Beiträge von ParkerS

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    Hallo,


    bei der Suche von Maßnahmen zur Gewinnung von Nachwuchsfußballer/innen stoße ich immer wieder auf "Bring a friend"-Aktionen, die sehr erfolgreich sein sollen. Ich kann mir unter solchen Aktionen nict so richtig etwas vorstellen, bzw. mir fehlt da auch etwas die Kreativität.


    Die Mannschaften setzen sich zumindest bei uns im Verein vor allem aus Freundeskreisen zusammen. Ein Großteil der Neuzugänge (nach Gründung einer Mannschaft) besteht aus Freunden oder Freundinnen, die mal zum Training mitgebracht werden. Die Spieler/innen werden auch dazu animiert einmal Freunde mitzubringen, allerdings im laufenden Trainingsbetrieb. Gilt das schon als "Bring a friend" Aktion?


    Organisiert ihr spezielle "Bring a friend"-Aktionen? Und wenn ja, wie laufen die ab? Als spezielles Training? Turnier? Event/Fest?

    Mehrere Varianten:


    Eigentlich eine feste JSG mit 9 Vereinen, da wäre die weiteste Strecke 21 km. Realistisch gibt es innerhalb der JSG aber keine weiteren Strecken als 12 km. Fahrt zum Training über Eltern, Spiele je nach federführenden Verein mit Vereinsbussen.


    Es etablieren sich aber immer mehr Spielgemeinschaften außerhalb der festen JSG. Da liegen wir zwischen 7-12 km. Dementsprechen 5-15 Minuten Fahrzeit. Bei einer dieser Mannschaften gibt es einen Bustransfer auch beim Training zwischen den Sportplätzen. Die übrigen organsieren die Fahrten über die Eltern.

    CommentNCo Gibt es bei euch im Landkreis Kreisauswahlen? Vielleicht wäre das etwas für dich. Oder du entscheidest dich für eine B-Lizenz und probierst dich als Stützpunkttrainer. Dann könntest du Vereinstreue und Ambitionen verknüpfen.


    Eine JSG ist noch lange keine Garantie, dass deine Mannschaft ein höheres Leistungsniveau erreicht. 7er/9er Mannschaft mögen für die Aubildung besser sein, aber bei uns sind die kleineren Mannschaften leider meistens der Anfang vom Ende, weil die leistungsstärkeren Spieler gerne in "richtigen" Mannschaften spielen wollen.

    Oesi81 Hör bitte nicht dewegen auf. ^^ Das was du beschreibst, ist meine Erfahrung nach leider der Traineralltag. Ich kann daher die Aussage des Vorstandes nachvollziehen.


    Woraus ziehst du deine Motivation Trainer zu sein. Du hast geschrieben, dass du vor drei Jahren als Papa-Trainer angefangen hast. Ist dein Sohn immer noch dabei? Wenn ja, verbringst du doch eine (meistens) tolle Zeit mit deinem Sohn. Und vier weitere Jungs + Eltern ziehen doch voll mit. Das ist doch gar nicht schlecht. Und dann helfen auch 1-2 Spieler aus dem jüngeren Jahrgang aus. Ich gehe mal davon aus, dass die zur Kategorie "Kern" gehören. Dann hast du doch schon 7 Spieler, an denen du dich erfreuen kannst.


    Will damit sagen: Erfreue dich an den positiven Aspekten. Ärger dich nicht über die 2-3 Spieler, auf die du nicht zählen kannst. Ist leicht gesagt, ich weiß, aber du wirst die nervigen Eltern/Spieler nicht missionieren können. Meiner Erfahrung nach sind viele Eltern da beratungsresistent.

    Ich habe es genau so gemacht wie du, Dirk. Bei vier unterschiedlichen Mannschaften.


    Leider lassen sich nicht alle Spieler darauf ein. Manche Kinder sind damit "mental" einfach überfordert. Es kommt da doch sehr auf das Elternhaus an. Kinder die es von zuhause oder der Schule gewohnt sind, Befehle zu erhalten und daher keine intrinsische Motivation entwickeln, können dann beim Training nicht einfach switchen.

    Ich hatte bei den Eltern kaum Gegenwind. Die ein Drittel konnte ich in Gesprächen überzeugen, ein Drittel war es einfach egal, ein Drittel stand eher auf die Oldschool-Methode. Ersteres Drittel hat sich auch prächtig entwickelt, die Dritte Gruppe gar nicht.


    Ob ich es immer wieder so machen würde? Hängt stark von den Eltern/Spielern ab.

    Ich bin gerade in einer ähnlichen Situation wie CoachGerti.


    Wir haben eine U8 gegründet (kein Spieler hat vorher bei den Bambinis gespielt). 7 2017er, 3 2018er. Das erste Training lief ziemlich optimal. Das zweite, dritte und vierte Training war ziemlich wild. Die Kinder haben einen Mordsspaß gehabt, haben sich viel bewegt. Nur mit Fußball hatte das gar nichts zu tun. Das ist für mich auch grundsätzlich okay.


    Ich habe mir allerdings letzte Woche nach dem Training die Frage gestellt, ob ich mit den Jungs bald an 3 gg. 3 Festivals teilnehmen soll. Ich erhoffe mir dadurch, dass die Jungs dadurch ein bisschen mehr Ehrgeiz beim Fußball entwickeln, denn gegen fremde Kinder ist das Spielen dann doch ein anderes. Wir würden sehr wahrscheinlich alle Spiele recht hoch verlieren.

    Momentan scheitere ich daran den Jungs "Seitenaus" zu erklären, für das Erläutern der Torschusszone werde ich sicherlich noch einige Zeit benötigen. (Letzteres ist mir halbwegs egal. Wenn die ein Tor schießen, das nicht zählt, sollen die sich doch freuen, beim Ergebnis wird es dann einfach nicht gezählt.)


    Habt ihr dort Erfahrungen? Ist es sinnvoll, die Jungs so früh zu den Festivals anzumelden? Oder sollte ich damit lieber noch warten und erst einmal in ihrem Freundeskreis "Mannschaft" weiter kicken lassen?

    Ich kann Gegenteiliges berichten. 15 Spiele, ich glaube es, gab insgesamt nur ein Foul pro Spiel. Aber so ein faires Turnier habe ich auch noch nie erlebt. Und dabei waren 3-4 Trainer mit zweiflhaften Ruf dabei.

    Danke für die Statistik. Interessant, gerade weil im kommenden Jahr (2024) eben diese Umfrage erneut durchgeführt wird.


    Ich gehe davon aus, dass der Anteil an Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren, 2024 insgesamt steigen wird, während der Anteil bei Sport und Bewegung abnehmen wird. Als Ehrenamtlicher im Sport vergisst man immer ganz schnell -zumindest geht es mir so-, dass es auch viele andere Bereiche gibt, in dem man sich engagieren kann. Auf der anderen Seite müssen sich Sportvereine und Verbände Gedanken machen, wie sie das Ehrenamt im Sportverein attraktiver gestalten.


    Die Differenz zwischen "Mama- und Papatrainer" beim Fußball kann man hier aber kaum ableiten. Die werden sich etwas angleichen, wenn die Mädchen, die heute Fußball spielen, selber Kinder bekommen. Nach Argument Nummer eins, warum Eltern keine Mannschaft trainieren, "Keine Zeit", folgt auf dem zweiten Platz "Ich habe keine Ahnung von Fußball" auf Platz zwei. So zumindest meine Erfahrung.

    Goodie Bei dem extremsten Fall würde ich den Wachstumsschub ausschließen, da ich die schon einige Jahre kenne und der Laufstil schon als Kind so war. Die mangelnde Bewegung der Vorjahre sieht man ihr an, sie hat kaum Körperspannun. Daher vermute ich ja auch einen Zusammenhang zwischen Laufstil und mangelnder Rumpfmuskulatur. Aber diesen Laufstil beobachte ich ja auch bei Jungen, miestens bei den größeren, aber nicht bei allen großen Spielern.

    Die Frage war ja: Was sind die Gründe für das fehlende Streckung des Knies beim Sprint. Wie kann man am Laufstil der Spieler arbeiten, ohne Einzeltraining?



    Es ist jetzt etwas offtopic: Rangelspiele laufen bei den Mädchen so ab, dass sobald sich ein Mädchen weh tut, alle das Spiel abbrechen, das Mädchen trösten und sich gegen mich verbünden. Bei Jungen und der selben Übung weinen die Jungen kurz und gehen beim nächsten Mal härter in den Gegner rein, so dass ich sie in der Aggresivität eher drosseln muss. Jungs kann man herrlich gegeneinander antreiben ("Du bist ja wohl schneller als xy."). Bei den Mädchen heißt es dann: "Willst du damit sagen, dass ich langsam bin? Das ist gemein." Im nächsten Training geben die dann Vollgas, die würden aber nie zugeben, dass ein Zusammenhang zwischen dem Anspornen und dem Anstrengen gibt.

    Hallo,

    ich habe jetzt schon bei einigen Kindern oder Jugendlichen, die ich trainiert habe, einen schlechten Laufstil festgestellt. Nun geht die Ursachenforschung und Verbesserung des Laufstils über meine Kenntnisse als Jugendtrainer hinaus. Bislang habe ich immer mit den Eltern über den Laufstil gesprochen und auch offen gesagt, dass ich nicht wisse, wie man den gezielt trainieren kann. Selbst mit dem entsprechenden Wissen könnte ich es zeitlich nicht einrichten, am Laufstil einzelner Spieler zu arbeiten.


    Ich betreue zur Zeit eine Mannschaft (D-Mädchen) mit sehr vielen Quereinsteigern. Viele davon haben außerhalb der Schule nie einen Sport betrieben. Charakterlich sind die eine glatte 1 (auch die Elternschaft): sehr zuverlässig, aufgeweckt, fröhlich, frech, aber wissen wo die Grenzen sind. Allerdings haben die vor allem im athletischen und koordinativen Bereich große Defizite.

    Besonders auffällig ist dabei, dass einige Spielerinnen bei Sprints die Kniee nicht durchstrecken und dadurch keinen Speed (vor allem bei Sprints, die länger als 5 Meter sind) aufbauen. Ich vermute dahinter eine schawache Rumpfmuskelatur oder verkürzte Muskeln in den Beinen. Ich weiß es nur nicht. Ich habe mich mit dem Thema häufig beschäftigt, weder Online oder bei Gesprächen mit Trainern (auch anderer Sportarten) bin ich , was die Ursachensuche angeht, fündig geworden. Kann mir vielleicht jemand von euch helfen? Bei Jungenmannschaften baue ich gerne kleine Rangelspiele oder Laufwettbewerbe ein, so stärken die die Rumpfmuskellatur, ohne es direkt zu merken. Bei Mädchen bin ich mir damit unsicher.

    Moin deMonnes,


    du bist mit deinem Latein noch lange nicht am Ende! Eine Mannschaft ist immer auf dem letzten Platz. Du hast doch eine spielfähige Mannschaft. Das kannst du auch als Erfolg für dich verbuchen. Die Jungs stecken die Niederlagen ganz gut weg, auch das kann ein Verdienst von dir sein.


    Mein Tipp an dich (ich bin in einer ähnlichen Situation): Definiere deine Ziele neu!!! Du wirst aus einem Esel kein Rennpferd machen. Und wenn du in der untersten Staffel auf Platz sieben (von 9?) abschließt, dann hast du auch bei einer Mannschaft mit starken Leistungsgefälle keinen talentierten Spieler dabei. Die Jungs bewegen sich und haben Spaß dabei. Damit bist du wahrscheinlicher erfolgreicher als 1/3 der Trainer, die in der Tabelle über dir stehen.

    Was ich an deinen Erläuterungen kritisieren könnte ist, dass du die Mannschaft beim Training in zwei Klassen einteilst, auch wenn ich deine Gründe dafür sehr gut nachvollziehen kann. Wäre es für deine Spieler mit dem größeren Ehrgeiz als Anreiz möglich, denen Einsätze in der D1 zu verschaffen?

    Ich habe bei meiner Mannschaft das Techniktraining auf ein Minimum heruntergeschraubt. Mein Hauptaugenmerk liegt aktuell auf das Verhalten unter einander, dem Schiedsrichter gegenüber und dem respektvollem Umgang mit dem Gegner. Keine Übungen mehr, nur(!) noch Spielformen und Spiele.

    Ey, du blinder ...
    Ist das dein erstes Spiel was du pfeifst oder was du blinden ...
    Ey Schiriiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii, was soll das, anders rum ...
    Was ist mit dir, bist du blind, immer von der gleichen Stelle Freistoß für die anderen usw. usw.
    Ey rote Karteeeeeeeee usw usw.

    Ich muss sagen, solche Kommentare habe ich in Kinder- und Jugendspielen noch nie gehört. Bei Herrenspielen ist das ja schon fast Standard <X. In der Regel reicht es ja auch schon, jeden Pfiff und jede Aktion laut zu kommentieren, um einen großen Einfluss auf unerfahrene Schiedsrichter zu nehmen. Da müsste schon angesetzt werden.


    Der 1. FC Nürnberg und der BFV haben eine Sportplatz-Etikette verabschiedet. Diese wird von Vereinsverantwortlichen und Schiedsrichtern unterschrieben. Nicht nur die Vereine sondern auch die Schiedsrichter verpflichten sich gewisse Regeln einzuhalten. Ich finde die Idee sehr gut. Ich denke die Akzeptanz ist einfach höher, wenn nicht nur Spieler, Trainer, Betreuer in die Pflicht genommen sondern auch die Schiedsrichter.


    Ich hatte dieses Wochenende einen SR (allerdings ein sehr erfahrener) der mich zur Weißglut getrieben hat. Der hat jeden Pfiff auch noch kommntiert und wollte/hat den Spielern (12 Jahre alt) immer einen Vortrag gehalten, warum er gepfiffen hat und was der Spieler hätte tun müssen, damit er nicht gepfiffen hätte. Bei Einwürfen wurde präventiv 4-5 erklärt, wie richtige Einwürfe zu machen wären. Mansplaining at its best. Die Spieler haben mich schon gefragt, was der den von ihnen wolle. Das Spiel war dadurch sehr zerfahren. Obwohl es kaum Unterbrechungen gab, war die Nettospielzeit bei max 2/3 der Zeit, weil jeder Pfiff das Spiel für etwa 1 Minute unterbrochen hat. Ich habe den SR in der Halbzeit darauf angesprochen (wirklich im ruhigen Ton und abseits der Spieler), er erwiderte mir, dass er entscheide würde, wie er pfeift -da hat er recht- und das es seine Aufgabe wäre, den Spielern, die Regeln beizubringen. In der zweiten Hälfte ging es so weiter. Mit Fehlentscheidungen kann ich besser umgehen, der SR hat mich echt zur Weißglut getrieben. In meinen Augen hat er durch seine egozentrische Art das Spiel zerstört.

    Danke für den Thread.


    Ich bin auch der Meinung, dass die Schiedsrichter angehalten werden sollten, für "Meckern" sofort eine gelbe Karte zu geben. Das sehen die Regeln übrigens auch vor (Ich habe hier gerade ein Regelbuch 2023/24 vor mir liegen.). Allerdings für de mir der Reklamierarm nicht ausreichen, auch wenn ein Spieler sich über Entscheidungen ärgert, ist das in meinen Augen noch kein Meckern. Wer allerdings mit dem Schiedsrichter diskutiert -> Gelb. Zum Schiedsrichter hinrennen und diskutieren -> Zeitstrafe.

    Meckern, der Trainer ->Gelb. Wiederholtes Meckern ->Zeitstrafe für das eigene Team. (So wie im Handball)


    Wir sollten aber nicht immer nur die Schuld bei den Profis suchen (Ich will die auch nicht in Schutz nehmen). Bei denen geht es nicht nur um Emotionen sondern auch um Geld. Im Amateur-Bereich sieht man solche Situationen auch jede Woche. Und mehr als 50% der Zuschauer (zumindest beobachte ich das bei uns im Umfeld) finden das auch vollkommen okay. Die Vorschläge die ich oben beschrieben habe, sollten konsequent von der Kreisklasse (auch in der Jugend) bis zur CL umgesetzt werden. Nicht nur bei den Profis.

    weshalb es bei den ganz klaren Fouls teilweise zur Situation kam dass Spieler schon aufhörten zu spielen. Weil sie eben dachten der Pfiff kommt, aber er kam eben nicht.

    Diese Situation erlebe ich bei Spielen sehr häufig, allerdings meistens wenn Zuschauer/Trainer lautstark Freistöße fordern.


    Ich freue mich immer über die Ansetzungen direkt nach einem Schiedsrichterlehrgang, weil da bei den Jugendspielen häufiger SR angesetzt werden, die Aufgrund ihrer guten Leistungen in den ersten Spielen schnell in höheren Ligen oder vermehrt als SR-Assis im Herrenfußball eingestetzt werden.

    Wir versuchen bei angesetzten SR (und damit meine ich nicht die, die häufig für die Heimmannschaft pfeifen) diese wirklich zu hegen und zu pflegen. Dazu gehört eine Willkommenskultur (persönliche Begrüßung, den Wasser und einen Snack bereit zustellen, die SR-Kabine ist immer aufgeräumt) aber auch Gespräche nach den Spielen. Man muss nicht nur loben, sondern kann mit den meisten auch über manche Situationen noch einmal sprechen. Die letzten 2 Spielzeiten ist es nur noch einmal vorkommen, dass ein angesetzter Schiedsrichter nicht erschienen ist. Und diejenigen, die sich ernsthaft mit der Schiedsrichterei auseinandersetzen, kommen auch gerne zu uns, dass hat der Ansetzer auch schon einmal gesteckt.


    Schlechte Erfahrungen habe ich seitdem nur mit nicht-angesetzten (Heim-)Schiedsrichtern gemacht. Leider regelmäßig.

    Wenn das so in der Satzung geregelt ist, dann haben Vereinsmitglieder ein Anrecht. In den beiden Besipielen von Schalke und Dortmund ist aber auch von "Teilnahme am Vereinsleben" die Rede. Man kann am Vereinsleben auch teilnehmen, ohne einen Sport auszuüben. Die Art der Teilnehme kann auch nicht vorgeschrieben sein. Sonst gehe ich gleich zu meinem Verein und fordere ein, dass ich ab sofort Karate, Lacrosse und Parcour machen möchte und die mir das gefälligst anzubieten haben.


    Chris Vielleicht ist bei euch im Leitbild/Jugendkonzept (falls dein Verein so etwas hat) verankert, dass es für jedes Mitglied ein Fußballangebot geben soll und es wird im Verein auch so gelebt. Einen Rechtsanspruch gibt es aber nicht.

    Papatrainer83  let1612 Bei "konzentriert euch" und "wacht auf" bin ich total bei euch. Aber "jeder hat einen Gegenspieler" ist eine sinnvolle Hilfestellung. Genauso "zwischen Gegenspieler und Tor". Diese Thematik habe ich mit Übungs- und Spielformen schon etliche Male thematisiert. Ich habe die korrekte Stellung beim Defensivverhalten durch Fragestellungen mit den Kids erarbeitet, mehrfach. Im Kollektiv und mit jedem einzeln. Auch die Zeitpunkte habe ich variiert. Mit den Spielern gesprochen, als die gerade ausgewechselt wurden, im Training, vor dem Spiel, nach dem Spiel, in der Halbzeit.

    Im Spiel sind die Kinder bei den Ecken dann permanent überfordert bzw. unkonzentriert. Ich könnte jetzt natürlich die Kinder einzeln ansprechen. Aber bis ich das getan hätte, wäre der Eckstoß bereits ausgeführt.

    micha1987 Nach deinen Schilderungen finde ich das Verhalten des 1. Trainers bedenklich. Vor der Mannschaft muss er dich voll unterstützen und deine Autorität stützen (andersrum allerdings ebenso). Das würde ich so auch beim ersten Trainer einfordern, sollte es wegen irgendwelcher (Disziplinar-)Maßnahmen zwischen euch unterschiedliche Auffassungen geben, ist das im Innenverhältnis zu klären. Eine Suspendierung oder der komplette Rauswurf von Spielern obliegt natürlich dem ersten Trainer (so habt ihr das ja vorab geklärt). D "Entweder ich oder die"-Karte solltest du aber nicht spielen.


    Das Verhältnis zwischen dir und den drei Störern ist irreparabel zerstört (vor allem, da die Situation jetzt schon 1 1/2 Jahre stattfindet). Dir sollte bewusst sein, dass nicht alle Probleme durch Gespräche gelöst werden können. Auf die "reinigende Kraft der Kabine" würde ich auch nicht zählen, sonst hätte das Team nicht einen der drei zum Mannschaftsführer gewählt.


    Ich frage mich, warum du das 1 1/2 Jahre hingenommen hast und jetzt, wo die Mannschaft in einem 1/2 Jahr eh Geschichte ist, nach einer Lösung suchst. Entweder schmeißt du jetzt hin (das zeugt nicht von Schwäche, wenn du das jetzt denkst) oder du hälst es noch die letzten 6 Monate aus.

    let1612 Tolle Fragen, die du da aufgeworfen hast. Viele Fragen würde ich mit "Ja" beantworten.


    Teilweise wurden/werden diese Fragen ja bereits umgesetzt. Bei uns haben alle Vereine auf Bezirksliga-Ebene staige-TV, einige nutzen auch die Analyse-Funktionen. Bis in die 1. Kreisklasse werden beinahe alle Spiele per Liveticker erfasst. Die Funino-Turniere passen sich ja auch der "Unzuverlässigkeit" der Elternteile an. Kleine Teams, An-, Um- und Abmeldungen sind noch kurz vor Turnierbeginn möglich. Bei uns gab es gerade während der Corona-Epidemie eine medial stark gepushte E-Liga (Fifa), die am Ende aber an der Unzuverlässigkeit der Teams gescheitert ist. Die meisten Teams nutzen auch Apps (mit unterschiedlichen Erfolg) zur An- und Abmeldung. Viele Mannschaften/präsentieren sich medial und auf Social-Media (mit all den Problemen von Datenschutz und Leistungsdruck).

    Ich selber nutze Befehle von der Konsole bei Erklärungen (ich bin kein Gamepad-Trainer). Aber die Ideen von Steilpässen (Dreieck) und Sprint (L2) z.B. kann man so wunderbar verpacken. Und die Fähigkeiten der Kids sind die Stats, da können die Kinder zumindest sehen, welche fussballspezifischen Fähigkeiten es gibt.


    Als Trainer bin ich mit einigen Entwicklungen überfordert, bzw. fehlt mir die Bereitschaft (auch zeitlich) jeden "Fortschritt" mitzumachen. Einige Änderungen "Liveticker" bei DFBnet haben mir die Arbeit aber auch erleichtert. Andere Änderungen sind einfach zu kostenintensiv (Exerlights oder Sportstation).


    Ich denke, dass wir beim Vereinswesen bleiben werden. Die Schulen sind sowohl von den Raum-/Platzkapazitäten als auch personell (Fachkräfte) auf Unterkante genäht. Und Eltern haben auch kein Problem, die Kinder "krank" von der Schule abzuholen, wenn es mal regnet oder die Kids einfach keine Lust haben.

    Als ich begonnen habe den Text zu lesen, bin ich erst einmal ins Schwärmen geraten. Vieles kling sehr gut (Sportanlage, breites Sportangebot, Anzahl der Jugendmannschaften, lizenzierte Trainer) . Das ist erst einmal als ein Pfund, mit dem du/ihr wuchern könnt.


    Das Bild, dass du von den Trainern/Mannschaften zeichnest, ist genau das Gegenteil:


    Die Mannschaften sind deutlich zu klein. 10 Spieler? Das kann ja nur gut gehen, wenn jeden Spieltag kaum Kinder ausfallen. Das klappt nach meiner Erfahrung nur bei Mannschaften, die sehr erfolgreich sind (Ich beobachte bei uns eine hohe Korrelation zwischen Erfolg und Anwesenheit). Entweder solltet ihr neue Spieler werben (Tag des Fußballs, Fußball AG in der Schule, etc.), Jahrgänge zusammenlegen oder in Spielgemeinschaften mit den anderen Vereinen der Stadt gehen.


    Ich habe bei deinen Beschreibungen das Gefühl das die Mannschaften/Trainer eher gegeneinander arbeiten als miteinander. Ich würde mit denen einen regelmäßiges Trainertreffen machen. Am besten auch einmal eine gemeinsame Feier, um den Zusammenhalt zu fördern. Ob das bei den Charaktären, die du beschreibst, möglich oder sinnvoll ist, kann man aus der Ferne aber schwer beobachten.


    Ich halte von einem Konzept sehr viel. Das hängt aber davon ab, ob du ggf. andere Trainer in der Hinterhand hast. Denn wenn du ein Nachwuchskonzept hast und Trainer sich nicht daran halten, dann machst du/ihr euch unglaubwürdig. Das klingt bei euch nicht so. Also würde ich mir die Arbeit sparen. Bei uns im Verein gibt es Jugendtrainer, der sich auch nicht reinreden lassen möchte, seine Mannschaft spielt aber recht erfolgreich und die Stimmung in der Truppe ist auch super. Dem würde ich nie so ein Konzept aufzwingen wollen.


    Sich als Jugendleiter regelmäßig den Spielen blicken lassen, ist in meinen Augen zwingend notwendig und sollte umgehend erfolgen. In den Gesprächen mit den Eltern bekommt man wahnsinnig viele Informationen. Auch Infos die man als Trainer nicht erhält. Und die Eltern fühlen sich wertgeschätzt. Das ist sehr wichtig.


    Das sind so die ersten Gedanken: Du hast da einige Baustellen vor dir.

    Im NFV ist das genauso in der Jugendordnung geregelt wie WDFV. Mit der Regelung soll das Abwerben von Spielern verhindert werden. Das gilt nur für Spieler mit einer Spielerlaubnis für einen Verein.


    Im Herrenbereich habe ich bei einem Verein trainiert (in der Nähe des Arbeitsplatzes) und am WE bei meinem Heimatverein gespielt.