Kleine Spielformen führen nachweislich zu mehr Ballkontakten, mehr erfolgreiche Pässe, mehr Dribblings und Zweikämpfe, mehr Umschaltmomente und mehr Torschüsse.
Tolle Kombinationen, Stichwort Rondo, sind dafür seltener. Ebenso Gruppentaktik, Positionsspiel, strukturierter Spielaufbau.
Aber worüber reden wir? Kinderfußball bis zur U11 oder Jugendfußball ab der U12? Und wenn wir wissen, auf welche Altersklasse die Inhalte von Hannes Wolf und seinen Mitstreitern abzielen, sollten sich sämtliche Fragen zum Sinn erübrigen.
Wichtig wäre mir, dass die fehlenden Altersbereiche der D- & C-Jugend ebenfalls zeitnah einer altersgerechten Reform unterzogen werden.
Bambini bis E ist ein Anfang gemacht, nach nur fast 40 Jahren der Untätigkeit. Horst Wein und andere verwiesen seit den 1980er darauf. B & A fokussiert sich auch verstärkt auf das implizite und ganzheitliche Lernen.
Aber in D und C werden die Kinder weiter auf Klassenerhalt und Aufstieg trainiert, ihre Entwicklung darauf ausgerichtet und am Ende am Tabellenplatz gemessen.
Nichts gegen Turniere, bei denen man Sieger wird. Dieser Wettbewerb ist auf ein Wochenende begrenzt, jedes Wochenende geht's wieder bei Null los. Aber eine Saison mit 10 oder 12 Spielen, bei denen schon 3 schlechte Spiele ausreichen um abzurutschen? Motivierend ist das sicher nicht und extrinsisch motiviert durch Versagensängste sich entwickeln? Das schaffen echt nur ganz wenige.
