Beiträge von Charles De Goal

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    Die letzten 3 Seiten sind verdammt anstrengend und haben hier nichts mit dem Thema zu tun.


    Sicherlich ist das ein Thema, das seine Daseinsberechtigung hat und in einem separaten Thread (vernünftig!!) diskutiert werden kann. Aber dann können die Leute, die es nicht interessiert, einfach den entsprechenden Thread meiden.


    Ich für meinen Teil möchte hier über die Wiederaufnahme des Trainings diskutieren und lesen, wie es in anderen Orten Deutschlands aussieht.


    Alles andere gehört für mein Verständnis woanders hin und hat auch im engeren Sinne nichts mit Fußball zu tun.

    Manchmal komme ich auf die Forum-Seite und muss mich neu einloggen. Tue ich dies, kommt eine Nachricht mit "Zugriff verweigert" ("Der Zutritt zu dieser Seite ist dir leider verwehrt. Du besitzt nicht die notwendigen Zugriffsrechte, um diese Seite aufrufen zu können."), aber ich sehe Benachrichtigungen und mein Profilbild. Klicke ich auf eine Benachrichtigung, kann ich diese lesen und bin im Unterforum oder Thread eingeloggt. Gehe ich erneut auf die Startseite, bin ich weiterhin ausgeloggt.


    Es muss an der Foren-Software liegen. Gibt es da einen Fix oder ein Update? Passiert bestimmt 4-5 mal in der Woche.

    Also Anwesenheitslisten schützen natürlich nicht vor Corona.. :D Aber sie versprechen definitiv Infektionsketten zu finden und zu ersticken. Und da auch jeder Verein zwingend ein Hygienekonzept haben muss, ist der Schutz natürlich gegeben.


    Mich würde interessieren, ob einer von den Trainern hier schon einen Fall im Verein hatte und eine Mannschaft in Quarantäne musste bzw. ein Verein das Corona-Training abbrechen musste! Bei uns im Ort waren inzwischen fast alle Vereine (5 von 6) und Mannschaften (ca. 50) aktiv und es gab keine Zwischenfälle. Gleiches gilt auch für andere Sportarten (seit dieser Woche ist in NRW auch wieder Hallensport erlaubt).

    Naja, 11 von 16 Bundesländern verbieten Fußball mit Kontakt, obwohl sie weniger Infektionen haben.

    Es gibt also durchaus Gründe

    Umso schlimmer, dass man das Privileg hat, zu trainieren, und es sich selbst verbietet, obwohl man es 4 Wochen problemlos durchgeführt hat.


    Ich denke, dass das Gesundheitsamt oder die Stadtverwaltung schon gewissenhaft Entscheidungen und Regelungen treffen, da muss man sich nicht selbst Verbote auferlegen. Wenn diese beiden Instanzen sagen, dass es kein Problem ist, muss man sich keins selber machen.

    Wenn ihr zum Kreis Gütersloh gehört,könnt ihr halt nicht kicken.

    Wieso können wir dann nicht kicken?


    Es gibt keine Einschränkungen im sportlichen Bereich und im sonstigen öffentlichen Leben. Lediglich die Schulen sind geschlossen.


    Gesundheitsamt und Stadtverwaltung haben auf Nachfrage bestätigt, dass Sport nach den gängigen Regeln (30er-Gruppen mit Hygienekonzept) kein Problem ist. Warum sollen wir dann nicht kicken können?

    Bei uns im Kreis sind ab heute wieder Schulen und Kitas dicht, da es in einem bekannten Schlachterei-Betrieb eine hohe dreistellige Infiziertenzahl gibt. Der Ort des Geschehens ist allerdings 35km Luftlinie entfernt. Es gibt also keine Berührungspunkte zum Geschehen.


    Gesundheitsamt und Stadtverwaltung sagen, dass Sportvereine in unserem Ort ganz normal weitermachen dürfen. Warum auch nicht? Wir haben bei 30.000 Einwohnern seit 6 Wochen Null (!) Neuinfizierte. Es geht lediglich um ein Gebiet am anderen Ende des Kreises, zu dem wir unglücklicherweise gehören.


    Trotzdem bestehen Teile unseres Vorstandes darauf, sofort den Trainingsbetrieb einzustellen. Es mag plausible Argumente geben (warum keine Schule, aber Sport erlauben?), ich sehe aber überhaupt keinen Zusammenhang zwischen dem Geschehen dort und dem Geschehen bei uns. Die Schulen werden halt geschlossen, weil das den ganzen Kreis betrifft und man keine Ausnahmen machen kann. Würde man Ausnahmen machen, wären unsere Schulen noch offen. Solange es keine offiziellen Einschränkungen gibt, muss man sich jawohl nicht selbst welche auferlegen.


    Fühlt sich an wie ein Rückschritt, das diskutieren zu müssen. Schlimmer noch: Da wir an der Kreisgrenze leben, ist 200m weiter von unserem Platz alles normal: Schulen offen, keine Diskussion über Schließung der Sportanlagen.

    Wie läuft eigentlich eine Spieleraquise ab, wenn man nicht selber ein NLZ oder mind. Oberliga Team mit Perspektive hat? Das ist nur reine Neugier. Muss man ein Netzwerk aufbauen oder eine Reputation im jeweiligen Ort als Meistertrainer haben?

    Perspektive ist das wichtigste. Diese muss nicht sportlich sein, kann auch mannschaftlich oder menschlich sein. Niemand wird zu einem Verein zum Probetraining kommen (ob eingeladen oder aus Eigenantrieb), wenn dieser keine oder nur eine negative Perspektive aufzeigen kann.

    Auch die beste Mannschaft kann menschlich daneben sein oder die schlechtesten Fußballer können eine geile Mannschaft bilden. Eine Mannschaft mit Defiziten in diesen Bereichen wird es immer schwer haben, neue Spieler zu begeistern und dort werden auch Spieler aufhören. Wenn alles passt, wird sich das auf Dauer auch in der Spieleranzahl widerspiegeln.


    Dass Spieler von selbst kommen, ist (zumindest im Dorf) selten und darauf kann man sich nicht verlassen. Da muss man (wenn nötig) als Trainer aktiv werden und Freizeitkicker auf dem Platz ansprechen, eigene Spieler mal drauf ansetzen, ihre Freunde zu überzeugen, gezielt Werbung machen und Ohren offen halten, ob im Umkreis jemand mit Fußball aufgehört hat oder den Verein wechseln möchte. Damit habe ich den meisten Erfolg gehabt. Je älter die Spieler werden, desto schwieriger wird es natürlich.


    Grundsätzlich ist es sicher einfacher, wenn man jemanden im Verein hat, der sich für alle darum kümmert. Aber dann hängt alle Arbeit an einem.


    Es gibt es noch ganz andere Möglichkeiten, wenn man nicht gezielt für eine Altersklasse sucht, sondern allgemein in allen Klassen Spieler haben möchte (Fußballcamp, Streetsoccer-Turnier, Vereinsangebote abseits vom Fußball).


    Falls jemand noch andere Tipps hat, ich bin sehr interessiert!

    Letztendlich musst du dich nicht rechtfertigen.


    Es ist aber suboptimal bei euch abgelaufen und ich denke ihr solltet da zukünftig vorausschauender und kooperativer agieren.


    Und das nicht nur weil du Koordinator bist, schon aus Eigeninteresse interessiert mich wie gesagt Die Planung der Nachbarjahrgänge.

    Ich will meinen Spielern viel Spielzeit geben, mag deshalb kleine Kader. Dafür muss ich aber wissen, wie es über und unter mir aussieht.

    Wenn ich nachher stetig nach oben Spieler abgehen muss, aber unter mir der Kader auch dünn besetzt ist, dann muss ich anders planen, als wenn die beiden Kader rappelvoll sind.

    Bisher liefen die Mannschaften größtenteils autark und bei "Problemen" galt es, die Kommunikation zu suchen.


    Das ist leider hier nicht geschehen, daraus kann man definitiv lernen!

    Tut mir leid, aber aus der Verantwortung kannst du dich mM nach nicht völlig rausziehen, wenn du der Koordinator bist und das erst im Juni erstmalig ansprichst.

    Als Koordinator bist du für alle Mannschaften mitverantwortlich, eben nicht nur für deine. Und wenn es nur ist, den betreffenden Trainern in den "Arsch zu treten". Besser wäre natürlich, da ganze frühzeitig konstuktiv und gemeinsam anzugehen.

    Da muss ich was zu sagen: Im Dezember hat sich ein ehemaliger Trainer des Jahrgangs gemeldet und gesagt, er bringt sich ein. Er hat seitdem das Training mitgestaltet und versichert, sich um Spieler zu kümmern (Zitat: "stelle eine gute Truppe zusammen"). Auf Nachfragen über die letzten Monate hieß es immer "ja, das läuft". Und das Thema kam jetzt plötzlich auf, weil man im Trainerteam offenbar gemerkt hat, dass es doch nicht läuft. Im Juni, wo alle Vereine ihre Kaderplanung fertig haben, ist es zu spät. Im Januar/Februar hätte man durchaus vieles machen können (u.A. haben wir 3 Wochen Corona-Training angeboten, während die Vereine im Umkreis noch geschlafen haben).


    Ich ziehe mir den Schuh auf jeden Fall an, dass ich da näher hätte dran sein müssen und das mehr hätte verfolgen müssen. Aber bei einem Trainerteam von 4 erwachsenen Menschen kann man sicherlich erwarten, dass man bei so einer Planung transparent vorgeht und frühzeitig die anderen Organe des Vereins um Hilfe bittet. Vor allem, wenn auch der Abteilungsleiter der Cheftrainer dieses Teams ist. Der steht in der Hierachie über mir.

    Hier ein schöner Artikel über die schönste Nebensache auf der Insel.

    https://11freunde.de/artikel/die-inseln-der-anderen/456723

    Interessante Informationen, auch wenn der Artikel schon 7 Jahre alt ist.


    Zum Thema passt definitiv der letzte Satz, der ein wenig Einblick auf die Inseln gibt:

    Zitat

    Dort wurde er Tor­schüt­zen­könig in der Zweiten Liga. Heute inter­es­siert er sich für Schach. Er belegt momentan Platz 16 der färöi­schen Lan­des­rang­liste.

    Der Held des größten fußballerischen Erfolges des Landes hat dem Fußball den Rücken gekehrt und spielt jetzt Schach (und gehört da zu den besten des Landes).


    Ich sehe überhaupt keine Vergleichbarkeit mit irgendeinem Dropout, sondern sehe die Faröer-Inseln eher als "Land der unbegrenzten Möglichkeiten", wenn man Nationalheld im Fußball sein kann und anschließend zu den besten Schachspielern des Landes gehören kann.


    Fängt da jemand neu mit Fußball an, wird er sofort bei einem der Top-18-Vereine des Landes spielen und in Liga 4 spielen.

    Wenn man Trainer nach den Hauptgründen für den Dropout fragt wird ja immer eSport und Playstation etc. genannt und das gibt es auch auf den Färöern.

    Es gibt hier wie gesagt einen Thread, der sich mit dem Thema befasst und es vielseitig beleuchtet.


    Dort gibt es genug Trainer, die es NICHT speziell auf eSport und Playstation "schieben", sondern einfach die Möglichkeiten zur Entfaltung als Problem sehen. Es gibt heutzutage so viele unterschiedliche Angebote für Jugendliche. Ich behaupte, dass diese auf den Faröern nicht so breit gestreut sind wie in Deutschland.


    Ich empfehle dir den Dropout-Thread mal durchzulesen (falls du es noch nicht getan hast), dort gibt es viele viele Ansätze, die nichts mit Computern zu tun haben.

    Also ich zähle auf den Faröern 18 Vereine, davon haben aber manche natürlich auch eine zweite Mannschaft. Zehn dieser Vereine spielen in der ersten Liga, in der ersten Liga spielen 13% Legionäre.

    Die erste Liga spielt um EL- und CL-Quali, somit tue ich mich schwer, diese mit den Amateurligen in Deutschland zu vergleichen.


    Und hier einen Vergleich zum Dropout in Deutschland zu ziehen, finde ich sehr gewagt. Zumal die Angebote von Tennis, Basketball, Aerobic, Trampolin springen oder Rennradfahren auf den Inseln mit Verlaub sehr rar gesäht sein sollten. Einzig Handball kann dort mithalten.

    Genau, ich bin das mit der großen JSG :D


    Unser Konzept steht den anderen zur Verfügung. Trotzdem braucht es diese 3 Wochen Vorbereitung. Hätte ich vllt. dazu schreiben sollen. Die Frage ist halt, ob es sich noch lohnt, in den Ferien wieder einzusteigen.


    Gemeinsam mit der F-Jugend haben wir die Chance, auf dem Platz meines Stammvereins bereits zum 17.06 mit dem Training zu beginnen. Info ging gestern an die Eltern raus, dass wir noch 2 Leute benötigen, die die Desinfektionsstationen betreuen (da wo sich die Kinder die Hände desinfizieren). Sollte sich da jemand melden, werden wir denke nächste Woche bereits einsteigen. Kommt da keine Rückmeldung, war's das für diese Saison. In so einer Situation ist ein wenig Hilfe wohl angebracht.

    Also ich würde die Ferien nicht als KO-Kriterium nehmen, kein Training anzubieten. Es werden sicherlich einige nicht in den Urlaub fahren und selbst wenn nur die Hälfte weg ist, kann man für die anderen etwas anbieten. Dazu kommen eben die vorangegangenen Monate ohne Training, da kann man einiges "nachholen".


    Wir haben entschieden, dass die Trainer wenn gewünscht auch in der Ferienzeit Training anbieten können. Sei es nur kicken oder Spaßtraining. Kinder in den Ferien beschäftigen kommt immer gut an und kann nach der langen Pause auch dafür sorgen, dass der Zusammenhalt und das Mannschaftsgefühl aufgefrischt werden.


    Die Corona-Zeit ist das beste Argument, die Sommerferien zum kicken zu nutzen.

    Immerhin hatte man bereits gute 5 Wochen Zeit gehabt, sich mit dem Thema zu beschäftigen.

    Wir in unserem Stammverein haben schon seit Ende Mai einen Plan in der Schublade, wie die Auflagen umzusetzen sind. So schwierig ist es ja nicht...

    Wart ihr das mit der JSG aus so vielen Vereinen oder verwechsle ich da was? Dann wird es natürlich schon schwierig, alle an einen Tisch zu bringen. Aber wenn ihr bereits ein Konzept habt, könnt ihr es ja an die anderen Vereine weitergeben, bevor sie selbst eines erarbeiten und zu völlig anderen Erkenntnissen kommen. :D


    Ich habe unserem JSG-Partner auch unser Konzept weitergegeben. Erste Reaktion war: Super, danke, wir kümmern uns. Nach einer Woche und Nachfrage war die Reaktion: Neeeeeeeeee, wir machen das doch nicht. Aber wenn bei euch wie gesagt die Bereitschaft da ist - dann ist die Hürde ja genommen.

    Und warum guckt die C2 nicht in der D-Jugend nach Spielern, die ergänzen können?

    Ja, das habe ich dem Trainerteam auch nahegelegt. Vor allem gibt es im FLVW keine Festspielregelung zwischen D- und C-Jugend - zwischen C1 und C2 dagegen schon.


    Heißt: Nach 2 Spielen in 4 Wochen ist ein C-Jugendlicher in der C1 festgespielt und muss 7 oder 10 Tage (weiß ich jetzt nicht so genau) pausieren, um wieder C2 spielen zu können. Theoretisch darf aber die ganze D-Jugend in der C-Jugend aushelfen (sofern das Spiel nicht am gleichen Tag ist).


    Darüber zu sprechen ist auf jeden Fall immer der richtige Schritt. Dann kann man Missverständnisse aus dem Weg räumen und gemeinsame Lösungen erarbeiten.


    Natürlich werden aber solche Gespräche dazu missbraucht, um Vorwürfe zu machen. So musste ich mir von den B-Jugend-Trainern anhören, dass ich egoistisch bin und die B nicht unterstützen will. Möchte ich schon, aber ich zwinge keine 12-13-Jährigen dazu, gegen 14-15-Jährige zu spielen.

    Ja, dieses Vakuum ist mir auch dann aufgefallen und das ist bei uns tatsächlich nie formuliert worden. Bei uns sind grundsätzlich die Trainer für ihre Mannschaften verantwortlich (bzw. bei Trainerwechseln die Trainer für die kommende Saison). Um sicher zu gehen, ob die entsprechenden Trainer das auch wissen, hab ich gestern mal nachgehorcht. Beide betroffenen Trainerteams haben mir gesagt, dass sie wüssten, dass sie dafür verantwortlich sind, aber das einfach auf die lange Bank geschoben haben. Sehr schade.


    Wir haben jetzt erstmal beschlossen, auf Facebook und Instagram Werbung zu machen und gezielt Spieler in den Teams anzusprechen, die Freunde zum Probetraining motivieren sollen. Wir möchten ungern aktiv Spieler von anderen Vereinen abwerben (das machen genug andere und hinterlässt meist ein schlechtes Bild beim abgebenden Verein, wenn man zwischen Kreisligisten Spieler abwirbt).


    Problem ist natürlich: Wer Fußball spielen will/kann, spielt schon irgendwo. In der B-Jugend wird es kaum Neuanfänger geben und wenn doch, dann sind die meist nur eine quantitative Verstärkung. Das Thema wurde an anderer Stelle hier ja schon breit disktuiert (Dropout D- und C-Jugend). Neue Spieler finden ist (zumindest in unserer ländlichen Region) schwierig. Man kann nur seinen Kader beisammenhalten und hoffen, dass sich die gute Arbeit (wenn man sie denn macht) rumspricht und sich 1-2 Spieler pro Jahr melden. Aufhören werden nämlich immer welche. Wir haben 6 Vereine bei 28.000 Einwohnern in der Stadt, da hat jeder Verein zu kämpfen.


    Wir haben aber jetzt einen Verein aus dem Nachbarort gefunden, der das gleiche Problem eine Stufe akuter hat. Eventuell können wir deren B- und C-Jugend per Zweitspielrecht bei uns unterbringen. Könnte passen, da wir seit vielen Jahren bereits (J)SGs bei den Damen und Mädchen mit dem Verein haben.

    Das wäre eine Lösung, aber natürlich mit viel Glück im richtigen Moment. Ich werde mich mit der Fragestellung beschäftigen müssen, was wir machen würden, wenn das nicht klappt oder es diese Lösungsmöglichkeit nicht geben würde.