Beiträge von ParkerS

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    Im Herrenfußball hat wir mal ein Codewort, bei dem alle Spieler von Quatsch machen auf Fokus umstellen sollen. Hat bei einigen Spielern geklappt.


    In dem 8:4 Fall war es wahrscheinlich so, wie Ballaufpumper es beschreibt. Wenn kein Gegnerdruck da ist, dann gelingen viele Sachen. Bei hohen Führungen sollen meine Spieler den Gegner im Angriffdrittel z.B. nicht mehr angreifen. Das alleine führt dazu, dass sich ein Spiel komplett drehen kann.

    Fussball.de hat auch Probleme mit den Spracheinstellungen am Handy. Bei einem Spieler, dessen Smartphone auf arabisch eingestellt ist, werden die Ergebnisse falsch herum angezeigt. Wenn ich über mein Smartphone oder den PC schaue, dann stimmt alles. Das könnte vielleicht den Dreher erklären.

    (War übrigen ganz lustig: Der Spieler erklärte mir immer, dass die Mannschaft seines Bruders seines Bruders Zweiter wäre und noch aufsteigen könne, dabei war es Rang 8.)


    Beim 22:1 bzw. 19:1 (wtf) könnte das Ergebnis beim vollständigen Ausfüllen des Spielberichtes angepasst worden sein. Dann wird das Ergebnis, dass eine Stunde nach dem Spiel eingetragen werden musste, überschrieben.


    Ob das Gründe sind, kann ich nicht sagen, aber es wären Erklärungsansätze.

    Es spielen da wirklich zu viele Faktoren mit rein, um die Situation wirklich beurteilen zu können. Und ich kenn die handelnen Personen nicht. Ich kann nur sagen, welche Gedanken ich mir in seiner Situation gemacht hätte.


    Der Satz "Die Tür zur ersten steht immer offen." hat den Spieler wahrscheinlich wie ein Dampfhammer getroffen. Der Spieler ist 33 Jahre, der entwickelt sich nicht grundlegend weiter, es sei denn, er hat Fitnessdefizite.Er fühlt sich wie der Notnagel, wenn drei Spieler sich verletzen, dann wäre er wieder gut genug.

    Wenn der Spieler 15 Jahre in dem Verein gespielt hat, wechselt der jetzt auch nicht mehr. Bei der Aussage darum, sein Ego aufzupolieren. Viele Möglichkeiten hat er auch nicht. Entweder wechselt er die Liga/Kreis oder zu einem Team, dass über euch oder auf dem selben Niveau in der Tabelle steht.


    Aktuell sieht es nach einem Machtkampf zwischen dir und dem Spieler + seinem Vater aus. Und trotz der Versicherung des Vorstandes, hinter dir zu stehen, bist du der Underdog. Selbst wenn der Spieler geht, ist der Vater immer noch da.

    Auch wenn das jetzige Verhalten des Spielers wirklich übel ist, wirst du wohl in den sauren Apfel beißen müssen und bei dem Spieler für die unsensible/unpassende Kommunikation um Entschuldigung bitten müssen. Schließe aber das Kapitel erste Herren für den Spieler!

    Irgendwie erinnert mich die Situation an Löw und Ballack. Die hatte ein klärendes Gespräch. Ballack ist rausgegangen und war überzeugt bald wieder in der Nationalelf zu spielen und Löw hat sich die Hände gerieben, weil er der Meinung war, Ballack mitgeteilt zu haben, dass er raus ist.

    addi73 Da muss ich dir in bei ahe allen Punkten widersprechen.


    Haftbar sind Vorsitzender und Stellvertreter, nur die sind im Vereinsregister eingetragen. Das ganze würde noch zusätzlich durch einen Vorstandsbeschluss legitimiert. Belege (Welche Belege gibt es denn für Aufwandsentschädigungen?) sind gerade nicht notwendig und das entlastet Kassenwart und den jeweiligen Mannschaftsverantwortlichen. Ich könnte dir aus den Stehgreif drei Vereine nennen, die das so machen.


    Es geht doch auch darum, die alten nicht funktionierenden Strukturen aufzubrechen und das Traineramt attraktiver zu machen. Es kann doch nicht sein, dass ein Trainer noch Geld für sein Ehrenamt mitbringen muss. Wie will ma denn junge Erwachsene (Schüler, Studenten, Auszubildene) als Trainer gewinnen?

    Ursprünglich sollte das Beispiel mit dem Außenverteidiger dafür herhalten, zu zeigen, dass es halt Spieler gibt, die man kaum gegriffen bekommt. Aber vielen Dank für die Einwürfe, weil die helfen, das noch einmal zu reflektieren.


    Zum Spieler: Helikopter-Mutter, Einzelkind. Wohl auch aus diesen Gründen gelingt es mir bei diesem Spieler kaum ein persönliches Verhältnis aufzubauen. Die anderen Spieler sehen in mir eher einen großen Kumpel. Dieser Spieler ist mit den Freiheiten, die die Spieler bei mir bekommen, überfordert.


    Grundsätzlich sind Spielformen bei mir immer erste Wahl, erst wenn sich dort nicht die erhoffte Entwicklung einstellt, gehe ich zu Trainingsübungen über. Zum Einzelcoaching gehe ich erst über, wenn einzelne Spieler hinter den Rest der Mannschaft zurückliegen. In diesem Fall vermute ich, dass der Spieler Probleme im Umschalten von Offensive auf Defensive hat. In der Offensive sollen die Spieler nach außen rücken in der Defensive eher in die Mitte. Das sind wahrscheinlich, die Wenn-Dann-Regeln die Skriwer meint, oder?

    Trainer E , ich bin mir nicht sicher, was du mit Positionsspielen meinst. Machen die in einerU12 (nächste Saison) wirklich Sinn? Bislang habe ich wirklich jede Position auch während der Spiele durchrotiert. Wobei ich davon in der kommenden Saison auch planmäßig abrücken werde (9er Mannschaften).

    Ja. Das Geld geht ja in die jeweilige Mannschaftskasse. Es geht darum, wie die gefüllt wird.


    Ich kenne das von drei Nachbarvereinen, die so vorgehen. Da sind es 600€ pro Mannschaft pro Jahr. Daraus sollen alle Investitionen der Mannschaft getätigt werden. Bälle, Trainingsmaterialen, Schiedsrichter, Mannschaftsfeiern, Mannschaftsfahrten/feiern oder eben eine Aufwandsentschädigung für Trainer.

    Aber etwas Dampf muss ich jetzt auch los werden:


    Seit sechs Jahren kämpfe ich bei uns im Verein dafür, dass jede Jugendmannschaft bei uns ein festes Budget erhält, dass von der Mannschaft/Betreuer/Trainer verwaltet wird. Die jeweilige Mannschaft/Betreuer/Trainer soll dann selbst entscheiden, wofür das Geld verwendet wird. Ich bezwecke damit zwei Dinge. Zum einen soll der Aufwand für die Trainer/Betreuer verringert werden, da diese nicht mehr einzeln jede Ausgabe vorher anmelden und einen Monat auf ihr Geld warten müssen oder die Anfrage sogar ablehnt wird. Zum anderen sollen die Mannschaften auch die Möglichkeit haben, einen Trainer oder Co-Trainer mit diesem Geld zu bezahlen. Ein direkte Bezahlung von Jugendtrainern lehnt der Verein ab.


    Wir sprechen von drei Jugendmannschaften. Das Budget soll 400€ pro Saison betragen. Jedes Jahr gibt es eine neue Begründung:


    1. Es muss eine Kontrolle darüber geben, wofür das Geld verwendet wird. (Würden sogar jährlich nachträglich ein Nachweis bekommen.)

    2. Kein Vertrauen in die Kassenwarte der Mannschaften. (In die jetzigen schon, aber es könnte ja auch jemand anderes kommen.)

    3. Die Mannschaften hätten keinen Bedarf für das Geld. (Obwohl angefragt?!)

    4. Eine der Mannschaften hat doch einen guten Sponsor. Die benötigen das Geld nicht. (Die anderen dann auch nicht.)

    5. Die anderen Vereine in der JSG müssten alle den gleichen Betrag bezahlen. (Die Diskussion führe ich dann in 5 statt 1 Verein.)

    6. Das Geld gibt es nur, wenn der Verein auch eine Gegenfinanzierung hinbekommt.


    In diesem Jahr bin ich besonders glücklich über die Aussage. Der Verein hat das Aufstellen einer Ergebnisanzeige mit 2.500 € bezuschusst. Damit hätte man zwei Jahre lang die drei Jugendmannschaften finanziell ausstatten können.

    Aber das beantwortet auch die Frage, warum die letzten 8 Jahre ein Jugendspieler bei den Herren angekommen ist. Und die nächsten 2 Jahre auch niemand da ist. Und das erklärt auch, warum in diesem Zeitraum im Schnitt pro Jahr netto 1.000 € Ausbildungsentschädigung für neue Spieler in der Herren ausgegeben werden mussten.

    Doofenheinz, ich habe einen Spieler der seine Sache als Außenverteidiger (wenn es ihn dort hinrotiert) recht gut macht -wenn der Ball auf seiner Seite ist. Ist der Ball auf an der anderen Außenlinie, steht er häufig in Nähe der eigenen Eckfahne. Während seine Mannschaftkameraden das über Spielformen recht schnell gelernt haben, fruchten die bei ihm nicht. Wenn ich durch Fragestellungen versuche herausauszukitzeln, warum eher vorrücken soll, dann bekomme ich jede Woche eine andere Antwort. Wenn ich ihn während des Spiels coache, dann spielt er meistens komplett vogelwild.

    Der war anfangs recht talentiert, in den letzten drei Jahren ist aber über die Hälfte der Spieler an ihm vorbeigezogen. Das ist bei dem eine Blockade im Kopf. In der Schule ist er auch backen geblieben.

    Bevor alle nach Equal-Pay rufen (das wäre eher eine politische Diskussion) sollte der DFB die hohen Einschaltquoten nutzen, um beim nächsten großen Turnier höhere Fernsehgelder auszuhandeln. Die höheren Einnahmen können dazu genutzt werden, die Prämien der Damen anzuheben.

    Es könnten auch die Prämien der Herren gesenkt oder zumindest eingefroren werden. Die wenigsten oder kein Spieler spielt aufgrund der Prämien in der Nationalmannschat. Das große Geld wird in den Vereinen oder durch Sponsoren-Verträge verdient.


    Den gemeinnützigen Verein DFB sollte man aus der Diskussion auch außen vor lassen. Auch die Sportvereine vor der Tür sind gemeinnützig. Würden hier alle Übungsleiter die gleiche Aufwandsentschädigung bekommen, dann können die alle gleich Insolvenz anmelden. Oder alternativ werden die keine Trainer finden, die ab Kreisliga aufwärts eine Mannschaft betreuen werden (Die Prämien der Spieler lasse ich außen vor, auch dass ist eine andere Diskussion.).

    Beim DFB würde es auch bedeuten, dass Voss-Tecklenburg das gleich Gehalt bekommen würde wie Hansi Flick. Könnte sich das der DFB leisten? Oder hätten wir dann nicht nicht eher einen 2.-Wahl-Trainer ohne internationale Erfahrung.


    (Für mich) abschließend zur EM: "Die Spitze ist breiter geworden" (Berti Vogts). Vor allem dieser Fakt macht den Damenfußball zumindest bei den internationalen Turnieren viel interessanter. Und die Art der Spielweise unterscheidet sich mittlerweile sehr. Gegen Frankreich technisch stark und sehr fair. Im Finale dann sehr physisch und dadurch auch ruppig.

    Ersteinmal: Das war gestern wirklich ein ansehnliches Spiel. 9+5 Minuten toller Fußball und viel Leidenschaft.


    Spieler-papa hat was soziale Medien angeht wirklich recht. Die Kommentare der vieler Männer über Frauenfußball sind unterirdisch und zum Fremdschämen. Hier hatte ich aber nie den Eindruck und Kritik war immer sachlich. Es muss erlaubt sein wie Charles De Goal zu sagen, dass man mit Frauenfußball nicht warm wird. Und dann muss die Mei ung auch akzeptiert werden, ohne dass gleich Vorwürfe gemacht werden.


    Zweifelohne gibt es viele Dinge, die im Frauenfußball besser sind. Speziell bei der DFB-Elf der Zusammenhalt und die Leidenschaft. Auch der "Marketingscheiß", den raptorroger ansprichtmag ich nicht. Auf der anderen Seite dürfen sich dann die Frauen aber auch nicht über Equal Pay und schlechtere Trainingsbedingungen beschweren. Es gibt nicht nur schlecht und nur gut.


    Ich werde am Sonntag wieder mitfiebern. Und dann im Fernsehen bis zur WM kein Damenfußball schauen. Kreisliga-Fußball von meinem Verein werde ich mir wohl nie im TV angucken, selbst wenn es möglich wäre. ;)

    Fluffi Geht es nich auch darum, wie die Attraktivität des Damenfußballs erhöht wird? Nicht jede Idee, wie man den Sport anpassen kann, ist doch nicht gleich ein Abqualifizierung.

    In der jetzigen Form schaue ich Damenfußball Amateur-Bereich überhaupt nicht an, im Profi-Bereich schaue die Deutschlandspiele alle 2 Jahre. Herrenfußball ist dann doch attraktiver. Genau wie Handball oder Basketball. Bei Tennis oder Volleyball ist es übrigens genau anders herum.


    Goodie Müsste man halt ausprobieren, was besser passt.

    Interessant, dass Jungs mit 13 Jahren bereit sein sollen auf dem Großfeld und mit "normalem" Ball spielen zu können aber erwachsene Frauen das nicht, bzw nur unzureichend umsetzen können?!


    Die Abstufung aufs 9er Feld wäre für mich ein Grund die Kickschuhe an den Nagel zu hängen und ich spiele jetzt nicht hochklassig professionell 🤷🏼‍♀️

    Jungs mit 13 Jahren sind auch nicht bereit auf dem Großfeld zu spielen. Die Probleme sind vergleichbar mit denen beim Damenfußball. Die Torhüter/innen sind zu klein für das Tor. Die Passwege sind zu lang. Die Distanz zum Tor, bei der "Torgefahr" droht, zu kurz.

    Nichts für ungut. Eine Abstufung ist ein 9er Feld nicht. Das erinnert mich stark an die Argumente gegen Kleinfeldfußball (Funino) im Kinderfußball.


    Goodie Ich gehe davon aus, dass es bereits dementsprechende Studien zur Ballgröße und -gewicht gibt. Durch die Änderung der Ballgröße und des -gewichtes könnte unter Umständen das Problem mit den Passwegen und der Distanz bei Torschüssen behoben werden. Die Problematik der geringeren Durchschnittsgröße (vor allem der Torhüterinnen) wäre aber noch die selbe.

    Durch ein kleineres Spielfeld würden zwangsläufig mehr Torchancen kreiert. Auch die geringere Sprintgeschwindigkeit der Spielerinnen würde kompensiert. Wie sollen dies den durch eine Weiterentwicklung der Taktik erfolgen?


    Die Weiterentwicklung im Herrenfußball ist doch vor allem auf die weitere Professionalisierung im Athletikbereich und den technischen Möglichkeiten bei der Spielanalyse und dem Scouting geschuldet. Da profitiert doch auch der Damenfußball.

    Ich stimme Goodie in so ziemlich allen Punkten zu. Ich bin mir nur nicht sicher, ob leichtere Bälle härtere und weitere Schüsse ermöglichen. Also ich kann mit den regulären Bällen weiter und härter schießen als mit den Junioren-Bällen. Ich denke, eine Reduzierung auf ein 9er-Feld wäre der richtige Weg. Was da allerdings gegenspricht, ist dass die Gesamtlaufleistung bei Damen und Herren ähnlich ist.


    Der größte Fehler ist meiner Meinung nach, dass Frauen- und Herrenfußball immer miteinander verglichen wird. Das gilt für die Equal-Pay-Debatte wie auch die Testspiele von Damen- gegen Juniorenmannschaften.

    Hallo Sol_ ,

    ich hatte/habe eine ähnliche Situation. Glücklich bin ich mit der Situation immer noch nicht, habe mich mittlerweile damit ganz gut arrangiert.


    Ich denke, du solltest für dich erst einmal Ziele setzen, was du denn mit deiner Mannschaft erreichen möchtest. Dabei musst du vielleicht deine Ansprüche etwas runterschrauben. Und du solltest kleine Schritte machen. Die Laune bei allen Kids hoch zu halten und jeden Spieler individuell zu fördern, wirst du nicht schaffen.

    Du scheinst sehr engagiert zu sein, dass ist toll. Ich würde mir an deiner Stelle aber überlegen, ob zusätzliche Freundschaftsspiele überhaupt sinnvoll sind. Du lädst dir die ganze Orga auf und wirst am Ende nur enttäuscht. Lass die erst einmal weg. Das mit den zwei Trainingsgruppen finde ich sehr gut. Mache ich auch, kostet viel Zeit, aber bringt viel.


    Nicht nur die Kinder, auch die Eltern schauen sich viel beim Trainer ab. Ich hatte früher auch Probleme bei 21 Spielern, eine 6+1 Mannschaft voll zu bekommen. Ich bin sehr termintreu. Ich lasse kaum ein Training ausfallen. Und wen ich nur mit 3 Spielern auf dem Platz gestanden bin. Mache sehr selten Spielverlegungen. Das klappt auch mit dem reinschreien sehr gut. Mache ich nicht, und nach einer Saison haben auch die Eltern aufgehört.


    Wenn jemand unangemeldet nicht zum Training erscheint, ignoriere ich das. Ich spreche die Eltern und Spieler erst an, wenn sie mal 4-5 Trainings in Folge nicht da waren. Was manchen wie Gleichgütligkeit erscheint, hat ein sehr positiven Effekt. Keiner fühlt sich übermäßig kontrolliert oder muss sich rechtfertigen. Ich habe mittlerweile zwei Mannschaften gemeldet. Von den 16 Spielen, die ich im Frühjahr hatte, war ich nur bei zwei Spielen knapp an Spielern. Ich habe allerdings auch 2 Spieler dabei, die ich Nachts anrufen kann und die würden sofort zum Sportplatz kommen.


    Das hat auch seine Schattenseiten. Von den leistungsstärksten Spielern, haben fünf die Mannschaft verlassen. Aber ich rede mir ein, dass hätten die irgendwann sowieso gemacht. Ich habe viele (ich würde behaupten etwa zwölf) Spieler dabei, die seit 2 Jahren von den Leistungen stagnieren. Aber auch sechs Spieler, die sich wahnsinnig gut weiterentwickelt haben. In der Tabelle sind wir eher im der zweiten Hälfte zu finden. Mir wären mehr Siege auch lieber, aber damit muss ich leben.


    Sol_ , ich kenne jetzt dein Umfeld (Verein, ländliche oder städtische Region, soziales Milieu) nicht. Der Weg, den ich beschrieben habe, passt sicher nicht in einen Verein, der sich auf die Fahne geschrieben hat, Spitzenteams hervorzubringen. Auch in einem städtischen Umfeld, wo es viele potentielle Spieler gibt, macht das nur bedingt Sinn.

    Dieser Spieltag, an dem mehr klappt als schiefgeht (2 Mannschaften):


    - Im Spitzenspiel treffen fünf unterschiedliche Spieler bei fünf Toren, davon zwei Torpremieren.

    - Der Gegner läuft 2x allein auf das Tor zu, schießt aber aus 15 Meter auf das Tor, weil der gegnerische Trainer im Spiel laut gesagt hat, unser Torwart wäre schlecht und jeder Schuss wäre drin. (Ok, das ist Schadenfreude.)

    - Zwei Spieler hatten zur neuen Saison schon abgesagt, weil sie zu höherklassigen Mannschaften wechseln wollten. Die bleiben: 1x weil ich den soviel gebe und ekner sich revengieren möchte. 1x weil ich den Spieler an einem rabenschwarzen Tag aufgebaut habe, während andere Trainer meckern würden.


    - Ein Debakel für die Mannschaft droht, der gegnerische Trainer fragt, was wir machen können, damit das Spiel für alle zufriedenstellend ausgeht (ich behaupte, dass machen von neun Mannschaften bei uns in der Liga nur drei).

    - Aber die Mannschaft zieht sich sogar selber raus. Zuerst lustlos, wollen sie ihre Mannschaftskollegen nicht im Stich lassen.

    - Ein Stubenhocker-Kind, dessen Eltern gesagt haben, der bleibt eh nur 3-4 Monate, macht gerade sein zweites Jahr voll. Was viel geiler ist, der geht kaum noch an die Konsole, sondern übt alleine im Garten Fußball.


    Ich freue mich so, weil mein Plan aufgegangen ist. Die letzten beiden Saisons Tabellenkeller, vor zwei Jahren Probleme eine Mannschaft voll zu bekommen, weil viele Eltern unzuverlässig waren. Diese Saison Vize und Tabellenmittelfeld und das durch Entwicklung der Spieler und nicht durch Neuzugänge. Hoffentlich ist das kein Strohfeuer sondern eine nachhaltige Entwicklung.

    Ich finde, es sagt schon viel, wenn euer Sohn freudestrahlend nach dem Training nach Hause kommt. Darum geht es doch vor allem im Breitensport. Allerdings habe ich auch beobachtet, dass Spieler sich in älteren oder Mannschaften mit besseren Mitspielern wohler (stolzer) fühlen. Wenn das neue Team dann auch ständig gewinnt, dann ist die Freude noch größer. Ihr solltet also herausbekommen, was der Grund für sie neue Begeisterung ist. Den Spieler müssen auch lernen, mit Niederlagen umzugehen, ebenso mit Spielern, die charakterlich nicht einfach sind. Das ist dann eine Frage der Erziehung und vornehmlich eure Aufgabe.


    Bei uns in der JSG versuchen wir möglichst altersgerechte Mannschaften zu etablieren, stehen aber Spieler, die den Jahrgang wechseln möchten nicht im Weg. Dazu muss ich aber auch sagen, dass in der JSG beinahe alle Macht von den einzelnen Trainern ausgeht. Jedes mal wenn sich Jugendleiter/Koordinatoren eingemischt haben, ist das in Katastrophen gemündet bis hin zu Abmeldungen von Mannschaften.

    let1612 Dein erster Satz trifft es perfekt. Die ersten beiden Punkte kann man als Trainer auch nur zu einem kleinen Grad beeinflussen. Leistungsmöglichkeit ist dann zu 100% unser Feld. Das unterstreicht auch, dass unsere Einflussmöglich aud die Leistung der Spieler.


    Man kann schwer sagen, ob und ab wann eine Leistungsorientierung Sinn macht. Ist die Mehrheit der Spieler leistungsbereit, dann sollte man auch leistungsorientiert coachen. Ist die leistungsfähig gering, dann wäre genau das, der Todesstoß für eine Mannschaft.


    Goodie Deinen ketzerischen Gedanken des Gesundschrumpfens finde ich gerade für die Dorfvereine für den falschen Weg. Fußball ist häufig der beste Weg Kinder für Sport zu begeistern. Dieser Verantwortung sollten sich die Vereine auch bewusst sein (sind sie aber häufig nicht).

    Nein, zwei Mannschaften. Eine U11 (19 Spieler), eine U10 (21 Spieler) aufgeteilt nach Alter. Zwei Trainingsgruppen aufgeteilt nach Leistungsfähigkeit. (Deckt sich zu etwa 75% mit den Mannschaften). Es gibt noch eine 2009er Mannschaft mit 18 Spielern (3 2010er Spieler).


    Es geht mir dabei doch auch nicht um die (regel-)technische Zusammensetzung. Das mit der Anzahl der Spieler regelt sich in der nächsten, spätestens übernächsten Saison von alleine, deswegen ist mir nicht bange. Waren jetzt halt zwei stressige Monate mit Eingliederung, Passanträge, Einteilung der Gruppen, Elterninformationen, Hygiene-Konzept, verkürzte Saison (Niedersachsen), ingesamt 12 Spiele in 5 Wochen und dadurch keine Ausweichtermine.


    Mein Hauptproblem liegt in der Leistungsfähigkeit der Spieler. Zwei der 2010er könnten im 2009 Jahrgang mithalten. Die übrigen 5 sind wohl die schwächsten aktiven Spieler in diesem Jahrgang im Kreis. Bei den 2011er 1 starker Spieler, 7 durchnittliche Spieler, 5 Spieler wären wie, derum die schwächsten im Jahrgang. Bei den 2012er 3 gute Spieler, 6 durchnittliche, 7 schwache Spieler. 2013er 2 gute, 2 durchschnittliche, 2 schwache Spieler. Ich selber mag, die Unterteilung nicht, die ich gerade gemacht habe. Ich will nur mal verdeutlichen, dass 19 Spielerselbst 2 Jahrgänge tiefer gerade mal durchschnittlich oder schwächere Spieler wären. Soll ich die rauswerfen? (Mache ich nicht!) Am Ende sind es diese Spieler, die unsere Spiele häufig zu unseren ungunsten entscheiden oder aus einer knppen Niederlage einen Abschuss machen. In andern Mannschaften werden diese Spieler gekegelt oder hören auf, weil die nie oder immer nur kurz an den Spielen teilnehmen.


    Am Ende schmerzt es einfach, dass die übrigen 23 Spieler, die sich (meistens) reinhängen, fast immer verlieren, weil die 19 übrigen die Spieler einfach kein Talent für Fußball haben. Aber auch diese 19 haben ein Recht auf Fußball und Spaß daran. Und ich denke, für diese 19 ( die jetzt stellvertreten für viele andere Kinder) müssen Lösungen gefunden werden.

    Coach1976  Malikinho  Ballaufpumper Danke für die Antworten.


    In eingen Punkten kann/muss ich euch voll zustimmen. 42 Kinder kann man nicht alleine coachen. Darum habe ich die Spieler in etwa nach Leistungsstand in zwei Gruppen aufgeteilt. 21 pro Gruppe sind auch noch zuviel, aber noch händelbar, wenn ich den Anspruch an das Training (Inhalte, Einzelcoaching) etwas herunterschraube.


    Ich wünsche mir auch mehr Unterstützung bei der Trainersuche. Ich denke, das die Vereine oder Fördervereine, künftig nicht mehr daran vorbeikommen, Aufwandsentschädigungen für Trainer zahlen zu müssen, um gerade Herrenspieler stärker in die Jugendarbeit einzubinden.


    Auf dem Reißbrett sieht das immer so leicht aus, vier oder drei Mannschaften und gut ist. 12 Spieler sind während(!) der Saison dazugekommen. 9 Kinder sind würde ich als unzuverlässig klassifizieren. D.h. vor der Saison hatte ich einen zuverlässigen Kader von 21 Spielern. Für die Rückrunde bleibt nur eine Aufteilung in drei Mannschaften über.


    Da kommt mein nächstes Problem (7x2010, 13x2011, 16x2012, 6x2013). Es wird daher auf eine U11 o.W., eine U10 o.W. und eine U10 hinauslaufen. Ich mag dass "ohne Wertung" nicht, weil für die Kinder der Wettbewerbsgedanke dann verloren geht. Einigen (sogar der Mehrheit der...) Spieler ist es lieber zu verlieren, als nur "Freundschaftsspiele" auszutragen.

    Ab der nächsten Saison gibt es übrigens nicht mehr 6+1, sondern 8+1, in 2 1/2 Jahren dann 10+1.


    Einem Punkt widerspreche ich aber vehement. Die Kinder verlieren nicht ein Jahr in der Entwicklung, vielmehr gewinnen die 12 neuen Spieler ein Jahr in der Entwicklung. Die würden sonst nämlich kein Fußball (bei einigen sogar kein Sport) treiben. Ich denke, dass ist auch ein riesiges Problem im Fußball. Die schwächeren Spieler werden von den Vereindn aussortiert, gehen dem Fußball so verloren und die Landesverbände jammern rum, dass die Anzahl der Fußballspieler immer weiter zurückgeht. Als Grund wird immer Videospiele und das erweiterte Angebot an Freizeitmöglichkeiten genannt, das ist aber nur ein Teil der Wahrheit.


    Ursprünglich wollte ich aber nur etwas Dampf ablassen (und das hat auch sehr gut geklappt), weil es emotional viel Energie kostet die Kinder nach den wöchentlichen Niederlagen immer wieder aufzubauen. Und das man es auch aushalten muss, Spiele nicht zu gewinnen, weil man allen Spielern ausreichend Spielzeit und nicht nur den Top-7. Fast alle Mannschaften behaupten, sie würden das auch so machen. Nur die spielen scheinbar nie gegen uns.

    Moin, gerne will ich das Angebot nutzen, um mir hier mal den Frust von der Seele zu reden. Ich trainiere eine U11 und U10. Vor 2 Jahren waren es noch 25 Spieler, jetzt sind wir 42. Soweit alles gut.

    Wir gehörten schon immer zu den leistungsschwächeren Mannschaften. Die Mannschaften die hinter uns in der Tabelle waren, haben nach und nach aufgehört. Von den 17 neuen Spielern sind 10 vom Leistungsniveau extrem weit von allen anderen Spielern in der Altersklasse entfernt. Da ich aber alle Kindern ungefähr gleich viel Spielzeit geben möchte (und die das auch wollen) heißt das, ich schwäche meine Mannschaft jedes Spiel, indem ich die Mannschaft mit Spielern spicke, die nicht mithalten können.

    Mittlerweile setzten die Mannschaften mit ähnlichem Leistungsniveau gegen uns nur noch deren "besten" Spieler ein, damit die wenigsten gegen uns gewinnen. D.h. wir sind jetzt die, die jedes Spiel verlieren.


    Eigentlich dürfte ich nicht jammern, da ich mich ja auch für diesen Weg entschieden habe. Aber es tut doch jede Woche wieder weh, wenn wir wieder und wieder (teilweise deftig) verlieren. Zudem kostet allein die Koordination der Mannschaften (die Hälfte der Spieler muss an den Spieltagen zuhause bleiben, fast jedes Training neue Spieler) so viel Zeit, dass ich das Training nicht so aufziehen kann, wie ich es gerne möchte, bzw. es die aufnahmefähigen Kinder es eigentlich benötigen und verdient haben.


    Danke, dass ich mal ausk....en durfte. Tut gut.