Beiträge von Fachidiot

Du bist noch kein Trainertalker? Registriere dich kostenlos und nehme an unserer Community teil!

Du bist Trainertalker? Zur Anmeldung

    Garnz klar, verteufeln wollen wir das auch nicht. Wir sahen für unsere Kids aber den größeren Nutzen (insbesondere F-/E-Jugend Alter) im herauspielen von hinten.

    Jetzt in der D-Jugend kommt/kam auch das Thema lange Bälle mit auf das Tableau. Denn in dieser Altersklasse sehe ich den Einstieg als sinnvoller an. Ab dieser Altersklasse hatten wir auch das erste mal wirklich feste Torspieler die auch durch einen separaten Trainer weiter geschult wurden. Außerdem bewegen sich unsere Kids auf dem Feld ganz anders.

    Da ist diese zusätzliche Option für den Torspieler natürlich ein weiteres Werkzeug mit dem es sich lohnt den Umgang zu lernen.

    Ich finde den Satz " Das kommt von ganz allein " nicht immer richtig.

    Ich trainiere auch eine F Jugend und hier kann man mit richtigem Coaching und auch mal isoliertem Training viel richtig machen. Zb Thema Schuss und Passtechnik.

    ...

    In der Tat habe ich das auch schon genutzt. Aber primär bei Kids die offensichtlich sonst nie irgendeinen Bezug zum Fußball hatten. Das wird/wurde der Ball generell mit der Picke gekickt. So jemanden habe ich mir dann regelmäßig zur Seite genommen und auf diesen Punkt hingewirkt. Nach einer Weile hat es dann geklickt gemacht und auch die dazugehörige Bewegegung (die bis dahin ja nie praktiziert wurde und daher sehr unbeholfen anfangs aussah) wurde besser.


    Bei anderen Themen bin ich aber auch ein Verfechter von "das kommt von allein". Wir hatten und haben immer wieder Spieler die für Ihr Alter wirklich unfassbar gut mit dem Ball umgehen können, aber reine Egoisten sind. In meiner Anfangszeit habe ich diese Kids da immer wieder darauf hingewiesen, aber das hatte keinen Nutzen. Gewirkt hat aber, dass urplötzlich seine Mitspieler, trotz seines Könnens, ihm den Ball nicht mehr gespielt haben mit der dazugehörigen Ansage dass er eh nur alleine spielen würden. Nach kurzer Zeit hatte sich das Thema gelegt.

    Fachidiot

    ich verstehe wirklich nicht was du mit dem Post #36 gemeint haben könntest.

    Magst Du es noch einmal erläutern.

    Sorry für die späte Rückmeldung.

    Mein Post bezog sich auf diese Aussagen (s. unten) und zumindest hatte ich Deine letzten Posts so gedeutet, dass du Dich eher gegen eine Einschränkung stellst (wie z.B. dir von Dir genannten Spieleröffnung und Kurzpassspiel)

    Ich wurde von Dir zwar nicht persönlich angesprochen, habe mich aber angesprochen gefühlt.

    Mit meinem Post wollte ich eher aufzeigen, dass man Gründe haben kann, die Kids insbesondere zu Beginn etwas "einzuschränken" um Dinge zu fordern/fördern bei denen das erlernen (meiner Meinung nach) mehr Zeit in Anspruch nimmt. Da der lange Ball vom Torwart doch etwas mehr gruppentaktische Elemente verlangt und ich glaube, dass die Kids in dieser Altersklasse einfach noch nicht in der Lage sind, die jeweilige Situation entsprechend einzuschätzen, bzw. genau wie Du das Probleme mit dem einschätzen von Geschwindigkeit und Flugbahn sehe.

    Daher meine Aussage:


    ... Wir haben unseren Kids nie Vorgaben gemacht, wie sie von hinten raus zu spielen haben. Ob über Pässe oder ob sie ins Dribbling gehen war vollständig ihre Entscheidung.

    ...

    Wichtig war uns einfach, dass wir den Weg von hinten vollständig gehen und nicht durch bloßes nach vorne Bolzen und 1-2 schnellen Spielern in Tornähe kommen. Aber eben ohne die Vorgabe wie genau. (Dribbeln, passen, flanken etc.)

    Und hier muss man, denke ich, ein wenig unterscheiden. Wir haben unseren Kids nie Vorgaben gemacht, wie sie von hinten raus zu spielen haben. Ob über Pässe oder ob sie ins Dribbling gehen war vollständig ihre Entscheidung.

    Und wenn schon das Argument Nah-Fern Einschätzung genutzt wird, dann müsstest du mir zustimmen, dass das dann der sinnvollere weg ist. Denn hier braucht sich das Kind (im speziellen der Torspieler) nur um eine Entfernung kümmern und zwar die kurze.

    Dirk Coerverfan bei uns war es recht ähnlich. Von der F-Jugend an lag der Fokus darauf, dass wir von hinten raus spielen. Seit der D-Jugend geben wir den Jungs zusätzlich die Option auch mal den weiten Abschlag als Lösung in Betracht zu ziehen.


    Haben wir das aktiv trainiert? Nein! Es ergab sich u.a. auch dadurch das wir nun eine begrenzte Fläche auf dem Platz zu Verfügung hatten.


    Haben wir es mit Überzeugung durchgezogen? Ja! Warum? Weil wir wollten das die Kids Fußball "spielen" und nicht "Bolzen". Den Gegenbeweis lieferten uns die gegnerischen Teams jedes Wochenende. Da wurde ausnahmslos der Ball nach vorne gebolzt, deren schnellster vorne geparkt, in der Hoffnung dass dieser den Ball bekommt und das dann schon regeln wird.

    Wir haben die Jungs bewusst sogar gebeten, dass sie dem Gegner vor dem eigenen Tor etwas Platz lassen sollen. Damit auch dieser es versucht. Außerdem bin ich der Überzeugung, dass die Jungs in ihrer Freizeit genug "bolzen", da dürfen sie im Training dann auch mal vor eine andere Aufgabenstellung gestellt werden.


    Wäre dieser Lerneffekt auch auf anderem Wege eingetreten? Vielleicht, das kann ich natürlich nicht sagen. Allerdings sind wir ein kleiner Dorfverein ohne Zulauf von außerhalb der Gemeinde. Das bedeutet, wir müssen mit den Kids arbeiten die wir haben. Und da ist (bei einer Kadergröße von 8-15 Kids im Schnitt der letzten Jahre in der D-Jugend) in der Regel 1/3 dabei das Interesse an Fussball hat und in der Freizeit kickt, dadurch z.T. wirklich gut ist, 1/3 was es ganz cool findet im Fußball zu sein und 1/3 die völlig ohne Interesse und Talent im Verein spielen (meist wegen ein paar Freunden). Bei uns beginnt der "große" Drop-out ab der C-Jugend. In den letzten Jahren durften wir froh sein, wenn wir da noch 5-7 Kids - in dem Fall dann "halbe Männer" :D - über haben.

    Chantale bin da auch davon ausgegangen dass die Jungs das nutzen, aber Pustekuchen :D Es gibt/gab immer 1-2 die das natürlich genutzt haben und wussten wie wir stehen, aber das hatte - gott sei dank - nie so einen Einfluss auf die Stimmung bei uns. Bis auf ein einziges mal, da den Jungs am letzten Spieltag klar war/wurde, dass wir min. ein Unentschieden brauchten um den Aufstieg in die nächst höhere Liga zu schaffen. Entsprechend sah dann unser Spiel aus ?( War ne Interessante Erfahrung...


    Thomas0815-2 das Aufbauspiel vom Torwart aus, haben wir ebenfalls von der F-Jugend an recht konsequent durchgezogen und entsprechend waren die Ergebnisse. Seit der D-Jugend funktioert das in der Regel sogar recht erfolgreich. Sprich, die Jungs haben mittlerweile Mittel und Wege erschlossen, wie sie geordnet von hinten raus spielen, dadurch auch deutlich länger im eigenen Ballbesitz sind und in der Konsequenz eben auch deutlich geplanter Richtung gegnerisches Tor kommen.

    Nichts desto trotz, gibt es mittlerweile bei uns diese starre Ansage nicht mehr. Wir bzw. unser Torspieler-Trainer achten darauf, dass er so langsam erkennt, wann es auch mal sinnvoll sein kann, durch einen langen und schnellen Ball das Spiel schnell zu machen. Aber das ist nochmal was anderes.


    Zurück zum Thema:

    Das gewinnen/verlieren gehört im Leben dazu. Egal ob es daheim bei einem Speielabend ist, oder aber das Gerangel mit den eigenen Geschwistern oder in der Schule. Wie ScuBac schon schrieb, verstehe ich diese aufkommende Diskussion auch nie.

    Allerdings gehen mir mittlerweile auch die ständigen Kommentare in den "Asozialen"-Medien auf den Wecker, in denen unter jedem Beitrag zu den "neuen" Spielformen der Untergang des Abendlandes prophezeit wird. Da fällt es mir immer wieder schwer mich zurück zu halten. Denn bei den meisten stößt man sowieso auf Taube Ohren und auf ein Vakuum im Oberstübchen.

    Also bei uns kann man sich die Gegner an den Spielefestivals bei den Bambini und der F-Jugend auch nicht aussuchen. :S Von daher ändert sich bei uns im WVF z.B. gar nichts. Das einzige was es gibt, sind Tabellen ab der E-Jugend. Ich trainiere meine Jungs mittlerweile seit den Bambini und auch wenn ich extrem ergeizige Jungs dabei habe, kennt keiner vor Ihnen unseren Tabellenstand. (wir sind jetzt 2. D-Jugend Jahr, jeder hat ein Smartphone, aber keiner nutzt die fussball.de-App)


    Die ärgern sich jedes mal über eine Niederlage oder Unentschieden und zwar z.T. mehr als ich. Allerdings wissen die Jungs bei mir auch, dass ich konsequent nach dem Spielverlauf gehe und nicht nach dem Ergebnis. Die Jungs durften sich schon Lobeshymnen abholen trotz Niederlage, andersrum gab es aber auch deutliche Kritik nach Siegen.


    Sieg und Niederlage gibt es auch bei den Spielfestivals und so bin ich ganz bei let1612, speziell durch den Champions-League-Modus ist nicht nur das Ergebnis da, sondern auch die Konsequenz die sich daraus ergibt. Bei Festivals ohne diesen Modus wissen die Kids aber genauso dass sie gerade gewonnen oder verloren haben. Allerdings schütteln die Kids das in diesem Alter deutlich schneller ab da für sie nur das jeweilige Spiel relevant ist. Die Eltern die nach einem Turnier eine Analyse zu jedem Spiel liefern können haben da ein deutliches Defizit. :rolleyes: Bei den Kids bleiben ganz andere Dinge am Ende eines Festivals hängen als Ergebnisse. Da geht es um die individuellen Erfolgerlebnisse: "ich habe voll viele Tore geschossen", "ich habe den vorhin getunnelt" oder "hast du meinen coolen trick gesehen". Und genau das sollten die Kids am Ende spüren. Das eigene Erfolgerlebnis auf das wir Trainer dann aufbauen können. Denn Kids die Spaß haben, sind mit einer völlig anderen Motivation dabei, als diejenigen die von daheim und dem Trainer-Team ständig per Ergebnis eingetrichtert bekommen, was alles nicht gut war.

    Das gleiche Problem gibt es hier bei uns im ländlichen Raum öfter. Das große PRoblem sind hier meist die Fahrer. Also nicht als solches, sondern das keine zur Verfügung stehen. Einen Bus könnte man oft bekommen, nur eben die dazugehörigen Fahrer sind rar. Wenn ihr also jemanden im Bekannten-/Freundeskreis hättet der einen entsprechenden Führerschein hat, dann kann es sich lohnen, aber sonst würde ich auch eher zu 9-Sitzern raten. Da kann man oft auch den ein oder anderen Vater für gewinnen, der mit kommt.

    So sehe ich das auch. Derjenige der Alterstechnisch sich damit eindecken darf, kann das gerne tun. Aber von mir als Trainer wird es solche "Geschenke" nicht geben.

    Bei uns werden Spielfestivals im 5vs5 ausgetragen. Unser Kader ist noch etwas kleiner (so um die 17). Aber 2 Teams sind da meiner Meinung nach Pflicht. Egal wie es eingeteilt wird, sollte das entsprechend mit den Eltern kommuniziert werden. Viel mit entsprechenden Pro-Argumenten arbeiten.


    golfstrom dir ist aber schon bewusst, dass es um eine F-Jugend geht, oder? Das bedeutet, Kids im Alter zwischen 7-9 Jahren. Da hängt die Zuverlässigkeit nicht nur an den Kids, sondern meist an den Eltern. Und wenn ich das Große Ganze im Blick behalten will, jetzt reden wir mal von einem Breitensportverein, dann sollte das oberste Ziel sein, möglichst viele so lange wie möglich innerhalb des Vereins zu binden. Die "ganz schwachen" steigen sowieso irgendwann aus. (meist D-/C-Jugend) Haben aber - vielleicht - tolle Erfahrungen innerhalb des Sportvereins gemacht und bleiben diesem dann auf andere Art und Weise erhalten. Aufgaben und "Jobs" gibt es ja einige die besetzt und gemacht werden wollen. Die wirklich starken wechseln so oder so. Entweder weil sie dem Verein entwachsen sind (Leistungstechnisch) oder aber, weil man in den älteren Jahrgängen auf einmal keine Mannschaft mehr stellen kann, da vorher den schwachen entsprechendes signalisiert wurde. (Zack -> die nächste JSG)


    Sollte es sich wiederum um einen Verein im Leistungsbereich handeln, der entsprechende Ziele verfolgt und aufgrund des Zulaufs sowieso regelmäßig eine Bombenauswahl hat, dann sieht das natürlich anders aus.

    Beim mentalen Einsatz bin ich bei Dir. Beim körperlichen sehe ich das etwas anders. Zumindest wenn ich unser Training mit den Spielen vergleiche. Nach 90 Minuten Training (inklusive vieler Ruhepausen) sind die Jungs am Ende körperlich deutlich mehr belastet, als nach einem Spiel. Die Ruhephasen (Dorfverein) innerhalb eines Spiel für die ballfernen Spieler sind hier deutlich ausgeprägter als in unseren Trainingseinheiten.

    Mental wiederum sind die Kids deutlich geforderter bzw. machen sich auch z.T. selbst sehr viel eigenen Druck im Vergleich zum Training. Denn jetzt wollen Sie ja zeigen wie toll sie sind.


    Klar, im Leistungsbereich kann ich mir durchaus vorstellen, dass das Verhältnis etwas anders aussieht.


    Beim Thema "einseitige" Belastung denke ich, das da der Fußball vielleicht nochmals einen kleinen Vorteil gegenüber Leichtathletiksportarten hat. Weil sowohl die Belastung an sich, als auch die unterschiedlichen Bewegungen während des Wettkampfs deutlich variabler sind.

    Wobei ich in solchen Fällen finde, dass das Coaching in der "Halbzeit" (kann ja auch in drittel/viertel eingeteilt werden so ein Spiel), absolut ausreichend sein kann. Liegt aber auch generell am jeweiligen Trainer und Testspielpartner. In solchen Spielen lassen sich die im Training erworbenen Fähigkeiten und das neue Wissen bestens testen.

    Zumindest unserer Erfahrung nach, da die Jungs solche Spiele doch etwas ernster nehmen und wir ihnen deutlicher veranschaulichen können, warum wir gewisse Dinge trainieren/üben. Aber da ist halt der Spielpartner ein wichtiger Faktor. Der Aha-Effekt ist da, meiner Meinung nach, etwas höher. (natürlich eine rein subjektive Wahrnehmung)Einerseits sollte dieser auf einem ähnlichen Level sein (egal ob schwach, mittel oder stark) und der Gegenüber das Freundschafts-/Testspiel als solches verstehen und nicht um, möglicherweise (leider schon erlebt), das Spiel zur Motivationssteigerung seiner eigenen Jungs zu nutzen. (Anfängerfehler halt)


    Wir hatten in der Vergangenheit auch schon eine tolle Erfahrung mit der Jugend und den Jugendtrainern eines Profivereins. Diese kamen auf uns (damals E-Jugend) zu und fragten, ob wir Interesse hätten, gegen ihre F-Jugend ein Freundschaftsspiel zu bestreiten. Mein damaliger Mittrainer war sofort Feuer und Flamme, weil wir uns mal gegen eine namhafte Mannschaft zeigen durften, ich wiederum, sah das sehr kritisch. Am Ende war es für alle Seiten ein spaßiger und toller Tag. Ein Spiel, aufgeteilt in 3/3, was am Ende Unentschieden ausging (sowohl Kids als auch Eltern auf beiden Seiten waren happy) und beiden Seiten tolle Lerneffekte lieferte. Der gemeinsame Austausch, sowohl der Eltern als auch unter uns Trainern, war ebenfalls sehr informativ.

    Sorry wenn das falsch rüber kommt, aber hä?

    Samstag Spiel, Dienstag Spiel, Donnerstag Spiel, Samstag wieder Spiel.


    Wo ist da jetzt das Problem? Je nach dem wie das kommunikativ gehandhabt wird, sehe ich da keine Probleme.

    Immerhin wird doch verlangt, und zwar nicht nur hier im Forum, dass man das Training primär in Spielformen durchführt. Jetzt haben wir halt ein Spiel, statt eine Spielform. Die sich aber doch noch viel besser dafür eignet die Kids zu fördern und zu fordern. Mittlerweile achte ich bei solchen Spielen z.B. darauf, dass es wirklich ein Ersatztraining ist und die Trainer auf der gegenüberliegenenden Seite das genauso sehen wie ich. Wir probieren dann einfach Dinge aus! Scheiss auf´s Ergebnis. In keiner Spielform werden die Jungs mit soviel Eifer dabei sein, wie wenn es gegen jemanden anderes geht, als gegen den eigenen Mitspieler.

    Also ich trinke ja auch gerne mein Bierchen, aber bei Kids (die nicht unter meine Elterliche Aufsichtspflicht fallen), da wäre ich dann doch sehr Vorsichtig.

    Wenn die Eltern das okay fänden, dann bitte. Aber dann erwarte ich von den Eltern auch deren Anwesenheitspflicht in dieser Zeit. Und zwar so lange, bis derjenige die Veranstaltung verlässt. So lange ich Alleinverantwortlich vor Ort bin, wird niemand Alkohol anfassen dürfen, der es nicht seinem Alter entsprechend darf. Das bedeutet, wenn 16-Jährige auf ihr Bier/Sekt bestehen, dann bekommen sie das, aber harter Alkohol (der erst ab 18 ausgeschenkt werden darf) ist da gestrichen, bei den 18-Jährigen bin ich dann sowieso raus. Wie gesagt, Dorfverein, kein Leistungsanspruch. Da geht es dann irgendwann mehr um das Gesellig sein und die gemeinsame Zeit. Aber trotzdem halte ich mich hier an gesetzliche Vorgaben.

    Ich bin in einem Dorfverein tätig. Ich weiß wie das hier läuft. Aber es gibt bestimmte Grenzen die ich definitiv nicht bereit bin zu überschreiten.

    Bei unserem Breitensportverein haben wir es damals (weil es gut aufging) nach Jahrgang eingeteilt, dadurch gabs es Zwangsläufig immer gemischte Mannschaften bei den Spielefestivals. Unserer Erfahrung nach hat das den Teamgedanken gestärkt. Im Training haben wir wiederum immer Leistungshomogen eingeteilt und dann die Übungen entsprechend dem Leistungsstand angepasst. Ganz nach dem Motto "fördern und fordern".

    Allerdings hatte ich auch schon sehr renitente Eltern und diese dann gefragt, ob sie bereit wären mir schriftlich zu garantieren, dass Ihr Kind a) bei uns bleibt und b) dem Fußballsport im allgemeinen Treu bleibt und zwar bis in die höheren Jugenden. (also B-/A-Jugend).

    Habe denen dann nochmals den dazugehörigen Hintergrund erklärt. Von dem Moment an war "Ruhe". Ich bin einfach ein Freund der Kommunikation. Sinnvoll und Aussagekräftig sowie natürlich auch belastbar/zuverlässig sollte das Ganze sein, dann stehen die Eltern meist hinter einem. Wenn man zu oft von seiner Linie abweicht, dann kann man seine eigene Argumentation in die Tonne kloppen und hat diese Diskussionen öfter als man sie haben möchte.

    Ist zwar ein anderes Blickwinkel, aber der Trainertyp ist häufig der gleiche:


    Interessant ist für mich nämlich immer, wenn unser Gegner seine Kinder lautstark darauf hin weist, dass wir die schlechteste Truppe sind, gegen die sie jemals gespielt haben. Und dann den eigenen Kindern Vorwürfe macht, warum sie nicht schon mindestens 10 Tore geschossen haben, weil wir, bzw. In der jeweiligen Situation der einzelne Spieler von uns, ja gar nichts können.


    Da gibt es auch keine Exit-Möglichkeit

    Die Situation kennen wir auch zur Genüge :rolleyes:

    Bei meinen Kids hat das wiederum oft zu Gegenreaktionen geführt. Die wollten es diesen Mannschaften erst recht sehr schwer machen. Je "größer" der Name des Gegners, desto größer war die Gegenwehr meiner Jungs. Da wurde dann auch von uns eine 0:3 Niederlage abgefeiert (weil vorher alle Spiele relativ hoch gewonnen wurden von denen) oder ein Unentschieden wie der Titel gefeiert :S

    Futsal ist nicht Fußball und ich lehne es ab. Hunderte Regeln, so richtig gemacht für Theoretiker. Und wehe der Ball bewegt sich beim Einkick...

    Es ist ok, wenn man das ganze Jahr Futsal spielt, dann sind die Regeln irgendwann drin. Aber für 4 x zum Hallenturnier ständig dieses bis 4 zählen, der Tw darf den Ball nicht mehr spielen, 3 Fouls ein Elfmeter und so ein Kram halte ich komplett für übertrieben. So sehen es anscheinend die meisten Vereine und spielen schlicht den klassischen Hallenfußball. Tw darf nicht über die Mittellinie werfen, Abseits aufgehoben und gut.

    Besonders Deinen ersten Abschnitt kann ich unterschreiben! :D Beim Sparkassen-Cup gab es so unfassbar viele Wechsel des Ballbesitzes aufgrund der regelauslegung einzelner Schiedsrichter beim Einkick. Bei dem einen war es schon sträflich, wenn der Ball nur 5cm abseits der Linie lag, bei dem anderen wenn der Ball zwar auf der Linie war, aber sich leicht bewegt hat. Also das hatte schon Blüten getrieben die z.T. kurios waren. Vor allem, weil es bei dem einen so und dem anderen so gehandhabt wurde. :S

    Einer meiner Jungs hatte eine Gelbe Karte dafür bekommen, dass er 2 Schritte schneller auf dem Feld war, wie sein Mitspieler tunter vom Feld war. Und dass, obwohl der Ball auf der anderen Seite der Halle war.

    Ich gehe bei vielen mit, aber wenn der Trainer einfach nur "sinnlos" emotional ist und sich so verhält wie geschildert, dann wäre bei mir Schluss mit Verständnis! (aus Vatersicht)


    Aus Trainersicht gehen mir diese Typen auch gehörig auf den Senkel. Ich kenne mittlerweile einige Trainer, auch von Leistungsorientierten Vereinen, Die sind z.T. während des Spiels schon etwas drüber - weil arg überemotional - aber im Gespräch nach dem Spiel, mit ihren Jungs, wieder deutlich sachlicher. Da kann ich noch mit leben. Aber ein Trainer der Gegen Dinge tritt/schlägt und den Kindern (!!!!! 8-10 Jahre alt !!!!!) Sachen an den Kopf wirft wie "ich schäme mich für Euch" und "Ihr seid so schlecht", dann wird da einfach ein Grenze überschritten, die definitiv in einer Übergriffkeit gipfelt. Dann soll derjenige es lassen. Mit solchen Verhaltensweisen habe ich als Trainer doch gar keinen Einfluss auf das Team. (zumindest nicht im positiven Entwicklungsbezogenem Sinne)

    Als Leistungsorientierter Verein wäre mir ein solcher Trainer ein Dorn im Auge! Das Interesse muss doch darin liegen, die Kids auf ein neues Level zu bringen und damit den Nachwuchs in den kommenden Altersklassen zu sichern und zu festigen.

    Grundsätzlich war bei uns die Aussage "Jeder macht alles, also verteidigen und angreifen!" die oberste maxime. Im Training haben wir sehr viel spielen lassen und, Situationsbedingt, das Spiel kurz eingefroren und den Jungs die Unterschiede aufgezeigt, wie die Situation aussieht, wenn man sich etwas anders positioniert. Das erforderte sehr viel Geduld bis das die interessierten Verstanden hatten.

    Zusätzlich haben wir immer wieder verschiedene Provokationsregeln eingebaut, das betraf aber viel mehr das Thema Offensivaktionen.

    Gegen den Ball macht es durchaus Sinn, dass Spiel so laufen zu lassen. Ballorientierung wird mit den zunehmenden Jahrgängen ja wieder aktuell und was man denen da vorher ausgetrieben hat, darf man dann wieder aufwendig den Jungs eintrichtern. Mit den zusätzlichen Kommentaren der Kids, dass man das doch in der Vergangenheit nicht sollte.

    Wir sind ebenfalls im WfV und hatten diese Regel auch beim Sparkassen-Cup. Vor Turnierbeginn gab es jeweils immer die Trainerbesprechung mit der Turnierleitung und den Schiris und dort wurde klar darauf hingewiesen. Das hat bei uns sowohl in der Vorrunde als auch der Zwischenrunde sehr gut funktioniert. In Summe kam es, glaube ich, zu insgesamt 2 indirekten Freistößen aufgrund dieser Regel.


    Viel schlimmer finde ich die Unsitte, dass man mit dem Anstoss direkt ein Tor erzielen darf. Das wurde von einigen Mannschaften mehrfach "erfolgreich" genutzt. Das hat für mich aber nichts mit Fußball spielen zu tun.