Beiträge von Charles De Goal

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    Hallo Charles De Goal , habe gerade den alten Thread noch einmal gelesen und mich würde wirklich brennend interessieren, wie die ganze Sache ausgegangen ist.


    Wir hatten einen ähnlichen Fall und haben das dann so gelöst, dass ein Spielervater -Anwalt einer renommierten Anwaltskanzlei- einen wirklich gepfefferten Brief an den gegnerischen Verein und Trainer geschickt hat.

    Ich vermute, dass du die Sache mit dem Missbrauch der Corona-Daten meinst?!


    Da das unser letztes Spiel vor dem Lockdown war und der Betrieb ruhte, ist da überhaupt nichts gekommen. Es gab wohl deshalb keine Anfragen zum Probetraining oder Avancen des anderen Vereins.


    Wäre das aber so gekommen, hätten wir wahrscheinlich den gleichen Weg eingeschlagen wie ihr: Mit den Eltern diese Geschichte besprechen und dann entweder per Anwalt oder erstmal mit einem persönlichen Schreiben der Eltern auf diesen Missstand hinweisen.


    Das ganze aber nicht mit der Intention, dass sie unsere Spieler nicht anschreiben/ansprechen sollen, sondern mit der Intention, dass dieser Weg der Kontaktaufnahme illegal ist und gegen den Datenschutz verstößt.


    Ich hatte mal den Fall (kann sein, dass ich das hier im Thread auch schon erwähnt habe), bei dem ein anderer Trainer unseren Spielbericht an einen anderen Verein geschickt hat mit der Info "Nummer 9 und Nummer 13 könnt ihr mal ansprechen, die sind gut". Als das dann passierte, habe ich mal nachgehakt und das kam raus. Da habe ich dem jungen Trainer (mit dem ich auch die C-Lizenz gemacht hatte) dazu mal die Meinung gesagt und ihn darauf hingewiesen, dass die Eltern bei mir nachgefragt hätten, wie der Verein an die Infos der Kinder (Name, Nummer, Geburtstdatum) gekommen wäre. Er hat sich entschuldigt und sowohl er als auch der Verein haben versprochen, dass das nicht wieder vorkommt.


    Übrigens der gleiche Verein, bei dem ich diese Datenschutzbedenken zur Corona-Zeit auch habe/hatte. ^^


    Meiner Erfahrung nach reicht bei sowas immer ein deutlicher Hinweis oder ein Drohung mit der Meldung beim Verband.

    Ich habe heute das DFB-Fußballabzeichen mit ein paar kleinen Erschwerungen (für C-Jugend) gemacht. War auch klasse als Wettbewerb, wir haben am Ende alle Spieler der Fünfergruppe zusammengezählt, die Verlierer mussten aufräumen. Hat den Teamgeist auf jeden Fall gesteigert!


    Erstaunlich, wie viele Spieler perfekte Stationen (60 Punkte) geschafft haben. Beim Dribbling hatten wir 3 Spieler in unter 10 Sekunden - wer das Abzeichen schonmal gemacht hat, weiß sicher, wie hoch das zu bewerten ist!

    Info aus NRW:


    Mein Kreis hat gestern die Vereine benachrichtigt, dass unser Impfzentrum unausgelastet ist und am Wochenende spontan Impftermine für Trainer und Betreuer (über 18 Jahre) frei sind. Bis morgen muss die Info vom Verein raus, wer es machen will.


    Kommt für mich persönlich etwas spontan und ich denke jetzt erstmal drüber nach.


    Zum Thema "Lockerung für Geimpfte" wird das meine Meinung aber nicht ändern, da bin ich nach wie vor der Meinung, dass alle gleich zu behandeln sind - auch wenn ich eventuell zeitnah geimpft werde.

    ABER: Ich bin später, wenn jeder ein Impfangebot erhalten hat, nicht mehr bereit mich für Nicht-Geimpfte einzuschränken. Da müssen diese Personen dann auf sich selbst achten.

    Auch, wenn das Thema vielleicht wieder sehr politisch ist und hier die Massen spalten könnte: Ich sehe das genau so. Aber diese Aufhebung kann es erst geben, wenn jeder die Möglichkeit hat(te), von dieser Aufhebung selbst zu profitieren - sprich jeder eine Chance zur Impfung bekommen hat.


    Um es mal provokant auszudrücken: Ich bin nicht bereit, meinen Großeltern abends um 23 Uhr auf der Straße beim Badminton spielen zuzusehen, während ich durchs Fenster zuschauen muss und das Haus nicht verlassen darf. Wir "jüngeren" stehen in der Impfreihenfolge zu recht hinten, haben uns auch wohl zu recht lange eingeschränkt. Da kann es nicht richtig sein, sich das dritte mal zurückzunehmen, während diejenigen, die eigentlich geschützt werden sollten, wieder durch die Straßen tanzen (sofern sie es noch können) dürfen. Offenbar sind sie ja nun geschützt, sodass wenn dann die Einschränkungen für alle aufgehoben werden sollten.


    Solidarität muss in alle Richtungen funktionieren, sonst ist es keine.

    Wenn diese Leute ihre Trainings hier posten, wobei Isoübungen einen Großteil der Trainingszeit einnehmen, passt das leider in das Bild, was ich von Trainern in Deutschland habe: es sagen immer alle, dass sie überwiegend mit Spielformen trainieren. Es macht tatsächlich aber kaum jemand.

    Wer hat hier seine Trainings gepostet und bei welchem davon haben Isoübungen einen Großteil der Zeit eingenommen?


    Dein Einsatz und dein Angebot zur persönlichen Trainingsbetreuung anderer User in allen Ehren, aber du legst hier hier in dieser Philosophie-Diskussion der anderen Seite Dinge in den Mund, die nie irgendwo geschrieben wurden und die auch vermutlich niemand hier in dieser Diskussion unterschreiben würde.


    Das empfinge ich als maximale Frechheit, weil du damit vor allem mich ansprichst. Du ziehst die andere Position bewusst oder unbewusst ins Extrem um sie schlecht zu reden. Aber diese Ansichten sind nirgendwo in diesem Thread so geschrieben oder vertreten worden.


    Offenbar hast du meine Beiträge nicht gelesen oder verstanden, also nochmal: ich bin ein Fan von Spielformen und baue so oft wie möglich darauf. Aber ich vertrete die Meinung, dass neue Bewegungsabläufe schon vorab besprochen und trocken durchgearbeitet werden sollten, damit das eigenmächtige herumprobieren in der Spielform nicht so lange dauert. Die Techniken können dann anschließend unter Druck und mit Gegenspielern in Spielformen angewendet werden.


    Der Streitpunkt ist hier offenbar, ob man 15-20 Minuten Techniken übt, bevor man sie anwendet oder ob man diese Techniken direkt fordern kann und die Spieler sie einfach selbst lernen müssen. Was ich für meinen minimal anderen Ansatz hier für Gegenwind bekomme, ist wirklich unfassbar.


    Um mal den Bogen zum ursprünglichen Thema zu bekommen, denn die meisten Beiträge gehen hier in eine völlig andere Richtung: Der Threadersteller wollte wissen, wie er Positionstraining mit seiner Mannschaft durchführen kann. Ich behaupte, dass die Fußballverbände, die eben den Trainerberuf unterrichten und aus einem größeren Erfahrungsschatz schöpfen können als ein User hier im Forum, dafür die Deutungshoheit besitzen. Wie das jeder für sich interpretiert, ist seine Sache. Aber an der Definition, dass Positionstraining technische und taktische Inhalte für bestimmte Positionen auf dem Spielfeld vermitteln soll, gibt es nichts dran zu rütteln. Technische und individualtaktische Inhalte vermittle ich aber nicht durch "probiert mal aus, wie das geht, vielleicht bekommt ihr es ja hin", sondern mit "wir bringen es dir erstmal bei und dann wendest du es an".


    Ich hatte dem Threadersteller das übrigens beantwortet und er war mit der Antwort und meiner Interpretation sehr zufrieden. Auch für andere Interpretationen war er sicher offen. Plötzlich wurden die Definition und der Grundsatz meines Tipps in Frage gestellt. Völlig am Thema vorbei, Leute. Der User wollte hier keinen Krieg der Philosophien, sondern Ideen für die Durchführung des Trainings.

    Ich habe von Anfang an gesagt, dass der Mix entscheidend ist, das scheint nicht klar geworden zu sein. Und ich habe auch nie etwas gegen Spielformen gesagt - habe das sogar befürwortet. Ich verstehe deshalb nicht, was hier jetzt für ein "Missverständnis" herrscht. Wie soll ein Spieler den Vollspannstoß richtig lernen, wenn er direkt in eine Spielform mit Gegnerdruck geworfen wird, in der er den Ball hektisch schießen muss, weil der Gegenspieler schon vor ihm steht?

    Hektik und Stress sind mit Sicherheit keine guten Ratgeber, wenn es um elementare Bewegungsabläufe wie das Standbein beim Flachpass oder den Trefferpunkt beim Flugball geht. Deshalb bleibe ich dabei, dass es das einzig richtige ist, diese Dinge, die man später fordern will, isoliert zu besprechen und ohne Gegnerdruck zu trainieren, dann mit Gegnerdruck zu machen und anschließend in einer Spielform einzubauen (welches wie mehrfach gesagt genau die genannte Spielform von Trainer E in einer Variation sein kann). Und das ist nun mal "vom Leichten zum Schweren".

    Hektik und Stress sind tolle Dinge, die man wunderbar in Spielformen einbauen kann. Aber nicht, wenn ich einem Innenverteidiger den geordneten Spielaufbau und ein sauberes Passspiel beibringen will.


    Vielleicht ist mein Ansatz zu akribisch, aber ich habe genügend Spieler in allen Altersklassen (vor allem Senioren) gesehen, die keinen geraden Pass spielen können oder die Flugbälle nur direkt schießen können, weil sie nur dann die Kraft dahinter bekommen. Und ja, die waren in der Jugend auch alle mal erfolgreich. Sagt man denen "spiel mal einen Flugball", dann ist das ein verunglückter Vollspannstoß. Und warum? Weil sie erstens diese Technik nie vernünftig gelernt haben und wahrscheinlich zweitens nie die Möglichkeit hatten, sie vernünftig auszuprobieren (weil zu kleines Spielfeld oder zu viel Gegnerdruck in Spielformen). Deshalb sträube ich mich gegen diesen Ansatz und kann auch nicht verstehen, wenn jemand nicht mal 10 Minuten des Trainings für diese elementaren technischen Feinheiten hat, bevor er sie dann mit Gegnerdruck in einer Spielform fordert.


    Wir werden hier nicht auf einen Nenner kommen und jeder wird sowieso so weitermachen, wie er will. Und das ist auch alles okay so.


    Dennoch möchte ich noch die Frage von Trainer E beantwortet haben, die ich schon gestellt habe: Wie lernen Spieler in deinen Spielformen die richtige Technik für einen Flachpass? Woher wissen sie, wo das Standbein steht und wo sie den Ball treffen sollten? Wenn es nicht "gottgegeben" ist, lernen sie es ja vielleicht nur durch ausprobieren und somit vielleicht auch nie, das soll dann der Zufall entscheiden?

    Bundeseinheitliche Notbremse at its best. ^^^^


    Nach gerade mal 9 Tagen und sinkenden Zahlen, die kaum etwas mit der Notbremse zu tun haben können, macht also jetzt schon wieder jeder, wie er will.

    Moment! Die Bundesnotbremse regelt nur ein Mindestmaß an Regelungen, die kann und wird auch Niedersachsen nicht umgehen. Bei denen wird wohl die Inzidenz entsprechend niedrig sein, so dass eigene Maßnahmen alleiniges Merkmal sind.

    Du hast Recht, Niedersachsen liegt Stand Heute unter 100, somit greift dort (bald) die Notbremse nicht mehr.


    Dennoch suggeriert der Beitrag, dass man eine abweichende Sonderregel einführt, die auch für Inzidenzen unter 165 gilt. Und das müsste sie der reinen Logik nach auch, denn die Schüler/Jugendlichen werden ja auch zwischen den Inzidenzen 100 bis 165 zweimal wöchentlich getestet und dann würde ja das gleiche gelten.

    In Niedersachsen soll es ab Montag wieder möglich sein Sport in Gruppen von bis zu 30 Personen mit Kontakt zu betreiben. Dies gilt für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren.

    Begründet wird dies damit, dass diese Gruppe durch Schule / Ausbildungsbetrieb 2x die Woche getestet wird. Inwieweit diese Regelung durch den Inzidenzwert reguliert werden kann, ist mir bislang noch nicht bekannt.

    Bundeseinheitliche Notbremse at its best. ^^^^


    Nach gerade mal 9 Tagen und sinkenden Zahlen, die kaum etwas mit der Notbremse zu tun haben können, macht also jetzt schon wieder jeder, wie er will.

    Du bist also unterm Strich der Meinung, dass man zuerst mit dem Schweren anfängt und das Leichte überspringt? Man muss nicht mit allen Leitsätzen vom DFB einverstanden sein, aber "vom Leichten zum Schweren" ist mit Sicherheit allgemein gültig. Dass Isoliertes Techniktraining das Maß aller Dinge ist, habe ich nirgendwo behauptet und ich empfinde es als Frechheit, mir das so in den Mund zu legen und damit eine Schein-Position anzugreifen.


    Wie lernen Spieler bei dir denn die Schere oder den Übersteiger? Oder wie zeigst du ihnen die richtige Passtechnik? In der Spielform? Das sind eben zum Teil spezielle Techniken, die im Positionstraining geschult werden, weil sie zu den positionsspezifischen Individualtaktiken gehören.


    Das hat nichts mit einem Glaubenskrieg oder einer Interpretation zu tun.


    Es macht einfach keinen Sinn, solche Dinge sofort in einer Spielform zu fordern und zu trainieren. Und seien es nur 20 Minuten, in denen man einen Technikparcours ohne und dann mit Gegenspielern macht...


    Ich gehe doch nicht in eine Spielform und rufe dann bei einzelnen Spielern "das Standbein bitte neben den Ball und dann den Ball mittig treffen" rein. Ich lasse sie vorher "trocken" Pässe spielen, bei denen sie auf unterschiedliche Dinge achten sollen und eventuell sogar selbst erarbeiten, wie der Ball am besten gespielt wird. Möglichst hohe Wiederholungszahl - die ist bei Partnerübungen deutlich höher als in einer Spielform im 6 gegen 6.

    Nach den Partnerübungen geht es dann z.B. in eine Y-Form mit Bewegung, dann in Passspiel auf Ballbesitz mit Gegnerdruck und anschließend in eine Spielform, in der z.B. der Spielaufbau forciert werden soll.


    Direkt in die Spielform zu gehen und Dinge zu fordern, die man nie besprochen, trainiert oder erarbeitet hat, halte ich für nicht zielführend bei den Spielern. Das ist aber deine Idee.

    Ich kenne deine Mannschaft nicht, vielleicht sind sie alle damit gesegnet, perfekte Technik zu haben und individual- und gruppentaktisch alles von Geburt an mitbekommen zu haben. Dann reichen natürlich Spielformen ohne Ende. Aber das ist nicht der Standard.


    Ich weiß leider nicht, was in irgendeinem anderen Thread zu anderen Themen geschrieben wurde, deshalb ist es für mich schwer, die Diskussion hier liegen zu lassen.

    So ist es, und deswegen habe ich mich auch hier aus der Diskussion verabschiedet. Eine spielform ist auch kein lustiges, coachingfreies, small sided game ohne jegliche intention, sondern folgt einer nutzen erkennen- erkenntnis nutzen methode, die nachhaltig Prinzipien vermittelt.

    Das hat auch niemand behauptet. Ganz im Gegenteil, ich habe deine variable Spielform mehrfach als gute Möglichkeit gelobt, das Gelernte spielnah anzuwenden. Aber diese Spielform kann niemals isolierte Übungsformen mit Bewegungsabläufen ohne Gegnerdruck ersetzen, um erste Grundlagen zu schaffen. Und das sollte sie laut der Definition von Positionstraining aus meiner damaligen B-Lizenz auch nicht.


    Ich sage nur, dass es unsinnig ist, durch eine Spielform bestimmte Techniken und Taktiken zu schulen, wenn sie nicht zuerst individuell trainiert wurden. Ich habe schon das Beispiel angeführt und möchte abschließend von dir gerne wissen:


    Wie vermittelst du in dieser Spielform zwei zentralen Mittelfeldspielern nachhaltig, dass sie sich versetzt bewegen und seitlich anbieten sollen (falls das zu deiner Spielphilosophie gehört)? Und wie lernen Flügelspieler und Außenverteidiger das Hinterlaufen in dieser Spielform?


    Das wären positionsspezifische Anforderungen, die ich an einem Positionstrainingstag vermitteln möchte und die nicht einfach nur mit "da musst du halt neben ihm herlaufen" oder "wenn er da steht, musst du da stehen" erklärt sind. Für nachhaltiges Verständnis sollte man meiner Meinung nach in einer speziellen Situation akribisch ins Detail gehen, variable Wiederholungen machen lassen und dann anschließend durch eine spielnahe Spielform Situationen zum adaptieren schaffen. Genau das passiert bei meinem Ablauf "Thema besprechen, Trockenübungen, Steigerung und Spielform", aber den Effekt hat man nicht mit einer sofortigen Spielform.


    Meine Definition von nachhaltigem Positionstraining wären sowohl Aufwärmspiel, als auch zwei Übungsformen (eine ohne und eine mit Gegnerdruck) zu einem bestimmten positionsspezifischen Thema und anschließend das Anwenden in einer spielnahen Spielform. Kein Jugendspieler unterhalb der Bezirksliga, der das vorher noch nie gehört hat, setzt das sofort ohne Zögern in einer Spielform mit Provokationsregeln gut um. Vielleicht haben wir da aber auch unterschiedliche Ansprüche.



    Zumindest konnten wir TorRalf helfen und seine Frage scheint beantwortet zu sein.

    Daher wäre meine Frage Charles De Goal wie du das anstellst?

    Was wäre ein positionsspezifisches Training z. B. für einen Außenbahnspieler?

    Bisher habe ich das noch nicht gemacht, aber für mich wäre das für die Offensive z.B. Flanken, hinterlaufen, Spiel über den Dritten und offensives 1 gegen 1 am Flügel, für die Defensive z.B. Abwehrkopfball, defensives 1 gegen 1 am Flügel. Die Techniken kann zuerst "trocken" isoliert durchsprechen, in kleinen Übungen aufbauen und dann mit Gegnerdruck und später einer Spielform einbauen. Ich habe das bereits für andere Positionen so gemacht.

    Worin läge für dich der Nachteil, ausschließlich in der gewählten Spielform (ggf. mit Modifikationen und oder Provokationsregeln zu trainieren, die du ja durchaus als sinnvolles Element per se gutheißt?

    Ich sehe da gar keinen Nachteil. Ist sicherlich auch eine Herangehensweise, aber da kann ich überhaupt nicht auf die einzelnen Anforderungen der Positionen eingehen. Will ich den zentralen Mittelfeldspielern seitlichen Freilaufen oder versetztes Anbieten beibringen, muss ich das doch zuerst isoliert besprechen und langsam steigern. Ich gehe doch nicht in eine Spielform und sage "So liebe 6er, heute mal seitlich freilaufen und immer dran denken, dass ihr bei einer Doppelsechs versetzt steht". Die Blicke kann ich mir ungefähr vorstellen.

    Die Definition von positionsspezifisch ist, dass dein Training auf die Anforderungen einer bestimmten Spielerrolle zugeschnitten ist, nicht dass man isoliertes Techniktraining oder so was in die Richtung macht. Das kann man zwar auch machen, aber es ist sicherlich nicht die Definition.

    Doch, irgendwie ist es genau das: Das Training hat die Schwerpunkte, die eine bestimmte Position erfordert. Und dabei geht es hauptsächlich um Techniken und Individualtaktiken. Was darüber hinausgeht, ist nicht positionsspezifisch, sondern Gruppen- oder Mannschaftstaktik (wo natürlich positionsspezifische Dinge erwartet werden, die zuvor vielleicht mal trainiert werden sollten). Natürlich spielen in einer Übung zu einer Gruppentaktik die Spieler ihre Position (sofern diese festgelegt ist). Das hat aber nichts mit positionsspezifisch zu tun. Wie gesagt: die Übung von Trainer E kann so eine Spielform zum Abschluss sein, um der Gruppe oder den Gruppen die Möglichkeit zu geben, die gelernten Techniken und Taktikten anzuwenden. Wenn Spieler in Spielformen ihre Position spielnah bekleiden sollen, ist das Zusammenspiel meiner Definition nichts anderes als Gruppen- oder Mannschaftstaktik. Nur, weil einer im Trainingsspiel auf der Position spielt, in der er auch im Spiel spielt, ist das doch kein positionsspezifisches Training!

    Langfristig bildet man die Spieler nur wirklich gut positionsspezifisch aus, wenn sie immer wieder in Spielformen auf ihren Positionen zum Einsatz kommen. Die Spielform ist da nicht die Zusammenführung und das Anhängsel, sondern der wichtigste Teil.

    Ich glaube, hier redet niemand davon, dass ab sofort überall nur positionsspezifisch trainiert werden soll. Natürlich ist der Mix entscheidend. Wenn man es (wie übrigens hier schon geschrieben) nur alle zwei Wochen anbieten, reicht das im Breitensport völlig aus. Natürlich schadet es nicht, wenn der schnelle Flügelstürmer auch die Freilaufbewegung der ZMs kennt, aber täte es ihm nicht besser, wenn er (sofern die Position festgelegt ist) im 1 gegen 1 am Flügel trainiert? Ist vielleicht eine Grundsatzentscheidung, aber die Spielform macht ja auch nichts anderes. Wenn dort der Flügel genau auf der Position eingesetzt wird, dann wäre es doch recht sinnig, wenn er vorher das Thema isoliert trainiert hat und nun später nur im Spiel adaptieren muss, oder?

    Gerade im Breitensportverein, in denen maximal 3-mal die Woche trainiert wird, halte ich es für sinnvoll, hauptsächlich auf ganzheitliche Trainingsmethoden zurückzugreifen. Dafür verwende ich Spielformen und spielgemäße Übungsformen bzw. Spielausschnittsformen.

    Wie gesagt: der Mix machts. Bei dreimal Training in der Woche glaube ich, dass man wunderbar ein positionsspezifisches Training anbieten kann, um Spieler gezielt zu schulen und ihnen Anforderungen und Aufgaben bestimmter Positionen zu vermitteln. Bislang habe ich Schwerpunkte gesetzt und habe dann alle Spieler positionsspezifische Übungen zu einer Posiition machen lassen. Eben weil in der C-Jugend nichts in Stein gemeißelt ist und meiner Meinung nach auch der Innenverteidiger, der im Spiel kaum etwas damit zu tun hat, das Angriffspressing und den Deckungsschatten verstanden haben sollte. Zumal er ja im Spielaufbau selbst damit konfrontiert werden könnte.

    Hätte ich aber 6 Trainer und 40 Spieler (2 Mannschaften), würde ich das wahrscheinlich anders strukturieren und jeden für bestimmte Positionen schulen (ob er die dann auch spielt, spielt erstmal keine Rolle).

    Ich glaube, so meinte er das nicht.


    Er möchte die einzelnen Spieler langfristig positionsspezifisch trainieren und nicht eine Spielform machen, in der die Spieler positionsspezifisch spielen.

    Naja, nur das, und das in hoher wdh. Tut man doch damit:/. Verstehe nicht ganz was an der korridor spielform als beispiel nicht positionsspezifisch ist? Durch die korridore werden doch positionsspezifische Anforderungen verstärkt

    Die Definition von positionsspezifischen Training ist nicht, dass eine Übung gemacht wird, in der Spieler ihre Aufgaben wie im Spiel erledigen sollen, sondern dass Spieler mit der gleichen Position (oder Positionen mit ähnlichen Anforderungen) diese isoliert trainieren.


    Ich war mit unserem Stützpunkt in der Sportschule und habe dort das positionsspezifische Training der Innenverteidiger durchgeführt: 6 Innenverteidiger aus verschiedenen Stützpunkten haben dort Übungen zum Thema IV gemacht (z.B. Pass im Spielaufbau, Viererkettenverhalten, Abwehrkopfball), zeitgleich haben die Stürmer, Außenspieler und zentralen Spieler auch isoliert trainiert. Später ging es dann in eine gemeinsame Spielform, in der alles zusammengefügt wurde - dafür eignet sich deine Spielform sicherlich ideal!


    Ich gehe davon aus, dass der Threadersteller auch in diese Richtung wollte, weil es bei ihm nach einem langfristigen Plan klang und nicht nach einer Übung, die er mal machen kann.


    Das ist nichts gegen deine Übung, die ist natürlich gut und eignet sich wie gesagt als Abschlussspiel! Aber die Definition von "positionsspezifisch" ist eine andere.

    in z.b. einer korridorspielform mit 3 korridoren, fester besetzung und wechsel in nebenliegende korridore, trainierst du sowohl zentrale als auch aussenspieler def und off nach prov. Regeln.

    Ist relativ simpel und ganzheitlich und gut zu coachen. Lässt du mal z.b. den 6er entscheiden, wie im 7gg7 die Verteilung der 3 korridore auszusehen hat, erfährst du gleichzeitig die sicht der spieler zur Umsetzung

    Ich glaube, so meinte er das nicht.


    Er möchte die einzelnen Spieler langfristig positionsspezifisch trainieren und nicht eine Spielform machen, in der die Spieler positionsspezifisch spielen.

    Möglichkeit 1: Du suchst in den umliegenden Mannschaften im Verein Spieler, die auch diese Positionen bekleiden und kannst dann größere Gruppen bilden - gleichzeitig hast du auch mehr Trainer von den anderen Teams. Nimm alle Innenverteidiger von C1 und C2 und du hast schon 4-5 Spieler, die gemeinsam positionsspezifisch trainieren können, während nur die C1-Innenverteidiger zu zwei oder zu dritt wären.


    Möglichkeit 2: Du sortierst dir die Positionen nach den Anforderungen, die du an die Spieler stellst. Innenverteidiger und zentrale Mittelfeldspieler werden sicher ähnlich sein, Flügelspieler und Außenverteidiger auch. Auch Stürmer und Innenverteidiger haben vielleicht gemeinsame Anforderungen. Und dann setzt du Schwerpunkte, um größere Gruppen abzudecken. Die Themen sind dann weniger Positionsspezifisch, sondern eher Anforderungsspezifisch. Aber warum sollen Innenverteidiger und Stürmer nicht gemeinsam lernen, wie sie den Körper richtig einsetzen? Oder Flügelstürmer und Außenverteidiger lernen gemeinsam Flanken/Flugbälle.


    Wenn ihr nur zu zweit seid, dann nimmt einer der Trainer eben bei jedem Training eine kleine Gruppe von Spielern und macht spezifisches Training, der andere Trainer nimmt den Rest und macht Grundlagentraining. Dann hat jeder alle ein bis zwei Wochen spezifisches Training, das ist im Breitensport doch ein richtig gutes Angebot.

    Fußballtennis kann ich auch nur empfehlen. Als Alternative dazu mit Flachpässen: ein Hütchentor auf dem Boden, die beiden Spieler stehen sich gegenüber, müssen sich die Bälle zuspielen und immer durch das Tor spielen. Immer mit zwei Kontakten, fordert vernünftige Annahmen und gezielte Pässe, um den gegenüber in Schwierigkeiten zu bringen.

    Ich gebe dir recht, es ist noch chaotischer. Das habe ich aber mit meiner Aussage nicht ausgeschlossen. ^^


    Ansonsten 100% Zustimmung, man muss sich durch diesen Urwald hangeln und nach bestem Wissen und Gewissen das Training aufbauen. Ich habe mit zwei anderen Trainern 15 Kinder bespaßt mit Passtechnik, Ballan- und Mitnahme und Torabschlüssen. Heute rücken alle Gruppen eine Station weiter, Donnerstag wieder. Jeder kann jedes Thema diese Woche einmal machen und wird im Kleingruppentraining weiterkommen als in der 15er Gruppe. Von daher: Spaß und Motivation verbreiten, die Einschränkungen als Chance verkaufen und schon kann man diese nervige Zeit viel einfacher überstehen.

    Dass aber normales Training bei unter 150 möglich ist, steht so nicht im Bundesgesetz ist eigentlich genau eine dieser Lockerungen (so gut und logisch sie auch ist), die damit unterbunden werden sollte.

    Werde aber einen Teufel tun und mich beschweren ^^

    Ich beschwere mich ja auch nicht darüber, dass unsere Stadt deutlich lockerer mit den Regeln umgeht als andere. Wie gesagt, ich gönne es jedem und kann auch auch den Sinn dieser Einschränkungen nicht verstehen. Aber "bundesweit gleich" ist halt was anderes als dass manche bei einer Inzidenz von 101 immer noch nicht trainieren dürfen, andere mit 149 ganz normal und wieder andere mit 250 in 5er-Gruppen.


    Das Gesetz ist somit in der Umsetzung gescheitert, die Unterschiede hatte man vorher auch.