Umgang mit Spielerkonflikt und elterlicher Einflussnahme – Erfahrungswerte gesucht

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  • Hallo liebe Trainerkolleginnen und Trainerkollegen,


    ich habe ein aus meiner Sicht sehr wichtiges Thema und würde mir gerne eure Ratschläge und Erfahrungswerte einholen.


    Die Ausgangssituation


    In unserem Team gibt es einen Spieler, der nach eigener Aussage „unüberbrückbare Differenzen" mit einem anderen Spieler hat. Dazu muss man sagen: Der betreffende Spieler ist zwar ein sehr guter Einzelspieler, tut sich aber mit dem Anschluss an die Mannschaft schwer.

    Auch im Training agiert er immer wieder an der Grenze zur Roten Karte und ist insgesamt kein einfacher Spieler!


    Hat kaum Respekt gegenüber den Trainern.

    Hört nie zu, macht immer sein eigenes Ding!

    Hat einen Lieblingskumpel, das war es. Foult stark seine Mitspieler, und in den Spielen auch den Gegner.

    Teilweise auch sehr rustikal. Ermahnungen, rote Karten bringen irgendwie nichts.


    jedenfalls zurück zum Thema:
    Mittlerweile gibt es Situationen, in denen er nach eigener Aussage nicht mehr mit dem anderen Spieler zusammenspielen kann.


    Die Einflussnahme der Eltern


    Hinzu kommt ein zweiter Aspekt, der mich fast noch mehr stört: Die Mutter des Spielers hat das Gespräch nicht direkt mit mir gesucht, sondern über meine Frau ausrichten lassen, dass ich die beiden Kinder auf dem Platz immer trennen soll – also praktisch taktische Anweisungen an die Mannschaftsaufstellung.


    Das geht für mich aus mehreren Gründen gar nicht:


    1. Das Gespräch wird über Umwege gesucht statt direkt mit mir als Trainer.

    2. In die taktische Aufstellung wird von außen eingegriffen – das ist allein Sache des Trainerteams.

    3. Es geht die Eltern schlicht nichts an wie ich die Mannschaft aufstelle.


    Mir ist durchaus bewusst, dass die beiden Kinder auch in der Schule Probleme miteinander haben und dort wohl ebenfalls getrennt werden sollen. Das ist für mich aber nicht relevant – ich sehe hier weder Täter noch Opfer.


    Was mir zusätzlich nicht gefällt: Der andere Spieler wird hier ein Stück weit zur Zielscheibe gemacht, und die Mutter macht immer wieder Stimmung gegen ihn. Interessant ist dabei, dass mein Co-Trainer der Vater dieses anderen Kindes ist – und ich habe von diesem Kind bis heute kein einziges negatives Wort über den anderen Spieler gehört. Es ist auch nie zu mir gekommen und hat gesagt, dass es nicht mit ihm zusammenspielen will. Klar gibt es mal Auseinandersetzungen unter Kindern, klar gibt es mal eine Rote Karte – das passiert und gehört dazu.


    Meine Haltung


    Für mich gilt der Grundsatz: Die Mannschaft steht über allem.

    Es gibt keine Einzelschicksale. Wenn ein Spieler bestimmt, mit wem er spielen will und mit wem nicht, ist das für mich grundsätzlich das falsche Signal – völlig egal, ob er gut oder schlecht ist, ob er auffällig ist oder persönliche Differenzen hat. Das gilt umso mehr bei einem Spieler, der ohnehin Probleme mit dem Zuhören und der Einordnung ins Team hat.


    Wie geht es weiter?


    Da jetzt Saisonende ist und die Urlaubszeit ansteht, ist vielleicht ein guter Zeitpunkt, um in Ruhe Entscheidungen für die neue Saison zu treffen. Möglicherweise löst sich das Problem sogar von selbst, falls der Spieler ohnehin zu einer anderen Mannschaft wechselt.


    Ich werde mich nächste Woche zunächst mit meinem Co-Trainer zusammensetzen, um das Thema zu besprechen – auch weil ich möchte, dass er weiß, dass hier Stimmung gemacht und in die Mannschaftstaktik hineingeredet wird. Da ist für mich eine rote Linie überschritten.


    Natürlich könnte ich den Spieler auch aufs Abstellgleis stellen und ihn künftig nicht mehr nominieren – dann würde sich das Problem vermutlich von selbst erledigen, weil er nicht mehr kommen würde. Bevor ich aber eine voreilige Entscheidung treffe, möchte ich erst das Gespräch mit meinem Co-Trainer führen und mir hier im Forum Rat einholen. Das Elterngespräch kann ich danach natürlich immer noch suchen.


    Meine Fragen an euch


    - Welche Maßnahmen würdet ihr in dieser Situation ergreifen?

    - Habt ihr ähnliche Fälle erlebt und wie habt ihr sie gelöst?

    - Wie geht ihr generell mit Eltern um, die auf die Aufstellung Einfluss nehmen wollen?


    Ich weiß, jedes Problem ist anders – so wie jedes Kind. Trotzdem bin ich für jeden Erfahrungswert dankbar. Ein tolles Forum habt ihr hier, ich habe schon oft gute Hilfen gefunden.


    Vielen Dank vorab und sportliche Grüße!

  • Habt ihr ähnliche Fälle erlebt und wie habt ihr sie gelöst?


    Als es kommt immermal wieder vor, dass persönliche Differenzen, die vieleicht in der Schule oder an anderer Stelle aufgetreten sind auf dem Platz ausgetragen werden. Ich hab da bei mir konkrte 2 Päärchen im Sinn. es war bei mir aber noch nie so, dass ich da hätte Rote Karten verteilen müssen. Die Zweikämpfe waren dann in der Regel sehr intensiv, das ein oder andere Foul war auch mal dabei aber nichts, wass ich hätte unterbinden müssen. Insofern hab ich keinen Erfahrungswert der sich auf deiner Ebene abspielt.

    Bei einem meiner Päärchen habe ich das im persönlichen Gespräch mit den Spielern (einzeln) aber schon mal angesprochen: "Ihr müsst euch nicht mögen, aber respektieren." "Immer fair bleiben".


    Welche Maßnahmen würdet ihr in dieser Situation ergreifen?

    Ich hab bei meinen Fällen keine konkreten Maßnahmen ergriffen, dass war nicht nötig. Wenn das aber wie von dir beschrieben ausartet (Rote Karte) dann wird mann wohl eingreifen müssen bevor es weiter eskaliert und irgendjemand Schaden nimmt. Erst Maßnahme ist für mich immer das persönliche Gespräch erst mit dem Spieler später ggf. mit den Eltern. Problematisches Verhalten muss angesprochen werden und Erwartungen müssen kommuniziert werden. Für deinen konkreten Fall hab ich da jjetzt keinen Vorschlag.


    Wie geht ihr generell mit Eltern um, die auf die Aufstellung Einfluss nehmen wollen?
    Ist bisher einmal vorgekommen und auch hier direkt die Eltern ansprechen, erklären warum man etwas tut und warum die Entscheidung ausschließlich bei dir liegt. Bei mir war das eher eine freundliche Bitte der Mutter. Aber grundsätzlich offen und klar kommunizieren.

  • Dann zuerst einmal die Frage an dich: Von welchem Altersklasse reden wir hier?


    Und dann zu deinen Fragen:

    - Welche Maßnahmen würdet ihr in dieser Situation ergreifen?

    siehe oben, kommt ganz aufs Alter an


    - Habt ihr ähnliche Fälle erlebt und wie habt ihr sie gelöst?

    Ich hatte zwei Kinder bisher die nur auf die Knochen gegangen sind. Zuerst Ermahnung, dann Ausschluss vom Rest des Trainings (mit Gespräch nach dem Training mit dem Spieler), dann ein oder zwei Wochen Trainings- und Spielpause (mit Gespräch mit den Eltern).

    Einer kam dann von sich aus nicht mehr, den anderen (sehr ausgeprägtes ADHS) haben ich leider "rauswerfen" müssen weil es wirklich auf die Gesundheit der anderen Kinder ging.


    - Wie geht ihr generell mit Eltern um, die auf die Aufstellung Einfluss nehmen wollen?

    Ignorieren.

    Ich erkläre gerne warum/weshalb/wieso und gehe auf Wunsch in den Austausch mit den Eltern aber Sache wie "meiner muss mehr spielen", "der muss weiter vorne spielen" oder "der will nicht mit dem spielen" ignoriere ich komplett.

    Hier macht auch der Ton die Musik, wie wird es an dich herangetragen.

  • Bei mir gab es einen entscheidenden Satz: wer zu dieser Türe reinkommt spielt mit allen hier Fußball, egal wie es im Leben vor der Türe aussieht, oder er geht.

    Hat komischerweise funktioniert.

    Was Eltern wollen, habe ich mir angehört, darüber nachgedacht und immer das gemacht, was ich dann für richtig hielt.

    Da haben dann doch einige Spieler den Verein verlassen und die Saison drauf nicht mehr gespielt (weil sie oder die Eltern zu feige waren zuzugeben, dass ich Recht hatte.).

  • Die Altersklasse wäre in der Tat ein wichtiges Kriterium.


    Klare Grenzen ziehen. Auch kommunizieren, dass Du die Aufstellung machst und die taktische Ausrichtung Deine Angelegenheit ist. Fragen dazu sollten möglich sein. Antworten sollten erklärend, aber nicht so sein, dass man sich rechtfertigt. Wer das nicht akzeptiert, soll sich als Co Trainer melden oder selbst ein Team leiten.


    EifelMoselHunsrueck finde ich gut, was er schreibt: "Zuerst Ermahnung, dann Ausschluss vom Rest des Trainings (mit Gespräch nach dem Training mit dem Spieler), dann ein oder zwei Wochen Trainings- und Spielpause (mit Gespräch mit den Eltern)." Wirkt das nicht erkennbar, ist eine Trennung für alle die bessere Lösung.


    Bei G bis E Jugend kann sich das vielleicht noch einrenken lassen. Ab ca. D Jugend wage ich mal die Prognose, dass das eher schwierig reparierbar ist.

  • U9

    Leider passieren auch Schlägereien mit anderen Spielern.
    Meistens wenn ich nicht da bin. Das Elternteil des schwierigen Kinds gibt immer die Schuld an das Co-Trainer Kind. Sind beide schwierig. Es wird aber nicht harmonisch werden, wenn die Schuld immer auf einen Spieler abgewälzt wird.
    Die Haltung von meinem Co Trainer finde ich gut, der gibt auch seinen eigenen Kind Strafen, wenn er sich an die Kehle mit dem anderen Kind geht.
    Dass er mit ihm nicht zusammen spielen will, bzw. die Mutter es nicht will. Ist auch ein weiteres Problem. Das passt nicht zur Devise -Wir sind eine Mannschaft!
    Die Devise lautet bei einigen Eltern leider: Mein Kind hat immer Recht! Egal auf welche Kosten..

  • Ich würde über die Ferien der Mutter eine Nachricht zukommen lassen, dass ihr Sohn vielleicht nicht an allem Schuld ist aber sein Verhalten ein Teil des Problems ist. Das er nur einen Kumpel im ganzen Team hat spricht halt auch schon Bände. Jetzt über die Ferien sollen alle mal runterkommen und zum Saisonstart geht es bei Null los. Wenn es dann wieder zu Problemen kommt greifen dann Sanktionen wie sie EifelMoselHunsrueck skizziert hat. Wenn sie den Weg nicht mitgehen will steht du einem Vereinswechsel ihres Sohnes nicht im Weg.

    Ich denke, wenn du nicht klare Regeln aufstellst fliegt dir die ganze Sache um die Ohren.

  • Ach du lieber des Herrn... U9?

    Ich bin gedanklich jetzt schon wenigstens bei U12-14 gewesen...


    Das Gute: In dem Alter können solche "Feindschaften" sich sehr schnell in Luft auflösen.


    Das Schlechte: In dem Alter schon Schlägereien und an den Kragen gehen ist echt hart. Das habe ich in dem Alter noch nicht erlebt.


    Also ich sehe es so das du dich da als Trainer nicht "erpressen" lassen kannst. Wenn du jetzt einmal damit anfängst das du auf das Gejammer einer Mutter eingehst und reagierst wird das immer so weiter gehen.

    Entweder der Junge spielt mit dem anderen zusammen oder er muss sich eine neue Mannschaft suchen. Ende.

    Sollte die Mutter irgendwann mal direkt an dich herantreten und mit verständlichen Argumenten kommen ist es was anderes, aber bis dahin ist das für mich Gejammer bzw ein Versuch die eigenen Interessen auf dem Rücken eines anderen durchzusetzen.


    Wo ich aber Handlungsbedarf von deiner Seite aus sehe ist bei den beiden Jungs. Absichtliches treten oder schlagen und vor allem Schlägereien oder Gerangel gehen gar nicht. Das musst du mMn sofort unterbinden und Konsequenzen folgen lassen. Welche musst du dann entscheiden was du für angebracht erachtest. Ich würde aber empfehlen sachte anzufangen und dann zu steigern wenn es keine Früchte trägt.

    Klare Regeln, klare Kommunikation der Regeln und dann klares durchsetzen der Regeln.

  • Ich würde über die Ferien der Mutter eine Nachricht zukommen lassen, dass ihr Sohn vielleicht nicht an allem Schuld ist aber sein Verhalten ein Teil des Problems ist. Das er nur einen Kumpel im ganzen Team hat spricht halt auch schon Bände. Jetzt über die Ferien sollen alle mal runterkommen und zum Saisonstart geht es bei Null los. Wenn es dann wieder zu Problemen kommt greifen dann Sanktionen wie sie EifelMoselHunsrueck skizziert hat. Wenn sie den Weg nicht mitgehen will steht du einem Vereinswechsel ihres Sohnes nicht im Weg.

    Ich denke, wenn du nicht klare Regeln aufstellst fliegt dir die ganze Sache um die Ohren.

    Naja der Kumpel.. Den habe ich als Spieler zu uns geholt.. Die Freundschaft hat sich er dadurch ergeben, dass die Eltern sich gut verstanden haben. Mit dem Kumpel hatte er ursprünglich auch seine Probleme.
    Er hat Schulkameraden im Team aber mit denen will er nichts zu tun haben.

    Die sind ihm nicht gut genug.

    Nach den Ferien wird es saftigen Strafenkatalog geben. Mit Trainingsauschluss und Nichtnominierung an Spieltagen. Elterngesprächen, etc.

    Prinzipiell kann er zu einer besseren Mannschaft gehen, aber der wird dort auch auf die selbigen Probleme stoßen. Dann ist es dann halt nicht mehr mein Problem.
    Die Mama ist leider etwas kritikresistent. Über Fingerpoiting versucht sie das Problem von sich zu schieben.



  • Hier ist der vollständige Text mit der Ergänzung zur Nominierung, etwas gekürzt und sachlich formuliert:


    Anscheinend kommt es auch auf dem Pausenhof zu Streitigkeiten und Schlägereien.


    Bei einem Spiel kam es ebenfalls zu einem Vorfall, während ich kurz nicht anwesend war. Das Ganze geschah vor den Augen der Eltern. Dass niemand eingegriffen hat, verstehe ich bis heute nicht. Einen Streit in dieser Form habe ich bisher noch nie erlebt.


    Offenbar sagte das Trainerkind zu Kind B: „Du bist schlecht in der Abwehr.“ Daraufhin ist Kind B ausgetickt, und beide sind aufeinander losgegangen. Vermutlich gab es bereits in der Schule Streitigkeiten, die sich anschließend auf den Sportplatz übertragen haben.


    Beide Kinder wurden aus dem Spiel genommen. Kurze Zeit später gab Kind B einem Gegenspieler einen Ellbogencheck, weshalb ich ihn sofort wieder vom Platz nahm. Solche Vorfälle kommen leider regelmäßig vor, auch im Training gegenüber seinen Mitspielern.


    Ich weiß nicht, woher diese Wut und Aggressivität kommen. Gleichzeitig spüre ich von ihm kaum Respekt. Das betrifft nicht nur mich, sondern auch meine Co-Trainer. Ich habe den Eindruck, dass diese Haltung teilweise durch Gespräche im Elternhaus verstärkt wird. Wenn dort abwertend über Trainer oder deren Entscheidungen gesprochen wird, bekommt das Kind dies mit und übernimmt möglicherweise diese Einstellung.


    Früher war das Verhalten nicht so ausgeprägt. Nachdem ich ihn ein- oder zweimal nicht nominiert hatte, verschlechterte sich die Situation deutlich. Eine Nichtnominierung kann verschiedene Gründe haben. Manchmal ist sie eine Konsequenz aus Fehlverhalten, manchmal möchte ich einem anderen Spieler Einsatzzeit geben. Ich muss nicht jede einzelne Nominierungsentscheidung gegenüber den Eltern rechtfertigen.


    Als Trainer arbeite ich entwicklungsorientiert und möchte möglichst vielen Kindern Spielzeit ermöglichen. Für mich zeigt sich die Qualität der Trainingsarbeit besonders daran, wie sich die Spieler im mittleren Leistungsbereich weiterentwickeln. Sehr gute Spieler kommen häufig auch unter anderen Bedingungen zurecht, während andere Spieler mehr Unterstützung und Einsatzmöglichkeiten benötigen.


    Zur neuen Saison werde ich deshalb einen klaren Strafenkatalog einführen. Bisher wurden rote Karten nur mündlich ausgesprochen und nicht dokumentiert. Künftig werden alle Vorfälle mit Datum und Fehlverhalten schriftlich festgehalten. Dadurch sind die Konsequenzen auch für die Eltern nachvollziehbar.


    Eine rote Karte während eines Spiels bedeutet den sofortigen Spielausschluss. Bei vier roten Karten folgt ein Trainingsausschluss. Bei weiteren oder besonders schweren Verstößen kann ein Trainings- und Spielausschluss von bis zu zwei Wochen ausgesprochen werden.


    Ich kann nicht beide Kinder einfach auf das Abstellgleis stellen. Sollte ich eine Entscheidung treffen müssen, würde ich mich derzeit eher für meinen Co-Trainer und dessen Kind entscheiden. Die Zusammenarbeit mit meinem Co-Trainer ist mir wichtig, und mit seinem Kind komme ich insgesamt besser zurecht. Das ist meine momentane Tendenz, auch wenn diese Entscheidung nicht für alle angenehm sein wird.


    Ich werde die Situation gemeinsam mit meinen Co-Trainern noch einmal sorgfältig bewerten. Klar ist jedoch, dass wir bisher zu viel toleriert haben. Deshalb brauchen wir klare Regeln, eine einheitliche Dokumentation und nachvollziehbare Konsequenzen.


    Vielen Dank für deine Tipps und Ratschläge. Das hilft mir sehr.

  • Meine Gedanken dazu (selbst aber GsD noch nie in so einer Situation gewesen):


    Mich überrascht, dass die Vereinsleitung noch nicht einschreitet. In meinem Verein gab es einen Fall in der U6, wo ein verhaltensauffälliges Kind andere Kinder abgewatscht hat während des Trainings oder Turniers. Es gab ein Gespräch mit den Pflegeeltern, dann nach einiger Zeit aufgrund beibehaltener Aggressivität ein verbindliches Gespräch mit der sportlichen Leitung und nach 20 Minuten Gespräch die fristlose Beendigung der Vereinszugehörigkeit.


    Also: Regeln ausdefinieren und vor Saisonbeginn einen verbindlichen Elternabend zusammen mit der Nachwuchsleitung einberufen, wo allgemeine Verhaltensregeln kommuniziert werden und Erwartungshaltungen definiert werden.

    Eine schriftliche Zusammenfassung der wesentlichen Inhalte an alle Eltern aussenden, damit sich niemand durch Nichtteilnahme am Elternabend davonstehlen kann.


    Bei Schlägereien gibt es bei mir im Verein spätestens nach dem zweiten Vergehen ein verbindliches Gespräch mit den Eltern mit dem Zusatz, dass beim nächsten Vergehen innerhalb der Saison das Kind mit sofortiger Wirkung den Verein zu verlassen hat.