was intersseiert sich mein Geschwätz von gestern?


    gg

  • Alles wie immer. Ein Turnier fuer die Bestbesetzung,...die ich nun nicht mehr zusammen bekomme.....die anderen voraussichtlich stark überlastet...ist fuer mich für uns kein gutes Turnier u. abseits dem was ich sportlich sehen kann

  • Alles wie immer. Ein Turnier fuer die Bestbesetzung,...die ich nun nicht mehr zusammen bekomme.....die anderen voraussichtlich stark überlastet...ist fuer mich für uns kein gutes Turnier u. abseits dem was ich sportlich sehen kann



    Verdammt schwierig für mich zu antworten.


    Einserseits muss ich dir absolut zustimmen, weil es meiner Überzeugung entspricht.


    Anderseits sehe ich deine Beiträge bergangener Zeiten hierzu.


    Für mich nicht, aber für dich doch wohl ein Widerspruch. Oder?

  • konkretisiere mal....gern ganz offen, so wie du es denkst...oder meinst

  • Andre


    wir hatten hier ja schon öfters die Diskussion, gerade auch wenn es um Rotation ging, dass bei bestimmten Spielen mit der
    stärksten Mannschaft aufgelaufen wird.


    Deine Meinung ging stets in die Richtung, dass es doch nur um die goldenen Annanas geht, keine wichtigen oder unwichtigen Spiele gibt,
    und somit für die Mannschaftsaufstellung und Rotation (Rotation jetzt bezogen auf Einsatz) keine Bedeutung haben dürften.


    Jetzt spricht du aber selbst von einem Turnier für die Bestbesetzung.



    Für mich ein Widerspruch.


    gg

  • Ja da gebe ich dir recht!


    Ich erinnere mich daran das dem so war.


    Ich habe damals nicht nachempfinden können, das es Trainer gibt, die derartig "taktieren" ohne persönliches Gewinndenken. Mit anderen Worten habe ich dir das wohl so -exakt so- unterstellt. Das ist vermutlich auch der Punkt gewesen, der mich -in diesem Fall- hat blind sein lassen, sorry.


    Ich verurteile also denjenigen abseits deiner Person, der nur die Besten spielen läßt, weil er persönlich gut darstehen will.

    Derjenige der das gleiche -ohne diesen Gedanken- um die Leistungsstärksten mal zu bedienen...macht äusserlich das Gleiche, ist für mich aber ein riesen Unterschied...und man sieht es dann auch beim Wettkampf....am Feldrand....bei den manchmal mitgehörten Kabinenansprache usw..

  • der 2. Schuh muss aber auch angezogen werden.


    das hiess für mich, die schwächeren Spieler bedienen, indem ich an schwächer besetzten Turnieren teilnahm und die Besten zu Hause liess.


    Möglicherweise kannst du jetzt auch meine Sichtweise aus der Diskussion um Einsatzzeiten besser nachvollziehen.
    Den gewinndenkenden Trainer mal aussen vor lassen, andere Beweggründe in den Vordergrund stellen, dann rückt nämlich meine Vorgehensweise, weg von gleichen Einsatzzeiten in jedem Spiel, hin zu etwa gleichen Einsatzzeiten im Laufe einer Saison in ein anderes Licht.


    Nicht hinter jeder leistungsorientierten Aufstellung und Handeln steckt ein gewinngeiler dem Erfolg alles andere unterordnetender Trainer.


    Und ein Stützpunkttrainer, der glaubt, dass für ein D-Spieler eine Trainingseinheit wichtiger ist, als die Teilnahme mit seiner Mannschaft
    an einem Top-Turnier, handelt eindeutig nicht im Intersse des Jungen sondern aus reinem Eigennutz, verstärkt noch dadurch, dass er deinen
    Spielerengpass wohl kennt.
    Da geht die Tendenz eindeutig in Richtung gewinngeiler Trainer.


    gg