Hallo Follkao, das verspricht ein interessanter Austausch zu werden.
Das Trainingsziel war folgendes zu lernen: Verschieben, Zurücklaufen, Nachlaufen, Freilaufen. Zusammengefasst "Spiel ohne Ball". Das wird aus meiner Sicht im 11er Fußball genauso benötigt, wie in jeder anderen Grundformation.
Außerdem wollte ich das Spiel ebenfalls als Möglichkeit nutzen, um sich weiterzuentwickeln. Deshalb die klaren Vorgaben (fast wie bei einer Übungsform im Training).
Spielintelligenz entwickeln die Kinder dadurch nicht. Ob es aber didaktisch erfolgsversprechender ist, einem Kind/Anfänger ein Instrument (Trompete/Ball) vor die Füße zu werfen und zu sagen "mach mal" (extreme Form von spielformorientiertem Training zur Förderung der Spielintelligenz) oder ob man schneller zum Erfolg kommt, wenn man dem Kind/Anfänger zeigt wie es geht (Tonleitern/Dribbelslalom übt), also klare Vorgaben gibt ist wahrscheinlich eine fast schon philosophische Frage. Ich vermute, dass die Wahrheit in der Mitte liegt. Optimalerweise erhält das Kind also sowohl Vorgaben, an denen es sich orientieren kann, als auch Freiräume in denen es eigene Ideen/Kreativität/Spielintelligenz entwickeln kann. Diese Mitte zu finden ist wahrscheinlich die große Herausforderung für jeden Trainer/Lehrer.
Ich muss allerdings zugeben, dass ich mich anfangs sehr stark an klaren Vorgaben orientiert habe und mich inzwischen immer weiter Richtung Freiräume bewege. Trotzdem würde ich bei der Aussage bleiben, dass beides wichtig ist und einen Spieler weiterbringen kann.
