Beiträge von let1612

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    Lt Hannes Wolf bin ich mit 6 Kids, 1 Spielfeld perfekt in der Betreuung.

    DFB-Trainingsphilosophie Seite 11:

    Bambini: Spielformen dürfen 2-gegen-2-Varianten nicht übersteigen. Das bedeutet, dass wir bei den Jüngsten

    besonders viele Felder benötigen. Hierfür wollen wir Eltern als Spielfeldbegleiter in das Training integrieren. Der beste

    Betreuungsschlüssel ist dabei bei einem Begleiter pro vier Kinder gegeben.

    F-Junioren: In dieser Altersklasse dürfen die Spielformen maximal auf 3 plus TW gegen 3 plus TW vergrößert werden.

    Zudem benötigen wir für jeweils sechs Spieler (ggf. plus zwei Torhüter) einen Spielfeldbegleiter.


    Das ist z.B. ein Punkt, den ich bei der Trainingsphilosophie nicht mitgehe. Zum einen will ich keine Eltern im Training integrieren (das machen wir bei unserem Fußball 3-Bolz ohne Trainer. Den organisieren die Eltern.) und zum anderen will ich Bolzplatz-Mentalität (da waren früher auch keine Eltern mit dabei). Am Wochenende nehme ich die Eltern gerne als Spielfeldbegleiter mit - und da muss ich mehr die Eltern als die Kinder coachen ;)

    wie ihr bei #30 schon gesehen habt, diskutiere ich lieber anhand von Bildern. Hier mal 3 Videos von youtube:


    a) https://www.youtube.com/watch?v=KuphByVPT5A

    Kritikpunkte:

    - ich trainiere kein Zeitspiel

    - ich möchte Lösungen an der Eckfahne (man könnte es auch dort trainieren und nicht im Mittelkreis)

    - manche Schiedsrichter pfeifen das zurecht ab – Sperren ohne Ball, weil der Spieler den Ball gar nicht spielen will


    b) https://www.youtube.com/watch?v=XImowZZO5Gg

    Kritikpunkt:

    - warum soll ich in Ballbesitz Gegendruck erzeugen? Ich drehe mich um den Gegner herum und gehe dem Druck aus dem Weg. Da kann man von vielen Kampfsportarten lernen, die die Kraft des Gegners für ihre eigene Aktion nützen.


    c) https://www.youtube.com/watch?v=A3AMT1cRzmw

    Positiv:

    - kann man auch mit kleineren Kindern machen

    Kritikpunkt:

    - Arme werden meistens nicht regelkonform eingesetzt.

    - Abstand zum Ball – den sollte ich weiter spielen können


    Die Rauf- und Rangelspiele gehören aus meiner Sicht bei den Kleinen auch dazu – sind aber nicht Fußball (Beispiele: 959.pdf?Date=16.04.2024-11:17:09)


    Exkurs/Bonus: hier noch Grätschen ohne Körperkontakt - https://www.youtube.com/watch?v=GEd-B48xoVA

    Ich war und bin aber hier der festen Überzeugung, dass das auch zum Fußball dazugehört.

    Eines meiner Prinzipien ist "stehen bleiben", d.h. auf den Füßen bleiben. Egal ob im Zweikampf oder beim Torschuss.

    Ein Spieler auf dem Boden hilft überspielt meistens nichts mehr. Die meisten Spieler grätschen den Ball unkontrolliert weg oder ins Aus (2x habe ich keinen Ballbesitz). Sollte doch mal ein Spieler in Ballbesitz bleiben, vergeht von grätschen und wieder aufstehen um das Spiel fortzusetzen auch einige Zeit (Gegenbeispiel: Philipp Lahm, da war das oftmals eine Bewegung).

    Was braucht man für das Grätschen bzw. den Zweikampf: Abschätzen von Geschwindigkeiten und Abständen, Rhythmusgefühl, Fallschule u.a. - manches kann man mit den Kindern trainieren (z.B. Fallschule und Rhythmus), manches kommt erst mit der Entwicklung der Kinder (z.B. Abstände und Geschwindigkeiten)

    Da sich sonst niemand dazu bereit erklärt zu helfen, haben wir ein Limit von 12 Kids aufgerufen. 2 Teams a 6 Kids.

    So können wir gezielt auf die Entwicklung eingehen und den Kids das geben wofür sie da sind.

    Fußball ist wichtiger als das Leben ;)

    Welche Betreuungsschlüssel gibt es im Kindergarten?

    Welchen Betreuungsschlüssel in der 1. Klasse (ältere G-Jugend oder jüngere F-Jugend)?


    Ich überlege mir immer wieder, ob wir einen zu niedrigen Betreuungsschlüssel haben ("Helikopter-Trainer")? Können sich die Kinder auch mit weniger Aufsicht/Anleitung von Erwachsenen entwickeln?

    Mit D1:9+2 Wechsler, D2 Twin14+4Wechsler und D3:7+2 Wechsler sind für unsere Rechnung 38 im Einsatz.

    Auch eine Möglichkeit zu rechnen. Mir sind das allerdings zu viele Wechselspieler - z.B. beim Twin: warum nicht nur 3? Dann spielt man 1x mit 2 und 1x mit einem Wechsel. Die kann man zwischen den Feldern hin und her wechseln.

    Auch sonst, tendiere ich nur zu einem Rotationsspieler - die meisten Kinder können durchspielen.

    Internationale Haerte : für die Förderliga muss man sich bewerben - es gibt dort keinen Aufstieg. Es gibt Kriterien, die man erfüllen muss. In den letzten Jahren haben hierfür neben den BFZ auch hauptsächlich die Absteiger aus der BOL sich beworben (meine subjektive Wahrnehmung) ;)

    Für die Bezirke gibt es keine Vorgabe :) - und für die Kreise nur, dass es ein Angebot geben muss.

    Der Verbandsjugendleiter steht voll hinter D7 Twin - bei den Bezirks- und Kreisjugendleiter habe ich keinen Überblick

    Internationale Haerte : Der Verband ist der BFV und dieser organisiert die NLZ-Nachwuchsrunde (die wollen selbst den Twin) und die Förderligen (die müssen Twin spielen, wenn sie dort mitspielen wollen).

    Im Bezirk (Bezirksoberliga) und im Kreis (Kreisliga, Kreisklasse und Gruppe) entscheiden die Bezirke und die Kreise. Und in den meisten Kreisen wird es eine freiwillige Teilnahme geben. Und da meldest du wahrscheinlich eher deinen Jungjahrgang als deinen Altjahrgang (letztere haben ja schon eine Saison D9 hinter sich). Und somit ist wahrscheinlich das Niveau auch niedriger.

    Wir sind ein ambitionierter Verein mit vielen Kindern. Was mache ich wenn ich am Spieltag antanze mit 15 Kinder und der Gegner hat gerade mal 8 Feldspieler.

    Dann lief bei der Einteilung etwas schief. Zum einen wurde dann die Anzahl der Spieler nicht berücksichtigt und zum anderen auch nicht die Stärke (ambitioniert gegen ich habe nur 8 Spieler).

    Und wieder ein Spiel, dass ohne großen Körpereinsatz entschieden wurde - PSG gegen Inter.

    Entschieden durch Körperbeherrschung und nicht durch Körpereinsatz ;)

    Vor dem 2:0 wird ohne Körpereinsatz eine Ecke verhindert :)

    Das 4:0 ist auch weit weg von perfekter Technik.

    In Minute 7/8 wurde Regel 12 korrekt ausgelegt - schubsen von Inter. In der 2. Halbzeit nochmals - das es sogar dem Reporter auffiel.


    Trainiert Körperbeherrschung (z.B. Koordination, Balance, Schnelligkeit usw.) anstatt Körpereinsatz (v.a. Arme und Hände foulen gerne) in jungen Jahren. Davon haben die Kinder mehr.

    Die Kinder 1 bis ca. 12 werden zur neuen E2, die Kinder 13 bis 20 zur neuen E3 (genaue Aufteilung ist noch nicht fest).

    E2 und E3 können dann nicht trainieren, was sie am Wochenende spielen.

    Mit max. 8 Kindern in der E3 beim Training stelle ich mir ein abwechslungsreiches Training in Spielformen auch schwer vor.

    In letzter Zeit mal die Links ausprobiert?

    Danke für den Tipp. Jetzt sollte es wieder besser aussehen :) - Problem erkannt: die Pflege - aber es ist zumindest noch online ;)


    Siehst du das als ausreichend an was der Verband DFB da anbietet?

    Nein. Sonst hätten wir nichts eigenes gemacht.


    Würdest du sagen der Verband bietet die Informationen strukturiert und übersichtlich an?

    Sind sie für jeden leicht zugänglich?

    Nochmals Nein.


    Wie würdest du es gerne sehen?

    a) wie kickplan.de

    b) wie der Niederländische Verband

    c) wie der Deutsche Handball-Verband


    Wie oben erwähnt, tendiere ich immer mehr zu den Regeln/Richtlinien und Rahmenbedingungen.

    Wir haben für unsere Trainer eine eigene Internetseite: Coachingzone

    Wird sie genutzt? Teils teils.

    Ich finde auch das Booklet des DFB sehr gut. Ab Seite 52 sind da auch Einheiten drin.

    Wird es genutzt? Teils teils.

    Die "alten" Inhalte des DFB sind mittlerweile unter fussball.de - wie hier schon festgestellt.

    Wird es genutzt? Teils teils.


    Bei google und youtube findet man auch Inhalte - können die neuen Trainer*innen diese einordnen. Teils teils.


    Ich habe in den letzten Jahren gelernt, dass viele Trainer*innen ihr Training dem Wettkampf anpassen.

    Wir spielen (Gesellschaftsspiele) relativ viel in unsere Freizeit. Was machen wir da? Zuerst die Regeln und den Ablauf der Spiele in der Spieleanleitung lesen.


    Somit bin ich immer mehr der Meinung, dass man das den Trainern an die Hand geben sollte und wenn sie sich daran halten schon viel gewonnen ist. Beispiel Richtlinie Minifußball in Bayern:

    - sie machen kleine Spielformen

    - sie spielen auf 4 und auf 2 Tore

    - wenn sie es nachmachen, spielen und laufen die Kinder ausreichend (viele Trainings, die ich sehe, da stehen die Kinder mehr als das sie sich bewegen)

    - Spielfeldvarianten decken alles ab (Dribbling, Passspiel, Orientierung usw.)

    Wenn dann noch der Jugendleiter seinen Job macht (Jugendordnung:(

    - z.B. Ballgrößen für das Training (ganz wichtig für das Techniktraining - mit einem 5er Ball werde ich einem Bambini beim Stoppen oder Schießen nicht gerecht, da kann ich die besten Coachingpunkte beachten, es wird falsch)

    Und zu guter letzt noch die Fußball-Regeln (v.a. Regel 12: Fouls und sonstiges Fehlverhalten).

    Auch Wissenschaftler diskutieren und streiten miteinander ;) - und das ist auch gut so. Und auch Wissenschaft entwickelt sich weiter.


    Constantin : H. Reinders hat das unter "Objektkontrolle" eingeordnet. Er bezieht sich auf Vescovi at al (2011) - siehe hier

    Und der machte mit Fußballerinnen folgende Tests ("High-level female soccer players (n=414) were evaluated on linear sprinting (36.6 m with 9.1 m splits), countermovement jump (CMJ), and two agility tests.")


    H. Reinders setzt sich auch kritisch mit Verbandsvorgaben auseinander :) (siehe hier).