Beiträge von Charles De Goal

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    Dass aber normales Training bei unter 150 möglich ist, steht so nicht im Bundesgesetz ist eigentlich genau eine dieser Lockerungen (so gut und logisch sie auch ist), die damit unterbunden werden sollte.

    Der Landessportbund NRW äußert sich übrigens in seiner Interpretation auch zum Alter: Dort steht eindeutig NICHT "bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres" (wäre bis einschließlich 13) wie im Gesetz, sondern "im Alter von bis zu 14 Jahren" (das ist wiederum wie bisher bis einschließlich 14).


    Die "Definition"...


    Verkompliziert es noch weiter und sorgt wieder für viel mehr Unterschiede... 8o

    Unser Gesundheitsamt gab folgende Infos für unseren Landkreis an uns: "Übungsleiter benötigen keinen Test, dürfen aber nur 5 Kinder fest betreuen, keine gruppenübergreifende Betreuung erlaubt!".


    Dazu noch sei normales Training für unter 14 jährige ab einer Inzidenz <150 wieder möglich.

    Wozu gibt es überhaupt ein Gesetz, wenn es Vorort dann so umgedeutet wird.

    Wenn die anderen Punkte des Gesetzes so umgesetzt werden, dann ist das Gesetz überflüssig. Oder die untergeordneten Institutionen müssen ersetzt werden.

    Der Punkt mit dem Test ist dem Bundesland ja freigestellt. Steht auch so im Gesetz, das darf eigenmächtig entschieden werden. In machen ist es eben Pflicht, in anderen nicht, das ist auch in Ordnung so.


    Dass aber normales Training bei unter 150 möglich ist, steht so nicht im Bundesgesetz ist eigentlich genau eine dieser Lockerungen (so gut und logisch sie auch ist), die damit unterbunden werden sollte.


    Das kann es doch gar nicht geben!! Das sorgt nur für einen neuen Flickenteppich.

    "Anleitungspersonen müssen auf Anforderung der nach Landesrecht zuständigen Behörde ein negatives Ergebnis einer innerhalb von 24 Stunden vor der Sportausübung mittels eines anerkannten Tests durchgeführten Testung auf eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2"


    Nachdem sich jetzt auch in Bayern etwas bewegt, bräuchte ich eure Hilfe: Ist da ein Selbsttest (vom Wortlaut müsste es so sein) oder ist ein Schnelltest (nur der wäre ja datiert möglich) notwendig? - Ich glaube das wurde zwar schon mal diskutiert, ich habe es aber nicht mehr finden können. Wie ist die Regelung bei euch?

    "Anerkannter Test" ist meines Wissens nach nur ein Schnelltest, kein Selbsttest. So war es bei uns im Kreis seit Wochen und so handhaben wir es im Verein auch. Vielleicht ist das die falsche Interpretation, sicherer ist es aber definitiv.

    Vereinssport im Freien für Jugendliche unter 18 Jahren jetzt ermöglichen! - Online-Petition


    die Petition läuft seite heute Nachmittag und hat bereits an die 4000 Unterschriften bekommen.

    Vllt kann damit etwas bewegt werden von daher unterschreiben und teilen, teilen, teilen.

    Erledigt, aber "unter 18 Jahre" ist natürlich wieder eine unverständliche Trennung. Warum Jungjahrgang A-Jugend, aber nicht Altjahrgang? Und wenn schon fast erwachsene A-Jugendliche, warum nicht alle Erwachsene?

    Aber wenn ihr über 100 liegt und die "Bundesnotbremse" greift, dürfen 14-Jährige nicht in 5er-Gruppen trainieren. Dann hat das Ordnungsamt einen Fehler gemacht. Wäre nicht das erste Mal, dass selbst die lokalen Stellen mit dem Wirrwarr an Regeln überfordert sind.

    Ja, zu dem Ergebnis komme ich hier nach den Beiträgen zu der Grenze auch. Man hat die Grenze im Gesetz verschoben und hat die Formulierung aber so geändert, dass sie für den Laien beim lesen gleich aussieht. Sieht jemand dort eine 14, interpretiert er eben aus der Erfahrung der letzten 13 Monate, dass "einschließlich 14" gemeint ist.


    Aus "im Alter von einschließlich 14 Jahren" wird "bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres" und das sind beides unterschiedliche Grenzen, werden aber beide mit der 14 definiert. Ein Skandal, dass hier billigend das Missverständnis in Kauf genommen wird und in anderen Paragraphen für ein solches Missverständnis Strafen drohen können. Warum nicht die gleiche Definition mit einer unterschiedlichen Zahl? Nach Information unseres Ordnungsamtes sind im Falle des Sports allerdings keine Strafen festgesetzt und es wird dann im Problemfall maximal eine Ermahnung geben.


    Nichtsdestotrotz hat unser Ordnungsamt dann den Fehler gemacht und nicht wir. Wir werden nicht eigenmächtig und aus Solidarität unsere C-Jugenden nach Hause schicken, obwohl das Training für sie laut der Kontrolle hier vor Ort nicht verboten wurde.

    Wie gesagt: Unser Ordnungsamt hat allem zugestimmt, was wir ins Konzept geschrieben haben (u.A. auch die Grenze "bis einschließlich 14").


    Diejenigen, die die Kontrolle durchführen, sollten wohl am besten wissen, was sie kontrollieren und zulassen.


    Ändert offenbar aber nichts an der Tatsache, dass die bundesweite Regelung nicht dazu beiträgt, dass überall das gleiche gilt.

    Charles De Goal Weiß halt keiner ob das so rechtlich in Ordnung war. Unser Kreisjugendwart hat die Empfehlung ausgesprochen das Training bis auf weiteres auszusetzen.


    Es ist nicht klar wieviele Kinder insgesamt auf den Sportplatz dürfen, ob die Materialien desinfiziert werden müssen (meiner Meinung nach der größte Unfug) wenn die nächste Gruppe sie benutzt... Gefühlt sind da 100 offene Fragen.

    Unser Ordnungsamt hat für unser Vereinskonzept das Okay gegeben. Somit ist das mit Sicherheit für uns so erlaubt, wie wir es machen. Aber das zeigt, dass der Flickenteppich und die unterschiedlichen Regeln und Interpretationen auch trotz einheitlicher Regeln kein Ende nehmen.


    Wir haben die (strengen) Regeln von der Zeit nach dem Lockdown 2020 genommen (80 Personen auf dem Sportplatz).

    Heute morgen das erste "Notbremsentraining" mit 15 Spielern, war super.


    In drei Fünfergruppen haben wir an drei Stationen im Rundlauf Techniktraining gemacht (Ballan- und Mitnahme, direkte Torabschlüsse und Fußballtennis), hat allen Spaß gemacht.


    Ich kann das auch noch 4 Wochen weiter anbieten, nur ich frage mich, ob die Jungs das alle mitmachen und so viel isoliertes Techniktraining annehmen. Ich verkaufe das alles positiv und nenne jedes mal die Vorteile, aber der Rückschritt der Regeln ist einfach zu groß.


    Donnerstag noch 11 gegen 11 aufs ganze Feld und heute so eingeschränkt, obwohl weder jemand infiziert ist, die Inzidenz konstant geblieben ist und auch immer noch alle Tests negativ sind. Auch das Virus hat sich nicht verändert - nur die Regeln.

    LSB.NRW: Geändertes Infektionsschutzgesetz: Was bedeutet dies für den Sport?


    Auch auf die Bezeichnung "Individualsport" wird kurz eingegangen. Das wird wohl nicht jeden zufrieden stellen, aber der LSB hat das Gesetz auch nicht gemacht. ;)

    Tatsächlich. Aber wenn man es genau nimmt, ist in der Verordnung im Zusammenhang mit den 5er-Gruppen der Kinder nicht das Wort "Individualsport" gewählt:

    "für Kinder bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres ist die Ausübung von Sport ferner zulässig in Form von kontaktloser Ausübung im Freien in Gruppen von höchstens fünf Kindern; Anleitungspersonen müssen auf Anforderung der nach Landesrecht zuständigen Behörde ein negatives Ergebnis einer innerhalb von 24 Stunden vor der Sportausübung mittels eines anerkannten Tests durchgeführten Testung auf eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 vorlegen"


    Das finde ich nur beim ersten Teil:

    "die Ausübung von Sport ist nur zulässig in Form von kontaktloser Ausübung von Individualsportarten, die allein, zu zweit oder mit den Angehörigen des eigenen Hausstands ausgeübt werden"


    Wenn man es also genau nehmen will, dann darf man es nur für die Sportler ab einschließlich 15 anwenden.

    Das siehst du leider völlig falsch. Individualsport ist jeder Sport, der nicht hauptsächlich in Mannschaftsform betrieben wird. Natürlich kann es gut sein, dass die Stadt hier eine unglückliche Formulierung gewählt hat und genau das meint, was im Gesetz steht. Aber ich würde da noch einmal nachfragen und mir die Antwort schriftlich geben lassen.

    Das Wort "Individualsport" lässt leider mehrere Interpretationen zu.


    Es geht dabei meiner Meinung nach nicht um Individualsportarten, sondern um individuelles Sporttreiben. Und auch nur diese Interpretation wäre vernünftig.


    Warum sollten Tennis-Kids in einer 5er-Gruppe ihre Bälle jonglieren dürfen (Tennis im Einzel ist ja ein Individualsport), Fußballkids aber die größeren Fußballe nicht?


    Individuelles Training war im ersten Lockdown genau in der Form möglich und sollte es mit der gleichen Formulierung jetzt wieder sein.

    Das sind ja eigentlich ziemlich genau die Regeln, die es nach dem ersten Lockdown 2020 gab. Ich habe schon unser Konzept angepasst und die Trainer informiert, jetzt sollte nur nicht noch das Bundesland, der Kreis oder die Stadt dazwischengrätschen.


    Aber Grätschen sind ja nicht erlaubt, weil alles kontaktlos ist. Hoffen wir, dass sich unsere Politiker auch daran halten. ^^


    So sehr mich das auch ankotzt, kann man in den Kleingruppen und im Einzeltraining wenigstens die Schwerpunkte Technik und Kondition bearbeiten. Ich habe es meiner C-Jugend so verkauft, dass wir in den letzten Wochen extrem viel spielerisch gemacht haben und jetzt den Fokus auf die Techniken legen.

    Das ist keine Diskussionsgrundlage, sondern es sind Fakten.


    Schalke hat Verbindlichkeiten, die größtenteils auf das Stadion zurückzuführen sind und das sind keine Schulden.


    Schalke hat Gegenwerte wie das Stadion, eine der modernsten Trainingszentren der Welt und eine gute Infrastruktur. Man hat neben Beinen nämlich in den letzten Jahren sehr viel in Steine investiert. Und was ist da der Unterschied? Beine laufen eines Tages mit dem Geld weg, Steine bleiben aber als Gegenwert liegen.


    Schalke mag sportlich schlecht gewirtschaftet haben, aber wie gesagt: theoretisch kann das Stadion morgen verkauft werden, es ist ein Gegenwert vorhanden.


    Man sollte nicht denken, dass Schalke ihre 200 Mio € Verbindlichkeiten durch Spielerablöse, zu hohe Gehälter und Trainerabfindungen gesammelt hat. Das ist nämlich das gern gezeichnete Bild der Medien.


    Wie auch immer in der zweiten Liga gearbeitet wird, das und die sportlichen Entscheidungen der letzten Jahre sind NICHT entscheidend für die aktuelle Finanzielle Situation.

    Schalke hat Schulden?


    Schalke hat Verbindlichkeiten.


    Schalke hat 2001 ein Stadion gebaut, welches knapp 200 Mio. € gekostet hat. Dieses gehört nach wie vor dem Verein.


    Dass in den letzten 20 Jahren auch sportlich und im Management falsche Entscheidungen auf Schalke getroffen wurden, möchte ich nicht abstreiten - diese haben den Geldbeutel auch arg strapaziert. Aber durch diese Entscheidungen sind die "Verbindlichkeiten" nicht auf den Wert gestiegen, auf dem sie jetzt sind. Man hat abseits vom Stadion nicht gut gewirtschaftet und schleppt nach wie vor die Ausgaben vom Stadion mit sich herum.


    Da aber der Gegenwert "Stadion" besteht, sind es keine Schulden. Theoretisch kann das Stadion morgen verkauft werden und Schalke ist frei von Verbindlichkeiten.

    Eben nicht! Bei uns sind bei Inzidenz >100 mit negativem Test 20er Gruppen erlaubt, da mein Kreis von der Testoption Gebrauch nimmt (ebenfalls §16, ich glaube dann der zweite Absatz).


    Somit trainieren wir seit fast 6 Wochen in 20er Gruppen mit Kontakt - also vollkommen normales Training. Eine Reduzierung auf 5er Gruppen ohne Kontakt ist die große Rolle Rückwärts, da die Zahlen wie gesagt konstant sind.

    Ich weiß gar nicht, von was ihr da alle redet. Im März war kurz Training erlaubt, seitdem ist alles wieder komplett untersagt, da Inzidenz über 100.

    Ich schließe also daraus, dass das verbotene Fußballtraining (und die weiteren Maßnahmen in anderen Bereichen) bei euch nicht dazu beigetragen haben, die Inzidenz wieder unter 100 zu bringen? Wer hätte das gedacht. 8o

    Das ist leider eine sehr einseitige Betrachtungsweise - mag natürlich daher kommen, dass bei euch andere Regeln gelten. Jeder, der von gar keinem Training zu kontaktfreiem Kleingruppentraining kommt, wird glücklich sein.

    Aber jetzt stell dir vor, dass wir morgen unsere 20. Trainingseinheit seit Mitte März haben und seitdem mit 20 Spielern (plus zwei Trainern) trainieren dürfen. Mehrfach schon 11 gegen 11 über den ganzen Platz gespielt, Zweikampfübungen, Kontakt und alles, was dazu gehört: normales Training auf dem Platz. Für uns ist das ein erheblicher Rückschritt und wie soll ich den Spielern erklären, dass wir das so krass zurückschrauben müssen, obwohl sich weder das Infektionsgeschehen im Kreis (durchgängig über 100, aber konstant), im Ort (durchgängig über 100, aber konstant), im Verein (bislang 0 Infizierte) oder in der Mannschaft (ebenfalls bislang 0 Infizierte) verändert hat?

    Das ist keine einseitige Betrachtungsweise, das ist meine persönliche Betrachtungsweise. :]

    Natürlich verstehe ich dich, wenn es für die Einschränkungen bedeutet. Allerdings leben wir ja nun seit einem Jahr mit Einschränkungen. Und was die Erklärungen an die Spieler angeht: manches ist halt nicht zu erklären. Wenn es so beschlossen wird, muss man sich daran halten. Ich kann es meinen Spielern auch nicht erklären, dass sie in der Schule mit 20 Kindern im Klassenraum sitzen, aber am Nachmittag nicht zu dritt "organisiert" trainineren dürfen. Wenn ich mich in ihrer Gegenwart darüber aufrege, bringt es aber auch niemandem etwas. Die Kraft stecke ich lieber in kreative Lösungsansätze, um sie überhaupt "am Ball" zu halten.

    Mir ist schon klar, dass das deine persönliche Betrachtungsweise ist. Dennoch ist sie eben einseitig, weil sie das Thema nur von einer Seite beleuchtet. Für dich ist es verständlicherweise super und es ist pure Motivation, den Jungs wieder etwas zu bieten - sei es auch nur diese kleine Öffnung. Du hast Öffnungen vor dir von 0% (gar kein Fußball) auf sagen wir mal 20% Fußball (5er Gruppen ohne Kontakt).

    Ich gehe hier aber von 90% (normales Training abzüglich Spielbetrieb) zurück auf 20% Fußball. Das kommt fast einer Schließung gleich.


    Während du euphorische Jungs begrüßen kannst, die endlich wieder auf den Platz dürfen, werde ich vom 11 gegen 11 in isolierte Dribbelübungen zurückfallen.


    Ich werde trotzdem alle Energie reinstecken, etwas gutes anzubieten. Dennoch gibt es wie gesagt überhaupt keine Rechtfertigung (regional und im Umfeld), warum dieser Rückschritt gemacht werden muss. Und das ist mein Problem an der Sache.

    Mglw. kann ein Land sogar gänzlich von der Vorlage absehen. Des weiteren kann die jeweilige Behörde definieren, welche Tests sie zulässt (z.B. nur Testzentrum oder auch Selbstests).

    So viel zur bundesweit-einheitlichen Notbremse. ^^


    Wenn man wieder solche Unterschiede und Schlupflöcher zulässt, macht man sich doch nur lächerlich.


    Inzwischen wird gefühlt auch mehr über die Regeln gesprochen, als über Corona selbst. Das gibt mir wirklich zu denken!

    Selbst wenn man hier die zeitliche Orga mit den 5er Gruppen hinbekommt, so brauch man als Trainer für jedes Training einen neuen negativen Test... das würde ziemlich ans Geld gehen...

    Also ich praktiziere das seit 3 Wochen so: ich gehe viermal in der Woche testen für unsere Einheiten und bei mir geht das höchstens an die Spritkosten, da ich meine Co-Trainer abhole und wir das gemeinsam machen. Unser Bundesland/Kreis garantiert jedem Einwohner mindestens einen Gratis-Test in der Woche - das heißt nicht, das jeder weitere etwas kostet, sondern dass sie eben nicht garantiert sind. Auch auf Nachfrage bei den jeweiligen Apotheken und beim DRK hat man mir bestätigt, dass Menschen, die eben öfters einen Test brauchen, diesen natürlich auch problemlos machen können.

    Das mit der Testpflicht haut mich auch um... Dann bin ich auch raus. Den Aufwand betreibe ich nicht. Ich habe Selbsttests hier, die gelten aber nicht. Die nächste Teststation ist von hier aus mit dem Auto ne Viertelstunde entfernt, Termin machen, Parkplatz suchen... sorry, da bin ich ja fast länger unterwegs als ich mit den Bambinis trainieren würde.

    Das hängt natürlich von jedem ab, für mich ist der Aufwand überschaubar. Ist sogar inzwischen zur Routine geworden, dass ich Tests fürs Training einplane. Entweder am Abend vor dem Training, in der Mittagspause oder direkt davor - wir organisieren uns als Trainerteam und fahren gemeinsam hin. Und bei uns im Verein hat das von den 20 betroffenen Trainern bis jetzt jeder immer hinbekommen.

    Das sehe ich anders. Dribbeln, Passen, Schießen, An- und Mitnahme (ohne Gegnerdruck) ist alles möglich. Die Kinder sind so heiß drauf endlich wieder auf den Platz zu können.

    Das ist leider eine sehr einseitige Betrachtungsweise - mag natürlich daher kommen, dass bei euch andere Regeln gelten. Jeder, der von gar keinem Training zu kontaktfreiem Kleingruppentraining kommt, wird glücklich sein.

    Aber jetzt stell dir vor, dass wir morgen unsere 20. Trainingseinheit seit Mitte März haben und seitdem mit 20 Spielern (plus zwei Trainern) trainieren dürfen. Mehrfach schon 11 gegen 11 über den ganzen Platz gespielt, Zweikampfübungen, Kontakt und alles, was dazu gehört: normales Training auf dem Platz. Für uns ist das ein erheblicher Rückschritt und wie soll ich den Spielern erklären, dass wir das so krass zurückschrauben müssen, obwohl sich weder das Infektionsgeschehen im Kreis (durchgängig über 100, aber konstant), im Ort (durchgängig über 100, aber konstant), im Verein (bislang 0 Infizierte) oder in der Mannschaft (ebenfalls bislang 0 Infizierte) verändert hat?

    Und welcher von diesen 6 Punkten wird jetzt durch die neue Reform der CL oder die Uefa-fremde Superliga verbessert?


    Eher wird das ganze noch weiter ad absurdum geführt:

    - Stand jetzt wären das drei Meister und 9 nicht-Meister

    - es sind nur aus 3 Ländern Teams dabei

    - 95% Liga und 5% KO-Runde

    - dort wird das gesamte Geld unter 12 Teams aufgeteilt

    - Die Vorrunde (mindestens 6er-Gruppe) wäre extrem gestreckt

    - durch die Top-Teams in der Super-Liga wird selbst die CL uninteressant


    Schaut man sich diese neuen "Ideen" an, ist der aktuelle CL-Modus sicherlich deutlich besser.

    Neu ist nicht immer besser.


    Ist der Modus der Champions League so schlecht? War der Modus der EM schlecht? Wozu Nations League? Wozu ein weiterer UEFA-Wettbewerb?


    Warum eine neue Liga über den nationalen Ligen? Jahrzehnte lang haben einige der genannten Vereine in ihren Ländern durch Geldgeber oder klar unfaire Wettbewerbsvorteile dominiert und wollen sich durch diesen Vorteil jetzt nochmal abheben, um noch mehr zu scheffeln?


    Ich finde das absurd.


    Nochmal zum ersten Satz zurück: Neu ist nicht immer besser. Warum müssen bewährte Dinge geändert werden? Ständig Reformen, neue Wettbewerbe - ich bin schon total übersättigt. Die Konferenz am Samstag interessiert mich kaum noch, in der CL schaue ich mir die deutschen Teams an. Im Pokal die Highlight-Spiele und das wars. Bis vor ein paar Jahren habe ich JEDES Spiel geguckt, zum Teil sogar zeitgleiche Spiele nacheinander geguckt, weil ich heiß drauf war. Ich habe Freunden gesagt "ich hab nur Zeit, wenn wir dann zusammen Fußball gucken" - finde ich rückblickend selbst unglaublich.

    Ist irgendjemand noch geflasht, wenn Barcelona zum vierten mal im Jahr gegen Real spielt und das "Clasico" beworben wird? Jeder kann da seine Meinung haben, mein Sky-Abo läuft im Herbst aus und wird wohl nicht auch nicht von mir verlängert, weils mich einfach nicht mehr interessiert.