Minifußball

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  • Hallo Andre,

    werde ich zu keinem abschließenden Ergebnis für mich persönlich kommen können, weil ich mir das Buch von Horst Wein nicht leisten werde. Mein Kenntnisstand: um die 50ig Teuros...ist mir zuviel, ...Herr Wein....es scheint für den elitäreren Kreis geschrieben worden zu sein. Andere produzieren Bücher und Dvd`s für die Hälte, ein Klinsmann, ein WEin und auch Peter Schreiner schaffen das in Teilen nicht, schade!


    Das was ich von der Philosophie Horst Weins weiss, weiss ich von einer Trainerin, aus Auszügen aus dem Internet und hier aus dem Forum.

    Da hast du mein volles Verständnis. Die Preise sind teilweise recht happig. Wobei tobn Recht hat, das Buch kostet nur 20 Euro.
    Ich bin zum Glück in der privilegierten Position als Student in die Sportbib an der Uni gehen, und dort solche Bücher einfach ausleihen zu können. Müsste ich 50 Euro für ein Buch bezahlen, von dem ich im vorneherein vllt nicht einmal weiß ob es sich lohnt, würde ich auch versuchen über die von dir genannten Quellen an Infos zu kommen.


    Was aber natürlich nichts daran ändert, das es nunmal eine Primärquelle ist und nicht ersetzen kann was andere darüber schreiben und denken, mich hier ausdrücklich mit eingeschlossen.Ich kann halt nur jedem raten der eventuell das kleine heftchen gelesen hat, und die Philosophie interessant oder anregend fand, auch zu versuchen das Buch in die Finger zu bekommen, da hier erst die Ideen dahinter und die Methodik und Didaktik näher erklärt werden.

    Eine Frage an Dich: Kennst du das Dfb-Ausbildungskonzept? Wie oft hast du sie gelesen, wie intensiv studiert?

    Gelesen habe ich es sehr oft. Wie oft weiß ich nicht. Auseinander gesetzt habe ich mich damit auch tiefer. Nur ein intensives Studium schließt immer auch eine kritische Auseinandersetzung mit ein. Wie du richtig sagst ist es unwichtig ob es sich um das Konzept des DFB, eines Herrn Wein oder Schreiner handelt. Es muss logisch, schlüssig und sinnvoll sein. Und das ist das DFB-Konzept für mich absolut. Ich habe aber gerade was den Punkt Taktik anbelangt eine gänzlich andere Interpretation für die ich auch Unterstützung in Publikationen finde.


    Das es Spielraum lässt ist völlig klar, nur muss es in soweit konkret sein, dass es nicht zur beliebigen Interpretation kommen kann. Und eben dies vermisse ich bei der Taktik.
    Das Kennenlernen/Vertiefen taktischer Grundregeln des Spiels (F- und E-Jugend) wird meines Wissens nirgendwo spezifiziert. Und wenn dann in der Zeitschrift Fußballtraining Übungsformen für 7 Jährige für das Lösen von 2v1 Situationen (übrigends von der Methodik wohl klar an Horst Wein angelehnt) auftauchen, beinhaltet die taktische Ausbildung weit mehr, als dies deine Interpretation zulassen würde.(sry das ich immer wieder du sage, nehme dich jetzt aber einfach mal als Vertreter dieser Interpretation).


    Auf jeden Fall möchte ich hier auch nochmal erklären was für mich Taktik im Kinderfußball bedeutet. Taktik heißt für mich hier, das ich den Kindern helfe einfache Probleme des Fußballspiels lösen zu können. Das kann für mich bereits in Teilen auch gruppentaktische Verhaltensweisen beinhalten. Jedoch immer nur solche, die altersgerecht sind. Welche Probleme altersgerecht sein könnten, findet man ja z.B. in dem Buch von Horst Wein.


    Ja das denke ich gerade, weil dort wo ich in der Praxis vom Dfb.-Konzept ohne schlechtes Gewissen abweiche, treffe ich tatsächlich auf das was Horst Wein beschreibt. Ich friere Situationen in der Spielform beim Training ein und lasse -so gut ich es kann- die Kinder die Verbesserung oder das Ziel erarbeiten.


    Spielformen waren zu diesem damaligen Zeitpunkt und sind es auch noch heute....von mir als "Ganzheitliches Training" betitelt worden.

    Horst Wein nennt ja die vereinfachten Spiele auch globale Methode, im Vergleich zur analytischen Methode, wo es sich eher um die klassischen Übungsformen handelt (Gassenpass z.B.). In seiner Methodik schlägt er nun folgendes vor.


    1. Vereinfachtes Spiel mit Provokationsregeln = globale Methode
    Hier geht es dann weniger um Stops. Im Prinzip ist es die freieste Form des Spiels. Die Kinder werden mit einem Problem konfrontiert, und müssen sich selbst Gedanken darüber machen wie sie es lösen (gewinnen wollen). Das freie Abschlussspiel rückt also nach vorne


    2. Korrekturübungen, für bestimmt Probleme = analytische Methode
    Das Problem wird mit den Spielern erarbeitet und danach werden bestimmte Übungsformen angeboten, die den Kindern das Lösen des Problems erleichtern können. Das kann von einfachen Technikschulung bis zu taktischen Komponenten gehen. Der riesen Vorteil ist hier für mich, das die Kinder motiviert sind (der Nutzen der Übungen ist klar ersichtlich) und die Nähe zum problem ist gegeben. Ich kann direkt darauf eingehen was sie 1-2 Minuten vorher getan haben. Finde ich besser, als z.B. das Training über Passen zu trainieren und das dann im Abschlussspiel abzuverlangen


    3. Ausprobieren des Erlernten wieder in der Spielform = globale Methode
    Die Kinder können direkt ihre neuen „Problemlösekompetenzen“ ausprobieren. Hier würde ich persönlich auch mit Stops arbeiten. Hapert es irgendwo, oder gibt es andere gravierende Probleme wieder in den analytischen Teil usw...


    Straßenfußball.....erwähnt das Dfb.-Konzept mit den sinngemäßen Worten....."an den Straßenfußball angelehnt" usw.. Auch das läßt einiges offen. Ich intererpretiere hier hinein, dass der Anteil des Abschlußspiels in Prozent angegeben wird....und dort ...freies Spiel. Ein anderer Trainingsteil....z.B. das Techniktraining zur Erlernung von Grundtaktiken beziehe ich nicht darauf. Ich denke, dass unter dem Strich hier das spielerische Erlernen global angesprochen ist, um weg von stupiden Ausbildungseinheiten zu kommen.

    Gibt es denn irgendwo Äußerungen/Publikationen die deine Interpretation unterstützen? Wie Don Quijote bereits erwähnte, wenn man sich bei Training Online Einheiten für F- und E-Jugend anschaut gibt’s da nirgendwo ein freies Abschlussspiel. Da sind immer irgendwelche Spielformen die Sonderregeln enthalten als Schlussteil angegeben.


    Kannst du vielleicht an einem kurzen Beispiel zeigen wie ein freies Spiel nach deiner Meinung aussieht? Einfach zwei Tore und dann Team A gegen B?
    Ein 4v4 Turnier im Minifußballformat mit der Provokationsregel jeder Spieler muss den Ball berührt haben bevor ein Tor zählt ist für mich freies Spielen. Ich gebe als Trainer den Rahmen vor, aber innerhalb des Spiels sind die Kinder völlig frei in ihren Handlungen. Ich stelle mich daneben und lobe bei gelungenen Aktionen. Ich überwache nicht einmal die Einhaltung der Regeln. Dafür sind die Kinder ebenfalls verantwortlich.


    Es wird an einer Sache besonders deutlich das diese Form des freien Spiels auch die ist, die Horst Wein im Sinn hat wenn er von freiem Spiel spricht. Er macht nämlich auch einen wirklich revolutionären Vorschlag. Er sagt, man solle sich mit anderen Vereinen zusammentun und die Saison nur mit Minifussball verbringen, statt der üblichen Meisterschaftsspiele (oder als Ergänzung). Und hierbei werden jeden Monat die Regeln verändert (Provokationsregeln) um größere Nähe zu den Ausbildungsinhalten herzustellen.


    Also nochmals in Kürze, mir geht es mit Nichten darum das DFB-Konzept schlecht zu reden. Ich komme nur bei der Interpretation hinsichtlich taktischer Punkte im Kinderfußball und zum Verständnis von freiem Spiel zu anderen Schlussfolgerungen.
    Ich sehe beide Konzepte eher als sich ergänzend. Wenn ich nämlich Horst Weins Buch zu einem DFB konformen Training dazunehme (und die beiden schließen sich nach meiner Interpretation nicht aus) habe ich ein gutes Rüstzeug und auch einen klaren Plan was man eventuell taktisch im Kinderfußball bearbeiten kann. Eine gute taktische Ausbildung, oder von mir aus auch kognitive Problemlösekompetenzen wenn jemandem das Wort Taktik im Kinderfußball zu gefährlich ist, sind doch gerade das, was ein spielintelligenter junger Fußballer benötigt. Er muss in Situationen diese blitzschnell, lesen, analysieren und die beste Handlungsalternative auswählen (oder neue kreieren) können, und diese dann auch noch in angemessener technischer Ausführung umzusetzen wissen.

    Ebend drum, ...ich habe es schon an anderer Stelle geschrieben. Ich glaube, dass viele Kritiker die Sache max. angelesen haben....Halbwissen also! Damit meine ich nicht dich persönlich, sondern es ist kritisch in die Runde gemeint. Man muß ebend genau und exakt wissen, was drin steht, sonst...Klappe halten.

    Abschließend noch ein Wort zu diesem Satz, den ich so auch nicht teilen kann. Ich habe mich hier hauptsächlich zu Wort gemeldet, weil ich Probleme beim Verständnis des DFB Konzeptes in Sachen Taktik und freies Spiel/Strassenfußball habe. Ich finde es auch gut, dass du vermehrt darauf hinweist das bei allem was ich schreibe, es sich um meine Interpretation des Buches handelt. Aber gerade durch eine Diskussion, auch mit gänzlich anderen Meinungen oder von mir aus auch mit „falschen Meinungen“, werde ich doch gezwungen meinen Kenntnisstand oder meine Interpretation beständig zu hinterfragen. Ich weiß nicht wer hier in diesem Forum seinen Lebensunterhalt mit Fußball verdient, ich jedenfalls nicht. Ich erwarte daher auch von niemandem, das er ein absoluter Spezialist sein muss bevor er eine Meinung rausposaunen darf. Diskussion und Austausch sind für mich als „Trainer im Lernprozess“ unabdingbar, und da ist mir jede Meinung willkommen.


    mfg Tirus

  • Kannst du vielleicht an einem kurzen Beispiel zeigen wie ein freies Spiel nach deiner Meinung aussieht? Einfach zwei Tore und dann Team A gegen B?


    Ja genau, die bilden das Team selbst, können auf Tore spielen, können versuchen das erlernte auszuprobieren oder es gar lassen und zwar unbeeinflußt von mir.


    Versteckt nehme ich dann manchmal wenn ich Lust habe doch Einfluß, weil ich nämlich mitspiele und mal einen Pass durch die "Abwehr" spiele in den leeren Raum -das kannten sie nämlich nicht- und irgendwann rannte einer in diesen Pass hinein, nahm dem Ball mit und WUM drin war er. Das wurde bejübelt. Genau dieser Spieler dürfte -wenn er nicht blöde ist- in dieser Situtation etwas gelernt haben, das er nicht vergessen wird und irgendwann erneut abrufen wird...glaube ich jedenfalls.


    Abschließend noch ein Wort zu diesem Satz, den ich so auch nicht teilen kann. Ich habe mich hier hauptsächlich zu Wort gemeldet, weil ich Probleme beim Verständnis des DFB Konzeptes in Sachen Taktik und freies Spiel/Strassenfußball habe. Ich finde es auch gut, dass du vermehrt darauf hinweist das bei allem was ich schreibe, es sich um meine Interpretation des Buches handelt. Aber gerade durch eine Diskussion, auch mit gänzlich anderen Meinungen oder von mir aus auch mit ?falschen Meinungen?, werde ich doch gezwungen meinen Kenntnisstand oder meine Interpretation beständig zu hinterfragen. Ich weiß nicht wer hier in diesem Forum seinen Lebensunterhalt mit Fußball verdient, ich jedenfalls nicht. Ich erwarte daher auch von niemandem, das er ein absoluter Spezialist sein muss bevor er eine Meinung rausposaunen darf. Diskussion und Austausch sind für mich als ?Trainer im Lernprozess? unabdingbar, und da ist mir jede Meinung willkommen.


    Hier liegt ein Mißverständnis vor, ...denke ich. Ich bin geprägt von den vielen Kritikern des Dfb-Konzeptes. Bei einigen habe ich bemerkt, dass sie oberflächliches Wissen vom Inhalt des Konzeptes haben, hier in Attacken und unsachlichen Angriffen Äußerungen oder Behauptungen aufstellen die so nicht haltbar sind.


    Auch hier ergibt sich ein Diskussionsergebnis, ...das könnte aber vielleicht intensiver sein, wenn man das was man an Meinung diskutiert über fundiertes Wissen entstanden wäre, ...vor allem dann, wenn man es zuvor als Wissen darstellte. Sehe ich so. Wenn ich über Umweltschutz diskutiere und als Meinung in den Raum stelle, dass Autoabgase gesund sind, ....dann kann ich darüber eine für den Aussagenden gute Diskussion führen, die ihm vielleicht was bringt, ...mich bringt derjenige dann aber doch auf die Palme. Was soll man da machen, ...vielleicht nicht mitdiskutieren, obwohl das Grundthema doch gut ist (Umweltschutz)??? Naja, kann man geteilter Meinung sein, ist aktzeptiert, ich sehe es halt so. Ferner wurden auch gerade im Bezug auf Ausbildung im Fußball bestimmte NoGo`s immer wieder angetastet und da diskutiere ich wirklich nicht mehr drüber, es gibt für mich halt gelegte Eier. Gruß Andre

  • Hi alle Zusammen,


    nach langer Wartezeit kam nun endlich das Heftchen.
    Ich meine das mit der Spielintelligenz und was soll ich sagen...bin total begeistert.


    Wir haben nun unsere erste Mini Fussball TE hinter uns und es war super!



    @ Andre, Danke für Dein Thread!

  • Ja genau, die bilden das Team selbst, können auf Tore spielen, können versuchen das erlernte auszuprobieren oder es gar lassen und zwar unbeeinflußt von mir.

    Andre, den Widerspruch zwischen dem was Du da sagst und dem DFB-Konzept bzw. Minifussball-Konzept hast Du jetzt aber erkannt, oder? Oder immer noch nicht?


    Grüße
    Oliver

  • Ja genau, die bilden das Team selbst, können auf Tore spielen, können versuchen das erlernte auszuprobieren oder es gar lassen und zwar unbeeinflußt von mir.


    Versteckt nehme ich dann manchmal wenn ich Lust habe doch Einfluß, weil ich nämlich mitspiele und mal einen Pass durch die "Abwehr" spiele in den leeren Raum -das kannten sie nämlich nicht- und irgendwann rannte einer in diesen Pass hinein, nahm dem Ball mit und WUM drin war er. Das wurde bejübelt. Genau dieser Spieler dürfte -wenn er nicht blöde ist- in dieser Situtation etwas gelernt haben, das er nicht vergessen wird und irgendwann erneut abrufen wird...glaube ich jedenfalls.

    Dein Beispiel hat für mich folgendes Problem. Viel wichtiger als der Spieler der hineinläuft, ist der Spieler der den Pass spielt. Und das ist hier leider der Trainer. Sie müssten das Verhalten von sich heraus zeigen, um das Problem zu lösen, das Spiel zu gewinnen, den Gegner zu schlagen. Ich würde also eher ein Spiel nehmen, es durch Aufbau und durch Provokations-( für mich besser Stimulationsregeln) dafür sorgen das sie das Verhalten von selbst zeigen, es dann aufarbeiten etc wurde ja schon gesagt. Gerade durch die von Horst Wein beschriebene Methodik wäre ich mir dann auch hinterher sicher, das dieses anfängliche instinktive Verhalten nun von allen verstanden und angewendet werden kann.


    Natürlich zeigen sie dieses Verhalten auch in einem normalen Spiel (so würde ich deine Variante des freien Spiels jetzt nennen). Jedoch deutlich weniger häufig. Durch bestimmte Spielregeln bzw Felder ist es für mich jedoch sinnvoll, diese verhaltensweisen vermehrt zu produzieren um sie in einem vernünftigen Lernprozess bearbeiten zu können. Das ist für mich auch der Punkt den Horst Wein meint wenn er sagt, der Minifußball ist dem Straßenfußball in seiner Lerneffektivität überlegen.

    Hier liegt ein Mißverständnis vor, ...denke ich. Ich bin geprägt von den vielen Kritikern des Dfb-Konzeptes. Bei einigen habe ich bemerkt, dass sie oberflächliches Wissen vom Inhalt des Konzeptes haben, hier in Attacken und unsachlichen Angriffen Äußerungen oder Behauptungen aufstellen die so nicht haltbar sind.


    Auch hier ergibt sich ein Diskussionsergebnis, ...das könnte aber vielleicht intensiver sein, wenn man das was man an Meinung diskutiert über fundiertes Wissen entstanden wäre, ...vor allem dann, wenn man es zuvor als Wissen darstellte. Sehe ich so. Wenn ich über Umweltschutz diskutiere und als Meinung in den Raum stelle, dass Autoabgase gesund sind, ....dann kann ich darüber eine für den Aussagenden gute Diskussion führen, die ihm vielleicht was bringt, ...mich bringt derjenige dann aber doch auf die Palme. Was soll man da machen, ...vielleicht nicht mitdiskutieren, obwohl das Grundthema doch gut ist (Umweltschutz)??? Naja, kann man geteilter Meinung sein, ist aktzeptiert, ich sehe es halt so. Ferner wurden auch gerade im Bezug auf Ausbildung im Fußball bestimmte NoGo`s immer wieder angetastet und da diskutiere ich wirklich nicht mehr drüber, es gibt für mich halt gelegte Eier. Gruß Andre

    Jo, habe ich dich falsch verstanden, weil deine Aussage schon sehr radikal rüberkam. Eine sachliche Diskussion sollte zumindest möglich sein, und wenn du da vermehrt schlechte Erfahrungen gemacht hast kann ich deine Aussage jetzt besser einordnen.

    Hi Stella, wenn es dir nichts ausmacht, könntest du vielleicht ein etwas umfangreicheres Feedback schreiben?


    Was mich interessieren würde, trainierst du einen Alt- oder Jungjahrgang F-Jugend?
    Welche Übungen hast du gemacht? (gerne auch einfache Seitenangabe)
    Sind dir bei den Übungen Probleme aufgefallen?


    Ich frage das, weil ich mit meinem Jungjahrgang F-Jugend frühestens in der Rückrunde mit Provokationsregeln anfangen möchte. Ich habe zwar in der D-Jugend Erfahrungen damit, aber noch keine praktsichen in der F, da ich Minifußball im Moment einfach als Abschlussturnier spielen lassen. Sprich erst einmal die Spielform beherrschen können bevor ich an Provokationsregeln gehe.


    mfg Tirus

  • Ich für meinen Teil erkenne nicht so ganz den großen Unterschied oder Widerspruch zwischen DFB-Richtlinie und Grundgedanken eines Minifußballs. Es geht bei beiden Konzepten um die individuelle Ausbildung der Spieler. Natürlich entstehen dabei auch gruppentaktische Abläufe. Diese stehen jedoch nicht im Vordergrund. Ich kenne nun nicht namentlich die Personen, die das DFB-Konzept entworfen haben, aber ich vermute das es ausgewiesene Fachleute waren. Was wollte man für jüngere Altersklassen erreichen? Mein Eindruck: Es sollte ein Rahmen geschaffen werden, damit grobe Auswüchse vermieden werden. Deswegen kommen auch die Begriffe "frei" und "unbeeinflusst" oft vor. Eben damit niemand aus dem Rahmen fällt und zuviele Kinder deswegen aufhören. Wahrscheinlich hatten die Macher zwei Typen im Sinn. Typ A, der versucht den Erwachsenenfußball auf Kinder zu projizieren oder Typ B, der unerfahren ist und diese Richtlinie als Richtschnur für sein Training anwenden kann. Beide machen damit ja nichts falsch. Aber es ist eben, wie ich denke mit Absicht, sehr allgemein gehalten. Der Gedanke eines Minifußballs steht dem, wie ich finde, nicht konträr gegenüber. Er bewegt sich ebenfalls in diesem Rahmen, füllt den jedoch wesentlich detailreicher aus. Er beschreibt einen Weg, wie ich durch das geschickte setzen von Reizen ein selbständiges Anwenden durch die Spieler erreiche, was wiederum eine Nachhaltigkeit erzeugt. Ist im Grunde genommen wie beim Konzept eines Coerver. Wobei hier der Schwerpunkt auf der Technik liegt. So verstehe ich es zumindest.


    Das Vorgeben von Provokationsregeln oder ein entsprechender Aufbau einer Spielform dient somit dazu, den Spieler auf dem Weg zu bringen, möglichst viele Handlungsalternativen im Spiel zu haben. Er entscheidet dann für sich und völlig frei.


    Also nicht entweder... oder... Alles zusammen ergibt ein Bild.




    Andre, vielleicht würde es die Diskussion vereinfachen, wenn man von beim "freien Spiel" von "Abschlussspiel" redet. Ich habe es nämlich so verstanden, dass du das meinst.

  • Hi Tirus,


    So viel Feedback, kann ich Dir nicht geben, da wir erst damit angefangen haben.


    Was mich interessieren würde, trainierst du einen Alt- oder Jungjahrgang F-Jugend?


    Jahrgang 2003 und 2004


    Welche Übungen hast du gemacht? (gerne auch einfache Seitenangabe)


    Für den Anfang Seite 12 und 13.
    Später Abschlussspiel...und das war klasse!


    Sind dir bei den Übungen Probleme aufgefallen?


    Am Anfang dachte ich...das wird jetzt dauern bis sie es begreifen...aber nix da...


    Beim Spiel wollten einige den Ball einfach nach vorne schießen...ich bestand darauf raus zu dribbeln...und wenn es in die Hose ging,
    bekamen die Jungs extra Lob, weil sie es versucht haben.

  • Dein Beispiel hat für mich folgendes Problem. Viel wichtiger als der Spieler der hineinläuft, ist der Spieler der den Pass spielt. Und das ist hier leider der Trainer. Sie müssten das Verhalten von sich heraus zeigen, um das Problem zu lösen, das Spiel zu gewinnen, den Gegner zu schlagen. Ich würde also eher ein Spiel nehmen, es durch Aufbau und durch Provokations-( für mich besser Stimulationsregeln) dafür sorgen das sie das Verhalten von selbst zeigen, es dann aufarbeiten etc wurde ja schon gesagt. Gerade durch die von Horst Wein beschriebene Methodik wäre ich mir dann auch hinterher sicher, das dieses anfängliche instinktive Verhalten nun von allen verstanden und angewendet werden kann.


    Da kann ich dir nur beipflichten, ...da habe ich gutgemeint eine Idee gehabt, die nicht so förderlich war, wie ich es meinte. Ich gebe dir in deiner Anmerkung 100prozent Recht. Gruß Andre und danke für den Hinweis.

  • Ich möchte mich nochmals zum Heftchen von Horst Wein äussern. Ich habe es mir gekauft. Ich finde es gut, ABER mir viel folgendes auf:


    1. Horst Wein kategorisiert die Übungen nicht nach dem Alter, entsprechend muß man als Leihe davon ausgehen, dass er mit den Übungen dort jedes Alter anspricht. Die kleinen Figuren die dort abgebildet stehen und mit denen er die Spieler deutet, sind kleine Kinder. Das ganze Outfit, die Aufmachung läßt auf ein Kindertraining schließen, also denkt man eher an das Alter Minis bis D vielleicht....ich grenze mal auf F und E ein, so mein Eindruck, der ja nicht von irgendwoher kommt.


    2. Horst Wein stellt auf bestimmter Seite zu der Übung für den Minifußball einige Fragebeispiele für den Trainer, der so sensibel gemacht wird, für das Ziel. Das Ziel lautet -so mein Verständnis- ......die Spieler zum Mitdenken zu bewegen, damit SIE zum Ergebnis finden.


    Die Fragestellungen sind teilweise aber sehr komplex und ich fürchte für den unteren Jugendbereich -beispielsweise für eine F- restlos ungeeignet, weil ich persönlich glaube, dass die Jungs das nicht verstehen würden.


    Deshalb bin ich, als Fun dieses Heftchen nun sehr verunsichert. War es ein Fehler von Horst Wein, weil er die Altersgruppen die er damit ansprechen wollte, um Spielintelligenz zu erzeugen nicht benannt bzw. eingegrenzt hat?


    Zu dieser Frage drängt mich mein angenommenes Wissen, ...nämlich....


    das es doch wissenschaftlich belegt ist, dass Kinder z.B. im F Alter Geschwindigkeiten und Entfernungen nicht richtig einschätzen können. Meine Interpretation führte mich dazu, das damit zu belegen, dass Kinder in diesem Alter meist auch einfach auf die Fahrbahn rennen, weil sie ja gerade -wie erwähnt- die Geschwindigkeiten und die Entfernungen nicht richtig einschätzen können. In anderen Themen kam auch heraus, dass sie in diesem Alter auch nicht in die Breite schauen können, somit sehr auf den Ball vor sich fixiert sind.


    WENN das alles so ist und tatsächlich wissenschaftlich belegt ist, dass nützen auch die Besten Fragestellungen nichts in diese Richtung. Sie können dann entsprechend der wissenschaftlichen Ausführung die Fragen nicht Beantworten. Und wenn sie es doch könnten, dann können sie es niemals umsetzen, jedenfalls noch nicht in diesem Alter. Sehe ich das falsch.


    Eine Trainerkollegin meinte, dass es von Horst Wein ein Buch neben des Heftchens -das übrigens eine Broschüre ist- gibt, wo er die Alterseinteilung vornimmt. Ich kenne das Buch nicht. Hat das einer und könnte mal berichten, ob es dort -zu seiner grundsätzlichen Philosophie die ich sehr sehr spannend und intelligent finde- eine Alterseinteilung gibt?


    Ich kann momentan nur davon ausgehen, dass ich in der Broschüre etwas nicht verstanden, nicht gelesen, es überlesen habe oder der Autor -Horst Wein- hat einen gravierenden Fehler darin gemacht. So sehe ich das Momentan.


    Er kann sich ja hier nicht äussern, aber letzter Schluß könnte aber auch sein, dass er die vermeidliche wissenschaftliche Feststellung -die der Dfb verarbeitet hat und so darauf abzielte, altersgerechte Trainings einzuteilen und anzubieten- wiederlegt bzw. daran Zweifel hat. Das habe ich so aber noch nirgends von ihm vernommen. Gruß Andre

  • Andre, das "Heftchen" kenne ich nicht, hast Du dazu einen Link? Ich kenne das Buch, das ist das hier: http://www.amazon.de/Fu%C3%9Fb…-Horst-Wein/dp/3898994791


    Dort werden 5 Entwicklungsstufen von 7 bis 14 Jahren beschrieben und auch für die Stufen jeweils Übungen vorgeschlagen. Die Illustruationen sehen allerdings in allen Stufen sehr kleinkinderhaft aus, aber das muss ja nicht stören.


    Bzgl. der "Spielerbefragung" zur Förderung der Spielintelligenz bin ich auch unsicher. Ich verstehe Horst Wein so, dass er jeweils Handlungsalternativen anbieten will, aus denen das Kind sich das individuell passende auswählt. Zur Wahl wird es durch gezielte Fragen des Trainers ermuntert. Aus meiner Erfahrung ist das Reden über solche Alternativen mit 7- bis 8-jährigen sehr zäh. Die sind es nicht gewohnt, über den Fussball zu sprechen, die wollen kicken ;). Allerdings kann es schon hilfreich sein, den Kindern mit der Frage zumindest bewusst zu machen, dass es da verschieden Möglichkeiten gibt zum Ziel zu kommen - und dass manche erfolgversprechender sind als andere.


    Bei den Übungen im Buch finden sich die Handlungsalternativen nicht bei allen, aber doch recht oft. Mir gefallen z.B. Übungen, bei denen genau so eine Entscheidung verlangt wird (dribbeln oder passen, recht oder links herum). Da kann man in Weins Buch einige finden, gerade bei den Spielformen, daher finde ich die 20€ für das immerhin gut 300-seitige Buch gut angelegt.


    Grüße
    Oliver

  • Don Quijote


    hier der LInk zur Broschüre:


    http://shop.philippka.de/fussb…elligenz-im-fussball.html


    Zitat Don Quijote:
    Bzgl. der "Spielerbefragung" zur Förderung der Spielintelligenz bin ich auch unsicher. Ich verstehe Horst Wein so, dass er jeweils Handlungsalternativen anbieten will, aus denen das Kind sich das individuell passende auswählt. Zur Wahl wird es durch gezielte Fragen des Trainers ermuntert. Aus meiner Erfahrung ist das Reden über solche Alternativen mit 7- bis 8-jährigen sehr zäh. Die sind es nicht gewohnt, über den Fussball zu sprechen, die wollen kicken . Allerdings kann es schon hilfreich sein, den Kindern mit der Frage zumindest bewusst zu machen, dass es da verschieden Möglichkeiten gibt zum Ziel zu kommen - und dass manche erfolgversprechender sind als andere.


    Das wir uns nicht falsch verstehen, ich finde die Philosophie von Horst Wein Oberklasse und mir ist dabei völlig egal, ob er ein Theoretiker oder nicht ist. Einstein war auch einer.


    Mir fehlt halt in dem Heft die Alterseinteilung, die er im Buch -wie du es sagst- vornimmt.- Entsprechend kann es nur so sein, dass


    -ich mich verlesen habe, es nicht gefunden habe
    -oder nicht finden kann, weil er im Heft darauf verzichtet hat. DAS könnte ein Fehler von ihm sein, denn den Grund dafür erkenne ich nicht. Im Gegenteil, die Wissenschaft belegt ja nun unumstößlich, dass ein Kind bis zu einem gewissen Alter -grundsätzlich- bestimmte Dinge nicht tun kann. Wie ich bereits anmerkte, ...setzte ich voraus, dass das so richtig ist. Entsprechend wäre es dumm und unmachbar, mit dem Kind von 6 oder 8 Jahren über ein Thema zu reden.....es kunstvoll so zu befragen, das es zu einem Denkanstoß kommt, damit es selber diesen danach im Spiel verfolgen kann.


    Grundsätzlich finde ich das Prima und so habe ich unbewußt immer gearbeitet...mit Fehlern meinerseits...wo ich halt doch das Ergebnis verbalisierte.


    Nur muß ich halt wissen, was ich -also aus welchem altersbezogenen und damit für das Kind machbaren- Themenkreis befrage....lenke usw....denn sonst ist das ein für das Kind nicht machbarer Schuss in den Ofen und damit verschenkte Zeit.


    Konkret....


    klar kann ich eine Situation auf dem Minifeld einfrieren und das Kind so befragen, dass es darauf gelenkt wird und erkennt, dass ein Steilpass in den leeren Raum durch die gegnerische Abwehr gespielt werden könnte. Klar auch, das es ein zweites Kind geben muß, dass erkennen soll, dass es diesen in den leeren Raum gespielten Ball erlaufen könnte, um dann schnell zum Abschluss zu kommen.


    Da kann ich die hinlenken....nur was bringt es, wenn die Wissenschaft sagt, dass die aller aller meisten genau dieser Koten am steil gespielten Ball vorbeilaufen wird und zudem, ...das der Passgeber der z.B. F den Mitspieler 8 Meter weiter rechts überhaupt nicht sehen wird!!!


    Deshalb wäre genau diese Fragestellung zu meinem Beispiel eher eine Frage -sagen wir mal frühestens ab der E zweites Jahr-.


    Deshalb wäre es meiner Ansicht nach wichtig, auch in der Broschüre die Einteilung der Themengebiete auf das Alter der Adressaten abzustellen, statt hier nicht drauf einzugehen und es ebend nicht einzuteilen. Das ist die falsche Botschaft an den Kunden und weicht -gemessen an seinem ausführlichen Buch- von der dort praktizierten Verfahrensweise eklatant ab.....wie gesagt, ...es sei denn ich habe es überlesen oder mißverstanden....was ich aber nicht glaube. Gruß Andre

    Einmal editiert, zuletzt von Andre ()

  • Hmm, zitieren klappt wohl noch nicht..


    Ich wollte nur kurz darauf hinweisen, dass man, wenn man das Buch hat, sich die Broschüre sparen kann: soweit ich bisher gesehen habe, enthält das Buch alles, was sich in der Broschüre findet. Vielleicht finde ich mal die Zeit, aufzuführen, was aus der Broschüre wo im Buch steht.

    "Be yourself; everybody else is already taken." (Oscar Wilde)

  • Habe das oben verlinkte Heftechen durchgeblättert (danke für den Link!) - und Du hast Recht, Andre, da fehlt in der Tat jeder Altersbezug. Aus meiner Sicht ist das ein Fehler, denn das suggeriert, dass die Übungen/Spielformen für alle Alterstufen gedacht sind - was ja offenbar nicht stimmt. Offenbar geht Horst Wein davon aus, dass man den Altersbezug anderweitig herstellt. Nicht optimal gelöst.


    Allerdings gibt es ja andere Quellen bzgl. Infos zu altersgerechten Ausbildungsinhalten, insofern kann man das Heftchen sicher dennoch nutzbringend einsetzen.


    Grüße
    Oliver

    Einmal editiert, zuletzt von Don Quijote ()

  • In seinem Buch sind die Übungen auch nicht stur nach Alter geordnet,sondern in Entwicklungsstufen.Ich denke,das dies in dem heft ähnlich gedacht ist,so wie die Übungen im Minifussball in der Reihenfolge angeordnet sind.Die einfacheren am Anfang,die schwierigeren am ende vom heft.

  • Zur Alterseinteilung, die Übungen ausm Heftchen sind allesamt für mindestens Altjahrgang F-Jugend.
    Im Buch von ihm gibts folgende Einteilung Stufe 1 - Spiele grundlegender Fertig- und Fähigkeiten (ab 7 Jahre), 2 - Spiele für Minifußball (ab 8 Jahre), 3 - Spiele für Fußball 5 und Fußball 7 ab 10 Jahre usw. Dem ganzen wird ua noch ein Sportkindergarten oder eine Ballschule vorgeschoben, also im Prinzip der Minikicker Bereich.

    Bzgl. der "Spielerbefragung" zur Förderung der Spielintelligenz bin ich auch unsicher. Ich verstehe Horst Wein so, dass er jeweils Handlungsalternativen anbieten will, aus denen das Kind sich das individuell passende auswählt. Zur Wahl wird es durch gezielte Fragen des Trainers ermuntert. Aus meiner Erfahrung ist das Reden über solche Alternativen mit 7- bis 8-jährigen sehr zäh. Die sind es nicht gewohnt, über den Fussball zu sprechen, die wollen kicken ;). Allerdings kann es schon hilfreich sein, den Kindern mit der Frage zumindest bewusst zu machen, dass es da verschieden Möglichkeiten gibt zum Ziel zu kommen - und dass manche erfolgversprechender sind als andere.

    Ja ist ne schwierige Sache. Ich habe es mal ausprobiert in 2 leistungsunterschiedlichen Gruppen im Training. In der schlechteren Gruppe hatte ich 4 hübsche Bilder auf unserer Asche nach meinen Fragen und eine sehr spärliche und wenig zielführende Teilnahme. In der starken Gruppe, haben sie sich zunächst nicht so richtig getraut glaube ich. Danach wurde es aber besser und man konnte mittels Fragen wunderbar das Problem umschreiben. Also meine Erfahrung ist, es klappt auch mit 7 Jährigen, also mit Sicherheit auch mit 8 Jährigen.

    Mir fehlt halt in dem Heft die Alterseinteilung, die er im Buch -wie du es sagst- vornimmt

    Du hast dich imho nicht verlesen. Ich meine da gibt es keine Einteilung. Daher war auch immer mein Rat gewesen, das Buch holen, weil nur dort wirklich erklärt wird, was womit bezweckt werden soll. Das Heft ist eine Beilage zu ner DVD meine ich. Da sind halt ausschließlich Übungsformen und -variationen aufgelistet. Ich habe die DVD nicht, würde mir aber vorstellen das in dieser eventuell mehr auf die Philosophie die dahinter steckt eingegangen wird. Ganz ehrlich das ist kein Mangel, und auch keine geschickte Ausweitung auf möglichst alle Altersklassen. Wer sich informiert, kann die Altersklassen herausfinden. Hoffe meine Altersangaben oben helfen die Verwirrung etwas zu schlichten.

    Im Gegenteil, die Wissenschaft belegt ja nun unumstößlich, dass ein Kind bis zu einem gewissen Alter -grundsätzlich- bestimmte Dinge nicht tun kann

    Das würde ich nicht so absolut sehen. Das kindliche Gehirn ist zu unglaublichen Leistungen in der Lage. Mit ensprechendem "Unterricht" können viele der vermeintlichen Rückstände ohne Probleme aufgearbeitet werden. Die Frage die man sich immer stellen muss, ist das wirklich nützlich, oder reicht das von allein Gelernte aus. Andre, du hast ja immer das schöne Beispiel mit den Geschwindigkeiten und dem Auto auf der Strasse. Was ist hier nun der wichtige Fakt? Können sie es nicht, weil das Gehirn noch nicht weit genug entwickelt ist, und daher mit einer solchen Aufgabe nicht klar kommt? Oder wäre es möglich, dass das Gehirn zwar prinzipiell in der Lage dazu wäre, nur die Erfahrungen fehlen, um schnelle, effiziente und sichere Urteile abgeben zu können. Ich tendiere im F-Jugend Alter bereits eher zur 2. Möglichkeit. Womit wir wieder den Bogen zur Frage spannen könnten, indem ich eine solche Entwicklung der kognitiven Fähigkeiten stimuliere in dem ich eine anregende Spielumgebung schaffe, und wenn es nur simpler Minifußball ist. Auch da wird schon der Aufmerksamkeitsfokus durch die 2 Tore vom Zentrum auf die Peripherie verlagert.


    So und nun noch was Aktuelles was mich schon erstaunt hat.
    Ich war auf einer DFB-Kurzschulung für den Bereich Mini bis E-Jugend. Ich gehe mal davon aus, dass das was uns die Dozenten dort vermitteln aktueller DFB Wissenstand ist für eine F-Jugend ist. Dann kann man nur sagen, DFB und Horst Wein sind identisch. Der Hauptteil könnte 1 zu 1 aus dem Buch von Horst Wein stammen. Spielform, Übungform, Spielform ( bei Wein hätte Spiel, Korrekturspiel, Spiel gestanden denke ich) Altersempfehlung, F Altjahrgang. Ebenso sollen Spieler über Fragen auf Probleme aufmerksam gemacht werden, anstatt sie nur zu instruieren. Empfehlung, ebenfalls ab F-Altjahrgang möglich. Und Spielintelligenz soll durch freies Spielen gefördert werden (schließt Provokationsregeln mit ein).
    Was mir bei Wein immer fehlte war ein koordinativer Teil. Da setzt der DFB nun einfach Koordinationsübungen mit rein. Obwohl 50% der Kursteilnehmer diese nicht korrekt ausführen konnten sagte auch hier der Ausbilder, F Jugend Altjahrgang ;)


    Meine Schlussfolgerung, es gibt NULL Unterschiede zwischen der DFB Philosophie und der von Horts Wein, die sind mittlerweile identisch. Die DFB Adaption von Horst Wein gefällt mir persönlich sehr gut, und für mich war die Schulung nochmals eine Bestätigung, dass der Weg den ich mit den Kleinen eingeschlagen habe, nicht so verkehrt sein kann.


    mfg Tirus