Beiträge von ruffy85

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    Wir haben unserer U8 gezeigt, dass das Spielfeld wie eine Ampel ist.


    Nahe dem eigenen Tor zeigt die Ampel rot. Da muss der Ball schnell weg, nach vorne. Wenig Risiko.


    In der Mitte zeigt die Ampel gelb. Hier werden die Kinder mutiger, das Risiko ist mittel. Wir wollen hier den Ball behalten und die Ampel auf grün stellen.


    Vor dem gegnerischen Tor ist die Ampel grün, die Kinder gehen voll ins Risiko, dribbeln und fintieren, wie sie wollen. Verlieren sie den Ball, so holen sie ihn sich möglichst zurück, bevor die Ampel rot wird.


    Spannende Beobachtung, manche Kinder begannen eigenständig als kleine Gruppe sich zu verteilen und abzuwechseln. In der offensiven Spielphase bleibt ein Kind eigenständig etwas weiter zurück, wie ein klassischer Libero. In defensiven Spielphasen hingegen ist es umgekehrt, ein Kind bleibt etwas weiter vorne und versucht anspielbar zu sein.


    Es sind scheinbar Bilder, die den Kindern helfen das komplexe Spiel zu verstehen und so ihre eigenen Erfahrungen zu machen.


    Zu Zeiten der Bambini arbeiteten wir stärker mit Tier-Assoziationen. Der mächtige Gorilla lässt kein Tier mit Ball vorbei, der schnelle Jaguar kann mit Ball von niemand eingeholt werden, der schlaue Fuchs trickst jeden Gegner aus und der hungrige Löwe erbeutet die Tore.


    Manche Kinder nahmen das zu wörtlich, aber es war stets lustig anzusehen und mehr oder weniger erinnerten sich die Kinder in unterschiedlichen Spielsituationen an diese Tiere und was sie besonders gut können.


    Vielleicht hilft sowas auch bei den "ängstlichen" Kinder, die hier Thema sind.

    Eine gute Frage ScuBac 😅


    Mehrere Plattformen nutzen ähnliche/ gleiche Bezeichnungen für viele Spielformen. Aber wer es sich ausgedacht hat, keine Ahnung. Vielleicht die Schweizer. 😉


    Mir helfen diese häufig genutzten Bezeichnungen mehr als holprige Beschreibungen.

    Natürlich sind Tore für Kinder immer interessanter. Danke für den Hinweis.


    Haben wir auch so ausprobiert und gemacht.


    Führte allerdings bei unseren Kindern eher dazu, dass gerade die, um die es hier geht, den ersten Kontakt zum "Torschuss" nutzen.

    ja, das hatte ich in einem Jahrgang auch mal. Lösung: den Weg für den Dribbler verlängern, den für den Anspieler verkürzen. Steht ja nirgends geschrieben, dass die Tore in der Mitte sein müssen. Aber das Abbrechen und suche nach einer neuen Lösung (zweites Tor) ist auch ein Trainingsziel.
    Das ganze mit Dribbeltoren hat bei uns die Dynamik rausgenommen. Dribbeltor + Minitor hab ich in der Form noch nicht ausprobiert. Gute Idee.

    Das wäre dann Lucassen 1v1 😅


    Spiele ich alle 2-3 Wochen im Training mit meiner F-Jugend.

    Hier können einfache 1v1 Spiele und auch erste Pass-Spiele mit der Zeit und viel Geduld Linderung bringen. Habe bei meinen 2016er auch noch einige Kinder dabei, die etwas allergisch auf den Ball reagieren.


    Hier mal drei Spiele, angelehnt an KNVB Rinus und Adv. Football:


    a) Finde deinen Partner:

    Ein ca. 20x20m Quadrat in 4 innere Quadrate aufteilen. Je 2 Kinder ein Ball.

    Aufgabe: passt euch in jedes Quadrat. In andere Quadrate dribbeln ist nicht erlaubt.

    Mach daraus ein Wettspiel auf Zeit oder mit Punkten und schon ist richtig Musik drin.


    b) Breche ein:

    Ein ca. 10mx10m Quadrat (Fünfeck, Sechseck)an den Ecken mit Pylonen markieren. An jeden Pylon ein Kind ohne Ball, dem gegenüber ein Kind mit Ball.

    Aufgabe: nach Fairplay-Anstoß muss Angreifer ins Quadrat dribbeln und sich dort auf den Ball setzen. Anschließend nächsten Verteidiger aufsuchen und von vorne. Wieder auf Zeit oder Punkte für ordentlich Tempo.


    c) Carsten 1v1

    Ein kleines Funino Feld bauen, ca. 10m x 15m. 4 2er Gruppen bilden. Je 2 Gruppen auf jede Grundlinie. 2 Gruppen bekommen Bälle.

    Aufgabe: Erziele ein Tor, nachdem du den Ball per Pass von deinem Gegenüber bekommen hast. Aber Achtung dein Gegenüber darf dir den Ball wegnehmen und selbst ein Tor schießen.


    Herausforderung: Den Ball diagonal zur Mitte prallen lassen um auf den Gegner regieren zu können und sich so den Vorteil zu verschaffen.

    HansUwrat

    Was private Anbieter besser machen als Vereine, dass sind die zeitgemäßen Beiträge. Fußball, wie auch viele andere Mannschaftssportarten erheben unrentable Beiträge oder finanzieren einen Wasserkopf quer, so dass zu wenig für Weiterbildung der Trainerinnen und Trainer übrig bleibt und auch andere Engpässe entstehen.


    Hier könnten die Verbände mehr Gelder fließen lassen, wenn sie wollten. Insbesondere im DFB wurden immer wieder Millionenbeträge versenkt, zuletzt am DFB Campus Frankfurt.


    Andererseits sollten Vereine das finanzielle Potential abschöpfen und sich nicht darauf berufen, dass finanziell schwache Menschen ausgeschlossen werden. Diese können beitragsfrei gesetzt werden und gut ist.


    Dann wird's auch besser mit qualifizierten Trainerinnen und Trainern an der Basis. Denn es ist Arbeit, derzeit unbezahlte Arbeit. Und das können sich immer weniger Menschen leisten.

    Man muss sich, wie du schreibst Zodiak, bewusst machen, was Hannes Wolf's Trainerhintergrund ist und worauf er abzielt.


    Der Kinderfußball bis zur E-Jugend ist es nicht. Er äußerte sich jedoch dazu, aufgrund einer durch andere Persönlichkeiten losgetretene Diskussion.


    Leider trennen Hannes Wolf und sein Team nicht gabz sauber und durchgehen zwischen Kinderfußball und Jugendfußball. Dabei sprechen sie eigentlich vom Jugendfußball im Kontext leistungsorientierter Vereine / NLZ / Stützpunkte.


    An einigen Schwächen des Föderalismus im deutschen Fußball wird nur zaghaft gearbeitet, so dass Wissen / Erfahrungen, die seit Jahrzehnten vorliegen immer noch in einer merklichen Breite in Frage gestellt oder ignoriert werden.


    Nach wie vor sind kurzfristige Erfolge in Form von Tabellenplätzen, Pokalerfolgen, usw. wichtiger als die sportliche Entwicklung der anvertrauten Kinder und Jugendliche. Und ja, viele Kinder freuen sich über Pokale und den 1. Platz. Noch mehr geben jedoch Erwachsene damit an und lassen sich als Erfolgstrainer:in feiern.


    Denn die Schattenseite dieses ausschließlich erfolgsorientierten Denkens ist der Ausschluss von Kindern, eine Erniedrigung, die per UN Kinderrechtekonvention verboten ist in Deutschland.


    In kleineren Spielformen werden noch weniger Kinder benötigt als früher, weil die "Auffüll-Spieler:innen" des 7v7 entfallen. Klar, man könnte mehrere leistungshomogene Teams machen und das ist der Grundgedanke. Aber mal ehrlich, wie viele Mannschaften in eurem Umfeld leben das? Woher die Betreuer:innen nehmen, wenn sich die Eltern weigern?!


    Somit können die sinnvollen Verkleinerungen der Team-Größen auch negative Effekte haben, die sich dann auf den Jugendfußball ab U12 auswirken. Mit 10 Kindern einer U11 kriegt man keine U12 zusammen.


    Hannes Wolf scheint auch eine Verkleinerung der Teamgrößen in der D-Jugend und C-Jugend anzustreben, um den Grundgedanken der Kinderfußballreform auf den Jugendfußball zu übertragen. Auch im Training von den Bambini bis zur A-Jugend setzt er den Schwerpunkt auf hohe Intensität, maximales Entscheiderverhalten und vielfältiger Einsetzbarkeit zu setzen. Hiermit würden wahrscheinlich alle extrinsisch motivierten Jugendliche aussortiert werden. Ob das sinnvoll ist, vermag ich nicht zu sagen. Die aktuelle Nationalmannschaft scheint jedoch zu wenig intrinsisch motiviert zu sein und dadurch nicht als Mannschaft zu funktionieren.

    Zodiak

    Da die Ausbildung bis zur C-Lizenz Sache der Verbände ist, kann ich nur aus / für Hamburg berichten.


    Hier wird viel wert auf Praxis in Spielformen gelegt. Für jede Altersklasse werden die Schwerpunkte mit mehreren passenden Spielformen sowie - Besonderheit für Hamburg - geometrischen Formen und Farben in den Lehrgängen "eingeschliffen". Dabei wird wert auf die Anpassung und Ansprache von den Bambini bis zur D-Jugend gelegt.


    Übungsformen kommen höchsten noch vor, wenn Teilnehmer eine Übung zu einem Thema vorbereiten und durchführen. Gibt dann entsprechende Rückmeldung der Ausbilderinnen und Ausbilder. 😅


    Also: Spielen - Spielen - Spielen


    Auch besonders: es wird auf den Platzmangel vieler Vereine eingegangen, üblich ist ein 1/8 - 1/4 Platz für eine D-Jugend. Dementsprechend möglichst ein Aufbau, der sich in leichter Abwandlung für alle Phasen des Trainings eignet.


    Training Deutschland wäre in großen Teilen Hamburgs somit nicht durchführbar, weil es zu viel Platz braucht.

    Vielleicht würde es schon helfen, wenn sich die Trainerinnen und Trainer an die bewährten Leitbilder des DFB erinnern, die sie aus ihrer Ausbildung (Basiscoach, Teamleiter*in, C-Lizenz) kennen (sollten):


    G (U6 / U7) SPIELEN & Bewegen

    F (U8 / U9) SPIELEN & Trainieren (Grobtechnik)

    E (U9 / U10) SPIELEN & Üben (teilw. Feintechnik)


    und ab der D dann Schwerpunkt TRAINIEREN statt SPIELEN.


    Dass es immer wieder mehr oder weniger prominente Fürsprecher*innen braucht, erstaunt mich. Die 1970er hatte wohl die verspieltesten (besten?) Fußballer, ab den 1980er wurde dafür gekämpft, die Spiele kleiner zu machen um mehr Ballkontakte und Einzelaktionen zu ermöglichen sowie den Schwerpunkt auf "Lernen mit dem Ball" in "spielnahen Situationen" zu legen.


    Also wieder Alter Wein in neuen Schläuchen. Dennoch halten so viele Erwachsene an Erfolgen für sie fest und benachteiligen Kinder. Da bleiben immer noch Kinder zu Hause, andere bekommen kaum Spielzeit.


    Jede Woche eine neue Herausforderung, eine neue Chance für die Kinder. Und im Training viele Spielformen wie Funino oder 3+1 kennenlernen. Viele wertvolle 1v1 bis 2v2 Situationen, dazu erste kognitive Aufgaben dem Alter entsprechend.


    Bei all den Wissen und Erfahrungen sollte es kein Problem mehr sein, spielstarke Kinder mit großer Freude am Sport auszubilden. Und dennoch sieht die Realität noch häufig anders aus.

    Zwei Gedanken dazu noch die das Bild meiner Meinung nach Verzerren könnten:

    1. Altersstufe: Meiner Meinung nach erfolgt so Technik-Detailcoaching im Idealfall am besten schon im Bambini bis E-Jugend Alter, mit Ausnahme von eher Großfeld-relevanten Techniken wie Flanken oder Flugball. Danach sollten die Kids die Basics gut drauf haben und es wird dann neben Individualtaktik eh das Gros nur noch Spielformen trainiert. Seht ihr das auch so? Und sprechen wir über diese Altersklasse oder eher Großfeld etc.?
    2. Training in Familie: Gerade die Kids die sich gut entwickeln trainieren meiner Beobachtung nach außerhalb der Trainingszeit auch regelmäßig mit Papa oder anderen Verwandten/Bekannten. Und der Papa trainiert ja dann meist auch eher "isoliert" Technik wie Passen, Dribbling, Schuss. D.h. dieses Training und die Benefits davon hat man womöglich gar nicht so auf dem Schirm und denkt dass das Kind sich allein durchs Spielen verbessert hat. Beobachtet ihr das auch oder lieg ich da falsch?

    Zu 1)

    Grobtechnik in der F, Feintechnik ab der E. Auch hier gilt, Spielfreude vor Perfektion. 1v1 ist mehr als genug Individualtaktik in diesem Alter.


    Zu 2)

    Ja, die Kinder üben mit ihren Eltern oder alleine verschiedene Techniken wie Schießen mit der Innenseite, Ballannahme.


    Ich ermutige meine Mannschaft so viel Zeit wie möglich mit Fußball zu verbringen und immer einen Ball dabei zu haben.


    Eltern bekommen auf Nachfrage leicht verständliche DFB Videos und Hinweise, wo sich ihr Kind verbessern kann.


    Ich trainiere F-Jugend, falls das zur Einordnung meiner Antwort relevant ist.

    Trainer E

    Spielen lernen Kinder durch spielen. 😉


    Abwechslungsreiche Spiele, in denen die Kinder sich ausprobieren können, sind insbesondere in dieser strukturierten / organisierten Zeit sehr wichtig.


    Zodiak

    Isoliertes Training bzw. Training in Übungsformen zielt auf das Verbessern gewisser Fähigkeiten und Techniken. Hohe Wiederholungszahlen, monotone Abläufe kennzeichnen diese Trainingsansätze.


    Es ist immer die Frage hinsichtlich der Zielstellung, welche Trainingsformen sich am besten eignen.


    Ich denke, dass alle Trainerinnen und Trainer einen roten Faden verfolgen und altersgerechte Entwicklungsschritte definieren und ihr Training an diesen ausrichten.


    Daher gibt es kein richtig oder falsch, so meine bescheidene Meinung. Dennoch sind die Rahmenbedingungen heute deutlich anders als noch vor 10 Jahren oder zu unserer Fußballjugendzeit.

    "Life Kinetic" im weitesten Sinne zeigt auch St. Pauli mit seinen Beispielen auf Advanced Football. Einige dieser Spiele nutzen wir wöchentlich im Training.


    Dass diese auch das Köpfchen fördern, war mir bis jetzt nicht bewusst. Mir geht es mehr um Motorik, Koordination, Kognition und Geschicklichkeit bei diesen Spielen.


    Im Alltag fehlen diese Aspekte leider zunehmend bei den Kindern, die ein strukturiertes, aber verinseltes Leben haben.

    Die schrittweise Erhöhung der Anzahl der Spieler, verbunden mit einem Twin-Mode bis zur E-Jugend und Turnieren / Festivals bis zur D-Jugend wäre eine echte Sensation.


    Das würde aber auch eine massive Polarisierung der Erwachsenen bedeuten und zu heftigen Konflikten der Befürworter und Gegner führen.


    Der Föderalismus wird eine solche Reform im Keim ersticken, dafür sind zu viele Bewahrerinnen und Bewahrer in entscheidenden Positionen. Die müssen, bitte entschuldigt meine Worte, erst wegsterben, damit sinnvolle Veränderungen sich etablieren können.


    Und auch Befürworter sollten echte Kritikpunkte akzeptieren und mit Lösungsideen die nächsten Schritte gehen anstatt dogmatisch Funino als Heilsbringer zu sehen.

    Kognitives Training ist so vieles und bereits im jüngsten Alter möglich.


    Zum Beispiel verschieden farbige Formen legen, Tore farblich markieren. Rechnen im Zahlenraum bis 20. Wörter statt Farben, uvm.


    Dabei kann es verbal und non-verbal kommuniziert werden.


    Es sollte überraschend sein, den Aspekt der Wahrnehmung enthalten, aber dennoch Handlungsfreiheit lassen.


    Meiner 2016er trainieren mit diesen Aspekten seit etwa 2 Jahren.


    Hier mal ein paar Beispiele:

    "Tiere füttern" (Bambini)

    3-4 Minitore gut sichtbar mit Farben markieren. Jeder Farbe ein Tor zuordnen. Die Kinder dribbeln im Feld und auf Kommando schießen sie auf das zum Tier passende Tor


    "Gerade oder Ungerade? 1" (F-Jugend):

    Zwei Kinder dribbeln durch einen Parcours und lösen dabei eine Rechenaufgabe im Zahlenraum bis 20. Bei gerade geht's durch ein blaues Hütchen-Tor, bei gerade durch ein gelbes. Anschließend wird aufs Tor geschossen. Wer zuerst trifft, punktet für seine Mannschaft.


    "Ampel" (Bambini & F-Jugend)

    Dreiecke in 3 Farben auslegen, 3 Minitore aufstellen und ebenfalls farblich markieren. Die Kinder dribbeln frei im Feld, der Trainer steht in der Mitte (Ampel). Er hält 1 oder 2 Farben hoch. Die Kinder vollführen eine Technikaufgabe (Finte, Stoppen, Pass, usw.) in den Farben und schießen auf das passende Tor. Wer zuerst trifft 3 Punkte, dann 2, dann 1, Rest 0.

    ruffy85

    Schade das bei einer U8 Spielrunde nicht Funino gespielt wird.

    Meiner Erfahrung geht es da nicht so körperlich grenzwertig zur Sache und das spielerisch stärkere Team gewinnt.

    Während bei 5 gegen 5 es schon viel mehr Fouls gibt gewinnt beim Funino eher das Team das schon besser zusammen spielt.

    Okay, ist nur meine Beobachtung, vielleicht liege ich auch falsch…

    Es war eine Funino-Spielrunde...

    Max. Größe 3, 290g. Futsal & Fußball im Wechsel.."Hallenball" nicht mehr, wenn den ein Kind vor den Kopf bekommt.


    Ansonsten Minibälle, Gr. 1, Stoffbälle, Football, Koordinationsball - Achtung eckig 🤪, uvm.


    Zu große Bälle wirken sich negativ auf Technik, usw. aus. Kann man aber nie pauschal sagen.

    Stellt Ihr auch Tendenzen fest, dass solche krassen Ereignisse häufiger werden und mittlerweile sogar schon in so einem Alter auftreten??

    Leider, ja. Selbst erlebt als Ausrichter einer U8-Spielrunde vor 3 Wochen.


    Nachdem unsere Kinder einen Rückstand gedreht haben, hatte sich der gegnerische Trainer nicht mehr so gut unter Kontrolle. Das strahlte auf seine Kinder ab.


    Nach zwei Fouls, die beide zu einer roten Karten führen würden, kam es zu einer Tätlichkeit kurz vor Schluss. Ein gegnerisches Kind nahm den Ball in die Hand und schoss unserem Kind aus ca. 2m Entfernung den Ball mit aller Kraft in den Bauch. Voller Schmerzen brach unser Spieler zusammen. Ein Schock für alle Kinder und die Zuschauer, einfach nur grausam und völlig unnötig.


    Das Kind wurde seiner "Tat" bewusst und brach noch auf dem Platz in Tränen aus. Sein Trainer polterte gegen uns und unsere Weicheier anstatt seinem Kind beiseite zur stehen.


    Wit brachen die Spielrunde ab und verwiesen die gegnerische Mannschaft der Sportanlage und meldeten sie mit den weiteren Gäste-Teams beim Verband.


    Wir waren überfordert und hielten uns von den generischen Kindern fern anstatt Trost zu Spenden. Auch unsere Elternschaft musste im Zaun gehalten werden und drei unserer fünf Kinder "medizinisch" versorgt werden.

    EnterTrainer

    So unterschiedlich können die Erfahrungen sein. In meinem Umfeld überwiegt die Akzeptanz der neuen Spielformen und Festivals/ Turniere in dieser Spielform in der G-/F-Jugend sind sehr beliebt.


    Langsam setzt sich auch der Mix-Mode in der F-/E-Jugend durch, bei dem 2x "Funino" und 2x "Jugendtor" aufgebaut wird. Das bietet den Kindern in ihren 5-7 Spielen noch mehr Abwechslung.


    Chaos - was genau meinst du damit? Aufbau, Abbau, Durchführung?

    Wer es kann, sollte es wie Köln mit seiner "3v3 Liga" machen. Nicht irritieren lassen vom Namen, auch 4v4 und 5v5 sind gegeben.


    Es werden lediglich Ausrichter bestimmt und die Plätze entsprechend blockiert durch den Verband. Den Rest organisieren die Trainer selbst.


    Jede Spielrunde ist anders, alle Mannschaften des Verbandes können jede Woche entscheiden, wo sie spielen und mit wie vielen Teams.


    In diesem Ansatz sehe ich bis jetzt die flexibelste und gerechteste Lösung für die Kinder. Leider geht das wohl nur in kleinen Kreisen / Bezirken, da sonst zu viele Teams vorhanden sind (z.B. Hamburg, Berlin) oder Fahrtwege zu lang werden (z.B. Niedersachsen-Land).