Beiträge von ruffy85

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    Wir bezahlen das aus unserer Mannschaftskasse, wenn unsere Eltern nicht spenden.


    Ein Kasten Mineralwasser (12x 0,7L) in Mehrwegflasche liegt bei ca. 3 € und 2kg Bananen sowie 2kg Äpfel kosten zusammen ca. 5,60 €. Macht gute 9 €.


    Bei 2 bis 4 Spielrunden in der Saison (Herbst & Frühjahr sind zusammen 16 Spielrunden), bleibt das überschaubar.

    Obst und stilles Wasser bieten wir allen spielenden Kindern, auch unseten Gästen, bei jeder Spielrunde und jedem Turnier kostenfrei an.


    Das Angebot wird sehr gut angenommen. Bananen und Äpfel gehen immer, Wassermelone im Sommer ist auch sehr beliebt.


    Ernährung sollte aber kein Thema von Sportvereinen sein. Da nimmt man sich, meiner bescheidenen Meinung nach, zu viel heraus.


    Wir bitten darum, dass spätestens eine Stunde vor Beginn die Kinder gefrühstückt/ gegessen haben und während der Spiele keine Süßspeisen oder deftiges Essen. Da die Kinder bei uns bleiben und nicht zu den Eltern gehen, klappt das ganz gut.


    Nach den Spielen/ Turnieren ist es uns dann egal. Wir geben gerne auch mal ein Eis oder eine Pommes aus, wenn es die Eltern erlauben.

    Goodie

    Alles (Hinter-)Gründe der Unzufriedenheit. Darüber können und sollten die Eltern offen sprechen, dann habe zumindest ich ein offenes Ohr.


    Mir begegneten in meiner kurzen Zeit als Kindertrainer bisher zwei wechselwillige Familien. Einmal "wir sind aus Stadteil A hierher gezogen" und das andere Mal "unser Kind soll auch gegen den HSV / St. Pauli spielen wie ihr". Ich schreibe von einer U7 / U8, nicht von einer U14.


    Auf der anderen Seite wurde schon in der Grundschule versucht an unsere Kinder heranzutreten. Min. ein Trainer eines Vereins um die Ecke lässt gerne nachfragen, ob unsere 2016er nicht in seine 2015er wollen. Er würde sie viel besser machen. Und sowas über Kinder zu transportieren.


    Naja, er bekommt im Herbst eine Spielrunde, an der seine 2015er und unsere 2016er teilnehmen.

    Wieso krass ParkerS? Wir reden über Kinderfußball, sprich die Kinder sind maximal 11 Jahre alt.


    Ein direkt angebotenes Kind dürften wir laut Vorgaben des Hamburger Verbands nur dann zum Probetraining einladen, wenn wir vorab mit dem bisherigen Verein uns abstimmen, die Eltern den Wechselwunsch hinterlegt haben, usw.


    Und wieso sollte ein anderer Verein nicht genauso gut ausbilden wie wir? Vielleicht sogar besser.


    Zieht eine Familie in unseren Stadtbezirk und das Kind möchte wechseln, okay. Wohnt die Familie bereits hier und spielt das Kind in einem anderen Verein, wieso sollten wir es aufnehmen? Wir platzen selbst aus allen Nähten und was außer Unzufriedenheit wäre denn ein Wechselgrund?

    Wollen oder müssen beide Elternteile in Vollzeit arbeiten? In meinem Freundeskreis gibt es nur noch ganz wenige Familien, denen ein Gehalt für Haus (Miete), Lebensmittel, Kleidung, usw. reicht.


    Dabei spielt es keine Rolle, ob Mann oder Frau der Hauptverdiener sind. Die Lebenshaltungskosten und der gewünschte Lebensstandard sind deutlich teurer geworden als Einkommen gestiegen sind.


    Dementsprechend wurden mehr Ganztagsangebote für Kinder ausgebaut und die Tagesabläufe sind gefühlt in den letzten 10 bis 15 Jahren deutlich strukturierter als früher.


    Manche Kinder haben Terminkalender, eine spontane Spielverabredung am Nachmittag ist nicht möglich. In meinem Hamburger Stadtteil verweisen zunhemenden die Spielplätze. Sind Kinder dort, dann größtenteils mit einem Elternteil - Eltern-Klönschnack.


    Bewegungsangebote im Ganztag sind unterschiedlich stark vorhanden. In der Grundschule meines Sohnes unterstützt ein privater Anbieter. Von 13 bis 16 Uhr gibt's diversen Sport, Kunst & Handwerk und vieles Andere.


    Kinder, die daran nicht teilnehmen, fallen teilweise aus dem Sozialgefüge. Als Sportverein müssen wir uns diesen langen Kita- und Schulzeiten anpassen.


    Training erst ab 17 Uhr möglich, und letztes Training muss um 21 Uhr durch sein. Für die kleinsten fällt das Training somit in deren Abendessen-Zeit.


    Wir hatten teilweise 6 und 7 Jährige dabei, die ab 7 Uhr in der Schule waren, um 16:15 Uhr zu Hause und um 17:00 Uhr Training. Um 18:15 Uhr war ihr Tag zu Ende. 11 Stunden 15 Minuten (!) Programm.


    Viel zu viel, finde ich. Doch unsere Gesellschaft, befeuert durch Influencer und Co., übt diesen Druck auf Erwachsene und Familien aus. Und die Kinder dürfen immer weniger Kinder sein, sondern haben 8 bis 11 Stunden Tage, geplant von ihren Eltern.


    Erinnere ich mich an meine Kindheit und Jugend zurück, so gab's keine Nachmittagsangebote an den Grundschulen. Meine Eltern übten einen Vollzeit- und einen Halbtagsberuf aus, damit ein weiterer Urlaub im Jahr möglich war. Haus mit Garten gab's trotzdem.


    Fußballtraining war am Nachmittag, 15:30 oder 16:00 Uhr. Weiß ich nicht mehr genau. Gegen 13:00 Uhr war ich aus der Schule zu Hause. Mittagsessen, Hausaufgaben, raus. Später Training. 17:30 Uhr dann wieder zu Hause.


    Mein Tag hatte also etwa 6 Stunden 30 Minuten Programm. Der Rest war "frei". Immer und überall waren andere Kinder.


    Dieser Wandel wird sich fortsetzen, doch Schule, Sport und andere Aktivitäten wie Schach oder Musik können derzeit nicht damit Schritt halten.


    Ich denke, dass Vereinssport durch Nachmittagsangebote der Schulen ersetzt werden müsste. Wäre dann halt nicht mehr SC Irgendwas gegen FC sonstwas, sondern Jg. 1 Grundschule Musterhausen gegen Jg. 1 Grundschule Musterstadt.


    Den Kindern dürfte es egal sein. Es ist ihr Hobby und sie können es in der Zeit ausüben, in denen ihre Eltern nicht zu Hause sind. Und der Tag eines Kindes endet 1 bis 2 Stunden früher.


    Auch dem Bewegungsmangel kann damit begegnet werden. Es sollte neben täglich 1 Zeitstunde Sport jedoch keinen Zwang geben. Auch Schach, Malen, Musizieren sind tolle Hobbys, die unter den gleichen Problemen wie Vereinsfußball leiden.

    Wir haben für die 5 bis 8 Jährigen viele "fußballfremde" Bewegungen dabei. Rollen gehört auch dazu. Purzelbaum ist schon eine motorische Herausforderung.


    Hier noch ein paar vermeintlich einfache koordinative Spiele mit und ohne Ball:


    - Lege den Ball auf deinen Kopf. Neige den Kopf nach hinten, so dass der Ball herunterfällt. Fange den Ball mit beiden Händen hinter deinem Rücken.


    - Laufe rückwärts in Kreisen. Schaue dabei über die Schulter nach hinten, so dass du siehst, was hinter dir ist.


    - Wirf den Ball über deinen Kopf hoch. Stoße den fallenden Ball mit deinem Knie erneut nach oben, über deinen Kopf, fange ihn anschließend mit einer Hand.


    - Balanciere über eine Turnbank, behalte dabei den Ball am Fuß.


    - Schieß den Ball aus der Hand fallend gegen eine Wand. Fang den Ball, bevor er den Boden berührt.


    - Spielt zu zweit. Werft kurz nacheinander euren Ball mit beiden Händen in einen Bogen zum Kind gegenüber.


    - Spielt zu dritt / zu viert. Der erste gibt den Ball mit beiden Händen auf der linken Seite zum Kind dahinter. Dann das nächste Kind über rechts, usw. Ist der Ball beim letzten Kind, so läuft es nach vorne und das Spiel beginnt erneut.



    Viele kleine Spiele, die ich früher im Kinderfußball eher als spaßige Einlage dabei hatte. Heute sind sie essentielle Grundlagen für die spätere Entwicklung.

    Hier vielleicht wegen der Schnittstelle in den Sport. Wenn du noch breite diskutierst, kommste sonst irgendwann bei der Altersarmut aus... 🙈

    Ich sehe die Verinselung sehr kritisch. Die Kinder haben sehr strukturierte Tagesabläufe und immer weniger freie Zeit für Freies Spielen.


    Einerseits führt das bei Kindern zu Überforderung, weil es wenige Freiräume gibt, andererseits ändert sich dadurch der Anspruch an Vereinssport.


    Bei unseren Kindertrainings beobachten wir jeden Tag, dass die Tummelphase richtig Erleichterung bringt. Das erste freie Spielen am Tag, meist nach 7 bis 8 betreuten Zeitstunden.


    Auch mangelt es Kindern heute zunehmend an grundlegenden koordinativen und motorischen Fähigkeiten. Schulen können das (noch) nicht kompensieren. Diese Aufgabe fällt derzeit Sportvereinen zu. Doch bis jetzt höre ich nur vom Fußball, der sich das berücksichtigen muss.


    Dementsprechend ist zumindest für mich "Fußballtraining" inzwischen ein irreführender Begriff. Besser wäre "Abwechslungsreiche Bewegungsspiele mit und ohne Ball, Schwerpunkt Fußball".


    Bevor über Leistung gesprochen werden sollte, sollten die motorischen und koordinativen Voraussetzungen geschaffen werden. Und dazu gehört die Begeisterung für Sport zu schaffen. Druck ist dabei für mich Fehl am Platze.

    Ich habe ebenfalls diese Erfahrung gemacht. Bei 33 Kindern 4 Mannschaften gemeldet, es braucht ja nur min. 4x 3 Kinder und theoretisch könnten alle Kinder spielen. Ein Elternteil findet sich bestimmt mal.


    In der Realität mussten wir zunehmend absagen, weil die "schwächeren" Mannschaften einige Male nicht mal 3 Kinder zusammen bekommen haben.


    In der ersten Gruppe waren die 8 Plätze (2 Teams am Spieltag) meist schneller gebucht als ein neues iPhone ausverkauft ist. Dabei wurden dort nur 11 Kinder eingeladen.


    In der zweiten Gruppe kamen immer min. 5 Kinder zusammen (inkl. zu späte Kinder aus Gruppe 1), meist waren es 6 oder 7, also auch 2 Teams.


    In der dritten und vierten Gruppe wurden etwa 20 Kinder eingeladen. Doch bis 1 Tag vor Spielbeginn antworteten Eltern nicht und wir bekamen meist nur ein Team mit 3 bis 4 Kindern zusammen.


    Unsere Konsequenz für die U8:

    - 3 Teams bilden, die jeweils max. 7 Kinder mitnehmen. (umfasst die 24 aktivsten Kinder aus der U7)

    - neue Gruppe ohne Spielbetrieb gründen (umfasst die restlichen Kinder)


    Rückmeldung der Eltern:

    - jedes Wochenende eine Spielrunde ist zu viel

    - Wettbewerb an sich ist doof / nicht kindgerecht

    RedDevil

    In den Spielformen der G- und F-Jugend haben wir für uns die folgenden Organisationsformen für 8 bis 16 Teams herauskristallisiert um möglichst viele Spiele auf Augenhöhe zu ermöglichen:


    max. 4 Felder:

    Wir spielen im Hammes-Modus. Dabei wird die erste Runde entsprechend der Trainereinschätzung gesetzt. Alle anderen Runden ergeben sich aus einer "geheimen" Tabelle. (Siehe Kickplan)


    5 bis 8 Felder:

    Wir spielen im Champions-League-Modus. Die erste Runde wird gesetzt, alle anderen ergeben sich aufgrund von Siegen & Niederlagen.


    Beide Spielmodus haben das kleine Restrisiko, dass übermotivierte Trainer:innen entweder die Tabelle haben wollen und darüber Druck ausüben oder unbedingt auf das höchste Feld gelangen und das letzte Spiel gewinnen wollen.


    Hier sind die Ausrichter gefordert, von Anfang an klar zu kommunizieren und umgehend einzuschreiten, falls Ergebnisdruck aufgebaut wird.

    HansUwrat

    Bei einer Gruppe Kinder, unsere Träumer:innen, riefen wir manchmal auch nach Ball im Toraus des Gegners rein, "alle zurück" oder "wie könnt ihr verhindern, dass die anderen Kinder schnell vor unser Tor kommen?".


    Auch hier braucht es Fingerspitzengefühl und jede:r von uns macht Fehler. Wichtig ist, aus diesen Fehlern zu lernen und zunhemend nur so viel zu helfen, wie es nötig ist.


    Vielleicht sollten wir alle Goldfische sein, um es mit Ted Lasso zu sagen. Dann wären die Kinder glücklicher und viele Erwachsene entspannter.

    RedDevil

    Wie so oft im Leben gibt's nicht nur schwarz oder weiß.


    Jede:r von uns hat unterschiedliche Erfahrungen im Kinderfußball gemacht, aber dennoch die soziale und sportliche Entwicklung der anvertrauten Kinder im Auge und viele auch als Ziel.


    Persönlich verstehe ich die Spielrunden und Turniere als Fortsetzung des Trainings. Meiner U7 zeigte ich Möglichkeiten zu dritt zu spielen, angefangen von "alle nach vorne & alle nach hinten" bis zu "Funino in vertikalen Zonen", "tiefe:r Anspieler:in" oder "näher am eigenen Tor als der Gegner sein".


    Natürlich sind das 1 gegen 1 und andere Überzahl/ Unterzahl Spielformen wertvoller, weil die Kinder freier zur Lösung kommen und zunehmend Selbstvertrauen aufbauen.


    In Spielen hingegen gebe ich maximal einen Hinweis, wie der Gegner spielt, den Rest sollen die Kinder selbst versuchen zu lösen. Und dabei erinnern sie sich meist an das Geübte und sie entscheiden als Gruppe, ob sie im 1 gegen 1 durchdribbeln, ob sie die Variante "Tiefe:r Anspieler:in" oder Grundzüge der Manndeckung spielen.


    Taktik würde ich das noch nicht nennen, eher Erinnern und Anwenden von Gelerntem.


    Und hier verfolgt jede:r Trainer:in einen anderen Stil und das macht doch den Reiz aus und führt zu Abwechslung für die Kinder. Richtig oder falsch, das ist zumindest mir zu kurz gedacht.

    Nicht ungewöhnlich, finde ich. Gerade in Ballungsräumen wird schon um jüngste Kinder gefeilscht, als wären sie Freiwild.


    In meinem Verein weisen wir auf jeden Elternabend ab der U7 daraufhin, dass ein Wechsel vor der U14 nur dann Sinn macht, wenn sich der Lebensmittelpunkt wesentlich ändert oder unüberwindbare Probleme mit dem jeweiligen Funktionsteam vorliegen.


    Dieser offene Umgang mit den Eltern führte bis jetzt dazu, dass Wechsel im Kinderfußball weniger geworden sind.


    Und wir lehnen meist auch Kinder anderer Vereine ab, die uns von Eltern angeboten werden. Manche Jahrgänge/ Teams haben ein leicht höhere Strahlkraft und wecken dadurch Interesse und suggerieren scheinbar, dass diese Teams besonders förderlich seien für alle Fußballkinder. Bei anderen Vereinen dürfte es ähnlich sein.


    Dabei kochen doch alle mit dem gleichen Wasser. 🤣

    Coach_T88

    So falsch ich den Ansatz der Eltern finde, weil er durchaus Druck auf das Kind aufbaut, umso schöner ist es, dass deine Kinder ihn unterstützten und er sich sogar doppelt belohnen konnte.


    Die ersten Tore, gerade bei eher "schüchternen" Kindern, miterleben zu dürfen, ist schon etwas Besonderes als Trainer:in einer Bambini-Mannschaft.

    Spannendes, aber wiederkehrendes Thema.


    Unsere Bambini führen wir im Spiel individuell durch offene Fragen, sobald sie bei uns sind. Zwischen den Spielen refelektieren wir eine Situation durch offene Fragen und versuchen ans Geübte zu erinnern.


    Zu der geschilderten Situation, mein Team würde 5:0 führen. Ich würde die Fritzchen weniger spielen lassen als die Ottos. Es geht doch nicht ums Ergebnis oder die gegnerischen Kinder zu demütigen.


    Würde dann immer noch der Vorsprung anwachsen, würde ich allgemeine Provokationsregeln einführen ohne auf ein Kind abzuzielen.


    Zum Beispiel, jedes Kind berührt einmal den Ball, bevor aufs Tor geschossen wird. Oder 1 Kinder (im Wechsel) bleibt die ganze Zeit in der gegnerischen Schusszone.


    Was ich nicht mache sind Geschenke an die Gegner a la "lasst sie ein Tor schießen", das wäre eine Demütigung für die gegnerischen Kinder und deren Trainer:in.


    Ganz wichtig, wir schreien nicht quer übers Feld, wenn wir sowas machen. Wir nutzen die Rotation dafür. Das Kind, das raus kommt, bekommt die Anweisung und geht kurz danach wieder rein.

    Die Temperaturgrenze sollte auf Kunstrasen deutlich niedriger liegen als auf Naturrasen.


    In 1m Höhe hatten wir bei der letzten Hitzewelle in diesem Jahr auf Naturrasen ca. 35°C und auf Kunstrasen ca. 45°C.


    Ein Hitzeschutzkonzept haben wir nicht im Verein. Es mangelt auf allen Plätzen auch an Beschattung und Wasseranschlüssen.


    Wir bitten unsere Gäste immer eigene Pavillons mitzunehmen. Nach Möglichkeit stellen wir an jedes Feld einen Eimer mit lauwarmen Wasser (Achtung Temperaturschock!). Wir stellen stilles Mineralwasser und Obst kostenfrei zur Verfügung.


    Wir spielen im Kinderfußball bei Hitze ab 25°C mit Halbzeit, d.h. 2x 4Min. + 1Min. Trinkpause! & Seitenwechsel am Beispiel Bambini.

    Ich bezweifle zunehmend, dass das Konzept NLZ sinnvoll und nachhaltig ist. Wer hat halbwegs belastbare Zahlen zu Nachwuchsprofis vor Gründung der ersten NLZ und ab etwa 2010?


    Und ist es nicht auch Banane, dass vor der C-Jugend evtl. B-Jugend überhaupt schon so ein Druck auf Kinder und Jugendliche ausgeübt wird?


    Am Ende geht's doch - zumindest auf den Papier - um den Feinschliff besonders begabter Spieler:innrn auf dem Großfeld.


    Stattdessen scheint's überwiegend eine "Wegwerf-Mentälitat" zu sein ohne Rücksicht auf die Jugendlichen.

    Dann ist's

    3gg3 in der G, 4+1 in der F, 6+1 in der E sowie 8+1 in der D, oder?


    Wird ab der E oder ab der D mit Schiedsrichter in den bayerischen Kreisen gespielt?


    Zum Vergleich:

    Köln: G 3gg3, F 3gg3, E 5gg5 (jeweils mit/ohne TW)

    Hamburg: G 3gg3, F 4+1, E 6+1 (U11 mit Schiedsrichter), D 7+1


    Föderalismus "at it's best" 🤣

    Coach1976

    In den meisten Verbänden, ja. In Verbänden wie Hamburg jedoch muss sich jeder Jahrgang, beginnend mit der U12, seine Auf- und Abstiege selbst erspielen und übernimmt nicht vom (Miss-)Erfolg des vorherigen Jahrgangs.


    Und hier frage ich mich nun, wie wirkt sich diese Änderung darauf aus. Könnte ein Jahrgang überhaupt noch zur U16 in die höchste Spielklasse aufsteigen oder fallen sie eher heraus, weil x von y Plätzen durch NLZ besetzt sind?


    Kann sich jeder ambitionierte Amateur-Verein eine Lizenz gegen den Abstieg kaufen? Falls es Relegation gibt, wie wird das gespielt?


    Die Grundidee "negativen Leistungsdruck" finde ich gut und richtig. Doch irgendwie wirkt die Umsetzung schon wiedert wenig durchdacht.


    Wo ist die Kernidee der Förderung von Kindern und Jugendlichen, die alle Reformen von der U6 bis zur U19 verbindet? Oder ist es doch nur Stückwerk, dieses Mal für die U16 bis U19?