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  • Hallo liebes Forum, ich melde mich mal wieder zu Wort. Habe einen neuen Verein gefunden,bei dem ich bereits die G Jugend uebernommen habe. eine Std in der Woche,ganz entspannt. nun ist man auf mich zugekommen und moechte mir die kurzfristig frei gewordene E Jugend Trainerstelle schmackhaft machen. ob ichs mache? keine Ahnung. Nach einigem verhandeln,habe ich drauf bestanden,zunaechst ein Probetraining und Gespraech mit Spielern und Eltern zu veranstalten,bevor ich mich entscheide. Was ich bisher sagen kann, der Verein moechte Platz eins bis drei erreichen. habe ein Punktspiel der abgelaufenen Raison gesehen,mein fazit,das wiqd schwer. war koennt ihr mir raten? danke, euer Tobi

  • Die meisten, die hier schreiben, mich eingeschlossen, sind der Meinung, dass Ergebnisdenken im Kinderfußball, d.h. also auf jeden Fall bis zur E-Jugend inklusive, schädlich ist und tunlichst vermieden werden sollte. Daher würde ich auch dazu raten, hier eine Absage zu erteilen.

    "Be yourself; everybody else is already taken." (Oscar Wilde)

  • zustimmung. nur ergebnis ist etwas hart. allerdhngs ist meine Erfahrung aus der letzten Saison, wenn du von ca 30 Spieken wbbhrend der Saison 98 Prozent zweistellig einsteckst, hat auch keiner mehr Bock. da motivierst du niemanden mehr.

  • Hi, erkundige dich erstmal selber, worauf es in dieser Altersklasse ankommt.


    Danach kannst du die Forderung des Vollpfostens der dir das gesagt hat....besser einschätzen.


    Meine derzeitige aktuelle Erfahrung ist jedoch, ....das du ihm das besser nicht sagst, sonst biste weg vom Fenster.


    Leider laufen oft gewisse Vollobermegapfosten genau an den Knotenpunkten im Verein herum und vergraulen die intelligenten arbeitsfähigen und von Kindern beliebten Trainer die meist den Verein auch noch hoch halten.


    Falls du die Mannschaft machen solltest...so rate ich dir das wirklich nur dann zu tun, wenn du


    -selber ein besonders dickes Fell hast
    -die kundig gelesen hast


    -....um dann genau das zu tun, was du -im Sinne der Merkmale des Kifi...im Sinne der Ausbildungsziele....kindgerecht....für sinnvoll, wichtig und richtig hälst.


    Damit würdest du theretisch die Kinder retten, allerdings...würde es Federn kosten...deswegen brauchst du auf jeden Fall ein dickes Fell und Ahnung von der Materie.


    Viel Glück. :thumbup:


    P.S. Es gibt die Möglichkeit denjenigen der dir das sagte mit Tabletten zu versorgen. Vielleicht würde das auch helfen! X(

  • zustimmung. nur ergebnis ist etwas hart. allerdhngs ist meine Erfahrung aus der letzten Saison, wenn du von ca 30 Spieken wbbhrend der Saison 98 Prozent zweistellig einsteckst, hat auch keiner mehr Bock. da motivierst du niemanden mehr.


    Das trifft auch absolut zu. Ohne Ergebnisse geht es ab einem gewissen Alter auch nicht oder nur sehr schwer. Das wird dann gern mal übersehen. Aber eine Platzforderung von einer E-Jugend ist und bleibt absoluter Blödsinn.

  • Ein Platzformulierung ist wirklich Schwachsinn.


    Ich kann aber Trainer mit sehr guten Teams verstehen, die sagen: "Es wäre sehr schön, wenn wir einen der drei Titel holen könnten: Außen, Halle oder Pokal".


    Man wünscht es sich, es wäre spielerisch möglich ...... mehr aber auch nicht.

    [b][color=#990000]"Absolvent der SOCCERDRILLS-ONLINE Kurse BASIS, Ki-Fu und JUGEND-FU."

  • Ich denke konkrete Ziele müssen gesetzt werden, dürfen im Bereich E-Jugend und dadrunter nicht durch statistiken erzielt werden, schon gar nicht
    wenn diese Vorgabe vom Verein oder Trainr kommt. Ziele währen zum Beispiel die individuelle Verbesserung in Bereichen, die dem Spieler gut tun
    oder die für ihn am wichtigsten sind.


    Die Spieler machen sich schon von alleine den Druck gewinnen zu wollen, da muss der Trainer nicht noch vor jedem Spiel das finale
    Ziel aka. mind. dritter Platz oder ähnliches anpreisen. Ein erster Schritt währe doch zu sagen, wir wollen keine Spiele mehr im zweistelligen
    Bereich verlieren. So habe ich bei uns angefangen (D-Jugend). Mitlerweile, spielen wir gegen Kreisligisten keine zweistelligen Ergebnise mehr,
    und gewinnen ab und zu mal Spiele gegen KL. Und das innerhalb von einem Jahr.


    Also, mit viel Worten lässt sich genauso viel sagen wie mit wenigen: "Ohne Druck geht es m.A. nach viel besser, die Leistung der Jugendlichen zu steigern."

  • Danke fuer die liebe Posts. moechte meine Frage aber nochmal praezisieren. es geht mir generell darum,welche Tipps ihr mir fuer so ein probetraining geben koennt. was kann mjn am besten tun und sagen? ganz praktisch eben. und ja,das dfb kinerfuba konzept ist mir bekannt. ich setz das auch in einer fuer mich passenden form um. nur wie ichs schon gepostet hab, noch eine saison schlachtopfer mache ich nicht mit. Auch das tu ich keinem kind an! wie gesagt,wichtig ist mir grad tipps zum ersten training mit einem team und in bezug zu den eltern zu bekommen.mache den jobja nicht seit gestern,und mu7 meine entscheieungen ja eh selber treffen.aber wie stellt ihrs an?

  • Wenn du dir einen Überblick über den Leistungsstand der Mannschaft verschaffen würdest ,würde ich dir ungefähr das hier empfehlen:


    1) Aufwärmen mit Ballarbeit, jeder einen Ball, Tannenbaum z.B.


    2) Danach direkt ein Mini-Turnier mit Dreier-Teams machen, da sieht man mit Abstand am meisten. Überzählige Spieler auf diversen Spielfeldern mit Leibchen als Überzahlspieler einbinden.


    3) Torschussübung mit beiden Füßen ohne Gegnerdruck aus dem Lauf heraus (nicht auflegen). Torschussübung frei nach 1:1


    4) Abschlussspiel möglichst auf Originalspielfeld und mit Originalzahl der Spieler, also 7:7 auf Kleinfeld wohl?

  • Nach einem kurzen Aufwärmprogramm ( z.B. Jonglierwettbewerb) würde ich das Training in 50% technische Übungen und 50% Spielformen splitten.


    Die Eltern bitten das Training anzuschauen, um sich ein Bild von dir und den Schützlingen zu machen.


    Nach dem Training, evtl. mit einer kleinen kullinarischen Aufwartung von Getränken und etwas Obst ;) , deine Eindrücke von Spielern und Eltern insgesamt schildern.


    Vielleicht eine kurze Schilderung der Ziele deiner Arbeit und die des Vereins, sowie Mannschaft für die kommende Saison.
    Ziele wie,
    wir wollen keinen Spieler verlieren
    wir wollen altersgerecht trainieren
    wir wollen der Ausbildung alles unterordnen, auch die Ergebnisse
    wir wollen uns als faires Team präsentieren
    wir wollen zeigen, das wir ohne schreiende Eltern und Trainern einen guten Fußball spielen können


    u.s.w.


    Dir fällt da bestimmt noch einiges ein!

  • Würde mich Chris und eismann anschließen. Da ist verammt viel gutes dabei, was sie dir vorgeschlagen haben. Natürlich gibt es auch andere Möglichkeiten, aber diese sind schon ziemlich gut und ich würde es so machen.


    Zu deinem Ausgangsbeitrag. Wie eigentlich alle dir schon rieten, lehne den Posten ab. Es ist nicht zumutbar, dass dir ein fester Tabellenplatz als Ziel ausgegeben wird. Bei einer E-Jugend ist es viel wichtiger, dass du dich an den Ausbildungszielen orientierst und gute Einzelspieler entwickelst. Dies bedeutet jedoch nicht, dass diese Egoisten werden sollen, sondern dass sie in der Lage sind nach der E-Jugend alle Grundtechnicken im Spiel einzusetzen (natürlich nicht alles unter Gegnerdruck). Aber mit Zeit und Platz sollten sie in der Lage sein fast alle Grundtechnicken (gerader Kopfball, Innenseitstoß, Spannstoß, dribbeln, Ballan- und mitnahme etc.) anzuwenden.

    Wer Rechtschreibfehler findet darf sie natürlich behalten !!! ;)

  • Ich würde mich nochmal mit den Vereinsmenschen zusammensetzen und versuchen Ihnen klar zu machen,
    was deine Philosophie im Kinderfussball ist und was Dir besonders wichtig ist. Generell würde ich gar nicht
    erst auf die Vorgabe des Vereinseingehen ansprechen, sondern ein offenes Gespräch führen.


    Jeder Trainer/Betreuer ist anders und hat - so wie Du bereits geschrieben hast - Erfahrungen gemacht oder zumindestens
    eine Vorstellung wie es ablaufen soll. Mach Dir klar, was Du willst und was Du in diesem Zusammenhang am besten kannst.
    Mir bringt ein Biologie-Ass in Sachen mathematischer Formeln recht wenig.


    Erst dann wenn Dein Standpunkt steht, würde ich den Verein fragen,was die Vorgaben sind, auch wenn diese sich
    vielleicht wiederholen müssen. Ich denke dann sollte beiden Seiten spätestens klar sein, ob es passt, ob noch Verhandlungsbedarf
    besteht oder ob sich eure Ansichten gar nicht treffen und ihr euch so trennt.


    Gruß Steven

  • Gestern war es dann soweit. hatte mich im Vorfeld nochmal mit dem VErein zusammengesetzt une mein Konzept nach dem dfb plan dargelegt. Der Verein hat mir versichert,dasp ich freie Hand habe mein Konzept,nach meinen Vorstellungem umzusetzen. Wurde ein längerer Vortrag meinerseits. Leider ist davon bei uns im Kreis noch nicht viel angekommen. es herrscht leider ueberall noch das denken alter Schule vor. Elternabend war dann ,dank Unwetter, spaerich besucht. Mit freier Hand vom Verein,seh ich dem ganzen aber ganz positiv entgegen. Die wenigen Eltern machten auf mich einen guten Eindruck.

  • Gestern war es dann soweit. hatte mich im Vorfeld nochmal mit dem VErein zusammengesetzt une mein Konzept nach dem dfb plan dargelegt. Der Verein hat mir versichert,dasp ich freie Hand habe mein Konzept,nach meinen Vorstellungem umzusetzen. Wurde ein längerer Vortrag meinerseits. Leider ist davon bei uns im Kreis noch nicht viel angekommen. es herrscht leider ueberall noch das denken alter Schule vor. Elternabend war dann ,dank Unwetter, spaerich besucht. Mit freier Hand vom Verein,seh ich dem ganzen aber ganz positiv entgegen. Die wenigen Eltern machten auf mich einen guten Eindruck.

    Auch wenn Du vielleicht einer der wenigen bist, die für eine Ausbildung nach den Vorsätzen des Kifu sind, es werden sich immer mehr anschließen.
    Viele Trainern und Betreuern - besonders der älteren Generation - müssen noch lernen, Ihre Prioritäten was die Zielsetzung der Kinder angeht, nicht ihrer
    gleich zu setzen. Erfolg, den der Trainer auf kurzfristiger Basis durch Statistiken erzielt, muss in Erfolg für die langfristige und nachhaltige Ausbildung umfunktioniert werden.
    Auf der anderen Seite, sind wir Menschen sehr anpassungsfähig. Was das Umfeld als Voraussetzung gibt und wie es gewillt ist, Konzepten zu folgen,
    gibt auch den Rahmen vor, einen Trainer erfolgreich sein zu lassen.


    Nach und nach gelangen mehr Menschen, die offen für neues sind, in Positionen die wichtig sind um überregionale Entscheidungen zu treffen. Aber der,
    der sich dem Kifu-Konzept anschließt und dies durchzieht wird früher oder später Dank ernten. Man muss erkennen wann,
    der Breitensport in Leistungssport übergeht. Und eben nicht andersrum.


    Gruß Steven