sportbuzzer.de (23.04.2019) - Brandenburg
Beiträge von let1612
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Für Herrn Illgner: Der BFV führt FUNino ab der U9 (F-Jugend) abwärts ein. Ab der U10 (1. Jahr E-Jugend) wird mit Torspieler gespielt - da sind die Jungs mindestens bis zum Jahreswechsel 9 Jahre alt und nicht 10 oder 11 wie in der Überschrift des kicker Artikels steht. Und selbst beim FUNino kommt der Torspieler nicht zu kurz, wie die Grafiken in meinem Post
Funino - Startschuss in Bayern
verdeutlichen.
Hier noch 2 Beispiele, dass es auch anders geht.
"Mit 8 Jahren wurde er in die Schülermannschaft des TSV Haar aufgenommen. Zunächst als Turner, wobei er sogar Kreismeister wurde.
Bis zum Alter von 16 Jahren spielte er beim TSV Haar, mal als Stürmer, mal als Torhüter." Sepp Maier - Quelle
Luca Plogmann (Werder Bremen):
„Ich habe schon überall gespielt, meistens auf der linken Seite. In der U15 war mein erstes Jahr im Tor. Wir hatten ein Hallenturnier und unser Torwart war krank. Da musste ich einspringen. Wir haben das Turnier gewonnen und ich wurde bester Torwart, obwohl ich gar kein Torwart war. Seitdem bin ich Keeper.“ Quelle
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Das Thema ist ja nicht ganz neu. Ich hatte Ende der 80iger Jahre in der F-Jugend auch ein Kind (spielte später Landes- und Bezirksliga), welches 1h Fahrtzeit bis zum Training hatte. Der Vater sagte der Junge wechselt zu euch oder zu einem anderen damaligen Zweitligist (auch 1h Fahrtzeit), obwohl damalige 3. Liga vor der Haustüre war. Einziger Unterschied zu heute, wir trainierten nur 1x und nicht 2-3x wie es heute normal ist.
Das Kinder nur in einem Umkreis von ca. X km spielen dürfen, ist auch keine Lösung, weil wir in Deutschland nicht nur Ballungsgebiete haben. Schaffen wir die NLZs im unteren Bereich ab, treten an ihre Stelle die ambitionierten Amateurvereine. Ich bin mir auch nicht sicher, ob die Wettbewerbsform (FUNino) das positiv beeinflussen wird.
Was wären andere Lösungsmöglichkeiten?
- Schulmannschaften statt Vereinsmannschaften
- keine Vereinsmannschaften bis zur E-Jugend (an jedem Spieltag/Festival werden die Kinder Mannschaften zugelost)
- andere Wettkampfform mit Fußball in Verbindung mit Leichtathletik, Geschicklichkeit und weiteren 1-2 (Ball-)Sportarten
Was wären eure Vorschläge? Nur an die Vernunft der Eltern zu appelieren wird aus meiner Sicht scheitern.
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Trainer91 : ich bin ja noch eine Antwort schuldig
- hier ein paar Punkte (ohne Vollständigkeit)- die Noten sagen oftmals mehr über den Lehrgangsleiter als über die Teilnehmer aus
- Qualität ist stark vom Lehrgangsleiter abhängig
- Kreativität und eigenes Denken wird nicht belohnt -> Anpassung führt zu guten Noten bzw. zum Bestehen
- viel Theorie und wenig Praxis
- "Laborbedingungen"
- Lizenz sehe ich eher als Teilnahmebestätigung als ein Qualifikationsnachweis
- Einnahmequelle (Lizenz und Fortbildungen)
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Talentsuche in der F-Jugend - ein Beitrag bei sport inside im WDR
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Aus meiner Sicht ein interessanter Artikel zum Thema Trainertypen: fupa.net
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Hier der Link zum BFV Talentsichtungstag
und auch da ist es
"Die E-Jugend-Mannschaften treten künftig in Turnieren (FUNino) gegeneinander an und können so im vertrauten Vereinsumfeld und in einer möglichst praxisnahen Situation ihr Können unter Beweis stellen."Und ja, einige Sichtungstrainer sind darüber nicht glücklich.
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@Skiwer: was ist Teamgeist? ein Beispiel für eine Definition
Und ja, ich komme da von Familie zu Ehe ("in guten und in schlechten Zeiten" - ist sowohl im Trauversprechen als auch im Bayern Lied). Was erleben denn die Kinder? Wo leben wir erwachsene Teamgeist vor? Wenn wir ihn nicht Vorleben, warum sollten ihn dann die Kinder haben?
Früher hielt eine Ehe eine Leben lang. Man spielte in einem Sportverein von der E-AH. Warum? Oftmals aus Abhängigkeit oder Mangels Alternativen. Heute ist das anders.
Ich brauche heute keinen Teamgeist mehr. Wir sind in so vielen Teams. Wäre ich da immer "ergriffen oder aufgeregt", hätte ich den Zustand fast durchgehend in meinem Leben (und würde wahrscheinlich "ausbrennen"). Ich brauche Werte (z.B. zu seinem Wort stehen, eine komplette Saison zu spielen) oder Verantwortungsgefühl (z.B. meine Aufgabe wahrzunehmen) um mal 2 zu nennen.
Und was ist das Team heute beim Fußball? 11, 14(15) oder 22 Freunde? Werden Freundschaften auf dem Spielfeld geschlossen oder eher außerhalb? Was tragen wir Erwachsene dazu bei? Wenn ich nicht als Trainer ein Essen oder Event ausrufe, sind die Spieler nach dem Training und Spiel weg. Warum? Weil sie es so wollen? Oder weil die Erwachsenen irgendwelche Termine haben?
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zum Thema "Teamgeist":
- Scheidungsquote in Deutschland: 1960 - 10,66% und 2017 - 37,67%
- Eheschließungen in Deutschland: 1991 - 454.291 und 2017 - 407.493
- Arbeitnehmer im Alter von 15 bis 30 Jahren: Mitte der 70iger: 834 Tage beim selben Betrieb und 2009 652 Tage
- Betriebszugehörigkeitsdauer 2014: 10,9 Jahre -> macht bei 45 Jahren bis zur Rente 4 Arbeitgeber
- "11 Freunde müsst ihr sein" (Jugendbuch, 1955, Sammy Drechsel, Roman spielt in den 1930igern) - seit 1967 sind Auswechslungen gestattet (Ausnahme war die Qualifikation zur WM 1954 und England ab 1965).
- es gibt Nachweise zu aufgabenorientierter Kohäsion, dass diese die Leistung tendenziell erhöht, nicht aber zu sozialorientierter Kohäsion. Erfolge des Teams beeinflussen Kohäsion positiv.
- Vereinstreue (01.07.2018-01.10.2018) - durchschnittliche Vertragsdauer der Kaderspieler: Real Madrid 5,84 Jahre; FC Barcelona 5,36; Bayern München 5,26; Gladbach 3,48; Basel 1,52; Grasshoppers 0,87
- Durchschnittliche Verweildauer im Verein
- wie werden Noten, Zertifikate und Lizenzen in Deutschland vergeben? individuell!
Der Sport (Verein) spiegelt die Gesellschaft wieder. Vereine (Mannschaften), die sich abschotten, werden nicht lange leben.
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Meine Beobachtung ist folgende: die meisten F-Jugend-Mannschaften bei mir im Kreis kommen mit min. 2 Begleitpersonen (Trainer/Betreuer; Trainer/Co-Trainer). Weiterhin kommen bei der F-Jugend noch viele Elternteile mit, die alle meinen sie wären Trainer (wenn ich mir die Kommentare und "Anfeuerungsrufe" so anhöre). Somit kann ich mir nicht vorstellen, dass man für die Festivals nicht 3/4 Begleiter (z.B. 3(4)*4 Spieler=12(16) Spieler) findet. Und ganz ehrlich, im ChampionsLeague-Modus würde ich das auch alleine machen, weil die Kinder hier außerhalb des Platzes nicht mehr Hilfe benötigen, wie heute beim 7 gegen 7 (und auf dem Platz sogar weniger, weil ich muss nicht nach Zeit auswechseln).
Und das Training läuft wie heute ab - da finde ich heute Trainer oder auch keine (ist ja unter der Woche und da arbeiten die meisten). Dieses Argument ist aus meiner Sicht keines bzw. der Vortragende hat die Idee/Philosophie hinter FUNino noch nicht verstanden.
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Trainer91 : Ich habe zwar die DFB-Elite-Jugendtrainer-Lizenz, aber mein Ausbildungsweg war noch ein ganz anderer. Bei mir wären die 10 Punkte in der B-Lizenz erst für die A-Lizenz interessant gewesen.
Und ich stehe mittlerweile der ganzen Lizenzierungsthematik sehr kritisch gegenüber.
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"Ziel muss es sein, mehr Individualisten auszubilden, technisch starke Spieler. Weniger Konzeptspieler - mehr freche Straßenkicker. Dabei halte ich das Drei-gegen-drei auf Minitore für alternativlos, um mehr Ballaktionen zu haben, Eins-gegen-eins-Situationen, Abschlüsse. Auch körperlich schwächere Spieler kommen so häufiger an den Ball."
Julian Nagelsmann - Quelle: Kicker.de
Oder Sandro Schwarz im gleichen Artikel: "Ich empfinde das als gute Idee, weil die Kinder im Drei-gegen-drei mehr Ballaktionen bekommen. Durch die höhere Wiederholungszahl kann die Balltechnik noch besser geübt und verinnerlicht werden. Auch auf vier Tore spielen zu lassen halte ich für vorteilhaft, da so die Orientierung auf dem Platz verbessert werden kann."
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Hannover 96 - Kindertrainertag
u.a. mit 2 vs. 2, 3 vs. 3 usw.
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onkel1978 : das Thema Ergebnisse auf der Homepage (siehe Funino - Startschuss in Bayern) hatten wir hier schon unter #349 - #354. Ich fand die Idee mit den Bildern gut - ich habe allerdings schon alle Mannschaftsbilder selbst gemacht, weil die Trainer mir nichts geliefert haben. Genaueres zum Spiel schreibe ich auch auf - hier finde ich es allerdings etwas blöd, wenn nur Berichte meiner Mannschaft erscheinen würden. Ohne Ergebnis (gespielt oder S/U/N) fanden auch viele "blöd". Man könnte natürlich gar nichts veröffentlichen, aber dann fragt sich der Besucher auch, was da los ist. Und nachdem ich auch der Meinung bin, dass Aktualität auf eine Homepage gehört, ist das ein Kompromiss für mich. Wobei ich sagen muss, dass ich Ergebnisse nicht verdamme. Sie gehören für mich im Sport dazu. Was man nicht unbedingt benötigt sind Tabellen (Aggretation bzw. Addition von Ergebnissen). Und ich muss mich nicht unbedingt an den Ergebnissen orientieren - die Kinder machen das nicht und sagen trotzdem nach einem Spiel einem das Ergebnis, wenn man sie fragt wie es war. Und selbst bei den FUNino Festivals gibt es Ergebnisse - ChampionsLeague-Modus und das ist auch gut so - nur wissen werden sie die Kinder hinterher nicht mehr.
Die Ergebnisse sind nicht das Problem. Erst wenn ich mein Handeln aufgrund von Ergebnissen leiten lasse (und ja, da bin ich auch nicht 100%ig davon befreit), dann wird es zum Problem aus meiner Sicht.
Nur mal nebenbei: ergebnisorientiert ist ja schon, wenn ich mir stärkere oder schwächere Gegner suche bzw. abwäge, wer gegen wen spielen soll

Für andere Lösungsvorschläge bleibe ich weiterhin offen
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ist nicht von mir, aber ich habe den Link noch

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ich bin auch gespannt, was bei uns passieren wird: augsburger-allgemeine.de
Wir sind auf jeden Fall darauf vorbereitet (Link)
Habt ihr noch ein paar positive Vereinsberichte? Danke.
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"Unser Hauptziel ist es nicht, dem Erfolg nachzulaufen, sondern auf dem Platz Vergnügen am Spiel zu haben."
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Ich finde sowohl hinten raus spielen als auch die langen Abschläge nicht gut, wenn es nicht eine bewusste Entscheidung der Kinder ist. Und für mich ist das nicht nur eine Entscheidung des Torspielers, sondern auch der Feldspieler (wo bieten sie sich an?).
Die Aufnahme mit der Hand der Rückgabe würde ich verbieten - macht entwicklungstechnisch auch keinen Sinn, wenn man später sie nicht mehr machen darf.
Meinem Torspieler in der F-Jugend sage ich immer, dass ich vor einem Abschlag einen Namen hören will und so kann ich feststellen, ob er den Ball nur "vorprügelt" oder gezielt schlagen will (bewusst). Die Feldspieler werden angehalten, dass sie sich auch anbieten - die bekommen schon mal die Frage, ob sie anspielbar sind oder ob der Torspieler den Ball so weit bringen kann.
Mir ist das "bewusst" wichtig, weil oftmals kommt es mir vor wie Automatismen (sowohl die langen Abschläge als auch das hinten raus spielen) und nicht wie situative Entscheidungen.
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Ein Bericht von fussballn.de - kleiner Vergleich Bayern - Saarland
