Viererkette mit Absicherug???
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Die Grundlage für eine erflogreiche Vierekette ist zu wissen wie man sich auf den jeweiligen Position im 1:1 verhalten soll. Die Außenverteidiger müssen dabei ihren Gegenspielern immer die Außenbahn zum durchbrechen anbieten, die IVs hingegen den Gegenspielern nur Schüsse oder Pässe mit dem schwachen Fuß erlauben.
Dazu müssen die Spieler wissen wann sie die Kette nach vorne verlassen müssen um im entsprechenden Abstand Tempo nach hinten aufzunehmen um eine optimale Position für einen erfolgreichen Zweikampf aufnehmen zu können. ---> Alleine um das auch nur im Ansatz zu vermitteln gehen in der Regel schon mal drei bis vier Einheiten drauf, sofern die Spieler das nicht schon vorher gelernt haben. Ansonsten rennen sie weiterhin gerade auf ihre Gegenspieler zu, welche sich dann aussuchen können ob sie rechte oder links an unseren Spielern vorbeigehen.Ferner müssen sie verstehen, dass sie entsprechend auf die ballnahe Seite verschieben müssen und Spieler die auf der ballfernen Seite zwar wahrnehmen sollen, sich aber nicht in der Kette auseinanderziehen lassen dürfen, denn das Ziel ist es den Raum auf der ballnahen Seite eng zu machen um so den Gegner frühzeitig unter Druck setzen zu können und Fehler zu erzwingen.
Wenn deine Spieler wissen wie sich Zweikämpfe erfolgreich gestalten können empfehle ich dir diese beiden Übungen:
1. Du stellst vier Spieler mit entsprechendem Abstand nebeneinander auf. Davor mit einigen Metern Abstand weitere drei Spieler. Die Spieler stehen sich gegenüber. Die drei Spieler spielen sich nun auf der vollen Breite des Platzes den Ball zu. Der entsprechende Spieler der Viererkette greift dabei immer den ballführenden Spieler an und zieht sich sobald der Ball wieder abgespielt wurde zurück auf seine Position. Die anderen Spieler der Kette bilden beim Rausrück in der Mitte das Abwehrdreieck, oder beim Rausrücken auf den Außen den Halbkreis.
2. Du baust etwas hinter der Mittellinie auf den Außenseiten zwei Kontertore auf. Du lässt jetzt die Viererkette zusammen mit Torwart und ein bis 2 weiteren Spielern gegen alle anderen (zumindest gegen eine Überzahl von mehreren Spielern antreten). Die Kette spielt dabei auf die Kontertore. Nach jedem Angriff erfolgt ein neuer Spielaufbau durch die restliche Mannschaft. Ich habe noch nicht einmal erlebt, dass die zumeist offensiv stärkere Mannschaft gegen die Viererkette bei dieser Spielform gewinnt.
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Die Grundlage für eine erflogreiche Vierekette ist zu wissen wie man sich auf den jeweiligen Position im 1:1 verhalten soll. Die Außenverteidiger müssen dabei ihren Gegenspielern immer die Außenbahn zum durchbrechen anbieten, die IVs hingegen den Gegenspielern nur Schüsse oder Pässe mit dem schwachen Fuß erlauben.
Ich habe jetzt keine Lust die Viererkette zu erklären. Abgesehen davon ist die Fachliteratur zu diesem Thema sehr gut (modernes Verteidigen z.B.).
Aber diese Aussage kann ich so nicht stehen lassen, denn Ziel der ballorientierten Deckung (die Viererkette ist eine Form davon) ist es, Überzahl in Ballnähe zu erreichen, um den Ball zu erobern. Also den ballführenden Gegner möglichst zu zweit zu attakieren. Deshalb ist es oft besser (zum Zwecke der Balleroberung) als AV dem Gegner die Innenbahn anzubieten, ihn also zu dem helfenden IV zu "treiben", damit dieser dann (im Verbund mit dem AV) den Ball erobert.
Dies gilt natürlich vor allem bei weiter Entfernung zum eigenen Tor, also bei geringer Torgefahr. Am eigenen Strafraum, oder bei unoranisierter Kette (Unterzahl oder Gleichzahl) bietet man die Außenbahn an.So habe ich es beim Erwerb der Lizens gelehrt bekommen.
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Er redet - so habe ich es verstanden - von Problemen beim Aufbauspiel mit Viererkette - also bei eigenem Ballbesitz ... nicht vom generellen Defensivverhalten der Viererkette bei gegnerischem Ballbesitz. Ich habe ihn so verstanden, dass im Aufbau seine Angst ist, dass es zum Ballverlust kommt aber die Verteidiger durch "noch unzureichendes Können" in so einer schei.... Situation sind, dass die Hütte beim "Konter" lichterloh brennt.
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Deshalb ist es oft besser (zum Zwecke der Balleroberung) als AV dem Gegner die Innenbahn anzubieten, ihn also zu dem helfenden IV zu "treiben", damit dieser dann (im Verbund mit dem AV) den Ball erobert.
Dies gilt natürlich vor allem bei weiter Entfernung zum eigenen Tor, also bei geringer Torgefahr. Am eigenen Strafraum, oder bei unoranisierter Kette (Unterzahl oder Gleichzahl) bietet man die Außenbahn an.Laut meiner Trainerausbilder ist dieser Punkt unter Experten strittig. Vor allem, wenn das Team das Ballgewinnspiel noch nicht so gut beherrscht, wird empfohlen, einen Angreifer in Ballbesitz auf die Außenbahn zu lenken, auch wenn nur innen das "doppeln" möglich ist.
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koeppchen hat es ja schon gesagt, wir spielen nur in der abwehr mit einer viererkette, deswegen gilt für die AVs striktes abdrängen nach außen. sieht de av jedoch, dass der aüßere mittelfeldspieler seinem gegner auch die außenbahn anbietet rückt er raus und doppelt insofern auch.
das ist sicherlich auch eine frage der trainerphilosophie, aber strikt zu sagen ich wäre um unrecht. die überzahl in ballnähe entsteht sowieso, da die kette bei einem rausrückenden spieler generell noch enger zusammenrückt. -
Was das Abdrängen angeht gibt es schlichtweg unterschiedliche Ansichtsweisen. Abdrängen eben nach innen, um den Gegenspieler auf den doppelnden zweiten Abwehrspieler zu lenken, der dann den Zweikampf gewinnen soll oder nach außen, um den Angreifer vom Tor weg zu drängen. Kommt sicher auch darauf an, wie gut die Mannschaft das ballorientierte Spiel schon verinnerlicht hat und natürlich auch auf die Spielsituation.
Anfängern würde ich auch eher das Abdrängen nach Außen empfehlen. -
Und ständig doppeln, sonst bringt die 4er-Kette gar nichts. Deshalb muss man auch sehr fähige und laufstarke 6er haben oder ggf. mit einer zweiten 4er-Kette spielen.
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So, wie Sir Alex die Sitation zur Balleroberung an der Außenbahn beschrieben hat, ist das Trieiben des gegnerischen Angreifers zum 6-er oder das Lenken des Passes zum 6-er und IV unstrittig. Das Abdrängen zur Außenbahn ist nur dann vorteilhaft, wenn der Außenbahnspieler mit einem langen Pass bedient wird und andere Defensivspieler zu weit weg sind, um unterstützend einzugreifen.
Man kann sich noch so den Kopf zermartern, was man taktisch unternehmen kann, um etwaige, kritische Situationen erfolgreich zu lösen. Fussball lebt von den Fehlern. Und nicht jeder Ballverlust in der Vorwärtsbewegung ist korrigierbar. Damit müssen auch die Perfektionisten leben.
Man muss auch nicht, nur deshalb, weil man einige ball- und dribbelverliebte Spieler in seinen Reihen hat, die Taktik ändern. Das wäre ja so, als ob die Badehose daran schuld wäre, wenn der Bauer nicht schwimmen kann. Wenn sich diese Spieler nicht durch Erläuterungen vom ballorientierten Spiel überzeugen lassen, einfach mal zuschauen lassen. Wenn sie merken, wie andere damit erfolgreich sind, fällt meist bei ihnen auch der Groschen.
