Viele machen den Sch..., den sie früher selber erlebt haben weiter, weil sie denken, dass das eben so normal ist. Ich hatte das "Glück" nie (jedenfalls nicht als Jugendlicher) vereinsgebunden Fußball gespielt zu haben. Daher musste ich so einen Ballast eben gar nicht erst abschütteln. Auf der anderen Seite fehlt mir natürlich schon auch fußballerische Erfahrung, weswegen ich mich auf das Kleinfeld beschränke.
Beiträge von Fechter
Du bist noch kein Trainertalker? Registriere dich kostenlos und nehme an unserer Community teil!
Du bist Trainertalker? Zur Anmeldung
Du bist Trainertalker? Zur Anmeldung
-
-
Bin ich jetzt ein guter Trainer weil ich versuche jeden individuell zu fördern und zu fordern oder ein schlechter Trainer weil mir 6 Kinder im Laufe der Saison abgegangen sind?
Die Gruppenaufteilung ist definitiv sinnvoll, wenn man über einen Co Trainer oder Elternteil verfügt, das auf jeweils eine der Gruppen einen Blick hat. Aus dem Wort "wir" folgere ich, dass Du das nicht alleine gemacht hast. Abgänge sind bedauerlich, aber manchmal auch sinnvoll. Es gibt eben Kindern, zu denen passt die Sportart einfach nicht. Es ist für alle Beteiligten ein Gewinn, wenn die sich in einer anderen Disziplin versuchen.
Außerdem gehe ich davon aus, wer sich hier im Forum betätigt, der bringt schon so viel Engagement und Hirn mit, dass er im Regelfall ein guter Trainer ist oder werden wird. Die Trainer, die es nach dem Motto machen, ich weiß wie das geht und ich habe ja früher auch Fußball gespielt und wofür brauche ich Videos, Bücher oder ein Forum, die sind hier halt nicht.
-
Naja, wenn jemals ein Spieler sowas zu mir sagen sollte würde ich mich erstmal selber fragen, wie er dazu kommt. Hat das was ich ihm sage keine Substanz? Vermittle ich ihm den Eindruck, keine Ahnung zu haben? Rede ich zu viel?
Man kann oder sollte sogar sich immer auch selbst infrage stellen. Aber selbst wenn ich der letzte Horst als Trainer bin, darf keiner halt die Klappe zu mir sagen. Sage ich auch nicht zu den Jungs. Ich kann auch schon mal sauer sein aber achte peinlich darauf, nicht beleidigend, persönlich oder ausfallend zu werden.
Wenn ein Spieler so was sagt, würde ich mich erst mal fragen, was der für eine Kinderstube genossen hat. Und dann würde ich ihn mindestens für den Tag vom Spiel oder Training befreien.
-
Der Trainer gehört weg, da sind sich hier wohl alle einig. Gespräche mit ihm nützen nichts. Nur über Jugendleitung bzw. Vorstand. Er ist eigentlich auch kein Trainer. Er übt eine Trainerfunktion aus, ist aber keiner. Und als Elternteil muss man da auch zum Schutz seines Kindes dieses aus dem Team zeitnah raus nehmen, wenn er nicht verschwindet. Da muss man Prioritäten setzen. Kinderschutz vor vermeintlicher sportlicher Entwicklung. Das ist doch eindeutig.
Vermutlich hat der Bube es selbst so erlebt und meint nun, es sei richtig, das so auch zu machen. Fußball ist keine Hallenhalma und die sollen nicht so zimperlich sein etc. pp.
-
Keine Wartelisten in Berlin? Das kann ich mir gar nicht vorstellen. Gibt's genug Sportplätze und ehrenamtliche Trainerinnen und Trainer? An diesen beiden Dingen mangelt es in Hamburg, insbesondere im Zentrum.
sicherlich gibt es da auch Wartelisten. Aber es gibt wirklich viele Vereine und Sportplätze. Wenn man da nicht auf einen bestimmten Verein fixiert ist, findet man was. Als Problem habe ich einen späteren Einstieg in den Fußball ausgemacht. Später meint so mit 10 oder älter. Da spielen die meisten schon ne Weile und es gibt dann eben kaum Teams, die echte Anfänger aufnehmen wollen. Ich selbst musste da schon einige ablehnen, weil es einfach nicht ging. Mein Vorschlag für den Verein war. für Anfänger so ein jahrgangsgemischtes Team zu machen, wo die erst mal die Basics lernen und dann nach einem halben Jahr auf die passenden Teams verteilt werden, wenn sie einen Pass spielen können und in der Lage sind um zwei, drei Hütchen rumzudribbeln. Kam nicht an der Vorschlag.
-
Komischerweise sind ja viele bereit in den Fussballschulen hohe zweistellige Beträge im Monat für 4x1h Training zu bezahlen. Die Vereine sind hier viel zu günstig. Das sollte flächendeckend angepasst werden.
Meine Rede seit langem. Die Vereine sind zu billig. Deswegen wird es auch von einigen nicht wertgeschätzt. Ein Training ausfallen zu lassen, was ca. 1 Euro kostet, fällt deutlich leichter als eins, was 5 oder 10 Euro kosten würde. Für mehr Trainervergütung würde man dann auch schnell mehr Lizentrainer bekommen. Es würde sich dann ja auch mehr lohnen, die Lizenz zu machen. oder eben das als Studentenjob zu machen, statt bei Mc Donalds oder Subway ein paar Stunden zu jobben.
Ja ich weiß, hier sind viele der Meinung, das müsse alles aus Idealismus für quasi umsonst gemacht werden. Funktioniert aber eben nicht mehr.
-
Und wie viele Talente werden übersehen, wenn die Wartelisten zu lang sind? In Hamburg warten etwa 5.000 Kinder im Grundschulalter auf die Möglichkeit Fußball im Verein spielen zu können.
Eine Situation, die ich mir hier in Berlin gar nicht richtig vorstellen kann. Klar findet man nicht an jeder Ecke einen Verein, der ein passendes Team hat. Aber wenn man etwas flexibel ist, findet man was. Falls die 5.000,- nicht alle auf das Billigangebot warten, wäre das ja ein idealer Markt für Fußballschulen. Ich glaube eh, dass das kommt. Entweder die Vereine werden teurer und professionalisieren sich oder es stoßen Fußballschulen in die Lücke.
Muss allerdings auch sagen, dass ich schon div. Probespieler hatte, wo die Eltern behaupteten, der würde auf dem Bolzplatz, in der Schul-AG und sonstwo regelmäßig schon spielen, dann aber im Grunde gar nicht spielen konnte.
-
Es gibt hierzulande wirklich viele schlechte Trainer, muss man einfach mal so konstatieren.Das ist ja auch bekannt und der DFB will da ja auch gegensteuern. In Bezug auf Wenger, der sich jahrzehntelang im höchsten Profibereich aufgehalten hat, ist allerdings die Frage, inwieweit er wirklich einen Blick auf den Kinder- und Jugendfußball hat und von welchem Land er spricht.
Insgesamt halte ich das für eine steile These. Das wäre ja erst mal irgendwie zu belegen, dass Kinder, die bis zum 12 Lebensjahr nur in Eigeninitiative z.B. auf dem Bolzplatz gespielt haben, besser wären als die, die im Verein gespielt haben. Ein Mannschaftstraining ist ohne Trainer schlicht nicht möglich. Die würden entweder aufs Tor schießen und ansonsten einfach rumknödeln. Klar, ist ja alles hier schon ausdiskutiert. Wir wollen Bolzplatzmentalität und viel 1:1. Aber sorry, so ganz von alleine passiert das eben auch nicht.
-
Bei uns ist es zulässig, dass drei festgespielte Spieler eine Mannschaft tiefer spielen, wenn sie nicht am gleichen WE noch mal eingesetzt werden.
Wenn es mehr wären und ich das wüsste, kann man eigentlich im DfB net an den Spieleinsätzen erkennen, würde ich es im Fall einer Niederlage melden.
-
Ja, das mit dem "joystick" ist so ne Sache.....
..............................Dachte mir, dirigierst ihn ein Wenig, damit er keine allzu großen Schnitzer baut.
Nach so ner Viertesltunde maulte er mich an: halt endlich die Klappe ..............
Jemanden, der auf der Position keine Erfahrung hat zu dirigieren ist für mich nicht Joystick. Gerade hinten in der Verteidigung macht das durchaus Sinn. Da geht es ja auch weniger um Kreativität als vorne. Wenn er tatsächlich zu Dir gesagt hat:"Halt die Klappe," dann ist das ein absolutes No Go. Darfst Du Dir nicht gefallen lassen sonst verlierst Du den Respekt der anderen Spieler.
-
Es gibt wirklich gute Gründe ein Training abzusagen. Verletzt beim Sport oder in der Pause in der Schule, Erkältung, Durchfall, PKW der Eltern nicht angesprungen etc. Diese sollten in etwa gleich verteilt sein.
Ich stelle aber fest, dass die Abwesenheiten sehr unterschiedlich verteilt sind. Einige kommen fast immer, andere fehlen eigentlich fast jede Woche bei einem Trainingstag. Das legt nahe, dass das, was einen wichtigen Grund darstellt, unterschiedlich ausgelegt wird. Für die Vielfehler ist es dann eben auch ein Grund, wenn die Tante zum Kaffee kommt, man sich an dem Tag einfach nicht so gut fühlt und beim Vereinbaren des Zahnarzttermins wird nicht daran gedacht, dass dieser sich mit der Trainingszeit überlappt. Ist das o.k., weil es ja zur individuellen Gestaltungsfreiheit eines jeden gehört? Ich finde nicht, denn vom Trainer wird ja auch erwartet, dass er regelmäßig zur Verfügung steht. Und nein, er macht da keinen wirklich bezahlten Job. Und man schadet nicht nur sich, sondern auch dem Team.
Ich habe noch einen zweiten Faktor festgestellt, der aber evtl. auch was mit mir selbst als Trainer zu tun hat. Zum Saisonbeginn ist die Trainingsbeteiligung in der Regel ganz gut und wenn ich ein neues Team habe sind die Spielergebnisse eher mau. Dann nach einiger Zeit dreht sich das. Die Spielergebnisse werden erkennbar besser und dann nimmt die Trainingsbeteiligung ab. Ich bin mir nicht sicher, ob dann das Training weniger Spaß macht, weil ich es aus Sicht der Kids so langweilig gestalte (bin nicht der Meinung, aber vielleicht sehen die das ja so) oder ob sie dann denken, sie hätten es nicht mehr nötig.
Auf jeden Fall ist der Schlüssel dem entgegenzuwirken eine gewisse Teamgröße. Dann kann man Spieler, die nicht oder wenig kommen auch sanktionieren. Zum Spiel gar nicht einladen oder weniger Spielzeit einräumen. Hatte leider in den letzten Jahren eher knapp besetzte Teams, daher musste ich zähneknirschend die sinkende Triningsbeteiligung hinnehmen.
-
Der geringe Kostenfaktor führt durchaus dazu, dass die Disziplin/ Konsequenz der Eltern geringer ausfällt. Andere Sportarten / Hobbys ihrer Kinder gehen mehr aufs Portemonnaie, da sind sie dann mehr hinterher.
Meine Rede seit langem. Fußball ist zu billig. Eine Trainingseinheit, die so zwischen einem und zwei Euros kostet, wird von vielen einfach nicht wertgeschätzt. Dafür werden sogar noch Forderungen an den Verein gestellt nach neuen Trikots, Bällen etc.
Vielleicht sollte man das mal einführen, dass für jeden Fehltag ein oder zwei Euro in die Mannschaftskasse zu zahlen sind.
-
Trainingszwang kann man IMO nur machen, wenn man zwischen einer ersten und einer zweiten Mannschaft unterscheiden kann. Was willste denn mit Mitgliedern machen, die nur auf 48% kommen? Rauswerfen?
im Grunde ja. Irgendwo muss eine Grenze eingebaut sein. Ich habe mal die Devise ausgegeben, im Schnitt 2/3 Teilnahme erforderlich. Haut leider auch nicht mehr ganz hin bei mir. Unter 50% geht einfach nicht. Das ist schädlich für die Gruppe und macht eine spielerische Weiterentwicklung kaum mehr möglich.
-
Eine Teilnahmepflicht im Kinderfußball finde ich falsch. Fußball ist ein Freizeitangebot und die Kinder sind freiwillig dabei, ebenso die Trainerinnen und Trainer.
im Prinzip richtig. Allerdings wird es beim Trainer besonders klar, dass es eben trotz Freiwilligkeit nicht in das Belieben der Teilnehmer gestellt werden kann, einfach mal nicht zu kommen. Einige Eltern scheinen der Ansicht zu sein, es sei ein billiges Sportangebot, für das sie bezahlt hätten und an dem kann man eben teilnehmen oder nicht. Je nach dem, welchen anderen Aktivitäten man an dem Tage Vorrang gibt. So wie ein Fitnessclub. Ist aber nicht so. Die Gruppe ist zum Funktionieren auf Verlässlichkeit angewiesen. Wenn Du eine kleine Gruppe hast, dann ist das echt ein Problem mit der unzuverlässigen Teilnahme mancher Kinder, zumal man die dann doch spielen lassen muss, wenn man kaum Ersatz hat.
-
Ja tatsächlich, dort (nicht in Deinem Beitrag) steht "bis 14" 1.351.890 im Jahr 2006. Wenn man sich die Statistik anschaut, ist das erstaunlich konstant. letzte Veröffentlichung für 2023 1.391.468. Insgesamt aus der riesigen Menge eine schlechte Ausbeute an Spielern in den höchsten Ligen. Aber das Thema hatten wir ja schon.
-
Jungs U14 = 1.344.644 Mitglieder im Jahr 2006?
Es gab Anfang der 90er Jahre zwischen 800.000 und 900.000 Geburten pro Jahr. Wenn in der U14 2 Jahrgänge sind, stünden als rd. 1.850.000 Kinder (Jungs und Mädchen) zur Verfügung. Ca. die Hälfte also wiederum rd. 850.000 Jungen gab es in Deutschland überhaupt dafür nur.
Die Zahlen können also gar nicht, auch nicht näherungsweise stimmen, weil das mehr als alle Jungs in Deutschland dieser Jahrgänge wären.
Um auf die Frage zu antworten. Kann mich nur als Fernsehzuschauer, meist an öffentlichen Orten, Restaurants, Straßencafés etc. erinnern. War ne tolle Stimmung.
Planungen sind mir bei uns im Verein nicht bekannt. Der ist derzeit aber auch genug mit sich selbst beschäftigt. Machen könnte man da eine Menge, aber wer nimmt sich die Zeit dafür. Ich nicht und bei uns im Verein kenn ich da auch niemanden.
-
Wir sind uns wohl alle einig, dass da auf dem Großfeld ein anderes Coaching erforderlich wird, als bis D Jugend. Wenn der Spieler trotz ständiger Ansprache seit Jahren nicht hört, bist Du ob der jahrelangen Wiederholungen sehr zu bewundern. Ich würde den dann öfter mal raus nehmen, statt mir den Mund fusslig zu reden.
-
nach Überfliegen der Jugendordnung des BFV Berlin habe ich so einen Passus, der eine Genehmigung für ein Training bei einem anderen Verein fordert, nicht gefunden. Habe auch nie von soetwas gehört.
-
Da stimme ich zu. Der Pass sollte beim 1:1 oder gar 1:2 eine alternative Option des Spielers sein. Das kann oder sollte man auch mal anregen.
Der Trainer, der allerdings schreit:"Fummel nicht" will ihm in der Regel das Dribbling im 1:1 bzw. das 1:1 an sich möglichst austreiben und damit limitiert er ihn zu Gunsten eines Spielergebnisses. Sehe bzw. höre ich ständig.
War schon einige Male dabei, den Spieler auch zum Abspielen anzuweisen, habe mich dann aber zurückgenommen und dann sehenswerte Tore gesehen, nachdem ein oder zwei Gegner ausgespielt wurden. Wusste dann, dass es gut war, die Klappe zu halten. Wenn er 3 mal hängen bleibt, dann kriegt er beim 4. Versuch auch schon einen Hinweis.
-
Das Erste ist falsch, weil der Spieler zur Marionette gemacht wird und auch nicht lernt, individualtaktisch richtige Entscheidungen selbst zu treffen. Das zweite, weil der Trainer Kinderfußball nicht verstanden hat. Beides gleich wenig sinnvoll.
