Beiträge von ruffy85

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    fahrender Vater

    Ironie / Sarkasmus kommt leider nicht so rüber beim Geschreibsel. 😅 Mein erster Absatz bezog sich auf manche, die behaupteten, es brauche isoliertes Techniktraining in der F-Jugend.


    Weiter vorher schrieb ich, dass mein Trainerteam und ich durchaus korrigierend coachen, wie bspw. ein Innenseitenstoß ausgeführt werden soll. Nur setzen wir auf dynamische Spiele, in denen sich immer wieder neue Situationen ergeben, die die Kinder mit einem halbwegs ordentlichen Pass lösen müssen.


    Und jedes Rondo an sich ist besser als "starres" Passen.


    Isoliertes Techniktraining haben wir bis jetzt bei den Grundlagen des Torhüterspiels eingesetzt, damit alle die Grundstellung und die Stellung zum Ball lernen.


    Also, die Mischung macht's. Und hier ist Augenmaß gefragt und ein wenig Wissen zur Physiologie der Kinder. Letzteres wird im Basiscoach und der C-Lizenz gelehrt. Ob's beim KiTZ schon dabei ist, weiß ich nicht.

    Hallen-Futsal im Fairplay-Modus ist einfach nur Mist und gehört in seiner aktuellen Form abgeschafft. Immer wieder verletzte Kinder durch Grätschen und keine Konsequenz - Feldverweis auf Dauer.


    Heute wieder dadurch 2 verletzte Kinder in der U8 - Knie nach Sturz und Sprunggelenk. Und weder beim generischen Kind noch bei dessen Trainer Einsicht oder Konsequenz.


    Dabei verbieten die Durchführungsbestimmungen explizit das Grätschen und besitzen in der Halle bei grobem Foulspiel den dauerhaften Feldverweis. Kind ist raus, Mannschaft darf sich nach 2 Minuten wieder auffüllen.


    Und jede Hallenrunde ignorieren das alle und immer gibt es Verletzte.


    Ich bin maximal angepisst und überlege nicht mehr anzutreten. Wir richten eh unsere eigenen Funino-Hallenrunden aus - leider nur drei Mal und damit zu wenig bis März.


    Melden mussten wir, damit wir eine Hallentrainingszeit bekommen. Sprich Erpressung durch den eigenen Verein.

    Ich frage mich gerade, wieso meine U8 Kinder überwiegend gut mit der Innenseite und dem Spann schießen können über unterschiedliche Distanzen, obwohl ich das nie isoliert trainiert habe in den letzten 3 Jahren, die ich sie betreuen darf.


    Und ja, es gibt immer noch Kinder, die einen Knoten im Kopf haben und andere, die nur 0 oder 1 bei der Kraft können.


    Aber so what? Es sind Kinder im Alter von 8 Jahren. Ich finde es wichtiger, dass sie immer mehr zusammenspielen und sich selbst dafür entscheiden mal einen Pass zu spielen anstatt immer nur im spätestens 3. Gegner mit dem Dribbling hängen zu bleiben.

    Wenn du es denn unbedingt in dem Alter grob-technisch fördern willst - neben genannten Spielen mit den Pylonen (!):


    Die Kinder sollen mal zwei alte, helle Socken von ihrem Papa oder ihrer Mama mitbringen. Und als Trainerin/Trainer nimmst du einen Edding mit.


    Nun malst du auf der Innenseite jeder Socke ein großes X und machst dann ein kleines Spiel daraus. Lege dazu kleine Dreiecke mit Plättchen oder flachen Hauben.


    Nun kannst du alles Mögliche spielen, Hauptsache der Ball wird mit dem x getroffen (1 Punkt) und kommt beim anderen Kind an (1 Punkt). Dabei müssen die Dreiecke durchspielt werden. Und deine Kreativität setzt hier die Grenzen, denn es sind unbegrenzt Variationen möglich. Bringst du Farben mit rein und eine spannende Geschichte für die Kinder, hast du bald motorische Defizite und grobtechnische Herausforderungen gelöst.


    Der Spannschuss kommt erst später und spielt nicht so eine große Rolle. Die 5m breiten Tore werden eigentlich immer getroffen. Manche Kinder sind zwar drauf gedrillt, hoch zu schießen, aber diese Diskussion führen wir hier bitte nicht.


    Und Feintechnik, bspw. Spitze nach oben, Standbein neben Ball, ausholen/ durchziehen, bitte erst ab der E-Jugend.

    Wir haben unserer U8 gezeigt, dass das Spielfeld wie eine Ampel ist.


    Nahe dem eigenen Tor zeigt die Ampel rot. Da muss der Ball schnell weg, nach vorne. Wenig Risiko.


    In der Mitte zeigt die Ampel gelb. Hier werden die Kinder mutiger, das Risiko ist mittel. Wir wollen hier den Ball behalten und die Ampel auf grün stellen.


    Vor dem gegnerischen Tor ist die Ampel grün, die Kinder gehen voll ins Risiko, dribbeln und fintieren, wie sie wollen. Verlieren sie den Ball, so holen sie ihn sich möglichst zurück, bevor die Ampel rot wird.


    Spannende Beobachtung, manche Kinder begannen eigenständig als kleine Gruppe sich zu verteilen und abzuwechseln. In der offensiven Spielphase bleibt ein Kind eigenständig etwas weiter zurück, wie ein klassischer Libero. In defensiven Spielphasen hingegen ist es umgekehrt, ein Kind bleibt etwas weiter vorne und versucht anspielbar zu sein.


    Es sind scheinbar Bilder, die den Kindern helfen das komplexe Spiel zu verstehen und so ihre eigenen Erfahrungen zu machen.


    Zu Zeiten der Bambini arbeiteten wir stärker mit Tier-Assoziationen. Der mächtige Gorilla lässt kein Tier mit Ball vorbei, der schnelle Jaguar kann mit Ball von niemand eingeholt werden, der schlaue Fuchs trickst jeden Gegner aus und der hungrige Löwe erbeutet die Tore.


    Manche Kinder nahmen das zu wörtlich, aber es war stets lustig anzusehen und mehr oder weniger erinnerten sich die Kinder in unterschiedlichen Spielsituationen an diese Tiere und was sie besonders gut können.


    Vielleicht hilft sowas auch bei den "ängstlichen" Kinder, die hier Thema sind.

    Eine gute Frage ScuBac 😅


    Mehrere Plattformen nutzen ähnliche/ gleiche Bezeichnungen für viele Spielformen. Aber wer es sich ausgedacht hat, keine Ahnung. Vielleicht die Schweizer. 😉


    Mir helfen diese häufig genutzten Bezeichnungen mehr als holprige Beschreibungen.

    Natürlich sind Tore für Kinder immer interessanter. Danke für den Hinweis.


    Haben wir auch so ausprobiert und gemacht.


    Führte allerdings bei unseren Kindern eher dazu, dass gerade die, um die es hier geht, den ersten Kontakt zum "Torschuss" nutzen.

    ja, das hatte ich in einem Jahrgang auch mal. Lösung: den Weg für den Dribbler verlängern, den für den Anspieler verkürzen. Steht ja nirgends geschrieben, dass die Tore in der Mitte sein müssen. Aber das Abbrechen und suche nach einer neuen Lösung (zweites Tor) ist auch ein Trainingsziel.
    Das ganze mit Dribbeltoren hat bei uns die Dynamik rausgenommen. Dribbeltor + Minitor hab ich in der Form noch nicht ausprobiert. Gute Idee.

    Das wäre dann Lucassen 1v1 😅


    Spiele ich alle 2-3 Wochen im Training mit meiner F-Jugend.

    Hier können einfache 1v1 Spiele und auch erste Pass-Spiele mit der Zeit und viel Geduld Linderung bringen. Habe bei meinen 2016er auch noch einige Kinder dabei, die etwas allergisch auf den Ball reagieren.


    Hier mal drei Spiele, angelehnt an KNVB Rinus und Adv. Football:


    a) Finde deinen Partner:

    Ein ca. 20x20m Quadrat in 4 innere Quadrate aufteilen. Je 2 Kinder ein Ball.

    Aufgabe: passt euch in jedes Quadrat. In andere Quadrate dribbeln ist nicht erlaubt.

    Mach daraus ein Wettspiel auf Zeit oder mit Punkten und schon ist richtig Musik drin.


    b) Breche ein:

    Ein ca. 10mx10m Quadrat (Fünfeck, Sechseck)an den Ecken mit Pylonen markieren. An jeden Pylon ein Kind ohne Ball, dem gegenüber ein Kind mit Ball.

    Aufgabe: nach Fairplay-Anstoß muss Angreifer ins Quadrat dribbeln und sich dort auf den Ball setzen. Anschließend nächsten Verteidiger aufsuchen und von vorne. Wieder auf Zeit oder Punkte für ordentlich Tempo.


    c) Carsten 1v1

    Ein kleines Funino Feld bauen, ca. 10m x 15m. 4 2er Gruppen bilden. Je 2 Gruppen auf jede Grundlinie. 2 Gruppen bekommen Bälle.

    Aufgabe: Erziele ein Tor, nachdem du den Ball per Pass von deinem Gegenüber bekommen hast. Aber Achtung dein Gegenüber darf dir den Ball wegnehmen und selbst ein Tor schießen.


    Herausforderung: Den Ball diagonal zur Mitte prallen lassen um auf den Gegner regieren zu können und sich so den Vorteil zu verschaffen.

    HansUwrat

    Was private Anbieter besser machen als Vereine, dass sind die zeitgemäßen Beiträge. Fußball, wie auch viele andere Mannschaftssportarten erheben unrentable Beiträge oder finanzieren einen Wasserkopf quer, so dass zu wenig für Weiterbildung der Trainerinnen und Trainer übrig bleibt und auch andere Engpässe entstehen.


    Hier könnten die Verbände mehr Gelder fließen lassen, wenn sie wollten. Insbesondere im DFB wurden immer wieder Millionenbeträge versenkt, zuletzt am DFB Campus Frankfurt.


    Andererseits sollten Vereine das finanzielle Potential abschöpfen und sich nicht darauf berufen, dass finanziell schwache Menschen ausgeschlossen werden. Diese können beitragsfrei gesetzt werden und gut ist.


    Dann wird's auch besser mit qualifizierten Trainerinnen und Trainern an der Basis. Denn es ist Arbeit, derzeit unbezahlte Arbeit. Und das können sich immer weniger Menschen leisten.

    Man muss sich, wie du schreibst Zodiak, bewusst machen, was Hannes Wolf's Trainerhintergrund ist und worauf er abzielt.


    Der Kinderfußball bis zur E-Jugend ist es nicht. Er äußerte sich jedoch dazu, aufgrund einer durch andere Persönlichkeiten losgetretene Diskussion.


    Leider trennen Hannes Wolf und sein Team nicht gabz sauber und durchgehen zwischen Kinderfußball und Jugendfußball. Dabei sprechen sie eigentlich vom Jugendfußball im Kontext leistungsorientierter Vereine / NLZ / Stützpunkte.


    An einigen Schwächen des Föderalismus im deutschen Fußball wird nur zaghaft gearbeitet, so dass Wissen / Erfahrungen, die seit Jahrzehnten vorliegen immer noch in einer merklichen Breite in Frage gestellt oder ignoriert werden.


    Nach wie vor sind kurzfristige Erfolge in Form von Tabellenplätzen, Pokalerfolgen, usw. wichtiger als die sportliche Entwicklung der anvertrauten Kinder und Jugendliche. Und ja, viele Kinder freuen sich über Pokale und den 1. Platz. Noch mehr geben jedoch Erwachsene damit an und lassen sich als Erfolgstrainer:in feiern.


    Denn die Schattenseite dieses ausschließlich erfolgsorientierten Denkens ist der Ausschluss von Kindern, eine Erniedrigung, die per UN Kinderrechtekonvention verboten ist in Deutschland.


    In kleineren Spielformen werden noch weniger Kinder benötigt als früher, weil die "Auffüll-Spieler:innen" des 7v7 entfallen. Klar, man könnte mehrere leistungshomogene Teams machen und das ist der Grundgedanke. Aber mal ehrlich, wie viele Mannschaften in eurem Umfeld leben das? Woher die Betreuer:innen nehmen, wenn sich die Eltern weigern?!


    Somit können die sinnvollen Verkleinerungen der Team-Größen auch negative Effekte haben, die sich dann auf den Jugendfußball ab U12 auswirken. Mit 10 Kindern einer U11 kriegt man keine U12 zusammen.


    Hannes Wolf scheint auch eine Verkleinerung der Teamgrößen in der D-Jugend und C-Jugend anzustreben, um den Grundgedanken der Kinderfußballreform auf den Jugendfußball zu übertragen. Auch im Training von den Bambini bis zur A-Jugend setzt er den Schwerpunkt auf hohe Intensität, maximales Entscheiderverhalten und vielfältiger Einsetzbarkeit zu setzen. Hiermit würden wahrscheinlich alle extrinsisch motivierten Jugendliche aussortiert werden. Ob das sinnvoll ist, vermag ich nicht zu sagen. Die aktuelle Nationalmannschaft scheint jedoch zu wenig intrinsisch motiviert zu sein und dadurch nicht als Mannschaft zu funktionieren.

    Zodiak

    Da die Ausbildung bis zur C-Lizenz Sache der Verbände ist, kann ich nur aus / für Hamburg berichten.


    Hier wird viel wert auf Praxis in Spielformen gelegt. Für jede Altersklasse werden die Schwerpunkte mit mehreren passenden Spielformen sowie - Besonderheit für Hamburg - geometrischen Formen und Farben in den Lehrgängen "eingeschliffen". Dabei wird wert auf die Anpassung und Ansprache von den Bambini bis zur D-Jugend gelegt.


    Übungsformen kommen höchsten noch vor, wenn Teilnehmer eine Übung zu einem Thema vorbereiten und durchführen. Gibt dann entsprechende Rückmeldung der Ausbilderinnen und Ausbilder. 😅


    Also: Spielen - Spielen - Spielen


    Auch besonders: es wird auf den Platzmangel vieler Vereine eingegangen, üblich ist ein 1/8 - 1/4 Platz für eine D-Jugend. Dementsprechend möglichst ein Aufbau, der sich in leichter Abwandlung für alle Phasen des Trainings eignet.


    Training Deutschland wäre in großen Teilen Hamburgs somit nicht durchführbar, weil es zu viel Platz braucht.

    Vielleicht würde es schon helfen, wenn sich die Trainerinnen und Trainer an die bewährten Leitbilder des DFB erinnern, die sie aus ihrer Ausbildung (Basiscoach, Teamleiter*in, C-Lizenz) kennen (sollten):


    G (U6 / U7) SPIELEN & Bewegen

    F (U8 / U9) SPIELEN & Trainieren (Grobtechnik)

    E (U9 / U10) SPIELEN & Üben (teilw. Feintechnik)


    und ab der D dann Schwerpunkt TRAINIEREN statt SPIELEN.


    Dass es immer wieder mehr oder weniger prominente Fürsprecher*innen braucht, erstaunt mich. Die 1970er hatte wohl die verspieltesten (besten?) Fußballer, ab den 1980er wurde dafür gekämpft, die Spiele kleiner zu machen um mehr Ballkontakte und Einzelaktionen zu ermöglichen sowie den Schwerpunkt auf "Lernen mit dem Ball" in "spielnahen Situationen" zu legen.


    Also wieder Alter Wein in neuen Schläuchen. Dennoch halten so viele Erwachsene an Erfolgen für sie fest und benachteiligen Kinder. Da bleiben immer noch Kinder zu Hause, andere bekommen kaum Spielzeit.


    Jede Woche eine neue Herausforderung, eine neue Chance für die Kinder. Und im Training viele Spielformen wie Funino oder 3+1 kennenlernen. Viele wertvolle 1v1 bis 2v2 Situationen, dazu erste kognitive Aufgaben dem Alter entsprechend.


    Bei all den Wissen und Erfahrungen sollte es kein Problem mehr sein, spielstarke Kinder mit großer Freude am Sport auszubilden. Und dennoch sieht die Realität noch häufig anders aus.

    Zwei Gedanken dazu noch die das Bild meiner Meinung nach Verzerren könnten:

    1. Altersstufe: Meiner Meinung nach erfolgt so Technik-Detailcoaching im Idealfall am besten schon im Bambini bis E-Jugend Alter, mit Ausnahme von eher Großfeld-relevanten Techniken wie Flanken oder Flugball. Danach sollten die Kids die Basics gut drauf haben und es wird dann neben Individualtaktik eh das Gros nur noch Spielformen trainiert. Seht ihr das auch so? Und sprechen wir über diese Altersklasse oder eher Großfeld etc.?
    2. Training in Familie: Gerade die Kids die sich gut entwickeln trainieren meiner Beobachtung nach außerhalb der Trainingszeit auch regelmäßig mit Papa oder anderen Verwandten/Bekannten. Und der Papa trainiert ja dann meist auch eher "isoliert" Technik wie Passen, Dribbling, Schuss. D.h. dieses Training und die Benefits davon hat man womöglich gar nicht so auf dem Schirm und denkt dass das Kind sich allein durchs Spielen verbessert hat. Beobachtet ihr das auch oder lieg ich da falsch?

    Zu 1)

    Grobtechnik in der F, Feintechnik ab der E. Auch hier gilt, Spielfreude vor Perfektion. 1v1 ist mehr als genug Individualtaktik in diesem Alter.


    Zu 2)

    Ja, die Kinder üben mit ihren Eltern oder alleine verschiedene Techniken wie Schießen mit der Innenseite, Ballannahme.


    Ich ermutige meine Mannschaft so viel Zeit wie möglich mit Fußball zu verbringen und immer einen Ball dabei zu haben.


    Eltern bekommen auf Nachfrage leicht verständliche DFB Videos und Hinweise, wo sich ihr Kind verbessern kann.


    Ich trainiere F-Jugend, falls das zur Einordnung meiner Antwort relevant ist.

    Trainer E

    Spielen lernen Kinder durch spielen. 😉


    Abwechslungsreiche Spiele, in denen die Kinder sich ausprobieren können, sind insbesondere in dieser strukturierten / organisierten Zeit sehr wichtig.


    Zodiak

    Isoliertes Training bzw. Training in Übungsformen zielt auf das Verbessern gewisser Fähigkeiten und Techniken. Hohe Wiederholungszahlen, monotone Abläufe kennzeichnen diese Trainingsansätze.


    Es ist immer die Frage hinsichtlich der Zielstellung, welche Trainingsformen sich am besten eignen.


    Ich denke, dass alle Trainerinnen und Trainer einen roten Faden verfolgen und altersgerechte Entwicklungsschritte definieren und ihr Training an diesen ausrichten.


    Daher gibt es kein richtig oder falsch, so meine bescheidene Meinung. Dennoch sind die Rahmenbedingungen heute deutlich anders als noch vor 10 Jahren oder zu unserer Fußballjugendzeit.

    "Life Kinetic" im weitesten Sinne zeigt auch St. Pauli mit seinen Beispielen auf Advanced Football. Einige dieser Spiele nutzen wir wöchentlich im Training.


    Dass diese auch das Köpfchen fördern, war mir bis jetzt nicht bewusst. Mir geht es mehr um Motorik, Koordination, Kognition und Geschicklichkeit bei diesen Spielen.


    Im Alltag fehlen diese Aspekte leider zunehmend bei den Kindern, die ein strukturiertes, aber verinseltes Leben haben.

    Die schrittweise Erhöhung der Anzahl der Spieler, verbunden mit einem Twin-Mode bis zur E-Jugend und Turnieren / Festivals bis zur D-Jugend wäre eine echte Sensation.


    Das würde aber auch eine massive Polarisierung der Erwachsenen bedeuten und zu heftigen Konflikten der Befürworter und Gegner führen.


    Der Föderalismus wird eine solche Reform im Keim ersticken, dafür sind zu viele Bewahrerinnen und Bewahrer in entscheidenden Positionen. Die müssen, bitte entschuldigt meine Worte, erst wegsterben, damit sinnvolle Veränderungen sich etablieren können.


    Und auch Befürworter sollten echte Kritikpunkte akzeptieren und mit Lösungsideen die nächsten Schritte gehen anstatt dogmatisch Funino als Heilsbringer zu sehen.

    Kognitives Training ist so vieles und bereits im jüngsten Alter möglich.


    Zum Beispiel verschieden farbige Formen legen, Tore farblich markieren. Rechnen im Zahlenraum bis 20. Wörter statt Farben, uvm.


    Dabei kann es verbal und non-verbal kommuniziert werden.


    Es sollte überraschend sein, den Aspekt der Wahrnehmung enthalten, aber dennoch Handlungsfreiheit lassen.


    Meiner 2016er trainieren mit diesen Aspekten seit etwa 2 Jahren.


    Hier mal ein paar Beispiele:

    "Tiere füttern" (Bambini)

    3-4 Minitore gut sichtbar mit Farben markieren. Jeder Farbe ein Tor zuordnen. Die Kinder dribbeln im Feld und auf Kommando schießen sie auf das zum Tier passende Tor


    "Gerade oder Ungerade? 1" (F-Jugend):

    Zwei Kinder dribbeln durch einen Parcours und lösen dabei eine Rechenaufgabe im Zahlenraum bis 20. Bei gerade geht's durch ein blaues Hütchen-Tor, bei gerade durch ein gelbes. Anschließend wird aufs Tor geschossen. Wer zuerst trifft, punktet für seine Mannschaft.


    "Ampel" (Bambini & F-Jugend)

    Dreiecke in 3 Farben auslegen, 3 Minitore aufstellen und ebenfalls farblich markieren. Die Kinder dribbeln frei im Feld, der Trainer steht in der Mitte (Ampel). Er hält 1 oder 2 Farben hoch. Die Kinder vollführen eine Technikaufgabe (Finte, Stoppen, Pass, usw.) in den Farben und schießen auf das passende Tor. Wer zuerst trifft 3 Punkte, dann 2, dann 1, Rest 0.

    ruffy85

    Schade das bei einer U8 Spielrunde nicht Funino gespielt wird.

    Meiner Erfahrung geht es da nicht so körperlich grenzwertig zur Sache und das spielerisch stärkere Team gewinnt.

    Während bei 5 gegen 5 es schon viel mehr Fouls gibt gewinnt beim Funino eher das Team das schon besser zusammen spielt.

    Okay, ist nur meine Beobachtung, vielleicht liege ich auch falsch…

    Es war eine Funino-Spielrunde...