Ein immer wieder auch in Zusammenhang mit den Traineraufwandsentschädigungen diskutiertes Thema. Bei uns in Berlin sind überwiegend auch Monatsbeiträge um die 10 Euro/Monat im Jugendbereich üblich, so dass bei 2 Trainingseinheiten € pro Woche kaum 1,5 Euro auf einen Termin entfallen. Davon müssen Verbandsbeiträge vom Verein abgeführt werden und Bälle, Leibchen, Spieletrikots gekauft werden. Somit ist klar, dass dann kaum Aufwandsentschädigungen im 3 stelligen Bereich für die Trainer/Übungsleiter gezahlt werden können.
Ich halte das für schlecht, weil der Trainerjob nur mit sehr viel Idealismus gemacht werden kann. Es gibt sicher viele, gerade jüngere Fußballer, für die der Zeitverlust auch ein Arbeits- und Geldverlust ist, den sie nicht kompensieren können. Schon gar nicht sind sie bereit oder in der Lage, für umsonst die Trainerlehrgänge zu besuchen, oder wie es bei mir war, diesen sogar noch selbst zu bezahlen. Somit ist die Situation in den kleineren Vereinen die, dass zu einem großen Teil nicht lizenzierte Elternteile das Training so machen, wie sie es für richtig halten, aber eben sicherlich nicht gut. Nirgendwo auf der Welt kann man eine gute Leistung längerfristig ohne angemessene Gegenleistung erhalten.
Ganz problematisch wird es dann, wenn das wenige Geld, was die Kinder bezahlen, vom Verein noch für die ersten Herren genommen wird, die irgendwo in der Kreisklasse kicken. Für die gibts dass Trainingsanzüge, evtl. gemeinsame MIttagessen und einen halbwegs bezahlten Trainer.
