Beiträge von Coach1976

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    Grundsätzlich ist das Argument, das viele, die pro-Auf-/Abstiegs-Ligen sind anführen, dass die Spieler eine gewisse Resilienz im Umgang mit Rückschlägen und Niederlagen lernen müssen natürlich nicht komplett von der Hand zu weisen.

    Aber es ist wie vieles im Leben eine Sache der Priorisierung.

    Wenn ich mich entscheiden muss, ob ich einem Spieler durch Spielzeit und Ballkontakte seinen "Werkzeugkasten" mit fußballerischen Werkzeugen und Spielerfahrung auffülle oder ihm durch Nichtnominierung (weil im Abstiegskampf körperliche Attribute und Kampf gefragt sind) den Erfahrungsschatz in Sachen Resilienz erweitere, dann würde ich mich immer für ersteres entscheiden.

    In Sachen Resilienz, wären bei mir eher Dinge wie Schuhe selbst putzen, selbständig kümmern wie man es schafft sich gesund zu ernähren oder zum Spiel zu kommen angesagt.

    Ein weiterer Weg Spielern Widerstandsfähigkeit beizubringen ist sie in einem Spiel in dem für sie alles schiefläuft und der Gegner hoffnungslos überlegen ist nicht auszuwechseln, sondern auf dem Platz zu lassen und ihnen helfen sich gegen das Ergebnis zu stemmen egal wie es am Ende ausgeht. Letzteres kann ich mir aber nur leisten, wenn mehrere solcher Niederlagen am Saisonende nicht zum Abstieg führen.

    ... Vor allem die Tatsache, dass es in der MLS weder Auf- noch Abstieg gibt, sieht Flach für aufstrebende Profis als Pluspunkt: „Dadurch bekommen junge Spieler noch mehr Chancen, sich zu zeigen, auch in Phasen, in denen in anderen Ligen sehr wahrscheinlich mehr auf Erfahrung gesetzt würde.“ ...


    Leon Flach: Deutsches Fußball-Talent spielt in den USA gegen Messi - Fußball | Sports Illustrated


    Natürlich ist das MLS-System trotzdem kein Modell für die europäischen Spitzenligen. Die Aussage unterstreicht aber trotzdem den richtigen Ansatz der Nachwuchsligen und würde vielleicht sogar für eine eigene Reserve-Liga mit U21-Teams sprechen (ähnlich wie in England).

    Die Vereine der 3. Liga und der Regionalligen hätten vermutlich gar nichts dagegen, weil der Wegfall der U-Teams sogar besser für den Zuschauer-Schnitt wäre.

    Hut ab vor Hannes Wolf.

    Der hat in den 30 Minuten, die er zu dem Thema gesprochen hat mehr Feuer für "neue" Spiel- und Trainingsformen rübergebracht und emotionaler und überzeugender argumentiert als Bierhoff, Haupt, Schönweitz und Chatzialexiou in den 10 Jahren davor zusammen.


    In der Form, mit dem Arbeitseifer und mit der Expertise ist er der erste Verantwortliche beim DFB, der Matthias Sammer das Wasser reichen kann. Sammers Einfluss auf die Nachwuchsentwicklung von 2006 bis 2014 ist ja unbestritten. Das Problem war einfach, dass man nach ihm sich auf dem geschaffenen ausgeruht hat und es nicht weiterentwickeln konnte bzw. wollte.

    Ich hoffe Hannes Wolf wird nicht zwischen den Mühlen zermahlen, weil ihm die Profi-Erfahrung fehlt. Dann besteht Hoffnung, dass es in 5-10 Jahren aufwärts geht.

    Ich finde, dass sich die Herren Hamann, Rangnick, Baumgart und Helmer eher disqualifiziert haben, weil sie sich schlicht nicht die Mühe machen zu erkennen, was der Sinn hinter den Reformen ist und weil sie nicht in der Lage sind zwischen Wettkampf / Wettbewerb am Wettkampftag und Wettbewerb mit Auf- und Abstieg zu unterscheiden.
    Im Artikel wird ja ausreichend erklärt, welche Form von Wettkampf / Wettbewerb der Champions-League-Modus bei Funino bietet.

    In den neuen Nachwuchsligen, kann man wesentlich früher in die überregionale "Endrunde" mit stärkeren Vergleichspartnern kommen, also auch hier tendenziell eher mehr bzw. früherer Wettbewerb. Aber eben positiver Wettbewerb, weil keiner Angst haben muss im nächsten Jahr eine Klasse tiefer spielen zu müssen. Leistungsdruck im Sinne von "ich kann etwas gewinnen" soll, darf und muss von Beginn an dabei sein. Negativer Leistungsdruck, der Existenzangst bei Spielern und Verantwortlichen erzeugt, weil man etwas verlieren kann hat im Jugendfußball nichts verloren.

    Zu deiner Frage bzgl. Auf- Abstieg in die DFB-Liga. Auch das ist klar geregelt.

    Am Ende der Saison steigt niemand auf.

    Zur Saison 24/25 bilden die DFB-NLZ-Mannschaften (je nachdem, wer dann lizensiert ist) die DFB Nachwuchsliga und alle anderen Mannschaften spielen Ober- oder Regionalliga.

    Zur Rückrunde rutschen dann die "Meister" der Hinrunde aus den Regional-/ Oberligen in die Gruppe B der Nachwuchsliga mit den NLZ, in der Tabelle weiter hinten gestanden haben.
    Im Prinzip kann sich also jeder Landesverband selbst ausrechnen, welche Mannschaften zur Saison 24/25 in den Regional-/Oberligen spielen, sofern sie wissen wer aus ihrem Verband DFB-NLZ ist und wer nicht.
    Ich hatte ja geschrieben, dass ich T-Online nicht als Qualitätssportjournalismus einstufe, dementsprechend hast Du recht, der Artikel ist nicht perfekt recherchiert. Die Meinung des Autors ist trotzdem korrekt und qualifizierter als das, was die Herren Hamann und Co. äußern.

    Wenn die Vereinsgaststätte bei den Heimspielen verkauft, sollte da ja zumindest Umsatz vorhanden sein, der den Jugendmannschaften auch irgendwie zu Gute kommt und nicht für den Kader / Trainer der Senioren verwendet wird.

    Wenn die Spieler / Eltern mitspielen ist ein Kleiderflohmarkt eine gute Idee. Zu kleine Fußballschuhe, Trikots etc. werden an jüngere weitergegeben und die spenden dafür was in die Mannschaftskasse. Dabei kann man auch gut Kaffee und Kuchen verkaufen. Geht aber natürlich nur, wenn die Eltern die Sportklamotten Spenden und nicht selbst verkaufen wollen.

    Ansonsten eignen sich am besten Kaffee/Kuchen- / Bratwurst- etc. Stände auf Stadtfesten oder Weihnachtsmärkten.
    Alt-Papier- und Weihnachtsbaum-Sammelaktionen könnten auch funktionieren.

    Sofern der Verein Turniere, die durch die Mannschaft organisiert werden zulässt wäre das auch noch eine Idee.
    Wichtig ist einfach, dass man sich im Verein einig ist. Am allerbesten ist eigentlich, wenn klar ist, dass die Erlöse, die der Verein während dem Jugendspielbetrieb (egal ob Turniere oder Saisonspiele) erzielt auch für die Jugendmannschaften eingesetzt werden.

    Wenn sich dann Eltern und Spieler aller Teams auch gleichmäßig an der Ehrenamtlichen Hilfe beteiligen, müsste gar nichts separates erfolgen und der Verein sorgt für eine gerechte Verteilung des Geldes.

    Damit ist eigentlich alles gesagt.

    Ob der Ex-Profi oder (nur ein Beispiel) der Sport- und Mathe-Lehrer, der nur im gehobenen Amateurbereich gespielt hat der bessere Trainer ist hängt definitiv nicht an der Spielklasse, in der beide Trainer früher unterwegs waren, sondern daran, wie gewissenhaft sie sich jeweils in der Ausbildung für Ihren neuen Beruf reinhängen.

    Bei vergleichbarem rhetorischen Geschick, Engagement, Vermittlungsfähigkeit, taktischem Verständnis, taktischer Kreativität etc. wird am Ende vielleicht die Profierfahrung das Zünglein an der Waage sein, warum der Profi am Ende der bessere / erfolgreichere Trainer ist, muss aber nicht sein.

    Fazit: Um ein guter bis sehr guter Trainer zu werden muss man nicht zwingend Profi gewesen sein.

    Ein Ex-Profi, der die anderen Voraussetzungen nicht erfüllt hat am Ende mit Sicherheit weniger Chancen, als ein Ex-Amateurfußballer, der alle anderen Voraussetzungen mitbringt.

    Was ich mir schwer vorstelle ist Trainer im Leistungsbereich ohne je selbst gekickt zu haben.

    Ich durfte im gehobenen Amateurbereich zwei Ex-Profis (2. Liga) als Trainer genießen.

    Das Training war bei beiden vergleichbar und wenn man berücksichtigt, dass es schon 25 Jahre her ist ok.

    Nr. 1 hatte eine gute Mannschaftsführung (um einzelne Spieler hat er sich allerdings weniger gekümmert) und seine Vorstellungen an die Fähigkeiten der Mannschaft angepasst. => War erfolgreich. In der zweiten Saison lief es ok, aber nicht so gut wie im Vorjahr, weil er vergessen hat den ganzen Kader zu entwickeln und die besten Spieler der Vorsaison nach oben abgeworben wurden.

    Nr. 2 wollte taktische und inhaltlich mehr als die Mannschaft umsetzen konnte bzw. konnte vielleicht auch nicht vermitteln was er will.

    Außerdem ließ er gern den Ex-Profi raushängen. Am Ende hat er sich selbst noch mal auf den Platz gestellt um die Mannschaft zu lenken und damit einigermaßen Erfolg (Klassenerhalt) gehabt.

    Beide waren in meinen Augen nicht das was ich unter einem guten Trainer verstehe.

    Da Fußball aber ein Ergebnissport ist, ist Nr. 1 im Verein immer noch hoch angesehen und Nr. 2 zumindest nicht als Fehleinkauf abgestempelt.

    Den von dir monierten Teil habe ich sofort korrigiert (sorry dafür).

    Inhaltlich stehe ich aber zu allem was geschrieben wurde.

    Und nein, Wirtz ist nicht wegen Rolfes netter Art geblieben, sondern zum einen (da hast Du sicher vollkommen Recht) wegen der Verletzung und weil Rolfes fachliche Kompetenz gemeinsam mit dem restlichen Team dafür sorgt, dass er sich dort immer noch richtig aufgehoben fühlt.

    Ich glaube, dass andere Vereine, die in den letzten Jahren in ähnlichen Tabellenregionen unterwegs waren wie Bayer einen Spieler wie Wirtz trotz der Verletzungshistorie nicht für diese Saison hätten halten können.

    Hast Du nicht in einem anderen Thread geschrieben, dass Ex-Profis (alle) genau wüssten, was die Jugendspieler brauchen und man deswegen genau auf sie hören sollte?

    Bitte noch einmal genau lesen. Und die Dinge nicht aus dem Zusammenhang reißen.

    Profis können Vorbilder für die jungen Spieler sein war das Thema.

    Das bedeutet nicht dass sie unbedingt dazu geboren wurden um strategische Positionen in Unternehmen zu bekleiden.

    Auch wenn das Thema gerade etwas verlassen wird noch eine kurze Anmerkung zu Simon Rolfes:

    Er war Nationalspieler. Sicher nicht der mit dem meisten Talent in seiner Zeit, hat sich den Platz aber erarbeitet, vor allem weil er immer ein intelligenter, strategisch gut denkender Spieler war. Er hat 10 Jahr bei Bayer Leverkusen gespielt, war viele Jahre Kapitän und das in einer Zeit, in der Bayer regelmäßig Champions-League, oder international dabei war.

    Als Funktionär hat er es in den letzten Jahren geschafft gute Richtungsweisende Entscheidungen zu treffen um den Verein wieder zu alter Stärke zu führen.

    Siehe v.a. Trainerverpflichtung im letzten Jahr, Kaderzusammenstellung 23/24.

    Wenn ein Spieler wie Johannes Wirtz trotz seiner Möglichkeiten Jahr für Jahr doch wieder in Leverkusen bleibt, hat das schon auch etwas mit dem Vertrauen in die handelnden Personen im Umfeld und deren Qualität zu tun.

    Rolfes vor diesem Hintergrund als ehemaligen Rumpelfußballer zu bezeichnen, der nur durch die Beziehungen zu Völler auf einen Posten gehoben wurde, für den er eigentlich gar nicht geeignet ist, zeugt eigentlich davon, dass man irgendwelchen populistischen Schwachsinn aus der Hüfte schießt, ohne sich im geringsten mit der Thematik zu beschäftigen... sich nicht ausreichend fundiert mit der Thematik beschäftigt hat und Menschen und Inhalte regelmäßig ungerecht beurteilt.

    Wenn überhaupt, macht ein Elternvertreter eher in die andere Richtung Sinn.

    Nämlich als Sprachrohr vom Verein zu den Eltern.

    Ich kenne es so, dass der Elternvertreter eher da ist um den Trainer / Verein zu entlasten, indem er sich um organisatorische Dinge innerhalb der Elternschaft einer Mannschaft bzw. in Abstimmung mit den Elternvertretern der anderen Mannschaften innerhalb des Vereins kümmert.

    z.B. Bewirtung, ehrenamtliche Hilfe bei Vereinsfesten, Fahrgemeinschaften etc.

    Da macht es auch tatsächlich Sinn, weil der Trainer sich dann aufs wesentliche konzentrieren kann.

    Sollten Eltern das Gefühl haben, dass Themen im Namen der Allgemeinheit (à la Klassenelternsprecher) vom Elternvertreter beim Trainer / Vorstand angesprochen werden müssten, kann das ggf. zwar mal passieren, macht vielleicht auch manchmal Sinn, weil dann nicht 20 Leute mit dem gleichen Thema beim Trainer oder Vorstand landen, sondern nur einer für alle.

    In der Regel sollte aber jeder, das was ihm am Herzen liegt lieber persönlich und direkt ansprechen.

    Fehlt dem DFB durch die Änderung nicht eine lukrative Einnahmequelle und Geld zu verschwenden in Frankfurt anstatt in die "breite" Basis zu investieren?

    Vllt. erhofft man sich mehr Lizenzierungs-Verfahren für die NLZs, die kosten ja auch Geld

    Vielleicht geht es tatsächlich aber auch nur mal ums sportliche und man ist wirklich davon überzeugt, dass man damit im Sinne der Ausbildung und Talententwicklung das richtige tut.

    Na ja, wenn ich Philosoph wäre, hätte ich nichts gesagt. Die Aussage: "kommen von den besten Vereinen" suggeriert ein wenig, dass die Vereine die zu den besten Spieler gemacht haben und das ist im Jugendbereich definitiv nicht so. Bin da jetzt schon ein paar Jahre im Kleinfeldbereich unterwegs und die Guten gehen dann halt weg. Entweder von sich aus oder weil sie massiv abgeworben werden. Und dann schmücken sich die "guten Vereine" mit diesen Spielern und klopfen sich für ihre gute Jugendarbeit auf die Schulter.

    Man muss ehrlicherweise aber auch zugeben, dass im Kleinfeldbereich nicht direkt die zukünftigen besten Fußballer (die ggf. auch Profi werden oder hochklassig spielen können) ausgebildet werden.

    Eine gute erste Ausbildung im Kleinfeld ist definitiv die optimale Basis um später weit zu kommen.

    Irgendwann müssen aber die besten Spieler dann doch mit den besten Spielern trainieren und spielen und gegen die besten Spieler spielen um weiter zu kommen.

    Dementsprechend müssen diese irgendwann zusammengefasst und leider zum Teil auch wieder aussortiert werden.

    Die Kunst ist es eben den richtigen Zeitpunkt und den richtigen nächsten Verein zu finden bzw. rechtzeitig zu erkennen ob jemand dauerhaft im Breitensport einfach besser aufgehoben ist.

    Bevor ich hier zerfleischt werde .Es ging darum das ein Vater nur gesagt hat meine Güte lass die Kids doch mal trinken . Nach 25 Minuten linien Lauf. Das sagte er etwas genervt. Und zack wurde das Handy gezückt und der Chefttainer informiert. Was der Vater dem Trainer schpn selber gesagt hätte. Wor reden hier nicht von lästern.

    Bei 25 Minuten Linien-Lauf (egal in welcher Altersklasse) habt Ihr aber eher ein Trainer-Problem, als ein Elternvertreter-Problem.

    Genau um diesen wichtigen Punkt zu erreichen hilft es eben Auf- / Abstieg im oberen Nachwuchsleistungsbereiche (eigentlich sogar im kompletten Leistungsbereich) abzuschaffen.

    Spieler können sich dann nämlich vernünftig entwickeln. Wenn sie gut performen spielen Sie um die deutsche Meisterschaft, wenn es ergebnistechnisch nicht so läuft, bleiben sie trotzdem mutig und spielen in der Rückrunde in der normalen Nachwuchsrunde.

    Ein U17 Spieler, der in ein überragendes BuLi-Jahr gespielt hat, bleibt nicht im Verein, wenn die U19 abgestiegen ist und er nächste Saison deshalb Oberliga spielen muss.

    Genauso wird sich ein Verein überlegen, ob er die Spieler, die gerade aus der U17 BuLi abgestiegen sind wirklich im nächsten Jahr U19 BuLi spielen lassen will, wo der ältere Jahrgang die Klasse halten konnte.

    Wettkämpfe ja aber im hier und jetzt. Und eben alles zu seiner Zeit. Turniere, die nach einer Vorrunde in gold/silber/bronze-Gruppen eingeteilt werden, finde ich z. B. sinnvoll.

    Das sollte nicht nur für Turniere gelten, sondern die komplette Saison im Jugendbereich prägen.

    Es gäbe jede Woche, jeden Monat neue Wettkämpfe, die den Namen verdienen, weil die Ausgangssituation einigermaßen auf Augenhöhe ist und nicht ein Team vorher schon gedanklich abschenkt, weil man gegen die Übermannschaft der Liga eh keine Chance hat.

    ... Darüber hinaus seien sie eine super Möglichkeit gewesen mal der Einser-Schülerin Paroli zu bieten, die alles kann außer Sport: "Die Bundesjugendspiele werden abgeschafft, aber trotzdem müssen weiterhin alle Mathe machen?!".. dann folgte der Übertrag zum Kinderfußball. Das mit den Bolzplätzen war unabhängig von der Siegermentalität.

    Der Verweis auf die Streberin ist natürlich Quatsch, wie die meisten seiner Aussagen.

    Der Verweis, dass es für den ein oder anderen Schüler aber das Selbstbewusstsein fördern kann, wenn er etwas besser kann als sein Lehrer oder die Frage, warum im Schulsport das Leistungsdenken abgeschafft werden soll, in den anderen Fächern dieses aber tendenziell eher noch verschärft finde ich berechtigt. Folgt man der Abschaffung der Bundesjugendspiele und der Verwässerung der Sportnoten, dann verlieren die Leistungsbeurteilungen in Kunst und Musik auch ihre Berechtigung und es finden sich ausreichend Argumente diese auch bei vielen anderen Fächer abzuschaffen.

    Besser 2-3, die sich freiwillig abwechseln, als wenn keiner wirklich will und Du einen bestimmen musst.

    Ich würde allerdings versuchen, wenn es die Jungs mitmachen nicht nach jedem Spiel zu wechseln, sondern immer 2-3 Spiele am Stück fürs Tor einplanen.

    Kurzer Exkurs weg vom Fussball hin zum Lesitundruck in der Schule

    Die Noten in den Grundschulen sind meiner Ansicht nach heutzutage zu wohlwollend. Privat habe ich da etwas Einblick.

    Sobald aber ein Kind eine 3+ hat klingelt beim Lehrer das Telefon. In BW ist der Schnitt für eine Empfehlung (die nicht mehr bindend ist) für das Gymnasium 2,5--> ist das wirklich richtig fürs Gymnasium, das eigentlich für die Stärkeren sein sollte? Aus Grundschulen gehen dann teilweise bis zu 70% aufs Gymnasium und sind da überfordert. Und genau diese Kinder leiden dann unter dem Leistungsdruck weil sie auf der falschen Schule sind. Das Thema könnte man noch unendlich weiter spinnen ob ein Studium mehr wert ist als eine Ausbildung, wie leider immer wieder suggeriert wird...


    Um mal weg von den Kindern zu kommen: in einem Arbeitszeugnis darf auch nicht mehr die Wahrheit stehen. Es muss "wohlwollend" formuliert sein, was zur Folge hat, dass einer der die Codes nicht versteht denkt er wäre wirklich gut.

    Die 2,5 gab es schon als ich vorm Übertritt aufs Gymnasium stand und das ist über 35 Jahre her.

    Das Problem ist doch, dass es heute schon als Katastrophe dargestellt wird, wenn Kinder in der Grundschule schlechter als 1 sind.

    Ich kann mich an Mitschüler erinnern, die gerade so diese 2,5 geschafft haben bzw. in den Probeunterricht mussten, und am Ende im Abi nicht viel schlechter oder sogar besser abschnitten als ich.