Gestern das zweite offizielle Training der Vorbereitung gehabt (C1), leider ist die Hälfte noch im Urlaub, somit waren nur 10 Spieler da. Zum Abschluss haben wir ein Trainingsspiel gegen die C2 gemacht, bei denen nur 7 da waren. Ich habe also großzügig zwei gute Spieler rübergegeben, damit es ausgeglichen ist.
War es aber leider nicht: Die C2 hat relativ deutlich gewonnen, lag vor allem daran, dass bei der C1 einige wichtige Spieler gefehlt haben und die C2 in Bestbesetzung + zwei Leistungsträger der C1 gespielt hat. Aber ist ja auch alles kein Problem, es war ja nur ein vereinsinternes Trainingsspiel - für mich...
Der C2-Trainer sah das offenbar anders:
1) Ich habe in dem Spiel auf Abseits geachtet und jede Entscheidung wurde kommentiert. Erst vom Trainer, dann auch von Spielern. Ich würde das ja nur entscheiden, weil ich nicht verlieren will.
2) Es wurde bei jedem Tor ausgelassen gejubelt, als ob gerade die WM gewonnen wurde. Nach dem Training haben mich die C1-Spieler angesprochen und sagten, dass das echt unnötig war und genervt hat. Mag sein, dass es besonders nervt, wenn man die Tore kassiert, aber dennoch gehört sich das in einem Trainingsspiel eher nicht.
3) In den letzten Minuten hieß es nurnoch "wir haben es gleich geschafft" oder "haut den Ball raus". Das ließ für mich nur die Interpretation zu, dass die Mannschaft in einem Trainingsspiel (!) auf Sieg und das Ergebnis gespielt hat.
Die C2 wird personell im kommenden Jahr auf uns angewiesen sein, das war leider vor den Spielern überhaupt keine Werbung. Zumal die Jungs, die gestern bei der C1 da waren, eher diejenigen sind, die dort öfters aushelfen sollen. Ich habe dem Trainer nach dem Training nochmal erklärt, dass sich sowas nicht gehört. Abends hat er mir dann noch eine Sprachnachricht geschickt und erklärte, dass er einfach sehr emotional wäre und sich das nicht verbieten lassen will.
Grundsätzlich jedenfalls ziemlich freche Aussagen von einem 20-Jährigen Trainernovizen gegenüber einem angehenden EJ-Lizenztrainer. Wenn sich das nicht ändert, wird es ein sehr anstrengendes Jahr.
Wenn das ganze Spiel nur auf Emotionen aufgebaut ist, frage ich mich, was er tun wird, wenn es mal schlecht läuft. Kommen dann negative Emotionen? Oder kommt er dann über die Schiene "das schaffen wir noch"? Spätestens beim dritten mal, wenn es nicht mehr geschafft wurde, macht er sich unglaubwürdig.
