Unterstützung Sohn - Ball ständig hinterherlaufen / hinterherjagen wollen - E Jugend

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  • Hallo zusammen,


    mein Sohn ist 9 Jahre alt. Er ist ein passionierter Fußballer und spielt sehr oft Fußball. Ob in den Pausen, 2 x in der Woche beim Verein im Training und am Wochenende im Verein bei Spielen.


    Zudem spielt er oft im Garten oder mit Freunden.


    Was ich bemerkt habe ist, dass mein Sohnemann gegen Freunde absolut anders auftritt, was so das "Balljagen" bzw. hinterherjagen wollen betrifft. Es wirkt für mich so, als ob er dort dann mit viel mehr Engagement hinterher ist, den Ball wiederhaben zu wollen, sich ihn zu holen und auch seine Zweikampfführung ist dort viel aggressiver und konsequenter.


    Zwischenzeitlich gab es mal eine externe Veranstaltung auf dem Trainingsgelände, wo die Kinder einfach gegen Ende zusammengewürfelt worden sind, dort hat er dieses Verhalten nicht gehabt und war extrem hinter dem Ball her, daher möchte ich fast körperliche Defizite ausschließen. Vom Kopf her scheint er es auch zu verstehen, da er es ja gegen Freunde macht und auch an diesem Tag und in den Trainings nach diesem Tag auch. Ich vermute aber, dass an dem Tag dort ein gewisser Ansporn da war, der externer Natur bedingt war....


    Im Training beim Verein und in den Spielen wirkt das aber seit einiger Zeit wieder verhaltener und nicht so konsequent oder eben immer nur Phasenweise. Ich vermute, dass dieses zusammenhängt damit, dass er zuvor öfter mit der leistungsstärkeren Truppe gespielt hat (Spiele) und nun seit geraumer Zeit bei der leistungsschwächeren Mannschaft zum Einsatz kam und in gewisser Weise bei ihm Selbstzweifel aufgekommen sind. Wo er zuvor nahezu 2-3 Monate nur mit den leistungsstarken gespielt hat, fand er seit dem vlt. 1-2 mal Berücksichtigung.


    Das Trainerteam fordert aber genau dieses Ball haben wollen ein, nicht abhängig vom Team (Leistungsstärker oder nicht), sondern es ist eine Gesamtphilosophie des Trainerteams. Es erfolgt eine Einteilung der Kinder nach Entwicklungsstand der Kinder.


    Ich frage mich nun, wie ich meinen Sohnemann dabei unterstützen kann, dass er eben diese Konsequenz auch bei seinem Verein auf den Platz bringt, denn fußballerisch mache ich mir da keine Sorgen, er ist im Gesamtpaket ein wunderbarer Mensch, aber eben auch im Gesamtpaket ein wundbarer Spieler. Er selbst sieht sich aber eben in der leistungsstarken Truppe, weil er sich dort wohler fühlt, was das fußballerische angeht. Sie wissen ihn einzusetzen... Es gibt viele Inhalte, die werden gemixt gemacht im Training, es gibt aber auch Übungen, da werden die Kinder geteilt und dort macht er zu gefühlt 80 / 90 % bei den leistungsstarken mit. Was ihn dann ja indirekt bestätigt in seiner eigenen Ansicht, dass er eher zu den leistungsstärkeren zählt.


    Ich versuche ihm auch immer wieder gut zuzureden, dass es für mich nicht wichtig ist, ob er in der leistungsstärkeren Mannschaft spielt, er ist mein Sohn, er soll Spaß haben, er soll gutes Training haben. Am Ende definiere ich ihn nicht darüber, in welchen der beiden Mannschaften er spielt. Ich habe ihm auch gesagt, dass er sich ein Heftchen anlegen soll und dort positive Dinge reinschreiben soll, die Trainer und Spieler zu ihm sagen, damit er dann auch sieht, dass andere ihn toll finden. Dieses soll er sich immer mal wieder durchlesen, um einfach mental positiv zu sein. Ich versuche auch jeden Tag mit ihm 5 Minuten eine Art "Meditation" und Entspannungsübungen zu machen, damit er sich einfach wenig stresst und sich selbst keinen Druck macht...


    Seine Spielweise in seinem früheren Verein war gewesen, dass er eben immer diesem Ball nachgejagt ist, es wurde ihm aber in gewisser Art und Weise abtrainiert.

    Ich habe eigentlich nicht sehr große Zweifel daran, dass er von der Ausdauer her Probleme hat, sollte das aber doch sein, würde ich ihn auch dort unterstützen versuche, was könnte man hier tun? Wie könnte ich zudem herausbekommen, ob er ggf. konditionelle Probleme hat? Ich bin Laie und kann das schwer abschätzen... Aber wie oben gesagt, spielt er mit Freunden gegen Erwachsene oder in einem mixed Team in der Freizeit, dann ist er da gefühlt wesentlich aggressiver gegen den Ball.


    Er meinte zu mir mal, dass er mit Freunden einfach so spielen kann wie er will. Er meinte auch, dass er da Passlücken sieht, die andere nicht erkennen und er ein anderes Gespür für den Raum hat, er verglich es da mit Thomas Müller... Was er sagen will ist, er deutet Räume anders. Wobei mein Sohn, so auch laut Trainerteam schnell ist, gute Pässe macht, er einen guten Abschluss hat usw... Ich vermute mal, dass meinem Sohnemann "nur" im Weg steht, dass er nicht in dem leistungsstärkeren Team ist, dass er nicht diesen unbedingten Willen in Spielen im Verein zeigt, den Ball wieder haben zu wollen... Er kann es ja aber, siehe Freizeitkick...


    Ich bin über jeden Ratschlag dankbar, wie ich meinen Sohn sinnvoll unterstützen kann...