Beiträge von ParkerS

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    Danke für den Thread.


    Ich bin auch der Meinung, dass die Schiedsrichter angehalten werden sollten, für "Meckern" sofort eine gelbe Karte zu geben. Das sehen die Regeln übrigens auch vor (Ich habe hier gerade ein Regelbuch 2023/24 vor mir liegen.). Allerdings für de mir der Reklamierarm nicht ausreichen, auch wenn ein Spieler sich über Entscheidungen ärgert, ist das in meinen Augen noch kein Meckern. Wer allerdings mit dem Schiedsrichter diskutiert -> Gelb. Zum Schiedsrichter hinrennen und diskutieren -> Zeitstrafe.

    Meckern, der Trainer ->Gelb. Wiederholtes Meckern ->Zeitstrafe für das eigene Team. (So wie im Handball)


    Wir sollten aber nicht immer nur die Schuld bei den Profis suchen (Ich will die auch nicht in Schutz nehmen). Bei denen geht es nicht nur um Emotionen sondern auch um Geld. Im Amateur-Bereich sieht man solche Situationen auch jede Woche. Und mehr als 50% der Zuschauer (zumindest beobachte ich das bei uns im Umfeld) finden das auch vollkommen okay. Die Vorschläge die ich oben beschrieben habe, sollten konsequent von der Kreisklasse (auch in der Jugend) bis zur CL umgesetzt werden. Nicht nur bei den Profis.

    weshalb es bei den ganz klaren Fouls teilweise zur Situation kam dass Spieler schon aufhörten zu spielen. Weil sie eben dachten der Pfiff kommt, aber er kam eben nicht.

    Diese Situation erlebe ich bei Spielen sehr häufig, allerdings meistens wenn Zuschauer/Trainer lautstark Freistöße fordern.


    Ich freue mich immer über die Ansetzungen direkt nach einem Schiedsrichterlehrgang, weil da bei den Jugendspielen häufiger SR angesetzt werden, die Aufgrund ihrer guten Leistungen in den ersten Spielen schnell in höheren Ligen oder vermehrt als SR-Assis im Herrenfußball eingestetzt werden.

    Wir versuchen bei angesetzten SR (und damit meine ich nicht die, die häufig für die Heimmannschaft pfeifen) diese wirklich zu hegen und zu pflegen. Dazu gehört eine Willkommenskultur (persönliche Begrüßung, den Wasser und einen Snack bereit zustellen, die SR-Kabine ist immer aufgeräumt) aber auch Gespräche nach den Spielen. Man muss nicht nur loben, sondern kann mit den meisten auch über manche Situationen noch einmal sprechen. Die letzten 2 Spielzeiten ist es nur noch einmal vorkommen, dass ein angesetzter Schiedsrichter nicht erschienen ist. Und diejenigen, die sich ernsthaft mit der Schiedsrichterei auseinandersetzen, kommen auch gerne zu uns, dass hat der Ansetzer auch schon einmal gesteckt.


    Schlechte Erfahrungen habe ich seitdem nur mit nicht-angesetzten (Heim-)Schiedsrichtern gemacht. Leider regelmäßig.

    Wenn das so in der Satzung geregelt ist, dann haben Vereinsmitglieder ein Anrecht. In den beiden Besipielen von Schalke und Dortmund ist aber auch von "Teilnahme am Vereinsleben" die Rede. Man kann am Vereinsleben auch teilnehmen, ohne einen Sport auszuüben. Die Art der Teilnehme kann auch nicht vorgeschrieben sein. Sonst gehe ich gleich zu meinem Verein und fordere ein, dass ich ab sofort Karate, Lacrosse und Parcour machen möchte und die mir das gefälligst anzubieten haben.


    Chris Vielleicht ist bei euch im Leitbild/Jugendkonzept (falls dein Verein so etwas hat) verankert, dass es für jedes Mitglied ein Fußballangebot geben soll und es wird im Verein auch so gelebt. Einen Rechtsanspruch gibt es aber nicht.

    Papatrainer83  let1612 Bei "konzentriert euch" und "wacht auf" bin ich total bei euch. Aber "jeder hat einen Gegenspieler" ist eine sinnvolle Hilfestellung. Genauso "zwischen Gegenspieler und Tor". Diese Thematik habe ich mit Übungs- und Spielformen schon etliche Male thematisiert. Ich habe die korrekte Stellung beim Defensivverhalten durch Fragestellungen mit den Kids erarbeitet, mehrfach. Im Kollektiv und mit jedem einzeln. Auch die Zeitpunkte habe ich variiert. Mit den Spielern gesprochen, als die gerade ausgewechselt wurden, im Training, vor dem Spiel, nach dem Spiel, in der Halbzeit.

    Im Spiel sind die Kinder bei den Ecken dann permanent überfordert bzw. unkonzentriert. Ich könnte jetzt natürlich die Kinder einzeln ansprechen. Aber bis ich das getan hätte, wäre der Eckstoß bereits ausgeführt.

    micha1987 Nach deinen Schilderungen finde ich das Verhalten des 1. Trainers bedenklich. Vor der Mannschaft muss er dich voll unterstützen und deine Autorität stützen (andersrum allerdings ebenso). Das würde ich so auch beim ersten Trainer einfordern, sollte es wegen irgendwelcher (Disziplinar-)Maßnahmen zwischen euch unterschiedliche Auffassungen geben, ist das im Innenverhältnis zu klären. Eine Suspendierung oder der komplette Rauswurf von Spielern obliegt natürlich dem ersten Trainer (so habt ihr das ja vorab geklärt). D "Entweder ich oder die"-Karte solltest du aber nicht spielen.


    Das Verhältnis zwischen dir und den drei Störern ist irreparabel zerstört (vor allem, da die Situation jetzt schon 1 1/2 Jahre stattfindet). Dir sollte bewusst sein, dass nicht alle Probleme durch Gespräche gelöst werden können. Auf die "reinigende Kraft der Kabine" würde ich auch nicht zählen, sonst hätte das Team nicht einen der drei zum Mannschaftsführer gewählt.


    Ich frage mich, warum du das 1 1/2 Jahre hingenommen hast und jetzt, wo die Mannschaft in einem 1/2 Jahr eh Geschichte ist, nach einer Lösung suchst. Entweder schmeißt du jetzt hin (das zeugt nicht von Schwäche, wenn du das jetzt denkst) oder du hälst es noch die letzten 6 Monate aus.

    let1612 Tolle Fragen, die du da aufgeworfen hast. Viele Fragen würde ich mit "Ja" beantworten.


    Teilweise wurden/werden diese Fragen ja bereits umgesetzt. Bei uns haben alle Vereine auf Bezirksliga-Ebene staige-TV, einige nutzen auch die Analyse-Funktionen. Bis in die 1. Kreisklasse werden beinahe alle Spiele per Liveticker erfasst. Die Funino-Turniere passen sich ja auch der "Unzuverlässigkeit" der Elternteile an. Kleine Teams, An-, Um- und Abmeldungen sind noch kurz vor Turnierbeginn möglich. Bei uns gab es gerade während der Corona-Epidemie eine medial stark gepushte E-Liga (Fifa), die am Ende aber an der Unzuverlässigkeit der Teams gescheitert ist. Die meisten Teams nutzen auch Apps (mit unterschiedlichen Erfolg) zur An- und Abmeldung. Viele Mannschaften/präsentieren sich medial und auf Social-Media (mit all den Problemen von Datenschutz und Leistungsdruck).

    Ich selber nutze Befehle von der Konsole bei Erklärungen (ich bin kein Gamepad-Trainer). Aber die Ideen von Steilpässen (Dreieck) und Sprint (L2) z.B. kann man so wunderbar verpacken. Und die Fähigkeiten der Kids sind die Stats, da können die Kinder zumindest sehen, welche fussballspezifischen Fähigkeiten es gibt.


    Als Trainer bin ich mit einigen Entwicklungen überfordert, bzw. fehlt mir die Bereitschaft (auch zeitlich) jeden "Fortschritt" mitzumachen. Einige Änderungen "Liveticker" bei DFBnet haben mir die Arbeit aber auch erleichtert. Andere Änderungen sind einfach zu kostenintensiv (Exerlights oder Sportstation).


    Ich denke, dass wir beim Vereinswesen bleiben werden. Die Schulen sind sowohl von den Raum-/Platzkapazitäten als auch personell (Fachkräfte) auf Unterkante genäht. Und Eltern haben auch kein Problem, die Kinder "krank" von der Schule abzuholen, wenn es mal regnet oder die Kids einfach keine Lust haben.

    Als ich begonnen habe den Text zu lesen, bin ich erst einmal ins Schwärmen geraten. Vieles kling sehr gut (Sportanlage, breites Sportangebot, Anzahl der Jugendmannschaften, lizenzierte Trainer) . Das ist erst einmal als ein Pfund, mit dem du/ihr wuchern könnt.


    Das Bild, dass du von den Trainern/Mannschaften zeichnest, ist genau das Gegenteil:


    Die Mannschaften sind deutlich zu klein. 10 Spieler? Das kann ja nur gut gehen, wenn jeden Spieltag kaum Kinder ausfallen. Das klappt nach meiner Erfahrung nur bei Mannschaften, die sehr erfolgreich sind (Ich beobachte bei uns eine hohe Korrelation zwischen Erfolg und Anwesenheit). Entweder solltet ihr neue Spieler werben (Tag des Fußballs, Fußball AG in der Schule, etc.), Jahrgänge zusammenlegen oder in Spielgemeinschaften mit den anderen Vereinen der Stadt gehen.


    Ich habe bei deinen Beschreibungen das Gefühl das die Mannschaften/Trainer eher gegeneinander arbeiten als miteinander. Ich würde mit denen einen regelmäßiges Trainertreffen machen. Am besten auch einmal eine gemeinsame Feier, um den Zusammenhalt zu fördern. Ob das bei den Charaktären, die du beschreibst, möglich oder sinnvoll ist, kann man aus der Ferne aber schwer beobachten.


    Ich halte von einem Konzept sehr viel. Das hängt aber davon ab, ob du ggf. andere Trainer in der Hinterhand hast. Denn wenn du ein Nachwuchskonzept hast und Trainer sich nicht daran halten, dann machst du/ihr euch unglaubwürdig. Das klingt bei euch nicht so. Also würde ich mir die Arbeit sparen. Bei uns im Verein gibt es Jugendtrainer, der sich auch nicht reinreden lassen möchte, seine Mannschaft spielt aber recht erfolgreich und die Stimmung in der Truppe ist auch super. Dem würde ich nie so ein Konzept aufzwingen wollen.


    Sich als Jugendleiter regelmäßig den Spielen blicken lassen, ist in meinen Augen zwingend notwendig und sollte umgehend erfolgen. In den Gesprächen mit den Eltern bekommt man wahnsinnig viele Informationen. Auch Infos die man als Trainer nicht erhält. Und die Eltern fühlen sich wertgeschätzt. Das ist sehr wichtig.


    Das sind so die ersten Gedanken: Du hast da einige Baustellen vor dir.

    Im NFV ist das genauso in der Jugendordnung geregelt wie WDFV. Mit der Regelung soll das Abwerben von Spielern verhindert werden. Das gilt nur für Spieler mit einer Spielerlaubnis für einen Verein.


    Im Herrenbereich habe ich bei einem Verein trainiert (in der Nähe des Arbeitsplatzes) und am WE bei meinem Heimatverein gespielt.

    Wir befinden uns hier im "Frustabbau"-Thread. Ich habe nicht um Ratschläge gebeten und wollte, wie es der Sinn in diesem Thread ist, Frust loswerden. Geteiltes Leid ist halbes Leid.


    Elternabend, gemacht. Wer meint ihr, war da? Regeln gibt es auch.

    konschi Entschuldige bitte, wenn ich dich jetzt etwas abwatsche, denn du wolltest mir ja helfen... Aber welche Regeln soll ich da festsetzen, dass man (seine Gegenspieler) nicht beleidigt oder nachtritt? Das Eltern auch Interesse an den Hobbys ihrer 10jährigen Kindern haben sollen? Das die Kinder sich anstrengen müssen? Das man nicht erst für eine Mannschaft zusagt und vor dem ersten Spiel absagt?


    Warum ich mir das ganze antue? Den Kindern bringt es so wahnsinnig viel. Ich habe drei Kinder dabei, die sonst nie Sport machen würden. Ein Spieler hat als Kind nie das Haus verlassen, seit er in der Mannschaft ist, geht der jeden Tag eine Stunde raus und spielt Fußball. Ein Kind ist geistig zurückgeblieben, der wird außerhalb der Schule überall ausgegrenzt. Ein Spieler kommt aus einem ganz üblen Elternhaus. Der Junge hat keine Freunde, bzw. die meisten Eltern verbieten ihren Kindern, mit dem zu spielen. In der Mannschaft hat er seine einzigen zwei Freunde gefunden.

    Um die drei soll es auch nicht gehen, es geht darum was Coach 76 sagt. Die Problemfälle haben Überhand genommen. Und daher bin ich so enttäuscht von den Eltern (vermeintlich) gutem familiären Umfeld kommen und deren Kinder die körperlichen Voraussetzungen mitbringen. Die Leistungsbereitschaft verhindern, die die Erziehung teilweise auf die Trainer abwälzen und die scheinbar ein Bild haben, dass sie mir etwas gutes tun, indem sie ihre Kinder zu den Spielen schicken.


    Fantomas Wie es manchmal bei einem kleinen Dorfverein ist, bin der kommisarische Jugendleiter, weil niemand gefunden wurde, der bereit ist, den Posten zu übernehmen bzw. die drei zwischenzeitlich gefundenen Kandidaten sich als Luftnummern herausgestellt haben. Mit meinem Weggang würde mehr oder minder der komplette Jugendfußball wegbrechen, der wiederum das einzige Sportangebot für Jungen von 7-17 Jahren im Verein ist.


    Vielen Dank für die vielen unertützenden Kommentare. Es ist meine Freizeit. Wenn die Probleme Überhand nehmen, muss man die Reißleine ziehen und auch an sich denken.

    Nach einem Spiel unserer E-Jugend gestern bin ich ziemlich frustriert. Ich kann mir aktuell nicht vorstellen, dass ich diese Mannschaft in der kommenden Saison noch weiter trainieren möchte.


    Ein Spieler (Zwillinge) sagt mir nach dem Spiel, dass sein Vater den beiden gesagt hat, zum Training bräuchte er nicht kommen, ein Spiel in der Woche würde doch ausreichen. Zu Auswärtsspielen kommen die nur, wenn auch der Vereinsbus fährt.

    Im letzten Spiel habe ich einen Spieler vom Platz gemommen, weil er in Halbzeit eins seinen Gegenspieler beleidigt hat, in Halbzeit zwei nachgeschlagen hat. Das war allerdings nicht das erste Mal. Wären richtige Schiedsrichter angesetzt, dann hätte er diese Saison wahrscheinlich schon 6mal rot gesehen (Nachschlagen/Beleidigen). Die Mutter meinte nach dem Spiel, er wäre in der Mannschaft in einer Schublade drin, es wären ja immer die anderen Schuld. Der soll ruhig gehen.

    Ein Spieler wird ausgewechselt, geht zu seinen Eltern und haut sich erst einmal während des Spiels eine Tüte Chips rein. Eine ganze Tüte war es nicht, nach der Wiedereinwchselung hat er seiner Schwester zugerufen, sie solle nicht an seine Chips ran.

    4 Spieler sind so spielschwach, dass die Mannschaft erfolgreicher spielen würde, wenn ich mit zwei Spielern weniger spielen würde. Seit 3 Jahren keinerlei Fortschritte (trotz Training in kleinen Gruppen, vielen Ballkontakten, kaum Wartezeiten). 3 Eltern von denen habe ich seit der Anmeldung des Kindes nicht mehr gesehen.

    Zwei Spieler(innen) haben zu Saisonbeginn noch zugesagt. In sechs Spielen zusammen nur einmal dagewesen. Beim Training sieht es genau so aus.


    Für zwei Spieler aus der Mannschaft tut mir das so leid. Die sind jedes Spiel und Training da, geben immer ihr bestes. Die haben in den letzten drei Jahren eine außergewöhnliche Entwicklung hingelegt. Auch die Eltern schauen immer beim Training und den Spielen zu, wenn sie es einrichten können.

    Kraeheneule Ich denke dieses Forum ist für eine konkrete Anwort der falsche Adressat. Ich würde empfehlen in eurem Kreisfußballverband mit dem Vorsitzenden des Ausschusses für Frauen- und Mädchenfussball zu sprechen oder mit einem Ansprechpartner im Jugendausschuss. Die genauen Regeln werden neben der Spielordnung des Landesverbandes in der Auschreibung des Kreisverbandes festgeschrieben. Bei uns im Kreis helfen die wirklich sehr, da um jedes weitere Mädchen-Team gekämpft wird.


    Bei uns im Landkreis (NFV) können 3 Spielerinnen aus einem höheren Jahrgang in einer jüngeren Mannschaft mitspielen, wenn es keine Mädchen-Mannschaft im höheren Jahrgang in der JSG gibt.


    Wir haben in diesem Jahr auch die erste Mädchen-Mannschaft gemeldet. Wir haben eine Alterdifferenz von 5 Jahren (2011-2015) in einer Mannschaft (die spielen halt bei den älteren Mädchen mit). Das ist aber kein großes Problem, da die Mädchen im Umgang untereinander doch empathischer sind. Ob das bei allen Mädchen-Teams so ist, kann ich aber nicht sagen.

    ruffy85 Krass. "Angebotene" Spieler die freiwillig zum eigenen Verein/Mannschaften wechseln wollen nicht aufnehmen. Das würde ich nur bei zweifelhaften Charaktären machen.


    Wir hatten hier gerade das Treffen aller Jugendleiter im Kreisverband. Alle anwesenden Jugendleiter haben behauptet, sie würden keine Jugendspieler abwerben. Davon zwei, die ich schon bei Abwerbeversuchen auf Sportplätzen beobachtet haben.


    Das Abwerben funktioniert bei uns mittlerweile meist über die Kinder in der Schule oder in Auswahlmannschaften. Da werden eigene Spieler regelrecht von Trainern auf Spieler anderer Mannschaften angesetzt. Danach waschen die Vereine/Trainer/Jugendleiter ihre Hände in Unschuld. Sie hätten nie einen Spieler angesprochen.

    Vom Spielermaterial gehört Deutschland in meinen Augen nicht mehr zu den TOP 10 der Welt. Das war Ende der 90er schon einmal so. Momentan gehören wir aber nicht einmal mehr zu den TOP 20. Und das würde ich auf das Management und die Trainer des DFB zurückführen.

    Früher gab es mal Zeiten, da haben Spieler, die im Verein Probleme hatten sich bei der Nationalmannschaft neues Selbstvertrauen und ihre Form zurückgeholt. Auch das gehört der Vergangenheit an.

    Wer trägt denn die Verantwortung, dass es nicht mhr so ist? Spätestens nach Völlers Aussage, dass man einige Spieler das letzte Mal in der Nationalmannschaft gesehen habe, kann die Mannschaft kein Wohlfühl Oase werden. Im Januar kündigt Völler an, die Fans zurückgewinnen zu wollen und was macht Flick? Er experimentiert. Nach jedem Turnier werden bei den Spielern Sündenböcke gesucht. 2018 war es Özil, 2021 war es Toni Kroos, 2022 war es Thomas Müller.


    Bei der WM haben sich Christoph Kramer und Per Mertesacker im Fernseh-Studio wunderbar gestritten: Mertesacker vertritt immer noch die Position seiner Eistonnen-Rede: Sollen wir gewinnen oder schön spielen. Er vertritt also den ergebnisorientierten Fußball, auch wenn es mal nicht schön ist. (Deutschland hat so mit einer B-Elf 2017 den Confed-Cup gewonnen). Kramer sagt immer wieder, wenn wir weiter so schön spielen, steigt die Wahrscheinlichkeit auf einen Sieg. Das sieht Flick auch so und lässt weiter Ballbesitz-Fußball spielen. 2014 hat es ja geklappt. 2010 hat das bei Spanien auch geklappt. Aber das waren auch vom Spielermaterial die überragenden Mannschaften des Turniers.

    Ich hatte ein Gespräch mit einem Vater-Trainer, der nicht in seinem Heimatverein trainieren wollte, weil sich der Verein nicht um Sponsoren für Trikots kümmert und er um alle Trainingsmaterialen betteln muss.


    Einige Herrenspieler hatte ich auch schon mal so weit, dass sie eine Mannschaft trainieren würden, die wollen aber meistens erst ab C-Jugend einsteigen. Ob sie es auch gemacht hätten.


    Ich bin übrigens total begeistert von der Diskussion hier. Gerade die dem Beitrag Matthias_DU kann ich viel abgewinnen. Für mich habe ich jetzt einmal rausgenommen:

    Man benötigt (einen) Trainer für die Bambinis, der den Ball ins Rollen bringt. Jugendleiter und Trainer versuchen aus der Elternschaft Trainer/Betreuer zu gewinnen (Sollte das nicht funktionieren, verliert man halt auch mal einen Jahrgang.) Die Trainer/Betreuer betreuen die Mannschaft bis zur D-Jugend. Die Trainer werden regelmäßig vom Jugendleiter unterstützt, der sich auch für die Ausstattung der Teams verantwortlich zeigt, bei den Spielen (und Training) Flagge zeigt. Ab der D- oder C-Jugend kommen dann (Nachwuchs-)Trainer ins Spiel, die dann auch eine Aufwandsentschädigung bekommen.


    Das klingt alles so einfach und wird in der Praxis wieder so unendlich schwer. Hat noch jemand Tipps zur Schiedsrichtergewinnung? :P

    Kommt drauf an. Was sind den die Kriterien für die Einteilung der Mannschaften? Geht es da auch um feste Positionen (defensiv/offensiv)? Ist der Spielstil der Mannschaften unterschiedlich?


    Wenn man bestimmte Fähigkeiten sucht, dann würde ich mit ein oder zwei Übungsformen beginnen. Wenn es nur darum geht, die "besten" zu identifizieren, dann nur würden Spiele reichen. 4 gegen 4 klingt sehr gut. Mit zwei Trainern hat man dann doch auch alle Neuzugänge im Blick. ch würde die Spieler grundsätzlich in unterscheidliche Teams packen, die vielleicht noch ein zweites mal mischen. Vielleicht erkennt man da auch schon eine gewisse Chemie zwischen Spielern.

    Kommt es nur mir so vor oder hat sich in dieser Rückrunde das Verhalten von Trainern, Spielern und Eltern zum Negativen geändert. Nach der Corona-Krise hatte ich 1 1/2 gute Jahre mit den Kids. Wir hatten eine hohe Trainingsbeteiligung, fast alle Spieler haben sich weiterentwickelt. Die Spiele waren entspannt, keine Stress mit gegnerischen Zuschauern oder Trainern. Im Gegenteil, man hat sich entspannt nach den Spielen unterhalten. Die Ligen waren ausgeglichen, es gab selten einseitige hohe Ergebnisse.


    Ab der Winterpause ein total gegenteiliges Bild. Fängt bei meinen Mannschaften an. Es haben sich etwa 10% der Spieler weiterentwickelt. Das waren die besseren und jetzt ist die Schere zwischen gut und schlecht noch weiter auseinander geklafft. Die schwächeren Spieler glänzen auch mit einer niedrigen Trainingsbeteiligung, dabei hatte ich sogar extra Sondertraining für die "Anfänger" (damit waren die "Schwächeren" gemeint) angeboten, da war die Beteiligung trotz persönlicher Einladung noch niedriger. Trotz eines großen Kaders hatte ich an einigen Spieltagen, Mühe ein Team zusammen zu bekommen (Schützenfest, Angeln, Geburtstag der Cousine, Eltern arbeiten, zu warm, zu kalt, zu früh, zu spät, Training bei einer anderen Mannschaft (die sind viermal Meister geworden)).

    In den letzten sechs Monaten habe ich kaum ein Spiel erlebt, in dem Trainer oder Zuschauer nicht massiv ins Spiel eingegriffen hätten. Da wurden die Schiedsrichter durch Reinrufen unter Druck gesetzt (leider zum Teil mit Erfolg), Spieler wurden aufgefordert die Gegenspieler absichtlich zu foulen. Spieler wurden nach Fouls von gegnerischen Eltern angeschrien und beleidigt. Bis zu drei Trainern, die nach den 50 Minuten keine Stimme mehr haben dürften. Mannschaften wurden eine Klasse tiefer gemeldet, damit die Spieler mehr Erfolge haben (Aussage eines Trainers). Da wird ein 16:0 schon mal gefeiert. Trotzdem bekommt ein Drittel der Mannschaft nur die letzten 10 Minuten Spielzeit.

    ScuBac Genau. Opportunitätskosten oder Dienstausfall etc. sind dabei nicht berücksichtigt. Es geht (bei den 50€) nur um die tatsächlichen Kosten, die bei mir entstehen. Einkommensschwache potentielle Trainer werden dadurch schon einmal abgeschreckt (u.a. auch Auszubildene, Studenten, Schüler).

    Bei uns im Verein kenne ich alleine zwei Übungsleiter (nicht Fußball) die aufgehört haben, weil der Verein deren Gruppen kein Budget zur Verfügung gestellt hat. Die konnten sich das finanziell erlauben, fühlten sich aber vom Verein ausgenutzt.


    Chris Ein Stück Offtopic: Welche Erfahrungen hast du denn mit 15jährigen Trainern gemacht? Dreimal konnte ich 15jährige überzeugen, als Co-Trainer einzusteigen. Zwei waren Totalausfälle, haben mit den Absprachen, Hinterhertelefonieren,... eher be- als entlastet und einer hat nur ein halbes Jahr durchgehalten, hat das aber in dem halben Jahr sehr gut gemacht, dann wurde es ihm zu viel. Und das waren schon die "vernünftigen" Jugendlichen aus dem Ort. Und in dem Alter muss auch immer noch eine volljährige Person dabei sein, allein wegen der Aufsichtspflicht aber auch wegen der Kommunikation mit den Eltern. Ich kenne bei uns im Landkreis nur drei Beispiele, in denen es mit Jugendlichen (U18) geklappt hat, kann aber sofort 30 Negativbeispiele benennen.


    Wenn Kids das nur des Geldes wegen machen würden, dann würde ich denen empfehlen, Schiedsrichter zu werden, da bekommen die das 3 bis 4fache für den gleichen Aufwand. Goodie Ich kann mir daher nicht vorstellen, dass die Aufwandsentschädigung das einzige Argument sei.

    Pfiffiges Konzept ist übertrieben: Die Westseite unseres Sportplatzes ist bepflanzt. Das Jugendtraining findet meistens im Schatten statt. Die Herren Mannschaften trainieren eher auf der Osthälfte zu einer späteren Tageszeit. Das liegt aber eher daran, dass es näher am Vereinsheim ist. Da Vereinsheim liegt morgens und mittags im Schatten und ist daher abends angenehm kühl. Insgesamt gibt es viele Bäume auf unseren Sportplatz, was die ihn etwas kühler als die Umgebung macht. Wir werden künftig auch an unserem Baumbestand arbeiten: Totholz entfernen und neue Bäume pflanzen.


    Im kommenden Sommer werden wir die Anstoßzeiten im Vorfeld auf den frühen Vormittag oder späten Abend verscheiben. Diese Saison hatten wir häufig Glück, dass die Spiele genau zu diesen Uhrzeiten angesetzt wurden. Das haben wir unter den Jugendtrainern bereits besprochen.


    Im Sommer mache ich gerne einmal ein Training, bei dem die Kinder Wasserpistolen und Wasserbomben mitbringen dürfen. Andere Trainer verlegen das Training auch schon einmal in das Schwimmbad, mir ist das wegen der Aufsichtspflicht aber etwas zu heikel.


    Uns macht gerade vor allem das Wasser zu schaffen. Die Plätze werden vor allem nachts bewässert vor allem bei Windstille, um Verwehung und Verdunstung zu vermeiden. Wir wollen so schnell wie möglich im Boden versenkbare Beregnungen installieren, weil wir das Wasser dann noch effizienter einsetzen können. Wir nutzen Grundwasser und haben unser Kontingent die letzten drei Jahre überschritten.

    Vielen Dank für den Thread. Das ist auch das Thema, wass mich momentan sehr beschäftigt. Die Voraussetzungen bei uns und dem Augangsthread sind sehr ähnlich: JSG und ländlicher Raum.


    Ich bin in drei Funktionen bei uns tätig: Als Jugendkordinator sah ich uns auf einen ganz guten Weg zu einer besseren Zusammenarbeit. Ich habe viele Gespräche geführt, mit Trainern und Jugendleitern aus den Vereinen, viel am gegenseitigen Vertrauen gearbeitet. Die Hälfte der Vereine hat nun neue Fußballvorstände und/oder Jugendleiter. Nun stehe ich fast wieder bei null. Für mich hat sich das Thema JSG damit erledigt, da momentan Einigkeit herrscht, dass jeder Verein lieber sein eigenes Süppchen kocht.


    Als Mitglied im Vorstand möchte ich hier mal eine Lanze für Vorstandsmitglieder brechen. Auch die machen das alles ehrenamtlich und unentgeltlich. Die Aufgabe des Jugendleiters kann es nicht sein, den Trainern alle unliebsamen Aufgaben abzunehmen. Aufgabe des Vorstandes ist es, Strukturen und Rahmenbedingungen zu schaffen. Die Suche nach neuen Trainern ist nicht nur Aufgabe des Jugendleiters, darum sollten sich alle Vereinsmitglieder bemühen. Einige Trainer haben die Erwartungshaltung an den Vorstand, die sie bei den Eltern gegenüber den Trainern kritisieren.


    Bei meinen (erfolglosen) Bemühungen neue Trainer zu finden, habe ich den potitiellen Trainern immer versucht mehrer Möglichkeiten mitzugeben. Sie hätten als Chef-Trainer oder Co-Trainer einsteigen können, alle administrativen Aufgaben wären ihnen auf Wunsch abgenommen worden. Für die C-Jugend, die regelmäßig Meister wird, hätte ich Trainer gefunden (Da möchte der alte Vater-Trainer aber auch weiter machen.). Für die weniger erfolgreiche D- und E-Jugend oder die neu gegründete Mädchenmannschaft hagelt es Absagen.


    Für 50€ im Monat Aufwandsentschädigung alleine, würde niemand den Trainerjob übernehmen. Das drückt aber zum einen eine Wertschätzung für den Trainer aus, zum anderen ist das ungefähr der Betrag, den mich meine Trainertätigkeit im Monat etwa kostet (Spritgeld, Weiterbildung, Give-Aways etc.). Ich bin der Meinung, dass kein Trainer mit einem finanziellen Minus aus seiner Tätigkeit herausgehen sollte. Neben einer Aufwandsentschädigung sind aber andere Faktoren die hier bereits genannt wurden (Sichtbarkeit, Trainingsmaterial, vernünftige Sportstätten, Trainersitzungen, etc.). Und! (das ist ein riesiges Problem in meinem Verein) Zusagen müssen eingehalten werden.