Sinnvoller wäre es vermutlich ein Bundesweites Netz an Leistungszentren flächendeckend...
meinst du sowas wie in Bayern die BFV-NLZ´s?
Geht in die Richtung, allerdings sind die BFV-NLZ ja auch an Vereine gekoppelt und im Prinzip ja ein Zwischending zwischen Stützpunkt und BFB-NLZ.
Wenn ich sehe, was die BuLi-Vereine an Geld in die NLZ stecken (auch schon zwischen U12 und U15), und wie viele Flecken in Deutschland im Bereich Leistungsfußball unterversorgt sind bzw. eben 12-Jährige schon im Extremfall bis zu 200 km durch Deutschland fahren um bei einem adäquaten Verein zu landen, wäre es vielleicht sinnvoller wenn DFB, DFL und die Vereine gemeinsam in eine flächendeckende Ausbildung investieren, die viel mehr Kindern eine Ausbildung anbieten kann, die unabhängig vom Wohnort und deutlich höherwertig ist, als das was Vereine und Stützpunkte heute bieten können.
Gleichzeitig wird vielleicht auch die Ausbildung an den (wenigen) Standorten, die heute sehr gute BuLi-NLZ beheimaten etwas schlechter, aber ich bin überzeugt in Summe wird es besser und die Spieler bekommen so eine gute Basis, dass sie das wenn sie vom Leistungsfußball in den Hochleistungsfußball wechseln locker wieder aufholen.
Vermutlich wird das GAP zwischen heutigen Top-NLZ und der Version die mir vorschwebt gar nicht so groß, weil der geringere Aufwand, den die Kids für Training und Spiele aufgrund der Wohnortnähe haben wieder mehr Freiraum für Bolzplatz und multisportive Angebote lässt und sie sich dadurch auch aus sich heraus besser entwickeln könnten und nicht nur vom Verein entwickelt werden.
Wie beschrieben geht es mit explizit um den Bereich zwischen U12 und U15. Ab der U16 würde dann ohne Frage eine dann umso krassere Selektion, weil nur ein Bruchteil der gut ausgebildeten Jungs einen Platz in den wenigen "Hochleistungszentren" der Bundesligisten bekommen können. Die anderen landen bei ambitionierten Amateurvereinen oder ihren Heimatvereinen im Breitensport. Sie haben aber in den 4 Jahren davor deutlich weniger investiert und geopfert, als im heutigen System und die Heimatvereine und Amateurbasis profitiert über deutlich mehr besser ausgebildete Spieler als es heute der Fall ist.
Außerdem wäre (vielleicht) die Gefahr, dass die aussortierten die Motivation verlieren geringer, weil sie ja "nur" am regionalen NLZ waren und nicht beim Bundesligisten und die Entbehrungen, die sie für den Traum in Kauf genommen haben weniger groß waren.
d.h. aufgrund der geringeren Fallhöhe bleiben sie vielleicht eher dem Sport erhalten.
zu Deiner Frage open-minded:
die BFV-NLZ sind auch nicht das Optimum, da sie aufgrund ihrer Vereinsanbindung gerne die Zuschüsse vom BFV mitnehmen in der Umsetzung aber oft auch "nur" ambitionierte Amateurvereine sind.
Meine Idee für diese "Aufbauzentren" ist tatsächlich, dass diese losgelöst von jeglicher Vereinszugehörigkeit sind. Die Spieler dort sind DFB oder BFV oder Landesverbandsspieler von "Beruf". Damit ist auch klar, dass sie nach der U15 entweder nach oben zu den Leistungsvereinen oder ggf. auch wieder zurück zum Heimatverein gehen.
Im Konzept der BFV-NLZ bindet man ja auch Spieler aus der Region an sich, die dann dem Heimatverein dauerhaft verloren gehen, die man entweder für die eigene Seniorenmannschaft aufbaut, die aber wenn es nicht reicht aufgrund der langjährigen Vereinszugehörigkeit lieber in der 2. oder 3. des NLZ-Vereins spielen.
