@Kicker...ich würde deinen Beitrag so unterschreiben. Die Eltern sind eine Macht im Rücken und das ist nicht zu verkennen! Wer hier als Trainer meint, den Magat raushängen lassen zu müssen, der wird sich bald im Beiboot wiederfinden und rudern. Ich kann jeden genervten hier gut verstehen....aber wer das nicht verstanden hat oder nicht versteht damit richtig umzugehen....der wird langfristig Schiffbruch erleiden, weil ständige Beschwerden und ständiger Ärger nicht nur bei dir nervlich die Säge antreibt, sondern auch bei anderen Vereinsverantwortlichen. Das geht meist eine Zeit gut und dann sagt es Peng. Bleibt die Frage ob das nötig und sinnvoll ist und ob es da nicht andere Lösungen gibt. Ich muß mich nicht verbiegen, aber diplomatisch vorgehen....einen kunstvollen Haken schlagen und dann trotzdem die Zielgrade ansteuern...finde ich viel besser, wenngleich mir das auch schwer fällt....gerade mir!
In der kommenden Saison führe ich eine D 1. Ich werde zu Beginn einen Infoabend durchführen, wo ich den Eltern erklären werde, wie ich ticke und warum ich wie ticke. Ich habe hier das Glück, dass der Verein auf sein Konzept eine Philosophie schriftlich fixiert hat. Die Info hieraus ist dem Ausbildungskonzept des Dfb stark angeglichen. Mein Kernaussagen sind....kein Motzen vom Rand, Rotation innerhalb der Positionen möglich....jeder spielt.....und gaaaannnnnzzzzz wichtig....ich bilde nach Ausbildungsthemen für die Altersgruppe aus....und auch....ich bewerte das Spielverhalten des Einzelnen und der Gruppe (nicht der Mannschaft im Bereich der D) nur an den Aubildungszielen. Darüber hinaus werde ich mitteilen, dass wir nicht mehr auf Manndeckung spielen werden und auch erklären, was das bedeutet.
Ich habe nun einen Elternabend als übernehmender Trainer im laufenden Jahr vollzogen und ich muß sagen, dass da durchaus auch Gegenwind kommt. Wenn entsprechend eine aufgebrachte Mutter handfest argumentiert und dabei leicht unfachmännisch in ungeahnte Kerben haut....das muß man erstmal vor der Gruppe jonglieren....so einfach ist das nicht. Dazu gehört innere Ruhe, diplomatie, etwas Retorik, soziale Kompetenz und der innere Wille. Das ganze führt zu Überzeugungskraft. Wenn es hier mangelt....kann das auch schwer in die Hose gehen, ...denke ich.
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Die Eltern wollen, unabhängig von deren Fussball-Fachkenntnisssen ernst genommen werden! Es bringt allerdings wenig, sich generell auf Trainer-Fachebene Diskussionen zu führen. Denn, wenn schon 10 Trainer zu 11 unterschiedlichen Meinungen kommen, warum sollte nicht auch eine ziellose Diskussion zwischen Eltern und Trainern entbrennen.
Deshalb bin ich froh, dass ich mich auf das Vereinskonzept zurückziehen kann. Dieses deckt sich mehr oder minder mit meiner Denke...es schützt mich und meine Worte und Denke. Andererseits möchte ich Dir wiedersprechen, denn ich glaube, dass Fußball ganz einfach ist und man auf der Ebene des Breitensports den Eltern ruhig mal die Augen öffnen sollte durch ein gewisses Maß an Input. Sie sollen wissen, warum man mindestens bis zur E rotieren lassen sollte incl. Torwart, warum jeder spielen darf, was die Ziele der Altersgruppe sind, warum man den Joystick eingepackt lassen muß (Bolzplatzkrähe). Das sollten sie wissen und es reicht, wenn zwei oder drei es verstehen und sich damit anfreunden können. Genau diese zwei oder drei sind es, die mir vorraussichtlich dann den Rücken stärken werden, so das die Diskussion erst gar nicht an micht heranrückt. Die stehen beieinander während des Spiels und diskutieren untereinander, ...so kenne ich das.
Zudem -Ausnahmen bestätigen die Regel- mag ich fragen der Eltern, die gern wissen wollen, warum etwas so und nicht anders ablief. Ich erkläre das gern!...allerdings nicht während des Spiels...versteht sich!
Wenn mehrere Eltern wiederholt während des Spiels Einfluss nehmen, muss man das in einem Elternabend klären
Diesen Satz habe ich herausgepickt, um nochmals die Empfehlung auszusprechen....einen Elternabend dort wo es los geht zu praktizieren. Übrigens gilt das auch für die Spieler. Die bekommen von mir auch gesagt, wofür ich stehe und warum ich was wie mache.
Gewisse Sachen sind von den Eltern einfach zu akzeptieren.
Das kanns doch nicht sein, dass man bald einen Elternbetreuer nebst Trainer und Co-Trainer braucht?!
Wir sind hier für die Junioren und nicht für die Eltern.
Das ist für mich teilweise richtig. Teilweise, weil es für mich wichtig ist, dass die Eltern einen gewissen Wissensstand haben der es ihnen ermöglicht, mein Tun zu verstehen. Damit habe ich mehr oder minder Ruhe. Wenn sie dann keine Ruhe geben, weil sie sich damit nicht anfreunden können, würde ich abschließend mit mir kurz ins Gericht gehen und prüfen, ob sie recht oder unrecht haben. Sollte ich danach kein Entgegenkommen meinerseits erkennen.....bin ich dann auf deiner Seite....dann hätten sie die Möglichkeit, ihr Kind woanders anmelden oder spielen zu lassen.....aber erst dann! Gruß
