Beiträge von -Nils-

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    Ich habe auch meine Probleme mit den zwei Toren pro Seite bei einem "offiziellen" Wettspiel, weil es nicht mehr originär mit dem Fußball zu tun hat. Zumindest ab der E- oder D-Jugend sollte man auf die Jugendtore spielen, um den Wechsel zur C-Jugend auf große Tore und dem "richtigen" Fußballspiel nicht zu heftig werden zu lassen. Bei den Bambini und auch in der F-Jugend ist das noch nicht so relevant, da steht ja die Bewegung, Ballkontakte und das Tore erzielen unabhängig vom Ergebnis im Vordergrund.

    Welche Jugend trainierst du, wenn ich fragen darf?

    E-Jugend 2011er! Ich habe auch zwei, drei Spieler, die nicht so gern laufen. Manchmal entscheide ich mich dann, einem von ihnen Extra-Aufgaben bzw. eine Sonderrolle zu geben, z.B. für beide Teams im Ballbesitz anspielbar zu sein und sowas.

    Ansonsten nutzt es, dass alle Spieler des Ballgewinnteams in der eigenen Hälfte sein müssen, sonst zählt das Gegnertor doppelt und genauso zählt das Tor nicht, wenn nicht alle Teammitglieder über der Mittellinie sind. Solche Sachen baue ich ab und an mit ein. Kenne es ja noch von meiner eigenen Jugendzeit.

    Mein Eindruck ist leider der, dass durch die neuen Spielformen insgesamt deutlich weniger Kinder am Spielbetrieb teilnehmen. Normal sind vielleicht zwei Festivals pro Halbjahr...

    Als jemand, der nun fünf Jahre im Kinderfußball tätig ist und NUR diese neue Spielform kennt (Bambini und F, ab der E haben wir Wettspiele und Liga, was die Kinder auch so wollen), kann ich berichten, dass es pro Halbjahr bei uns 4 Spieltage gibt und eine Menge Hallen- und Sommerturniere. Es nehmen deutlich mehr Kinder am Spielbetrieb teil und vorallem haben sie viel mehr eigene Ballkontakte. Es gibt viel mehr verschiedene Torschützen und es ist ein guter Start, mit gutem Gefühl für alle Kinder in den Fußballsport, der früh genug mit Nickligkeiten, rüden Fouls, Gelber und Roter Karte, etc.pp. aufwartet.

    Er hat es einfach nicht verstanden, dass da eine Komponente >Zeit< existiert. Alles, was er da machen will, kann er ja tun und darauf richtet sich der Kinderfußball ja aus. Aber das, was Michael da will, sollte er schlicht erst ab der C-Jugend umsetzen. Vorher ist das gar nicht nötig, LASST DIE KINDER SPIELEN. Er kann doch niemandem erzählen, dass er bei der G-Jugend bereits mit Viererkette spielt oder sonst irgendwas taktisches da einpflegt als Trainer. Da sind eins, zwei dribbelstarke Kinder, die machen das Spiel und er lässt sich als kommender Pep Guardiola feiern, während die anderen vier Kinder in 20 Minuten 2 mal den Ball berührt haben? Meine Güte! Das sind keine kleinen Erwachsenen. Diese Änderungen, die von den Verbänden nun umgesetzt werden, haben ja einen Grund.

    Ich finde nicht, dass Kondition und Disziplin zusammenhängen. Bei mir gibt es Konditionseinheiten nur mit Ball, da wird das Feld nahezu unbemerkt eben größer oder bei Übungsformen die Abstände deutlich länger, ohne dass die Kinder das richtig merken.


    Als Trainer achte ich eben darauf, dass alle Kinder entsprechend laufen und coache das auch. Notfalls mit Start/Stop mit dem entsprechenden Kind. Dann MUSS es den Laufweg eben gehen und falls das alles letztlich nicht fruchtet, stellt sich die Mannschaft quasi von selbst auf.

    dass die Kinder durch Fußballspielen und ausprobieren bessere Fußballer werden.

    Das werden sie! Allerdings spielen die Kinder bei 7:7 nicht alle Fußball, sondern sind auf dem Feld Zuschauer der ein/zwei stärksten Spieler, kriegen aber kaum selbst den Ball.


    Ob das Lernen und Üben nun beim 2:2 im Training geschieht oder daheim im Garten ist wahrscheinlich nicht messbar im Unterschied

    Da besteht auch kein großer Unterschied. Wichtig ist: VIELE VIELE BALLKONTAKTE. Da sind zwangsläufig kleine Teams von Vorteil gegenüber einem 7:7 mit Manndecker und Sturm.

    Gibt es hier eigentlich jemanden, der sowas wie ein Eltern-Kind Training anbietet für die kleinsten? Also eher so etwas wie man es von diesen Turnkursen kennt, mit Bewegungslandschaften, die die Kids teilweise in Begleitung der Eltern absolvieren, nur halt schon passend zum Thema Fussball?

    Das müsste man mal ausprobieren, meinen ersten Abwehrreflex aufgrund des doch etwas höheren Laufpensums als beim Turnen und meine entsprechenden Bilder im Kopf von jungen Müttern in engen Leggins und Fußballschuhen auf dem grünen Grund habe ich gekonnt abgewürgt. Ich vermute allerdings, dass wird den Eltern zu anstrengend. Vielleicht wäre das was für die Winterzeit in der Halle!

    Wir sollen zwar vom Verband aus schon die neue Spielform umsetzen, die Vereine durften aber diese Saison noch normale Spieltreffs im 7 gegen 7 veranstalten was auch leider fast alle gemacht haben.

    Manche sind da etwas zurückhaltend und konservativ, was Neuerungen angeht. Sobald die Vernünftigen aber merken, dass durch die neuen Spielformen mehr Kinder bessere Fußballer werden und die Attraktivität steigt, weil die einzelnen Kinder viel öfter den Ball haben, dann wird sich das ändern.

    Ich sehe es grundsätzlich so wie Goodie, aber die Zeit und die Gesellschaft schreitet nun einmal voran.

    Aber es ist charakterlich einfach schwach, wenn sich ein Trainer eines anderen Vereins nicht an die Eltern, sondern an das Kind direkt wendet. Was soll das?

    Angemessen angesichts Fahrtkosten, Zeitaufwand und Nerven sind mindestens 500 EUR angemessen. Ich bin nicht sicher, ob ich den Job annehmen würde, wenn die Bezahlung unter 400 EUR wäre, pro Monat alles natürlich.

    Wenn man Gastgeber ist, dann sagt man natürlich nicht ab. Man wird ja nur Gastgeber, wenn man möchte.
    Es ist schlicht zu früh, aus den Spieltagen eine Pflichtveranstaltung zu machen für die einzelnen Kinder. Da gibt es eben noch andere Interessen. Außerdem habe ich doch geschrieben, dass man die Kinder langsam dazu bringt, ein Fußballwettspiel als Pflichtaufgabe im Sinne der Mannschaft zu verstehen. Letztlich sind "familiäre und religiöse Angelegenheiten" bei allen Planungen und Vorhaben zu berücksichtigen. So sieht es die Jugendordnung des Verbands vor.

    Die Kinder, die viel Spaß beim Fußball haben, kommen sowieso. Und die, die sich eben noch nicht sicher sind, werden nicht unter Druck gesetzt. Ich finde das völlig in Ordnung.

    Bei uns werden auch erst ab E-Jugend die Spiele in fussball.de gesetzt. Das möge ein erheblicher Grund sein, dass ich das so locker sehe in den Jugenden darunter. Darüber könnte Dein Verband ja mal nachdenken, ob man solch flukturierende Mannschaften bereits in ein enges Korsett spannen will mit Pflichtspielen und Strafen bei Nichtantritt. Denk doch an den Druck, der da so allgemein entsteht. Vielleicht hält das ja die einen oder anderen Eltern davon ab, ihr Kind zum Fußball zu schicken.

    Ich halte einen festen saisonalen Spielbetrieb für G- und F-Jugend für zu früh. Bei uns meldet man als Trainer / Verein zu jedem Spieltag die entsprechende Anzahl an Mannschaften, mit denen man teilnehmen will und kann ggf. in der Woche vorher noch abmelden, falls man nicht genügend Kinder zusammenkriegt.

    Sollte ein Verein an dem Tag gar nicht erscheinen, gibt es trotzdem keine Strafe. Es erhöht etwas den Organisationsaufwand für den Spielplan für diesen Tag, aber sonst passiert nichts. Z.b. habe ich bereits wieder vergessen, welcher Verein im Herbst letztes Jahr doch nicht dabei war.

    Das halte ich für völlig verfrüht. Bei uns gibt es sog. "Spieltage", eine Art Turnier ohne Wertung, bei denen die anwesenden Mannschaften in einem flugs erstellten Spielplan gegeneinander antreten, jeweils 10 Minuten pro Partie, 5 - 6 Spiele. Ein Vormittag bzw. ein Nachmittag.