System jetzt: Belohnungssystem, das gute Ergebnisse belohnt, nicht aber gute Ausbildung
Wie änderst du den Fokus von gute Ergebnisse auf gute Ausbildung, ohne Mehraufwand bei allen Beteiligten?
Beim 6+1 stellen sich im schlimmsten Fall 3 hinten rein und kloppen die Bälle nach vorne. Das Ergebnis stimmt.
Bei Funino geht das nicht....
Ansonsten führe das doch bitte mal weiter aus...
Um es mit deinen Worten zu sagen: Bring mal Fleisch in die Diskussion
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Ich würde es schon sehr gut finden, wenn zumindest im G- und F-Bereich die Vereine sich verpflichten würden, in ihren Teams allen ihren Kindern gleiche Spielzeit zu garantieren. Ich meine, dass das schon sehr vieles ändern würde.
Eigentlich sollte das meiner Meinung nach auch im E-Bereich noch gelten.
Du sagst, dass das bei Funino gegeben ist. Völlig richtig. Auch die Zahl der Ballkontakte pro Spieler ist – zumindest tendenziell, denn Ballstaubsauger habe ich auch bei Funino schon gesehen – höher.
Das ist natürlich völlig richtig und das spricht alles für Funino. Meine Befürchtung ist, dass Funino im Spielbetrieb aus einem super Ausbildung-Tool ein (vermeintlich präzises) Leistungsstärke-Barometer macht. Da nur drei Spieler und ein kleineres Spielfeld, ist der einzelne Spieler noch stärker auf dem Tableau. Damit vergrößert sich, so befürchte ich, auch der Druck, der auf ihm lastet. Die Erwartungsschraube der Eltern wird noch höher gedreht. Ob das so sein wird, weiß ich nicht. Aber ich befürchte es.
luibo beschreibt seine konkreten Erfahrungen (ich selbst habe keine Erfahrungen mit solchen Festivals):
Durch den großen Einsatz von MDahlin hat sich die Bewegung hier deutlich vergrößert. Sie muss sich hinter Erlangen oder München nicht verstecken.
Dadurch hat sich aber auch die Kultur verändert. Es geht nicht mehr nur um die Entwicklung der Kinder auf solchen Festivals. Vielen ist das gewinnen wollen wichtig geworden.
War es früher auf Festivals eher leise, ist der Lautstärkepegel deutlich angestiegen.
Ich verstehe luibo hier so, dass sich der Rahmen dieser Festivals durch die hohe Zahl der Teilnehmer in einer Weise verändert hat, die für ihn nicht mehr erträglich war. Denn, wenn ich es richtig verstehe, hat er sich aus der Funino-Bewegung zurückgezogen. MDahlin spricht ja auch an, dass die Talentsichter bei den Festivals aufgrund der Organisationsform genau wissen, an welchen Plätzen sie stehen müssen.
Ich meine, wenn man jetzt den Spielbetrieb komplett auf Funino umstellt, implementiert man auch den extremen Leistungs- und Ergebnisdruck, nur dass dieser dann nicht mehr auf 7 Spielern lastet, sondern nur noch auf drei (jetzt bräuchte ich einen Gewichtheber-Smiley, der unter seinen Gewichten zusammenbricht).
Ich befürchte auch, der Fokus der Trainer würde sich mit der Reduzierung der Spielerzahl verändern. Der Vater-Trainer braucht als Mitspieler für seinen Sohn nur noch zwei "nützliche Idioten" (Lochmann) statt sechs. Denn auch wenn der Vater-Trainer sie als "nützliche Idioten" ansehen mag, für den Erfolg braucht er sie und muss sie fördern. Bei Funino braucht er sich noch nicht mal ein schlechtes Gewissen machen oder sich von den Eltern etwas anhören, denn die Kinder spielen ja alle.
Ich habe das hier schon angesprochen, die reine Zahl der Ballkontakte sagt ja noch nichts über den Lerneffekt, den das Kind dadurch hat. Es geht ja nicht nur darum, dass ein Kind Fußball spielt. Das tut es ja auch auf dem Schulhof, auf dem Bolzplatz, mit Papa oder mit Freunden im Garten etc.
Es geht ja auch darum, dass sich der Trainer Zeit nimmt für seine Kids, ihnen Dinge zeigt, erklärt, ihnen ein Training bietet, in dem sie sich entwickeln ("über sich hinauswachsen") können.