Beiträge von Charles De Goal

Du bist noch kein Trainertalker? Registriere dich kostenlos und nehme an unserer Community teil!

Du bist Trainertalker? Zur Anmeldung

    Vergangene Woche habe ich folgendes mit meinen Mädels gemacht: ich nenne es mal "Flach-Tennis" - kam so gut an, dass wir es 2/3 des Trainings gemacht haben und die Mädels sogar auf die abschließende Torschuss-Übung verzichtet haben, um noch eine Revanche austragen zu können.

    Ähnliche Übung für ein 1 gegen 1, vielleicht auch möglich für größere Teams, ich habe es aber nur im 1 gegen 1 ausprobiert: Ich nenne es Flachpasstennis!



    Warum "Tennis"? Statt über ein Netz muss der Ball zwischen den Hütchen durch. Und statt einmal auf den Boden aufzukommen, darf der Ball nur ein (oder zweimal) berührt werden. Ziel ist es, den Gegner zu Fehlern zu zwingen und dadurch Punkte zu machen.


    Weitere spannende Spielchen, die ich ausprobiert habe:

    Fußball-Billard: mit Bänken von Bierzeltgarnituren ein 2x4 Bänke großes Feld gebaut. An den langen Seiten in der Mitte und an den Ecken Platz gelassen, damit Bälle durchpassen. Dann zwei Ballfarben, einen schwarzen Ball und einen zum spielen und dann einfach nach Billard-Regeln.

    Fußball-Squash: Tische von Bierzeltgarnituren in U-Form aufgestellt, der eine Spieler schießt den Ball rein (Einfalls-Winkel = Ausfalls-Winkel) und der andere muss ihn direkt (oder mit zwei Kontakten) wieder reinschießen.

    Fußball-Golf: Hoola-Hoop-Reifen sind quasi das "Loch", Hindernisse können je nach Bedarf aufgebaut werden. Der Ball muss am Ende im Reifen liegen bleiben. Alternativ auch einfach Pässe durch einen stehenden/hängenden Reifen.


    Alle vier Übungen sind nicht besonders spielnah, aber sind Wettkämpfe unter Corona-Regeln, machen Spaß und trainieren kleine Bausteine wie die Passtechnik, Reaktionsschnelligkeit und die Kinästhetische Differenzierungsfähigkeit.

    Und warum lässt Du nicht ein normales 4-vs.-2-Rondo spielen, wobei es einen Punkt gibt, wenn ein Pass von Stirnseite zu Stirnseite gelingt (also durch die Schnittstelle der Verteidiger)? Was sollen die Tore? Sie unterbrechen doch nur den Spielfluss und der Verteidiger hat sie ständig im Weg.

    Momentan wird in ca. 70% der Vereine in 5er-Gruppen ohne Körperkontakt trainiert. Deshalb ist ein Rondo 4 gegen 2 nicht möglich, da dafür 6 Spieler benötigt werden und Zweikämpfe stattfinden können.


    Wenn wieder normales Training möglich ist, bin ich ein großer Fan vom 4 gegen 2 mit Doppelrunde bei einem Pass durch die Mitte. Nur momentan können das viele nicht anbieten, da sie sonst gegen geltende Verordnungen verstoßen.


    Und wie ich schrieb: Alternativ ein Dreieck aus Hütchen durchspielen, dann sind keine Tore im Weg und man hat einen Spielfluss.


    Ich bin es allerdings langsam Leid, dass unter meinen Beiträgen meine Philosophie und Kompetenz von dir und Trainer E in Frage gestellt werden. Ich lese den Unterton sehr wohl zwischen den Zeilen und finde das nicht in Ordnung. Wenn du ein Problem hast, melde dich gerne per PN und wir klären das. Aber ich möchte mich nicht ständig in den Threads für meine Ansätze rechtfertigen müssen und mir sagen lassen, dass ich sowieso alles falsch mache. Danke im Voraus!

    Charles De Goal : "kein Bock-Phasen, andere Interessen" - in einem leistungsorientierten Verein arbeite ich mit solchen Spielern in der U15 nicht mehr -> die werden ersetzt.

    @kein Bock und andere Interessen:
    würde ich im Leistungsbereich auch nicht mehr akzeptieren. Die Frage ist natürlich wo fängt der Leistungsbereich an...

    Natürlich ist das nicht akzeptabel im Leistungsbereich. Und wer von euch weiß schon im Sommer, dass im März nicht einer Handball für sich entdeckt oder zu viel Stress in der Schule hat?


    Ich hatte in der U14 einen Führungsspieler der U15-Landesauswahl, sollte ins NLZ eines Bundesligisten wechseln. Der hat Hals über Kopf mit Kickboxen angefangen, ging nicht mehr zum Stützpunkt und kam nur noch einmal in der Woche zu unserem Training.

    Versteht das nicht falsch, ich kann solche plötzlichen Sinneswandlungen ab der U15 auch ganz schwer akzeptieren. Aber wenn es soweit ist, ist es zu spät und war auch meist nicht vorhersehbar. Und dann fällt plötzlich ein Spieler weg.


    Mein Beitrag bestand übrigens auch aus mehr als nur den vier Worten. Wenn das alles ist, an dem man sich stört, ist es ja gut!

    Schade das die Positionen in dem Alter schon so fest verteilt sind.

    Dachte zumindest zwischen Mittelfeld und Angriff sollten die Spieler noch flexibel einzusetzen sein.

    Eigentlich tut es auch den Abwehrspielern gut im Mittelfeld weiter Erfahrungen zu sammeln.

    Aber da bin ich als Kleinfeldtrainer wohl zu sehr an der Realität vorbei....

    Ich bin mir relativ sicher, dass bei den Trainern hier nichts in Stein gemeißelt ist und niemand auf die Position festgenagelt wird.


    Dennoch werden ab der U15 vor allem im Leistungsfußball oder zumindest in ambitionierten Teams die Stärken und Schwächen sichtbar. Und da ist es mit Sicherheit nicht falsch, dass Spieler langsam mal auf Positionen eingeplant werden, die sie gut bekleiden können und auch gerne spielen. Brauche ich den ruhigsten Passgeber mit einer guten Übersicht vielleicht eher am Spielaufbau als im gegnerischen Strafraum? Soll der Spieler mit dem härtesten Schuss der Liga Außenverteidiger spielen oder ist er um das gegnerische Tor herum besser aufgehoben? Das sind doch sicherlich Überlegungen, die du als Kleinfeldtrainer auch spätestens ab der E-Jugend hast, oder? Man merkt doch, wer mit seinen Fähigkeiten wo am besten aufgehoben ist.


    Natürlich haben Außenspieler offensiv und defensiv ähnliche Anforderungen. Auch Innenverteidiger und zentrale Mittelfeldspieler haben ähnliche Aufgaben im Spiel (natürlich je nach Spielidee des Trainers). Ich denke, es spricht nichts dagegen, wenn man eine grundsätzliche Planung für die Saison auf den geeigneten Positionen macht. Dass es dann auch alles so sein muss, steht nirgendwo geschrieben.


    Ich denke, dass du als Kleinfeldtrainer noch keine 30 Spieltage-Saison mit pubertierenden Jungs geplant hast. Verletzungen, kein Bock-Phasen, andere Interessen, Verletzungen... Und du brauchst jedes Spiel 11 Leute (+ Ersatzspieler), im besten Fall also 15 Leute. Mit denen kannst du schon fast zwei Kleinfeldmannschaften planen. Je mehr Leute, desto mehr Variablen. Man kann keinem verdenken, dass er darauf vorbereitet sein will und eben eine Einteilung nach Positionen macht.

    Na und? Hab ich an irgendeiner Stelle geschrieben, dass eine besonders spielnahe Übung ist oder sein soll?


    Ich möchte, dass die Spieler den Ball zirkulieren lassen und im richtigen Moment den Pass in die Mitte spielen. Außerdem Spielverlagerungen auf engem Raum spielen, wenn das Tor zu ist. Der Verteidiger muss eben die Tore oder das Dreieck in den Deckungsschatten nehmen.


    15 Pässe, damit der Ball nicht minutenlang herumgespielt wird ohne auch nur auf das mittlere Tor zu gucken. Ist eben eine Steigerung mit Zeitdruck.

    Charles De Goal : wie verhalten sich die Spieler bei dir in der Übung? Meine würden nur das Tor zustellen und keine Bewegung in Richtung Ballbesitzer machen. Verhinderst du das mit Punkte für Pässe bei den Äußeren?

    Sie haben ja gar nicht die Aufgabe, eine Bewegung richtig Ballbesitzer zu machen. In der Mitte geht es eigentlich um nichts anderes als umzuschalten oder zu antizipieren, was die Ballbesitz-Gruppe vorhat. Erkenne ich, dass der Ball gleich rübergeht, kann ich schon auf die andere Seite laufen und dort das Tor zumachen.


    Eigentlich ist das eine Übung für die Äußeren, um das Spiel zu verlagern und den Verteidiger zu täuschen.


    Wir haben das Anfangs mit einem Dreieck in der Mitte gemacht, durch das der Ball gespielt werden musste.


    Steigerung ist dann, dass der Ball nach z.B. 15 Pässen in einem Tor landen muss, andernfalls war der Ballbesitz nicht erfolgreich. Bei dem Dreieck kann man die Regel einführen, dass mindestens jeder z.B. 15 Pass durch das Dreieck gehen muss.


    Wir sind eine gute C1, deshalb ist das sicherlich schon gehobenere Klasse als eine D-Jugend. Aber wenn die Mannschaft den Ball gut und schnell laufen lässt und verlagert, kann man da wirklich tolle Situationen kreieren. In der Mitte ist es halb wirklich nur Laufarbeit, beim Dreieck wird es ein bisschen spielerischer.

    Das klingt nach einer ziemlich durchdachten Planung. Diese Technikdetails coachen wir auch in jeder zweiten Woche mit einem klaren Schwerpunkt pro Einheit, die Jungs können total davon profitieren, einfach mal zu lernen, worauf sie bei bestimmten Bewegungen achten sollten. Und dazu eignet sich das kontaktlose Training in den Kleingruppen super, es ist halt immer nur die Frage, wie man es verkauft. "Kleingruppentraining mit Techniktraining" klingt nun mal besser als "jetzt dürfen wir schon wieder keine Zweikämpfe machen".


    Aber bevor das hier wieder eine Grundsatzdiskussion wird: du möchtest durchaus auch Technikbesprechungen machen und "von der Pike auf" (haha, das passt ja super) lernen? Also auch Trockenübungen durchführen und diese langsam mit Bewegung und Gegnerdruck steigern?

    Charles De Goal das soll jetzt keine Unterstellung in Richtung deines Vereins... sondern nur wiedergeben, wie es eben meist läuft und die andere Seite der Medaille darstellen.

    Ich unterschreibe diesen Ansatz hundertprozentig, hatte ich vor ein paar Seiten hier auch schonmal erwähnt:

    Warum nicht direkt Kontakt mit dem Trainer aufnehmen und mal abklopfen, wie er den Spieler beurteilt und objektiv und auf Augenhöhe über die Möglichkeiten und Chancen des Spielers sprechen? Dadurch erfährt man doch viel mehr als mit einer Anfrage und einem Probetraining. Wenn das in der Schweiz so oder so ähnlich läuft, empfinde ich es als besseres System. Ein System, in dem die guten nach oben gepusht werden ist meiner Meinung nach besser als ein System, in dem sie nach oben geholt werden.


    Ein ehrliches "Ich hab hier einen für euch" ist meistens eine qualitativ bessere Beurteilung als ein "Wir wollen einen von euch" - die aufnehmende Seite kann vieles im Umfeld des Spielers doch gar nicht beurteilen und kennt keine Hintergründe. Ich als Trainer weiß doch, was meine Spieler für Ziele haben und wie hart sie dafür arbeiten. Das weiß aber niemand, der den Spieler mal spielen sehen hat oder die Torschützenliste durchgeguckt hat.

    Was ich halt so rausgelesen habe, das die Betroffenen direkt mit schweren Geschützen auffahren wollen, wie Anwalt, Anzeige, Meldung beim Landesdatenschutzbeauftragten.

    Auch unabhängig von Corona sehe ich es als meine Pflicht an, diese Daten zu schützen. Ich habe sie ins DFBnet eingetragen und habe eine gewisse Verantwortung dazu, wenn ich Zugang zu den Daten der Gegner habe. Ich darf sie weder an Dritte weitergeben, noch sie selbst für andere Zwecke als die Passkontrolle nutzen. Sie an andere Vereine weitergeben geht gar nicht. Das sehen übrigens auch die Eltern so, die in meinem Fall davon betroffen waren. Die wollen aus gutem Grund nicht, dass die Geburtsdaten, Namen und Spieldaten ihrer Kinder zwischen Trainern und Vereinen getauscht werden und im Fußballkreis kursieren.

    Bei den Rechtschreibfehlern bin ich einverstanden, das darf nicht passieren. Und das gibt auch gute Argumente was für eine fehlende Professionalität beim Abwerber bestehen kann. Ein falscher Name, passiert schnell, wenn es nicht gerade um einen typischen Name handelt.

    Nein, das darf nicht passieren. Wenn ich mich um einen Spieler bemühen will, ist es eine Form von Respekt, den Namen richtig zu schreiben. Wenn ich eine Mail mit 5 Namen rausschicke und die alle falsch geschrieben sind, dann kann mein Gegenüber sich ziemlich genau denken, wie wichtig mir eine Zusammenarbeit wäre.


    Beispiel: einer der im ersten Beitrag genannten Spieler hat in der U14 in der Landesauswahl gespielt hat - ja, bei mir in der Kreisliga. Und dann kam erneut der höherklassige Verein und hat uns und dem Vater geschrieben. Der Vater hat nur gelacht und gesagt "solange die unseren Nachnamen nicht richtig schreiben, kommt das gar nicht in Frage". Sie haben es dann tatsächlich nicht geschafft und er spielt immer noch bei uns - was auch für alle Seiten gut so ist. Aber hier ist der andere Verein an der ersten Hürde schon gescheitert.


    Ich weiß nicht, wie du reagierst, wenn jemand dir erzählt, dass er dich schon seit Jahren beobachtet, scoutet und dich gerne in seiner Mannschaft hätte, aber dann nicht mal deinen Namen richtig schreibt oder es kontrolliert. So wichtig scheint es dann wohl doch nicht gewesen zu sein.


    Aber das ist nun wirklich nicht mehr das Thema dieses Threads. Es geht inzwischen hauptsächlich um den Datenschutz (zur Corona-Zeit). Und wenn dagegen verstoßen wird, ist das ein sehr ernstes Thema!

    Und Thema Datenschutz. Solche Information bekommt man durch das Internet heutzutage schnell raus. Da braucht es keine Coronaliste.

    Thema leider verfehlt.


    Genau das ist hier momentan nämlich der Diskussionspunkt: verbotene Nutzung der Corona-Liste haben Vereine nämlich nachweislich betrieben und darüber wird hier gerade diskutiert.


    Ob man dafür nun eine Corona-Liste braucht oder die Daten aus dem Internet bekommt, steht nicht zur Debatte.


    Ich habe diesen Thread auch noch Mal durchgelesen und bin doch etwas erstaunt über die Aussagen hier.

    Dazu möchte ich noch anmerken, dass du den Thread offenbar nicht durchgelesen hast, denn es geht (wie der Titel schon sagt) einzig und allein darum, wie sich höherklassige Vereine (oder welche, die es werden wollen) Kontakt zu Spielern aufbauen. Das wird meiner Meinung nach auch ziemlich klar.


    Ich bin mir relativ sicher, dass kein Trainer hier seinem Spieler Steine in den Weg legt, wenn er zu Höherem berufen ist und eine Chance wahrnehmen möchte. Es geht einzig und allein darum, dass Spieler mit falschem Namen angeschrieben werden oder der Datenschutz missachtet wird, nur um an Namen und Kontaktdaten zu kommen. Das sind unlautere und viel mehr verbotene Mittel.


    Das ist zwar nicht Kernpunkt des Threads, aber da sollten sich Eltern und Spieler überlegen, ob das wirklich der richtige Verein für sie ist. Wenn man nicht mal den Namen richtig schreiben kann oder einfach wild Corona-Listen abtelefoniert, ist man vielleicht doch nicht der auserwählte Superstar, sondern nur einer von 40 Kids, die zum Sichtungstraining kommen sollen.

    Ich würde die Suppe noch viel heisser kochen. Wir reden hier über Kinder. Ich würde niemals jemandem mein Kind anvertrauen der nichtmal die Daten des Kindes schützt. Meldung beim Landesdatenschutzbeauftragten machen, damit der sich der Sache annimmt. Das ist ja kein schlampiges Verhalten sondern mutwilliges.

    Im ursprünglichen Thread ging es um einen gegnerischen Trainer, der nach dem Spiel zu einem damals 12-Jährigen ging und sagte "gib mir doch mal deine Nummer und deine Adresse, dann melde ich mich wegen eines Probetrainings". Er war im Glauben, unseren Verein diesbezüglich benachrichtigt zu haben, hatte er aber nicht.


    Völlig unabhängig von der Benachrichtigung über die Kontaktaufnahme sprechen wir dann über ganz andere Dinge als Datenschutz, wenn man 12-Jährige nach ihren Kontaktdaten fragt.


    Ich sehe das ganze als höchstsensibel an und frage als Jugendleiter auch immer erst die Eltern, wie der Stand ist. Über Anwälte habe ich noch nicht nachgedacht, aber wie gesagt: der Verband wird so ein Verhalten nicht gutheißen und wenn sich das in der Elternschaft rumspricht, ist der Ruf des anfragenden Vereins ganz schnell ruiniert.

    Das dfb Abzeichen führen wir im verein immer im feriencamp durch. ( bis auf corona zeiten😉)

    ich bin da zwiegespalten z.b. beim kopfball, weil das Auch vom zuwerfer abhängt( schockwurf)...

    Beim dribbling parcours ist es eben wie beim spomotest des dfb. Kaum aussagekräftig, weil der beidfüssige der gegnerfern dribbelt und 0,2 Sekunden langsamer ist, eine schlechtere wertung bekommt.( bei den spomotests ist das ja den testern bekannt, finde ich mal positiv). Ob das nun hilft oder nicht mag jeder für sich beurteilen und hängt natürlich von den Erfahrungen und Erwartungen des Trainers und spielers ab. Möchte es also nich per se schlecht reden

    Nunja, beim Kopfball kann man entweder die Trainer werfen lassen oder bei erkennbar schlechten Würfen eine zweite Chance geben. C-Jugendliche können aber im Übrigen auch schon ganz gut Bälle werfen.


    Ich wollte das DFB-Fußballabzeichen auch nicht über alles stellen und es als spielnah beschreien. Es ist aber ein "genormter" Technik-Test, an dem man einige seiner Fähigkeiten messen kann und in einem Jahr wieder machen kann um zu schauen, ob sich z.B. Dribbling und Passspiel verbessert haben. Gleichzeitig kann man auch einschätzen, wie man im Vergleich zu anderen steht (Gesamtpunktzahl oder Medaille).


    Unterm Strich ist das eine Spaßeinheit mit Wettbewerbscharakter (Einzelwettbewerb oder zwischen Gruppen), die ich jedem empfehlen kann - außer natürlich, man möchte eigentlich lieber einen sportmotorischen Test machen oder steht nicht hinter den Anforderungen, die der Test beinhaltet. ;)

    Hallo Charles De Goal , habe gerade den alten Thread noch einmal gelesen und mich würde wirklich brennend interessieren, wie die ganze Sache ausgegangen ist.


    Wir hatten einen ähnlichen Fall und haben das dann so gelöst, dass ein Spielervater -Anwalt einer renommierten Anwaltskanzlei- einen wirklich gepfefferten Brief an den gegnerischen Verein und Trainer geschickt hat.

    Ich vermute, dass du die Sache mit dem Missbrauch der Corona-Daten meinst?!


    Da das unser letztes Spiel vor dem Lockdown war und der Betrieb ruhte, ist da überhaupt nichts gekommen. Es gab wohl deshalb keine Anfragen zum Probetraining oder Avancen des anderen Vereins.


    Wäre das aber so gekommen, hätten wir wahrscheinlich den gleichen Weg eingeschlagen wie ihr: Mit den Eltern diese Geschichte besprechen und dann entweder per Anwalt oder erstmal mit einem persönlichen Schreiben der Eltern auf diesen Missstand hinweisen.


    Das ganze aber nicht mit der Intention, dass sie unsere Spieler nicht anschreiben/ansprechen sollen, sondern mit der Intention, dass dieser Weg der Kontaktaufnahme illegal ist und gegen den Datenschutz verstößt.


    Ich hatte mal den Fall (kann sein, dass ich das hier im Thread auch schon erwähnt habe), bei dem ein anderer Trainer unseren Spielbericht an einen anderen Verein geschickt hat mit der Info "Nummer 9 und Nummer 13 könnt ihr mal ansprechen, die sind gut". Als das dann passierte, habe ich mal nachgehakt und das kam raus. Da habe ich dem jungen Trainer (mit dem ich auch die C-Lizenz gemacht hatte) dazu mal die Meinung gesagt und ihn darauf hingewiesen, dass die Eltern bei mir nachgefragt hätten, wie der Verein an die Infos der Kinder (Name, Nummer, Geburtstdatum) gekommen wäre. Er hat sich entschuldigt und sowohl er als auch der Verein haben versprochen, dass das nicht wieder vorkommt.


    Übrigens der gleiche Verein, bei dem ich diese Datenschutzbedenken zur Corona-Zeit auch habe/hatte. ^^


    Meiner Erfahrung nach reicht bei sowas immer ein deutlicher Hinweis oder ein Drohung mit der Meldung beim Verband.

    Ich habe heute das DFB-Fußballabzeichen mit ein paar kleinen Erschwerungen (für C-Jugend) gemacht. War auch klasse als Wettbewerb, wir haben am Ende alle Spieler der Fünfergruppe zusammengezählt, die Verlierer mussten aufräumen. Hat den Teamgeist auf jeden Fall gesteigert!


    Erstaunlich, wie viele Spieler perfekte Stationen (60 Punkte) geschafft haben. Beim Dribbling hatten wir 3 Spieler in unter 10 Sekunden - wer das Abzeichen schonmal gemacht hat, weiß sicher, wie hoch das zu bewerten ist!

    Info aus NRW:


    Mein Kreis hat gestern die Vereine benachrichtigt, dass unser Impfzentrum unausgelastet ist und am Wochenende spontan Impftermine für Trainer und Betreuer (über 18 Jahre) frei sind. Bis morgen muss die Info vom Verein raus, wer es machen will.


    Kommt für mich persönlich etwas spontan und ich denke jetzt erstmal drüber nach.


    Zum Thema "Lockerung für Geimpfte" wird das meine Meinung aber nicht ändern, da bin ich nach wie vor der Meinung, dass alle gleich zu behandeln sind - auch wenn ich eventuell zeitnah geimpft werde.

    ABER: Ich bin später, wenn jeder ein Impfangebot erhalten hat, nicht mehr bereit mich für Nicht-Geimpfte einzuschränken. Da müssen diese Personen dann auf sich selbst achten.

    Auch, wenn das Thema vielleicht wieder sehr politisch ist und hier die Massen spalten könnte: Ich sehe das genau so. Aber diese Aufhebung kann es erst geben, wenn jeder die Möglichkeit hat(te), von dieser Aufhebung selbst zu profitieren - sprich jeder eine Chance zur Impfung bekommen hat.


    Um es mal provokant auszudrücken: Ich bin nicht bereit, meinen Großeltern abends um 23 Uhr auf der Straße beim Badminton spielen zuzusehen, während ich durchs Fenster zuschauen muss und das Haus nicht verlassen darf. Wir "jüngeren" stehen in der Impfreihenfolge zu recht hinten, haben uns auch wohl zu recht lange eingeschränkt. Da kann es nicht richtig sein, sich das dritte mal zurückzunehmen, während diejenigen, die eigentlich geschützt werden sollten, wieder durch die Straßen tanzen (sofern sie es noch können) dürfen. Offenbar sind sie ja nun geschützt, sodass wenn dann die Einschränkungen für alle aufgehoben werden sollten.


    Solidarität muss in alle Richtungen funktionieren, sonst ist es keine.

    Wenn diese Leute ihre Trainings hier posten, wobei Isoübungen einen Großteil der Trainingszeit einnehmen, passt das leider in das Bild, was ich von Trainern in Deutschland habe: es sagen immer alle, dass sie überwiegend mit Spielformen trainieren. Es macht tatsächlich aber kaum jemand.

    Wer hat hier seine Trainings gepostet und bei welchem davon haben Isoübungen einen Großteil der Zeit eingenommen?


    Dein Einsatz und dein Angebot zur persönlichen Trainingsbetreuung anderer User in allen Ehren, aber du legst hier hier in dieser Philosophie-Diskussion der anderen Seite Dinge in den Mund, die nie irgendwo geschrieben wurden und die auch vermutlich niemand hier in dieser Diskussion unterschreiben würde.


    Das empfinge ich als maximale Frechheit, weil du damit vor allem mich ansprichst. Du ziehst die andere Position bewusst oder unbewusst ins Extrem um sie schlecht zu reden. Aber diese Ansichten sind nirgendwo in diesem Thread so geschrieben oder vertreten worden.


    Offenbar hast du meine Beiträge nicht gelesen oder verstanden, also nochmal: ich bin ein Fan von Spielformen und baue so oft wie möglich darauf. Aber ich vertrete die Meinung, dass neue Bewegungsabläufe schon vorab besprochen und trocken durchgearbeitet werden sollten, damit das eigenmächtige herumprobieren in der Spielform nicht so lange dauert. Die Techniken können dann anschließend unter Druck und mit Gegenspielern in Spielformen angewendet werden.


    Der Streitpunkt ist hier offenbar, ob man 15-20 Minuten Techniken übt, bevor man sie anwendet oder ob man diese Techniken direkt fordern kann und die Spieler sie einfach selbst lernen müssen. Was ich für meinen minimal anderen Ansatz hier für Gegenwind bekomme, ist wirklich unfassbar.


    Um mal den Bogen zum ursprünglichen Thema zu bekommen, denn die meisten Beiträge gehen hier in eine völlig andere Richtung: Der Threadersteller wollte wissen, wie er Positionstraining mit seiner Mannschaft durchführen kann. Ich behaupte, dass die Fußballverbände, die eben den Trainerberuf unterrichten und aus einem größeren Erfahrungsschatz schöpfen können als ein User hier im Forum, dafür die Deutungshoheit besitzen. Wie das jeder für sich interpretiert, ist seine Sache. Aber an der Definition, dass Positionstraining technische und taktische Inhalte für bestimmte Positionen auf dem Spielfeld vermitteln soll, gibt es nichts dran zu rütteln. Technische und individualtaktische Inhalte vermittle ich aber nicht durch "probiert mal aus, wie das geht, vielleicht bekommt ihr es ja hin", sondern mit "wir bringen es dir erstmal bei und dann wendest du es an".


    Ich hatte dem Threadersteller das übrigens beantwortet und er war mit der Antwort und meiner Interpretation sehr zufrieden. Auch für andere Interpretationen war er sicher offen. Plötzlich wurden die Definition und der Grundsatz meines Tipps in Frage gestellt. Völlig am Thema vorbei, Leute. Der User wollte hier keinen Krieg der Philosophien, sondern Ideen für die Durchführung des Trainings.

    Ich habe von Anfang an gesagt, dass der Mix entscheidend ist, das scheint nicht klar geworden zu sein. Und ich habe auch nie etwas gegen Spielformen gesagt - habe das sogar befürwortet. Ich verstehe deshalb nicht, was hier jetzt für ein "Missverständnis" herrscht. Wie soll ein Spieler den Vollspannstoß richtig lernen, wenn er direkt in eine Spielform mit Gegnerdruck geworfen wird, in der er den Ball hektisch schießen muss, weil der Gegenspieler schon vor ihm steht?

    Hektik und Stress sind mit Sicherheit keine guten Ratgeber, wenn es um elementare Bewegungsabläufe wie das Standbein beim Flachpass oder den Trefferpunkt beim Flugball geht. Deshalb bleibe ich dabei, dass es das einzig richtige ist, diese Dinge, die man später fordern will, isoliert zu besprechen und ohne Gegnerdruck zu trainieren, dann mit Gegnerdruck zu machen und anschließend in einer Spielform einzubauen (welches wie mehrfach gesagt genau die genannte Spielform von Trainer E in einer Variation sein kann). Und das ist nun mal "vom Leichten zum Schweren".

    Hektik und Stress sind tolle Dinge, die man wunderbar in Spielformen einbauen kann. Aber nicht, wenn ich einem Innenverteidiger den geordneten Spielaufbau und ein sauberes Passspiel beibringen will.


    Vielleicht ist mein Ansatz zu akribisch, aber ich habe genügend Spieler in allen Altersklassen (vor allem Senioren) gesehen, die keinen geraden Pass spielen können oder die Flugbälle nur direkt schießen können, weil sie nur dann die Kraft dahinter bekommen. Und ja, die waren in der Jugend auch alle mal erfolgreich. Sagt man denen "spiel mal einen Flugball", dann ist das ein verunglückter Vollspannstoß. Und warum? Weil sie erstens diese Technik nie vernünftig gelernt haben und wahrscheinlich zweitens nie die Möglichkeit hatten, sie vernünftig auszuprobieren (weil zu kleines Spielfeld oder zu viel Gegnerdruck in Spielformen). Deshalb sträube ich mich gegen diesen Ansatz und kann auch nicht verstehen, wenn jemand nicht mal 10 Minuten des Trainings für diese elementaren technischen Feinheiten hat, bevor er sie dann mit Gegnerdruck in einer Spielform fordert.


    Wir werden hier nicht auf einen Nenner kommen und jeder wird sowieso so weitermachen, wie er will. Und das ist auch alles okay so.


    Dennoch möchte ich noch die Frage von Trainer E beantwortet haben, die ich schon gestellt habe: Wie lernen Spieler in deinen Spielformen die richtige Technik für einen Flachpass? Woher wissen sie, wo das Standbein steht und wo sie den Ball treffen sollten? Wenn es nicht "gottgegeben" ist, lernen sie es ja vielleicht nur durch ausprobieren und somit vielleicht auch nie, das soll dann der Zufall entscheiden?