Spielervater nicht so ganz einverstanden !

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  • @Kicker...ich würde deinen Beitrag so unterschreiben. Die Eltern sind eine Macht im Rücken und das ist nicht zu verkennen! Wer hier als Trainer meint, den Magat raushängen lassen zu müssen, der wird sich bald im Beiboot wiederfinden und rudern. Ich kann jeden genervten hier gut verstehen....aber wer das nicht verstanden hat oder nicht versteht damit richtig umzugehen....der wird langfristig Schiffbruch erleiden, weil ständige Beschwerden und ständiger Ärger nicht nur bei dir nervlich die Säge antreibt, sondern auch bei anderen Vereinsverantwortlichen. Das geht meist eine Zeit gut und dann sagt es Peng. Bleibt die Frage ob das nötig und sinnvoll ist und ob es da nicht andere Lösungen gibt. Ich muß mich nicht verbiegen, aber diplomatisch vorgehen....einen kunstvollen Haken schlagen und dann trotzdem die Zielgrade ansteuern...finde ich viel besser, wenngleich mir das auch schwer fällt....gerade mir!


    In der kommenden Saison führe ich eine D 1. Ich werde zu Beginn einen Infoabend durchführen, wo ich den Eltern erklären werde, wie ich ticke und warum ich wie ticke. Ich habe hier das Glück, dass der Verein auf sein Konzept eine Philosophie schriftlich fixiert hat. Die Info hieraus ist dem Ausbildungskonzept des Dfb stark angeglichen. Mein Kernaussagen sind....kein Motzen vom Rand, Rotation innerhalb der Positionen möglich....jeder spielt.....und gaaaannnnnzzzzz wichtig....ich bilde nach Ausbildungsthemen für die Altersgruppe aus....und auch....ich bewerte das Spielverhalten des Einzelnen und der Gruppe (nicht der Mannschaft im Bereich der D) nur an den Aubildungszielen. Darüber hinaus werde ich mitteilen, dass wir nicht mehr auf Manndeckung spielen werden und auch erklären, was das bedeutet.


    Ich habe nun einen Elternabend als übernehmender Trainer im laufenden Jahr vollzogen und ich muß sagen, dass da durchaus auch Gegenwind kommt. Wenn entsprechend eine aufgebrachte Mutter handfest argumentiert und dabei leicht unfachmännisch in ungeahnte Kerben haut....das muß man erstmal vor der Gruppe jonglieren....so einfach ist das nicht. Dazu gehört innere Ruhe, diplomatie, etwas Retorik, soziale Kompetenz und der innere Wille. Das ganze führt zu Überzeugungskraft. Wenn es hier mangelt....kann das auch schwer in die Hose gehen, ...denke ich.
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    Die Eltern wollen, unabhängig von deren Fussball-Fachkenntnisssen ernst genommen werden! Es bringt allerdings wenig, sich generell auf Trainer-Fachebene Diskussionen zu führen. Denn, wenn schon 10 Trainer zu 11 unterschiedlichen Meinungen kommen, warum sollte nicht auch eine ziellose Diskussion zwischen Eltern und Trainern entbrennen.


    Deshalb bin ich froh, dass ich mich auf das Vereinskonzept zurückziehen kann. Dieses deckt sich mehr oder minder mit meiner Denke...es schützt mich und meine Worte und Denke. Andererseits möchte ich Dir wiedersprechen, denn ich glaube, dass Fußball ganz einfach ist und man auf der Ebene des Breitensports den Eltern ruhig mal die Augen öffnen sollte durch ein gewisses Maß an Input. Sie sollen wissen, warum man mindestens bis zur E rotieren lassen sollte incl. Torwart, warum jeder spielen darf, was die Ziele der Altersgruppe sind, warum man den Joystick eingepackt lassen muß (Bolzplatzkrähe). Das sollten sie wissen und es reicht, wenn zwei oder drei es verstehen und sich damit anfreunden können. Genau diese zwei oder drei sind es, die mir vorraussichtlich dann den Rücken stärken werden, so das die Diskussion erst gar nicht an micht heranrückt. Die stehen beieinander während des Spiels und diskutieren untereinander, ...so kenne ich das.


    Zudem -Ausnahmen bestätigen die Regel- mag ich fragen der Eltern, die gern wissen wollen, warum etwas so und nicht anders ablief. Ich erkläre das gern!...allerdings nicht während des Spiels...versteht sich!



    Wenn mehrere Eltern wiederholt während des Spiels Einfluss nehmen, muss man das in einem Elternabend klären


    Diesen Satz habe ich herausgepickt, um nochmals die Empfehlung auszusprechen....einen Elternabend dort wo es los geht zu praktizieren. Übrigens gilt das auch für die Spieler. Die bekommen von mir auch gesagt, wofür ich stehe und warum ich was wie mache.


    Gewisse Sachen sind von den Eltern einfach zu akzeptieren.
    Das kanns doch nicht sein, dass man bald einen Elternbetreuer nebst Trainer und Co-Trainer braucht?!


    Wir sind hier für die Junioren und nicht für die Eltern.


    Das ist für mich teilweise richtig. Teilweise, weil es für mich wichtig ist, dass die Eltern einen gewissen Wissensstand haben der es ihnen ermöglicht, mein Tun zu verstehen. Damit habe ich mehr oder minder Ruhe. Wenn sie dann keine Ruhe geben, weil sie sich damit nicht anfreunden können, würde ich abschließend mit mir kurz ins Gericht gehen und prüfen, ob sie recht oder unrecht haben. Sollte ich danach kein Entgegenkommen meinerseits erkennen.....bin ich dann auf deiner Seite....dann hätten sie die Möglichkeit, ihr Kind woanders anmelden oder spielen zu lassen.....aber erst dann! Gruß

    Einmal editiert, zuletzt von Andre ()

  • Musste jetzt 3 mal lesen, um zu verstehen, was du sagen willst, glaube ich zumindest.


    musst du dich eigendlich so geschwollen ausdrücken? ich bevorzuge hier lieber die deutliche einfache Aussage wie auf dem Sportfeld.
    es sei ich verfalle in die Ironie.


    gg


    Ja, geht mir auch so.
    @Kicker
    Eine einfache und deutliche Ausdrucksweise erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass alles so vestanden wird, wie Du es meinst.
    In einem anderen Thread berichtest Du uns von Problemen im Verein Deiner Kinder/Deines Kindes.
    Ich drück´s mal so aus: Wenn Du Deine (vielleicht sogar guten) Argumente mündlich so rüberbrächtest, wie Du hier schreibst, würdest Du in meinem Verein von vielen auch als Spinner abgestempelt. Du schreibst, dass Du im Hobby Fußballer und im Beruf Pädagoge bist. In beiden Bereichen hilft Dir ein einfacher und verständlicher Sprachstil. Insofern bin ich mir sicher, dass Du ihn beherrschst.

  • Follkao


    Dem schließe ich mich an. Aber @Kicker ermahnt ja auch andere ( hauptsächlich Trainer ) zur Selbstreflektion und ich vermute, dass er zu eben solcher auch selber fähig und willens ist


    Bär


    Mich würde mal interessieren wie lange du die Truppe schon hast. Oft muss man für Versäumnisse in der Vergangenheit "büßen" ohne zu wissen, wie das eigentlich entstanden ist. Aber schon mal ein Tipp: Eltern, die in dieser Altersklasse noch ihren Kindern beim Fußball zuschauen sind in der Regel sehr engagiert. Dies ist zunächst mal durchweg positiv, weil sie sich für das Hobby ihrer Kinder interessieren!! Dieses Engagement kann man auch für sich nutzen.


    Zum Grundthema schließe ich mich Micha an. Bin für jede Anregung dankbar und jeder sachlichen Diskussion gegenüber aufgeschlossen. Aber bitte nach dem Spiel. Beim Spiel möchte in Ruhe meinen Jungs zuschauen und brauche auch die Ruhe für die Analyse.

  • das muß man erstmal vor der Gruppe jonglieren....so einfach ist das nicht. Dazu gehört innere Ruhe, diplomatie, etwas Retorik, soziale Kompetenz und der innere Wille. Das ganze führt zu Überzeugungskraft. Wenn es hier mangelt....kann das auch schwer in die Hose gehen, ...denke ich.



    einen etwas umgedeutenden Satz, der nicht von mir ist, aber ein Leitsatz für meine Trainertätigkeit im Kinderfussball wurde.


    [i]alle sitzen wir zusammen in einem Boot und haben ein gemeinsames Ziel, der Trainer ist der Steuermann, und hält das Boot in der richtigen Fahrrinne, und gibt die Richtung vor.
    wenn es ihm aber nicht gelingt die Eltern als Ruderer mit ins Boot zu nehmen, kann er Steuern so lange er will, er wird nie am Ziel ankommen.
    [/i]

    als Trainer wird man erst dann in Ruhe und vernünftig arbeiten können, wenn ,an die Eltern bei seinen Vorstellungen mitnimmt und überzeugt hat.
    geschieht das nicht, spielt es letztendlich überhaupt keine rolle nach welcher Trainingsmehtodik man vorgeht, man scheitert und sei es letztendlich an der eigenen Unzufriedenheit.


    Andre, bei kleineren Vereinen kann das nicht in die Hose gehen, da geht es über kurz oder lang in die Hose.


    mit einem Elternabend allein ist es jedoch nicht getan, Elternarbeit gehört zu den permamenten Aufgaben eines Kinder u. Jugendtrainers.
    bei grösseren Vereinen mag das anders sein.


    gg

    2 Mal editiert, zuletzt von guenter ()

  • Dein Schlußsatz läßt auf zwei Dinge schließen.


    1. Du meinst, dass ich anderer Meinung bin
    2. Du bestätigst was ich sagte


    Ich bin auf jedenfall für -zumindest- einen Elternabend am Anfang....mal nach einem ersten oder zweiten Training für eine halbe Stunde. Vorstellen...mitteilen...für Fragen bereit stehen.


    Dabei habe ich aber auch die Gefahren denen man ausgesetzt ist versucht zu beschreiben. Damit wollte ich nicht von einem Elternabend abraten. Elternabend....also das Eltern mit ins Boot holen....ist für ein gutes Verhältnis auch in großen Vereinen wichtig...

  • Andre


    ich wollte dich defenitiv bestätigen.


    den Elternabend zu Saisonbeginn finde ich genaus wichtig , wie das Konzept für die neue Saison.. der 1. und wichtigste Einstieg in die elternarbeit.
    habe nur ergänzt, dass es damit nicht getan ist, zumindest meine Erfahrung, es ist halt ein ständiger Prozess in dem man sich da befindet.


    wer das aussenvorlässt bekommt automatisch Frust und Ärger. Elternarbeit, bzw. Einfluss der eltern, wird von vielen unterschätzt.


    ich glaube zu wissen, dass du das auch voll erkannt hast.


    dazu gehört natürlich, ich glaub du hast es auch in etwa angedeutet, Fingerspitzengefühl.


    die selbst erlebte Aussage eines Trainers auf einem Elternabend::" Ich bin der Trainer und ich bestimme wo es langgeht"


    im Grunde eigendlich richtig, in der Aussageart verherend. der hatte es auf Deutsch gesagt, bei der Elternschaft sofort verschissen.



    überzeugend , nicht bestimmend sollte der Umgang mit Eltern sein, auch wenn man da mal den ein oder anderen Kompromiss eingehen muss.
    gg.

  • Wenn der Große sich klein macht, zeigt er sich kommunikativ und die Kleinen "unter" ihm müssen sich nicht größer machen, als sie sind. Manche tun es trotzdem und finden alles schlecht, was sie nicht sofort verstehen und ein anderer drauf hat. Da muss man dann per Diplomatie durchhalten, so schwer Anpassung nach unten mitunter fällt. Die Alternative ist, dass die, die gegen dich sind, andere damit zu infizieren suchen und plötzlich x Eltern gegen dich intrigieren. Dann bereut man meist, dass man vorher halsstarrig war. Also, solange man sich nicht dauerhaft verbiegen muss: der Baum, der sich im Sturm nicht biegt, zerbricht. Gilt auch für Spieler im Sturm ;)


    PS: Ansonsten gilt, dass der, der komplizierte Dinge einfach ausdrücken kann, ein Genie ist. Gemeinhin bleibt meiner Ansicht nach die Alternative, sich nur um einfache Dinge zu kümmern oder manchem geschwollen redend zu erscheinen. Ist aber nicht meine Absicht!

    Jeder Erwachsene kann nur so gut spielen, wie er als Kind trainiert wurde....

  • Liebe Gemeinschaft


    Unsere liebe Eltern schicken Ihre Kids im Fussball aus X-Gründe. Nebst dem parkieren schicken diese Ihre Kids oftmals auch, damit diese TEAMGEIST und TEAMARBEIT lernen. Also sollten diese das Nehmen ABER AUCH das Geben lernen.
    Ich habe genug oft, Eltern gefragt, warum Sie Ihre Kinder ins Fussball schicken. Die Aussage mit Teamarbeit kommt ziemlich oft...


    Hier erzählt Ihr über ein Vater der als schlechten Vorbild die Bedürfnisse des eigenen Kindes uns somit eines einzlenen Teammitglied VOR der Problematik des Teams stellt. Sorry, da gibts nichts zu diskutieren. Eltern müssen als Vorbilder solche Entscheidungen des Trainer kommentarlos akzeptieren... insbesondere solange alle spielen (hier war der Vater so blöd und machte das während dem Spiel... also Hallo? Wie dumm muss man sein?).


    Wenn nicht mal die Eltern begreiffen, dass das Teambedürfnis vor dem Bedürfnis des Einzelnen kommt, so muss man sich über die Kids auch nicht mehr aufregen (ich rege mich in dieser hinsicht schon längst nicht mehr auf die Junioren auf... mir ist eben bewusst, dass wir in eine EGO Gesellschaft leben wo jeder nur Sich sieht, dieser Fall bestätigt das).


    Als Trainer hat man nun leider das Previleg nicht NUR AUF SICH achten zu müssen sondern eben eine ganze Mannschaft betreuen zu müssen und dabei möchte ich zumindest IN RUHE arbeiten können ohne externe Beeinflussungen nur annähernd zu erleben. Da kann ich nämlich grad so gut zu Hause bleiben...


    Ich kann diese Problematik verstehen, wenn die Kids gar nicht spielen oder 5' einsätze kriegen. Da verstehe ich die Eltern und die Junioren, wenn sich diese wehren. Da haben diese sogar Recht. Hier sprechen wir aber über ein Junior der eher zu den weniger Guten gehört und trotzdem spielt...


    Trotz allem; ich frage mich nun wie diese Geschichte beendet wurde. Habe da kein Statement mehr dazu gesehen. Würde mich wunder nehmen ob der Junior noch kommt resp. ob da ein Gespräch stattgefunden hat etc.


    Grüsse
    TRPietro

  • TRPietro
    Bei Sätzen wie "da gibt es nichts zu diskutieren" oder "Eltern müssen ...Entscheidungen des Trainer kommentarlos akzeptieren" rollen sich mir die Fussnägel auf...Aus meiner Sicht sind Eltern Partner im Sport ihrer Kinder, die nicht einfach dumpf abgemeiert.werden wollen und sollen, wenn sie ein aus ihrer Sicht berechtigtes Anliegen haben. Es gab ja auch hier im Thread schon viele Hinweise von Günther und anderen, wie man Eltern überzeugen kann, ohne sich zu verbiegen.


    Grüße
    Oliver

  • TRPietro....ich kenne Dich forumsmäßig seit längerem und Du mich....ich denke wir schätzen uns, jeder auf seine Art.


    Ich denke, dass du über viel Erfahrung und jede Menge Fußballsachverstand verfügst...ich könnte von dir viel lernen.


    Eines zeichnet dich noch nicht aus: Diplomatie und liebe zum Menschen. Du scheinst geprägt von negativen Beispielen und deshalb kommst du nicht aus deiner Haut. Es hört sich fast so an, wie restlose Genervtheit, fast schon Hass und wenig Liebe. DAS hat Gründe!


    DAS AUS MEINEM MUND....als von jemandem, der von sich sagt, er sei auch ein schlechter Diplomat! Gibt Dir das nicht zu denken???


    Ich habe länger überlegt, ob ich das hier poste, ...es dir als private Mail schicke oder ganz darauf verzichte.


    P,S. Versuch mal auf Null zu stellen und versuche dich in die Lage des Gegenüber zu denken und dann jongliere und fahre wieder hoch. Ich denke, du siehst die Dinge dann anders ;)

  • @ Kicker


    Unbestritten ist, dass es sich bei der Trainer-Eltern-Kommunikation um eine asymetrische Kommunikation handelt, die als solche entsprechend betrachtet und bewertet werden muss. Wenn Eltern mit Trainern über ihre Kinder reden, dann kommt erschwerend hinzu, dass der Gesprächsgegenstand sich zunächst ebenfalls in einer unterlegenen Rolle befindet und auch selbst sprechen kann. Alle drei Beteiligten haben entsprechende Bedürfnisse und füllen eine bestimmte Rolle im jeweiligen Mannschaftsgefüge aus.


    Probleme treten besonders dann auf, wenn jemand aus seinem erwarteten Rollenverhalten hinaus tritt bzw. unausgesprochene oder sogar schriftlich formulierte Verhaltensgrenzen erkennbar überschreitet. Hierbei ist es fast unerheblich, ob der Trainer einen eher demokratischen oder eher autoritären Führungsstil pflegt.


    Jetzt stellt sich die Frage, wie man mit diesem Hinaustreten bzw. Übertreten als Trainer am geeignetsten umgehen sollte.


    Dazu sind die allgemeinen Standpunkte recht umstritten, sicher ist aber, dass man zunächst unter vier Augen und mit der Absonderungen von ICH-Botschaften eine Klärung zu erreichen versucht, sollte das jedoch nicht funktionieren, dann


    ................... ist die SCHEISSE AM DAMPFEN! :cursing:

    [b][color=#990000]"Absolvent der SOCCERDRILLS-ONLINE Kurse BASIS, Ki-Fu und JUGEND-FU."

  • mit der Absonderungen von ICH-Botschaften eine Klärung zu erreichen versucht, s


    ist hier dein Anspruchsdenken an die Trainer nicht etwas zu hoch. ?


    wer hat schon eine pädagogische Ausbildung oder für mich genauso wichtig eine Ausbildung in richtiger Gesprächsführung.


    wer kennt eigendlich schon die Auswirkungen, die eine Ich und eine Du - Botschaft haben?


    Und obwohl ich sie kenne, verfalle ich selbst immer wieder dazu.


    [i]Ich bin immer da und auch pünktlich, ich erwarte dass Du dann dein Kind auch regelmässig und pünktlich zum Training bringst
    [/i]


    vielleicht etwas überspitzt, aber in der Diskussion fällen schnell solche oder ähnliche Sätze, die dann natürlich beim Gesprächspartner auf Widerspruch stossen.


    den Satz:" Ich bin der Trainer, ich entscheide" (in Gedanken; was für dein Kind gut ist), mag zwar richtig sein, hat aber in der direkten Aussage gegenüber einem Elternteil, oder der Elternschaft direkt konfrontäre Auswirkungen.


    aber wie gesagt, für mich ist das Anspruchsdenken an die Trainer, auch hier von uns eigendlich gefordert, viel zu hoch. zumal es ja eigendlich für die meisten nur ein Hobby ist.


    gg

  • DAS AUS MEINEM MUND....als von jemandem, der von sich sagt, er sei auch ein schlechter Diplomat! Gibt Dir das nicht zu denken???


    P,S. Versuch mal auf Null zu stellen und versuche dich in die Lage des Gegenüber zu denken und dann jongliere und fahre wieder hoch. Ich denke, du siehst die Dinge dann anders ;)


    Andre, stimmt,bin auch etwas überrascht,


    aus früheren Beiträgen hatte ich den Eindruck, dass du eher zur anderen Richtung, der der härteren Tour wie TRPietro neigst.
    hatte ich das falsch interpretiert oder ist das eine Weiterentwicklung (von dir ja auch immer wieder gefordert)


    in der Sache bin ich eindeutig deiner Meinung.


    gg

  • @ guenter



    neeeeeeeeeeee ................. das mit den ICH-Botschaften geht etwas anders. Man spricht davon, wie man selbst unter etwas leidet, dass man selbst mit etwas Probleme hat. Man sendet ICH-Botschaften aus.


    Beispiel: Ein E-Jugendlicher verletzt einen anderen fast vorsätzlich. Dann nimmt sich den Täter und spricht von der eigenen Verantwortung des Trainers, von seiner eigenen Enttäuschung und Traurigkeit als Trainer darüber ..................... und bölkt das Kind nicht nur mit Vorwürfen an.


    Es gilt allerdings die Bedingung, dass man als Trainer akzeptiert sein muss, ansonsten nützen die ICH-Botschaften herzlich wenig, da freuen sich die E-Jugendlichen über die Traurigkeit des Trainers nur.

    [b][color=#990000]"Absolvent der SOCCERDRILLS-ONLINE Kurse BASIS, Ki-Fu und JUGEND-FU."

  • @GC


    doch, doch


    wir liegen beide richtig.


    ich hab die negative Ich-Botschaft angesprochen, die von dir geforderte Absonderung der Ich-Botschaft, hab ich als Vermeidung bzw. aussondern aufgefasst.



    deine letzte Kommentierung, geht da in eine andere Richtung, die darauf bezogen natürlich vollkommen richtig ist.


    also nicht neneneeee oder doch, doch


    beides ist richtig, behandelt nur eine andere Thematik.


    gg

  • Also dann gehen wir mal auf 0.


    Wie würde ich reagieren, wenn in der Halbzeit ein Vater zu mir kommt und mich mit dem "raus nehmen" des Kindes bedroht?
    Dabei bin ich auf 7000, konzentriere mich und mache mir Ueberlegung über mein Team und wie ich diese am Besten wieder motivieren kann.
    Nun ich weiss, dass ich eine emotionale Person bin... und dass wissen die Eltern auch; Andre soll ich Dich anlügen und sagen, dass ich mich in so einer Situation, ganz sachlich und ruhig benehmen würde? Ich weiss, dass ich nicht dazu fähig währe... OK... je nach Laune und Tagesform (spielt ja bestimmt auch eine Rolle).


    Ich habe zum Glück ein guten Draht zu den Eltern. Diese sind zum Glück im Gegensatz zu den hier geschilderten Eltern mit abstand schläuer, weil sich diese NIE nach und noch weniger während einem Spiel mit dem Trainer überhaupt nur diskutieren würde. Vermutlich weil diese eben ein höheres IQ haben.
    Auch ich habe Diskussionen mit Eltern, jedoch kommen diese meistens nach den Trainings. Dann hat man eben ZEIT. Dann kann ich auch eher unemotional agieren und somit mögliche Probleme eher sachlich und überlegter angehen können (genau Gestern gab es so einen Fall und alle sind nun glücklich... aber eben... wir müssen ja auf ALLE achten).


    Andre
    Ja, ich habe negative Erfahrungen gemacht. Etwas sehr ähliches und da wollte ich trotz Emotionen eben diskutieren. Resultat unbefriedigend. Darum diskutiere ich gar nicht. Ich kann und will nicht während und nach den Spielen diskutieren. Es ist einfach ein schlechter Zeitpunkt. Zum Glück sind solche Probleme eher ausnahmen weil es zum Glück nur wenige solch bedeppten Eltern gibt.


    Daher bin ich weiterhin der Meinung, dass während und nach dem Spiel nicht diskutiert werden soll. Meine Eltern haben diese Auflage sogar als Regel erhalten. Beim Brief schrieb ich ganz diplomatisch und bittete um Verständnis. Diese respektieren das und Probleme gibts keine. Bin auch kein Elternfresser und hasse diese auch nicht. Hatte entsprechend auch nur wenige Probleme (eigentlich nur eins... dieses hat aber geprägt).


    In diesem spezifischen Fall hätte ich aber höchst wahrscheinlich eine Trennung provoziert, denn bedrohen kann man mich nicht, dies hätte mich so ziemlich sauer gemacht. Da ist man schneller raus als man denkt.
    Nehmen wir an, ich währe aber cool geblieben. Der Vater währe mir danach tot sicher ein Dorn im Auge, das heisst, dass ich diesen nach dem Training an einem Gespräch eingeladen hätte. Da hätte ich den Entscheid vermutlich auch geklärt aber auch ganz konsequent mitgeteilt, dass ich weitere Ausschreitungen während dem Spiel nicht mehr tollerieren würde.


    Leider akzeptiere ich nicht alles. Als Trainer muss man korrekt aber auch konsequent sein. Bedrohungen müssen mit Konsequenzen geahndet werden. Das geht nicht. Weitere Probleme könnten mit solche Eltern vorprogrammiert sein.


    Grüsse
    TRPietro

  • TRPietro,


    ich habe nach deinem letzten Posting den Eindruck, dass wir -Günter und ich, sowie Du- aneinander vorbei diskutieren.


    Wenn es Dir -im Bezug auf deine Reaktion auf Eltern- wegen der Elternsprache während des Spiels geht, bin ich näher bei Dir....


    Deine vorherigen Postings ließen bei mir den Eindruck entstehen, dass du grundsätzlich eine Anti-Elternstimmung hast und entsprechend grundsätzlich grantig bis unantasbar -ala Magat- mit ihnen umgehst.


    NUR bezogen auf das Beispiel....Vater droht...während des Spiels....da würde ich je nachdem wieviel Stunden Schlaf ich hatte...unterschiedlich reagieren...von bis halt.


    Grundsätzlich ist meine Ansage aber....Eltern gehören zur Mannschaft, sie sind nicht meine Feinde und mit mir kann man reden. Gruß

  • Andre


    Wie Du bemerkt hast, hatte ich mich ausschliesslich zum Fall geäussert.
    Ich habe geschrieben, wie ich mich in diesem Fallbeispiel benommen hätte resp. "vermutlich" benommen hätte.
    Dabei habe ich mein Unverständnis betreffend Verhalten des Vaters kommuniziert.


    Auf jeden Fall denke ich, dass man grundsätzlich durch Elternabend und Gespräche mit diesen versuchen sollte einen guten Draht zu haben.
    Leider gibts aber auch Fälle wie hier und da reagiert man vermutlich nicht immer so diplomatisch und ruhig wie man es am liebsten gerne haben möchte.


    Bin kein Elternfresser und ich sehe diese auch nicht als Feinde sondern als Mitglieder. Ich hätte gerne, wenn sich auch Eltern gewisser anderer Junioren sich mal blicken lassen würden. Leider habe ich auch viele Eltern die Ihre Kids einfach parkieren und dann verschwinden. Das mag ich dann auch nicht. Das ist nämlich die andere extreme Seite.


    Grüsse
    TRPietro