Beiträge von Coach_T88

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    Ich bin selbst in der G und F Jugend als Trainer aktiv und kann nur sagen, dass diese Vorgehensweise einfach nur erbärmlich und respektlos ist. Mit Ausbildung hat das nichts am Hut. Einen Team oder Fairplay Gedanken sehe ich da auch nicht.


    Mein Sohn ist bei uns auch Leistungsträger, dennoch spielen die "Schwächeren" genau so lange, wie er. Jeder muss die gleiche Chance haben auf Spielzeit. Wenn man zu viele Kids hat, macht man eine weitere Mannschaft auf...

    Unser Anspruch ist es, aus allen Kids, das bestmögliche rauszuholen. Und das sollten alle Trainer tun...


    Kommunikation mit den Eltern ist ein wichtiger Bestandteil. Dieser "Trainerkollege" sollte sich mal unbedingt hinterfragen und bestenfalls noch den einen oder anderen Lehrgang absolvieren.

    Es ist wiedermal unfassbar, wie Eltern die Kids sabotieren.

    Mein Ältester (6 Jahre) ist auch einer der besten in unserem Team und er würde sogar 4 Spiele hintereinander im Tor spielen, um der Mannschaft zu helfen. Ist immer Erziehungssache.


    Ich würde so handeln, wie die anderen bereits gesagt haben. Wenn ihm / ihr das nicht passt, soll sie sich einen anderen Club suchen.

    Fussball ist ein Teamsport und so sollte man sich auch verhalten.

    Wenn schon wegen sowas, ein Fass aufgemacht wird, wo soll das noch enden?

    Hi Kollegen, ein Kind unserer G Jugend

    (Älterer Jahrgang) , ist einer unserer besten Feldspieler. Technisch sehr weit, sehr Spielintelligent und eine tragende Säule unserer Truppe. Letzter Zeit liebäugelt er auch mit der Torwartposition. Heute hat er 2 Spiele im Tor gemacht und über 25 Paraden gehalten, sodass sogar die Gegner ihn extrem gefeiert haben. Leider lief es dadurch spielerisch nicht so gut, weil er auf dem Platz fehlte.


    Mir ist bewusst, dass man in der G Jugend nicht positionsorientiert trainiert und alle erst mal die Basics lernen sollen, aber wie handhabt man sowas? Der Junge hat für beides sehr viel Talent.

    Wenn ich ihn frage, was ihm besser gefällt, sagt er " beides cool" 😆

    Ab wann hat man denn diesen "festen Torwart?"

    Die Mischung macht´s, sage ich mal. Jonglieren können ist ja nicht schlecht, aber ich würde dafür nicht zu viel Zeit aufbringen, wenn ich eh nur 2 x 90 Minuten Trainingszeit habe. Das ist mehr so eine Art Hausaufgabe.

    Genau. Das ist was für den Garten oder wenn man im Training mal was aufbauen oder umbauen muss. Ab und zu, wenn wir nicht viele Kinder im Training sind, mache ich mal zwischendurch einen Jonglierwettbewerb. Jeder darf dann 3 mal versuchen. Die Kids feiern es und seit dem üben sie es auch zuhause.

    Am besten finde ich noch "Ball jonglieren"! Wenn unserem Trainer vor vielen Jahren nichts anderes einfiel, dann ließ er uns Ball jonglieren. ..............

    ...........

    Aber vermutlich wird man in 10 Jahren sich köstlich über das amüsieren, was wir heute für total richtig halten?

    In der Tat gibt es immer wieder neue Erkenntnisse, Meinungen und Strömungen, die das, was vor Jahren war, als nicht up to date erscheinen lassen. Das sollte man immer im Hinterkopf haben, wenn man das, was heute für modern und richtig empfunden wird, mit Nachdruck vertritt.

    Bin mir aber ziemlich sicher, dass Jonglieren damals, heute und in Zukunft eine wichtige Fertigkeit im Fußball ist, die ganz viel positiven Einfluss auf den Umgang mit dem Ball hat. Vor allem bei der Annahme hoher Bälle aber auch beim Dribbling. Für den TW vielleicht etwas weniger wertvoll, für den Feldspieler aber allemal.

    Das kann ich so unterschreiben. Seitdem mein Ältester Jonglieren kann, nimmt er viele Bälle aus der Luft problemlos an. Auch die Dosierung der Pässe ist dadurch viel besser geworden.

    Ich finde, einen großteil der Schuld tragen auch die Eltern. Viele Eltern interessiert es ja gar nicht mehr, was die Jungs und Mädels so machen. Alle sind in Watte gepackt und sowieso nie Schuld. Viele können gar nicht mehr mit Kritik umgehen und stecken gleich den Kopf in den Sand.

    mit Pubertät und seinen Auswirkungen hast du nicht viel Erfahrung, oder?

    Doch, aber gewisse Verhaltensweisen haben auch was mit Erziehung zu tun.

    Eltern haben einen riesigen Impact auf die Jugend.

    Ich habe auch schon eine C Jugend betreut und da gab es sowas nicht...

    Ich finde, einen großteil der Schuld tragen auch die Eltern. Viele Eltern interessiert es ja gar nicht mehr, was die Jungs und Mädels so machen. Alle sind in Watte gepackt und sowieso nie Schuld. Viele können gar nicht mehr mit Kritik umgehen und stecken gleich den Kopf in den Sand.


    Eltern, welche ihren "Job" anständig machen, würden vielleicht mal ab und zu nachfragen, wie sich ihr Kind im Training verhält oder bestefalls auch entwickelt...



    Es ist ein absolutes Unding, dass ein ehrenamtlicher Trainer, welcher seine Freizeit opfert, sich so miserabel fühlen muss...

    ich finde Kräftigungsübungen bzw Stabiübungen sehr wichtig. Natürlich sollte man das alles sehr spielerisch Gestalten, je nach Alterklasse.

    Ich beispielsweise habe neben Fussball auch Leistungsturnen gemacht und bei uns haben alle, ab dem 6 Jahr, Übungen gemacht. Davon hab ich bis ins hohe Alter extrem profitiert.

    Dadurch, dass die Kinder, nicht mehr wie früher, jeden Tag draussen sind und sich bewegen, empfinde ich es als noch wichtiger, dem entgegenzuwirken.

    Wir spielen aktuell 3 vs 3 plus 1 Torwart.


    Die Kids verlassen ist für mich keine Option. Dafür hab ich sie viel zu gern.


    Das mit den kleinen Teams mache ich schon regelmäßig. Wahrscheinlich muss ich wirklich schon in Training die stärkerern miteinander und die nicht so starken miteinander trainiern lassen.


    Wir gehen ja bald in die F jugend. Dann werden die Karten wieder neu gemischt.

    ich weiß auch nicht, was ich von dieser Form halten soll. Aktuell spielt unser Verband in der G Jugend ein 3 vs 3 + 1 Torwart.

    Der Torwart wird nach jedem Spiel gewechselt, sodass jeder die gleiche Spielzeit hat.

    Wir haben auch desöfteren Funino im Training gespielt und das macht auch mal recht viel spass. Dennoch werden die spielstarken Kids immer das Spiel dominieren und wollen natürlich auch gewinnen. Ein Spieltag ist ja auch immer ein Wettkampf.

    Das Verhalten, was du beschreibst ist keinesfalls falsch und negativ einzuordnen.

    Hi Kollegen, ich stecke etwas in der Zwickmühle zwischen Trainersein und Papa.

    Aktuell bin ich Trainer unserer G Jugend und wir sind recht erfolgreich.

    Ich trainiere nach dem Videoportal der Münchener Fussballschule und hole mir regelmäßig Übungen aus dem Buch von Horst Wein und der Tsg Hoffenheim.

    Die Kids entwickeln sich recht gut, das Training wird gut besucht und macht spass.

    Leider ist mein Sohn desöfteren immer mehr unglücklich, weil er sich bei uns einfach total unterfordert fühlt und quasi das ganze Spiel übernimmt, clever dribblet, gute Pässe spielt... Er ist ein sehr klares Kind, kein Träumer und weiß genau, was er möchte. Er ist dieses typische Kind, dass nur einen Ball braucht, um daheim glücklich zu sein. Er spielt täglich im Garten, übt finten, trainiert seinen Schuss... Er sagt auch regelmäßig, dass er lieber nur mit Kindern zusammen spielen will, die genau so Fussballverrückt sind, wie er.

    Mit ihm ist sein Buddy genau so verrückt und so gut. Leider kann ich die beiden nicht zusammen im Abschlussspiel spielen lassen, da die beiden alleine die ganze Truppe aufmischen und das sorgt zusätzlich für Frust bei den zweien...


    Ich will jetzt mal nicht von Talent sprechen, aber die absolute Fussballbegeisterung und das tägliche üben und spielen macht sich bei den zweien sehr stark bemerkbar.

    Die anderen sind auch gut, dennoch wirken sie im Vergleich eher als Statisten...

    Hoch in die F kann ich ihn nicht schicken, da die nur 1 Trainer haben und über 20 Kinder sind. Der hat schon so alle Hände voll zu tun und möchte dem nicht noch zusätzlich "arbeit" machen.


    Habt ihr ein paar Ratschläge oder Tipps?

    Danke für die ganzen Mails. Mein 3 jähriger hatte eben mein Handy stibitzt und hier unruhe gestiftet, weil die Seite als letztes offen war. Irgendwie muss er auch den Post an sich gelöscht haben. Kann man das wieder einstellen?


    Das Problem ist, das besagter Vater auch private Kanäle nutzt , um seinen Frust abzubauen. Mittlerweile ist es für alle Trainer nur noch schwer zu ertragen.

    Es stellt sich wirklich die Frage den Einzelnen raus zu ziehen, zum wohle aller oder das ganze so lange tu tragen, bis eventuell einer der Trainer das Handtuch wirft...

    Ich bin jetzt in meinem 3. Jahr einer Mannschaft. Dennoch muss ich sagen, dass bei uns viel Abwechslung herrscht, da wir ein Gespann aus 3 Trainer sind. Wir sind immer bestrebt, dass min 2 von uns da sind.

    In dieser Konstellation kann ich mir durchaus vorstellen noch ein paar Jahre zu machen.

    Spieltage als "i-tüpfelchen" zu bezeichnen find ich auch recht krass. Man spielt doch Fussball, um gegen andere Mannschaften zu spielen und das im Training gelernte bestenfalls umzusetzen...

    Es gibt genügend talanetierte Kids, die im Training regelmäßig performen, aber im Spiel das nicht umsetzen können. Wenn dann echte Spiele nur als "I-Tüpfelchen" gesehen werden, lernen die das ja nie.


    Ich rede jetzt mal als Papa und nicht als Trainier. Wenn mein Sohn/ Tochter nur dazu da ist, um anderen als "Sparringpartner" zu dienen, damit diese am Wochenende bestmöglich spielen können , würde ich ganz schnell die Reißleine ziehen.


    Als Trainier würde ich sagen, dass es sehr wichtig ist, dass jedes Kind sich im Wettkampf ( Spieltag) beweisen muss und soll. Entweder mache ich eine 2. Mannschaft oder ich blähe meinen Kader nicht unnötig auf. Wenn ich mal Notstand habe, kann ich immer noch vom jüngeren Jahrgang einen hochziehen...

    Das ist auch ein Grund, warum es in Deutschland immer weniger Talente in die Bl schaffen. Andere Länder sind uns da meilenweit voraus. Hauptsache erfolgsorientiert.

    Aus unseren 3 letzten F Jugend Jahrgängen bekamnen insgesamt 7 die Chance ins Nlz zu wechseln und haben sich für den Weg entschieden. Aktuell läuft es sehr gut für die Kids.

    Ich persönlich finde, dass jeder selbst entscheiden sollte, ob er den Weg gehen möchte. Wenn es nicht läuft, kann man immer noch zurück zum Heimatverein. Wichtig ist, dass man offen mit den Kindern darüber spricht, was alles passieren kann. Aber auch welche Möglichkeiten sich dadruch bieten.

    Viele bieten bei uns auch ein sogenanntes Fördertraining an. Dh die Kids dürfen über eine bestimmte Zeit im Nlz mittrainieren und dann wird entschieden. Finde ich für beide Seiten eine gute Lösung.