Erstmal herzlichen Dank für eure Mühe bzgl. der Frage! Klar, es gibt solche u. solche Sichter, grad das finde ich ja Teil der Willkür des System daran, dass nicht jeder klare, nachvollziehbare (gar nachlesbare) Kriterien als Vorgabe zu haben scheint! Mir sagte einer: wir haben alle auf der Liste, aus denen mal was werden kann. Den Rest kann man getrost vergessen, soviel sei sicher. Diese Einstellung gegenüber den Sichtungsobjekten fand ich bedenklich, ja anmaßend: woher bezieht er sein (All-)Wissen, wenn sein (einzig benanntes) Kriteriun "weite Abstöße" sind? Auf Nachfrage dann nur Flucht in die Haltung, dass er es nicht nötig habe, sich mit Fragen/-rn abzugeben...
Finde ich doch arg "subjektiv", anderes eben unverbindlich, doch so sollen dann die Karrieren "gemacht", entschieden werden? Eins ist dabei ja sicher, wenn man die Trainings vor Ort mit denen im LZ (o. Stp) sieht: ein Unterschied wie Tag u. Nacht. Je länger wer ausgechlossen wird (Passiv!), desto größer die Schere zu Geförderten. Wo Spieler hier in ihrer peer group ohne Leerzeiten voll Motivation und Elan "powern", zudem Spaß daran vermitteln kriegen, lernen sie dort mitunter fast nichts außer: Rumhängen, Stören u. coole Fauheit, d.h. gar Falsches wie Bolzen von der Mitte aus o. eben jene weiten Abstöße, die sie dann vom Stp ausschließen... Ich habe die dennoch spielen lassen, denn im Fußball zählen nun mal Tore u. im uneingepielten Mixed-Team klappte Hinten-raus-spielen natürlich nicht (was auch der Torwart sah, keiner bot sich seinen schon verzweifelten Blicken an - da bleibt doch nur: weg mit dem Ball!), wogegen weite Abschläge 3 Großchancen brachten: was man macht, man mach's verkehrt - böse Falle? Ich hätte ja jenes Kriterium gern schriftlich gekriegt, dann mal dummen Nationaltorwarten zum Nachlernen geschickt ![]()
Mich interessieren also a) die Kriterien und b) mögliche Abhilfe bzw. Aufklärung, wobei nach meinem Eindruck mancher "da oben" sich einfach für so allwissend hält, dass er gar nicht mehr miteinander reden zu müssen meint. Trotzdem sollte man versuchen über Gutwillige dafür zu werben, dass Fußballalter, ungleiche Chancen in der Biografie o. im Wachstum, echte Benefits wie Spielintelligenz, Wille zu kurzer Ball-Kontaktzeit, soziale Kompetenz wie Wille, für andere zu laufen (contra social loafing) etc. mehr Beachtung finden, so Sichtungen auch transparenter, im Urteil nachvollziehbarer (bei Werder gibt es quasi eine Checkliste für jeden, die dann wertvolle Hinweise liefert für den, der will) werden. Das wäre meine Hoffnung bzgl. Fairplay, Respekt, die so zu heißen verdienten.
