Beiträge von let1612

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    Perfekter Aufbau würde ich behaupten.

    Warum? In Dritteln und Vierteln hätte ich als Trainer mehr Einfluss. Auch wenn ich die max. Spielzeit nehme, dürften Kinder mehr spielen.

    Beispiel: badischer Fußball-Verband

    F-Jugend: 50 min.; E-Jugend: 100 min.; D-Jugend: 120 min.

    Aber selbst wenn ich nur die 60 min. in der D-Jugend nehme, die viele Spieler durchspielen, könnte ich 2x 45 min. spielen. Torwart spielt 90 min. < Gesamtspielzeit von 120 min. und 8 Feldspieler + 5 Wechselspieler (13*60=780 min.) sind möglich. 8*90 min.=720 min. (< 780 min.). oder 720 min./13= 55,38 min. (< 60 min.)


    Meine Kinder haben in der Schule Sport immer als Doppelstunde (90 min.). Viele Vereine trainieren in der D-Jugend 90 min. -> ein Spiel ist nach 60 min. vorbei.


    Ich widerspreche entschieden, dass die D-Jugendlichen sich bereits auf das Erwachsenenfußball eingewöhnen müssen.

    Das unterschreibe ich. Und deshalb verstehe ich nicht, warum nicht alle Kinder gleich viel spielen dürfen. Man in 2 Halbzeiten spielen muss. Die Kinder dem Trainer ausgeliefert sind. Es so viele Auswechselspieler gibt. Ich unbedingt ein Ergebnis für eine Tabelle benötige.

    Ein D-Jugend-Spiel geht 60 min.

    Gespielt wird mit 9 Spielern.

    60 min. * 9 = 540 Minuten sind zu vergeben

    14 Kader ist möglich (5 Auswechselspieler): 540/14= 38,57 min. pro Spieler

    Torwart spielt meistens durch: 480 min./13= 36,92 min. pro Spieler

    In der D-Jugend geht es nach Leistung: 3 Feldspieler spielen zusätzlich durch: 5*60=300 min; 300/10=30 min. pro Spieler - und die 10 Spieler werden meistens auch nicht gleich behandelt.


    Da machen wir neue Spielformen in denen die Spieler auf z.B.

    F-Jugend FUNino (4er Team): 7*7min.*3= 147 min /4= 36,75 min./Spieler oder

    F-Jugend Fußball 5 (5er Team): 6*10*5= 300 min. /6= 50 min./Spieler oder bei festem Torwart 6*10*4= 240min. /5=48 min./Spieler kommen.


    Sorry, das passt für mich nicht! Ich bezweifel, dass damit wirklich der Drop out in D-/C-Jugend verhindert wird und sich die Mehrzahl der Spieler in der D-Jugend weiter entwickeln können.

    "I don’t remember the play of the goal. I have to see it in the replay. On the pitch, things go by themselves."

    Quelle und Auflösung


    Dafür trainieren wir und die Spieler können auf dem Feld gar nicht alle Informationen aufnehmen und verarbeiten - müssen sie aus meiner Sicht auch nicht.

    Trainer E : deinen Beitrag verstehe ich leider nicht. Evtl. kannst du mir helfen. Danke.

    Die spieler haben aber grundsätzliche eigenschaften schon verinnerlicht um diese dann in einer komplexen situation umzusetzen.

    Meinst du da mit "die Spieler" die Profis und dass die Jugendspieler erst noch die grundsätzlichen Eigenschaften lernen müssen? Oder meinst du mit "die Spieler" die Jugendlichen?

    Autofahren lerne ich auch nicht durch formel 1 schauen.

    Genauso wenig wie Klavierspielen (Beispiel: Damir Dugandzic) oder Schwimmen ;) - und dennoch gibt es in der Fahrschule Theoriestunden und eine Theorieprüfung. Und zumindest bei mir wurden da in der Fahrschule auch Videos gezeigt (7. Sinn) an die ich mich noch gut erinnern kann und die mein Fahrverhalten auch heute noch beeinflussen.


    Oder stellst du die Lerntheorie "Lernen am Modell" komplett in Frage?


    Wenn man nicht weiß, wie man das coacht, sind die Videos wohl eher für den Trainer als für Spieler gedacht.

    Ich gehe davon aus, dass die meisten Trainer solche Videos (z.B. Thiago) nicht kennen bzw. die Erkenntnisse daraus nicht ins Training integrieren können/wollen. Sowohl das Coaching als auch das Training so zu gestalten, dass diese Fähigkeiten erlernt/ausgeprägt werden können, ist aus meiner Sicht eine große Herausforderung - unabhängig davon, ob ich implizit/explizit oder in Übung/Spielform trainiere.


    In der Regel erkennen die Spieler von selbst, wie sie das in Unterzahlsituationen hinkriegen. Zumal wir hier von 12-14jährigen sprechen. Wenn sie es nicht hinkriegen, friert man ein und erklärt anhand der konkreten Situation.

    Das bezweifel ich in letzter Zeit immer häufiger - sowohl, dass es die Spieler selbst hinbekommen als auch das Einfrieren als Lernimpuls. Und nachdem vorher schon die Trainer angesprochen wurden, wäre hier die Methode "Lernen durch Lehren" im Einsatz und könnte evtl. auf die Jugendlichen übertragen werden.

    In der Zeit haben wir durch das coachen spielerisch einen ordentlichen Sprung gemacht.

    Die Formulierung "wir" spricht auf der einen Seite für dich (du identifizierst dich mit dem Team) und auf der anderen Seite lese ich da raus, dass die Kinder jetzt so spielen, wie du es willst.


    Wir erziehen mit diesen Methoden unsere Kinder und Jugendlichen leider nicht zu (Selbst-)Verantwortung und (Selbst-)Organisation. Würden diese Verhaltensweisen sich nur auf dem Fußballplatz zeigen, hätte ich kein Problem damit (auch wenn ich nicht verstehe, dass z.B. Bundesliga-Profis sich nicht mehr alleine warm machen können). Leider zieht sich das in unsere Gesellschaft - und Schuld sind aus meiner Sicht nicht die Kinder und Jugendlichen, sondern wir.


    PS: Ich trainiere eine C-Jugend. Ich bekomme sie nur ganz langsam zu mehr Selbstverantwortung - waren ja in der Kindheit immer 2-3 Personen neben jedem Spiel und jeder Einheit gestanden und haben den Kindern gesagt, was sie tun sollen.

    Dann sollen sich die Kinder auf dem Bolzplatz treffen.

    Welche Kinder machen das heute noch? Wo sind die vollen Bolzplätze? Evtl. habe ich da ein Wahrnehmungsproblem, aber ich sehe sie nicht und meine Kinder gehen auch auf keine - zumindest nicht, wie ich das von früher noch kenne. Da ging man hauptsächlich zum Bolzen hin und alles andere kam dazu. Heute ist es oft Treffpunkt und wenn du Glück hast, wird auch Fußball gespielt - so zumindest mein Eindruck.

    Dafür bin ich kein Trainer wenn ich kein Training anbieten brauche.

    Du bietest ja ein Training an. Ob wir im Breitensport Trainer, Coach, Betreuer, Streetworker, Animateur oder sonst etwas sind (vielleicht auch ein Mix daraus), diese Frage stelle ich mir auch oft. Mittlerweile sehe ich mich oftmals auch als Fußball-Ermöglicher:

    - Eltern lassen ihre Kinder nur noch unter Aufsicht spielen

    - Außerhalb der Vereine gibt es oftmals keinen Platz

    - die Kinder/Jugendlichen haben die Sicherheit, dass sie regelmäßig Fußball spielen können

    @all: euch ist schon bewusst, was für eine Generation wir da erziehen? Die können nicht mal 4 gegen 4 ohne Aufsicht spielen - warum? Weil wir sie nicht lassen und sie die Erfahrungen nicht sammeln dürfen. Da müssen wir als Trainer durch - und loslassen. Zum Glück sind 9jährige noch nicht auf Effizienz getrimmt.

    Aber offenbar reicht es nicht für die Profi-Karriere.

    Noch nicht.

    Womöglich hätte er bei einem anderen Trainer oder in einem anderen Verein bessere Chancen gehabt.

    Die kann er schnell wieder bekommen - es sind Kleinigkeiten die entscheiden (positiv wie negativ).


    Ich freue mich auf die Berichte im neuen Thread - v.a. auch auf die persönliche Entwicklung (vom kontrollierten NLZ-Internat in ein "Studentenwohnheim" :)).

    Nachdem hier einige sind, die schon viele Festivals mitgespielt haben, würde mich mal interessieren, wie sie sich die Spielrunde ab 2024/25 vorstellen, wenn in der G- und F-Jugend nur noch Kinderfußball (Minifußball) gespielt wird.


    Das fängt bei der Meldung an. Wollt ihr in der G-Jugend Fußball 2 und Fußball 3 bzw. in der F-Jugend Fußball 3 und 5 oder wollt ihr euch da am Anfang gleich auf nur eine Spielform festlegen?


    Wollt ihr vom Verband für die Spieltage eingeteilt werden oder wollt ihr euch selbst die Festivals aussuchen? Wollt ihr mit einer festen Anzahl an Mannschaften an den Festivals teilnehmen oder selbst flexibel gestalten? Wollt ihr einen vorgegebenen Spielbetrieb (z.B. wöchentlich, 14-tägig usw.) oder wollt ihr das selbst bestimmen? Möchtet ihr wöchentlich wechselnde Gegner (Vereine) oder eher dieselben?


    Ich persönlich bin für hohe Flexibilität. Dies würde im Gegenzug allerdings bedeuten, dass die Trainer sich mehr einbringen müssten - so wie gerade in vielen Kreisen (ich muss mich entscheiden, bei welchem Festival ich teilnehme und mit wie vielen Teams). Kann man das von allen Trainern erwarten?


    Heute im 7 gegen 7 wird konsumiert. Ich (bzw. der Jugendleiter) melde meine Mannschaft, werde eingeteilt in eine Gruppe, man sagt mir wann ich Auswärts- und wann ich Heimspiel habe und gegen wen. Flexibilität ist hier keine gegeben.


    Die Flexibilität funktioniert heute bei uns (ca. 6-8 Festivals am Wochenende). Funktioniert das auch noch, wenn alle Mannschaften daran teilnehmen (ca. 30 Festivals in einem Jahrgang am Wochenende)?


    Deshalb würde mich interessieren, ob ihr eher für Flexibilität oder für straffe Organisation seid - und in welchen Bereichen (Spielform, Anzahl an Teams, Gegner usw.) was überwiegt. Im Voraus schon mal Danke.

    "Pep hatte mit seinen Analysen immer recht, seine Maßnahmen sind fast immer genau so aufgegangen wie geplant. In der Folge hat die Mannschaft ein Stück weit das eigene Denken eingestellt. ... am Ende dieses fantastischen Prozesses hat er die Mannschaft nicht so wachsen lassen, dass sie die letzten Schritte auf dem Weg allein gehen konnte."

    Quelle und Auflösung


    Zusatz aus meiner Sicht: vor allem in der Kindheit und Jugend sollten wir die Spieler und Mannschaften zu eigenen Schritten und Lösungen ermuntern und sie auch zulassen.

    Mal wieder etwas in Bezug auf die jüngeren Jahrgänge. Das Stuttgarter Modell.

    "Wir möchten Talente unserer Region frühestmöglich identifizieren, ihre Entwicklung begleiten und grundsätzlich viel präsenter in der Region sein. Unser langfristiges Ziel ist es, dass Spieler aus dieser Region im VfB-Trikot in der Bundesliga spielen und nicht bei einem anderen Verein."

    Thomas Krücken (Quelle: stuttgarter-zeitung.de)