Ich kann nur für die Situation in Kroatien sprechen, soweit ich sie noch in Erinnerung habe:
Da eifern viele Kinder auf Bolzplätzen und Basketball-Anlagen nachmittags ihren Idolen nach und holen sich so vielfältig Erfahrungen ohne sich zu seht auf Fußball zu versteifen.
Es steht auch kein 5-Jähriger in der Schlange um alle 3 Minuten einmal aufs Tor zu schießen. Schon alleine deshalb, da es bisher kaum Angebote für Fußball-Kindergärten gab.
Die Kinder kommen häufiger zu vielfältigen Bewegungserfahrungen in verschiedenen Sportarten und lernen dort ohne Traineranweisungen Entscheidungen zu treffen.
Im Basketball oder Handball z.B. geht es nicht mit: "Du bist Verteidiger und Bolzt nur Bälle nach vorne!" Bälle müssen sicher gewonnen werden, und man muss schnell zum Abschluss kommen. Stehen bleiben und warten, egal ob vorne oder hinten ist, im Gegensatz zum 7:7 bis 11:11- Fußball nicht möglich.
Insofern ist der Hinweis auf Horst Wein und damit auch Funino voll berechtigt!
Ab ca. U13 kommt die nationale Förderung in Verbands-Fußballschulen für die "talentierten" Kinder. Aber bis dahin, und wahrscheinlich auch noch darüber hinaus, werden von den Kindern viel mehr Möglichkeiten sich auszuprobieren genutzt und bilden so eine große solide Basis.
Bei ca. 4 Mio Einwohner schaffen sie es, vielleicht auch dadurch, in vielen Ballsportarten dauerhaft im Umfeld der Weltspitze zu landen.
Basketball, Handball, Fußball, Wasserball...
Hier in Deutschland erlebe ich in den Niederungen des ländlichen Vereinsfußballs eher, dass viele Kinder sich nur im Fußballtraining mit Ball bewegen und dazu noch von unzureichend ausgebildeten Trainern angeleitet werden.
Selbst in "ambitionierten" Vereinen stehen sich in vielen Es und Fs Kinder am Wochenende als Verteidiger die Beine in den Bauch und bolzen nur Bälle nach vorne...
Gut, das gilt erstmal für die breite Masse.
Ob es helfen würde, intelligentere und spielerisch bessere Nationalspieler zu "finden"? Ich glaube schon.