Beiträge von ParkerS

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    Bei allen guten Argumenten hier, dass Wechsel von Jugendlichen und jungen Erwachsenen normal seien, darf man nicht vergessen, dass auch die Trainer emotional sein dürfen. Darum geht hier doch auch im Frustabbau(!) Thread. Und Enttäuschung gehört auch dazu. Man baut über mehrere Saison eine Mannschaft auf, entwickelt Spieler und innerhalb von ein, zwei Wochen wird man komplett zurückgeworfen. Ich kann den Frust von Charles De Goal voll nochvollziehen.


    Bei Goodie ist es auch etwas anders, wenn ich das richtig mitbekommen habe, gibt sie die Kids jedes Jahr, spätestens jedes zweite Jahr, die wieder ab. Ihr Ziel ist es die Spieler- und Spielerinnen in einem Jahr möglichst gut zu entwickeln.

    Bei Charles De Goal ist das ganz anders und er möchte die Erfolge (auch seine eigenen) verstetigen. Denn nicht nur Spieler wollen möglichst alle Spiele gewinnen, auch die Trainer. Vielleicht sollte er aber die Einordnung in eine schwächere Staffel überlegen, es sei denn die drei Spieler waren in dem Team die absoluten Überflieger.


    Ich teile übrigens let1612 's düsteres Bild des Fußball. Das jugendliche Spieler nicht immer rational denken, hat Goodie ja richtig dargestellt. Aber dann sind doch die Trainer und Vereine gefordert, nicht die Jungs von den anderen Vereinen abzuwerben. Das ist ja für einige hier im Thread scheinbar ganz normal. Wenn einzelne Spieler absolute Überflieger sind, dann macht es ja Sinn. Und die Spieler und die Eltern sollten aber auch erkennen, was für Folgen der Wechsel für seine Mitspieler hat. Ich könnte aus dem Stehgreif jedes Jahr zwei Mannschaften nennen, die in unserem Kreis nennen, die wegen der abwerbung von anderen Vereinen auseinander gebrochen sind, mit der Folge, dass die halbe Mannschfat dem Fußball den Rücken zugekehrt haben.

    Ich habe mich heute in den Mädchen Fußball und speziell in unsere temporäre Mannschaft verliebt. Die Mannschaft sollte es eigentlich nur für diese eine Turnier geben.


    Turnierletzter geworden, aber das war mir noch nie so egal wie heute. Spielerisch war das Turnier auf mittelmäßigen Niveau. Ich glaube aber das es in der Alterklasse 1-2 Jungenteams gibt, die bei diesem Turnier den letzten Platz belegt hätten. Die Fairness während des ganzen Turniers (außer ein Trainer): In 10 Spielen, die ich gesehen habe, ein Foul.


    Und unsere Mädchen: Wir waren 9 Stunden unterwegs. Ich habe einmal gemeckert. Die Mädchen haben nicht ein schlechtes Wort untereinander gewechselt. Und man haben die miteinader gefeiert. Hätten die Eltern die Kinder nicht vom Treffpunkt abgeholt, würden die wahrscheinlich immer noch tanzen, singen und feiern.

    Ich kann nur immer wieder Danek sagen für diesen Thread.


    Aktuell überwiegt bei mir der Frust am Jugendtraining und da hilft es enorm auch einmal von Problemen zu hören die nicht meine sind. (Bin ich deswegen ein schlechter Mensch?) Die meisten Probleme lassen sich bei mir auf die Unzuverlässigkeit/Unwissenheit der Eltern zurückführen. Das ist ja auch keine neue Erkenntnis.


    Pele10 Ich hatte eine problemmannschaft, die auch auseinander zu fliegen drohte. Hohes Leistungsgefälle, fehlende laufbereitschaft, Stinkstiefel im Team, Mangelnde Selbstkritik, Erfolgslosigkeit. Das hat sich alles etas gedreht, als ich begonnen habe im Mannschaftsbus als Mannschaft zu den Spielen zu fahren und auf der Fahrt richtig Party zu machen. Das Team ist jetzt deutlich zusammengerutscht, Stinkstiefel Nr. 1 ist der Mannschafts-DJ, spielerische Erfolge stellen sich mittlerweile auch ein. Bei einem anderen Team klappt das aber leider nicht.


    Coach1976 Mich würde einmal interessieren, wie du Vereinsidentifikation erzeugen willst, ohne die Mannschaften hoch zu hängen. Ich habe eher die Beobachtung gemacht, dass Vereinsidentifikation im Fußball vor allem aus dem Zusammenhalt in der Mannschaft entsteht. Das mag später im höheren Alter passieren, wenn die 1. Herren mal anklopft.


    Hakendran Ich habe einen Spieler bei mir, der scheinbar wirklich extrem dumm ist. Der treibt mich jede Woche zur Weißglut. Der hat mit 12 un 3 Jahren in meinem Team immer noch nicht begriffen, was Abwehr oder Sturm ist. Wann Ecke oder Einwurf ist. Mit links oder rechts brauche ich nicht kommen. Der benimmt sich meistens ordentlich, aber zerstört fast jede Trainingseinheit, weil er auch im xten Durchgang die Übung nicht kapiert hat (die anderen verstehen das i.d.R. auf Anhieb, selbst der Ukrainer, der kaum deutsch spricht). Manchmal hat der Junge aber Geistesblitze und vernascht 5-6 Gegenspieler. Für mein Gemüt wäre es besser, den aus der Mannschaft zu nehmen, aber er hat ein Anrecht auf Training und Spiele, wie jeder andere Spieler auch.

    Heute hatte ich wohl das schlimmste Hallenturnier, das ich je erlebt hatte:


    Fing in der eigenen Mannschaft an: Keine Negativrückmeldung von Spielern, die nicht da sind. Ich musste bei vielen Nachfassen. Ein Spieler ist einfach nicht gekommen, obwohl er am Vortag noch zugesagt hatte. Ein Spieler hatte den falschen Wochentag im Kopf. Ich habe es nicht rechtzeitig zum Treffpunkt geschafft. Daher hat ein Spieler (D1) das Navi bedient und den falschen Ort eingegeben. Damit wir es noch rechtzeitig schaffen, mussten sich die Spieler auf der Fahrt umziehen.

    Die Spieler haben an ihre Leistungen im Training unter Woche angeknüpft. (Am Montag habe ich leistungstechnisch das schwächste Training in meiner Trainerzeit erlebt.) Soweit zu dem "selbstverschuldeten" Chaos.


    Aber was sonst in der Halle abging, hat mich absolut sprachlos gemacht. Die Trainer von 3 der 6 Mannschaften sollten in meinen Augen lieber ihr Amt niederlegen. Es wurde so laut geschrieen, dass die Schiedsrichterpfiffe kaum wahrgenommen wurden. Eigene Spieler wurden regelrecht zusammengefaltet. Selbst bei hohen Führungen wurden die Kinder angepeischt (sehr lautstark) auch noch das 7:0 oder 8:0 zu erzielen. Ein Trainer war beim Spiel (seiner Mannschaft) so im Tunnel, dass er einen Spieler von mir beim Betreten der Halle (um in die Umkleide zugelangen) rausgeschubst (!) hat. Positiv war eigentlich nur, dass alle Schiedsrichterentscheidungen akzeptiert wurden.


    Die Krönung für mich aber: Staffelleiter und die besagten 3 Trainer, meinten wir hätten unsere Mannschaft nicht melden dürfen, weil die viel zu schlecht spielen würden. Dieser Satz ist gefallen, als meine Spieler gerade bei der Turnierleitung vorbeigegangen sind. Wir waren/sind der Underdog, dass war uns bewusst und mit Ausnahme von 2 Spielen haben wir auch mächtig Haue bekommen. Die Jungs wollen aber Wettkämpfe haben. Ich würde die Spieler auch lieber einen Jahrgang tiefer spielen lassen. Das lassen die Regeln aber leider nicht zu.

    Goodie Jaja, der dicke Paul. Wäre auch immer ein eigenen Eintrag im Thread wert. Lauffaul, foult, beklagt sich über Schiris, möchte ständig diskutiern, beleidigt Mitspieler, unzuverlässig, sein Team verliert immer die Trainingsspielchen, weil er immer in die schlechtere Mannschaft gesteckt würde und aufgrund seines Volumens muss immer ein Sondertrikot besorgt werden. So ein Exemplar habe ich auch.

    Aber sonst nein, in meinem Team ist der Wunsch gegen schwächere Teams zu spielen sehr ausgeprägt. Könnte aber daran liegen, dass mehr als 2/3 der Spiele veloren wurden und teilweise Teams versucht haben, uns regelrecht abzuschiessen.


    hoeness2 Bei besagten Spieler der gerade gewechselt ist habe ich auch überlegt ihn einen Wechsel zu raten, vor dem Hintergrund, dass er bei mir nie sein volles Potential abgerufen hat. Vielleicht hilft bei ihm etwas Konkurrenzdruck. Ich hatte auch einmal einen Spieler zu deren Eltern ich gesagt habe, dass ich dem Spieler nicht mehr im Mannschaftstraining viel beibringen könnte, weil er bereits technisch und von der Spielintelligenz sehr fortgeschritten war. Ein Mädchen hat im NLZ gespielt und ich habe ihr eine andere stärkere Jungenmannschaft vermittelt, in der sie mit Zweitspielrecht spielte.


    Aber das sind die Ausnahmen, ansonsten rate ich immer allen Spielern vor einem Wechsel ab. Ich bin im Breitensport unterwegs. Und mehr als die Hälfte der "Top-Spieler" landen, wenn sie durchhalten, später in der Kreisliga. Der Weggang der Topspieler, die ja meistens auch die Führungsspieler sind, führt nicht selten zu einem Auseinanderbrechen der Mannschaften. Das beobachte ich jährlich mindetens 3-4 mal bei uns im Landkreis.

    Ich möchte eingangs noch einmal erwähnen, dass es um Frustabbau ging. Und es frustet schon, wenn man regelmäßig durch Spielerwechsel (ergebnistechnisch) zurückgeworfen wird.


    ScuBac Bis einschließlich U12 wird bei uns nur bis zur Kreisliga gespielt. Je nach Jahrgang gibt es 2-3 Ligen. Und bei den Wechseln ist es doch sehr auffällig, dass die Spieler nicht zum 3- oder 5-platzierten Team wechseln, sondern zum Serienmeister oder dem engsten Verfolger.


    Constantin Ein klares "Jein". Ich denke, dass viele schwächere Spieler aufhören, weil sie nicht auf genügend Einsatzzeiten kommen und/oder zu wenig Erfolgserlebnisse (Siege) haben. Wenn dieser Aspekt eliminiert werden könnte, würde der Drop-Out schwächerer Spieler nur geringfügig niedriger sein. Während der erste Teil meiner Aussage empirisch nachgewiesen ist, handelt es sich beim zweiten lediglich um eine These.

    Ob es im Jugenfußball leichter ist, eine Spitzenmannschaft zusammen zu halten, bezweifle ich. Denn es gibt immer eine noch bessere Mannschaft, die dann diese Spieler (mit niedriger Vereinsbindung) wieder einsammelt. Das ist dann Karma :) .


    Coach1976 In Ballungsgebieten gebe ich dir Recht (unter der Einschränkung von Goodie, ob Leistungssport schon im Kinderfußball beginnen sollte). Im ländlichen Raum führen die Spielerwechsel der Leistungsträger aber häufiger zur Auflösung der ganzen Mannschaft.

    Und sind wir doch mal ehrlich: am meisten Spaß macht es, wenn man mit und gegen ähnlich gute spielen kann.

    Die Aussage ist zu pauschal. Ich behaupte mal (mein persönlicher Eindruck) weit mehr als die Hälfte der Kinder möchte lieber hoch gewinnen als gegen gleichstarke Mannschaften zu gewinnen.


    Es kostet eine Menge Energie/Zeit die Spieler nach (teilweise deftigen) Niederlagen wieder aufzubauen. Daran scheitern auch viele Trainer/Mannschaften. Gerade im Kinderfußball verschwinden (in unserer ländlichen Region) vor allem die Mannschaften die in den Spielen weniger erfolgreich abschneiden.

    Und schon wieder ein Abgang. In meiner 2011er Mannschaft. Jedes Jahr verliere ich einen der Top3 Spieler aus meiner Mannschaft. Die Mannschaft hat sich gut entwickelt: vom einstigen Kellerkind ins obere Mittelfeld. Kaum zeigen sich bei den Spieler erste Erfolge, dann geht es zum Ligaprimus.

    - "alte, weiße Männer" in verantwortlichen Positionen im Sportverein

    Das Problem ist nicht, dass es alte, weiße Männer sind, sondern dass sich viele wie diese verhalten.


    Und das ist tatsächlich, was mich am meisten ärgert. Alle wollen verkrustete Strukturen aufbrechen, neue Wege gehen, kritisieren Ergebnisorientierung statt Weiterentwicklung, propagieren altergerechtes Training, bemängeln fehlende Vereinstreue, werfen den Verbänden fehlende Innovationen vor.

    Und dann schaut man in die Mannschaften oder Vereine. Es werden Spieler ab der E-Jugend von anderen Mannschaften abgeworben. Schwächere Spieler bekommen nur die letzten 3 Minuten Einsätze und auch nur wenn es nicht knapp ist. Laufeinheiten ab der D-Jugend. 3 vs 3 wird gleich ganz ablehnt, weil es ja kein richtiger Fußball wäre.


    In ein paar Jahren gehöre ich zu der oben genannten Kategorie. Ich hoffe aber, dass ich nie wie einer handle.

    In Niedersachsen sind die Vereine verpflichtet, den ÜL-Zuschuss an die Übungsleiter weiterzugeben. Passiert (im Jugendbereich) aber in der Regel nicht, weder bei uns im Verein noch bei vielen anderen Vereinen in der Umgebung. Dafür übernehmen die Vereine die Kosten für den Lehrgang.

    Ich weiß von mind. 3 Vereinen, bei denen die Trainer den Lehrgang selber zahlen mussten, dort geht der ÜL-Zuschuss an die Trainer.

    Ich habe das in einer E-Jgd. mal so probiert: 2x Training die Woche. 1x ist für jeden Spieler Pflicht, wer möchte, kann 2x kommen. Hat aber nicht so ganz geklappt. Die besseren Spieler waren 2x da, andere kamen teilweise gar nicht. Das hat zu Unzufriedenheit bei den Mini-Messis in meiner Mannschaft geführt.


    Aktuell gehe ich einen ähnichen Weg. Ich habe einen festen Trainingstermin in der Woche und einen unregelmäßigen zweiten Termin. Das hat aber mehr damit zu tun, dass ich nicht immer zu zwei Trainingseinheiten in der Woche Zeit habe.


    Übrigens muss es auch nicht immer ein zweiter Sport sein. Musik, Pfadfinder, Feuerwehr etc. sind für mich auch akzeptabel.

    Du hast die Frage doch schon selbst beantwortet. Das ist bei Kindern normal. Du sagst, dass es schon einmal anders war. Das kann an so irrsinng vielen Faktoren liegen.


    Die Spielstärke des Gegners, die Physis des Gegners (waren alle ein Kopf größer). Beim Training spiele ich zum Aufwärmen ein Rugby-Variante, zuerst ohne Körperkontakt und wenn es die Situation hergibt, schränke ich die Regeln weiter ein. Die Spieler sollen so die Angst vor Kontakten verleieren.


    Das Verhalten der gegnerischen Trainer und Eltern. Sei selber immer Vorbild, verhalte dich draußen ruhig, lob deine Spiele und vermittel ihnen, dass sie während des Spiels nicht auf Zurufe hören sollen (außer dem Schiedsrichter, wenn ihr schon welche habt).


    Am Wahrscheinlichsten sind aber Dinge, die sich außerhalb des Fußballplatzes abspielen. Da kannst du schwer drauf Einfluss nehmen.

    Dein Jugendleiter sollte über DFBnet den Staffelleiter anschreiben und erklären, dass der Gast nicht angetreten ist (Kopie an Gastverein). So wird bei uns im Kreis gemacht. Bei Nichtantritt kann dem Gegner eine Geldstrafe drohen. Bei uns wird das Spiel dann 5:0 gewertet.

    Die dunkle Seite des Sports ist stark in mir: U12 (9er) zu Saisonbeginn mit 21 Spielern. Von drei Spielern habe ich mich getrennt, weil die wiederholt kurzfristig abgesagt haben (keine Lust) oder einfach nicht zu den Spielen aufgekreuzt sind. Einer ist neu dazu gekommen.


    Für ein Auswärtsspiel morgen haben sich 12 Spieler abgemeldet, 2 Spieler haben sich gar nicht zurückgemeldet. Zu früh, zu spät, Geburtstag...

    Ich würde auf jeden Fall den Trainer ansprechen.


    Ich hatte einmal einen Spieler, der mich als ungerecht empfunden hat. In meinen Fall ging es vor allem darum, dass ich den Spieler weniger loben würde als andere Spieler. Ich hatte den Eltern damals erklärt, warum ich so gehandelt habe. Ich habe mehrere Gespräche mit dem Spieler geführt. Wir sind aber nicht mehr auf einen grünen Zweig gekommen. Nach den Gesprächen habe ich besonders darauf geachtet (Anzahl des Lobs sogar gezählt). Ich habe dem Spieler noch geholfen, eine neue Mannschaft in unserer Spielgemeinschaft zu finden. Das Empfinden war so stark, dass der Wechsel am Ende die beste Lösung für den Spieler war.

    Ich habe mit "Platzwarte!" angefangen, weil die bei vielen Vereinen -zumindest bei uns im Umfeld- eine spezielle Spezies sind. Häufig etwas grummelig. Am liebsten soll auf den Plätzen gar nicht gespielt werden, weil die Qualität des Rasen darunter leidet. Das gehört auch irgendwie dazu. Genauso wie der Kassenwart, der Stacheldraht im Portemonnaie hat.


    Unser Platzwart ist dann noch etwas spezieller. Wir Jugendtrainer werden fast jede Woche angepflaumt. Die Kinder und Jugendlichen machen den Platz, wo die Tore stehen kaputt. Immer machen wir Training, wenn er den Platz beregnen möchte. Die Jugenspiele sind immer dann, wenn er keine Zeit zum Abkreiden hat. Warum spielen 9er und 7er Mannschaften am selben Tag. Warum werden Jugenspiele ständig verschoben? Dafür ist der Platz in einem Topzustand. Der B-Platz in einem besseren Zustand als die meisten A-Plätze. Die Linien sind auf weniger Milimeter genau. Deswegen nimmt man das Meckern auch hin, entschuldigt sich und macht trotzdem weiter wie zuvor. Eigentlich machen wir uns schon fast einen Spaß daraus.


    ScuBac Es gibt nur einen groben Belegungsplan für die Plätze (den ich sogar zur Vereinfachung erstellt habe). Die Kommunikation fand immer direkt zwischen mir und Platzwart statt. Als er mir am Vortag gesagt hat, dass wir nicht auf den A-Platz könnten habe ich wörtlich gesagt: "Ok, kein Problem, dann gehen wir halt auf den B-Platz."

    Ich stimme deiner Aussage zu, dass es Blödsinn wäre, deswegen den Verein zu wechseln. Das ist nur ein weiterer Baustein. Schwerer wiegt eher die (Nicht-)Reaktion des Vereinsvorsitzendens. Nicht eingehaltene Zusagen. Fehlende finanzielle Ausstattung der Jugendmannschaften. Insgesamt halt weitere Indizien, welchen Stellenwert der Jugendfußball in unserem Verein hat.


    Btw.: Der Beitrag sollte dem originären Zweck dieses Zwecks dienen: Frust ablassen! Aber, danke für die Hinweise.

    Platzwarte! Unser Trainingslager sollte mit einem Turnier als Vorspiel für die erste Herren enden. Am Vortag dann die Mitteilung, dass wir nicht auf den A-Platz könnten, weil der Platz durch den Befall von Larven stark geschwächt ist. Ärgerlich, dafür habe ich aber Verständnis. Wofür ich aber keinerlei Verständnis habe, ist dass der Platzwart während des Turniers auf den B-Platz kam und sagte, wir müssen aufhören, weil sich dort ja die Mannachaften warm machen müssten.

    Ich hatte Mühe und Not mich zurückzuhalten, den nicht direkt vor den Kindern anzuschreien. Habe mich aber geweigert den Platz mit den Kindern zu verlassen. Der liebe Vereinsvorsitzende versteht meinen Ärger nicht. Ob das noch mein Verein ist, ich weiß es nicht.

    Am Wochenende habe wir mit drei Mannschaften ein Trainingslager veranstaltet. Ging Freitag mit dem Punktspiel einer Mannschaft los und Ende am Sonntag vor dem Punktspiel der Herren. Fünf Trainingseinheiten und ein Turnier. Wir haben am Sportplatz übernachtet (wenn die endlich mal geschlafen haben). Fussballerisch hat sich wahrscheinlich kaum jemand weiterentwickelt. Die Hälfte der Zeit haben die übermüdeten Kinder sich gefetzt, abwechslungswiese auch mit mir.

    Aber das hat uns so stark zusammengeschweißt. Das gilt für Spieler und Trainer. Am Montag fünf Neuanmeldung von Freunden der Spieler.

    Ich kann Coach1976 und Follkao nur zustimmen.


    Allein, dass die euch das "Angebot" in der/für die F-Jugend gemacht haben, sagt schon viel über den Verein/Mannschaft/Trainer aus. Ekelhaft. Bringt der Spieler nicht die erwünschte Leistung, wird er vermutlich abgeschoben. Das muss ein Kind in dem Alter auch erst einmal verkraften, ohne den Spaß am Fußball zu verlieren.


    Und in der F-Jugend geht beinahe ausschließlich darum, die Freude am Fußball zu entwickeln. Ich selber nutze den kleinen Rest für Dribbling und Zweikampf. Der Punkt von Malikinho mit den Kompensationshandlungen ist wohl theoretisch korrekt, aber in meinen Augen sehr praxisfern. Dann müsste ich meinen Spielern ja verbieten in Schule und Freizeit nicht mit den älteren Kindern/Geschwistern zu spielen. Und wenn wir Trainer ehrlich zu uns sind, findet dort mehr als die Hälfte der Entwicklung statt. Wir Trainer sollten uns da nicht zu ernst nehmen.

    Das Strahlen im Gesicht von Kindern... Bei mir hat gerade ein Junge angefangen zu spielen. Vom Typ her extrem zurückhaltend, wirkt im Training beinahe emotionslos, teilweise unmotiviert. Vom Leistungsvermögen hinkt er etwas zurück. Bislang keine Bindung zu Spielern aus meiner Mannschaft. Mein Gefühl hat mir gesagt, dass er schnell wieder aufgibt. Ich bin bei dem gestern vorbeigefahren, weil ich mit seinen Eltern noch einige Dinge klären musste (Vereinsbeitritt, Passantrag usw.). Der Spieler war stolz wie Oskar, dass sein Trainer vor der Tür stand. Bei seinen Geschwistern war er in diesen Minuten der King.


    U10: Beim letzten Training (90 Minuten Miniturnier) ein Mädchen da, die nach den eigenen Aussagen noch nie Fußball gespielt hat. Ich musste ihr erklären, worum es überhaupt geht (Tore schießen und verhindern). Nach 20 Minuten der erste Ballkontakt, nach 60 Minuten konnte sie mit den anderen Kids mithalten, das letzte Spiel hat sie fast im Alleingang entschieden, defensiv alles abgeräumt, 2 Tore geschossen. Die saugt jeden Hinweis förmlich auf und setzt ihn sofort um.