Beiträge von ParkerS

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    Kommt es nur mir so vor oder hat sich in dieser Rückrunde das Verhalten von Trainern, Spielern und Eltern zum Negativen geändert. Nach der Corona-Krise hatte ich 1 1/2 gute Jahre mit den Kids. Wir hatten eine hohe Trainingsbeteiligung, fast alle Spieler haben sich weiterentwickelt. Die Spiele waren entspannt, keine Stress mit gegnerischen Zuschauern oder Trainern. Im Gegenteil, man hat sich entspannt nach den Spielen unterhalten. Die Ligen waren ausgeglichen, es gab selten einseitige hohe Ergebnisse.


    Ab der Winterpause ein total gegenteiliges Bild. Fängt bei meinen Mannschaften an. Es haben sich etwa 10% der Spieler weiterentwickelt. Das waren die besseren und jetzt ist die Schere zwischen gut und schlecht noch weiter auseinander geklafft. Die schwächeren Spieler glänzen auch mit einer niedrigen Trainingsbeteiligung, dabei hatte ich sogar extra Sondertraining für die "Anfänger" (damit waren die "Schwächeren" gemeint) angeboten, da war die Beteiligung trotz persönlicher Einladung noch niedriger. Trotz eines großen Kaders hatte ich an einigen Spieltagen, Mühe ein Team zusammen zu bekommen (Schützenfest, Angeln, Geburtstag der Cousine, Eltern arbeiten, zu warm, zu kalt, zu früh, zu spät, Training bei einer anderen Mannschaft (die sind viermal Meister geworden)).

    In den letzten sechs Monaten habe ich kaum ein Spiel erlebt, in dem Trainer oder Zuschauer nicht massiv ins Spiel eingegriffen hätten. Da wurden die Schiedsrichter durch Reinrufen unter Druck gesetzt (leider zum Teil mit Erfolg), Spieler wurden aufgefordert die Gegenspieler absichtlich zu foulen. Spieler wurden nach Fouls von gegnerischen Eltern angeschrien und beleidigt. Bis zu drei Trainern, die nach den 50 Minuten keine Stimme mehr haben dürften. Mannschaften wurden eine Klasse tiefer gemeldet, damit die Spieler mehr Erfolge haben (Aussage eines Trainers). Da wird ein 16:0 schon mal gefeiert. Trotzdem bekommt ein Drittel der Mannschaft nur die letzten 10 Minuten Spielzeit.

    ScuBac Genau. Opportunitätskosten oder Dienstausfall etc. sind dabei nicht berücksichtigt. Es geht (bei den 50€) nur um die tatsächlichen Kosten, die bei mir entstehen. Einkommensschwache potentielle Trainer werden dadurch schon einmal abgeschreckt (u.a. auch Auszubildene, Studenten, Schüler).

    Bei uns im Verein kenne ich alleine zwei Übungsleiter (nicht Fußball) die aufgehört haben, weil der Verein deren Gruppen kein Budget zur Verfügung gestellt hat. Die konnten sich das finanziell erlauben, fühlten sich aber vom Verein ausgenutzt.


    Chris Ein Stück Offtopic: Welche Erfahrungen hast du denn mit 15jährigen Trainern gemacht? Dreimal konnte ich 15jährige überzeugen, als Co-Trainer einzusteigen. Zwei waren Totalausfälle, haben mit den Absprachen, Hinterhertelefonieren,... eher be- als entlastet und einer hat nur ein halbes Jahr durchgehalten, hat das aber in dem halben Jahr sehr gut gemacht, dann wurde es ihm zu viel. Und das waren schon die "vernünftigen" Jugendlichen aus dem Ort. Und in dem Alter muss auch immer noch eine volljährige Person dabei sein, allein wegen der Aufsichtspflicht aber auch wegen der Kommunikation mit den Eltern. Ich kenne bei uns im Landkreis nur drei Beispiele, in denen es mit Jugendlichen (U18) geklappt hat, kann aber sofort 30 Negativbeispiele benennen.


    Wenn Kids das nur des Geldes wegen machen würden, dann würde ich denen empfehlen, Schiedsrichter zu werden, da bekommen die das 3 bis 4fache für den gleichen Aufwand. Goodie Ich kann mir daher nicht vorstellen, dass die Aufwandsentschädigung das einzige Argument sei.

    Pfiffiges Konzept ist übertrieben: Die Westseite unseres Sportplatzes ist bepflanzt. Das Jugendtraining findet meistens im Schatten statt. Die Herren Mannschaften trainieren eher auf der Osthälfte zu einer späteren Tageszeit. Das liegt aber eher daran, dass es näher am Vereinsheim ist. Da Vereinsheim liegt morgens und mittags im Schatten und ist daher abends angenehm kühl. Insgesamt gibt es viele Bäume auf unseren Sportplatz, was die ihn etwas kühler als die Umgebung macht. Wir werden künftig auch an unserem Baumbestand arbeiten: Totholz entfernen und neue Bäume pflanzen.


    Im kommenden Sommer werden wir die Anstoßzeiten im Vorfeld auf den frühen Vormittag oder späten Abend verscheiben. Diese Saison hatten wir häufig Glück, dass die Spiele genau zu diesen Uhrzeiten angesetzt wurden. Das haben wir unter den Jugendtrainern bereits besprochen.


    Im Sommer mache ich gerne einmal ein Training, bei dem die Kinder Wasserpistolen und Wasserbomben mitbringen dürfen. Andere Trainer verlegen das Training auch schon einmal in das Schwimmbad, mir ist das wegen der Aufsichtspflicht aber etwas zu heikel.


    Uns macht gerade vor allem das Wasser zu schaffen. Die Plätze werden vor allem nachts bewässert vor allem bei Windstille, um Verwehung und Verdunstung zu vermeiden. Wir wollen so schnell wie möglich im Boden versenkbare Beregnungen installieren, weil wir das Wasser dann noch effizienter einsetzen können. Wir nutzen Grundwasser und haben unser Kontingent die letzten drei Jahre überschritten.

    Vielen Dank für den Thread. Das ist auch das Thema, wass mich momentan sehr beschäftigt. Die Voraussetzungen bei uns und dem Augangsthread sind sehr ähnlich: JSG und ländlicher Raum.


    Ich bin in drei Funktionen bei uns tätig: Als Jugendkordinator sah ich uns auf einen ganz guten Weg zu einer besseren Zusammenarbeit. Ich habe viele Gespräche geführt, mit Trainern und Jugendleitern aus den Vereinen, viel am gegenseitigen Vertrauen gearbeitet. Die Hälfte der Vereine hat nun neue Fußballvorstände und/oder Jugendleiter. Nun stehe ich fast wieder bei null. Für mich hat sich das Thema JSG damit erledigt, da momentan Einigkeit herrscht, dass jeder Verein lieber sein eigenes Süppchen kocht.


    Als Mitglied im Vorstand möchte ich hier mal eine Lanze für Vorstandsmitglieder brechen. Auch die machen das alles ehrenamtlich und unentgeltlich. Die Aufgabe des Jugendleiters kann es nicht sein, den Trainern alle unliebsamen Aufgaben abzunehmen. Aufgabe des Vorstandes ist es, Strukturen und Rahmenbedingungen zu schaffen. Die Suche nach neuen Trainern ist nicht nur Aufgabe des Jugendleiters, darum sollten sich alle Vereinsmitglieder bemühen. Einige Trainer haben die Erwartungshaltung an den Vorstand, die sie bei den Eltern gegenüber den Trainern kritisieren.


    Bei meinen (erfolglosen) Bemühungen neue Trainer zu finden, habe ich den potitiellen Trainern immer versucht mehrer Möglichkeiten mitzugeben. Sie hätten als Chef-Trainer oder Co-Trainer einsteigen können, alle administrativen Aufgaben wären ihnen auf Wunsch abgenommen worden. Für die C-Jugend, die regelmäßig Meister wird, hätte ich Trainer gefunden (Da möchte der alte Vater-Trainer aber auch weiter machen.). Für die weniger erfolgreiche D- und E-Jugend oder die neu gegründete Mädchenmannschaft hagelt es Absagen.


    Für 50€ im Monat Aufwandsentschädigung alleine, würde niemand den Trainerjob übernehmen. Das drückt aber zum einen eine Wertschätzung für den Trainer aus, zum anderen ist das ungefähr der Betrag, den mich meine Trainertätigkeit im Monat etwa kostet (Spritgeld, Weiterbildung, Give-Aways etc.). Ich bin der Meinung, dass kein Trainer mit einem finanziellen Minus aus seiner Tätigkeit herausgehen sollte. Neben einer Aufwandsentschädigung sind aber andere Faktoren die hier bereits genannt wurden (Sichtbarkeit, Trainingsmaterial, vernünftige Sportstätten, Trainersitzungen, etc.). Und! (das ist ein riesiges Problem in meinem Verein) Zusagen müssen eingehalten werden.

    Bei allen guten Argumenten hier, dass Wechsel von Jugendlichen und jungen Erwachsenen normal seien, darf man nicht vergessen, dass auch die Trainer emotional sein dürfen. Darum geht hier doch auch im Frustabbau(!) Thread. Und Enttäuschung gehört auch dazu. Man baut über mehrere Saison eine Mannschaft auf, entwickelt Spieler und innerhalb von ein, zwei Wochen wird man komplett zurückgeworfen. Ich kann den Frust von Charles De Goal voll nochvollziehen.


    Bei Goodie ist es auch etwas anders, wenn ich das richtig mitbekommen habe, gibt sie die Kids jedes Jahr, spätestens jedes zweite Jahr, die wieder ab. Ihr Ziel ist es die Spieler- und Spielerinnen in einem Jahr möglichst gut zu entwickeln.

    Bei Charles De Goal ist das ganz anders und er möchte die Erfolge (auch seine eigenen) verstetigen. Denn nicht nur Spieler wollen möglichst alle Spiele gewinnen, auch die Trainer. Vielleicht sollte er aber die Einordnung in eine schwächere Staffel überlegen, es sei denn die drei Spieler waren in dem Team die absoluten Überflieger.


    Ich teile übrigens let1612 's düsteres Bild des Fußball. Das jugendliche Spieler nicht immer rational denken, hat Goodie ja richtig dargestellt. Aber dann sind doch die Trainer und Vereine gefordert, nicht die Jungs von den anderen Vereinen abzuwerben. Das ist ja für einige hier im Thread scheinbar ganz normal. Wenn einzelne Spieler absolute Überflieger sind, dann macht es ja Sinn. Und die Spieler und die Eltern sollten aber auch erkennen, was für Folgen der Wechsel für seine Mitspieler hat. Ich könnte aus dem Stehgreif jedes Jahr zwei Mannschaften nennen, die in unserem Kreis nennen, die wegen der abwerbung von anderen Vereinen auseinander gebrochen sind, mit der Folge, dass die halbe Mannschfat dem Fußball den Rücken zugekehrt haben.

    Ich habe mich heute in den Mädchen Fußball und speziell in unsere temporäre Mannschaft verliebt. Die Mannschaft sollte es eigentlich nur für diese eine Turnier geben.


    Turnierletzter geworden, aber das war mir noch nie so egal wie heute. Spielerisch war das Turnier auf mittelmäßigen Niveau. Ich glaube aber das es in der Alterklasse 1-2 Jungenteams gibt, die bei diesem Turnier den letzten Platz belegt hätten. Die Fairness während des ganzen Turniers (außer ein Trainer): In 10 Spielen, die ich gesehen habe, ein Foul.


    Und unsere Mädchen: Wir waren 9 Stunden unterwegs. Ich habe einmal gemeckert. Die Mädchen haben nicht ein schlechtes Wort untereinander gewechselt. Und man haben die miteinader gefeiert. Hätten die Eltern die Kinder nicht vom Treffpunkt abgeholt, würden die wahrscheinlich immer noch tanzen, singen und feiern.

    Ich kann nur immer wieder Danek sagen für diesen Thread.


    Aktuell überwiegt bei mir der Frust am Jugendtraining und da hilft es enorm auch einmal von Problemen zu hören die nicht meine sind. (Bin ich deswegen ein schlechter Mensch?) Die meisten Probleme lassen sich bei mir auf die Unzuverlässigkeit/Unwissenheit der Eltern zurückführen. Das ist ja auch keine neue Erkenntnis.


    Pele10 Ich hatte eine problemmannschaft, die auch auseinander zu fliegen drohte. Hohes Leistungsgefälle, fehlende laufbereitschaft, Stinkstiefel im Team, Mangelnde Selbstkritik, Erfolgslosigkeit. Das hat sich alles etas gedreht, als ich begonnen habe im Mannschaftsbus als Mannschaft zu den Spielen zu fahren und auf der Fahrt richtig Party zu machen. Das Team ist jetzt deutlich zusammengerutscht, Stinkstiefel Nr. 1 ist der Mannschafts-DJ, spielerische Erfolge stellen sich mittlerweile auch ein. Bei einem anderen Team klappt das aber leider nicht.


    Coach1976 Mich würde einmal interessieren, wie du Vereinsidentifikation erzeugen willst, ohne die Mannschaften hoch zu hängen. Ich habe eher die Beobachtung gemacht, dass Vereinsidentifikation im Fußball vor allem aus dem Zusammenhalt in der Mannschaft entsteht. Das mag später im höheren Alter passieren, wenn die 1. Herren mal anklopft.


    Hakendran Ich habe einen Spieler bei mir, der scheinbar wirklich extrem dumm ist. Der treibt mich jede Woche zur Weißglut. Der hat mit 12 un 3 Jahren in meinem Team immer noch nicht begriffen, was Abwehr oder Sturm ist. Wann Ecke oder Einwurf ist. Mit links oder rechts brauche ich nicht kommen. Der benimmt sich meistens ordentlich, aber zerstört fast jede Trainingseinheit, weil er auch im xten Durchgang die Übung nicht kapiert hat (die anderen verstehen das i.d.R. auf Anhieb, selbst der Ukrainer, der kaum deutsch spricht). Manchmal hat der Junge aber Geistesblitze und vernascht 5-6 Gegenspieler. Für mein Gemüt wäre es besser, den aus der Mannschaft zu nehmen, aber er hat ein Anrecht auf Training und Spiele, wie jeder andere Spieler auch.

    Heute hatte ich wohl das schlimmste Hallenturnier, das ich je erlebt hatte:


    Fing in der eigenen Mannschaft an: Keine Negativrückmeldung von Spielern, die nicht da sind. Ich musste bei vielen Nachfassen. Ein Spieler ist einfach nicht gekommen, obwohl er am Vortag noch zugesagt hatte. Ein Spieler hatte den falschen Wochentag im Kopf. Ich habe es nicht rechtzeitig zum Treffpunkt geschafft. Daher hat ein Spieler (D1) das Navi bedient und den falschen Ort eingegeben. Damit wir es noch rechtzeitig schaffen, mussten sich die Spieler auf der Fahrt umziehen.

    Die Spieler haben an ihre Leistungen im Training unter Woche angeknüpft. (Am Montag habe ich leistungstechnisch das schwächste Training in meiner Trainerzeit erlebt.) Soweit zu dem "selbstverschuldeten" Chaos.


    Aber was sonst in der Halle abging, hat mich absolut sprachlos gemacht. Die Trainer von 3 der 6 Mannschaften sollten in meinen Augen lieber ihr Amt niederlegen. Es wurde so laut geschrieen, dass die Schiedsrichterpfiffe kaum wahrgenommen wurden. Eigene Spieler wurden regelrecht zusammengefaltet. Selbst bei hohen Führungen wurden die Kinder angepeischt (sehr lautstark) auch noch das 7:0 oder 8:0 zu erzielen. Ein Trainer war beim Spiel (seiner Mannschaft) so im Tunnel, dass er einen Spieler von mir beim Betreten der Halle (um in die Umkleide zugelangen) rausgeschubst (!) hat. Positiv war eigentlich nur, dass alle Schiedsrichterentscheidungen akzeptiert wurden.


    Die Krönung für mich aber: Staffelleiter und die besagten 3 Trainer, meinten wir hätten unsere Mannschaft nicht melden dürfen, weil die viel zu schlecht spielen würden. Dieser Satz ist gefallen, als meine Spieler gerade bei der Turnierleitung vorbeigegangen sind. Wir waren/sind der Underdog, dass war uns bewusst und mit Ausnahme von 2 Spielen haben wir auch mächtig Haue bekommen. Die Jungs wollen aber Wettkämpfe haben. Ich würde die Spieler auch lieber einen Jahrgang tiefer spielen lassen. Das lassen die Regeln aber leider nicht zu.

    Goodie Jaja, der dicke Paul. Wäre auch immer ein eigenen Eintrag im Thread wert. Lauffaul, foult, beklagt sich über Schiris, möchte ständig diskutiern, beleidigt Mitspieler, unzuverlässig, sein Team verliert immer die Trainingsspielchen, weil er immer in die schlechtere Mannschaft gesteckt würde und aufgrund seines Volumens muss immer ein Sondertrikot besorgt werden. So ein Exemplar habe ich auch.

    Aber sonst nein, in meinem Team ist der Wunsch gegen schwächere Teams zu spielen sehr ausgeprägt. Könnte aber daran liegen, dass mehr als 2/3 der Spiele veloren wurden und teilweise Teams versucht haben, uns regelrecht abzuschiessen.


    hoeness2 Bei besagten Spieler der gerade gewechselt ist habe ich auch überlegt ihn einen Wechsel zu raten, vor dem Hintergrund, dass er bei mir nie sein volles Potential abgerufen hat. Vielleicht hilft bei ihm etwas Konkurrenzdruck. Ich hatte auch einmal einen Spieler zu deren Eltern ich gesagt habe, dass ich dem Spieler nicht mehr im Mannschaftstraining viel beibringen könnte, weil er bereits technisch und von der Spielintelligenz sehr fortgeschritten war. Ein Mädchen hat im NLZ gespielt und ich habe ihr eine andere stärkere Jungenmannschaft vermittelt, in der sie mit Zweitspielrecht spielte.


    Aber das sind die Ausnahmen, ansonsten rate ich immer allen Spielern vor einem Wechsel ab. Ich bin im Breitensport unterwegs. Und mehr als die Hälfte der "Top-Spieler" landen, wenn sie durchhalten, später in der Kreisliga. Der Weggang der Topspieler, die ja meistens auch die Führungsspieler sind, führt nicht selten zu einem Auseinanderbrechen der Mannschaften. Das beobachte ich jährlich mindetens 3-4 mal bei uns im Landkreis.

    Ich möchte eingangs noch einmal erwähnen, dass es um Frustabbau ging. Und es frustet schon, wenn man regelmäßig durch Spielerwechsel (ergebnistechnisch) zurückgeworfen wird.


    ScuBac Bis einschließlich U12 wird bei uns nur bis zur Kreisliga gespielt. Je nach Jahrgang gibt es 2-3 Ligen. Und bei den Wechseln ist es doch sehr auffällig, dass die Spieler nicht zum 3- oder 5-platzierten Team wechseln, sondern zum Serienmeister oder dem engsten Verfolger.


    Constantin Ein klares "Jein". Ich denke, dass viele schwächere Spieler aufhören, weil sie nicht auf genügend Einsatzzeiten kommen und/oder zu wenig Erfolgserlebnisse (Siege) haben. Wenn dieser Aspekt eliminiert werden könnte, würde der Drop-Out schwächerer Spieler nur geringfügig niedriger sein. Während der erste Teil meiner Aussage empirisch nachgewiesen ist, handelt es sich beim zweiten lediglich um eine These.

    Ob es im Jugenfußball leichter ist, eine Spitzenmannschaft zusammen zu halten, bezweifle ich. Denn es gibt immer eine noch bessere Mannschaft, die dann diese Spieler (mit niedriger Vereinsbindung) wieder einsammelt. Das ist dann Karma :) .


    Coach1976 In Ballungsgebieten gebe ich dir Recht (unter der Einschränkung von Goodie, ob Leistungssport schon im Kinderfußball beginnen sollte). Im ländlichen Raum führen die Spielerwechsel der Leistungsträger aber häufiger zur Auflösung der ganzen Mannschaft.

    Und sind wir doch mal ehrlich: am meisten Spaß macht es, wenn man mit und gegen ähnlich gute spielen kann.

    Die Aussage ist zu pauschal. Ich behaupte mal (mein persönlicher Eindruck) weit mehr als die Hälfte der Kinder möchte lieber hoch gewinnen als gegen gleichstarke Mannschaften zu gewinnen.


    Es kostet eine Menge Energie/Zeit die Spieler nach (teilweise deftigen) Niederlagen wieder aufzubauen. Daran scheitern auch viele Trainer/Mannschaften. Gerade im Kinderfußball verschwinden (in unserer ländlichen Region) vor allem die Mannschaften die in den Spielen weniger erfolgreich abschneiden.

    Und schon wieder ein Abgang. In meiner 2011er Mannschaft. Jedes Jahr verliere ich einen der Top3 Spieler aus meiner Mannschaft. Die Mannschaft hat sich gut entwickelt: vom einstigen Kellerkind ins obere Mittelfeld. Kaum zeigen sich bei den Spieler erste Erfolge, dann geht es zum Ligaprimus.

    - "alte, weiße Männer" in verantwortlichen Positionen im Sportverein

    Das Problem ist nicht, dass es alte, weiße Männer sind, sondern dass sich viele wie diese verhalten.


    Und das ist tatsächlich, was mich am meisten ärgert. Alle wollen verkrustete Strukturen aufbrechen, neue Wege gehen, kritisieren Ergebnisorientierung statt Weiterentwicklung, propagieren altergerechtes Training, bemängeln fehlende Vereinstreue, werfen den Verbänden fehlende Innovationen vor.

    Und dann schaut man in die Mannschaften oder Vereine. Es werden Spieler ab der E-Jugend von anderen Mannschaften abgeworben. Schwächere Spieler bekommen nur die letzten 3 Minuten Einsätze und auch nur wenn es nicht knapp ist. Laufeinheiten ab der D-Jugend. 3 vs 3 wird gleich ganz ablehnt, weil es ja kein richtiger Fußball wäre.


    In ein paar Jahren gehöre ich zu der oben genannten Kategorie. Ich hoffe aber, dass ich nie wie einer handle.

    In Niedersachsen sind die Vereine verpflichtet, den ÜL-Zuschuss an die Übungsleiter weiterzugeben. Passiert (im Jugendbereich) aber in der Regel nicht, weder bei uns im Verein noch bei vielen anderen Vereinen in der Umgebung. Dafür übernehmen die Vereine die Kosten für den Lehrgang.

    Ich weiß von mind. 3 Vereinen, bei denen die Trainer den Lehrgang selber zahlen mussten, dort geht der ÜL-Zuschuss an die Trainer.

    Ich habe das in einer E-Jgd. mal so probiert: 2x Training die Woche. 1x ist für jeden Spieler Pflicht, wer möchte, kann 2x kommen. Hat aber nicht so ganz geklappt. Die besseren Spieler waren 2x da, andere kamen teilweise gar nicht. Das hat zu Unzufriedenheit bei den Mini-Messis in meiner Mannschaft geführt.


    Aktuell gehe ich einen ähnichen Weg. Ich habe einen festen Trainingstermin in der Woche und einen unregelmäßigen zweiten Termin. Das hat aber mehr damit zu tun, dass ich nicht immer zu zwei Trainingseinheiten in der Woche Zeit habe.


    Übrigens muss es auch nicht immer ein zweiter Sport sein. Musik, Pfadfinder, Feuerwehr etc. sind für mich auch akzeptabel.

    Du hast die Frage doch schon selbst beantwortet. Das ist bei Kindern normal. Du sagst, dass es schon einmal anders war. Das kann an so irrsinng vielen Faktoren liegen.


    Die Spielstärke des Gegners, die Physis des Gegners (waren alle ein Kopf größer). Beim Training spiele ich zum Aufwärmen ein Rugby-Variante, zuerst ohne Körperkontakt und wenn es die Situation hergibt, schränke ich die Regeln weiter ein. Die Spieler sollen so die Angst vor Kontakten verleieren.


    Das Verhalten der gegnerischen Trainer und Eltern. Sei selber immer Vorbild, verhalte dich draußen ruhig, lob deine Spiele und vermittel ihnen, dass sie während des Spiels nicht auf Zurufe hören sollen (außer dem Schiedsrichter, wenn ihr schon welche habt).


    Am Wahrscheinlichsten sind aber Dinge, die sich außerhalb des Fußballplatzes abspielen. Da kannst du schwer drauf Einfluss nehmen.

    Dein Jugendleiter sollte über DFBnet den Staffelleiter anschreiben und erklären, dass der Gast nicht angetreten ist (Kopie an Gastverein). So wird bei uns im Kreis gemacht. Bei Nichtantritt kann dem Gegner eine Geldstrafe drohen. Bei uns wird das Spiel dann 5:0 gewertet.

    Die dunkle Seite des Sports ist stark in mir: U12 (9er) zu Saisonbeginn mit 21 Spielern. Von drei Spielern habe ich mich getrennt, weil die wiederholt kurzfristig abgesagt haben (keine Lust) oder einfach nicht zu den Spielen aufgekreuzt sind. Einer ist neu dazu gekommen.


    Für ein Auswärtsspiel morgen haben sich 12 Spieler abgemeldet, 2 Spieler haben sich gar nicht zurückgemeldet. Zu früh, zu spät, Geburtstag...

    Ich würde auf jeden Fall den Trainer ansprechen.


    Ich hatte einmal einen Spieler, der mich als ungerecht empfunden hat. In meinen Fall ging es vor allem darum, dass ich den Spieler weniger loben würde als andere Spieler. Ich hatte den Eltern damals erklärt, warum ich so gehandelt habe. Ich habe mehrere Gespräche mit dem Spieler geführt. Wir sind aber nicht mehr auf einen grünen Zweig gekommen. Nach den Gesprächen habe ich besonders darauf geachtet (Anzahl des Lobs sogar gezählt). Ich habe dem Spieler noch geholfen, eine neue Mannschaft in unserer Spielgemeinschaft zu finden. Das Empfinden war so stark, dass der Wechsel am Ende die beste Lösung für den Spieler war.

    Ich habe mit "Platzwarte!" angefangen, weil die bei vielen Vereinen -zumindest bei uns im Umfeld- eine spezielle Spezies sind. Häufig etwas grummelig. Am liebsten soll auf den Plätzen gar nicht gespielt werden, weil die Qualität des Rasen darunter leidet. Das gehört auch irgendwie dazu. Genauso wie der Kassenwart, der Stacheldraht im Portemonnaie hat.


    Unser Platzwart ist dann noch etwas spezieller. Wir Jugendtrainer werden fast jede Woche angepflaumt. Die Kinder und Jugendlichen machen den Platz, wo die Tore stehen kaputt. Immer machen wir Training, wenn er den Platz beregnen möchte. Die Jugenspiele sind immer dann, wenn er keine Zeit zum Abkreiden hat. Warum spielen 9er und 7er Mannschaften am selben Tag. Warum werden Jugenspiele ständig verschoben? Dafür ist der Platz in einem Topzustand. Der B-Platz in einem besseren Zustand als die meisten A-Plätze. Die Linien sind auf weniger Milimeter genau. Deswegen nimmt man das Meckern auch hin, entschuldigt sich und macht trotzdem weiter wie zuvor. Eigentlich machen wir uns schon fast einen Spaß daraus.


    ScuBac Es gibt nur einen groben Belegungsplan für die Plätze (den ich sogar zur Vereinfachung erstellt habe). Die Kommunikation fand immer direkt zwischen mir und Platzwart statt. Als er mir am Vortag gesagt hat, dass wir nicht auf den A-Platz könnten habe ich wörtlich gesagt: "Ok, kein Problem, dann gehen wir halt auf den B-Platz."

    Ich stimme deiner Aussage zu, dass es Blödsinn wäre, deswegen den Verein zu wechseln. Das ist nur ein weiterer Baustein. Schwerer wiegt eher die (Nicht-)Reaktion des Vereinsvorsitzendens. Nicht eingehaltene Zusagen. Fehlende finanzielle Ausstattung der Jugendmannschaften. Insgesamt halt weitere Indizien, welchen Stellenwert der Jugendfußball in unserem Verein hat.


    Btw.: Der Beitrag sollte dem originären Zweck dieses Zwecks dienen: Frust ablassen! Aber, danke für die Hinweise.