Ausbildung des Trainernachwuches

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  • Ich packe es mal einfach hier hinein.


    Ich möchte mal ein Thema ansprechen, dass hier meines Wissens nach noch diskutiert wurde. Wie geht ihr in euren Vereinen mit der Ausbildung des Trainernachwuchses um?
    Wir versuchen schon gezielt ab der C-Jugend Jugendliche dafür zu begeistern. Oftmals übernehmen sie dann den Job eines Co-Trainers bei einem der erfahrenen Trainer. Bei den Jüngsten sind das auch oft ältere Brüder, die die kleinen zum Training begleiten wenn Mama oder Papa nicht können. Man bindet sie direkt ein, anstatt sie 1,5 h dumm am Spielfeldrand herumstehen. Nun habe ich drei Co-Trainer die selber erst im Bereich C- und B-Jugend spielen.


    Gibt da paar interessante Beobachtungen. An der Seitenlinie hast du da schon ein paar kleine Mourinhos rumspringen wenn sie Verantwortung tragen. Da wird viel dirigiert, und was mich eher stört, viel inkonsistent dirigiert. Wenn ich in absolut ähnlichen Spielsituationen, einmal passen und einmal schießen rufe, kann dies für die Ausbildung der Kinder nicht zielführend sein. Darüber sind wir uns hier sicherlich alle einig.
    Sind super nette und intelligente Jungs, die ich tw auch schon selber mal trainiert hatte. Meine Frage ist einfach, wie binde ich sie am besten in den Trainings- und Spielbetrieb ein? Welche Grundtugenden oder auch Grundfähigkeiten sollte man versuchen Ihnen beizubringen?


    Ist für mich ein ziemlich wichtiger Punkt. Weil das was ich den Kindern beibringen kann, davon profitiert der aktuelle Jahrgang. Wenn die „angehenden“ Trainer aber etwas lernen und dabeibleiben, profitieren davon dann hoffentlich 30 Jahrgänge. Also ein klarer Multiplikatoreffekt.


    Habe dazu schon ein paar Überlegungen angestellt, mich würden aber eure Ideen oder auch Erfahrungen interessieren. Dazu sei angemerkt, wir haben in unserem Verein kein schriftliches Jugendkonzept. Aber alle Trainer sind sehr eng miteinander in Kontakt, und ich kann für jeden behaupten, dass es nicht grob gegen die Ausbildungsziele, wie sie z.B. vom DFB vorgeschlagen werden verstoßen. Was mich speziell interessieren würde, gibt es Vereine die ein gesondertes Trainerausbildungskonzept besitzen? Und falls ja, welche Punkte werden dort gezielt aufgegriffen?


    Mit freundlichen Grüßen
    Tirus

  • Einem Ballführenden sollte man niemals von der Seitenlinie Anweisungen erteilen. Weder passen, noch schießen.
    Der Spieler sollte sich ausschließlich auf seine Ballführung konzentrieren. Das ist schon mal die erste Regel. Die einzigen Anweisungen, die eigentlich Hinweise darstellen, sollen nur von seinen Mitspielern kommen (Zeit, Kommt = Hintermann, Ja = Pass, wohin zB. Linie, Hoch = Flanke)
    Anweisungen kommen von einer einzigen Person (nach Absprache Trainer oder von mir aus Co), sind kurz, präzise, namentlich zu erteilen und nur bzgl. Position/ausgemachter Laufwege und beim umschalten zwischen Angriff und Verteidigung

  • Dobrin, super.


    mal eine Antwort die ich hundertprozentig so unterschreiben kann ^^ . Wie ich bereits sagte, ist solches "Joystickverhalten" für mich nicht zielführend, Sprich die Kinder müssen selbst in die Lage versetzt werden ihre Entschiedungen korrekt und zielführend zu treffen. Wie ich aber auch bereits sagte, wird dies bereits angesprochen, bzw ist für mich keine Verhaltensweise die auf Dauer geduldet wird.


    Aber darum ging es hier auch nicht. Warum ich das Beispiel überhaupt anführe... Es gibt halt hier vermehrt Beschwerden über Trainer, die mal eben den Joystick am Spielfeldrand auspacken. Meine Beobachtung ist nun, dass dies (jugendliche) Trainer von ganz alleinetuen wenn sie im "Trainerjob" beginnen. Ich traue mir auch durchaus zu, sie argumentativ von der Sinnlosigkeit dieser Habndlung zu überzeugen. Interessant fände ich viel mehr, welche Verhaltensweisen sollen bei jungen angehenden Trainern gefödert werden? Welche Grundtugenden oder Grundfähigkeiten gehören vermittelt, und bedeutend interessanter aber auch schwieriger wie bewerkstelligen wir dies?


    mfg Tirus


    *Tante Edit meint gerade: Es handelt sich um eine F-Jugend. Und sie ist weiter der Ansicht das dort Spielzüge oder ausgefeilte taktische Anweisungen kein Ausbildungsthema, und somit auch nicht Inhalt eines Trainerkommentars sind.*

  • Der junge Trainer hat meistens das Problem der Anerkennung am Hals. In der Regel wird er von den Spielern provoziert, sei es zum direkten Vergleich oder einfach weil Kinder ein Problem mit Autoritätspersonen haben. Deshalb sollte der junge Trainer die Grenzen definieren und sie auch strikt einhalten. Macht er ein einziges Mal ein Kompromis, so wird er seine Regeln immer wieder brechen müssen. Er sollte niemals den Kumpel spielen, Abstand ist hier das höchste Gebot. Sehr wichtig: er soll niemals kritisieren, um dann gleich hinterher praktisch zu demonstrieren. Gelingt ihm das ein Mal nicht, so verliert er für immer den Anschluss. Vorsicht also, was Kritik angeht, am besten eine Zeit lang dies vollständig unterlassen, bis ein gewisses Vertrauen entsteht!


    Die Kommentare von der Seite sollten eigentlich unterlassen werden. Sehr wenige Anweisungen sind in Ordnung, aber wirklich sparsam. Lob dagegen ist niemals genug!
    Geduld ist eigentlich angesagt und, ja, in der F-Jugend sind Taktiken eigentlich kein Thema bis auf eine Ausnahme: die Mannschaft wurde vorselektiert, womit wir auch beim Thema Leistungssport wären. Ist aber nicht der Fall, oder?

  • Gängige Praxis ist doch wohl leider: Hauptsache einer macht es. Wie scheint dabei oftmals eher zweitrangig. Aus- und Fortbildung dito. In meinem Verein ist dies so und in der näheren Umgebung findet sich diesbezüglich kaum ein Verein, wo es anders aussieht. Daher kann ich dir nur "aus zweiter Hand" von einem Verein berichten, der seit Jahren konsequent ein Konzept verfolgt wie ich es mir auch in meinem Verein wünschen würde ( und ja: ich habe es dem Vorstand vorgeschlagen und bin gegen eine Wand gelaufen ). Dort gibt es einen Trainerkoordinator ( Inhaber einer B-Lizenz ). Der hat einzig und alleine die Aufgabe, die Jugendtrainer zu betreuen. Die Quote von Lizenzinhabern ist dort außergewöhnlich hoch. Mag Zufall sein, ich glaube dies eher nicht. Es ist jedoch keine Pflicht. Was dort jedoch Pflicht ist: Alle zwei oder drei Monate findet eine Jugendtrainerfortbildung statt. Oftmals wird hierzu auch ein Verbandstrainer eingeladen. Die Anzahl der Jugendmannschaften in diesem Verein spricht Bände!!


    Das Haupt"problem" von jüngeren Trainern hat Dobrin schon angesprochen. Mangelnde Akzeptanz aufgrund ihres Alters. Das gibt sich aus meiner Erfahrung aber im Laufe der Zeit. Seit froh, dass ihr diesen Nachwuchs habt. Den müsst ihr hegen und pflegen. Diese Jungs sind in der Regel noch voll im Spielbetrieb und wissen wovon sie reden. Daher zu deiner Frage um die richtige Ausbildung des Trainernachwuchses:




    Eingebettet in einem für alle geltenden, auf Nachhaltigkeit zielenden Konzept sind diese jungen Trainer die Säulen des Vereins. Ohne Konzept kann man nur hoffen, dass sie sich durch eigenes Engagement selber fortbilden. Das wiederum gilt aber für alle Altersstufen. Wenn ihr also untereinander einen guten, engen Kontakt habt, dann entwickelt ein solches Konzept und stellt es dem Vorstand vor.

  • Ein schönes Thema.


    Ich habe ja nun den Vergleich zwischen zwei Vereinen. Der eine im Breitensport...Familiensportbereich Fußball mit cirka 43 Mannschaften und dennoch -bis jüngst auf die erste Mannschaft Herren/Bezirksliga und die Damen/Regionalliga....ansonsten breit gestreut in der Kreisliga unterwegs.


    Da ist natürlich Trainerbedarf ohne ende.


    Was ich da erkannt habe ist, dass es zwei Lager der Verwantwortlichen gibt. Das eine Lager ist im Bereich der hinteren Mannschaften eher so gepolt, dass man - jeden nimmt - hauptsache einer macht es.


    Die erste Mannschaft wird meistens mit einem ausgebildeten nachweislich mit dem Prädikat "gut" bekannt ist bestückt.


    Die anderen Verantwortlichen kümmern sich aus mehr oder minder Eigeninitiative darum, dass der Nachwuchs mit einrückt. Da werden Spieler -meist ab der B- seltener darunter als Trainer einer hinteren Mannschaft angeworben. Diese Trainer erhalten Infomaterial, werden eingewiesen. Da es einmal die Woche im F Bereich ein Spieletraining für alle gibt, kommt es dort schonmal dazu, dass sie sehen, was wie warum so und nicht anders gemacht wird. Ferner gibt es sporadisch die Möglichkeit, an Trainerfortbildungen teilzunehmen. Diese Fortbildungen finden öfter als früher statt. Die Trainer dieser Mannschaften haben oftmals einen sehr engen und langandauernden Bezug zum Verein!


    Ferner gibt es hier ein Sportgymnasium. Auch von dort kommen junge Leute, die mal ein Jahr eine Mannschaft betreuen.


    Mein ältester Sohn ist 16, B Jugendspieler. Er macht das nun frisch mit einem A Jugendspieler. Im Hintergrund -und darauf wird auch wert gelegt- aggieren Eltern, wie auch hier. Diese wissen um den Trainermangel und sorgen dafür, dass die Jungtrainer zum Spiel kommen. Zudem übernimmt eine benannte Mutter den organisatorischen Bereich. Würde das so nicht stattfinden, gäbe es ein Caos...so die Erfahrung. Ich selber habe mich in diesem Fall als Ansprechpartner für Fragen zum Training und Trainingsablauf angeboten. In diesem Zusammenhang habe ich beiden Jungtrainern eine Checkliste geschrieben. Die war anscheinend so gut, dass bis Dato keine Fragen kamen. Mein Sohn erzählte mir neulich, wie und was sie beim Training gemacht haben. Ich erkannte, dass cirka 50 Prozent des Trainings nicht altersgerecht war. Entgegen meiner Natur ;)8) habe ich hierzu nichts gesagt und trotzdem erstmal gelobt. Später habe ich ihm eine alte Mappe mit ausgedruckten Trainings der Dfb.-Seite für die F und E geschenkt. Da blätterte er auch aufmerksam drin rum. Noch vor zwei Wochen interessierte ihn das nicht so...er machte das ihm bekannte Training.....jetzt fängt er halt an, zu denken.


    Nun kam das erste "Punktspiel" und man gewann nach langer Zeit -so die Eltern- 15:0. Euphorisch sagte er mir, dass sie beschlossen hätten, zunächst einen, dann zwei Spieler runter zu holen, weil man sehen wollte, was passierte. Als das Ergebnis über 10 lag, hätte man zwei weitere Spieler angewiesen, nicht mehr über die MIttellinie zu gehen....auf dem Kleinstfeld wohlgemerkt. Da kann man nun drüber streiten....jedoch fand ich, das das eine gaaaanz starke Leistung von den Trainern war, überhaupt an soetwas zu denken und es umzusetzen.


    Ich denke, der Verein....nee ...doch nicht Verein....sondern die eine besonders modern denkende Trainerin und ihre Meinungsschwestern und Brüder leisten hier ebenso gute Arbeit, denn sie haben es mit ihrer Vorgehensweise geschafft, dass diese jungen Leute nun "Blut" geleckt haben und...sie stehen nicht alleine da. Die lernen nun und werden sich trainerisch ganz langsam verbessern...ganz sicher.


    In dem anderen Verein -der weniger Mannschaften hat (cirka 28)- und dessen Leistungsteams -oftmals bestückt aus vielen Prozenten Fremdspielern ...hat nun wohl auch erkannt, dass die früher immer vorhandenen Jungaktivisten weggebrochen sind bzw. dieses drohte. Nun spielt man durch Abstiege ebenfalls etwas tiefer auf Bezirksligaebene und darunter. Der junge Vorstand wühlt nun auch auf modernste Weise unten im Minibereich, also dort wo man das Fundament hat, ...wo der Samen gestreut wird.


    Zudem wurde ein Konzept geschrieben, dessen Umsetzung man sich nicht nur wünscht, sondern die gefordert ist. Dieses neue Konzept -angelehnt an die Dfb-Philosophie- wurde in einem Gremium von aktiven Trainern ...auch Jungtrainern erstellt und es ist toll geworden.


    Man will die eigenen Mitglieder durch ein Gemeinschaftsgefühl, das leider etwas abhandengekommen war, hierüber wieder zusammen führen. Diese Philosophie trägt nun erkennbar gute Früchte. Genau wie im anderen Nachbarverein werden auch hier die Jungtrainer nun so gewonnen und begleitet. Ab Oktober wird im Vereinsheim die Ausbildung zum Trainer mit Lizenz C Breitensport angeboten. Das Angebot wird angenommen, der Lehrgang dürfte stattfinden. Es findet also Qualifizierung statt. Ich finde diese neue Denke spitze! Die die es initiert haben, haben erkannt, was die Uhr geschlagen hat!


    Ich poste das, damit ihr mal vergleichen könnt, was bei euch wie im Vergleich stattfindet und was vielleicht bei Euch besser ist oder wo ihr nachbessern könnt, soweit die Möglichkeit besteht. Gruß Andre ;)

  • Hallo,


    erstmal Danke für die interessanten Antworten. Konnte da einiges draus ziehen.

    Eingebettet in einem für alle geltenden, auf Nachhaltigkeit zielenden Konzept sind diese jungen Trainer die Säulen des Vereins. Ohne Konzept kann man nur hoffen, dass sie sich durch eigenes Engagement selber fortbilden. Das wiederum gilt aber für alle Altersstufen. Wenn ihr also untereinander einen guten, engen Kontakt habt, dann entwickelt ein solches Konzept und stellt es dem Vorstand vor.

    Ist durchaus ein Punkt den ich im Kopf habe. Ich habe mir mal ein paar Konzepte angeschaut die so im Internet abrufbar sind. Dabei ist mir folgendes aufgefallen. Da finden sich ganze Passagen teilweise komplett identisch in den meisten Konzepten wieder. Kann es sein, das da einfach gutlautende Formulierungen übernommen werden, einfach weils dann gut ausschaut oder klingt, anstatt sich genaue Gedanken zu machen? Also sprich Hauptsache man hat eins. Die wenigen originären Konzepte die ich fand, waren fast außschließlich von Vereinen, die wohl eher Leistungsorientiert Fußball betreiben.


    mfg Tirus

  • Ansonsten gibt es doch immernoch die Möglichkeit die Trainer zu verpflichten einen Trainerschein machen zu müssen.
    Wenn der Vorstand rausgeben würde das inenrhalb von einer bestimmten Zeit, jeder Trainer bis zur D-Junioren den Teamleiter machen muss würden sich viele Probleme erledigen.


    Dazu gibt es doch ebenso die Möglichkeit über die DFB Kurzschulungen die Trainer zu schulen. Ein verantwortlicher im Verein der sich um die Trainer
    in den bestimmten Jugenden kümmert wäre auch immer super.

  • Hallo,


    in Schleswig Holstein ist es PFLICHT, eine Kurzschulung zu haben. Diese muss JEDER Trainer, egal ob F jugend oder A Jugend, machen.Sie dauert 4 Stunden.


    Mit den Lizenzen ist das aber immer so eine Sache. Ich bin auch ein befürworter der Trainerlizenz, da man dort sehr viel lernt (habe C Lizenz Leistungsfussball angefangen, aber ,leider nach 3 Tagen abbrechen müssen, weil verletzt ) ABER:


    Ich finde gleichermassen auch, wenn ein Trainer seine Sache gut macht, soll er auch OHNE Lizenz Trainer sein dürfen.


    Was bringt es einem, wenn man zb einen Trainer mit C Lizenz hat, aber kein guter Trainer ist (Motivation, Trainingsgestaltung, uvw)? Nix.
    Im Gegenzug gibt es aber Trainer, die keine Lizenz haben, aber gutes Training anbieten können, die Kinder gut bei laune halten, oder einfach mit Fachwissen überzeugen können!


    Wer fähig ist, Trainer zu sein, sollte dies IMMER machen dürfen!

    Angriff ist die beste Verteidigung!

  • Meine Frage bezog sich jetzt weniger auf die Haupttrainer.


    Meine Frage war aber eine andere. Es geht nicht um die Haupttrainer, die sind bei uns recht qualifiziert möchte ich behaupten (vllt über 60% haben einen Schein, andere sind sehr lange Trainer, oder auch Schulsportlehrer etc). Mir ging es darum, wie ein Haupttrainer, Jugendliche die sich dafür interessieren als Co Trainer möglichst gut an den Trainerjob heranführen kann. An die Kurzzschulungen habe ich da noch gar nicht gedacht gehabt. Daher danke für den Hinweis.Einige andere Hinweise empfand ich auch sehr interessant, wie etwa einen Verantwortlichen der sich nur um die herangehenden Trainer kümmert, oder eine Ansprechperson ist.


    Also wenn hier noch jmd Anmerkungen in diese Richtung hat, würde ich mich darüber freuen.


    mfg Tirus

  • Mir ging es darum, wie ein Haupttrainer, Jugendliche die sich dafür interessieren als Co Trainer möglichst gut an den Trainerjob heranführen kann.

    Hallo,


    achso, dann habe ich mich etwas verlesen :)


    Wenn jemand Interesse hat, als Co-Trainer bei einer Mannschaft dabei zu sein, zu lernen, und später dann möglicherweise eine Mannschaft selber zu trainieren, kann er sich zb bei uns an die Jugendobfrau wenden.
    Diese gibt dir dann zb Auskunft, wo zb noch freie Stellen sind, wo man jemand noch gebrauchen könnte. Der weitere weg ist klar: Der Jugendliche, oder auch ein Elternteil, kommen zum Training und gucken sich das ganze mal an. sagt es ihm zu, und der Trainer der Mannschaft ist einverstanden, ist er Co Trainer.


    Die Kurzschulung ist da aber dann doch ein richtiges Argument für etwas sinnvolles aus meinem vorigen Post :)


    In dieser Kurschulung wird auch erklärt, wie man auf die Spieler zugeht, Training, Spiele usw.
    Daher ist es auch PFLICHT, in SH zumindest, als Haupttrainer (als Co meine ich nicht, weiss ich aber nicht 100% genau) diese Schulung, die JEDERZEIT im Verein durchgeführt werden kann, zu machen.

    Angriff ist die beste Verteidigung!

  • Man könnte doch auch in der Saison mal Tage einführen, bei denen interessierte Trainer eine Trainingseinheit mit Kindern oder Jugendliche durchführen können. An sich ein Tag für kommende Trainer ist eventuell eine Gute Idee. Es findet eine Art Trainerversammlung statt. Jeder Trainer erzählt ein wenig von seinen Aufgaben und anschließend geht es auf den Platz. Es wird eine Trainingseinheit von einem Haupttrainer gemacht und anschließend können die interessierten Übungen machen. Halt ein Schnuppertraining für Trainer.


    Als Co-Trainer daneben stehen und zugucken bringt denke ich kaum einen Reiz für Interessierte. Es geht immer übers selber machen.

  • Bei uns bin ich mit 25 Jahren der jüngste Trainer - das mit weitem Abstand!
    Hier hat die Vereins- und Abteilungsführung leider die letzten Jahre verschlafen.


    Bisher macht man aber auch keine anstalten an dieser Situation etwas zu ändern!


    Leider wird das für einen Jugendlichen der selbst aktiv ist heute immer mehr und so ist es schwer auch noch beim Training einer anderen Mannschaft mitzuwirken ...


    Grüße
    Zodiak

    „Erfolg ist ein Geschenk – eingepackt in harte Arbeit." (Ernst Ferstl)

  • Also das stellt sich bei uns ganz anders da. Da gehöre ich mit 25 schon zu den älteren Trainern. Da wird manch einer hier sicher lachen. Aber bei uns gibt es eher im unteren Bereich noch den einen oder anderen Vater Trainer. Darüber wirds schon deutlich jünger.
    Wir haben aus der Not Leute als Trainer zu finden eine Tugend gemacht und verstärkt auf die Jugend gesetzt. Ein Teil der z.T. minderjährigen Trainer hat auch schon die C-Breitenfußball Lizenz und ist zum überwiegenden Teil auch selbst als Spieler aktiv. Ausbildung, wenn sie irgendwie zeitlich realisierbar ist, muss der Verein dort verstärkt fördern. Ein Verein der auf die Jugend setzt, kann darauf Rücksicht nehmen und durch den Trainingsplan, die Spielansetzungen am Wochenende sicher helfen, dass sowohl die Trainerarbeit als auch das Spielen selbst möglich bleibt. Wenn ich mir meinen Kader in der A-Jugend anschaue, so habe ich von 18 Aktiven 6 Jugendtrainer dabei. Ich finde es ungemein wichtig da die Jugendspieler direkt mit einzubinden und für Vereinsarbeit zu begeistern und sei es zu Beginn auch nur als Co-Trainer einer F-Jugend. Mit der Zeit wächst die Erfahrung und mit ihnen auch die Aufgaben bzw. die Verantwortung, die jemand tragen kann.

  • Neid !!!
    Zwerg - ich wünschte ich hätte auch 6 Trainer in meiner A-Jugend ... ich gehe davon aus das einige ein ganz anderes Fußballverständnis haben und auch sonst dem Trainingbetrieb sehr förderlich sein dürften.
    Darüber hinaus wirst du als Trainer sicherlich auch einen Ansporn haben, da ich davon ausgehe das die Jungs auch dein Training anders betrachten als der Rest der Truppe.


    Grüße
    Zodiak

    „Erfolg ist ein Geschenk – eingepackt in harte Arbeit." (Ernst Ferstl)

  • Die Kurzschulung ist da aber dann doch ein richtiges Argument für etwas sinnvolles aus meinem vorigen Post :)


    In dieser Kurschulung wird auch erklärt, wie man auf die Spieler zugeht, Training, Spiele usw.
    Daher ist es auch PFLICHT, in SH zumindest, als Haupttrainer (als Co meine ich nicht, weiss ich aber nicht 100% genau) diese Schulung, die JEDERZEIT im Verein durchgeführt werden kann, zu machen.

    Jo, hab ich direkt auch schon umgesetzt die Idee, die Newbies mal mit so etwas zu beglücken ;) . Pflicht ist es bei uns FLVW nicht.

    Man könnte doch auch in der Saison mal Tage einführen, bei denen interessierte Trainer eine Trainingseinheit mit Kindern oder Jugendliche durchführen können. An sich ein Tag für kommende Trainer ist eventuell eine Gute Idee. Es findet eine Art Trainerversammlung statt. Jeder Trainer erzählt ein wenig von seinen Aufgaben und anschließend geht es auf den Platz. Es wird eine Trainingseinheit von einem Haupttrainer gemacht und anschließend können die interessierten Übungen machen. Halt ein Schnuppertraining für Trainer.

    Naja dann kann man eigentlich auch direkt zur Kurzschulung. Das Problem was ich anspreche ist weniger die Rekrutierung. Die Jungtrainer sind da.

    Als Co-Trainer daneben stehen und zugucken bringt denke ich kaum einen Reiz für Interessierte. Es geht immer übers selber machen.

    Eben darum gehts mir, wie man das ganze für sie möglichst leerreich, interessant und ansprechend gestalten kann. Sehe nach euren Posts so zwei Hauptideen wie mans machen könnte. Entweder direkt im Verein schulen, und dann möglichst aktiv einbinden oder halt über DFB Kurzschulungen.

  • Darüber hinaus wirst du als Trainer sicherlich auch einen Ansporn haben, da ich davon ausgehe das die Jungs auch dein Training anders betrachten als der Rest der Truppe.

    Das ist in der Tat so. Da wird gerne mal eine Übung kritisch hinterfragt. Da muss man als Trainer schon genau wissen, warum man gewisse Dinge wie trainiert und am besten auf jede Frage eine Antwort haben.
    Das mit dem Spielverständnis hängt eher von dem Spieler selbst ab. Wenn er engagiert ist und sich für taktische Dinge interessiert, spiegelt sich das auch in seiner Spielweise wieder. Ob er dabei noch Trainer ist oder nicht, ist eher sekundär.
    Ich gehe als aktiver Spieler aber auch anders in meine eigenen Spiele rein und sehe das ganze während des Spiels oft etwas analytischer.


  • Ich gehe als aktiver Spieler aber auch anders in meine eigenen Spiele rein und sehe das ganze während des Spiels oft etwas analytischer.


    Geht mir genauso - seitem ich als Trainer tätig bin ist auch mein eigenes Spiel ganz anders.
    Eventuell ist auch gerade das ein Anreiz, für die Kids/Jugendlichen sich mit diesem Thema zu befassen.


    Grüße
    Zodiak

    „Erfolg ist ein Geschenk – eingepackt in harte Arbeit." (Ernst Ferstl)

  • Okay ich dachte ihr hättet ebenso Probleme junge Trainer zu finden. Ansonsten kann man eventuell eine Bibliothek anlegen mit Fachliteratur.
    Wenn man den Jungtrainern den Zugang zur Weiterbildung vereinfacht werden die meißten dies auch nutzen.


    Wenn ihr ein Vereinsheim habt, legt doch die DFB Trainingszeitschriften aus und generiert eine kleine Ecke mit Material. Über das Internet könnte man in ein Forum Artikel stellen. So machen wir es derzeit. Ich finde die Idee eigentlich ganz gut. So kann jeder Trainer auf das DFB Konzept zugreifen ohne selber suchen zu müssen. Eine Übersicht über Kleine Spiele gibt es auch. Man kann das Ganze noch auspfeilen, aber ich denke es hat Potential.

  • Zu Lubis Beitrag: In diesem Zusammenhang fände ich es überaus wünschenswert, wenn viele Publikationen auch in elektronischer Form verfügbar wären, damit Vereinstrainer sich Passagen aus ihnen leicht ausdrucken könnten und der einzige Band von 'Fußball von morgen: Kinderfußball' nicht zum Engpass würde... Gerade die Bücher sind halt nicht mal eben an einem Tag durchgelesen, zumal man ja manchmal auch noch etwas nachschlagen möchte...

    "Be yourself; everybody else is already taken." (Oscar Wilde)