Ich hatte das in einem anderen Thread schon geschrieben, aber hier gerne nochmal. Aus medizinischer Sicht wird eine Überlastung des wachsenden Körpers durchaus auch kritisch gesehen. Eine Überbelastung kann sich auch deutlich später noch auswirken. Ab wann es genau eine Überbelastung ist jedoch nicht eindeutig definiert.
Kinder sollten wöchentlich mindestens zwei Ruhetage einhalten und höchstens drei bis vier Stunden am Tag trainieren“, erklärte Thomas Tischer von der Universitätsmedizin Rostock anlässlich des Deutschen Kongresses für Orthopädie und Unfallchirurgie in Berlin. Überlastungsschäden, auch durch zu einseitige Bewegungsabläufe, könnten junge Menschen lebenslang körperlich beeinträchtigen.
Sportarten wie Fußball, Schwimmen, Gymnastik und Leichtathletik können sich positiv auf die soziale und körperliche Entwicklung auswirken. Aber wenn Kinder zu hart trainieren, erhöht sich das Risiko für Verletzungen.
Etwa die Hälfte aller sportbedingten Verletzungen bei Kindern ist der American Academy of Pediatrics (amerikanische Gesellschaft der Kinder- und Jugendärzte) zufolge auf Überbeanspruchung zurückzuführen. Diese Verletzungen treten auf, wenn der Körper eines Kindes den Anforderungen nicht gewachsen ist. Wenn junge Sportler beispielsweise jeden Tag stundenlang trainieren und jede Woche an mehreren Wettkämpfen oder Punktspielen teilnehmen, haben ihre Knochen, Muskeln und anderes Gewebe möglicherweise nicht genügend Zeit, sich zu erholen.
Etwa die Hälfte aller Schäden durch Sport sind Folge von zu viel und zu intensivem Training.“ Rund 5,5 Prozent (gut 600.000 Fälle) der Schüler haben Schmittenbecher zufolge pro Jahr einen Unfall beim Sportunterricht.
Ein ähnlich großer Anteil erleide zudem Unfälle beim Vereinssport- oder Freizeitsport. Obendrauf gebe es zahlreiche Beschwerden durch Überlastung. Eine Statistik gebe es nicht.
Überlastung kann gerade für Kinder gefährlich sein, weil sie noch wachsen. Einseitigen und zu belastenden Sport halten auch Orthopäden daher für riskant. Das Skelett ist nicht ausgereift, die Knochen wachsen noch in Schüben.
Gelenke und Sehnen müssen sich ebenfalls weiterentwickeln, sind anfällig für kleine Verletzungen. „Wenn ein Kind in einer aktuellen Wachstumsphase steckt, sollte man zeitweise auf die Bremse treten“, rät Schmittenbecher.
Hier nur beispielhafte Artikel.
Dabei würde ich die Belastung in einem Testspiel sowohl mental als auch physisch deutlich höher einschätzen wie im Training. Im Training gibt es immer kurze Regenerationsphasen und Pausen. Im Spiel ist der körperliche und mentale Einsatz deutlich höher.