Dass man Spiele gewinnen will ist ja - egal in welcher Liga - auch richtig und letztendlich Sinn und Zweck des Spiels.
Nur muss jedes Spiel für sich gewertet werden und nicht die Tabelle den Wert einer Saison ausmachen.
Dementsprechend ist das Problem, dass es Ligen gibt, aus denen man auf- und absteigen kann, und dass diese zu regional bzw. lokal zusammengestellt sind, ohne dass die aktuelle Leistungsfähigkeit der Teams ausreichend berücksichtigt wird.
Es wäre doch wesentlich sinnvoller, sich in größerem Radius Gegner auszusuchen, von denen man weiß, dass sie ähnlich stark sind, als wenn einen der Verband am Ende in einer Doppelrunde viermal pro Saison zum übermächtigen oder total unterlegenen Nachbarn schickt.
das hat aber mit meiner Feststellung über Sinn und Zweck des Spiels und Gegnerzusammenstellung garnichts zu tun . Ich wollt nur mein Frust über die allgemein schlechte Trainerqualität mal loswerden und warum so viele Kids ab U14 aufhören und in Zukunft noch früher.
Das hat aber auch nur in einem gewissen Maße mit den Trainern zu tun.
Natürlich haben die ihren Anteil, ganz sicher sogar.
Früher gab es aber weniger Ablenkungen (SocialMedia, Videospiele), weniger Ganztagsschulen die viel Freizeit fressen, weniger an sonstigem Freizeitangebot, weniger Helikopter-Eltern die bei jedem Zweikampf blass werden.
Dahingegen ist das Vereinsleben immer weniger geworden.
Das sind alles Faktoren warum die Kinder öfter und evtl auch früher mit Fußball aufhören.
Müssen die Trainer da mit der Zeit mitgehen? Ja.
Müssen sie ihr Training anpassen (spaßiger, interessanter)? Auch hier ein Ja.
Müssen die Kinder früher mitgenommen werden und muss man mehr erklären als früher? Auch ein Ja.
Müssen Sie ein Gute-Laune Onkel werden der nur da ist damit alle bespaßt sind und ja jeder auch gleich behandelt wird und gleich viel Einsatzzeit bekommt? Für mich ein entschiedenes Nein.
Und diesen schmalen Grad zwischen Spaß und Fördern/Fordern muss man erst erlernen. Und das lernt man nur wenn man sich damit beschäftigt und es auch ein wenig ernst nimmt.
Und nicht jeder nimmt es ernst und da mache ich auch keinem einen Vorwurf.
Vielerorts ist es doch so das man froh ist das es überhaupt einer macht. Das es jemand neben der Arbeit hinbekommt sich ein- oder zweimal mit den Kindern zum Training zu treffen und auch das Wochenende teilweise zu opfern. Sich mit fordernden Eltern rumschlagen die meinen ihr Junior wäre der neue Diego-Cristiano Messi. Und das ganze unentgeldlich. Es kostet ja sogar meistens noch Geld (Sprit, persönliche Ausrüstung, etc).
Wenn sich jetzt jeder ohne irgendeine Trainerausbildung zurückzieht gehen noch viel schneller die Lichter in den Jugendmannschaften aus.
Das ist die traurige Realität.