Mir fehlen die Worte. Ich wurde als Trainer einer U11 gefeuert !!!

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  • Ich bin noch immer sprachlos darüber, dass ich diese Woche, nur einen Tag nach der Hallenkreismeisterschaft meiner U11 gefeuert wurde.


    Ich habe die Mannschaft vor 1.5 Jahren in der U9 übernommen und in diesem Jahr mit der Mannschaft als U11 am Spielbetrieb teilgenommen. Die Mannschaft war Teil eines Vereins, der einer JFG angehört. Da der Verein die Jugendarbeit auch im Kleinfeldbereich mit einem anderen Verein zusammen durchführen wollte, eine JFG aber erst ab der U13 beginnt sah es wie folgt aus: U11/1 Verein A U11/2 mein ehemaliger Verein U11/3 Verein A. Meine Mannschaft trainierte und spielte jedoch auf unserem Vereinsgelände (und nicht dem des Vereins A) und hatte einen eigenen Jugendleiter. Jedoch gehörten wir vom Namen her Verein A an.


    Ich hatte schon in der U9 Schwierigkeiten mit dem Vorsitzenden des Vereins A. Dies war einfach darin begründet, dass wir nicht miteinander konnten. Einen ersten Höhepunkt erreichte die Eskalation als wir mit meiner U9 das U9 Turnier des Vereins A gewannen. Als ich die Mannschaft vor 1.5 Jahren übernommen hatte, hatte diese bis dato weder einen Sieg noch ein Unentschieden erreicht. Durch meinen kontinuierlichen Einsatz und die Trainingsarbeit erreichten wir dann jedoch im Frühjahr 2010 Platz 3 von 6 Mannschaften (die beiden Erstplatzierten Vereine waren bayernweit bekannte Vereine). Zudem gewannen wir alle 2 Turniere, an welchen wir nach Abschluss der Saison teilnahmen. Dies war wohl etwas was mir der Vorsitzende des Vereins A nicht zutraute und gönnte.


    Die Schwierigkeiten erreichten eine neue Stufe als ich die Planungen für die Herbstsaison vornahm. Meine Mannschaft nahm an einem überregionalen Turnier teil und verbrachte ein gem. Wochenende im Rahmen dieses Turniers in einem Sportcamp. Fortan wurde ich auf jeder Sitzung der JFG, an welcher ich nicht teilnahm, von ihm als DFB Stützpunkt ausgelacht. Mein Ziel war es durch die Teilnahme an besser besetzten Turnieren die Jungs weiterzubringen und sie sollten sich auch Verhaltensweisen von besseren Teams abschauen können. Eine erste Kritik meinerseits kam bei der Spielgruppeneinteilung auf. Der gute Mann meldete die Mannschaften nicht als U11/1 U11/2 und U11/3 an sondern als U11/1 U11/2 und U11/2-2. Da die beiden U11/2 und U11/2-2 nicht in einer Gruppe spielen konnten wurde die U11/2-2 des Vereins A in eine Gruppe eingeteilt, bei der die weiteste Fahrt 25 km war. Meine U11/2 hingegen wurde in eine Gruppe eingeteilt, bei der wir teilweise 80 km einfach für ein Spiel zurücklegen mussten (an einem Donnerstag um 18.00). Die Folge war natürlich, dass einige Jungs, welche in die 4. Klasse gehen an Auswärtsspielen, welche wochentags stattfanden nicht teilnehmen konnten und ich auf Spieler der U9 zurückgreifen musste. Dies sprach ich an und er meinte, daß wir froh sein sollen wenn wir in der Frühjahrsrunde 2011 nicht noch weiter entfernte Spiele erhalten würden. Kritikfähigkeit - Fehlanzeige.


    Bereits zu dieser Zeit begann er an meinem Stuhl zu sägen. Er fragte immer wieder bei unserem Jugendleiter nach ob ich noch tragbar wäre und es sei doch besser die Mannschaft aufzulösen um die restlichen Spieler in seinen Verein zu integrieren. Dies sprach er auch bei meinem Co an. Mein Verein blockte dies jedoch stets ab. Es ging aber immer weiter. Meine Mannschaft war es gewohnt einen Spielbericht auf der Webseite unseres Vereins zu finden. Als ich nach o.g. Auswärtsspiel dort schrieb, daß die Niederlage kein Wunder war, da man auf 3 U9 Spieler zurückgreifen musste wurde mir der Bericht gelöscht. Ich hätte dies zu unterlassen, da eine Kritik an der Spielgruppeneinteilung von seiten des Vereins A nicht erlaubt wäre und dies ggf. sonst negative Folgen haben könnte. Wieder schaltete der Vorsitzende des Vereins A unseren Jugendleiter ein und forderte, daß ich gefeuert werden sollte. Er merkte natürlich, daß meine Mannschaft langsam besser wurde und wollte die Spieler zu seinem Verein "senden".


    Weiter ging es dann mit der Einteilung der Trainingszeiten in der Hallensaison. In der Schule, in der das Training abgehalten wird gibt es zwei Hallen. Eine große mit Toren und eine wirklich alte und kleine Halle ohne Tore und nur mit Matratzen als Tore. Ich hatte bereits im Oktober die Turnierplanungen für die Hallensaison abgeschlossen und meine Mannschaft sollte an 7 Turnieren im Zeitraum November - März teilnehmen. Zum Vergleich: U11/1 und U11/2 nur 2 Turniere in diesem Zeitraum. Die Planungen wurden auch auf der Webseite meiner Mannschaft veröffentlicht. Guess what: Meine U11 sollte in der kleinen Halle trainieren und die U9 des Vereins A in der neuen Halle. Ich sprach diesen Zustand bei meinem Jugendleiter an. Es kann doch nicht sein dass eine U11 in einer Halle ohne Tore etc. trainieren und zeitgleich eine U9 in einer grossen Halle mit Toren trainiert, nur weil diese dem Verein A angehört. Die Antwort des Vorstandes von Verein A war, dass er die Einteilung macht und wenn es uns nicht passt sollen wir eben auf das Training verzichten. Soweit so gut. Ach ja, was ich nunmehr vergass ist die Tatsache, daß ich via Sponsoren neue Trainingsanzüge, Sporttaschen und einen Trikotsatz im Gesamtwert von ca. 1600 Euro für mein Team organisiert hatte. Dies war dem Vorstand natürlich auch ein Dorn im Auge.

  • Im November feuerte der Vorstand dann zuerst einmal den Trainer der U11/1. Der Sohn des Vorstands spielte in der U11/1 und fortan übernahm dieser die U11/1 (gleichzeitig trainierte er die D7).


    Für die Hallensaison plante ich zu Beginn einige besser besetzte Turniere, bei denen durchweg Mannschaften des Jahrgangs 2000 teilnahmen (mein Team war 3x 2000, 4 x 2001 und 2 x 2002). Natürlich waren die Ergebnisse am Anfang schlecht, aber wie ich erwartet hatte lernte das Team und verbesserte sich bei den folgenden Turnier sehr (dies kann man vergleichen, da wir an überregionalen Turnieren teilnahmen und dort Greuther Fürth etc.wie auch bei unseren erstem Turnier teilnahm und man so die Turnierergebnisse direkt vergleichen konnte). Bei der 2. Vorrunde der Hallenkreismeisterschaft hatte ich die Mannschaft sogar schon soweit, daß wir (ungelogen) in den ersten vier Spielen nur einen einzigen Schuss auf unser Tor erhielten (dieser leider zum Gegentor führte) und die Mannschaft ihre Gegner nach belieben dominierte. Folglich ging meine Planung vollkommen auf.


    Jetzt muss ich noch folgendes erwähnen. Im Dezember fragte ich beim Trainer der U11/3 nach ob er nicht Jungs hätte die bei unseren Turnieren mitspielen wollten. Er meinte ich solle sie fragen. Vor unserem ersten Januarturnier rief ich extra noch einmal seinen Co an und versicherte mich dass dies i.O. wäre. Auch er bejahte dies. Folglich spielten 3 Jungs der U11/3 (die ich schon länger kannte und mit meinem Sohn in die Schule gingen bei unseren Turnieren mit). Den Jungs gefiel dies natürlich (sie spielten ja seit Ende Oktober kein Turnier oder Spiel mehr) und sie waren wunderbar in mein Team integriert. Es kam wie es kommen musste und die Jungs wollten nur noch bei mir spielen. Ich sagte ihnen jedoch daß sie gerne bei unseren Turnieren mitspielen dürfen, die Punkterunde aber bei ihrer Mannschaft absolvieren muessen. Im Sommer könnten die Eltern gerne auf mich zukommen, aber ich werde dies nicht forcieren. Die 3 hatten auch noch nie bei groesseren Turnieren ausserhalb unserer Region teilgenommen und natürlich gefiel es ihnen gegen Mannschaften aus dem Münchener Raum etc. zu spielen. Sie kannten es auch nicht, daß wir auf der Rückfahrt einen Stop bei einem Italiener einlegten und dort Pizza essen würden. Dies gefiel ihnen natürlich, da ihr Verein an solchen Turnieren bzw. gem. Aktionen kein Interesse hatte.


    Ein paar Tage später stand dann erneut der Jugendleiter meines Vereins vor meiner Türe. Er meinte der Vorstand von A hätte ihn kontaktiert und ich würde die Spieler des Vereins A abwerben. Ich sagte ihm ganz klar, dass ich dies niemals tun würde und auch nicht getan hätte.


    Die Jungs spielten dann am vergangenen Wochenende auch bei der Hallenkreismeisterschaft in meiner Mannschaft mit. Am vergangenen Montag wurde ich dann gefeuert. Die Begründung, so wurde mir seitens meines Vereins mitgeteilt, wären die ständigen Querelen mit Verein A und dass bei gem. Sitzungen vom Vorstand von A immer wieder mein Name genannt werden würde. Noch im November hatte mir mein Verein zugesichert, dass die U11 ab der Saison 2011/12 wieder unserem Verein und nicht mehr Verein A angehören würde. Nunmehr war nicht mehr die Rede davon. Meine U11 wurde daraufhin vom aufgelöst und vom Spielbetrieb abgemeldet. Nunmehr findet lediglich einmal in der Woche ein 1-stündiges Training für die restlichen Spieler meiner ehem. Mannschaft seitens des Jugensleiters statt. Die besseren Spieler möchte Vorstand A in seine U11 einbinden, der Rest ist ihm egal.


    Als mich einer der drei Spieler von Verein A vor der Schule fragte wann wir wieder ein Turnier hätten sagte ich ihm dass Vorstand A die Mannschaft aufgelöst hat. Er und die beiden anderen meinten sie wollen nie mehr für Verein A spielen. Der Trainer der U11/3 wie auch Vorstand von A haben mich auch massiv diffamiert. Sie erwähnten immer wieder bei den 3 Jungs, dass ich ein strenger Trainer wäre und man bei mir nichts zu lachen hätte. Komischerweise sagten die Jungs aber dass ich der beste Trainer war den sie bisher hatten und die Mutter eines meiner ehem. Spieler meinte, daß die Kids meiner Mannschaft mich förmlich geliebt hätten. Als er einmal die Mutter eines der drei Spieler traf ging er diese auch massiv an. Er kündigte auch an, sofern die 3 zu mir wechseln würden er deren Mannschaft auflösen würde um sie so unter Druck zu setzen.


    Wir hatten noch soviele tolle Turniere mit teils internationalen Mannschaften geplant und alle freuten sich darauf. Mein Sohn hat erst einmal geweint, als er hörte dass es unsere Mannschaft nicht mehr gibt, ein anderer hat sofort mit dem Fußball aufgehört. Mir waren die Jungs so ans Herz gewachsen und nun ist es einfach vorbei. Alles a.g. der Tatsache, dass der Vorstand von A und ich nicht miteinander konnten. Wir hatten jedoch nichts, aber auch gar nichts miteinander zu tun. Jedoch arbeitete er immer wieder gegen mich (wie er es auch gegen den Trainer der U11/1 tat). Der Vorstand ist absolut narzisstisch veranlagt. Er zieht alles an sich (nunmehr Trainer der U11 seines Sohnes und gleichzeitig der D7) und hat nunmehr die ges. von mir organisierte Ausrüstung wie auch meine ehemals besten Spieler in seiner Mannschaft. Er denkt, dass ohne ihn nichts klappt und er der große Lenker wäre. Kritik lässt er nicht aufkommen und erstickt sie (wie in meinem Falle) bereits im Keim. Wer anders denkt als er wird gefeuert. Er nimmt keinerleit Rücksicht auf die Kinder sondern befriedigt vielmehr sein eigenes Ego mit Erfolgen (der Höhepunkt war, dass er nach einem von ihm im Internet verfassten Spielbericht zur Hallenkreismeisterschaft unter einem Pseudo postete, dass seine Mannschaft die Mannschaft mit der am besten gezeigten Leistung bei allen Vorrundenturnieren der Kreismeisterschaft gewesen wäre - ich erinnere noch einmal daran, dass er dies unter einem fremden Pseudo postete - lol, zeigt aber den Charakter des Vorstands).


    Abschliessend wurde ich auch noch dafür kritisiert, daß ich im Spielbericht des vergangenen Wochenendes erwähnte, dass es doch nicht sein kann dass meine Mannschaft von einem Spieler des Gegners ständig als A....löcher etc im Spiel bezeichnet werden und dieser Spieler in einem Spiel gegen eine andere Mannschaft dem Gegenspielter vorsätzlich vor den Augen seines eigenen Trainers den Ellenbogen ins Gesicht schlug. Ich erwähnte, dass der Trainer des Spielers diesen doch bitte einmal darauf hinweisen solle, daß ein solches Verhalten in einer U11 nichts verloren hat. Er unterlies dies jedoch während des ges. Turnieres und daher äußerte ich meine Kritik im Spielbereicht. Ich denke, daß dies auch angemessen ist - Vorstand A war jedoch anderer Meinung.


    Und noch einmal lol - Vorstand A hat meinem ehem. Co angeboten in der kommenden Saison sein Co in der U13/2 zu werden. Er begründete dies damit, daß so sichergestellt wäre dass die Jungs aus unserer Ortschaft zu Verein A ins Training kämen (U13/2 hat als Teil der JFG den Spiel- und Trainingsort bei Verein A). Es kann doch nicht wahr sein dass er jemanden nur a.g. dieser Tatsache anbietet sein Co zu werden. Sogar dem ehem. Trainer der U11/1 hat er dies angeboten, da er mit der Leitung der JFG, als stlv. Vorsitzender seines Vereins, Trainer der D7 und U11/1 sowie Trainer der Jugendabteilung Tischtennis etc etc etc überfordert sei. Wie ihr seht zieht er alles im Verein an sich und stellt sich als großer Macher dar. Narzisstische Züge. Natürlich lehne dies der ehem. Trainer der U11/1 ab.


    Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht bzw. was denkt ihr über den Fall? Ich bin wirklich geknickt. Soll ich den Rest meiner Mannschaft nehmen (plus die 3 Jungs die zu mir wollten) und mich einem anderen Verein anschliessen? Die Jungs wären zwar alle im Frühjahr gesperrt und dürften keine Punkterunde spielen, aber wir könnten dies mit Turnieren und Freunschaftsspielen ausgleichen. Ich bin wirklich geknickt.


    PS: Rechtschreib- bzw. Grammatikfehler bitte ich zu entschuldigen, aber schaut einmal auf die Uhrzeit meines Threads. Ich bin immer noch so geschockt, dass ich nur schlecht einschlafen kann.

  • Hi,


    ich kann deinen Frust gut nachvollziehen und auch das dein Herz jetzt blutet. Allerdings wage ich die Sache an sich nicht zu beurteilen, da es immer 2 Seiten der Medalie gibt. Und solange nicht auch eine gegenseite zu lesen ist fällt es schwer objektiv zu bewerten.


    Solche oder ähnliche Erfahrungen haben mit Sicherheit schon viele gemacht.


    Ich wünsche dir das du bald wieder einen Verein findest. Bei deinem Einsatz kann sich ja jeder nur Glücklich schätzen jemanden wie dich im "Team" zu haben.



    :thumbup:

    Versuche im jeden Training 1 Spieler gezielt besser zu machen und du hast in einem Jahr/einer saison, VIEL geschafft!

  • Ich sehe es auch so. Es war denke ich gut für dich, dir alles mal von der Seele zu schreiben. Wahrscheinlich konntest du danach einschlafen. ;)


    Aber ich denke, hier im Forum sollten Beurteilungen der Situation unterlassen werden, da wir nicht beide Seiten hören können.

  • Und bei all dem, was Du da geschrieben hast, habe ich nicht einen wirklichen Grund gefunden, der eine Kündigung auch nur annähernd rechtfertigen würde.
    Folglich galube ich, dass da noch mehr ist. Nämlich die andere Seite.


    Wie stehen denn Mannschaft und Eltern zu der Sache?


    Würde man mich unberechtigt rauswerfen, stünden die Chancen nicht schlecht, die komplette Mannschaft in einen anderen Verein mitzunehmen.

    Das einzige, was wirklich gerecht verteilt ist, ist die Intelligenz.
    Ich habe noch nie jemanden sagen hören, er hätte zu wenig davon.

  • Wie heißt es so schön im Versöhnungsliedtext zweier ehemaligen Boyband Mitglieder: Es gibt drei Versionen der Geschichte: Deine, meine und die Wahrheit ;)


    Nimm's leicht. Das Leben geht weiter und sowohl Erfolg als auch Mißerfolg sind zwei völlig natürliche (und damit zu erwartende) Ausgänge einer Bemühung.

  • Es gibt hier aber keine zwei Seiten. Der Punkt war, dass ich mich stets für die Belange meiner Mannschaft eingesetzt hatte. Auch wenn dies zu Konfrontationen führte. Ihr muesst verstehen, dass mein Verein in den 90 er Jahren sehr erfolgreich und deutschlandweit bekannt war und es auch noch ist. Verein A hingegen war stets unbedeutend. Nachdem sich mein Verein Ende der 90er auflöste und erst im vergangegen Jahrzehnt erneut neu gegründet wurde sieht sich Verein A in der Vormachtsstellung und kann es offenbar nicht akzeptieren, dass eine bei meinem Verein spielende, aber Verein A angehörige Mannschaft erfolgreicher und besser arbeitet als die eigenen Teams. Ebenso kann er es nicht verkraften dass die eigenen Spieler lieber bei meiner Mannschaft spielten und sich dort wohl fühlten als bei den Mannschaften seines Vereins. Es herrscht zwischen den Vereinen ein Konkurrenzdenken. Ebenso konnten und können die Eltern meiner Spieler mit Verein A nichts anfangen und sind ständig im Konflikt mit dessen Vorsitzenden.
    Ich war bei den Jungs sehr beliebt. Dies zeigt eben auch die Aussage einer Mutter, die die Auflösung sehr bedauerte und eben meinte, dass die Kinder mich förmlich geliebt hätten.
    Es handelte sich von Anfang an um eine private Antipathie zwischen dem Vorsitzenden von Verein A und mir. Organisierte ich Trikots und Trainingsanzüge über einen Sponsor meinte er was dies solle. Wir hätte ja noch 4 Jahre alte Trikots (die aussahen wie Lappen). Sammelte ich Spenden für die Weihnachtsfeier meiner U11 meinte er ich hätte dies zu unterlassen, da schon für die JFG gespendet werden würde etc etc etc

  • Soll ich den Rest meiner Mannschaft nehmen (plus die 3 Jungs die zu mir wollten) und mich einem anderen Verein anschliessen? Die Jungs wären zwar alle im Frühjahr gesperrt und dürften keine Punkterunde spielen, aber wir könnten dies mit Turnieren und Freunschaftsspielen ausgleichen.


    Ein ganz klares JA. Ich würde auch den Co mitnehmen, wenn er es möchte. Allerdings ist auch immer ein butterer Beigeschmack dabei, wenn du die Kinder quasi abwirbst. Mach aber nicht den Fehler und gib dem alten Verein eine Agriffsfläche, indem du z.b. den Eltern sagst, dass sie bitte die Kinder nicht mehr zum Training oder Spiel schicken.. Schreib auch keinen Zeitungsbericht oder soetwas, das wird alles völlig fehlinterpretiert und heizt die Gemüter nur an. Sprech das ganz offen und konstruktiv mit einem neuen Verein ab - leg dein ganzes Trainerdasein offen, zeig die Internetartikel, lass den Jugendleiter mit den "alten" Eltern sprechen usw.. Es wird dadurch sowieso eine negative Stimmung zwischen den Vereinen herrschen aber das legt sich auch wieder. Ich wünsche dir viel Erfolg dabei.

  • Es gibt hier aber keine zwei Seiten.

    Diese Aussage ist für mich ein erstes Indiz das es auch hier zwei Seiten gibt und liegt sie auch - bitte nicht als Beleidigung auffassen - nur einfach darin, dass du keine zweite Meinung akzeptierst.
    Und einen Satz später gestehst du ja ein das es zu Konfrontationen kam - das ist das nächste Indiz für eine zweite Seite.


    Die Seiten sind also klar aufgeteilt - ob das ganze fair, gerechtfertig oder sinnvoll ist steht auf einem anderen Blatt - da würde ich dir ohne die zweite Meinung sogar Recht geben, nur obliegt diese Entscheidung weder dir noch mir.


    Wenn das Verhältnis zu den Eltern wie du sagst gut ist, würde ich diese mit ins Boot holen - denn die Stimmen der Eltern können ggf. noch was bewegen, wobei ich auch hier die Erfolgschancen als sehr gering ansehe.


    Die Tatsache das du Trikots und Trainingsanzüge etc. besorgst oder Spenden sammelt - wird dir im jeden Verein mit etwas Struktur immer Probleme einbringen. Für Öffentlichkeitsarbeit bzw. Sponsoring gibt es meist Verantwortliche, die solche Dinge organisieren. In meinen Augen sieht es mir danach aus das du ein Einzelkämpfer bist, der sich in einer klaren Hirachie bzw. Struktur im Verein immer wieder durch unabgesprochene Einzelaktionen ins Abseits geschossen hast.
    Ich habe selbst auch schon Stunk gehabt weil ich einige Sachen auf eigene Faust anpacken wollte und musste lernen, dass es die Aufgabe der Jugend- oder Spartenleitung ist diese Dinge zu koordinieren.


    Nimm es mir nicht übel, aber ich denke es gab aus der Sicht des Vereins sicher den ein oder anderen Grund der soetwas rechtfertigt.


    Grüße
    Zodiak

    „Erfolg ist ein Geschenk – eingepackt in harte Arbeit." (Ernst Ferstl)

  • Ein ganz klares JA. Ich würde auch den Co mitnehmen, wenn er es möchte. Allerdings ist auch immer ein butterer Beigeschmack dabei, wenn du die Kinder quasi abwirbst. Mach aber nicht den Fehler und gib dem alten Verein eine Agriffsfläche, indem du z.b. den Eltern sagst, dass sie bitte die Kinder nicht mehr zum Training oder Spiel schicken.. Schreib auch keinen Zeitungsbericht oder soetwas, das wird alles völlig fehlinterpretiert und heizt die Gemüter nur an. Sprech das ganz offen und konstruktiv mit einem neuen Verein ab - leg dein ganzes Trainerdasein offen, zeig die Internetartikel, lass den Jugendleiter mit den "alten" Eltern sprechen usw.. Es wird dadurch sowieso eine negative Stimmung zwischen den Vereinen herrschen aber das legt sich auch wieder. Ich wünsche dir viel Erfolg dabei.

    Eine ganze Mannschaft mit zu einem neuen Verein nehmen?! In der U11 ... damit kannst du dir sicher sein, dass deine Trainerlaufbahn einen ordentlichen Knick bekommt - sowas ist ein absolutes No-Go.
    Ihr tragt einen persönlichen Krieg auf dem Rücken einer U11 und deren Eltern aus ... PFUI da fällt mir nichts zu ein und allein der Gedanke eine Mannschaft vom Verein loszueisen ist ein Unding in meinen Augen.


    Auch wenn ich mit meiner Sicht der Dinge da alleine stehe - ich würde dich als Verein mit einem Team nicht aufnehmen, weil du nicht nur dir selbst, sondern auch dem aufnehmendem Verein schaden wirst, da die Beziehungen zwischen dem alten und neuen Verein sich drastisch verschlechtern werden ...


    Fair Play sieht in meinen Augen aber ganz anders aus ...

    „Erfolg ist ein Geschenk – eingepackt in harte Arbeit." (Ernst Ferstl)

  • Nein, ich lasse dies nun auch. Ich mache einfach gar nichts mehr. Ja, ich habe mich den Strukturen aus Unwissenheit in 2009, als ich damals die F kurz vor Weihnachten Knall auf Fall übernahm nicht unterworfen. Ich habe damals Sachspenden für die Weihnachtsfeier der F gesammelt, da diese vom Verein nichts erhielt. Ja, ich wurde dafür zurechtgewiesen und habe es danach unterlassen (ich habe damals Sachspenden gesammelt, weil ich dies aus meiner Jugendzeit kannte). Damals begann der Konflikt. Ich habe nunmehr beschlossen die Sache auf sich ruhen zu lassen und mit den Vereinen abgeschlossen. Dass jedoch in einer U11 / U9 so gearbeitet wird ist mir unverständlich. Bez. abwerben der Spieler - das hätte ich auch nicht getan. Als mir unser Jugendleiter mitteilte, dass die Mannschaft aufgelöst wird und nicht mehr am Spielbetrieb teilnimmt habe ich ihn gefragt ob wir uns einem anderen Verein anschliessen dürften. Er meinte dass die kein Problem wäre solange ich keinen Druck auf die Jungs ausüben würde. Dies hätte ich auch nie getan. Wie gesagt war die Zusammenarbeit mit dem Jugendleiter und dem Vorstand meines Vereines sehr gut, jedoch grauenhaft mit dem Vorstand des Vereins A.


    Es bringt alles nichts. Ich lasse das nun auch wenn es mir viel Spaß gemacht hat.

  • War denn der alter Verein fair? Er darf, wie ich ja schrieb, die Kinder nicht abwerben. Er soll eine U11 übernehmen und die alten Kinder werden zu ihm kommen.

  • Es gibt drei Versionen der Geschichte: Deine, meine und die Wahrheit ;)

    Der Spruch gefällt mir.

    Das einzige, was wirklich gerecht verteilt ist, ist die Intelligenz.
    Ich habe noch nie jemanden sagen hören, er hätte zu wenig davon.

  • Und abschliessend zu diesem Thema möchte ich noch einmal den ehem. Trainer der U11/1 zitieren als ich bei ihm gestern nachfragte warum er gefeuert wurde:
    Es gibt sicherlich Eltern die sich beschwert haben. Dies liegt wohl weniger an meiner angeblichen Härte, sondern mehr daran
    dass ich den Kids nicht alles habe durchgehen lassen z.B. zu spät oder gar nicht (ohne Abmeldung) zum Training erscheinen,
    permanentes Rumblödeln, Respektlosigkeiten, Mobbing untereinander. Eine gewisse Disziplin und Teamgeist muss schon vorhanden sein.
    Wir hatten ohnehin einen sehr schmalen Kader von nur 8 Spielern. Irgendwann haben wir zum ersten Mal einen Spieler wg. o.g. Punkte
    vom Training & Spiel ausgeschlossen bis er sich wieder ins Mannschaftsgefüge integrieren wollte. Der Vorstand hat diese „Chance“ genutzt
    und diesen Spieler zur D7 geholt, und hat dies auch einem weiteren Spieler schmackhaft gemacht. Dies lief alles hinter den Kulissen, und wir
    wurden dann vor vollendete Tatsachen gestellt.


    Wir haben immer über den 1. FC Vostand gesprochen ;o)
    Letztlich fällt ihm dies nun wieder auf die Füße, denn es gibt nicht viele Eltern die sich mit einem
    solchen Zeitaufwand engagieren. Anscheinend betreut er nun zwei Mannschaften und da ihm das zeitmäßig wohl über den Kopf wächst sucht er
    nun wieder Co-Trainer für die U13, und hat mich angesprochen ob ich nicht ….blablabla



    Soviel dazu und damit ist das Thema für mich beendet.

  • Sagt mal....wäre es möglich, zu einem Turnier zu fahren, ohne Mannschaft eines Vereins zu sein? Also als Mannschaft -"Freizeitmannschaft"- dort mitzumachen?


    ja und wenn sie Mitglied in einem Verein sind, dann sind sie auch versichert.

  • PFUI da fällt mir nichts zu ein und allein der Gedanke eine Mannschaft vom Verein loszueisen ist ein Unding in meinen Augen.

    Das sehe ich anders.


    Wenn Du ohne wirklichen Grund vor die Tür gesetzt wirst?
    Wenn die Mannschaft Gefahr läuft auseinanderzubrechen?
    Wenn Du deine Jungs über Jahre betreut hast und die Jungs dich mögen?


    Was ist dir wichtiger: Die Mannschaft oder der Verein?

    Das einzige, was wirklich gerecht verteilt ist, ist die Intelligenz.
    Ich habe noch nie jemanden sagen hören, er hätte zu wenig davon.

  • Das sehe ich anders.


    Wenn Du ohne wirklichen Grund vor die Tür gesetzt wirst?
    Wenn die Mannschaft Gefahr läuft auseinanderzubrechen?
    Wenn Du deine Jungs über Jahre betreut hast und die Jungs dich mögen?


    Was ist dir wichtiger: Die Mannschaft oder der Verein?

    Und das ist auch der Punkt warum es mir so schwer fälilt, auch wenn die Jungs erst zwischen 8 und 10 waren. Wir waren ein Team. Bei uns wurde stets viel gelacht, man war aber trotzdem auch bei der Sache. Sie wollten immer trainieren und spielen und freuten sich auf die kommenden Turniere. Es gab nie Streit in der Mannschaft. Die Jungs maulten sich bei Fehlern nie an sondern bügelten diese aus. Das war eben der Unterschied zu vielen anderen Teams. Bei uns gab es eben nie Streit und wenn doch war er in einer Minute geschlichtet. Die Jungs waren hochmotiviert und wir hatten eben noch ein paar Ziele in dieser Saison. Ich kann mich noch an eine Situation gut erinnern. Als ich einmal bei einem Trainingsspiel kein Foul gegen meinen Sohn pfiff maulte dieser mich an. Die Mannschaft ging dann gleich geschlossen auf ihn los und meinte dass man so etwas zu seinem Vater oder auch Trainer nicht sagen darf und die Sache war nach einer Minute vergessen. Wie schon geschrieben war eben dies auch ein Grund warum die Spieler von Verein A zu uns wechseln wollten. Als diese im Januar, nach Absprache mit deren Trainern bei unseren Turnieren mitspielten waren sie sofort ein Teil der Mannschaft, Es war nicht so daß sie aussen vor waren oder nicht angenommen wurden sondern es war eher so als ob sie schon immer ein Teil unserer Mannschaft waren. Ich habe nach dem Turnier in der Kabine sogar meine Mannschaft gefragt wer wolle, daß die 3 auch bei unseren weiteren Turnieren bei uns mitspielen dürften. Jeder der Mannschaft meldete sich sofort. Dies war aber offenbar auch etwas was dem Vorsitzenden A nicht gefiel. Bei uns wurde einfach mit viel Spaß trainiert und deshalb wollten die Spieler ja zu uns,. Ich habe aber stets gesagt dass sie bei den Turnieren mitspielen dürften, aber nicht in der Spielrunde, Ihre Mannschaft ging einfach vor und dies habe ich auch bei deren Eltern stets betont. Aber gut, ist Vergangenheit.

  • Das sehe ich anders.


    Wenn Du ohne wirklichen Grund vor die Tür gesetzt wirst?
    Wenn die Mannschaft Gefahr läuft auseinanderzubrechen?
    Wenn Du deine Jungs über Jahre betreut hast und die Jungs dich mögen?


    Was ist dir wichtiger: Die Mannschaft oder der Verein?

    Ob es einen wirklichen Grund gab weißt weder du noch ich! Wir kennen nur einen Teil der Geschichte ob der Vorstand einen Grund hatte können wir also nicht beurteilen.
    Wenn es so gut läuft wie er beschreibt - viel lachen und Spaß - dann sollte ein Team auch nicht auseinanderbrechen ... also liegt eventuell da auch was im argen.
    Über Jahre betreut ... wir reden hier von 1,5 Jahren und 8-10 Jährigen Kindern.
    Nur weil du eine Mannschaft lange Jahre betreut hast gibt es dir nicht das recht nach deiner "Entlassung" die Mannschaft vom Verein loszueisen und in einen anderen mitzunehmen - ob genehmigt oder nicht es wirft auf den Trainer, den aufnehmenden Verein und auch die Spieler kein gutes Licht.
    Was mir wichtiger ist?! Weder Manschaft noch Verein - sondern die einzelnen Spieler - sie werden doch nur in einen Konflikt mit hineingezogen für dessen Entstehung sie nichts können. Und in deren Interesse würde ich handeln, weil sie mir wichtiger sind.

    „Erfolg ist ein Geschenk – eingepackt in harte Arbeit." (Ernst Ferstl)