Welche Übungen gegen das Herumstehen??

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  • Hi alle Zusammen,


    F Jugend...
    Ich habe zwei echte Schussgranaten...aber bei einem Spiel...stehen sie wie angewurzelt an einer Stelle und warten bis der Ball vor die Nase fällt...
    und die anderen laufen sich die Seele aus dem Leibe.


    Habt Ihr eine Idee, welche Übungen ich in mein Training einbauen könnte,
    um das Herumstehen zu minimieren.


    Danke schon mal im voraus!

  • Ich habe selbst nie F trainiert daher evtl. nicht alles brauchbar:


    - für die entsprechenden Spieler auf One-Touch (sofern in der F möglich).
    - Ggf. in Spielformen Defensiv spielen lassen!
    - Tabuzonen für die beiden Spieler
    - Torabschluss für diese Spieler nur nach einer erfolgreichen 1:1 Situation
    - Torabschluss nur wenn sie nach Balleroberung in der eigenen Spielfeldhälfte waren
    - Nach Ballannahme durch ein von dir bestimmtes Hütchentor auf dem Feld dribbeln vor einem Abspiel/Torschuss


    Grüße
    Zodiak

    „Erfolg ist ein Geschenk – eingepackt in harte Arbeit." (Ernst Ferstl)

  • Das Einfachste ist wohl Ballbesitz für den Gegner, wenn sie sich nicht bewegen. Trab ist i.O gehen verboten. Das funzt gut, in Kombination mit einem kleinen 3gg3 in Tunierform. Z.B. Spielzeit 5min oder sowas ... a bisserl Pause brauchen insb. die Lauffaulen.


    KiFu Mannschaften in denen einer oder zwei recht Gute sind, die aber selten bis nie abgeben, tendieren dazu, dass eher Schwächere schnell mal rumstehen, weil sie den Ball eh nicht kriegen. Wenn das so ist, den Starken aus dieser Mannschaft "entfernen".

  • -beim Training in Spielform....Provokationsregel einbauen....


    zum Bleistift:


    -alles in 4 Sekunden ausführen lassen, warum nicht mal bei einer F....Seitenaus, Toraus, Freistoß, Torabschlag....4 Sekunden Zeit oder Ballwechsel an den Gegner


    -nach überqueren der Mittellinie.....10 Sekunden Zeit bis zum Torabschluß, ...sonst Ballwechsel an den Gegner


    -nur der Spieler der immer rumsteht darf das Tor schießen.....bedeutet, die anderen bedienen ihn und er käme so in Wallung


    Sind Regeln, die nicht unbedingt für eine F wären....eher ab zweites Jahr E....sage ich mal tendenziell.


    Was aber für eine F eine gute Regel wäre, die ich schonmal bei einem Spieletraining der F ausprobiert habe und super funktionierte ist:


    -Wer steht, gibt den Ball ab an den Gegner....also wer auffällt, dass er gestanden hat, statt in Bewegung zu sein...gibt die Pille ab.


    und die Steigerung


    -Wer steht, und erwischt wird....Tor für die anderen und Ballabgabe an den Gegner.


    Da stand keiner mehr, da war nach kurzer Zeit die Hölle auf dem Kleinstfeld im 4:4 los, ...garantiert!

  • Ich denke, das meiste hier erhöht lediglich den Streß-/Druckfaktor, nicht unbedingt
    die Bereitschaft zum Laufen. Passend zum Thema, warum treffen meine Jungs im Training
    aus allen Lagen, aber im Spiel nicht. :D


    Stella: Du hast ja bereits eine PN von mir.


    Gruß Steven

  • 1 gegen 1 im Zweikampf, auf ein Tor oder auf zwei Tore, Trainer bringt den Ball ins Spiel. Wie verhalten sich die Spieler, gehen sie auf das Laufduell ein oder schnelle Aufgabe?

  • Das Einfachste ist wohl Ballbesitz für den Gegner, wenn sie sich nicht bewegen. Trab ist i.O gehen verboten. Das funzt gut, in Kombination mit einem kleinen 3gg3 in Tunierform. Z.B. Spielzeit 5min oder sowas ... a bisserl Pause brauchen insb. die Lauffaulen.


    @ Paul...das ist gut...wird beim nächsten Training gleich mal getestet...Danke!


    -Wer steht, und erwischt wird....Tor für die anderen und Ballabgabe an den Gegner.


    Da stand keiner mehr, da war nach kurzer Zeit die Hölle auf dem Kleinstfeld im 4:4 los, ...garantiert!


    @ Andre...hört sich nicht schlecht an...hoffentlich bricht kein Chaos aus.
    Werde was ganz gemeines ausprobieren,
    ich teile zwei Mannschaften ein, die eine besteht aus Lauf faulen..und in die andere aus läuferisch starken Spielern ...grins
    Das wird lustig!


    1 gegen 1 im Zweikampf, auf ein Tor oder auf zwei Tore,
    Trainer bringt den Ball ins Spiel. Wie verhalten sich die Spieler, gehen sie auf das Laufduell ein oder schnelle Aufgabe?


    @ Hope...beides würde ich sagen...


    @ Steven...herzlichen Dank! ^^

  • @ Andre...hört sich nicht schlecht an...hoffentlich bricht kein Chaos aus.
    Werde was ganz gemeines ausprobieren,
    ich teile zwei Mannschaften ein, die eine besteht aus Lauf faulen..und in die andere aus läuferisch starken Spielern ...grins
    Das wird lustig!

    Wie bereits geschrieben, glaube ich nicht mal das die laufstarke Mannschaft gewinnen wird.
    Es wird dem ein oder anderem Spieler aber nach der Spielform klar werden, was getan werden muss.
    Sollte die läuferisch stärkere Mannschaft gewinnen, dann frage doch mal in versammelter Runde, warum das
    vielleicht so war. "Warum hat Mannschaft A gewonnen und Mannschaft B verloren?"


    Es bringt meiner Ansicht nach nichts, die Spieler zu formen, ohne das diese wissen was deren Defizite/Stärken sind und warum
    gerade die jetzige TE vielleicht wichtig ist. Sobald die Unterschiede zwischen den Kickern feststehen - was die Jugendlichen/Kinder schnell merken -
    können Vergleiche gezogen werden. Wenn jetzt noch Feedback vom Trainer kommt, lediglich konstruktiv und auf positiver Art - dann
    werden höhere Erfolge erzielt. Das garantiere ich sogar! Zu gewinnen gibts aber trotzdem nichts. ;)

    Gruß Steven


    /E: PN ist raus! :)


  • Im Training:
    Lauffreude entwickeln durch Provokationsregel: Im Abschlussspiel zählen Tore doppelt, wenn sich von der verteidigenden Mannschaft noch ein (oder mehrere Spieler) in der gegnerischen Hälfte befinden. Genauso können Tore doppelt zählen, wenn alle Spieler der angreifenden Mannschaft sich in der gegnerischen Hälfte befinden.


    Viel Spaß beim Ausprobieren :)

  • Weiß auch nicht, ob ich einen schlechten Tag habe, aber den Reiz Spiele zu gewinnen durch Rechenansamble oder schwach gegen weniger gut, genauso wie die vier Sekunden Regel,...bei einem Leistungsgefälle kann ich mir vorstellen, das Unmut und Überheblichkeit ein ständiger Begleiter ist.


    Ich veranlasse gern mal ein Spiel ohne Tore. Natührlich in sehr begrenzter Spielzeit.


    beste Grüße

  • Weiß auch nicht, ob ich einen schlechten Tag habe, aber den Reiz Spiele zu gewinnen durch Rechenansamble oder schwach gegen weniger gut, genauso wie die vier Sekunden Regel,...bei einem Leistungsgefälle kann ich mir vorstellen, das Unmut und Überheblichkeit ein ständiger Begleiter ist.


    Ich veranlasse gern mal ein Spiel ohne Tore. Natührlich in sehr begrenzter Spielzeit.


    @ Eismann,


    Eine sehr interessante Antwort, aber auf welche Frage??

  • Ich habe das wohl eher auf die Antworten deiner Frage gemünzt!


    Das Spiel ohne Tore lasse ich trotzdem des öffteren spielen!

  • Ich habe das wohl eher auf die Antworten deiner Frage gemünzt!


    Das Spiel ohne Tore lasse ich trotzdem des öffteren spielen!

    Hat ja auch durchaus seine Vorteile. Durch zusätzliche Provokationsregeln kann mehr Tempo reingebracht werden.
    Feld mit vier Hütchen markieren. Als Variable 7gg7 erstmal ein freies Spiel. Dann zu maximal drei Ballberührungen.
    Anschließend bei 10 erfolgreichen Pässen innerhalb der Mannschaft, macht der Gegner 10 Liegestützen.
    In der F-Jugend die Liegestützen durch etwas lustiges ersetzen. Zum Beispiel das 10malige Umlaufen eines Hütchens
    und dann den Torschuss wagen. ;)
    Hierbei aber ständig variieren und in einer Trainingseinheit nicht zweimal anwenden. Den Spieler durch Abzählen ala.
    "Nenn mir ne Zahl zwischen 1 und 10!" Also immer was neues als "Strafe" auswählen!


    Gruß Steven

  • Und die drei Ballberührungen durch was ersetzen? Durch 30? Das ist dann auch lustig ;)

    Jeder Trainer und Betreuer hat verschiedene Vorstellungen, wie ein kindgerechtes Training in der F-Jugend aussehen sollte.
    Einige würden meinen, Liegestützen in diesem Alter sind zu "hart". Andere finden es vielleicht in Ordnung.
    Dein Zitat, erzielte lediglich den Sinn einer Variante. Hier im Forum und auf anderen Plattformen, wird soviel geschrieben.
    Manches völlig der Realität entrissen, einiges mit Halbwahrheiten bestückt und der Rest durchaus nachvollziehbar.
    Jeder muss für sich entscheiden, was in sein Konzept passt, oder eben nicht. ;)

  • Steven,


    ich spreche davon, das Thema nicht zu komplizieren.


    Ich habe es schon in einem anderen Thread erwähnt, die akurate Planung und Durchführung eines Trainings, ohne auf die Person/Kind und deren Problematik, im psychologischem Sinn, einzugehen.


    Meine Erfahrung,


    habe auch so einen Lethargiker in der Truppe. Er weiß was er kann und kennt seine Schwächen, welche Jugendliche gern zu verbergen wissen.
    Ich fragte ihn, auf welcher Position er gern spielen möchte. Er schlug mir die Innenverteidigung vor,...sich schön verstecken in den eigenen Reihen, um seine Schwächen zu kaschieren. Er dachte wohl, die anderen werden es schon richten. Ein leistungsorientierter Trainer hätte ihn schon längst auf die Bank verbannt. Aber Schlaubi eismann macht genau das Gegenteil. Knallt ihn an die forderste Front gegen einen starken Gegner als einzige Spitze und er trifft. Seitdem macht er seine Buden, auch wenn es ab und zu mal nicht so rund läuft. Wichtig ist dabei die Akzeptanz der Mannschaft. Wenn diese nicht da ist hat er schlechte Karten.


    Ähnliches machte ich mit dem Mittelstürmer, der nicht mehr traf, nach einer überragenden Saison.
    Damit er einen anderen Focus auf das Spiel bekommt, neue Reize für sich und das Spiel entdeckt, ist die Flexibilität des Denkens von eminenter Wichtigkeit.


    Wohlbemerkt bezieht mein erwähntes auf den Herrenbereich.
    Bevorzugst du die Rotation?


    beste Grüße

  • eismann,
    zwischen Wissen und Ausführen sind oft viele Meilensteine zu sehen.
    Und dennoch findet auch die Rotation bei mir in der D-Jugend seinen Platz.
    Ich denke, die Rotation ist in allen Altersklassen von großer Bedeutung, nicht nur im Kinderfussball.
    Was im Kinderfussball mehr nach der Ausbildung gerichtet ist, ist im höheren Jugendfussball und im Herrenfussball mehr
    nach der Motivation gerichtet.


    Es gibt einige Ansätze, die von Dir beschriebene "Problematik" zu "beheben"! Es ist nur die einfachste und im Vergleich mitunter
    die wirkungsvollste, wenn Aufwand mit Nutzen verglichen wird.


    Gruß Steven

  • Mit Sicherheit, Steven!


    Nur die Praxis, die sticht mir selten ins Auge.
    Ganz im Gegenteil! Viele junge Spieler verkümmern in den Vereinen, weil sie zu wenig Aufmerksamkeit von den Eltern, Trainern und Umfeld bekommen.


    beste Grüße