Beiträge von Thomas0815-2

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    Hallo Follkao, das verspricht ein interessanter Austausch zu werden.

    Das Trainingsziel war folgendes zu lernen: Verschieben, Zurücklaufen, Nachlaufen, Freilaufen. Zusammengefasst "Spiel ohne Ball". Das wird aus meiner Sicht im 11er Fußball genauso benötigt, wie in jeder anderen Grundformation.

    Außerdem wollte ich das Spiel ebenfalls als Möglichkeit nutzen, um sich weiterzuentwickeln. Deshalb die klaren Vorgaben (fast wie bei einer Übungsform im Training).


    Spielintelligenz entwickeln die Kinder dadurch nicht. Ob es aber didaktisch erfolgsversprechender ist, einem Kind/Anfänger ein Instrument (Trompete/Ball) vor die Füße zu werfen und zu sagen "mach mal" (extreme Form von spielformorientiertem Training zur Förderung der Spielintelligenz) oder ob man schneller zum Erfolg kommt, wenn man dem Kind/Anfänger zeigt wie es geht (Tonleitern/Dribbelslalom übt), also klare Vorgaben gibt ist wahrscheinlich eine fast schon philosophische Frage. Ich vermute, dass die Wahrheit in der Mitte liegt. Optimalerweise erhält das Kind also sowohl Vorgaben, an denen es sich orientieren kann, als auch Freiräume in denen es eigene Ideen/Kreativität/Spielintelligenz entwickeln kann. Diese Mitte zu finden ist wahrscheinlich die große Herausforderung für jeden Trainer/Lehrer.


    Ich muss allerdings zugeben, dass ich mich anfangs sehr stark an klaren Vorgaben orientiert habe und mich inzwischen immer weiter Richtung Freiräume bewege. Trotzdem würde ich bei der Aussage bleiben, dass beides wichtig ist und einen Spieler weiterbringen kann.

    U10 war so das Alter, wo ich die Kinder selber in die Verantwortung genommen habe.

    "Ich komm nur zu spät, weil Mama nicht rechtzeitig los gefahren ist" - "Dann sorg dafür, dass Mama rechtzeitig los fährt"

    In dem Altern können Kindern schon einen enormen Druck auf Eltern aufbauen, viel mehr als du als Trainer. Wenn die lange vor Trainingsstart ihre übrigen Sachen erledigt und das Trainingszeug gepackt haben und dann minütlich fragen, "wann fahren wir los", werden die wenigsten Eltern widerstehen können. Im Allerschlimmsten Fall müssen sie der Mama halt versprechen nach dem Training die Spühlmaschine auszuräumen, aber nur, wenn sie 5 Minuten vor Trainingsstart auf dem Platz stehen.


    Ob das jetzt gegenüber den Eltern fair ist, weiß ich nicht, aber du bist den Zwiespalt los das Kind für das Verhalten der Eltern zu bestrafen, in dem du dem Kind die Verantwortung gibst. Irgendwann muss es die ja eh übernehmen auf dem Platz und daneben. :)

    Hallo, ich habe für das Spiel ohne Ball ab der E-Jugend mit folgenden "Übungen" gearbeitet:


    1. Xvs0-Übung: Dabei habe ich 3-4 Spieler eine Kombination (ohne Gegnerdruck) spielen lassen, die ohne Laufweg nicht möglich war.

    z.B. 1 Spielt auf 2, der gibt zu 3 nach Außen, welcher sich dribbelnd vorwärts bewegt. Währenddessen überläuft 1 2 und bietet sich für eine Hereingabe von 3 an, um auf ein Tor abzuschließen. Ist jetzt eine sehr einfache Variante, die aber 1 zu einem Lauf ohne Ball zwingt, weil sonst die Übung nicht funktioniert. Wenn du genug Spieler hast, kannst du das auch 2x "aufbauen" und schauen, welche Gruppe den Ball schneller ins Tor bringt. Natürlich werden die Positionen nach jedem durchlauf getauscht.


    2. Meine Spieler hatten ab der E Jugend klare Laufwege für ihre Position vorgegeben.

    z.B. im 231 musste der LV im Spielaufbau ganz außen stehen und den Ball zum LM/ZM weiterleiten (Dribbling in der letzten Reihe war verboten). Bei einem Angriff über Links musste der LV nachrücken, falls das Angriff vom LM abgebrochen werden muss. Bei Angriff über rechts musste er das Zentrum schließen, weil ja der RV nachrückte. Bei Gegnerischem Angriff über Links musste er den Angreifer stellen bis der LM zurückgelaufen war, um ihn dann gemeinsam mit dem LM zu attackieren. Bei Gegenangriff über rechts musste er das Zentrum und den Passweg nach links schließen. Für alle anderen Positionen gab es zu den genannten Situationen ebenfalls feste Vorgaben. Dies habe ich vor jedem Spiel auf der Taktiktafel wiederholt (ließt sich hier lang, hat aber insgesamt nie mehr als 5 Minuten gedauert). Im 2ten E-Jugend Jahr konnte ich dann zu jeder Position einen beliebigen Spieler aufrufen und der konnte dann sagen, wie sich der Spieler auf der Position verhalten muss. Während des Spiels habe ich dann entsprechend gecoacht und zwar selten den Spieler, der am Ball war (der hatte genug zu tun), sondern die, die nicht am Ball waren (da hatte ich die Chance, dass sie mir zuhören).

    Natürlich hat das in deutlich weniger als 50% der Spielsituationen zu 100% geklappt, das war auch nicht mein Anspruch. Zusätzlich hat es mir oft das Ergebnis zerhagelt, weil ich nicht meinen Top-Spieler, mit dem Auftrag "schieß ein Tor", anspielen lassen konnte, das hab ich nur gemacht, wenn mir das Ergebnis gar nicht gefallen hat. Aber mir wurde von dritter Seite bestätigt, dass in meiner Mannschaft ALLE Spieler eingebunden sind und sich auch ohne Ball sinnvoller bewegen, als manche D/C/...-Jugend.


    Dass das was ich da gemacht habe nicht ganz der aktuellen Trainingsphilosophie entspricht ist mir klar und heute setze ich auch andere Schwerpunkte. Aber da ein durchschnittlicher Spieler in einem Spiel nur zu 4-5% (100/22) am Ball ist, habe ich Kinder geschaffen, die zu 95% gute Fußballer sind (also immer dann wenn sich nicht den Ball am Fuß haben :) :) :) ) .

    ...Ich hab zwei Defensive mit klaren defensiven Aufgaben ... Dann hab ich zwei Flügelspieler mit eher offensiven Aufgaben...

    Wenn Positionsspiel so interpretiert wird, verstehe ich die Ablehnung gegenüber festen Positionen in der G-E Jugend.

    Bei mir haben immer alle Spieler offensive Aufgaben (dann wenn wir in Ballbesitz sind) UND defensive Aufgaben (dann wenn wir nicht in Ballbesitz sind).


    Das war/ist auch mein Argument für (relativ) konstante Positionen ab der E-Jugend. Die Kinder können in dem Alter maximal die Aufgaben für 1-2 Positionen verinnerlichen. Wenn ich sie auf mehr Positionen einsetze, hätten sie (so meine Befürchtung) mehr über ihre Aufgabe nachdenken müssen, als sich auf Ball/Gegner/Mitspieler konzentrieren zu können.


    Persönliche Erfahrung: Ich hab einmal zentrales Mittelfeld gespielt (sonst meist defensiv und gern links). Da war ich so orientierungslos, dass ich Ball/Gegner/Mitspieler gar nicht mehr gesehen hab. Links hinten wusste ich immer, wie ich mich zu bewegen hatte und konnte das dann je nach Ball/Gegner/Mitspieler-Situation auch leicht variieren. Von einem guten Spieler (das war ich nie) erwarte ich natürlich, dass er mehr als 1-2 Positionen beherrscht, aber nicht in der E Jugend. Das bedeutet nicht, dass ein Kind nicht verschiedene Positionen ausprobieren darf. Aber dass es sie wirklich gut Spielen kann, würde ich nur für 1-2 Positionen erwarten.


    Eine sehr wichtige Frage ist wahrscheinlich auch, ab welchem Alter ein Kind merkt, dass gutes taktisches Verhalten Vorteile bringt. (Teilweise habe ich das schon in der F-Jugend beobachtet, teilweise fehlen sogar im Herrenbereich noch die grundlegendsten Elemente) Ab dann wird es versuchen sich taktisch richtig zu verhalten, egal, ob der Trainer taktische Anweisungen gibt oder nicht. Wenn so ein Kind keine taktischen Ratschläge bekommt, muss es Fußballtaktik für sich quasi neu erfinden. Das ist bestimmt ein sehr einprägsamer Weg, effizienter ist es aber, wenn ein Trainer auch da Hilfestellung gibt (coacht). Genauso wie es bei allen anderen Dingen, die es im Fußball (Leben?) zu erlernen gibt hilfreich ist einen Trainer zu haben, der einen unterstützt.

    An der Stelle noch ein Erfahrungswert (bei mir selber und bei vielen anderen beobachtet):


    Den Wünschen der Kinder nach zu gehen ist mit Sicherheit die wichtigste Maxime für Fußball Eltern.


    Zuvor ist allerdings eine ehrliche Prüfung erforderlich. Oft (ich denke nicht im Fall von Fragende) werden die eigenen Wünsche so oft mit den Kindern „besprochen“, dass diese (gar keine andere Wahl haben, als zu) denken es seien ihre Wünsche.

    Hallo golfstrom,

    Danke für deine Rückmeldung.

    Dass gute Ballbehandlung im Mittelpunkt steht, hatte ich mir gedacht.

    Kannst du sagen, was das besondere an den Coerverübungen ist oder würdest du sagen, dass man gute Ballbehandlung mit anderen Übungen genauso gut/schnell lernen kann?


    Mit Spielformen meinst du auch Übungen in Spielform?

    Haben die besondere Merkmale oder sind es einfach (gute) Übungen in Spielform, die die Ballbehandlung verbessern?

    Ich würde beim Jahrgang 1 - 2,5 - 5 nehmen.

    Aktuell gewichtest du einen mittleren Jahrgang 1/2 so hoch wie mittlere Stärke, jungen Jahrgang aber 3/5tel so hoch wie sehr schwach. Das sieht nach Willkür aus. Wenn du Alter und Stärke unterschiedlich gewichten willst, würde ich dir einen zus Multiplikator für die beiden Werte empfehlen (z.B. Wert Stärke x2 und Wert Alter x1), dann ist es für Dritte besser nachzuvollziehen.


    Außerdem würde ich das Schema insgesamt umdrehen. Dass eine hohe Zahl eine schwache Mannschaft ausweißt ist nicht intuitiv. Und, das merke ich beim Formulieren dieser Zeilen, in der Kommunikation umständlich.


    Ob es sich lohnt die Regionalität in die Formel einzubauen müssen Mathematiker tun. Ich würde es nicht tun, weil es das Ganze (für nicht Mathematiker) eher komplizierter, als einfacher macht. Stattdessen würde ich das Ganze am Ende einfach auf eine Landkarte übertragen und dann mit Augenmaß die finale Entscheidung treffen.

    Hallo,


    ich lese in letzter Zeit öfter von der Coerver Methode. Google hat mich darüber informiert, dass Will Coerver ein Niederländischer Fußballtrainer war, der einen Schwerpunkt auf Ballbeherrschung/Technik, Offensivverhalten und Charakterliche Eigenschaften der Spieler legte. Die Coerver Pyramide hab ich mir auch schon angeschaut und auf coercer-coaching.de hab ich mich auch schon umgeschaut.


    Leider konnte ich nicht geniales an dieser Methode entdecken (was nicht heißt, dass ich sie nicht gut finde). Vielleicht gibt es hier einige Coerver Fans, die mir erklären können, was sie an der Methode so begeistert...


    Ich genieße neben meinen Jobs als 2. Abteilungsleiter und Fußball-Papa auch grad ein "Sabbatical" bei den Bambinis.

    Das darf zum Glück jeder für sich entscheiden

    Ich bin nach einem Jahr mit den ganz Kleinen schon wieder heiß darauf, auch als Trainer wieder mehr Verantwortung zu übernehmen. Mal sehen was sich da ergibt...

    Hat hier schon mal jemand darüber nachgedacht selber das schwere Amt eines Funktionärs zu übernehmen und dann alles besser zu machen, als die "Altvorderen".


    Für mich gibt es im Leben immer drei Möglichkeiten: Love it, leave it or chance it.

    Letzteres geht leider nur mit einer gewissen Konsequenz (im schlimmsten Fall muss man sogar selber zum Funktionär werden und selbst da werden sich manche wundern, wie wenig man bewegen kann).


    Über Dinge zu schimpfen, aber nichts zu ändern wäre die vierte Alternative, die mag ich aber nicht. Es gibt genug andere Opfer, die diesen Part übernehmen können.

    Hier einige Ratschläge von jemandem, dem es ähnlich geht/ging (mein Junior ist inzwischen 12):

    Achtung es folgt eine extrem subjektive Sichtweiße die keinesfalls Anspruch auf Allgemeingültigkeit erhebt!


    1. Nimm das mit der Schule nicht so ernst. Mein Sohn hat beim Fußball bisher viel mehr für's Leben gelernt als in der Schule. Das wird ihm später auch im Beruf und bei der Auswahl der zur Verfügung stehenden Berufe (egal ob die was mit Sport zu tun haben oder nicht) mehr helfen als ein gutes Zeugnis in der Grundschule (+5./6. Klasse).


    2. Dass dein Sohn spielen kann ist (v.a. für ihn) das wichtigste! Ob ein Trainer das Training nun optimal gestaltet oder nicht ist eher Bonus und erfahrungsgemäß etwas über das sich Eltern mehr Sorgen machen als die Kids. Ob er besser wird oder nicht kann sowieso niemand so stark beeinflussen wie er selber (Trainer und Eltern können nur Dinge ermöglichen).


    3. Das mit dem selber verantwortlich sein halte ich für enorm wichtig. Sonst wird er immer wenn es ihm zu viel wird oder er etwas nicht erreicht Gründe dafür finden (Trainer zu schlecht, Mitspieler zu schlecht, Gegner/Schiri unfair, falsche Position, falscher Rasen, falsches Wetter,...) und dich nötigen an diesen Dingen etwas zu verändern, anstatt dass er sich selber für sein fußballerisches Weiterkommen verantwortlich macht. Ist auch ein guter Test, ob er es wirklich will oder ob du die treibende Kraft bist. Gerade hier hab ich als Fußball-Papa in den letzten Jahren viel lernen dürfen und lerne immer noch dazu.


    4. Wir hatten einmal die Situation, dass er sich zwischen zwei (höherklassigen) Vereinen entscheiden musste. Zum Glück hat er sich für den richtigen entscheiden. Aber auch da hätte ich ihn selber für seinen Weg verantwortlich gemacht, wenn er zu dem anderen Verein gewechselt wäre. Auch als es drum ging, ob er mit 11 schon in den U13 Kader wechselt, war das seine Entscheidung. Mit der musste er dann leben und selber das beste draus machen ->Er trifft die Entscheidungen und muss damit leben. Ich akzeptiere diese (soweit finanziell tragbar) und unterstütze ihn.


    4. So lange du ihn für Fußball begeistern kannst und er sich nicht plötzlich für Klavier spielen oder Pferde interessiert sparst du jeden Monat enorm viele Euros.


    5. Rechne nicht damit, dass sich der Aufwand später irgendwann mal in Form einer fußballerischen Karriere lohnt (auch nicht mit einer 0,0001%igen Wahrscheinlichkeit und auch nicht nur bis zur 5. Liga). Dein Sohn muss jetzt Spaß haben und genau das tun, was er liebt. Dann lohnt es sich.


    Fazit: Wir haben unserem Sohn, so lange es finanziell einigermaßen tragbar war, im Zusammenhang mit Fußball alles ermöglicht wofür er sich entschieden hat. Das war uns lieber, als dass er vor seiner PS sitzt. Ob das dann die erhoffte Qualität hatte ließ sich meist erst im Nachgang feststellen und war sogar von Training zu Training unterschiedlich. Spaß hatte er in jedem Fall und dafür, dass er was mitnimmt ist er ja aus meiner Sicht hauptsächlich selber verantwortlich. Das hat aber auch immer geklappt.

    Wir sind entweder relativ schnell abgeschweift oder es gibt tatsächlich sehr wenig Übungen zum Defensivverhalten.


    Ich durfte beim Lehrgang zur C-Lizenz mal folgende Übung zum Verschieben in der Kette (frühestens ab D/C-Jugend) mitnehmen:

    Es werden 3x4 Felder á ca 2x2m aufgebaut. In jedes Feld kommt ein Spieler, der Spieler darf das Feld nicht verlassen. Es gibt einen Ball.

    Die Spieler einer äußeren Reihe werfen sich den Ball zu. Ziel ist es ein Lücke in der Mittleren Reihe zu schaffen, so dass der Ball in die andere äußere Reihe geworfen werden kann. Die mittlere Reihe versucht so zu verschieben, dass dies nicht gelingt. Achtung würfe über Kopfhöhe sind nicht erlaubt. Wenn das klappt, kann man anstatt werfen das ganze mit dem Fuß machen und die Felder breiter/enger machen.


    Habt ihr noch Defensivübungen in petto?

    Oder mag jemand ein neues Thema vorschlagen, das ihn interessiert?

    Von uns Trainern natürlich, woher denn sonst?

    aus meiner Sicht wird der Hebel des Trainers überschätzt.

    Man kann versuchen, alles so gut es geht zusammenzuhalten und keine grundlegenden Fehler zu machen(Stichwort Brüllaffe an der Seitenlinie), aber auf die meisten Dinge (Schule, Freunde, digitale Angebote) hat man keinen Einfluß.

    Naja, darauf zu warten, dass jemand anders es tut halte ich auch nicht für erfolgversprechend.


    Ich als Trainer und wir als Verein versuchen schon unsere Jugendarbeit so zu gestalten, dass möglichst viele Kids dauerhaft bei uns bleiben. Natürlich haben wir nicht alles selber in der Hand (zB Geburtenrückgang). Aber ich finde schon dass wir Einfluss darauf nehmen können, wieviele Kids zu uns kommen und bleiben. Ist aber ggf. anstrengender, als zu sagen „da kann man eh nix machen“

    Dass es 2 pro Jahrgang in die erste Herrenmannschaft schaffen müssen ist nichts was ich als realistisch oder unrealistisch bezeichnen würde. Es ist einfach eine mathematische Notwendigkeit 20 Spieler im Kader / 10 Jahre durchschnittliche Aktivität im Herrenbereich ist 2 Spieler pro Jahrgang. Daran werden wir nichts ändern können (außer wir legen uns mit Adam Riese an!)


    Wir können lediglich an den Parametern der Formel schrauben

    - kleinerer Kader bei den Herren,

    - längere durchschnittliche Aktivität bei den Herren,

    - wir schaffen die 2 pro Jahr aus der eigenen Jugend

    oder

    - mehr Spieler, die nicht bei uns ausgebildet wurden bei den Herren,

    - wir gründen eine SG bei den Herren

    - wir machen von allem etwas

    - wir haben eine andere geniale Idee

    Ich verstehe dein Problem so, dass du denkst euch fehlt bald der Nachwuchs. Das sehe ich durch die Statistik bestätigt. 1/4 in der ersten Hälfte des Herren-Fußballerlebens, 3/4 in der zweiten Hälfte, optimal wäre wahrscheinlich 50:50.


    Ich habe das an meinen Jugendleiter mal ähnlich formuliert ->wenn aus der Jugend jedes Jahr 2 Spieler in die erste Mannschaft kommen bin ich zufrieden (10 Jahre aktiv im Herrenbereich x2 Spieler =20 Spieler für die erste Mannschaft). Dann brauch ich maximal noch 2-4 Legionäre und bin für Kreisliga (oben) bis max. Landesliga (unten) gut aufgestellt.


    Mein Fazit an dich als JL wäre, es muss was getan werden. Folgendes könnte ich mir vorstellen:

    - Ihr bildet nicht genug Talente aus (es gibt zu wenig ->Geburtenrückgang/zu viele andere Angebote neben Fußball oder ihr Fördert die die es gibt nicht genug ->schlecht ausgebildete Trainer, schlechtes/fehlendes Konzept

    - ihr bildet gut aus, aber die Talente wandern schon in der Jugend zu anderen Vereinen ab ->was bieten die was ihr nicht bietet?

    - ihr bildet gut aus, die Talente werden aber nicht in den Herrenbereich integriert ->das kann am Herrenbereich (Trainer) liegen, aber auch ganz einfach daran, dass es an in eurer Stadt evtl. keine Uni/FH gibt.

    -…


    Ich glaube mit der Statistik hast du einen ersten wichtigen Schritt gemacht. Du brauchst aber noch mehr Infos, um die richtigen Gegenmaßnahmen ableiten zu können.


    Würde mich interessieren, wie die Geschichte weiter geht 😀…