Beiträge von let1612

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    Hier ein paar Fakten zum Stützpunkt (gefunden bei facebook DFB Stützpunkt Nürnberg:(

    - seit 2002: ca. 170.000 SpielerInnen gefördert

    - seit 2002: 14.000 Wechsel in ein Leistungszentrum

    - in der Saison 2020/21 waren 46% der in Deutschland ausgebildeten Spieler schon mal im Stützpunkt.


    Und hier ein Interview unter dfb.de

    "Mit Blick auf die Kader der derzeitigen weiblichen U-Nationalmannschaften kann eine sehr hohe Quote von Nationalspielerinnen verbucht werden, die zuvor im DFB-Stützpunkt waren. (Stand 2022: 87%, Anm.d.Red.)."


    Sind das Qualitätsmerkmale oder wäre es nicht schlimm, wenn es nicht so wäre?

    In meine Augen: gute Kommunikation und gelebte Flexibilität

    So muss das auch sein. Bei mir ist es allerdings meistens so, dass die 9er Teams mir vorher nicht Bescheid sagen, ob sie mit 9 oder 11 spielen - und das ärgert mich, weil bei 11 kann ich 16 Spieler einsetzen und bei 9 nur 14. Das macht also auch für mich einen Unterschied, wie viele Spieler ich mitnehmen kann.

    Querpässe sind für eine F wirklich untypisch, es sei denn man impft ihnen das explizit ein. Aber selber würden sie nicht auf die Idee kommen. Kinder wollen immer in Richtung Tor.

    Würde mir da keine Sorgen machen, das bringt man denen recht schnell bei, wenn sie ab E oder D etwas weiter sind.

    Dieses Zitat beschäftigt mich. Hier ein paar Gedanken dazu:

    - sind Pässe für eine(n) F-Jugendliche(n) untypisch? wenn ich von der Ich-Bezogenheit in dem Alter ausgehe, würde ich sagen, dass ein Kind in dem Alter lieber den Ball hat (dribbeln, Torschuss) als ihn abzuspielen. Somit würde ich sagen, Pässe sind untypisch.

    - das Sicht-/Blickfeld (peripheres Sehen) eines Kindes in dem Alter ist eingeschränkt bzw. noch nicht komplett ausgebildet. Somit sind wahrscheinlich Pässe in Blickrichtung (nach vorne) häufiger als zur Seite oder nach hinten. Wenn die Pässe in der F-Jugend nach vorne gespielt werden, dann würden die Kinder richtig stehen bzw. den Ball richtig annehmen - und somit wäre die "offene Stellung" automatisch vorhanden.

    - sind es in der F-Jugend überhaupt überwiegend (zielgerichtete) Pässe?

    - beim FUNino in der F-Jugend sehe ich teilweise Pässe zur Seite - stehen ja auch 2 Tore an den Seiten (immer in Richtung Tor). Meine Kinder haben viel FUNino im Training gespielt und somit hin und wieder auch einen Querpass im 7 gegen 7-Spiel (war er zielgerichtet?). Von einimpfen will ich da aber nicht reden.

    - wenn ich meine C-Jugend Jungs und Mädels ansehe oder auch viele Erwachsene, dann wurden ihnen in der E- und D-Jugend zu viele Querpässe und Pässe nach hinten beigebracht. Der Pass nach vorne ist häufig Trainingsschwerpunkt bei den Teams.

    - in der G-Jugend muss man den Kindern öfters sagen, wo das Tor steht. Sie wollen den Ball haben und dribbeln. Somit ist aus meiner Sicht das Richtung Tor bei Kindern auch keine Eigenschaft/Verhaltensweise von Geburt an (sie dribbeln oftmals in den freien Raum - und ja, der kann auch Richtung eigenes Tor sein)

    kickplan.de hat Ulrich Liebsch (Eishockey) interviewt - sehr interessant aus meiner Sicht.


    Beim Punkt Sterne erreichen, müsste das aus meiner Sicht beim Fußball allerdings anders umgesetzt werden - da wäre evtl. die Idee "Wandertrainer" aus meiner Sicht für den ersten Stern eine sehr gute.

    Keine andere Sportart, aber ein anderer Wettbewerb: DFB-Schulcup

    Dort gibt es vor dem Spiel einen Technikwettbewerb, der auf das Spielergebnis Einfluss hat. Es wird nämlich mit 1:0, 0:1 oder 1:1 gestartet. Wäre das auch eine Idee für den normalen Spielbetrieb? (siehe DFB-Schulcup)

    In der Theorie ist der Stützpunkt aus meiner Sicht eine gute Sache. In der Praxis sieht es oftmals anders aus.

    - mehrere Spieler von einem Verein (warum begrenzt man das nicht auf 3 SpielerInnen pro Verein?)

    - teilweise werden Spieler durch den Stützpunkt zu einem Verein gelenkt. Handelt es sich um einen leistungsorientierten Verein, der den Kindern eine langjährige hohe Spielklasse anbieten kann, dann ist das für mich OK. Nicht OK ist für mich, wenn das "Vereinshopping" vorherzusehen ist (z.B. Bezirksoberliga in der D-Jugend, aber in der C- und B-Jugend und v.a. A-Jugend nur "Kreisliga"). Ich habe kein Problem mit Stationen Breitensport -> Leistungssport -> BFV-NLZ (bayerische Nachwuchszentren) -> NLZ

    - Qualitätskontrolle des Trainings (zum Beispiel auf Trainingsdurchführung, Transparenz, Kommunikation und Trainerqualität) scheint mir sehr ausbaufähig

    - Transparenz gegenüber den Spielern und Eltern (z.B. warum hat es gereicht bzw. warum hat es nicht gereicht?)

    - ausschlaggebend ist aus meiner Sicht oft die aktuelle Leistungsfähigkeit und nicht das Potential

    - Kommunikation und Austausch der Verantwortlichen ist aus meiner Sicht auch sehr ausbaufähig (SpielerIn wird zur Regionalauswahlsichtung öfters eingeladen und im Stützpunkt aussortiert - auch ohne eine Feedback)

    - aus meiner Sicht wird auch enormer Druck aufgebaut und oft gewechselt - ist für mich nicht unbedingt ein Qualitätsmerkmal für die Auswahl/Einschätzung des Potentials der Kinder

    -> und mein größter Kritikpunkt ist, dass ich nicht sehe, dass man diese Punkte verbessern will.

    Die beiden Verteidiger sind quasi IV, zwei aus dem Mittelfeld sind dann AV.

    Genau.

    Ich hab schon so oft versucht denen klar zu machen, das wenn sie sich einschalten, es gar nicht zu einem Ballverlust kommt und selbst wenn, es unsere Restverteidigung auch in Unterzahl verteidigen kann weil wir das eben sehr intensiv trainiert haben und sie genug Zeit haben wieder nach Hinten zu laufen.

    Wenn man den Kindern sagt, sie spielen Mittelfeld, dann laufen die aus meiner Erfahrung eher nach als wenn man sie als Verteidiger nominiert.


    Ein weiterer Vorteil aus meiner Sicht ist, dass 2 Verteidiger meistens nicht mit der Stürmeranzahl des Gegners 1 oder 3 aufgeht. Dadurch müssen sie automatisch verschieben und sich absprechen (Kommunikation). Bei 3 Verteidigern wird es oft zu einem 1 gegen 1 in der Mitte und an den Flügeln - so zumindest meine Beobachtungen (Gegnerorientiert anstatt ballorientiert).

    Das 2-3 ohne die 1 könnte auch eine Mittelfeldformation sein mit 2 defensiven Mittelfeldspielern und 3 davor.


    Der entscheidende Punkt bei der Viererkette ist, das Vier Spieler die geringste Anzahl an Spielern ist, um die gesamte Breite des (Groß-) Feldes abzudecken.

    Bei den Erwachsenen würde ich dem sofort zustimmen. Wenn ich die Größenverhältnisse in der Jugend nehme, passt das aus meiner Sicht nicht.


    Themen wie Kette sind für mich auch Gruppentaktik und eher etwas für ambitionierte D-Jugend und C-Jugend. Die Grundlagen Kommunikation und ballorientiertes Verhalten kann man ja trotzdem fördern.

    aber zumindest in meinem Verband darf ein Kind nicht mehr als ein Spiel pro Tag bestreiten.

    Das ist in vielen Verbänden so, aber auch in deinem Verband wird es Turniere geben und da gibt es eine maximale Spieldauer pro Tag.

    Als Vorbereitung auf die Viererkette spiele ich konsequent 3 - 2 - 1 mit der Aufforderung an die "Außenverteidiger" sich beim Angriffsspiel mit einzuschalten.

    Das kann ich gar nicht nachvollziehen und würde mich über eine Erklärung freuen. Aus meiner Sicht bereiten die 3 hinten gerade nicht auf eine Viererkette vor. Bei einem 2-3-1 könnte ich das noch nachvollziehen. Zudem ist mir der Sprung von Fußball 7 auf Fußball 11 zu groß - da ist ja noch Fußball 9 dazwischen. Welche Grundformation wählt ihr da?

    Noch was wirklich Erfreuliches: ein "schwer verletztes" Kind, dass unbedingt ein Pflaster wollte, hat mein "unsichtbares Pflaster" akzeptiert und es anschließend jedem gezeigt :)