Wir haben unserer U8 gezeigt, dass das Spielfeld wie eine Ampel ist.
Nahe dem eigenen Tor zeigt die Ampel rot. Da muss der Ball schnell weg, nach vorne. Wenig Risiko.
In der Mitte zeigt die Ampel gelb. Hier werden die Kinder mutiger, das Risiko ist mittel. Wir wollen hier den Ball behalten und die Ampel auf grün stellen.
Vor dem gegnerischen Tor ist die Ampel grün, die Kinder gehen voll ins Risiko, dribbeln und fintieren, wie sie wollen. Verlieren sie den Ball, so holen sie ihn sich möglichst zurück, bevor die Ampel rot wird.
Spannende Beobachtung, manche Kinder begannen eigenständig als kleine Gruppe sich zu verteilen und abzuwechseln. In der offensiven Spielphase bleibt ein Kind eigenständig etwas weiter zurück, wie ein klassischer Libero. In defensiven Spielphasen hingegen ist es umgekehrt, ein Kind bleibt etwas weiter vorne und versucht anspielbar zu sein.
Es sind scheinbar Bilder, die den Kindern helfen das komplexe Spiel zu verstehen und so ihre eigenen Erfahrungen zu machen.
Zu Zeiten der Bambini arbeiteten wir stärker mit Tier-Assoziationen. Der mächtige Gorilla lässt kein Tier mit Ball vorbei, der schnelle Jaguar kann mit Ball von niemand eingeholt werden, der schlaue Fuchs trickst jeden Gegner aus und der hungrige Löwe erbeutet die Tore.
Manche Kinder nahmen das zu wörtlich, aber es war stets lustig anzusehen und mehr oder weniger erinnerten sich die Kinder in unterschiedlichen Spielsituationen an diese Tiere und was sie besonders gut können.
Vielleicht hilft sowas auch bei den "ängstlichen" Kinder, die hier Thema sind.
