Bayerischer Rundfunk - Falscher Ehrgeiz: Rüpel-Eltern gefährden Jugendsport

Du bist noch kein Trainertalker? Registriere dich kostenlos und nehme an unserer Community teil!

Du bist Trainertalker? Zur Anmeldung
    • Offizieller Beitrag

    Über die Überschrift kann man streiten, schaut euch den kleinen Film mal an und die Blog-Beiträge zeigen dann, wie groß das Problem tatsächlich ist. Es geht bis zu "Ich finde diese Elternkultur einfach nur armseelig und plädiere im Zweifel für ein generelles Eltern-Zuschau-Verbot." + "Nur dass wir uns richtig verstehen: Der Sportplatz und die Sporthalle haben im Kinder- und Jugendsport schon längst ihre Unschuld verloren. Sie sind ein Spiegel der Gesellschaft."


    Bayerischer Rundfunk


    Wüste Beschimpfungen gegen Schiedsrichter. Jugendtrainer, die sich kaum noch auf den Platz trauen. Eingeschüchterte Schüler und Jugendliche. Übermotivierte Eltern, die bei Jugendsport-Veranstaltungen jedes Maß verlieren, gehören immer mehr zum Alltag auf bayerischen Sportplätzen. Mittlerweile ist das Problem so groß, dass die Verbände zu drastischen Maßnahmen greifen, wie etwa zu elternfreien Zonen am Spielfeldrand. Und die Leidtragenden sind die Nachwuchssportler, denn denen vergeht der Spaß am Sport immer mehr.

  • Dank für den Link! Ich halte es eher mit Erstkommentator Ingo u.ä.: Verantwortung, wem sie gebührt, zB claudia: "mit ursachlich dafuer sind auch fachlich schlecht ausgebildete, menschlich schwache trainer und ein system..." ;)

    Jeder Erwachsene kann nur so gut spielen, wie er als Kind trainiert wurde....

    2 Mal editiert, zuletzt von Kicker ()

  • Ich war lange nicht bei meinem ältesten Sohn -A Jugend schauen-...keine Zeit gehabt.


    A Jugend-Meisterschaftsspiel.....


    Top 1


    Trainer gifteten sich gegenüber stehend laut an


    Top 2


    Zuschauer nahmen das zum Anlass richtig mitzumachen...Trainerkommentare wurden bewertet und beantwortet


    Top 3


    Der arme super nette Schiri machte ein-zwei-drei Fehlerchen (nichts spielendscheidendes) und das nahm der Pöbel dankend auf, um auch ihn in den Focus der schlechten Woche (vermutlich stress auf der Arbeit, schlechter Sex usw.) zu stellen


    Top 4


    Die Spieler gifteten sich untereinander innerhalb des Teams an


    Top 5


    Die Spieler gifteten den gegnerischen Spieler an


    Top 6


    Die Spieler unterstrichen ihre verbalen und vom Trainer und Zuschauer angestachelten lauten und aggressiven Ansagen durch aktive verletzungsgefährliche und aggressive Spielweise, weil man will ja so mit 17 auch mal zeigen, was man für ein Silberrücken werden möchte.


    ZUM KOTZEN!


    Ich habe nach dem Spiel einen Schlag gegen meine -sorry- "Fresse" risikiert, weil ich laut vor der Kabine gesagt habe, dass ich Trainer einer D bin und wohl schmeissen könnte. Ich erklärte im zweiten Satz, das bei meinen Spielern und Eltern keiner wagt, egal wie das Spiel läuft, ...egal wie der Schiri pfeift....die "Schnauze" so und auf diese Art aufzureissen. Emotionen JA, aber persönliche aggressive unsachliche Attacken: NEIN!


    Das ermahne ich einmal und dann geht der Spieler runter und beim Wiederholungstäter (den ich bei mir nicht kenne)...könnte der sich umziehen gehen.


    Der dritte Satz von mir war, dass ich bei so einem Scheiss, also wenn ich sehe was aus meinen Spielern später dann wohl zu werden droht, keinen Bock mehr habe und mit meinem Team dann lieber zum Volleyball gehen würde und Ende der Durchsage. Gebrummel und dann zogen sie in die Kabine...aber das mußte mal raus.


    Wir trainer sollten da zeigen, wer den Silberrücken hat! Weicheiert da draussen nicht so rum und benehmt Euch, Wir sind VORBILDER! Immer und Überall. Die kopieren uns, das aufgeführte Beispiel zeigt es deutlich..mir jedenfalls.

  • Es ist nicht immer so (in meinem Unfeld sogar extrem selten) dass die Aggressivität vom Trainer ausgeht, aber Andre hat hier schon recht.


    Als Trainer bin ich Vorbild und kann zumindest dazu beitragen, dass es fair abläuft. Meine Jungs sind in einem Alter, wo schon mal dumm dahergeredet wird. Ich unterbinde das sofort, wenn ich es merke. Wenn einer unsportlich agiert, nehme ich ihn vom Feld. Unverzüglich und konsequent.
    Schiedsrichterentscheidungen kommentiere ich nicht, außer wenn meine Spieler anfangen, zu maulen. Dann sage ich "Schiedsrichterentscheidung, Klappe, weiter gehts".
    Den Trainer der anderen Mannschaft begrüße ich freundlich mit Handschlag (und verabschiede ihn auch immer so), für die Eltern gibts einen kurzen, freundlichen Gruß.


    Probleme mit Zuschauern gehe ich inzwischen aktiv an. Schiedsrichter haben inzwischen bei uns ein leichtes Leben. Den lautstark kritisierenden Vater, der sich immer darauf beruft, es sei sein Recht, weil öffentlicher Platz, habe ich einstweilen vertrieben. Alle anderen danken es mir.

    "Multiple exclamation marks,' he went on, shaking his head, 'are a sure sign of a diseased mind."
    Terry Pratchett

  • Es stellt sich immer wieder die gleiche Frage beim sportlichen Wettstreit: Wie Konflikte vorzubeugen sind und wie man sie lösen kann?


    A. Konflikte vorbeugen
    1. Elternchoaching
    Zivilcourage braucht es, die Zuschauer (im Jugendbereich) meist Eltern ein wenig darauf vorzubereiten, was auf sie zukommt. Denn viele Eltern kennen diesen Sport kaum, bevor sie ihren Sprössling zum ersten mal zum Spiel begleiten. Ein wenig Regelkunde kann nicht schaden. Noch viel wichtiger ist jedoch der Fairplay-Gedanke, mit dem das Kind nicht nur beim Sport aufwachsen sollte. Mal Sieger, aber mal auch Verlierer zu sein, sich freuen und manchmal auch trösten zu dürfen, ein nützlicher Teil der Fussballgemeinde zu sein, das sollte Ziel dieses Eltern-Coaching sein.


    2. Vorbildfunktion für Eltern und Kinder
    Mit fachlichem Wissen und modernen, pädgogisch wertvollen Umgangsformen Vorbild zu sein, ist ein wichtiges Ziel für Trainer auf ihrem Weg zum Erfolg. Vorbilder als "Ersatz-Erziehungsberechtigte" können und wollen wir nicht sein. Denn dazu braucht es einer weitaus häufigeren und persönlicheren Ansprache, die allein die Aufgabe der Eltern ist. Wir sind Trainer und keine "Ersatz-Eltern". Selbst dann, wenn aus der Lebenserfahrung der eine oder andere Rat erfolgversprechend klingt, sollte man sich mit ungebetenen Ratschlägen zurück halten.


    B. Konflikte lösen
    Gerade im unteren Jugendbereich sind die Eltern auch Teilnehmer beim Training. Diese Zeit kann man nutzen, um am Rande eines Abschlußspiels hier und da mit den Eltern ein Wort zu wechseln, damit es nicht während des Spiels zu unerwarteten negativen Gefühlsausbrüchen kommt. Sicher, nicht jedem ist euer Rat etwas wert und manchem ist nicht zu helfen. Dann aber muß sofort und konsequent mit einer Sportstättensperre reagiert werden. Denn genauso selbstverständlich, wie der Schiedsrichter nicht beschimpft oder beleidigt werden darf, genießen auch die Gäste (Spieler, Trainer, Eltern) das Gastrecht, auf was man selbst auch großen Wert legen würde.


    Optionen
    Nicht einer allein kann das schaffen, sondern die Trainer sind gemeinsam mit den Vereinsverantwortlichen in der Pflicht, für einen geordneten Spielablauf zu sorgen. Sie dürfen nicht erst warten, bis die abzusehenden Konflikte eskalieren, sondern müssen vorbeugend agieren. Wird das vernachlässigt, wird man sie bald nicht mehr brauchen, weil die Kinder den Krawall einfach nicht mehr ertragen können.
    Die Fairplay-Liga ist lediglich eine Option, die ihr mit dem gewünschten Leben ausfüllen könnt. Also behandelt eure Gegner so, wie ihr von ihnen behandelt werden wollt! Dann seit ihr alle Vorbilder!

  • Top 1


    Trainer gifteten sich gegenüber stehend laut an

    - so geht's nach meiner Erfahrung meist los, oft wird schon vorm Beginn die Emotion gepusht, gestichelt - und genug Eltern stehen stimmungstechnisch da gern Gewehr bei Fuß, reihen sich ein. Da, wo die Trainer - egal, ob selbst Elternteil o. neutral - ruhig ausgeglichene Gemüter sind, bleibt es auch insgesamt uhig, da sich keiner vor ihnen als den Repräsentanten im ganzen, vor allen anderen blamieren will. Natürlich gibt es immer mal Typen, die am liebsten das Regiment aller Erwachsenen übernehmen würden, da muss der Trainer Kante zeigen und sie einnorden. Ist so schwer nicht: wenn man will. Daher empfehle ich die Kirche im Dorf zu lassen und nicht in einzelne Wohnhäuser hineinzureden, nur weil deren Bewohner am WE gern zum Priester gehen, um seinem Wort von der Kanzel zu folgen: wer die Freiheit genießt von dort zweideutig zu predigen, sollte die Verantwortung zu übernehmen nicht scheuen, da haben die zahlreichen Kommentatoren im Blog schon ganz Recht, die sich nicht quer aufs Glatteis führen ließen, mein ich... ;)

    Jeder Erwachsene kann nur so gut spielen, wie er als Kind trainiert wurde....

  • Ich stelle mir die Frage; Ob die Elternzone bzw. wie lange diese eine tatsächliche Wirkung zeigt? Vergleichsweise zu der Elternzone im Fußball, stellt eineEishockeybande ein weit größeres Hindernis dar. Wollen wir tatsächlich als nächsten Schritt einen Maschendrahtzaun aufstellen? Ist die Ausgrenzung der richtige Weg/Richtung?


    Sicherlich ist das berichtete Verhalten inakzeptabel. Klar ist auch, dass es sich nicht zu einem Flächenbrant ausarten soll. Doch sehe ich die Ausgrenzung eher als falsches Brantlöschmittel. Allgemein halte ich wenig davon pauschalen Strafen wie Zonen, Zuschauerverbote... zu vergeben.


    Welche Wirkung bzw. welche Reaktion ist zu erwarten?


    Das Problem sehe ich eher in fehlendem Personal auf Seiten der Vereine... Dabei halte ich mir einen einfachen Vergleich vor Augen:


    Wie viele "Problemeltern" gibt es und wie viele Trainer gibt es die auf ERFOLG spielen? Ich würde die Zahl der erfolgsorientierten ungeschulten Trainer höher schätzen. Dies ist aber sicherlich hier nicht das Thema, oder?


    Die Jungs (F und E-Jugend) aus unserer Verwandtschaft, die mit Fußball im Bambini-Alter angefangen haben sind zu anderen Sportarten (Handball, Karate...) gewechselt. Einzig meinen Sohn hat es noch nicht umgestimmt. Dabei waren die Eltern sehr froh, dass dieser Zirkus endlich ein Ende hat. Neben Rumpelstilzchen und Konsorten steht man im Vergleich zum Hallensport bei Wind und Wetter draußen.


    Nun könnte man hingehen und den Eltern weiter den schwarzen Peter zuschieben und dann mit dem Finger drauf zeigen. Schließlich befinden wir uns gerade in einem Vereinsbeitritts-Boom im Bambini und F-Jugendalter.

    • Offizieller Beitrag

    Nun könnte man hingehen und den Eltern weiter den schwarzen Peter zuschieben und dann mit dem Finger drauf zeigen


    crow,
    Da ist es wieder das größte Problem: sagt man etwas übers Elternverhalten, dann haben die den Schwarzen Peter, nimmt man den Schiedsrichter weg, dann hat er den Schwarzen Peter und sagt man etwas zu den Trainern, dann sind die es. Egal was gemacht wird, irgendeiner ist immer beleidigt und fühlt sich angegriffen.


    Der Bericht des Bayerischen Rundfunks ist natürlich reisserisch, aber er legt den Finger in eine Wunde, besser als wenn man aus Angst vor Mitgliederschwund fast nichts unternimmt und immer ieder alles schön redet. So wird es nie zu Veränderungen kommen und manchmal muss man eben überziehen, damit es ankommt. Das nur Reden und Überzeugungsarbeit uns nicht weiter bringt, haben wir doch in den letzten Jahren erlebt.


    Allein wegen "Schließlich befinden wir uns gerade in einem Vereinsbeitritts-Boom im Bambini und F-Jugendalter" zu schweigen, halte ich für verkehrt. Ganz im Gegenteil, ein Grund mehr für längst überfällige Veränderungen.

  • Man soll ja den Finger in die Wunden legen, nur ist die größte da, wo die Handlungsfreiheit, folglich die Verantwortung am größten ist. Eltern sind immer erstmal Einzelfälle, die Funktionäre inkl. der Trainer im Teambezug haben aber die Verantwortung fürs Ganze zu übernehmen, üben auch das Hausrecht aus zB. Daher könnten und müssen sie handeln, wenn sie denn dies formelle Können nutzen wollen. Ich als Vater habe zwar zB auch oft pöbelnde Eltern direkt angespochen wie zuletzt auch eines unserer 11-jähigen Kinder ("Dies ist nur Kinderfußball, wir möchten in Ruhe spielen dürfen", sagte er mutig zu allen pöbelnden Gäste-Eltern), doch die Reaktion ist da meist nur "reaktiv" ("Du, sei nicht so frech, soonnst....", polterten die zB nur Richtung Kind drohend: Null Einsicht, dass Beschimpfungen von "Penner" u. schlimmerem - angeblich "Wichser" u.ä. - sich gegen 10/11-jährige nicht gehören...! - Der Trainer mischte sich leider in keiner Weise ein, der 'Unparteiische' stellte dann ein beschimpftes Kind vom Platz: ohne sich um die Pöbeleltern weiter zu kümmern - trotz aller Unisono-Proteste der hilflosen Kids...)
    Wer keine Macht (zu handeln) hat, kann auch nichts machen, fängt sich nur eine...! Er wird mit seinen Vernunftappellen nur verlacht, noch ärger beschimpft, mit Prügel bedroht, so meine Erfahung mit der sog. Zivilcourage im KiFu. Und mit Rückgrat bzgl. Kindeswohl, Qualität, Wandel zu mehr Pädagogik als Maß etc. bin ich in Vereinen weder als Trainer noch als Eltern jemals weitergekommen; so traurig es ist: am Ende fliegt man real wie o.g. Kind nur vom Platz. Wer sich bzgl. Qualität mahnend gegenzuhalten traut, aber eben ohne Macht des "Amtes" ist, ist/wird vogelfrei, als Erwachsener wie Kind! Denn dies Amt ist zwar unendlich "wichtig" im Verein (Rechte für Trainer on the job gibt es ja keine, wie hier lang diskutiert: jederzeit fristlos rauswerfbar, wo/da kostenlos ohne "Arbeitsvertrag" jobbend, obwohl zB bei mir zuletzt sogar von sich aus etliche Kids "streiken" wollten, indirekte Reaktion des JL: sollen sie eben gehen...), wird aber als Verpflichtung kaum mal "richtig" ernstgenommen. Dies ist für mich Wesenskern des Problems, an den man sich aber nie reformerisch rantraut. Insofern war "quer" hier ganz "stromlinienförmig", hängt sich - wie von einflüsternd Verantwortlichen gewünscht? - an Einzelfällen, negativen Ausnahmen auf statt der Kindersache echt auf den Grund zu gehen! Oder liege ich da so falsch?


    Kern der FPL ist für mich: beide Trainer stehen friedlich vereint eng zusammen, als Vorbild für alle! Würde das konsequent, 100% solidarisch mit Kinderinteressen umgesetzt, gäbe es da noch all die Exzesse? Wer dann umtobte, würde sich nur sichbarst blamieren, es folglich ganz schnell lassen, denk ich mal...

    Jeder Erwachsene kann nur so gut spielen, wie er als Kind trainiert wurde....

    Einmal editiert, zuletzt von Kicker ()

  • diese Thematik wird wohl nie aufhören.


    dass es so nicht gehen kann, brauchen wir ja wohl nicht zu diskutieren.


    mich stört jedoch eins. da passiert irgendwo was und alles stürzt sich darauf. Negatives (ist ja nicht nur im Fussball so) lässt sich halt besser verkaufen.
    Gleichzeitig zu obigem Vorfallspiel liefen in Deutschland tausende von Jugendspielen mehr oder weniger vernünftig, zumindest ohne gravierende Vorfälle ab. Gab es dazu irgendeinen Zeitungsbericht. Ich hab noch nie gelesen, dass ein Reporter zu irgeneinem
    Jugendspiel ging, und einen Bericht über den ordenlich verlaufenden Ablauf berichtet hat. Interessiert ja keinen.
    Möglicherweise weil das vielleicht der Normalfall ist?


    ich hab mir jetzt 1 Jahr lang mal bewusst bei Jugendspielen, das Verhalten der Trainer, Mannschaft, Eltern und Laienschiri
    angeschaut.


    Und alle hatten eins auffällig gemeinsam:


    Dort wo 2 vernünftige Trainer aufeinandertrafen, hat es Spass gemacht zuzuschauen.
    die Zuschauer hielten sich im Rahmen, die Spieler gingen vernünftig miteinander um, und, und das war auffällig, auf dem Platz standen
    immer Laienschiris, die versuchten korrekt zu pfeiffen.


    war einer der Trainer, aus den hier oft kritisierten Spezis, war es damit vorbei.
    wie der Trainer war die Mannschaft und auch die Anhängerschaft und der Schiri.


    Das Problem ist also der Trainer.
    Hier muss angesetzt werden, alles andere sind für mich begleitende Massnahmen.


    der Grundstein für das Verhalten einer Mannschaft und Elternschaft wird in G und F-Jugend-Bereich gelegt.
    die Verhaltensweisen, die dort vorgegeben werden, setzen sich im späteren Jugendbereich fort. Negatives lässt sich nur mit viel Aufwand verändern.


    brauchen wir deshalb ausgebildete Trainer in diesem Bereich? Ich sage deutlich Nein.


    Da viele Personen die eine G oder F übernehmen, überhaupt keine Ahnung haben was auf sie zukommt, müssen sie informiert werden.
    viele Neutrainer handeln doch nicht aus Böswilligkeit, sondern weil sie es nicht anders kennen (z.B. Erwachsenenbereich)


    Nicht Trainingsinhalte, sondern die Ziele des Kinderfussballes, der Umgang mit Eltern und die Durchsetzung von gewissen Ansprüchen an diese, Umgang mit Vereinsfunktionären und die Ansprüche und Anforderungen, somit deren Auswahl an Laienschiris muss
    den Neutrainern vermittelt werden.


    für die Grundkenntnisvermittelung genügt ein vernünftig aufgebauter Samstagvormittag.


    dies als Pflichtveranstaltung, ohne deren Nachweis keiner im Jugendbereich tätig werden darf, würde sicherlich nicht alle Probleme beseitigen,(handelnde Personen sind halt immer noch unterschiedliche Menschen) jedoch sehr viele. die dann begleitenden Massnahmen, wie z.B. die FPL, bekämen eine ganz andere Grundlage.


    solange auf der untersten Ebene, und das sind für mich die Neueinsteiger bei G und F, nicht angesetzt wird, wird sich nichts gravierend verändern. alles andere wird Stückwerk bleiben und nur punktuelle Veränderungen mit sich bringen.


    wir dürfen nicht vergessen, dass der Wissenstand über Jugendfussball der Forumsmitglieder und Forumsleser nicht repräsentativ für alle
    im Jugendbereich Tätige ist.


    es gäbe noch einen Weg für Neueinsteiger: dieses Forum als Pflichtlektüre. und das meine ich absolut nicht ironisch.


    gg
    gg


  • Meine Rede seit langem, daher redete Andre mal ironisch einem "Kicker-Trainer-TÜV" (o. mehr Feedback der Betroffenen) das Wort :) im Eigeninteresse aller mit reinem Gewissen!); doch so abwegig wäre eine "Eingangsprüfung" aller, die man da "verantwortlich" auf unsre Kiddies losläßt gar nicht, eher sollte das selbstverständlich sein und jeder mit Verantwortungsbewusstsein sollte es begrüßen, wogegen die, die sich dadurch abgeschreckt fühlen, den Grund dafür eher in sich als anderen wie besorgten Erziehungspflichtigen suchen sollten... Übrigens berichten Medien auch über spaßvollen KiFu, ich habe da x Beispiele wie das letztlich zitierte (s. http://www.nwzonline.de/oldenb…nis_a_1,0,1424963246.html - wobei ich als Trainer darum bitte, nie namentlich erwähnt zu werden, um nie mit denen verwechselt zu werden, die sich über Kids profilieren wollen, sondern ihnen ein evtl. ins Nachdenken bringendes Vorbild zu bieten, um wen es gehen sollte...)


    Mit gutem Beispiel vorangehen reichte aber nie, im Gegenteil, je beliebter man bei Kids war (schon im 1.Team wollten sechs 6-/7-jährige der "Ersten" in meine intern oft nur die "Loser" titulierte Zweite wechseln, dürften aber natürlich nicht...), desto eher erntete ich in Vereinen genau dafür Missgunst und Eifersucht von herrschenden Mehrheiten "verantwortungsloser Verantwortungsträger": letztlich wird man fürs Rückgrat nur abgesägt - "that's the damage of this dammed system" (wie in allen "politischen Machtbereichen" nicht wahrhaft marktfreier Gesellschaft, wo in fairem, offenem Wettbewerb der Beste gewinnen soll*): Sportsgeist wird im Fußball immer zweitrangiger - in anderen Sportarten (Hand/Volley/Basketball, Tennis, TT o. Schach) unserer Jungs war das bei weitem nicht so arg - nur lieben sie ihren Fußball, ihre Teams u. ihre Freunde dort (trotz allem dort mit Erwachsenen Erlebtem) am meisten, sonst würden sie ihn längst nicht mehr betreiben!


    *Ist man ehrlich, dann ist moralisch - innerhalb des strafgesetzlichen Rahmen - längst fast jedes Mittel üblich, um zu gewinnen: die Großen machen es vor, keiner steht mehr loyal zu "seinem" Verein, Fouls o. Schwalben bedauert man nur scheinheilig (lernt das zT schon mit 7 im LZ), immer soll einer an allem schuldig sein (s. Magath in W., wobei er sicher seinen Teil beitrug) etc. Das Meiste ist längst nurmehr Fassade o. Kulisse, wenig noch echt, daher doch die vielen "systemischen" Verkehrtheiten im Fußball. Doch solange immer mehr der Rubel rollt o. vor Ort die Menge mit Gleichgültigkeit alles indirekt unterstützt, wie sollte sich etwas verändern, wo die Offiziellen doch stets beschwichtigen, alles toll reden, Probleme bei Randfiguren wie einzelnen Aggro-Eltern als Bauernopfer verorten, um sich glänzend zu inszenieren? Deshalb bin ich total skeptisch geworden u. KiFu ist das schwächste Glied in der ganzen Kette, dh Spielplatz für alle, unausgebildete "Betreuer", Heim-Unparteiische (eben: nur Eltern, kein reeller Schieri, nicht mal sich probierende Anwärter!) etc. - alles in allem ein echtes Armutszeignis dafür, was Kinder bei uns als sie selbst wert sind - die imaginären Erfolgs-Milchkühe in LZ mal ausgenommen, denn da wird meist fachlich gut, aber oft brutal selektiv gearbeitet. Querdenken sollte da mehr kritisieren als ein paar austickende Eltern, die die Verantwortlichen - eben meist eher selbstverschuldet durch die Verein[führung, nicht nur Trainer: oft unter Druck! - nicht eingenordet kriegen...

    Jeder Erwachsene kann nur so gut spielen, wie er als Kind trainiert wurde....

  • "doch so abwegig wäre eine "Eingangsprüfung" aller, die man da "verantwortlich" auf unsre Kiddies losläßt gar nicht"


    Wie sollte so eine Eingangsprüfung denn aussehen?


    " letztlich wird man fürs Rückgrat nur abgesägt - "that's the damage of this dammed system" (wie in allen "politischen Machtbereichen" nicht wahrhaft marktfreier Gesellschaft, wo in fairem, offenem Wettbewerb der Beste gewinnen soll*): Sportsgeist wird im Fußball immer zweitrangiger"


    Du verallgemeinerst schon wieder aus Deinen eigenen schlechten Erfahrungen heraus. Ich stelle hier eher das Gegenteil fest, natürlich bezogen auf den Jugendfußball. Und wenn ich mir anschaue, wie es im modernen, also bezahlten Fußball so zugeht, dann kann ich mir kaum etwas marktfreieres denken. Und letztlich ist es auch im Jugendfußball marktfrei. Gefällt mir ein Verein nicht, kann ich zum nächsten gehen.

    "Multiple exclamation marks,' he went on, shaking his head, 'are a sure sign of a diseased mind."
    Terry Pratchett

  • Uwe,
    jeder ist für sein Tun und Unterlassen verantwortlich. Du versuchst mir aber doch nicht das Gegenteil weiss machen wollen, dass die Trainer die Leitfiguren einer jeder Begegnung zweier Mannschaften sind. Die Beobachtung von günther habe ich auch so gemacht inzwischen in zwei verschiedenen Verbänden - falls der blödsinn mit der Oase... jetzt kommt -. Egal ob im Trainergespann oder als Elternteil das Spiel spiegelt das Verhalten der Trainer und Eltern, so auch meine Erfahrung (Trainer > Eltern > Kinder ).


    Es ist doch die Einstellung/Phillosophi aber auch die Unwissenheit mit welcher die Erwachsenen am KiFu teilhaben wollen. Da hilft nur aufklären aufklären und aufklären. Wie schon mit anderen Themen aus dem Leben. Was bringen dort Verbote? - ich rede hier selbstverständlich von legalen Dingen ;) -


    Es ist eben nicht die Elternschaft oder die Trainer... es sind die Erwachsenen.

    • Offizieller Beitrag

    Da hilft nur aufklären aufklären und aufklären


    Macht der DFB doch, seit gefühlten 10 Jahren ... und? Die Realität und der FPL wird oft vorgeworfen sie wäre realitätsfremd, sieht doch ganz anders aus. Mit Aufklärung wirst du die Erwachsenen nicht in den nächsten zwanzig Jahren erreichen. Die Aufklärung kann kräftig unterstützen, damit die Erwachsenen die Wichtigkeit der Regeln verstehen. Du kannst im kleinen Kreis damit etwas erreichen, aber nicht in der Breite. Mehr als 25.000 Vereine in Deutschland und die vielen Trainer erreichst du nicht mit Gesprächen, das ist für mich realitätsfremd.


    Nehmen wir was legales ;) : bei Rot geht man nicht über die Straße, jeder weiß das. Was aber, wenn man dies als Regel abschaffen würde und an die Vernunft appelliert und nur aufklärt wie gefährlich das ist? Wie erreichst du mehr Leute, durch Regeln und Aufklärung oder nur durch Aufklärung?

  • Dein Beispiel kann ich so nicht hin nehmen, weil wenn man bei Rot über die Straße geht, verstößt man gegen ein Gesetz. Dieses Gesetz gibt es nicht ohne Grund. Es geht hier um Leben und Tod. Dieses abzuschaffen ist grob fahrlässig. Aus diesem Grund kann ich dein Beispiel nicht akzeptieren. Dennoch finde ich deine Aussage richtig, dass man etwas durchsetzen kann, wenn dafür eine gewisse Grundlage besteht.


    Das Bestehen eines Gesetzes, schließt die Akzeptanz und Einhaltung nicht automatisch mit ein - auch nach Aufklärung nicht -. Hierfür bedient man sich eben der Ausführenden Gewalt....


    Erwachsene daran zu hindern auf Fußballplätzen lauthals rumzuschreien wie bereits gewohnt wird die FPL nicht schaffen, weil es an der Regeleinhaltung hapert. Nehmen wir mal die beiden Kerne der FPL - Schiri und Fanzone -.


    Als ich selbst noch Co-T. war, wurde uns vorgeschrieben, dass wir nun ohne Schiri spielen sollen. Tatsächlich wurde sich nicht daran gehalten. Es wurde sich auf die Regelung geeinigt, dass der Gast einen Schiri stellt. Eine Fan-Zone wurde nur bei uns abgesteckt. Gehalt hat sich daran keiner. (War aber auch nicht notwendig, denn die Eltern dort sind 1A mit Sternchen).
    Nun habe ich Zeit nicht nur zu beobachten sondern auch als "aktives" Elternteil der Elternschaft beizutreten. Auch als solches wurde ich bereits gebeten als Schiri zu fungieren, obwohl doch dies ein Regelverstoß ist. Ich habe es gemacht, weil ich diese Regelung nunmehr aus Erfahrung ablehne. Streit gab es keinen. Eine Fan-Zone wurde nicht abgesteckt.


    Einzelfälle?


    Verstehst du aber, so hoffe ich, dann warum ich deine Einzelfällen nicht pauschalisiert annehmen kann.


    Es gibt diese Fälle und ich will dies weder abstreiten noch schön reden. Es kann auch durch aus sein, dass das erste und bis lang einzige Turnier mit FP Regeln, welches ich live gesehen und miterleben durfte, mich sehr abgeschreckt hat.


    Einzelfall?


    Aufklärung ist dennoch ein Werkzeug welches Beispielsweise beim Thema Verhütung Breitflächig zu großen Fortschritten geführt wurde. Dieses Thema wird auch von geschultem Personal durchgeführt oder eben von Vertrauenspersonen/Vorbildern. Hier gibt es keine gesetzliche Grundlage. Gerade wenn Erwachsene (Eltern/Neutrainer) von Anfang an Aufgeklärt werden, ist der Erfolg sehr wahrscheinlich.

  • Macht der DFB doch, seit gefühlten 10 Jahren ... und?


    genau das ist aber doch das Problem. Wen und vor allem Wann erreichen diese Informationen den Trainerneuling im Kinderfussball?
    Oft dann, wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist.
    viele würden sich bestimmt auf der DFB-Info-Seiten informieren, wenn ihnen mal jemand gesagt hätte, dass es so was überhaupt gibt.
    hier im Forum gibt es doch Beispiele, die schon eine zeitlang tätig waren, bevor wie irgendwas über Kinderfussball erfahren haben.
    Frag doch einfach mal Andre, den härtestens Verfechter des Kinderfussballes hier, wie seine Anfangsjahre ausgesehen haben,
    wie sein Informationsstand zu Beginn ausgesehen hat, wie lange er bereits tätig war, bevor er die für ihn richtigen Informationsquellen
    gefunden hatte.


    Bei meinem Vorschlag, den ich nicht als den einzig wahren Weg sehe, sondern eher als einen Grundbaustein für weiter Entwicklungen,
    geht es mir darum die Neueinsteiger für die auf sie zukommenden Aufgaben zu sensibilisieren und ihnen die ein oder andere
    Hilfe zu geben. Dazu gehörte dann auch der Hinweis, wo sie sich entsprechend weiterinformieren können. (z.B. DFB-Seite)


    Deshalb spreche ich ja auch von einer Informationsveranstaltung, nicht von einer abschliessenden Prüfung, wie hier schon von anderer Seite angesprochen.


    Du kannst im kleinen Kreis damit etwas erreichen, aber nicht in der Breite. Mehr als 25.000 Vereine in Deutschland und die vielen Trainer erreichst du nicht mit Gesprächen, das ist für mich realitätsfremd.


    Wundert mich jetzt etwas.
    wie willst du dann den Geist der FPL vermitteln? Denn nur wenn die FPL ihrem eigendlichen Geiste nach gespielt wird, macht sie Sinn.


    es geht auch nicht um Gespräche sondern um Information.


    für mich gilt es folgende Fragen zu lösen:


    wie krieg ich die richtigen Informationen zum möglichst frühen Zeitpunkt an die vor Ort tätitigen Personen.


    wie erreiche ich möglichst viele ohne allzu grossen Zeitaufwand für diese Personen?


    ist dieser Grundbaustein mal gelegt, findet das Nachkommende auf einer viel besseren Basis statt.


    für mich wäre es schon eine nicht unwesendliche Hilfe, wenn jedem Neutrainer eine Liste mit Themenpassenden Informationsquellen
    überreicht würde.



    Guten Morgen, sehe gerade, dass du auch nicht mehr schlafen kannst. heut ist doch Feiertag. vergessen?


    gg

    2 Mal editiert, zuletzt von guenter ()

    • Offizieller Beitrag

    Günter, es ist nicht überall wie bei dir;-) Feiertag habt immer nur ihr, hier im Norden gibt es weder Reformationstag noch Allerheiligen, uns bleibt fast nur noch Weihnachten ;)


    Es geht nicht nur darum Informationen zu verteilen, damit erreichst du nur einen Bruchteil. Frag doch mal Andre wie er reagiert hat, als er die Infos bekam.


    So läuft das ab, ich zitiere mal aus "Wie gewinne ich die goldene Ananas?" von Andre über seinen Einstieg im Trainertalk:


    "...... Fragen. Ich bemerkte, dass es viele Fragen gab, Fragen die ich nie zuvor gestellt hätte, wenn ich nicht hierher gefunden hätte. Ich diskutierte, gab freche Antworten, bekam Feuer unter dem Hintern und es ging manchmal richtig ab. Ich schmollte auch mal, leckte mir die Wunden und wir stritten in Teilen auch. Anfänglich ging ich in die Offensive, Thema war" ..............
    " Es stellte sich ein schleichender Prozess ein, denn viele Dinge die ich starker und selbstsicherer Supertrainer für sonnenklar und normal hielt, gerieten ins Wanken. Ich wehrte mich dagegen mit Händen und Füßen, aber es nützte nichts, ...schlagfähige Argumentationen, logische Gedankengänge, fundamentale Abläufe sorgten dafür, dass ich ein anderes Denken bekam. Mich erfasste eine schwungvolle Welle, es war, als würde ich plötzlich anfangen"


    Mit einfacher Information ist es nicht getan, Diskussion, Überzeugungsarbeit, Beleidigungen einfangen und und und..... wer soll das leisten, wie soll das gehen? Sprich mal vor 30 Gegnern der Abschaffung von Tabellen und überzeuge sie. Gut, geben wir ihnen Informationsquellen, denn es geht dir ja nicht um Gespräche. Was passiert dann? Glaube mir, nach zehn Jahren Soccerdrills und mehr als sechs Jahren Trainertalk kenne ich das Surfverhalten der Trainer und wie genervt sie sind, schon wieder etwas über Kinderfußball lesen zu sollen. Für viele, sehr viele ist das alles Quatsch von irgendwelchen Weltverbesserern. Für mich und einige andere hier wäre es viel einfacher das Thema zu lassen, schön bequem und nur noch darüber zu berichten, wie ich aus meinem Team ein Spitzenteam forme und wie schön der Fußball ist.


    Zu den Infos: dies fängt, nur als Beispiel, bei den Infos des DFBs an. Erst lächelt dir Zwanziger entgegen, dann kommt Sammers Vorwort, dann wie toll alles beim DFB geregelt ist und auf der dritten Seite wo es los geht, kommt niemand mehr an. Es gibt teure Werbespots über Migration, Gewalt, Krebsvorsorge etc. (die alle wichtig sind), es gibt aber nichts über Kinderfußball. Warum eigentlich nicht? Statt den Willen aufzuklären, hat man Angst Mitglieder zu verlieren oder das Kinder sich eine andere Sportart aussuchen. Außerdem möchte man das Ehrenamt nicht verprellen, da sind wir wieder beim "Schwarzen Peter".


    Und dies ist für mich der Grund, weshalb es nur über Regeln geht, denn nur so geht es in die Breite. Informationen und Aufklärung sind natürlich wichtig, jedenfalls für die, die zuhören und sich informieren wollen. Die anderen Erwachsenen müssen sich eben an die Regeln halten, wie beim "Passiven Abseits", "Handspiel" oder "Spieldauer". Ob ihnen das gefällt, ist dabei völlig egal.


    Günter, hier noch ein Artikel für dich, Fandel aktiv im Einsatz: Kinder brauchen keinen Schiedsrichter

  • @Uwe


    kenn ich schon, hab sogar hier im Forum darüber berichtet.


    die junge Dame auf dem Bild ist übrigens die Staffelleiteirin der FPL-Gruppe und eine starke Befürworterin.


    mit dem dabeistehenden Kreisvorsitzenden werde ich in nächster Zeit bestimmt mal wieder zusammentreffen, werde ihn dann mal
    auf die FPL ansprechen. Werde dann von dem Gespräch berichten.


    der hiesige Verein ist übrigens einer der 6 Vereine, die teilnehmen.


    gg

  • "...... Fragen. Ich bemerkte, dass es viele Fragen gab, Fragen die ich nie zuvor gestellt hätte, wenn ich nicht hierher gefunden hätte. Ich diskutierte, gab freche Antworten, bekam Feuer unter dem Hintern und es ging manchmal richtig ab. Ich schmollte auch mal, leckte mir die Wunden und wir stritten in Teilen auch. Anfänglich ging ich in die Offensive, Thema war" ..............
    " Es stellte sich ein schleichender Prozess ein, denn viele Dinge die ich starker und selbstsicherer Supertrainer für sonnenklar und normal hielt, gerieten ins Wanken. Ich wehrte mich dagegen mit Händen und Füßen, aber es nützte nichts, ...schlagfähige Argumentationen, logische Gedankengänge, fundamentale Abläufe sorgten dafür, dass ich ein anderes Denken bekam. Mich erfasste eine schwungvolle Welle, es war, als würde ich plötzlich anfangen"


    Uwe, das ist es aber doch.


    vielleicht könntte Andre mal mitteilen, wie lange da er da schon als Trainer zuvor tätig gewesen war.


    viele stellen sich doch nicht diesen Fragen, weil sie die Thematik nicht erkennen.
    Natürlich ist es mit der Erstinformation nicht getan, deshalb sprach ich ja auch vom ersten Grundstein.
    je früher jedoch die Information über diese Thematik an die Betroffenen kommt, desto früher befassen sie sich damit.
    nicht erst nachdem sie bereits 1 oder 2 Jahre tätig sind.
    allein der Hinweis, wo man sich informieren kann bringt doch Personen dazu, sich damit zu befassen.


    vielleicht kann Andre mal folgende Frage beantworten:


    wie lange warst du schon tätig, bevor du was über Soccerdrill, Kinderfussball oder gar über dieses Forum erfahren hast.
    was wäre möglicherweise eingetreten, wenn dies zu Beginn deines Einstieges bekannt gewesen wäre.



    das Problem ist doch, dass viele bei ihrem Einstieg diese Informationsmöglichkeiten gar nicht kennen. darum geht es mir, um den Anfang und dass alle erreicht werden.


    es gibt dazu noch einfachere Wege in der heutigen Zeit:


    Uwe, stell dir mal folgendes vor:


    ihr hättet alle Mail-Adressen der Neutrainer im G und F Jugendbereich, und könntet die über die Ziele und Vorgehen der FPL
    informieren.
    im Gegensatz zu jetzt würde erreicht, dass alle auf einen Schlag mal eine Grundinformation hätten, viele erstmals erfahren, dass es
    sowas überhaupt gibt. Und garantiert nicht weniger als jetzt würden sich damit befassen und weitere Informationen einholen.


    gleiches könnte der DFB z.B. zum Thema Kinderfussball oder Elternarbeit machen.


    Einspruch: rechtliches Problem


    und da komm ich auf meinen Eingang zurück. Auf der Erstinfo-Veranstaltung kann jeder seine Mail-Adresse geben, mit entsprechender
    Einverständniserklärung. Wer würde das nicht machen, wer will keine Information?


    die Basis erreichen, muss doch das Hauptziel sein.


    gg

    • Offizieller Beitrag

    Uwe, stell dir mal folgendes vor:


    ihr hättet alle Mail-Adressen der Neutrainer im G und F Jugendbereich, und könntet die über die Ziele und Vorgehen der FPL


    Das stell ich mir nicht nur vor. Wir haben E-Mail-Adressen deutlich im fünfstelligen Bereich. Wie viel davon G- oder F-Trainer sind, weiß ich nicht. Jedesmal wenn wir etwas über FPL oder kindgerechten Fußball machen, haben wir zwei, manchmal drei Tage Arbeit, die Proteste zu beantworten.


    Manchmal gibt es aber auch andere Reaktionen,so wie hier:
    Nicht wegducken .... werde glücklich als Kinderfußballtrainer


    Dieser Artikel wiurde auf Facebook 130x geteilt und stammt von einem User hier aus dem Forum. Wie viel Trainer und Eltern damit erreicht wurden, darüber kann man nur spekulieren. Aber .... es ist auch ein Artikel den jeder so unterschreibt, alles andere wäre peinlich. Letztendlich egal, aber viele haben wieder einen Denkanstoß bekommen und darum ging es dem Verfasser und uns.


    Es ist falsch zu glauben, die Masse der Trainer informiert sich weiter. Andre ist da schon fast eine Ausnahme, du musst dich nämlich überhaupt öffnen können, um dich mit dem Thema zu befassen. Häufig triffst du sofort auf eine Blockade, denn es bricht eine (Fußball)-Welt zusammen.
    Es gibt aber auch andere Reaktionen. Schreibe ich einem G-Trainer-Neuling, dass er kein Fußballtrainer ist, sind einige(!) richtig glücklich und froh. Andere machen das aber nur deshalb, weil sie Fußballtrainer sein wollen und verstehen das nur sehr schwer oder überhaupt nicht.


    Diese ganzen verschiedenen Facetten erreichst du nur über Regeln, weil viele sich erst dann mit dem Inhalt auseinandersetzen.


    Günter, leider gehörst du zu einer besonderen Gruppe, nämlich zu denen die verstanden haben, aber es noch besser wissen. Dies schafft neue Blockaden und liefert zusätzlich Stoff für die, die davon nichts wissen wollen.
    Du weißt das und eigentlich müssen wir nicht über kindgerechten Fußball diskutieren. Suche dir jemanden, der absoluter Gegner ist und überzeuge ihn. Damit hilfst du Kindern mehr, als mit mir oder Andre oder ... zu diskutieren. So weit sind wir nämlich gar nicht voneinander entfernt und schlechter als er ist, wird die FPL den Kinderfuißball nicht machen.