So kann man das auch schon eher stehen lassen und entspricht der Realität. Ehrlich beschrieben und zumindest hier im Forum sollte man das auch ruhig auch so deutlich posten.
Völlig falsche Sichtungskriterien bei der Talent-Auswahl (von LZ/Stp)?
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@ FB: Alles ganz richtig. Erstmal soll Sichten, wie auch später das Trainieren u. (Punkt-)Spielen auch noch Spaß machen, da alles in der kindlichen Freizeit stattfindet u. es keinem Sichter bzw. Trainer nützt, wenn in Kids Ängste, Hemmungen etc. die Überhand erlangen, positiv von innen her rührende Ergebnisse blockieren o. die Wahl verfälschen. Mich stört, wie verbissen u. verkrampft oft gefightet wird, im Hintergrund immer die inaktiven, aber all dies - oft lauthals - fordernden Trainer. Was aber "Talente" viel mehr fördern würde, wäre das SPIELERISCHE wie FREIWILLIGE Lernen (wie Leisten - übrigens auch bzgl. Schule, die ja wie jene höherklassigen Trainer kinderfußballintern das 1. prägende Vorbild sind - mit den Lehrer als Zensor in ihrer 1.Funktion, noch vorm instruktiven Lehren bzw. erst Recht jedem pro-aktiv animativen o. attrahierenden Motivieren).-
Sicher, Spiele sind auch für Kids nie nur Spaß, sondern als echte auch belastender Stress! Nun fragt sich aber: soll man diesen eher von Kindern nehmen o. gar noch verstärken (um ihre "Resilienz" auszutesten, zu härten etc)? Auch zB vorm PC sitzen Kinder für sich allein schnell verkrampft statt entspannt da! Weil die "Hersteller" dies so wollen u. wissen, wie sie es schaffen...? Zudem will jeder schon als 2-jähriger für sich Präsenz/Aufmerksamkeit "gewinnen". Das nur zu verharmlosen, blockiert die Einsicht darin, den Umgang mit solch Stress unter "Rivalen" um Gunst/Wahl/Achtung erlernen zu müssen. Auch daher dann der hohe Dropout in der Pubertät: man hat es oft mangels Trainerkompetenz dazu nie erlernt! So verliert man altersbedingt schneller die Lust bei Stress, Niederlagen, Negativem wie Konflikten etc. durchzuhalten.
Auch wir, die Großen, sind nur endlicher Natur, schrumpfen wieder zusammen, auf dass nichts bleibt als Sternenstaub, doch zugleich sind wir nie ganz "erwachsen", können u. sollten selbst stets (jedes Kind als einzigartiges Individuum kennen-)lernen wie (uns schlau u. fertig fühlend, dadurch aber unseren Blick auch verengend) lehren... Dies verzeiht letztlich alles, berechtigt aber uns nie dazu, gleichgültig Schaden o. Leid für andere (Kinder, die zudem mehr Zukunft sind, uns am Ende aufheben, ablösen dürfen sollten, so dass wir ihnen den höchsten Respekt schulden: die Urschuld vs Ursünde) zu erzeugen. Falls Motivation von selbst entstehen kann, über Haupt etwas und nicht nichts ist, dann ist Auswahl treffen lassende Sichtung Irrtum u. die Moderne im abwesenden Gott ein Irrweg, der uns menschlich zu Scheitern führt - alles unbefriedigend, aber wahr, da eben genau das, was uns befriediegt o. befriedigen soll, das Künstlich Erzeugte am Ende unwahr ist, unwahrhaftig werden lässt etc. Dieser Thread war meinerseits eher Aufschrei gegen zuviel erlebte, die unterklassigen Trainer dann im Blick prägenden Engstirnigkeit ringsum: wenn zB ein 10-jähriger noch mit Fussi anfangen will u. gleich abgehakt, abgeurteilt wird: der kann, dh ist nichts! Dabei könnte er noch soviel lernen u. in 2, 3 Jahren dann auch viel geworden sein u. können! Denn sein (Wett-)Kampf ist spielerisch mit zu erleben u. noch lang nicht zu Ende: ich als nie im Verein trainierendes Kind hab zB erst mit 36 noch mit links zu schießen erlernt - und später dann ü40 etliche Vorlagen u. Tore mit links gemacht! Selbst in dem Alter geht also noch viel!!! Daher würde ich nie einen 10- o. 13-jährigen schon aussortieren, vielmehr zum Glaube wie Trainieren an sich selbst motivieren, ermutigen wollen...
Ein Super-Tool ist für mich zB der Zweit- o. Gastspiel-Status für ambitionierte Kids mit "gewissen Talenten". Auch offene Trainingslager, die weniger dem Geldverdienst als dem Sichten mit jede Menge Zeit u. Muße dienen: erst intensiver das Individuum kennenlernen, dann urteilen... U.v.m. Euch, euer Vorgehen kann ich natürlich Null live beurteilen, daher auch konkret-praktisch nichts groß mitteilen, nur "theoretisch", dh unwissend aus weiter Ferne her. Das ist im Forum generell das Problem, weshalb das Persönliche wie Praktische zurückstehen sollte. Oder? -
Ich nehm mal diesen Punkt auf (die anderen lasse ich mal um das Durcheinander zu reduzieren):
Eine der wichtigsten Eigenschaften um nach ganz oben zu gelangen ist die Fähigkeit jederzeit die volle Leistung abrufen zu können. Dies wird auch in einem Probetraining vorausgesetzt. Wenn ein Spieler nicht fit ist oder kränkelt wird das gern zur Kenntnis genommen. Ist er aber fit und gesund sind mangelnde Tagesform, falscher Trainer, Umfeld, schlechter Platz etc. keine guten Ausreden. Im Gegenteil. In Leistungsverein geht man davon aus, dass das was der Spieler zeigt das Maximum ist,r resp. fühlt sich ein Leistungsverein verschaukelt wenn da einer meint, er wäre normalerweise VIEEEL besser.
Sollte es nicht das Maximum sein nützt dem Talentschuppen dieser Spieler auch nichts, wenn er dieses nicht auf den Punkt abrufen kann.
Einfach gesagt: Im Leistungsverein gilt vereinfacht gesagt: Leistung = Potential, resp. gibt es keine separate Kolonne für "Potential". Bewertet wird nur was (möglichst objektiv und vergleichbar) ist.
Hat ein Spieler ein Problem damit seine Leistung auf Punkt abzurufen, dann muss er halt GENAU daran arbeiten. Ich mein, seit ich hier im Forum bin habe ich wohl noch nie was anderes gesagt als dass mentale Fähigkeiten bei der Frühselektion fast noch wichtiger sind als technische. That's why.@Fussballbaron,
wie kann man das trainieren, also Leistung unter Druck abzuliefern? Hast Du da konkrete Ideen?
Der Druck wird individuell sehr unterschiedlich wahrgenommen, wie geht man auf den Einzelnen ein?
Wie kann man einen Trainingsweltmeister auf dem Weg zum Spieler, der sein Potential auf den Punkt genau ausschöpft unterstützen?Ich frage aus allgemeinem Interesse, nicht als Trainer für meine U8, obwohl man auch hier schon die Problematik in Ansätzen erkennen kann - sollte man bereits hier (und wie) ansetzen?
Grüße
gustl -
FB hat über seinen Sohnemann (F oder schon E-Jugend) und dem noch geringen Erfahrungsschatz ein wenig Schwierigkeiten, seine Gedanken in die richtigen Worte zu fassen!
Das Wort "Stress" wird vielfach negativ belegt. Er meint Stress jedoch als Beschreibung für den Spaß von Kindern mit hoher Geschwindigkeit kreative Entscheidungen zu treffen. Würde man das Wort "Stress" durch "Spaß an der permanenten Herausforderung" ersetzten, so käme es diesem Grundgedanken näher!
Weil jedoch jedes Kind durch seine angeborene Neugierde über all seine Sinne "Spaß an der permanenten Herausforderung" hat, ist dies nicht unbedingt ein Talent-Merkmal. Was ist trainierbar und wie ist es zu trainieren, darüber scheiden sich die Geister!
In der Sichtung messen wir lediglich den Stand der Fähigkeiten, wissen nicht, was "über die Muttermilch" oder übers Training vermittelt wurde. Wenn in diesem Alter noch keine positive Erfolgsprognose gegeben werden kann, dann gibt es hier noch nicht viel mehr zu sagen, als eine beidseitige Absichtserklärung. Auch, wenn es allerlei Erfolgstheorien gibt, das es mal bis nach ganz oben klappt, das ist doch sehr unwahrscheinlich!
Welche schlußendliche Erklärung gibt es dafür, warum Mozart die Musik als Kind viel besser verstand als seine Altersgenossen? Aber können wir es auch erklären?
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@TW: Ich bitte dich meine Worte nicht durch deinen Kontext zu reinterpretieren. Ausserdem tun meine Kids hier nichts zur Sache.
Mit "Stress" meine ich nicht Spass, sondern eine leichte Ueberforderung, welche zuerst mal keinen Spass macht, weil dieser "Stress" das Kind an koordinative, kognitive und/oder andere Grenzen bringt.
Es ist dann Aufgabe des Trainers durch entsprechendes Coaching diese Negativgefühle der Frustration, Demotivation, Minderwertigkeit etc in Spass an der Leistung umzuwandeln.
Er macht dies in dem er dem Kind aufzeigt, dass diese Gefühle a) normal und b) im Training gezielt gewollt sind, um zu lernen, wie man im Wettkampf, wo der "Stress" noch grösser ist, mit genau diesen Gefühlen umgehen kann. -
wie kann man das trainieren, also Leistung unter Druck abzuliefern? Hast Du da konkrete Ideen?
Der Druck wird individuell sehr unterschiedlich wahrgenommen, wie geht man auf den Einzelnen ein?
Wie kann man einen Trainingsweltmeister auf dem Weg zum Spieler, der sein Potential auf den Punkt genau ausschöpft unterstützen?
aus meiner Sicht:
- Leistung im Allgemeinen positiv erlebbar machen, dann wird sie auch unter Druck eher gewählt.
dazu gehört ein leistungsförderndes (positives, ermutigendes, verlässliches, wertschätzendes) Umfeld zu schaffen (angenehme Atmosphäre, abwechslungsreiches altersgerechtes Training das sich am Spiel orientiert, Wettkampfspiele im Training die Spaß machen, Eingehen auf den Einzelnen).
Also, wenn Kinder Leistung zeigen sollen, müssen auch die Erwachsenen sich anstrengen. -
wie kann man das trainieren, also Leistung unter Druck abzuliefern? Hast Du da konkrete Ideen?
1. Müssen die Kids so gefordert werden dass sie auch ab und an mal an ihre mentalen Grenzen kommen, überreagieren, Frust zeigen, Angast haben, nicht mehr an sich glauen, nicht mehr wollen, etc.
2. An dieser Grenze stoppen und das Kind beschreiben lassen wie es sich fühlt und warum.
3. Dem Kind zeigen, dass solche Gefühle im Fussball zwar normal sind, aber verhindern, dass man richtig gut weiterspielen kann. Hier gibt es tolle Uebungen um den Kids aufzuzeigen was es mit ihnen macht, wenn sie sich nicht konzentrieren, Gedanken nicht kontrollieren und ihren (emotionalen) Puls nicht runter bringen. Schön ist auch immer den Kids aufzuzeigen dass "Stress" auch was mit dem Körper macht: Hochgezogene Schultern, gesenkter Blick, etc.
4. Dem Kind zeigen dass man mit ein paar Tricks daran arbeiten kann diese Gefühle besser in den Griff zu bekommen und ausserdem lernen kann immer mehr Dinge gleichzeitig und schneller tun zu können ohne dass dabei Stress überhaupt erst entsteht. Die Kinder sollen lernen dass "Kopftechnik" genauso erlernt und trainiert werden kann wie Finten, Passen und Schüsse.
5. Diese Tricks zeigen, anleiten und dann während dem laufenden Training und Spielen immer mal wieder daran erinnern und neue Ziele setzen.
Dies ist so in etwas der "abstrakte" Prozess. Zu den konkreten Uebungen möchte ich jetzt hier nichts sagen weil die aus ganz verschiedenen Gebieten stammen und individuell auf einen Spieler passen oder nicht: Atemübungen aus dem Yoga, Lockerungsübungen (verspannte Schultern, Gesichtsausdruck), Selbstmotivation (Ziele, Selbstgespräche, Mantras, Kommunikation mit Peers, Rituale, etc.), Zielsetzung, Selbstbeobachtung und -kontrolle, etc.
Vieles kommt aus dem speziell für Kinder angepasstem Mentaltraining. Einiges kommt aus der LifeKinetic und anderen Quellen. Ueber die Jahre hat man halt so ein Portfolio zusammen.
Macht das so für dich Sinn ?
Wenn du was genauer wissen willst, frag einfach.
Oder lass es TW wieder für mich erklären
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wenn Kinder Leistung zeigen sollen, müssen auch die Erwachsenen sich anstrengen
Guter Punkt.
Habe ich mir gleich aufgeschrieben. Vielleicht ist es für viele so selbstverständlich dass man das nicht zu sagen braucht. Aber wenn das Vorbild fehlt, kann man wohl kaum erwarten, dass Kids auch mal ihre Komfortzone verlassen. -
Alles anzeigen
1. Müssen die Kids so gefordert werden dass sie auch ab und an mal an ihre mentalen Grenzen kommen, überreagieren, Frust zeigen, Angast haben, nicht mehr an sich glauen, nicht mehr wollen, etc.
2. An dieser Grenze stoppen und das Kind beschreiben lassen wie es sich fühlt und warum.
3. Dem Kind zeigen, dass solche Gefühle im Fussball zwar normal sind, aber verhindern, dass man richtig gut weiterspielen kann. Hier gibt es tolle Uebungen um den Kids aufzuzeigen was es mit ihnen macht, wenn sie sich nicht konzentrieren, Gedanken nicht kontrollieren und ihren (emotionalen) Puls nicht runter bringen. Schön ist auch immer den Kids aufzuzeigen dass "Stress" auch was mit dem Körper macht: Hochgezogene Schultern, gesenkter Blick, etc.
4. Dem Kind zeigen dass man mit ein paar Tricks daran arbeiten kann diese Gefühle besser in den Griff zu bekommen und ausserdem lernen kann immer mehr Dinge gleichzeitig und schneller tun zu können ohne dass dabei Stress überhaupt erst entsteht. Die Kinder sollen lernen dass "Kopftechnik" genauso erlernt und trainiert werden kann wie Finten, Passen und Schüsse.
5. Diese Tricks zeigen, anleiten und dann während dem laufenden Training und Spielen immer mal wieder daran erinnern und neue Ziele setzen.
Dies ist so in etwas der "abstrakte" Prozess.Gute Beschreibung, danke.
ZitatAlles anzeigenZu den konkreten Uebungen möchte ich jetzt hier nichts sagen weil die
aus ganz verschiedenen Gebieten stammen und individuell auf einen
Spieler passen oder nicht: Atemübungen aus dem Yoga, Lockerungsübungen
(verspannte Schultern, Gesichtsausdruck), Selbstmotivation (Ziele,
Selbstgespräche, Mantras, Kommunikation mit Peers, Rituale, etc.),
Zielsetzung, Selbstbeobachtung und -kontrolle, etc.
Vieles kommt aus
dem speziell für Kinder angepasstem Mentaltraining. Einiges kommt aus
der LifeKinetic und anderen Quellen. Ueber die Jahre hat man halt so ein
Portfolio zusammen.
Macht das so für dich Sinn ?
Wenn du was genauer wissen willst, frag einfach.
Oder lass es TW wieder für mich erklären
Ja, Vorgehensweise etc. macht Sinn für mich.
Jetzt würde es interessant werden, z.B. Übungen für Deinen Punkt 3. Ich verstehe, dass es individuell abgestimmt sein muss und nicht pauschal geht. Paar konkrete Übungen, gerade zum Thema Frust und Angst abbauen, würden mich dennoch interessieren, falls Du Zeit hast, @Fussballbaron, ich würde das gerne lesen.Alles zusammen klingt bald nach einer speziellen "Ausbildung" für Trainer, nebem dem Fussballerischen - Mentaltraining, LifeKinetic, Yoga etc.
Noch einen Tip für mich, wo man Übungen herbekommt - ohne sich in gleich in alle möglichen Varianten einzuarbeiten?
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Noch einen Tip für mich, wo man Übungen herbekommt - ohne sich in gleich in alle möglichen Varianten einzuarbeiten?
Ich habe noch nichts "Pfannenfertiges" gefunden sondern mir, angerecht durch Club in- und externe Weiterbildung, in Ergänzung zu unserem Ausbildungsleitfaden einen Ordner angelegt. Insbesondere auf den Kinderfussball zugeschnitten gibt es noch gar nichts. Die Trainer zu diesem Thema stammten alle aus anderen Bereichen: z.B. Ski, Schiessport, Zirkus und sogar mal eine Hubschrauberpilotin.
Vorab mal einen Link für Kursinformationen zum Thema: http://www.sportmentalakademie…k4kids-institutionen.html.
Gutes Buch als Einstieg: http://www.amazon.de/Mentaltraining-f%C3%BCr-Jugendliche-Pers%C3%B6nlichkeit-Jugendarbeit/dp/3407628269/ref=pd_sim_same_b_3?ie=UTF8&refRID=0ANZAN151S98AP42MBKEah ja:
Die meisten Tips und Tricks haben wir von einem Trainerkollegen aus dem Kampfsport. Manchmal ist es etwas seltsam Dinge aus dem Karate, Judo u.a. in den Fussball zu bringen. Den Kids aber macht es mega Spass. Dem Vorstand manchmal weniger
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Danke, da werde ich mich mal aufschlauen.
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ne´ Basic-Ausstattung zum Thema "Mental....." könnte ich mir im "Coachshop" auch gut vorstellen.

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Danke, da werde ich mich mal aufschlauen.
Ich dachte ich hätte mal irgendwo hier im Forum schon mal zu diesem Thema geschrieben. Finde es aber nicht (mehr). Es gibt aber Einiges hier drin zum Thema "Mentaltraining". Wurde sehr kontrovers diskutiert. -
@FB: Hast du! Dann folgte dein Schwarmintelligenz-Thread. Tja, irgendwann will ich das alles nochmal durcharbeiten, irgendne Quintessenz rausziehen - irgendwann

Aber haben Kids nicht genug schulischen Stress? Da versteh ich dich nicht: im Fußball ist eher Entspannung angesagt, Druck abzulassen, sich selbstbestimmt auspowern dürfen lernen. Daher auch all meine Versuche vor Ort ne SG von 3, 4 Vereinen zu initiieren, um dem Kind (wie auch mir) die weiten Fahrten zum "Leistungsverein" zu ersparen. Aber leider dachte stets jeder viel lieber wie seit jeher für sich, unfähig echt gemeinsam pro Kindeswohl zu denken, Grabenkämpfe mal abzuhaken u. sich zusammen zu tun für die Sache. So suchen jene "Leistungssichter" also weiter in einer großen Menge Heu die Nadeln zu selektieren u. jene bringen nie die Leistung zustande, vor Ort etwas mehr gemeinsam zu arbeiten, was dann in Verbindung mit nem Gastspieler-Status bei Werder o.ä. wohl die perfekte Förderung bis zur B-Jugend ergäbe...
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@FB
Ich dachte, du hättest über deinen Sohn schon was dazu gelernt? Mach deine eigenen Erfahrungen mit dem was du für richtig hälst!
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Aber haben Kids nicht genug schulischen Stress? Da versteh ich dich nicht: im Fußball ist eher Entspannung angesagt, Druck abzulassen, sich selbstbestimmt auspowern dürfen lernen.
Stress macht nicht die Schule. Stress macht man sich selber wenn man nicht lernt damit umzugehen.
Leider ist es gerade in bildungsfernen Schichten so, dass "Stress" als selbstverständlich hingenommen wird und natürlich von Dritten (Schule, Kollegen, Eltern, etc. ) verursacht wird. Die Erkenntnis reift erst langsam, dass Umgang mit "Stress" genauso zu erlernen ist, wie Lesen und Schreiben, resp. (für die meisten selbstverständliche und darum nicht andiskutierte) Grundlage von allem ist.
Die Eltern unserer FussballKids vermelden, dass vieles was sie bei uns im Fussball lernen auch in der Schule, speziell bei Prüfungen hilft. Dies versuchen wir im Training auch so rüberzubringen: Nicht nur für Fussball sondern fürs Leben gut !
Dies sind genau die Ansätze bei denen wir auch Eltern der Bildungsschicht bei der Stange halten können, wenn sie sehen, dass Fussball die schulische Leistung nicht schmälert sondern verbessert.
Wobei wir uns als Verein nicht als Therapeuten sehen, sondern ein gewisses Mass an Selbstkompetenzen voraussetzen. -
Ich dachte, du hättest über deinen Sohn schon was dazu gelernt?
Man lernt immer von seinen Kids. Auch von der Tochter
Weiss aber nicht was du jetzt konkret ansprichst. -
Stress macht nicht die Schule. Stress macht man sich selber
Also da wundere ich mich über dein Bild von Kindern: meinen macht die Schule jede Menge Stress! Sie selbst würden sich den gern ersparen, aber die Keulen "schlechte Noten, Sitzenbleiben, dh Abtrennung von allen Freunden etc." sind so unabweisbar wie das morgendliche Aufstehen um 6.30 Uhr, das praktisch keinem Biorhythmus von Kindern entspricht, also nur unnötig Stress produziert. Da "man" es irgendwann mal so fixieren wollte: Friss o. stirb-Prinzip! Soll man nun Kids auch noch in ihrer wohlverdienten Freizeit nach den Hausaufgaben malträtieren statt sich entspannen, ausruhen lassen? Da sie Fußball mögen, man sie dabei zu packen kriegt, weiter lernen zu müssen? Ja, viele Leistungsvereine fordern dies so ab (statt zu stressfrei spielerischem Lernen als Alternativ-Erfahrung zu animieren), baldowern es mit Eltern nach dem Entweder-oder-Prinzip aus etc. Und am Ende wundert man sich, wieso wenig bei all dem Stress herauskommt, ständig die doch so doll herangezüchteten Ministars immer wieder gegen Frischfleisch ausgetauscht werden müssen: mehr verbraucht als unterstützt wurden!Leider ist man bei uns seit ca. 10 Jahren im eigenen Leistungswahn lernresistent: von Fakten unbelehrbar, findet ja auch immer neue von Eltern geschickte Opfer an Kindern, denen man einredet, sich nun glücklich schätzen zu dürfen, dazuzugehören u. die volle Power zu erlangen. Mit unseren Jungs ging ich immer ehrlicher um, Folge: sie wollten bei Angeboten nie in jene Leistungsvereine, lieber ihr Leben selbstbestimmter genießen. Bei uns gab's da kein elterliches Donnerwetter wie anderswo, sie mussten nie. Das ist vielleicht auch nicht so gut wegen dem o.g. Entweder-ganz-oder-gar-nicht, was typische Erwachsnendenke ist. Etwas mehr Förderung vs Forderung durch fachkompetentere Trainer vor Ort hätte ihnen wohl gut getan, doch die gab es nie. Was ihr konkret macht, kann ich leider gar nicht beurteilen, da müsstest du mal mehr die Katze aus dem Sack lassen: Konzept, Durchführung, Zeithorizonte etc. Denn bis Kids ausgebrannt sind, kann es unterschiedlich lang dauern. Am Ende all des Aussaugens kommt oft nur der Robuste durch: und der funktioniert mehr nach Schema F, als dass er noch sich zu kreieren wüsste. Meine subjektive Ansicht: wohlwissend, dass DFB & Co es ganz anders, praktisch gern nur positiv darstellen (vgl. aber zB Benschi dazu im Konzept-Thread zur DFB-U15).
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Stress macht nicht die Schule. Stress macht man sich selber
Also da wundere ich mich über dein Bild von Kindern:
Siehst du Kicker: Das passiert wenn man flüchtig liest.
Der Title hiess: "Stress macht man sich selber WENN MAN NICHT LERNT DAMIT UMZUGEHEN".
Dann sieht es schon ganz anders aus, gell . -
@FB
Leider ist es nur Theorie, dass Kinder den Umgang mit Stress rasch erlernen könnten. Auch wird`s in der Praxis schon deshalb schwierig, weil sie weitaus mehr von den Erwachsenen abhängig sind als umgekehrt! Genauso ist es eine Theorie, dass erwachsenen Trainer ihnen den Umgang mit Stress beibringen könnten, da sie selbst häufig Auslöser von Stress sind. Gerade, weil Kinder zunächst nur einfache Kausalitäten verinnerlichen können, werden ihnen die Erwachsenen-Reaktionen vielfach fremd sein. Man muß nicht einmal die unterschiedliche kulturelle und sprachliche Herkunft bemühen. Ja, es gibt sogar Mißverständnisse aufgrund unterschiedlicher Jugend- und Erwachsenen-Sprache.
Da Kinder ihr Handeln noch nicht vollständig durchschauen können, haben ihre Eltern die Pflicht, ihnen bei Entscheidungen zu helfen und sie über den gesamten Jugendzeitraum hin zur Selbständigkeit zu erziehen.
Kinder und Jugendliche sind besonders verführbar! Eltern sollten überall dort, wo ihnen Erfolgsrezepte versprochen werden, besonders genau hinschauen!
Vereine sollen das Hobby der Kinder fördern. Der Eingriff in die Psyche der Kinder ist ihnen nicht gestattet. Sie wären darin auch überfordert, weil es um einen 24-Stunden-Job handelt, der im Wesentlichen außerhalb des Rasens stattfindet.
