Beiträge von let1612

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    golfstrom : Jürgen Kohler wurde in der B-Jugend Abwehrspieler (ähnlich wie Niklas Süle) - der Podcast des Deutschen Fußballmuseum lohnt sich aus meiner Sicht (v.a. ab 9:30 min.) - im Podcast kommt auch M. Gaudino zu Wort (den kann ich mir nicht als Innenverteidiger vorstellen ;) )

    dass man aus den allermeisten Spielern zumindest für den Kreisbereich und unteren Landesspielbetrieb sehr passable Spieler ausbilden kann, die die Grundlagen beherrschen.

    Das habe ich auch immer behauptet - heute bezweifel ich das. Die Breitensportvereine bringen meistens nicht viel mehr Kinder durch als die Bundesligavereine. Jetzt kann man sich die Frage stellen, ob das an den Ausbildern, den Auszubildenden oder der Ausbildungsstruktur liegt.

    Dirk Coerverfan : Deine Nachfrage hat mich in den alten Unterlagen forschen lassen ;) - und du hattest Recht :), da war ein Fehler drin (aber bei den ganzen Umbenennungen kann man auch durcheinander kommen)


    Ich lasse euch mal an meinem Weg teilhaben, weil ich auch die Namen und Preise für den Lehrgang mit notiert habe (war für mich selbst Geschichtsunterricht):

    06.02. – 10.02.1989: WFV Jugendtrainer – Ausbildungslehrgang – Thomas Albeck – 30 DM

    08.05. – 12.05.1989: WFV Jugendtrainer – Aufbaulehrgang – Thomas Albeck – 30 DM

    17.04. – 20.04.1990: WFV Jugendtrainer – Prüfungslehrgang – Thomas Albeck – 60 DM


    30.03. - 03.04.1992: Aufbaulehrgang WFV-Trainer-B-Lizenz (WFV – Ruit) – Wolfgang Kopp - 50 DM

    06.12. – 10.12.1993: Prüfungslehrgang WFV-Trainer-B-Lizenz (WFV – Ruit) – Thomas Albeck – 100 DM Prüfung / 75 DM Lehrgang


    06.05. – 08.05.1996: Trainer B Fortbildung (WFV – Ruit) – 60 DM

    14.06. – 16.06.1999: Fortbildungslehrgang für Trainer mit B-Lizenz (WFV – Ruit) – Wolfgang Kopp – 75 DM

    14.08. – 16.08.2002: Fortbildungslehrgang für Trainer mit B-Lizenz und Jugendtrainerlizenz (WFV – Ruit) – Wolfgang Kopp - 37,50 €


    01.01.2003: Trainer B-Lizenz und Jugendtrainerlizenz wird zur C-Lizenz bzw. Fachübungsleiter C „Kinder- und Jugendtraining“


    21.02. – 23.02.2005: Fortbildungslehrgang für Trainer (Bayern – Oberhaching) – 130 €

    02.01. – 04.01.2008: Fortbildungslehrgang für Trainer (Bayern – Oberhaching) – 160 € / Ausweis 16 €


    September 2008: DFB B-Lizenz (Thüringen - Bad Blankenburg) – 3. Tag verletzt

    20.04. – 24.04.2009: DFB B-Lizenz (Bayern – Oberhaching) – Michael Müller & Lars Isicke

    27.04. – 01.05.2009: DFB B-Lizenz (Bayern – Oberhaching) – Michael Müller & Lars Isicke

    04.05. – 06.05.2009: DFB B-Lizenz (Bayern – Oberhaching) – Michael Müller & Lars Isicke – gesamt 330 €


    17.04. – 19.04.2012: DFB-B-Lizenzfortbildung (Bayern – Oberhaching)


    01.01.2015: Umbenennung DFB-Elite-Jugend Lizenz


    28.04. – 30.04.2015: DFB-Elite-Jugend-Lizenzfortbildung (Hessen – Grünberg) – Dirk Reimöller – 150 €

    21.09. – 23.09.2018: DFB-Elite-Jugend-Trainer Fortbildungsworkshop (Hessen – Grünberg) – Thomas Roy und Markus Nadler

    16.05. – 20.05.2021: DFB-Elite-Jugend-Trainer Online-Kongress 1

    08.10. – 12.11.2024: B+ Trainer*innen Online-Kongress 2 – 175 €

    Ein Artikel des FC Augsburg von heute: Halbjahresfazit U11, U10 & U9: Viele Highlights und Erfahrungen


    Nachdem es hier im Thread um Leistung geht:

    - ist das eine Leistung? Den Artikel würden wahrscheinlich viele Breitensportvereine auch unterschreiben (statt Bayern oder Nürnberg steht dann halt der Stadtverein oder Leistungsverein).

    - ist das beschriebene "außergewöhnlich"? Nein, es ist die kindliche Entwicklung.

    - was ist jetzt wichtiger? oder ist das eine nicht eine Folge des anderen?

    Zitate: "Beide Spiele konnten wir dank einer geschlossenen Teamleistung mit sehr viel Emotionalität am Ende gewinnen." oder "Die Mannschaft ist als Team zusammengewachsen, übernimmt Verantwortung auf und neben dem Platz und ist allgemein mutiger geworden" (Team/Mannschaft)

    oder "Durch gute individuelle Entwicklungskurven unserer Spieler hat sich die gesamte Leistungsfähigkeit des Teams spürbar gesteigert." oder "Wir wollen die Individualisierung unserer Spieler weiter vorantreiben und die Kinder noch stärker in die Eigenverantwortung führen." (Individualität)

    - was nun?

    „Vor allem freuen wir uns auf die Entwicklung der Jungs – mit all ihren Ups and Downs“, erläutert Kiourkas. Gelingt das, könnte aus der Achterbahnfahrt der Hinrunde eine stabilere, aber weiterhin aufregende Entwicklungskurve im Frühjahr werden.

    Freut ihr euch an den Hochs und Tiefs oder wollt ihr sie "glätten" - sind die nicht völlig normal? Und ist es auch nicht völlig normal, dass sie sich von selbst "glätten" werden?

    Die KI fragte mich dann noch:

    Wenn du möchtest, kann ich das auch

    ... oder mit Bezug auf DFB-Leitlinien oder Pädagogik ausarbeiten. (Mit einem "oder" gebe ich mich nicht zufrieden ;) )


    Hier ist eine **dialektische Diskussion zum Thema „Leistung im Kinderfußball“ mit konkretem Bezug zu den DFB-Richtlinien und pädagogischen Gesichtspunkten:

    🧠 1. These: Leistung im Kinderfußball sollte gefördert werden

    Bezug zu DFB-Richtlinien pädagogisch interpretiert:

    • Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat die neuen Spielformen im Kinderfußball (U6–U11) eingeführt, die darauf abzielen, jedem Kind möglichst viele Ballkontakte und aktive Beteiligung zu ermöglichen – eine Grundlage für Entwicklung und Leistungsfähigkeit. DFB

    • Durch kleinere Teams, mehr Spielsituationen und variierende Spielformen sollen Kinder spielerisch lernen, sich fußballerisch zu verbessern – also Leistung durch spielerisches Lernen statt Ergebnisdruck. DFB

    • “Gewinnen und Verlieren” existiert weiterhin, aber der Fokus liegt auf Lernen, Erleben und eigener Entwicklung, nicht auf fixen Rankings oder Tabellen. DFB

    Pädagogisch gesehen: Leistung ist ein Prozess der Kompetenzentwicklung, nicht bloß ein Ergebnis. Kinder lernen durch Erfolgserlebnisse, aber erst recht durch wiederholte Übung und spielerische Herausforderungen.

    🛟 2. Antithese: Leistung darf im Kinderfußball nicht im Vordergrund stehen

    Bezug zu DFB-Leitgedanken:

    • Die Reform des Kinderfußballs will Leistungsdruck reduzieren, indem in den jüngsten Altersklassen keine klassischen Meisterschaften mehr stattfinden und stattdessen festivalartige Spiele mit Rotationssystemen vorgezogen werden. DFB

    • Das DFB-Konzept zielt darauf ab, Spaß am Spiel, optimale Grundlagenausbildung und Inklusion aller Kinder zu fördern – ungeachtet ihres aktuellen Leistungsstandes. DFB

    • Pädagogisch bedeutet dies: Kinder sollen ohne Angst vor Bewertung oder sozialem Ausschluss spielen können – ein zentraler Punkt in der Entwicklung der Persönlichkeit und sozialer Fähigkeiten.

    Pädagogisch gesehen: Wenn das Streben nach Leistung überwiegt, kann dies Druck, Leistungsangst und frühzeitigen Ausstieg aus dem Sport fördern – genau das verhindert der DFB bewusst durch seine Spielformen.

    🤝 3. Synthese: Leistung kindgerecht und entwicklungsorientiert integrieren

    Verbindung von DFB-Richtlinien und pädagogischer Sicht:

    • Leistung sollte im Kinderfußball nicht am Ergebnis gemessen werden, sondern an Prozessen wie:

      • Häufige Ballkontakte und -aktionen

      • Entwicklung technischer Fertigkeiten

      • Sozial-emotionale Kompetenzen (Zusammenarbeit, Fair Play) DFB

    • Die Spielformen des DFB unterstützen diese entwicklungsorientierte Leistungsdefinition, indem sie den Spielspaß und die individuelle Beteiligung in den Mittelpunkt stellen. DFB

    • Trainierende und Vereine sind angehalten, den Kindern Verantwortung, Entscheidungsfreiheit und Selbstorganisation im Spiel zuzugestehen – Fähigkeiten, die auch pädagogisch wertvoll sind und Leistungsentwicklung positiv beeinflussen. DFB

    Pädagogische Leitidee: Leistung = Fortschritt im eigenen Entwickeln, nicht Sieg um jeden Preis.

    🎯 4. Pädagogische Leitprinzipien, die aus den DFB-Richtlinien folgen

    ➡️ Partizipation: Kinder erleben Spielregelwissen und Verantwortung im Spiel selbst (z. B. Selbstentscheidungen zur Spielführung) – das stärkt Autonomie. DFB

    ➡️ Inklusion: Durch feste Einsatzzeiten und Rotationsprinzipien werden alle Kinder einbezogen, unabhängig vom Leistungsstand. DFB

    ➡️ Motivation durch Erfahrung: Mehr Ballkontakte und Aktionen führen zu positiven Lernerfahrungen. DFB

    ➡️ Entwicklungslogik statt Ergebnislogik: Ergebnisdruck wird bewusst reduziert, um die langfristigen Lernprozesse zu fördern. DFB

    🧾 Fazit

    In einer dialektischen Auseinandersetzung zeigt sich, dass Leistung im Kinderfußball sinnvoll sein kann, wenn sie kindgerecht, pädagogisch fundiert und entwicklungsorientiert definiert wird – wie es die aktuellen DFB-Richtlinien im Kinderfußball vorsehen. Sie verschieben die Leistungsmessung weg von Ergebnissen hin zu spielerischer Entwicklung, Freude und sozialer Teilhabe. DFB


    Auch das würden wohl alle unterschreiben, aber halt unterschiedlich auslegen ;)

    Für den einen sind kleinere Spielformen in der U9 ein Fußball 7, für den anderen ein Fußball 5 und für Julian Nagelsmann ein Fußball 3: "Ziel muss es sein, mehr Individualisten auszubilden, technisch starke Spieler. Weniger Konzeptspieler – mehr freche Straßenkicker. Dabei halte ich das Drei-gegen-drei auf Minitore für alternativlos, um mehr Ballaktionen zu haben, Eins-gegen-eins-Situationen, Abschlüsse. Auch körperlich schwächere Spieler kommen so häufiger an den Ball." (Quelle)

    Und wenn ich dann die Leistung der Kinder (kognitive, physische und psychische) dazu nehme, dann wird das ganze noch komplexer - nicht nur für die Kinder, sondern auch für die Trainer und Eltern.


    Und in Bezug auf Leistungseinschätzungen (teilweise vielleicht sogar auf Leistungsfaktoren) könnt ihr gerne mal bei den Stützpunkt- und NLZ-Trainern nachfragen, die können euch da viele Geschichten erzählen, wer wie (falsch) eingeschätzt wurde - und haben selbst keine gute Quote, wie die Wissenschaft belegt.

    Mal ein Beispiel: U15 Nationalmannschaftskader 2019

    Bundesliga: 3x; 1x England; 1x Türkei (23%)

    2. Bundesliga: 3x; 2x Niederlande (23%)

    3. Bundesliga: 1x ; 1x Italien (9%)

    Regionalliga: 2x; 1x Österreich (14%)

    Verbandsliga: 3x (14%)

    Collage: 2x (9%)

    vereinslos: 2x (9%)

    Gesamt: 22 Spieler

    Thomas0815-2 : Danke für deine Anregung im anderen Thread (RE: Euch besucht der Fußballweihnachtsmann, was wünscht ihr euch ?)


    Ich war neugierig und habe mal chatgpt gefragt :)


    Eine dialektische Diskussion stellt ein Thema aus These – Antithese – Synthese gegenüber. Zum Thema „Leistung im Kinderfußball“ könnte sie z. B. so aufgebaut sein:

    1. These: Leistung ist wichtig im Kinderfußball

    Argumente:

    • Kinder lernen früh, sich Ziele zu setzen und auf etwas hinzuarbeiten.

    • Leistungsorientierung fördert Motivation, Disziplin und Durchhaltevermögen.

    • Talentierte Kinder brauchen Herausforderungen, um sich weiterzuentwickeln.

    • Wettkämpfe und Leistungsvergleiche gehören zum Sport und bereiten auf spätere Leistungsstufen vor.

    Beispielaussage:

    „Kinderfußball ohne Leistungsanspruch nimmt den Kindern die Chance, Ehrgeiz zu entwickeln und Erfolgserlebnisse bewusst zu erleben.“

    2. Antithese: Leistung sollte im Kinderfußball keine zentrale Rolle spielen

    Argumente:

    • Zu früher Leistungsdruck kann Spaß, Kreativität und Spielfreude zerstören.

    • Kinder entwickeln sich unterschiedlich schnell – Leistungsbewertungen sind oft unfair.

    • Fokus auf Ergebnisse fördert Ausgrenzung schwächerer Kinder.

    • Überbetonung von Leistung kann zu Stress, Angst oder frühem Drop-out führen.

    Beispielaussage:

    „Kinderfußball sollte ein geschützter Raum sein, in dem Freude an Bewegung wichtiger ist als Tore, Tabellen und Selektion.“

    3. Synthese: Leistung ja – aber kindgerecht und entwicklungsorientiert

    Vermittlung beider Positionen:

    • Leistung wird nicht an Ergebnissen, sondern an individueller Entwicklung gemessen.

    • Wettkämpfe dienen dem Lernen, nicht der Bewertung.

    • Trainer fördern Anstrengung, Lernbereitschaft und Fairness statt Sieg um jeden Preis.

    • Unterschiedliche Leistungsniveaus werden berücksichtigt (z. B. durch Spielformen, Rotationen, kleine Teams).

    Beispielaussage:

    „Leistung im Kinderfußball sollte bedeuten, sein Bestes zu geben und sich weiterzuentwickeln – nicht, besser zu sein als andere.“

    4. Möglicher Diskussionsabschluss

    Eine dialektische Diskussion könnte zu dem Schluss kommen, dass Leistung im Kinderfußball sinnvoll ist, wenn sie:

    • altersgerecht,

    • individuell,

    • ohne frühzeitige Selektion

    • und mit dem Schwerpunkt auf Freude und Entwicklung umgesetzt wird.

    Von dem Ergebnis war ich so überrascht (positiv), dass ich es hier teile.

    Wenn ich mich in den Kreisen umschaue, dann sind genau diese Vereine erfolgreich, die eine Neugründung bestehend aus 2-3 Altvereinen erfolgreich abgeschlossen haben. Neues Design, modernes Auftreten, keine Altlasten. Ein Verein mit vielen Möglichkeiten, mehreren Standorten und gutem Angebot.

    So sollte es sein und es freut mich, wenn das bei euch ein Erfolgsmodell ist - was sind die Erfolgsfaktoren? Welche Kennziffern spiegeln den Erfolg wieder? Mannschaftszahlen, Mitgliederzahlen, Ligenzugehörigkeit usw.


    In meinem Umkreis machen die neuen Vereine genau die gleichen Fehler wie die alten zuvor auch. Und damit wird aus wenig noch weniger. Und von "gesundschrumpfen" würde ich da auch nicht sprechen.

    Dirk Coerverfan : Thema Sozialkompetenz bei den Lehrgängen

    WFV Jugendtrainer (1990) - Lehrgangsleiter meistens Thomas Albeck - selbst sehr gut in Pädagogik und Didaktik, hat es vermittelt (meine beste Ausbildung)

    B-Lizenz (1993) - sogar Prüfungsinhalt

    DFB-Elite-Jugend-Lizenz (2009) - wenig bis gar nichts. (meine schlechteste Ausbildung - sehen auch andere Beteiligte so)


    Nicht umsonst hat der DFB die Ausbildung auch angepasst - mehr zu Trainerentwicklung als Lehrgangsausbildung.


    Nach der Anekdote von dschibi : Ich habe die 4-er Kette mit einem Seil und 4 Knoten erklärt. Da kamen die Ausbilder zu mir und lobten mich - das hatten sie noch nie gesehen (u.a. Klaus Sammer ;) ).


    Und wenn ihr hier mal die Fragen und Nöte der Trainer analysiert, dann ist die Fachkompetenz (Fußball), das geringste Problem - was für mich im Breitensport und dort v.a. im Jugend- und Kinderbereich auch nachvollziehbar ist.

    Ich würde mir folgende Fragen stellen:

    - kann ich das Verhalten auch im Training beobachten? Falls nein, kann ich es im Training erzeugen?

    - gibt es Regelmäßigkeiten für das 1. Gegentor? (z.B. zu einer bestimmten Zeit, bei bestimmten Aktionen)

    - habe ich Einfluss auf den Spielmodus? Der Eingangspost hört sich für mich nach Fußball 7 und einem Ligaspiel am Wochenende an. Kann ich bei mir im Kreis auch anders melden?


    Was kann ich beeinflussen und was kann ich trainieren?

    Die 3. Halbzeit werdet ihr nicht beeinflussen können - höchstens ihr Fahrt mit dem Mannschaftsbus oder selbst die Kinder nach Hause.

    Trainiere ich den Kopf? Trainiere ich Frustrationstoleranz/Widerstandsfähigkeit?

    Ein Auto kann ich aber nicht emotional, körperlich missbrauchen. Hier gilt es strengere Regularien für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen zu implementieren. Lieber keine*n Trainer*in, als einen schlechte*n Trainer*in.

    Was ist ein schlechter Trainer? Ich glaube, da gehen die Meinungen weit auseinander. Ich tendiere in die Richtung: Lieber jemand ohne Fachkompetenz (Fußball), als einen ohne Sozialkompetenz.

    Interessante Argumentation:

    - der andere nimmt 50 Euro Startgeld, also nehme ich auch 50 Euro Startgeld -> der andere behandelt seine Kinder schlecht, dann kann ich das auch machen ;)

    - Schiedsrichter kosten Geld -> das tun sie auch auf dem Feld -> verlangen wir auch zukünftig ein "Startspielgeld" draußen

    - Planung kostet in den Vereinen Geld -> beim Verband darf sie nichts kosten

    - warum muss es bei jedem Turnier einen Preis geben? Ist es nichts mehr Wert "nur" Fußball zu spielen?


    Weitere Fragen die sich mir stellen:

    - warum gibt es bei Hallensportarten kein Startgeld an einem Spieltag?

    - warum wird auf dem Feld Startgeld verlangt, wenn der Platz nichts kostet?

    - wie viel Hallenzeit wird bei uns verschenkt, weil man Turniere plant und nicht kurzfristig die Hallen nutzt? (auch mal nur für 2 Stunden)

    - ist das Ganze nicht ein "Nullsummenspiel"? Ich lade 7 Mannschaften ein, die Startgeld von 30 Euro zahlen und ich gehe auf 7 Turniere und zahle jeweils 30 Euro

    - Startgeld zahlt der Verein - es kommt nicht mehr Geld ins System. Essen und Trinken die Eltern - es kommt mehr Geld ins System. Aber es geht auch ohne Verkauf - sowohl in der Halle als auch auf dem Feld.


    Unser Ziel muss es doch sein den Kinder und Jugendlichen das Fußballspielen zu ermöglichen und nicht eine Gewinnmaximierung. Ich weiß das Vereine bei Turnieren und Festivals (viel) Geld verdienen, aber das sollte ein schöner Nebeneffekt und nicht das Hauptziel sein.

    Wenn der Trend so weiter geht, wird alles finanziell bewertet - und dann sind die Spiele am Wochenende in Zukunft auch nicht mehr kostenlos (sind sie heute schon nicht, nur die Kosten werden nicht umgelegt (z.B. Schiedsrichter, Platz, Kabinen usw.)).

    ScuBac : bei uns im Kreis gibt es keine Hallenrunde für U7 und U9 vom Verband aus. Die Hallenkapazitäten sind begrenzt und es gibt leider keinen Modus bei dem alle Kinder nach der neuen Philosophie spielen können.

    Bei uns gibt es HKMs von der E - A-Jugend. Bei uns im Kreis stellt z.B. die Stadt keine Halle zur Verfügung. D.h. unser Stadtpokal wird auch im Landkreis gespielt. Vom Landkreis bekommen wir ein paar Hallenzeiten zugewiesen - so dauern bei uns gerade die Spiele nur 8 min., weil wir nicht mehr Hallenzeiten bekommen. Und ja, die Planung der Halle ist einer der "undankbarsten" Jobs bei uns.

    Die Schiedsrichter werden bei uns von den teilnehmenden Vereinen bezahlt. Und die Endrundenteilnehmer haben in den letzten Jahren einen Ball bekommen.

    Thread ist zwar schon älter, aber das Thema ist für mich immer noch hoch aktuell bzw. mit den neuen Spielformen noch aktueller als zuvor. Ich bin gegen Startgeld in der Halle und auf dem Feld. Deshalb versuchen wir dieses Jahr mit unserer F-Jugend einen anderen Weg zu gehen (siehe hier).

    Zählt man als Staffelleiter bzw. Minifußballbeauftragter des Kreises zu den Offiziellen? Falls ja, dann schreibe und lese ich hier mit ;) - und ich gebe auch hin und wieder einen Link an meine Kollegen weiter.

    Dirk Coerverfan : Danke für die Links.


    Messi macht die meisten Dribblings und gewinnt 61%. D.h. ca. jedes 3. Dribbling verliert er den Ball. Ronaldo bestreitet 42% der Dribblings von Messi und hat eine Quote von 53% - d.h. er verliert in jedem 2. Dribbling den Ball (nur mal so als Anhaltspunkt für Jugendtrainer).


    Erfolgreiche Dribblings: auf 5 Dribblings pro Spiel kommt Platz 1 (54 bei 11 Einsätze) - erfolgreich sind 32 (knapp 3 pro Spiel). Bei Platz 9 sind es nur noch 3. Leider finde ich bei Ligainsider keine Definition des Dribbling.

    Das finde ich bei abseits.at - der Autor ist heute bei Bayern angestellt ;) (Rene Maric)

    "In die Tiefe gehend unterscheiden wir vier Arten von Dribblings:

    • Gegnerschlagend mit Ball: Hier wird der Gegner mit Ball am Fuß ausgespielt. Damit sind Dinge wie Übersteiger, schnelle Richtungswechsel und ähnliches gemeint. Neymar ist ein Paradevertreter dieser Spielweise.
    • Gegnerschlagend ohne Ball: Bei dieser Kategorie wird nicht durch eigene, sondern durch gegnerische Bewegungen versucht, den Gegenspieler auszumanövrieren. Xavi im Zuge von Ballannahmen könnte man zu dieser Kategorie zählen.
    • Raumnutzend ohne Ball: Hier nutzt man den offenen Raum, um sich einem direkten Zweikampf zu entziehen. Sergio Busquets macht dies zum Beispiel hervorragend über kurze Körpertäuschungen, intelligente Bewegungen und das Öffnen von Räumen, indem er Gegner in falsche Räume laufen lässt.
    • Raumnutzend mit Ball: Bei dieser Dribblingweise werden offene Räume mit schnellen Läufen und einzelnen Körpertäuschungen anvisiert und angelaufen. Messi ist die Personifikation dieser Spielweise."

    Ich trainiere mit der G- und F-Jugend sehr oft Finten (als Ballgewöhnungsübungen).

    Für die allgemeine Bewegungschulung oder Koordination kann man sowas mal einbauen

    Nachdem es so viele unterschiedliche Finten gibt, kommt das bei mir auch öfters vor. Ich nutze die allerdings auch eher nach dem Life kinetik-Prinzip - immer wieder neue Variationen/Denkanstöße.


    Exkurs: aufgrund der Frage hier interessierte es mich, ob es eine Statistik zu den vielen Tricks gibt. Ich habe keine gefunden. Weder in Christoph Biermanns "Die Fußball-Matrix" noch im Internet. Gibt es sowas?

    Alles wird gezählt: gelaufene Kilometer, Pässe usw. aber Finten nicht - und spezifische Finten noch weniger. Wenn ich die Match Facts nehme, würde ich da zu Leistung unter Gegnerdruck tendieren (hier mal Zahlen vom November 2022).


    Ich habe mich auch gefragt, wie oft sehe ich die Finten im Spiel. Einen Übersteiger (öfters - auch viele für die Galerie), einen Zidane (fast nie) oder einen Rainbow (2-3 mal in meinem Leben) - bei youtube könnte man meinen, der Rainbow entscheidet fast jedes Spiel ;) - und die Kinder wollen ihn können (nicht unbedingt G-Jugend, aber ältere) und üben ihn auch außerhalb des Trainings

    Warum sollte ein G-Jugend Spieler etwas machen, was ein C-Jugend Spieler bzw. ein Profi nicht macht? Letztere können viele Tricks und wenden im Spiel nur wenige an.

    Aber vor allem gegen stärkere Gegner reicht das zunehmenden nicht mehr.

    Würden da die Finten reichen? Wahrscheinlich nein.