"Trainings- und Belastungssteuerung - Methoden und Hilfsmittel von NLZ bis Amateurbereich"
Ein Fortbildungsinhalt des 7. BDFL-Online-Kongress (22./23.10.21)
"Trainings- und Belastungssteuerung - Methoden und Hilfsmittel von NLZ bis Amateurbereich"
Ein Fortbildungsinhalt des 7. BDFL-Online-Kongress (22./23.10.21)
Fluffi : habt ihr mit den Verantwortlichen schon über Alternativen gesprochen? Wenn ich mir den Hessischen Fußball-Verband auf facebook ansehe, dann sind die letzten zwei Beiträge in Richtung Minifußball (Bericht mit Video von VfL Eiterfeld und Teampunkt-App). Ich könnte mir vorstellen, dass die euch Staffeln anlegen und denen es egal ist, ob ihr 5 gegen 5 oder 7 gegen 7 spielt. Und über die Teampunkt-App ist es auch möglich sich mit anderen Vereinen zu einem Festival zu organisieren. Ich würde da an eurer Stelle das Gespräch mit dem Verband suchen.
Für den Kreis Augsburg freue ich mich heute über den Pilot im Fußball 2 und die Erkenntnisse daraus.
Schleswig-Holstein Fußball-Verband - schönes Foto bei facebook.
Die neuen Spielformen finde ich klasse, und es ist der richtige Weg, aber leider wird das Problem mit dem RAE nicht behoben, den ich nach wie vor für ein ganz großes Problem halte.
Das sehe ich anders. Ich konzentriere mich auf den Kinderfußball (G, F und E-Jugend). Ich gehe von einer Gleichverteilung der Geburtsdaten bei Breitensportvereinen aus (keine Selektion). Ich nehme bei der G- (Fußball 2/3) und bei der F- (Fußball 3) an. Nehme ich die neuen Spielformen, dann spielen die besseren (älteren) auf den Feldern 1-3 und die schlechteren (jüngeren) auf den Feldern 6-8 (die Annahme älter = besser stimmt übrigens nicht immer, genauso wie älter = reifer, größer, schneller usw.) bei einem Festival mit 16 Mannschaften. Die Felder 4 und 5 sind die mittleren. Ich spiele also immer gegen Gegner, die meine Leistungsstärke haben - und das ist für das Dezemberkind genauso gut wie für den Spätentwickler. Und das Dezemberkind bekommt die gleiche Entwicklungschance wie der Januar Spätentwickler. Das Dezemberkind bekommt auch die gleiche Spielzeit und Ballkontakte wie das Januarkind - das eine halt auf den Plätzen 1-3 und das andere auf den Plätzen 6-8. Ein anderer Stichtag hätte nur zur Folge, dass auf anderen Feldernnummern (den besseren) gegen die gleichen Mannschaften gespielt würde.
Bei der E-Jugend (Fußball 5) wird bei uns meistens höchstens auf 5 Plätzen (10 Mannschaften) gespielt. Damit funktioniert der Leistungsausgleich nicht mehr so gut wie beim Fußball 3 mit 16 Teams auf 8 Plätzen. Auch durch die gestiegene Spielerzahl und 5m Tore werden hier die kräftigeren (älteren) wahrscheinlich bevorteilt - das trifft v.a. auf das Training zu. Da haben die meisten nur ihre 2 Mannschaften und somit zu wenige, das jüngere gegen jüngere spielen (beim Festival ist das dann schon wieder besser - immer noch unter der Annahme der Gleichverteilung in Breitensportvereinen).
Die neuen Spielformen dämpfen für mich den RAE im Bereich G-E - Jugend enorm ab. Ich gehe davon aus, dass die neuen Spielformen (Fußball 2/3) einem rollierenden Stichtag in Bezug auf den RAE überlegen sind.
Wichtig ist für mich vor allem, das man vor allem noch in der jüngeren C-Jugend einfache Formen wählt mit wenig regeln und häufig Wiederholung für den Lerneffekt.
Genau nach diesen fragt der Thread-Ersteller ![]()
Nehmen wir das Octagon von vangaalsnase - entspricht das einer einfachen Form? Oder nehmen wir das Umschaltrondo - einfach? Ich finde die sehr gut, aber bei meiner schwächeren, jüngeren, breitensportorientierten C-Jugend würde ich nicht von einfach sprechen -> für die ist das ziemlich schwer. Soll ich sie deshalb nicht machen? Ich mache sie gerade deshalb. Die Komplexität vom 11 gegen 11 am Wochenende erreichen diese Formen aus meiner Sicht nicht - und dem setzte ich die Jugendlichen am Wochenende aus.
SC Freiburg und der Südbadische Fußballverband - Link - das macht Spaß!
Daher die Frage: Kennt vielleicht jemand gute Übungen/Spielformen, die genau bei den beschriebenen Problemstellen ansetzen? Hatte vielleicht jemand schon einmal eine ähnliche Situation zu meistern? Wie gehe ich da am besten vor? Ich wäre für jeden Ratschlag dankbar.
Ich bin gerade in einer ähnlichen Situation. Zu deinen Fragen:
ich probiere gerade einiges aus ![]()
ich versuche die Situation gerade auch zu meistern
falls du willst, kannst du daran teilhaben (Link)
Don Quijote : hat der Verein eine U23 oder nicht? Spielen die ein anderes System? Wie ist die Verzahnung nach oben und habt ihr von den Verantwortlichen schon eine Rückmeldung erhalten oder "nur" vom Trainer?
Möglichkeiten bei Kinderfestivals Sponsoren an Bord zu holen.
Namenssponsor (Einsatz ca. 20-50 Euro): Das Festival wird in der App veröffentlicht und dort kann das Festival "FirmaXY"-Festival heißen
Spielball-Sponsor (Einsatz ca. 100 Euro): Es wird meistens auf 8 Feldern gespielt - 8x 3er Bälle
Minitore (Einsatz ca. 30-250 Euro): einfache Minitore sind relativ preisgünstig zu erhalten. Nach oben sind keine Grenzen gesetzt. Namenszug auf dem Tornetz wirbt bei jedem Einsatz der Tore
Wenn ich von 8 Feldern und 4 Spielern pro Team ausgehe (64 Spieler) und 2 Veranstaltungen hintereinander (G- und F-Jugend), so erreichen die Sponsoren ca. 128 Spieler und ca. 200 Erwachsene (G (120) + F (80)), die den Sponsor mit einer positiven Veranstaltung in Verbindung bringen.
Und da ich mir nicht vorstellen kann, dass ein Regionalligatrainer bei seiner Aufstellung auf Aberglauben setzt,
Für die Jüngeren unter euch - Glücksbringer verschwunden - Wo ist der blaue Pullover von Udo Lattek (†80)? - Fussball - Bild.de
Udo Lattek: Sportdirektor - und zuvor ein ziemlich erfolgreicher Trainer (soviel zu Aberglaube)
Am gesamten Niederrhein gab es bei den Bambinis nur fünf Vereine die Funino machen wollten. 5!
Das ist Deutschland-Kunde für mich ![]()
Der Weltkindertag am 20.09. hat hoffentlich weitere Anhänger gewinnen können.
Mittelrhein: Fussball-Verband Mittelrhein | Tag des Kinderfußballs am Montag in Lindlar
Niederrhein: Rund um den heutigen Weltkindertag: Viele Aktionen zum Kinderfußball - Nachricht / FVN e.V.
Wie willst du es verhindern?
Ein Beispiel in Bezug auf die Mädchen: bei uns spielten am Wochenende die E-Mädchen beim F-Jugend und die F-Mädchen beim G-Jugend-Festival mit. In einer E- oder F-Runde müssten sie "durch das Tal der Tränen", so hatten sie viel Spaß und meistens ein lachendes Gesicht. (Die D-Mädchen könnten ja bei den E-Festivals mitspielen)
UNd wie gesagt den Mädels scheint es Spaß gemacht zu haben.
Und sollten die Mädchen nicht gegen jüngere Jungs spielen wollen, dann passt es für euch.
Bei uns waren die Mädchen froh und glücklich gegen die Jungs zu spielen.
Gegen Deinen Ansatz im zweiten C-Jugendjahr aufs Großfeld zu wechseln spricht die Tatsache, dass genau ab diesem Alter kaum noch Jahrgangsmannschaften existieren
Eine Anpassung der Jahrgangsstruktur könnte da helfen. Anstatt U19, U17, U15, U13, U11 und U9 macht man U18, U16, U14 usw.
Somit könnte
U18 und U16 Großfeld 11 gegen 11
U14 vergrößertes Kleinfeld 9 gegen 9
U12 Kleinfeld 7 gegen 7
U10 verkleinertes Kleinfeld 5 gegen 5
U8 Funino-Feld 3 gegen 3 und
U6 verkleinertes Funino-Feld 2 gegen 2
spielen.
Die Mädels werden aber auf jeden Fall ihren Weg machen und müssen jetzt halt ein bisschen durch das Tal der Tränen.
Das sehe ich nicht so.
Hatte jetzt 2 Spiele mit der C-Jugend und beide Male hat der gegnerische Trainer reagiert und seine Überlegenheit durch Positionswechsel abgeschwächt. Das kenne ich aus F- und E-Jugend so nicht bzw. ist mir dort nicht so begegnet.
Das Verhalten der Trainer sind (gute und lobenswerte) Kompensationshandlungen.
Für die G - E-Jugend könnte aus meiner Sicht das Wettbewerbssystem das Problem der hohen Niederlagen beseitigen. Festivals oder auch Turniere sind da dem Spielrundenbetrieb überlegen. Das fängt schon bei der Spielzeit an. In 7 oder 10 min. fallen nicht so viele Tore, wie in 2x 20 oder 25 min. Und selbst wenn ich 2x gegen die gleiche Mannschaft spiele und 2x 6:0 verliere, habe ich nicht 12:0 verloren - und wahrscheinlich zwischendurch ein Spiel gewonnen, sonst würde ich auf die Mannschaft nicht nochmal treffen (im Champions League Modus).
Ein Beispiel in Bezug auf die Mädchen: bei uns spielten am Wochenende die E-Mädchen beim F-Jugend und die F-Mädchen beim G-Jugend-Festival mit. In einer E- oder F-Runde müssten sie "durch das Tal der Tränen", so hatten sie viel Spaß und meistens ein lachendes Gesicht. (Die D-Mädchen könnten ja bei den E-Festivals mitspielen)
Auch in der D-Jugend könnte man aus meiner Sicht am Wettbewerbssystem feilen (z.B. Twin-Games). In Bayern wurde es auch durch die Meldeliga und die Herbst-/Frühjahresrunde besser.
Für die C-Jugend habe ich noch keine Idee (hat die vielleicht jemand von euch?). Wir haben zwar die Meldeliga, die führt zu 3 Klassen (Kreisliga, Kreisklasse, Gruppe). Wir haben für Gruppe gemeldet. Ich bin z.B. skeptisch ob mehrere Abstufungen die Spielrunde ausgeglichener gestalten würden. Meine Überlegung wäre, ein Jahr später auf das Großfeld und die großen Tore zu wechseln und erst im 2. Jahr C-Jugend Großfeld zu spielen - passen evtl. die Größenverhältnisse wieder besser.
Was ist ein hohes Ergebnis? Wenn man ein 7:0 (Bayern-Bochum) oder 8:1 (so haben wir am Wochenende verloren) nimmt, so lässt sich das auch auf höchster Ebene nicht verhindern - obwohl ich glaube, dass Bochum im Rückspiel nicht so hoch verliert (und wir haben zum Glück kein Rückspiel).
Zum einen bin ich mal gespannt, ob mir das in der C-Jugend noch öfters passiert, dass die gegnerischen Trainer Rücksicht nehmen (übrigens auch zu ihrem Vorteil in der Ausbildung - z.B. sie testen Spieler auf anderen Positionen und die sammeln dort Erfahrung) und zum anderen beobachte ich mal meine Vermutung. In der C-Jugend im Breitensport habe ich wahrscheinlich Trainer, die sich nicht mehr beweisen müssen. Die Vatertrainer sind dann wahrscheinlich mehr ausgebildete Trainer und die anderen haben nicht mehr so den Druck von den Eltern, dass ihr Kind ein "Messi" werden muss (es schauen immer weniger Eltern zu und mischen sich ein - wird in der Schule mit zunehmendem Alter ja auch besser).
In Bayern dürfen 5 Spieler ein- und ausgewechselt werden. Die ausgewechselten Spieler dürfen auch wieder zurück gewechselt werden.
Heute ist Weltkindertag. Dazu gibt es einige Aktionen des BFV. Ich freue mich ganz besonders, dass wir in Augsburg durch eine Spende sowohl die Aktionen zum Weltkindertag als auch die Festivals im Herbst mit einer Ballspende (3er Bälle) unterstützen können.
Mich würde mal interessieren, wer sich in Bezug auf Fußball als Coach/Trainer selbst von einem anderen coachen/trainieren lässt? Wie weit ist das im Fußball verbreitet?
Meine zweite Frage wäre, coacht/trainiert ihr euch selbst um besser zu werden? (z.B. Selbstreflexion)
Welche Fragen stellt ihr euch oder welche Methoden nutzt ihr dafür?
Training:
- Dokumentation und Nachdenken (Revue passieren lassen)
- Fragen: Liefen die Übungen/Spielformen wie erwartet? Wo waren die Probleme? War der Schwierigkeitsgrad OK? Wie habe ich kommuniziert?
Spiel:
- Ging mein Plan auf? Falls nein, warum nicht?
- Habe ich während dem Spiel den Spielern Lösungsmöglichkeiten gegeben?
- Habe ich während dem Spiel auf die Probleme reagiert? (z.B. Auswechslung, Umstellung, Hilfestellungen)
- Wie habe ich kommuniziert? Haben es die Spieler verstanden? Könnte man es einfacher formulieren?
- Habe ich verschiedene Pläne während des Spiels durchgespielt? Hatte ich evtl. schon vorher Alternativen durchdacht?
- Waren die Lösungsmöglichkeiten schon Trainingsinhalt? Sollen sie es werden oder nicht?
- Habe ich eine zweite Meinung gehört/erfragt? z.B. Co-Trainer
