Beiträge von PeterUnlustig

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    Fußball sollte nicht alles im Leben sein, man sollte nicht das auf die Kinder projizieren, was man selbst glaubt verpasst zu haben. Auf Krampf jemanden zum Training zu bewegen, bringt am Ende auch nichts wirklich den "erwünschten" Erfolg.


    In einem bestimmten Alter kommen halt andere Interessen zum Vorschein und schon könnte Fußball in den Hintergrund rücken.

    Wir für unseren Teil nehmen extra mehrere km in Kauf für unseren Sohnemann, weil er einfach keinen Spaß mehr bei seinem alten Verein hatte. Persönliche Abneigung einer Person im Verein hat dazu geführt, dass mein Sohn den Spaß am Fußball verloren hat. Daher entschloss sich mein Sohn den Verein zu verlassen, da er keinerlei persönliche Veränderungsmöglichkeiten innerhalb des Vereines in Aussicht gestellt bekommen hat. Und mit der Situation wie er sie im Verein vorfand war er nicht glücklich.


    Daher nahmen wir viele km mehr in Kauf, damit er einfach Spaß bei seinem Hobby hat.

    Wir als Familie sind so, dass wir dem Spaß unserer Kinder vieles unterordnen, da wird dann das Wochenende bzw. Familienausflüge rund um das Fußballwochenende geplant. Zunächst werden die Kids immer gefragt, ob sie am Turnier teilnehmen wollen und dann wird das Wochenende drumherum geplant.


    Das die Eltern aber genau diese Trainings-/Spielbeteiligung unterstützen ist nicht selbstverständlich. Denn auch in dem aktuellen Verein beobachte ich, dass es Kinder gibt, die öfter einmal fehlen und die Beteiligung nicht so hoch ist. Über Gründe kann man nur spekulieren, aber ich vermute ebenfalls, dass es an Lust oder Unlust der Eltern liegen könnte oder aber es wird vlt. eine weitere Sportart betrieben und dann ist das Kind vlt. zu schlapp um dann noch am Training teilzunehmen.


    Sollte einem als Trainer etwas stören, würde ich immer den direkten Weg gehen, so muss man nicht spekulieren, man bekommt eine Antwort - die zwar nicht stimmen muss - aber so hat man zumindest eine grobe Richtung, woran so etwas liegen kann.


    Ich persönlich kann verstehen, wenn man andere Dinge außer Fußball machen möchte, wo bei mir das Verständnis manchmal aufhört ist, wenn die Trainingsbeteiligung nicht mit einfließt bei der Kaderzusammenstellung, sofern Kinder auf ähnlichem fußballerischem Niveau sind. Da würde ich als Trainer immer denjenigen bevorzugen, der eine größere Beteiligung nachweist. Es macht natürlich aber keinen Sinn einen Trainingsweltmeister zu nehmen, der dann aber auf einem bestimmten Niveau keine Schnitte sieht und überfordert ist, denn das bringt wieder nur Frust.


    Ich denke Schwankungen sind generell normal.

    Kann ich gar nicht verstehen sowas, ich kann solch ein Verhalten nur dann verstehen, wenn zuvor eine Mannschaft oder Kinder sich unsportlich verhalten haben oder Trainer auch an Spielern ausgelassen haben... Aber sowas geht gar nicht

    Danke erstmal für die Worte. Tatsächlich verwende ich das wir daher, weil ich mit ihm zum Training fahre und vor Ort bleibe, da der Weg doch sehr weit ist und ich nicht extra zurück fahre, da ich sonst gleich wieder los könnte. Alledings bin ich relativ selten beim Training, in G und anfänglichen F Jugend Zeiten, mag das anders gewesen sein.


    Es gab aber eben Momente, da wollte er, dass meine Frau und ich dabei bleiben sollten, da er eifersüchtig war, dass wir bei unserem jüngsten Sohn "immer" dabei sind...


    Finde aber den Hinweis noch mal total gut und werde nun versuchen ggf. noch weniger vor Ort zu sein.


    Und ja, er hatte in dem Verein zuvor aus unterschiedlichen Gründen, auf die ich nicht weiter eingehen möchte, falls Interesse besteht, gerne per PN... Die ihm den Spaß total am Fußball in dem Verein zuvor genommen haben.


    Spaß hat er im Training in seinem neuen Verein, Spaß hat er mit seinen Freunden.


    Was genau meinst du damit, wenn du sagst, dass ich unbewusst Signale senden könnte, die ihn hemmen. Ich nehme die Kritik gerne an, versuche es zu reflektieren und es zu hessen, für meinen Sohn..


    Nachtrag, wenn ich dann doch mal auf dem Gelände bin, dann bin ich nie direkt am Spielfeldrand. Ich bin dann sehr weit weg.

    Danke Lindmann


    ich habe auch ein wenig das Gefühl, dass mein Sohnemann gewisse Selbstzweifel und nicht so das Selbstbewusstsein hat. Welches gelitten hat unter dem Verein, wo er zuvor gespielt hat. Daher habe ich ihm ja vorgeschlagen, dass er ein Heft nehmen könnte und dort positive Dinge reinschreiben könnte, die andere Mitspieler zu ihm gesagt haben. Ich möchte ihm ein positives Mindset mitgeben. Daher auch meine Fragen, hat dir das Training Spaß gemacht? Ich möchte bewusst meinem Sohn mitgeben, dass die Sportart die er macht und machen möchte, ihm Spaß machen sollte und eben keine Liebe dadurch kommt, weil er Sportart X macht.


    Ich bin keiner dieser Väter die beahuptet und denkt, ja an mir ist ein Fußballprofi verloren gegangen und nun muss mein Sohn das auch... Ich möchte nur, dass mein Sohn bei dem was er macht Spaß hat und ich ihn dabei unterstützen kann und fördern kann, egal ob er viel, wenig oder gar kein Talent hat. Sofern ich ihm helfen kann, dass er bei dem was er macht Spaß hat und sich verbessern kann, dann tue ich das gerne. Hat er keine Lust dazu, ist das okay.

    Manchmal ist es im Internet auch schwer rüberzubringen, was wirklich im Kopf vorgeht.

    Sollte mein Sohn auf einmal Tischtennis mögen oder 3x3 Basketball, dann unterstütze ich ihn dabei mit voller Hingabe, ich möchte das mein Sohn bei dem was er liebt Spaß hat und möglichst darin aufgeht und er selbst sein kann.


    Liebe wird bei uns nicht über Fußball definiert und auch erfolgt darüber keine höhere Anerkennung. Ich wollte nicht damit ausdrücken, dass ich möchte, dass er möglichst lange Fußball spielt, ich möchte, dass er möglichst lange bei dem bleibt, was er gerade liebt und nicht durch mich oder meine Frau oder dergleichen am Ende deswegen aufhört, weil wir durch unser Handeln oder durch Zwang oder schlechtes Umfeld im Verein der Spaß an dem verloren geht, was er liebt.


    Bei uns ist es so, dass er auch offen über alles reden kann, was ihn bedrückt. Es war auch schon ab und an mal Thema einfach so von uns aus, dass die Kinder sich gerne bei dem ausprobieren sollen und können was sie wollen und das sie nicht beim Fußball bleiben müssen.


    Wenn das so rüber kam, dann sollte es das nicht. Ich würde meinen Sohn bei jedem anderen Hobby und jeder anderer Sportart genauso unterstützen. Wir tun das auch, weil er ein unglaublich guter Zeichner ist und sehr kreativ und auch da bekommt er Unterstützung, Lob und Anerkennung und wird immer und immer wieder ermutigt.


    Meine Grundhaltung ist - er soll Spaß haben - er kann mit mir über seine Gefühle sprechen - ich werde ihn nicht kritisieren, dass er etwas schlecht macht.

    Ich möchte halt meinen Sohn fördern, sofern ich merke, dass er auch Spaß daran hat.


    Daher nehmen wir auch mehr Fahrt auf uns, weil er damals schlichtweg keine Lust mehr auf das Training bei seinem alten Verein hatte, es waren zu viel Störenfriede im Training dabei gewesen, was ihm sichtlich die Lust nahm und er von sich aus im Auto immer wieder sichtlich genervt und angefressen war. Long story short - aus vielen unterschiedlichen Gründen sind wir gewechselt bzw. mussten wechseln - und er wollte unbedingt zu seinem aktuellen Verein, hier hatte er und hat er sichtlich viel mehr Spaß im Training, weil das Level einfach höher ist, die Intensität viel höher ist und es fairer zur Sache geht.


    Wir nehmen dafür auch eine viel weitere Anfahrt auf uns als zuvor, er hatte einige Vereine ausgetestet, aber der Spaßfaktor, der Wohlfühlfaktor war für ihn bei seinem aktuellen Verein definitiv am Größten, so dass er unbedingt und freudestrahlend uns anflehte, dass wir dort hin wechseln sollen.


    Ich möchte das mein Sohn natürlich Spaß hat und möglichst lange beim Fußball bleibt. Ich möchte natürlich, dass er keinen Druck verspürt und Fußball als Stress oder Druck sieht. Natürlich will ich aber sein Talent auch fördern, wenn ich das kann und da opfere ich auch gerne meine Freizeit für, wenn er denn Lust dazu hat und daher auch die Frage, wie ich bestimmte Dinge fördern kann und das gerne auch spielerisch, ohne das er merkt, dass es ihm auch für den Fußball hilft...

    Ich fühle mich eigentlich nicht angegriffen, ich versuche das Geschriebene natürlich für mich zu verarbeiten und auf die Lage umzumünzen. Ich möchte meinen Sohn vermitteln, dass er Spaß haben soll und das er einfach nur Fußball spielen sollen.


    Daher kann und soll er auch überall Fußball spielen, wo er nur kann. Ich möchte aber natürlich auch sein Talent fördern und das geht meiner Meinung nach ja auch nur, wenn man größere Fahrten für besseres Training z. B. auf sich nimmt und eben, dass man neben dem eigentlichen Fußballtraining auch noch Dinge macht, die meinem Sohn Spaß machen und ihn aber dabei auch fördern.


    Ich möchte mein Verhalten reflektieren und wenn es dabei heißen würde, mach dies und das nicht, dass bringt viel mehr, mach das dafür mehr, dann mache ich das gerne. Das Problem ist meiner Meinung nach einfach nur, dass jedes Kind anders ist und man da kein "Allerheilmittel" haben wird.


    Ernstgemeinte Frage, wäre denn ein einfaches wiederholen von, hab Spaß, sei mutig, Papa hat dich lieb schlimm? Soll ich einfach nichts sagen generell? Ich will halt auch nicht kalt sein und meinem Sohn zeigen, dass mir seine Liebe zum Fußball egal ist...



    - kurz gesagt, wenn ich das Problem sein sollte, dann kann ich mich auch gerne hinterfragen

    Wie schlimm ist es denn, wenn ich meinen Sohn nach dem Training frage, hat es Spaß gemacht? Wie geht es dir?

    Da wird sonst die Fahrt über nicht weiter drauf eingegangen, damit er einfach abschalten kann, es soll und muss nicht 24/7 um Fußball gehen!


    Tabellen checken vor den Kindern möchte ich auch gar nicht, zudem gibt es ganz selten mal solch Tabellen bei uns, nur wenn es Hallenturniere gibt. Ich persönlich sage ihm seit einiger Zeit einfach nur, hab Spaß beim Fußball...

    Ich finde den Einwand, dass man unterscheiden muss zwischen helikoptern und unterstützen total legitim.

    Ich wohne nicht jedem Training bei, versuche auch immer schon andere Sachen zu erledigen, war ganz ganz früher mal anders.


    Das kommentieren beschränkt sich eher darauf, hast du Spaß gehabt? Wie geht es dir? Haben die anderen Kinder was tolles zu dir gesagt und ihm dann mit auf den Weg gegeben, dass er sich diese positiven Dinge aufschreiben kann, damit er ein positives Mindset hat. An den trainingsfreien Tagen, macht er ab und an mal von sich aus einige Übungen und es geht immer um den Faktor, dass er auch Spaß hat.


    Es geht hier also tatsächlich nicht darum, dass ich versuche ihn zu trimmen, dass würde vielleicht noch mehr aus ihm rauskitzeln, am Ende soll er aber möglichst lange beim Fußball bleiben und nicht die Lust verlieren! Er soll ja Fußball, wie du schon sagst, als Hobby sehen - er ist aber selbst von sich sehr überzeugt und ich werde einen Teufel tun ihm zu sagen, dass er sich selbst nicht für gut und toll halten soll.


    Möglicherweise kann ich diese Denkweise überdenken, dass ich mir sage - ich könnte mit ihm etwas tun, um das was in ihm steckt herauszukizeln, sofern er Lust hat....


    Das Problem bei den Freunden ist leider, dass diese paar Monate jünger sind und er nicht im gleichen Jahrgang kickt, da er ein Kind ist, welches nach Juli geboren worden ist... Er würde also zwangsweise meistens nur 1 Jahr vlt. 1 Jahr und X Monate mit ihnen spielen, sofern sich die Mannschaft nicht "hochmeldet".

    Seine Freunde sind nicht im selben Verein, sie spielen aber alle Fußball und spielen da sogar einen ordentlichen Schuh...

    Ich lese nun heraus, dass du meintest, dass die Freunde nicht in dem Verein sind, wo er spielt... Korrekt.

    Sie spielen aber in einem Verein - nur nicht in dem wo er spielt -


    Es muss ja Möglichkeiten geben, wie ich meinen Sohnemann da unterstützen kann, dass er diese Leistungen auch im Verein abruft. Es gab ja die Zeit, da hat er das aus Selbstverständlichkeit gemacht... Bis ein Trainer beim alten Verein ihm das "ausgeimpft" hat und dummerweise auf reines Positionsspiel gegangen ist in einem Alter, wo das gar nicht gerfordert ist und altersgerecht gewesen ist, was aber viel kaputt gemacht hat.

    Ich werde es mal die nächsten 2 Trainingstage bei dem Verein beobachten, wo seine Freunde spielen, dort macht er nun einmal mit, da sind auch andere Kinder und ich bin gespannt, ob es dann auch beim Dabeisein vom Trainer entsprechend eine Veränderung hat oder nicht.


    Was meinst du mit er hat Vorteile dadurch, dass seine Freunde nicht im Verein sind? Weil diese nicht wissen, wie er spielt? Die spielen nahezu jede Pause gegeneinander und auch auf dem Bolzi dann.


    Für mich muss es einen Grund geben, wieso er das früher abgerufen hat bei seinem alten Verein, bevor man es ihm ausgeimpft hat und wieso er das jetzt im Verein nicht mehr tut oder man nur schwer "reinbekommst" und in der Freizeit er aber aufdreht...

    Wie siehst du das mit den Aussagen, es scheint nach Nase zu gehen?

    Ich finde es sehr kritisch und bin halt am Überlegen, ob ich da dann direkt das Gespräch mit den Eltern suche oder den Kontakt ggf. zu den Trainern.

    Mal eine Frage, da sowas Konfliktpotential hat...


    In unserer Mannschaft gibt es Eltern, die fühlen sich wohl auf den Schlips getreten, weil in der Vergangenheit neue Kinder dazu gekommen sind und diese nun an ihren Kindern in der Nominierung an Spieltagen vorbeigezogen sind...


    Als Gründe werden genannt, es müsste ja nicht nur nach Leistung und Entwicklungsstand der Kinder gehen, sondern auch nach der Zugehörigkeit im Verein, wie lange man da ist, wie ist die Trainingsbeteiligung generell...


    Manch einer munkelt, dass es auch externe Faktoren gibt, die dazu führen, dass man nominiert wird an Spieltagen. A la, spielt das Kind sonst noch zusätzlich in irgendeiner Auswahl. Ist ein Elternteil beim gleichen Arbeitgeber wie der Trainer... Ich finde sowas ja absoluten Unsinn, aber mich nervt das extrem und ich bin am Überlegen, ob ich das beim nächsten Elternabend mal anspreche, dass es solch Gerüchte gibt bzw. sowas in den Raum geworden wird.


    Ich finde - Kadernominierungen sind ausschließlich Ding der Trainer - da hat ein Elternteil nichts zu melden, anders sieht es mMn im Training aus, da sollten bestimmte Übungen schon so sein, dass man auch gegen stärkere spielt und ggf. sollten in einigen Übungen auch die Teams gemixed sein, damit man voneinander lernt und nicht gegeneinander.

    Hallo zusammen,


    mein Sohn ist 9 Jahre alt. Er ist ein passionierter Fußballer und spielt sehr oft Fußball. Ob in den Pausen, 2 x in der Woche beim Verein im Training und am Wochenende im Verein bei Spielen.


    Zudem spielt er oft im Garten oder mit Freunden.


    Was ich bemerkt habe ist, dass mein Sohnemann gegen Freunde absolut anders auftritt, was so das "Balljagen" bzw. hinterherjagen wollen betrifft. Es wirkt für mich so, als ob er dort dann mit viel mehr Engagement hinterher ist, den Ball wiederhaben zu wollen, sich ihn zu holen und auch seine Zweikampfführung ist dort viel aggressiver und konsequenter.


    Zwischenzeitlich gab es mal eine externe Veranstaltung auf dem Trainingsgelände, wo die Kinder einfach gegen Ende zusammengewürfelt worden sind, dort hat er dieses Verhalten nicht gehabt und war extrem hinter dem Ball her, daher möchte ich fast körperliche Defizite ausschließen. Vom Kopf her scheint er es auch zu verstehen, da er es ja gegen Freunde macht und auch an diesem Tag und in den Trainings nach diesem Tag auch. Ich vermute aber, dass an dem Tag dort ein gewisser Ansporn da war, der externer Natur bedingt war....


    Im Training beim Verein und in den Spielen wirkt das aber seit einiger Zeit wieder verhaltener und nicht so konsequent oder eben immer nur Phasenweise. Ich vermute, dass dieses zusammenhängt damit, dass er zuvor öfter mit der leistungsstärkeren Truppe gespielt hat (Spiele) und nun seit geraumer Zeit bei der leistungsschwächeren Mannschaft zum Einsatz kam und in gewisser Weise bei ihm Selbstzweifel aufgekommen sind. Wo er zuvor nahezu 2-3 Monate nur mit den leistungsstarken gespielt hat, fand er seit dem vlt. 1-2 mal Berücksichtigung.


    Das Trainerteam fordert aber genau dieses Ball haben wollen ein, nicht abhängig vom Team (Leistungsstärker oder nicht), sondern es ist eine Gesamtphilosophie des Trainerteams. Es erfolgt eine Einteilung der Kinder nach Entwicklungsstand der Kinder.


    Ich frage mich nun, wie ich meinen Sohnemann dabei unterstützen kann, dass er eben diese Konsequenz auch bei seinem Verein auf den Platz bringt, denn fußballerisch mache ich mir da keine Sorgen, er ist im Gesamtpaket ein wunderbarer Mensch, aber eben auch im Gesamtpaket ein wundbarer Spieler. Er selbst sieht sich aber eben in der leistungsstarken Truppe, weil er sich dort wohler fühlt, was das fußballerische angeht. Sie wissen ihn einzusetzen... Es gibt viele Inhalte, die werden gemixt gemacht im Training, es gibt aber auch Übungen, da werden die Kinder geteilt und dort macht er zu gefühlt 80 / 90 % bei den leistungsstarken mit. Was ihn dann ja indirekt bestätigt in seiner eigenen Ansicht, dass er eher zu den leistungsstärkeren zählt.


    Ich versuche ihm auch immer wieder gut zuzureden, dass es für mich nicht wichtig ist, ob er in der leistungsstärkeren Mannschaft spielt, er ist mein Sohn, er soll Spaß haben, er soll gutes Training haben. Am Ende definiere ich ihn nicht darüber, in welchen der beiden Mannschaften er spielt. Ich habe ihm auch gesagt, dass er sich ein Heftchen anlegen soll und dort positive Dinge reinschreiben soll, die Trainer und Spieler zu ihm sagen, damit er dann auch sieht, dass andere ihn toll finden. Dieses soll er sich immer mal wieder durchlesen, um einfach mental positiv zu sein. Ich versuche auch jeden Tag mit ihm 5 Minuten eine Art "Meditation" und Entspannungsübungen zu machen, damit er sich einfach wenig stresst und sich selbst keinen Druck macht...


    Seine Spielweise in seinem früheren Verein war gewesen, dass er eben immer diesem Ball nachgejagt ist, es wurde ihm aber in gewisser Art und Weise abtrainiert.

    Ich habe eigentlich nicht sehr große Zweifel daran, dass er von der Ausdauer her Probleme hat, sollte das aber doch sein, würde ich ihn auch dort unterstützen versuche, was könnte man hier tun? Wie könnte ich zudem herausbekommen, ob er ggf. konditionelle Probleme hat? Ich bin Laie und kann das schwer abschätzen... Aber wie oben gesagt, spielt er mit Freunden gegen Erwachsene oder in einem mixed Team in der Freizeit, dann ist er da gefühlt wesentlich aggressiver gegen den Ball.


    Er meinte zu mir mal, dass er mit Freunden einfach so spielen kann wie er will. Er meinte auch, dass er da Passlücken sieht, die andere nicht erkennen und er ein anderes Gespür für den Raum hat, er verglich es da mit Thomas Müller... Was er sagen will ist, er deutet Räume anders. Wobei mein Sohn, so auch laut Trainerteam schnell ist, gute Pässe macht, er einen guten Abschluss hat usw... Ich vermute mal, dass meinem Sohnemann "nur" im Weg steht, dass er nicht in dem leistungsstärkeren Team ist, dass er nicht diesen unbedingten Willen in Spielen im Verein zeigt, den Ball wieder haben zu wollen... Er kann es ja aber, siehe Freizeitkick...


    Ich bin über jeden Ratschlag dankbar, wie ich meinen Sohn sinnvoll unterstützen kann...

    Danke für die Schilderung. Ich werde das mal versuchen mit ihm zu machen. Der Inhalt beim Trainer ist in bestimmten Formen immer in abgewandelter Form vorhanden. Die Handlungsschnelligkeit wird hier mMn immer in gewisser Dosis gemacht. Bei jedem Training implementiert.


    Die Kinder die nicht neu sind, die haben das schon nahezu verinnerlicht, weil sie halt schon etwas länger da sind. Alles ganz normal und es ist mMn einfach ein Prozess den er durchmacht.


    Früher war er überall auf dem Platz zu finden und hatte genau diese Handlungsschnelligkeit. Sie wurde aber irgendwann nicht mehr verlangt und es wurde ihm im Training "abtrainiert"...


    Ich möchte ihn halt dabei unterstützen, dass er schnell wieder zur alten Stärke finden kann und diese Handlungsschnelligkeit in den Umschaltsituationen ebenfalls hat. Also bei ihm beschränkt sich das eigentlich auf das Defensive. Er hat diese Momente, aber manchmal wirkt es so als ob er da dann keine Lust hat mit zu verteidigen und sich auf seine Mitspieler verlässt.


    Ist das vielleicht eine Einstellungsache? Kann man das irgendwie positiv beeinflussen?


    Ich hatte ihn mal gefragt, ob er wisse, wieso er sein Team nicht unterstützt und ebenfalls mit verteidigt, dass es ihnen helfen würde, wenn er mitmacht und sie es als Team so gemeinsam leichter haben. Ebenfalls meinte ich zu ihm, dass dann der Weg zum Tor viel kürzer ist und er als Einzelspieler aber sie als Team auch viel schneller zu Toren kommen.


    Ich meinte auch zu ihm, wer sein Lieblingsspieler ist, ich weiß es ja vorher, und zeigte ihm, dass auch er sofort nach Ballverlust verteidigt.


    Ich wollte ihm also keinen Vorwurf machen, sondern die positiven Seiten aufzeigen.


    Noch weitere Ideen oder meint ihr, es ist wirklich nur die Handlungsschnelligkeit die er wieder zurück bekommen muss?


    Ich habe das Gefühl, dass er halt gehemmt worden ist, als er genau diese Stärke hatte und sie ihm austrainiert wurde.


    Glaube aber, dass es ein Ding ist, was man bestimmt wieder hinbekommt.

    Vielleicht nicht ganz passend, weil es hier um eine Defensivtaktik bzw. Verhalten in Gesamtheit geht.


    Ich würde gerne wissen, wie ich meinen Sohn dabei unterstützen kann, dass er die "neue" Spielweise seines Vereines entsprechend verinnerlicht und somit für sich persönlich schneller voran kommt.


    Info (edit) - E Jugend Spieler.


    Er hatte bei seiner vorherigen Mannschaft die Anweisungen, er sollte hauptsächlich vorne bleiben und nicht zu viel mit nach hinten arbeiten. Also nicht das Prinzip, wir verteidigen alle zusammen... Diese Spielweise hat er natürlich über einige Zeit hinweg verinnerlicht und somit ist es in seinem Kopf immer noch verankert, alles menschlich und vor allem normal. Ich möchte keine Wunder von meinem Kinder erwarten, daher die Frage, wie lange dauert es, bis ein Kind die Prinzipien die im Training gelehrt werden so umsetzen, wie es der Trainer "vorlebt". Natürlich ist das individuell bei einem Kind, aber es gibt sicherlich einen Richtwert?


    Die neue Spielweise ist nun aber, dass er sowohl offensiv als auch defensiv immer volle Pulle spielen soll, sprich er bereits nach Ballverlust, sofort wieder bissig dran bleiben soll und auch wenn man nicht im Ballbesitz ist, den Ball sofort wieder hinterher geht.


    Gibt es da Möglichkeiten, wie ich ihn dabei unterstützen kann? Es ihm spielerisch beibringen kann, ihn ohne "Zwang" bzw. ohne es ihm ewig zu sagen beibringen kann? Ich bin fest davon überzeugt das er das kann, weil es im Verein zuvor auch lange Zeit seine Spielweise war, diese ihm aber ausgeimpft worden war und es eben noch zu sehr in seinem Kopf eingebrannt ist.


    Er hat das auch jetzt schon Phasenweise drin. Offensiv, wo er sich halt auch mehr sieht, macht er das immer schon mit voller Pulle im eigenen Ballbesitz.

    Oder gibt es keinerlei Möglichkeiten und soll ich ihn dabei gar nicht unterstützen und es muss in seinem Kopf einfach wieder klick machen? Ich persönlich schätze, dass ich ihm bestimmt irgendwie helfen kann, ohne Zwang, ohne ihm etwas "vorzuschreiben" und zu sagen, du machst das so.


    Er spielt unheimlich gerne Fußball und es liegt mit Sicherheit nicht an einer Unlust oder das er Fußball nicht spielen möchte. Wäre dem so, wäre es eine Leichtigkeit, dass er einfach aufhört und sich einem anderen Hobby widmen könnte. Ich persönlich habe aus Gesprächen mit ihm mitgenommen, dass er sich selbst kritisch sieht, wenn ihm mal etwas nicht so gelingt, wie er gerne möchte. Ich rede ihm immer wieder zu, was für ein toller Mensch er ist, was für tolle Fähigkeiten er als Mensch und als Fußballer hat und er an sich glauben soll und kann, denn wir als Familie tun das.


    Danke im Voraus :).

    Mein Rat wäre an die Eltern,



    sofern eure Kinder nicht glücklich sind, immer ins offene Gespräch zu gehen.


    Ist ein Trainer nicht offen für Gespräche und ist nicht an einer Lösung interessiert bzw. die Lösung ist den Verein zu verlassen, dann ist es oft die richtige Lösung den Verein zu verlassen.


    Allerdings sollte man seinen Kindern auch beibringen, dass man nicht bei jedem Gegenwind sofort vor den Problemen wegläuft, sondern auch entsprechend den „Kampf“ annimmt.



    Bei meinem Sohnemann blieb leider nichts anderes übrig, er ist nun aber überglücklich!

    Nein alles gut, so wie du es nun schreibst, wäre es doch akzeptabel und die Eltern sollten nie über Spielzeiten der Kinder diskutieren sollen und auch nicht über Nominierungen im Kader.


    Problematisch wird es dann, wenn bestimmte Dinge "offensichtlich" sind und man dieses als Elternteil auch ansprechen sollen dürfte, ohne das ein Kind drunter leiden sollte.


    Du sprichst mit den Kindern und hast eine klare Linie - top.

    Du kommunizierst - der Weg ist hier absolut egal, ob direkt per WhatsApp - natürlich ist unter vier Augen schöner, aber so - legitim und okay.


    Die Einschätzung, welches Kind, welche Stärken und Schwächen hat, absoluter Trainersache - wünschenswert wäre, wie es ja ein Lehrer auch macht, "Nachhilfe" könnte sein Sohn in X, Y Z machen, wenn er selbst Lust hat. Das kann man machen durch eine "Hausaufgabe" XYZ... Aber immer ohne Zwang uns Lust vom Kind und ohne Druck von den Eltern, denn Kinder sollen es ja selbst wollen...


    Am Ende entscheidet natürlich der Trainer oder die Trainer, welches Kind wo am Ende ideal aufgehoben worden ist, allerdings sollte man natürlich auch konstruktive Einwände eingehen können, wenn am Ende nicht die Leistung des Kindes das Problem ist...

    Die Frage ist ja, wie ist das Konstrukt bei euch und was sind die Themen. Wie groß ist der Verein, man kann immer nicht pauschal eine Antwort auf solche Fragen geben. Wenn du generell jemand bist, der Sachen klar anspricht und vorher bestimmte Sachen festlegst, kann man sich als Elternteil darauf einstellen.


    Ich kann nur sagen, dass ich als Elternteil mein Kind liebend gerne abgeben kann beim Training und mich dann verdünnisiere, wenn das der Trainer möchte. Ebenso bleibe ich gerne da, wenn beim Aufbau- /Abbau der Übungen geholfen werden soll. Ich binde mich gerne ein, nehme mich aber auch gerne zurück.


    Ich kann nur für mich sprechen, ich habe nicht an Anspruch, dass mein Sohn immer die gleiche Spielzeit bekommt. Es gibt Situationen, da lässt es ein Spielstand nicht zu, dass man wechselt... Mein Sohn versteht sowas auch selbst, ich hatte ihn mal gefragt, ob er traurig sei, dass er nicht noch mal eingewechselt worden ist und ob er denn wüsste, wieso er nicht eingewechselt worden ist. Er hatte sofort die korrekte Antwort parat.


    Bei dir kam es nur in deinem Post ein wenig so rüber, dass du nie kommunizierst, alles was von Eltern kommst ignorierst und somit keine Probleme hast und das wäre absolut traurig.


    Denn genau solch eine Art und Weise hat dazu geführt, dass mein Sohn am Ende den Verein verlassen wollte und nun seit 3-4 Monaten woanders ist.