DIe Schachuhr

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  • Ansonsten haben die Kinder/Jugendlichen zwar Spaß, aber das Ziel der Übung wird verfehlt und führt unweigerlich zu Zeitverschwendung


    Also, wenn die Kinder und Jugendlichen Fußballer Spass an der Übung haben würde ich dies nicht pauschal als Zeitverschwendung deklarieren.


    Ansonsten eine sehr interessante Diskussion, die ich mit einigem Vergnügen mitlese.


    So ganz unrecht hat Germancoach aber nicht, dass es bei solchen Übungen nicht unbedingt immer einen (Tor-) Abschluss geben muss. Der "Drang zum Tor", wie Dobrin es schreibt, ist eben nicht gefordert in dieser Übung, ebenso wenig wie in zig anderen Trainingseinheiten. Dafür fördert man etliche andere Dinge: Pass- und Kombinationsspiel, Freiräume erkennen, lernen, Passwege zuzumachen, Pressing etc.


    Aber natürlich muss der Trainer all dies abfordern, gerade dann, wenn ein paar Schlaumeier die Übungs so interpretieren, mit dem Ball langsam zur Eckfahne zu traben, damit die Zeit der anderen runterläuft.

  • Interessanter Beitrag, Dobrin, aber teilweise schießt Du über's Ziel hinaus IMHO:

    • Im Breitensport kann eine Übung niemals Spaß machen und gleichzeitig Zeitverschwendung sein. Denn da ist Spaß eines der vorrangigen Ziele. Das mag im Leistungsbereich anders aussehen.
    • Gleiches gilt für die Gegenerbeobachtung. Ich werde einen Teufel tun und das Spielsystem meiner Gegner in der F-Jugend analysieren, geschweige denn da sogar das Training darauf abstimmen. Bei leistungsorientierten C-, B- oder A-Jugenden ok, aber in der Kreisklasse? Ich freue mich auch über jeden Gegner, der uns studiert und wir dann eine Woche später komplett durchrotiert haben :) .

    Ansonsten danke für Deine interessanten Ausführungen!


    Grüße
    Oliver

    Hallo Oliver,


    was den Spaßfaktor angeht hast du sicherlich Recht, wir sind uns einig. Es taucht aber auch gleichzeitig die Behauptung, eine bestimmte Übung sei gut, weil sie bestimmte Dinge verbessert. Nur in diesem Fall bringe ich das mit der Aussage der Zeitverschwendung in Verbindung. Anders gesagt, aus Spaßgründen ist es sichrlich keine Zeitverschwendung, wenn man aber einen bestimmten Zweck verfolgt, dann kann es anders aussehen. Die Taktik in der F- oder E-Jugend macht eigentlich keinen Sinn, aber wenn man dennoch darauf besteht und die Spieler einen entsprechenden brauchbaren Stand der Technik aufweisen, dann können gewisse Elemente eingebaut werden.


    Bisher habe ich vorgeschlagenen Übungen hier nicht wirklich aufmerksam betrachtet, das ergibt nur zufällig die letzte Diskussion hier. Ich habe auch noch nicht alles gesagt, deshalb auch die nachfolgende Analyse. Es geht um den Link im Beitrag nr. 15, das möchte ich gerne noch ein Mal betrachten:


    Eine Übung, die etwas in dieser Form zeigt ist in der Minute 10:33 zu sehen.


    http://sportsbrand.tv/football-for-kids-by-jose-mourinho/



    Zur Erinnerung, es handelt sich um die besagte Übung nr. 2, die auch in diesem Forum in abgewandelter Form eingesetzt wird (Junioren Mourinhos Pressing Drill (U11 und vor allem älter)).
    Meiner Meinung nach sind die Leute hier auf dem besten Wege einen Fehler mit dieser Abwandlung zu begehen. Mourinho hat hier ein bestimmtes Ziel im Auge gehabt, nur es fehlen die Details in Form einer umfangreichen Erklärung. In seiner Übung hat er 4 Farben eingebaut. Das war nicht zufällig, da eine Gruppe, die gerade den Ball besitzt 3 Möglichkeiten haben wird:
    1) seitliche Spielverlagerung (entsprechende Farben spielen zusammen)
    2) Linie
    3) Diagonal + Mitte
    Mourinho wird sicher die Farben nicht beliebig mischen, sondern so dass die Ballführenden auf Kommando eine der 3 Varianten wählen werden, entsprechend der Möglichkeiten, die sich auch im konkretten Spiel ergeben und zwar aufgrund der Position der Gegner im Spiel. Schlauerweise erklärt Mourinho das Thema nicht vollständig, ganz einfach aus know how Gründen. Was wird passieren? Die Spieler kommen langsam darauf, welche Farben als nächste aufgerufen werden und verstehen auch warum. Sie werden antizipieren, welche Vorteile zum Beispiel eine Spielverlagerung bringt.
    Wenn ein Trainer diese Übung nun übernimmt und die Partnerfarben ohne Kozept per Kommando ändert, dann liefert das ein Durcheinander.
    In diesem Forum wurde diese Übung sogar abgewandelt und auf 3 Farben reduziert. Ein Mannscahft wird ständig in Unterzahl spielen, was aber nicht dem eigentlichen Zweck der Übung entspricht. Abgesehen davon lernen die Jungs bestenfalls nur das seitliche Spiel, da aus der Sicht jeder Farbe die anderen zwei eben bestenfalls seitlich positioniert werden. Ich sage dazu bestenfalls, da ein weiteres Detail aus der Übung auch gänzlich fehlt: wer läuft wohin? Ohne diese Kenntnis ergibt dies wiederum ein Durcheinander.
    Ich hoffe, das ist einigermasen verständlich.

  • Mourinho hat hier ein bestimmtes Ziel im Auge gehabt, nur es fehlen die Details in Form einer umfangreichen Erklärung. In seiner Übung hat er 4 Farben eingebaut. Das war nicht zufällig, da eine Gruppe, die gerade den Ball besitzt 3 Möglichkeiten haben wird:
    1) seitliche Spielverlagerung (entsprechende Farben spielen zusammen)
    2) Linie
    3) Diagonal + Mitte
    Mourinho wird sicher die Farben nicht beliebig mischen, sondern so dass die Ballführenden auf Kommando eine der 3 Varianten wählen werden, entsprechend der Möglichkeiten, die sich auch im konkretten Spiel ergeben und zwar aufgrund der Position der Gegner im Spiel.


    Vielleicht verstehe ich dich nicht richtig, aber hieße das nicht, dass sich die vier Farben kaum vermischen dürfen, damit das von dir vermutete Ziel erreicht wird. Die Tricksequenz bei 13:11 sieht jedoch ziemlich durchmischt aus.


    Schlauerweise erklärt Mourinho das Thema nicht vollständig, ganz einfach aus know how Gründen. Was wird passieren? Die Spieler kommen langsam darauf, welche Farben als nächste aufgerufen werden und verstehen auch warum. Sie werden antizipieren, welche Vorteile zum Beispiel eine Spielverlagerung bringt.


    Hier kann ich dir nicht folgen. So wie er es erklärt, spielen doch immer die Spieler zweier Farben zusammen auf Ballhalten. Zusätzlich stehen außerhalb des Felds Torhüter als neutrale bzw. mit dem jeweiligen Ballbesitzer alliierte Anspielstationen zur Verfügung. Und er wechselt alle ca. zwei Minuten die Farbkombinationen, um das statische Element der Grundübung zu durchbrechen und, wie er sagt, die Spieler zur Kommunikation zu bringen. Ich sehe da keinen Ansatz dazu, dass die Spieler erahnen sollen, mit wem sie gleich zusammen spielen werden, sondern sie sollen meiner Meinung nach wach und aufmerksam bleiben, damit sie stets wissen, mit wem sie genau jetzt zusammen spielen.


    Wenn ein Trainer diese Übung nun übernimmt und die Partnerfarben ohne Kozept per Kommando ändert, dann liefert das ein Durcheinander.


    Hmm, also zwischendrin ruft er doch sogar einem Spieler zu, er habe eben seinen Mannschaftskameraden angegriffen. Offenbar gibt es bei ihm bzw. seinen Spielern also durchaus auch eine gewisse Verwirrung.


    In diesem Forum wurde diese Übung sogar abgewandelt und auf 3 Farben reduziert. Ein Mannscahft wird ständig in Unterzahl spielen, was aber nicht dem eigentlichen Zweck der Übung entspricht. Abgesehen davon lernen die Jungs bestenfalls nur das seitliche Spiel, da aus der Sicht jeder Farbe die anderen zwei eben bestenfalls seitlich positioniert werden. Ich sage dazu bestenfalls, da ein weiteres Detail aus der Übung auch gänzlich fehlt: wer läuft wohin? Ohne diese Kenntnis ergibt dies wiederum ein Durcheinander.
    Ich hoffe, das ist einigermasen verständlich.


    Ich würde den individualtaktischen Sinn der Übung eher im Anbieten und Freilaufen sehen. Sie ist nicht sonderlich spielnah, da es keine Angriffsrichtung und somit eine bevorzugte Richtung, in die der Ball getrieben werden sollte, gibt. Aber es werden durchaus einige technische und auch individual- und gruppentaktische Bereiche geschult.

    "Be yourself; everybody else is already taken." (Oscar Wilde)

  • tobn


    In diesem Video sind nur momentane Aufnahmen zu sehen. Wie der Trainer das Spiel moderiert, wird hier nicht gezeigt. Wie ich schon sagte, Mourinho beabsichtigt nicht, sich in die Karten schauen zu lassen. In der Minute 12:44 ist die Ansage Grün mit Gelb. Danach geht es mit der Erklärung los und in der Überschrift in der Minute 12:57 steht Grün+Blau vs. Gelb+Orange. Kurz danach ändert sich die Animation auf die ursprüngliche Ansage Grün+Gelb. Wie ich schon sagte, jeder schaut zu und glaubt es verstanden zu haben. Die Details gibt er nicht her. Eine schöne Verwirrungstaktik mit Absicht dahinter!
    Und nein die Farben vermischen sich nicht beliebig. Keiner läuft beliebig und quer über das Feld. Ganze Blöcke verschieben hin und her ;)

  • @ Dobrin


    Ich staune immer noch, wie du von einer einzigen, singulären Übung den Weg zu einer generellen Diskussion über Trainerphilosophien, spezielle spanische, gefunden hast. :D
    Ich habe doch nur eine nette Übung gepostet, die ich von einem Trainer mit Fußballlehrer-Lizenz bekommen habe. ^^



    Vielleicht verrät Mourinho in seinem Video nur die Hälfte.


    Dein Englisch scheint gut zu sein, hier kannst du in 26 Schritten auf Englisch und Katalanisch nachlesen, welche Trainings- und Spielphilosophie genau dahinter steckt:


    http://thinkingaboutfootball.b…com/search/label/FOOTBALL

    [b][color=#990000]"Absolvent der SOCCERDRILLS-ONLINE Kurse BASIS, Ki-Fu und JUGEND-FU."

  • Sprich die DVD ist (aus deiner Sicht) wertlos? Oder ist nur die DVD wertvoll und der Teaser-Film nicht? Kennst du die DVD oder sind deine Mutmaßungen eher spekulativer Natur (das kann durchaus auf Erfahrung oder anderweitige höherer Einsichten beruhen)?

    "Be yourself; everybody else is already taken." (Oscar Wilde)

  • Dobrin


    Dir gefällt die Übung nicht, dir gefällt Mourinhos Video nicht wirklich, du magst den "Ballbesitzstil" mitsamt den nötigen, dazugehörigen Übungen nicht. Das ist dein gutes Recht.


    Ich denke, damit sollten wir es dann auch belassen.

    [b][color=#990000]"Absolvent der SOCCERDRILLS-ONLINE Kurse BASIS, Ki-Fu und JUGEND-FU."

  • Dobrin


    Dir gefällt die Übung nicht, dir gefällt Mourinhos Video nicht wirklich, du magst den "Ballbesitzstil" mitsamt den nötigen, dazugehörigen Übungen nicht. Das ist dein gutes Recht.


    Ich denke, damit sollten wir es dann auch belassen.

    Das ist doch kindisch, findest du nicht?

  • Wenn man diese Übung in die einzelnen Teilaspekte zerlegt, was trainiere ich hier?!
    Natürlich ist das große ganze erstmal Ballbesitz - da stimme ich überein, aber zerlege ich den Ballbesitz in einzelne Teile traniere ich unter erhöhtem Gegnerdruck die elementaren Fußballtechnicken unter gleichzeitigem Zeitdruck sowie unter Wettkampfbedinungen.


    - Ballan- und Ballmitnahme unter höchstem Zeit- und Gegnerdruck
    - sauberes Passspiel in schnell wechselnden Spielsituationen
    - 1 v 1 Skills - (Abschirmen des Balls, aktives lösen von 1 v 1 Situationen auf engem Raum)
    - Spielübersicht
    - Kommunikation
    - verschiedene Variationen der Spieleröffnen (Andribbeln - dann je nach Spielsituation 1v1 Situation oder Pass oder Richtungswechseln (Cut) und abspiel um neu aufzubauen)


    Die Mannschaft ohne Ballbesitz trainiert dabei gezielt jegliche Pressingsituationen und erlernt so den Vorteil von Überzahlspiel in Ballnähe!


    Das ganze könnte ich mir als Variation noch so vorstellen, das jede Mannschaft ein eigenes Feld in welchem "nur" der Ballbesitz des Gegners runter zählt, somit hätte ich als zusätzliches Element noch das Umschaltspiel nach Ballgewinn/Ballverlust und würde automatisch den tödlichen Pass mittrainieren druch einfachste Provokationsregeln (Erster Pass in die eigene Hälfte)


    Eine sensationelle Übung, wenngleich ich das ganze nicht mit Stoppuhr mache, sondern prinzipiell 5 Minuten auf Ball halten spiele.


    Grüße
    Zodiak

    „Erfolg ist ein Geschenk – eingepackt in harte Arbeit." (Ernst Ferstl)

  • Zodiak


    das erinnert mich an die Geschichte "Des Kaisers neue Kleider" von Andersen. Jeder sieht die nicht existierenden Kleider, die neu sind, versteht sich. Auch in diesem Fall ist nichts, aber gar nichts zu sehen. Das einzige Element hier ist die Schachuhr.
    Als Argumente werden die spanischen Methoden, Mourinho ein Forum und ein elend langes Blog in einer "filigranen" Ausarbeitung genannt. Das alles hat mit dieser Schachuhr nichts zu tun. Leute kommt runter zum Boden der Tatsachen wieder!

  • Zodiak


    das erinnert mich an die Geschichte "Des Kaisers neue Kleider" von Andersen. Jeder sieht die nicht existierenden Kleider, die neu sind, versteht sich. Auch in diesem Fall ist nichts, aber gar nichts zu sehen. Das einzige Element hier ist die Schachuhr.
    Als Argumente werden die spanischen Methoden, Mourinho ein Forum und ein elend langes Blog in einer "filigranen" Ausarbeitung genannt. Das alles hat mit dieser Schachuhr nichts zu tun. Leute kommt runter zum Boden der Tatsachen wieder!


    Genau das ist der Grund, warum ich nicht auf eure Diskussion eingestiegen bin, sondern auf die Übung - und diese ist so wie sie beschrieben ist, in meinen Augen exzellent für alle Altersstufen.
    Durch viele Variationen und Provokationsregeln lässt sich der Schwierigkeitsgrad verstärken!
    Die genannten technischen Belange werden hierbei trainiert oder siehst du das anders?


    Und es geht doch nicht darum hier etwas neues zu "erfinden" sondern lediglich darum eine weitere Übung für das Repertoire eines Trainers vorzustellen.


    Diese Spielform eignet sich zudem als Aufwärmübung, sowie als Spielform zum Abschluß.


    Das Feedback der Spieler auf diese Übung war bisher durch die Bank weg überaus positiv! Für mich ist lediglich die Variation mit Stoppuhr neu, die eine andere Art von Wettkampfcharakter in diese Übung bringt!


    Grüße
    Zodiak

    „Erfolg ist ein Geschenk – eingepackt in harte Arbeit." (Ernst Ferstl)

  • Zodiak


    Viel mehr lässt sich über diese sog. Übung nicht sagen. Im Spiel kommen immer technische Elemente vor, die aber wiederum durch andere Übungen jeweils spezifisch trainiert werden.
    Es wurde hier auch nicht erwähnt, glaube ich, dass speziell diese oder eine andere Übung etwas neues sein muss oder auch nicht. Was ich durch die Kleider des Kaisers gemeint habe, zielte nicht speziell auf die Eigenschaft der Neuheit an sich, sondern eher auf die Tatsache, dass es da gar nichts zu sehen gibt.


    Es mag sein, dass die Spieler diese Schachuhr als reizend empfinden, aber das ist kein Qualitätssiegel. Letztenendes ist es Sache des Trainers, die Defizite zu erkennen und zu beheben. Das kann doch der Spieler nicht entscheiden

  • Du hast natürlich Recht Dobrin, aber sind nicht gerade diese zusätzlichen Reize durch eine Stoppuhr etc. das was das Training abwechslungsreich und spannend macht?!
    Natürlich kann ich die von mir genannten auch spezifisch trainieren - sicherlich auch unter Wettkampfbedingungen, aber die Frage die sich mir stellt, ist ganz einfach die nach dem Spaßfaktor für die Kinder/Jugendlichen, welcher gerade im Breitensport einen enormen Stellenwert hat.


    Die Stoppuhr ist wie eingangs von mir erwähnt für mich nur eine weitere Variation einer mir schon bekannten Spielform.


    Das Qualitätssiegel ist für mich bei dieser Übung die einfach Organisation, aber zugleich die Komplexität sowie das Variantenreichtum. Die Stoppuhr ist lediglich eine dieser Variationen.


    Es ist doch egal was ich trainiere immer Sache des Trainers Fehler im Ablauf oder in der Technik zu sehen/zu verbessern.


    Hast du diese Übung ob mit oder ohne Stoppuhr schonmal mit einer Mannschaft durchgeführt?!


    Grüße
    Zodiak

    „Erfolg ist ein Geschenk – eingepackt in harte Arbeit." (Ernst Ferstl)

  • Das ist doch kindisch, findest du nicht?



    Nein. Es ist doch ganz einfach:


    Leute wie Zodiak und ich sehen Dinge in dieser Übung: Interessantes, Anregendes, Lehrreiches, Abwechslungsreiches, Spanisch-orientiertes etc.


    Leute wie du sehen nichts, lediglich "des Kaisers" neue Kleider. Sie lehnen die Übung ab.



    Damit ist hier alles gesagt und der Thread zumindest für für mich - closed -.

    [b][color=#990000]"Absolvent der SOCCERDRILLS-ONLINE Kurse BASIS, Ki-Fu und JUGEND-FU."


  • Du kommst zu den falschen Rückschlüssen. Selbstverständlich gefallen mir die Übungen von Murinho und ich verate dir etwas: einige davon, weitere ähnliche und auch viele anderen zu unterschiedlichen Zwecken habe ich seit meiner Kindheit viele Jahre auf meiner eigenen Haut "experimentiert". Auch der Ballbesitz ist ein Thema für sich, was aber nicht durch die Übung mit der Schachuhr erzwungen wird und das ist hier mein Einwand gewesen.
    Das hat genauso wenig mit "Spanisch-orientiertes" zu tun, wie bei einem, der nur "hola que tal" formulieren kann. Unter lehrreich verstehe ich leider ganz was anderes als die Aufforderung zum Kampf. Auch das Abwechselungsreiche daran erkenne ich persönlich nicht, was in der Übung nr. 2 von Mourinho gegeben ist.
    Ich habe nicht bezweckt, jemandem auf den Schlips zu treten, sondern einfach nur einen Hinweis loszulassen. Wie ich bereits sagte, es besteht selbstverständlich kein Zwang, diese Aussage zu verwenden, oder auch nicht


  • Bevor ich darauf antworte sollten wir abklären, ob die DVD haargenau die selben Inhalte hat, wie der Film in diesem Link. Das hatte ich zumindest so verstanden.


    Ich weiß es nicht, ich kenne die DVD nicht, und ich habe von dem Film nur die paar Minuten angeguckt, die du hervorgehoben hast. Meine Frage bezog sich nur auf deine Aussagen, die ich besser einordnen wollte.


    Der Film aus dem Link ist nett, informativ, aber wertlos.


    OK, dann bin ich jetzt schlauer, was deine Einschätzung anbelangt.


    Die Frage ist aber, ob du das kommentierte anders siehst und wenn ja warum.


    Ich gebe da erst mal gar kein Urteil ab. Erfahrene Trainer führen Spiele mit dem einzigen Ziel des Ballbesitzes durch, das stelle ich dann erst einmal nicht. Ich denke auch, dass sie durchaus Spieler voran bringen können, weil sie ihnen das Freilaufen und Anbieten vermitteln können. Ebenso trainiert man darin Passgenauigkeit und -timing, sowie individual- und gruppentaktisches Defensivverhalten. Dass es dabei keine Angriffsrichtung gibt, mag ein gewisser Nachteil sein, ich weiß aber nicht, ob das stets so schwer wiegt.

    "Be yourself; everybody else is already taken." (Oscar Wilde)

  • tobn


    ich möchte, dass du meine Einschätzung zum Film auch sehr gut verstehst. Die Aufnahmen sind sporadisch, zeigen bei dieser Übung nr. 2 kleine Zeitfenster zu beliebigen Zeitpunkten, die aus dem Gesamtkontext beliebig und nicht zusammenhängend von der Reihenfolge her herausgeschnitten wurden. Teilweise wurden die Aufnahmen in der Bodenhöhe gemacht, damit man die Positionen der Spieler nicht erkennt. Zusätzlich ist die Animation gut verschleiert und zur Verwirrung in der Angabe verdreht. Hier steckt einiges dahinter, was vorerst eingeübt wurde, damit die Übung funktioniert. Mourinho hat sicher jedem einzelnen seine Position und die Rolle erklärt, das tauch hier aber nicht auf.
    Das einzige was für einen unbeholfenen Betrachter daraus springt ist die grobe Info. Ohne Details ist sie aber wirklich wertlos. Werbung und Verkauf sind der einzige Zweck. Eines sollst du auch wissen: selbst bei öffentlichen Trainingseinheiten werden die Details vor dem Training in der Kabine besprochen. Auf dem Feld werden nur grobe Anweisungen erteilt.


    Ich habe auch nichts gegen Ballbesitz einzuwenden, nur dafür gibt es gestaffelt eine Reihe von Übungen mit steigerndem Schwierigkeitsgrad. Die einzelnen Teile kommen dann im Spiel zusammen. Alles was du hier erwähnst mit "Passgenauigkeit und -timing, sowie individual- und gruppentaktisches Defensivverhalten" sind eben die einzelnen Elemente, die gesondert durch einfache Übungen (Passgenauigkeit) bis hin durch die komplexen Übungen (Gruppentaktik) aufgebaut werden. Beim 11 gegen 11 werden dann die einzelnen Sachen zusammengefügt. Das macht sowohl Mourinho als auch jeder Trainer, der ein Konzept hat und wirklich etwas vom Fußball versteht.
    Ein Hinweis noch: dieser Zick-Zack-Pass in dem Film am Ende beinhaltet Elemente, wie zum Beispiel Hinterlaufen, für die es im gesamten Film eigentlich keine Übungszuordnung gibt. Es wird einfach nur behauptet, das sei eine Applikation der Übung nr. 2 (Konzentration), über die wir auch im gesamten Verlauf reden und das ist eine glatte Lüge!

  • Ich bin grundsätzlich kein Fan von Ballbesitzspielen.


    1. Machen sie, meiner Meinung nach, keinen Spaß.
    2. Enden sie, zumindest im Breitenfussball, aufgrund der mangelnden Qualität oft in einem wirren hin und her Gebolze.
    3. Stehen Leistungsschwache Kinder meist nur rum und haben sehr wenig Ballkontakte.


    Für den Leistungsbereich eventuell geeignet, um alle möglichen Passtechniken sowie das Freilaufen unter Druck zu trainieren. Dabei sehe ich aber beim Spiel mit einem Ziel (Tore) keinen Unterschied und das Verteidigen wird hierbei auch geschult.

    "Fussball ist kein Menschenrecht, aber ein Grundnahrungsmittel." Marcel Reif

  • Ich bin grundsätzlich kein Fan von Ballbesitzspielen.


    1. Machen sie, meiner Meinung nach, keinen Spaß.
    2. Enden sie, zumindest im Breitenfussball, aufgrund der mangelnden Qualität oft in einem wirren hin und her Gebolze.
    3. Stehen Leistungsschwache Kinder meist nur rum und haben sehr wenig Ballkontakte.


    Für den Leistungsbereich eventuell geeignet, um alle möglichen Passtechniken sowie das Freilaufen unter Druck zu trainieren. Dabei sehe ich aber beim Spiel mit einem Ziel (Tore) keinen Unterschied und das Verteidigen wird hierbei auch geschult.


    wow - interessante Einstellung!


    zu 1. Geschmäcker sind verschieden ... aber meine Erfahrung ist, dass bisher alle meine Spieler total auf Ballbesitzspiele abgefahren sind
    zu 2. Totaler Quatsch - ich trainiere derzeit unterste Liga in Bayern - eine U19 bei denen technisch die Fähigkeiten eher limitiert sind - aber das Spiel sieht immer gut aus und gebolze gibts im begrenzten Raum nicht
    zu 3. auch diese Erfahrung teile ich nicht - es gibt dafür aber auch genug Provokationsregeln um genau das zu vermeiden.


    Das Verteidigen wir auch geschult, wenn du ohne Tore spielst, da Passwege und Räume auch geschickt zugestellt werden müssen, da der Gegner sonst unbegrenzt am Ball ist, abgesehen von Fehlpässen ;)


    Grüße
    Zodiak

    „Erfolg ist ein Geschenk – eingepackt in harte Arbeit." (Ernst Ferstl)